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(11) |
EP 0 392 208 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.06.1993 Patentblatt 1993/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.03.1990 |
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Verschlusselement für einen Vorratsbehälter für pastöse oder viskose Massen in Form
einer Tube oder einer Flasche
Valve for a container for dispensing paste-like or viscous materials, in the form
of a tube or bottle
Soupape pour récipient-distributeur pour matières pâteuses ou visqueuses en forme
de tube ou de bouteille
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
13.04.1989 DE 3912130 25.05.1989 DE 8906440 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.10.1990 Patentblatt 1990/42 |
| (73) |
Patentinhaber: Wolff, Ernst |
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D-33330 Gütersloh (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Wolff, Ernst
D-33330 Gütersloh (DE)
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| (74) |
Vertreter: Meldau, Gustav, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Dipl.-Ing. Gustav Meldau
Dipl.-Phys. Dr. Hans-Jochen Strauss,
Postfach 24 52 33254 Gütersloh 33254 Gütersloh (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 229 106 DE-U- 8 702 999 FR-A- 1 427 649 US-A- 1 883 716 US-A- 3 754 690
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CH-A- 267 023 FR-A- 999 572 GB-A- 2 192 387 US-A- 2 028 843
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verschlußelement gemäß der gattung des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Vorratsbehälter sind regelmäßig an ihrem Hals mit einem Außengewinde versehen,
auf das ein kapselähnlicher Verschluß aufzuschrauben ist. Tuben mit aufgeschraubtem
Verschluß, aber auch Flaschen mit aufgeschraubtem Verschluß, die jeweils einen im
wesentlichen pastösen, soßenähnlichen, also hochviskosen oder auch flüssigen niedrigviskosen
Inhalt haben, fordern bei jeder Entnahme ein Abschrauben des kapselartigen Verschlusses.
Bei Tuben wird dann durch Ausübung von Druck der Inhalt durch den Hals herausgedrückt.
Typisches Beispiel hierfür sind Zahnpastatuben. Flaschen müssen nach dem Öffnen gekippt
werden. Ein niedrigviskoser, also hochflüssiger Inhalt ist nur unter Beachtung besonderer
Vorsichtsmaßnahmen in etwa vorgegebenen bestimmten Mengen auszuschütten. Vielfach
bedient man sich dazu besonderer zusätzlicher Verschlüsse bzw. besonders ausgebildeter
Öffnungen, um eine weitgehend dosierte bzw. annähernd genau dosierte Abgabe des flüssigen
Inhalts erreichen zu können. Solches versagt aber, wenn der Inhalt der Flasche eine
höhere Viskosität aufweist, wenn es sich also beispielsweise um eine Salatsoße handelt.
[0003] Nach der Entnahme ist dann der Behälter, die Tube oder Flasche, wieder zu verschließen.
Bei einem pastösen oder hochviskosen Inhalt besteht immer die Schwierigkeit, daß dieser
nicht exakt an der Öffnung abgetrennt ist und daher beim Verschließen des Behälters
über den gesamten vorderen Teil der Öffnung verteilt wird und auch noch bis in das
Gewinde hinein geschmiert wird. Das ist in mehrfacher Hinsicht unangenehm und nachteilig.
Insbesondere dann, wenn vom Behälterinhalt etwas in das Schraubgewinde des Verschlusses
gelangt, wird dessen Funktion gestört. Wenn der Behälterinhalt dort trocknet oder
abbindet, kann es auch so weit kommen, daß der Schraubverschluß praktisch funktionsunfähig
wird, daß er später nicht mehr zu entfernen ist. Um die umständliche Handhabung mit
dem Öffnen und Schließen von Schraubverschlüssen bei Tuben und Flaschen zu vermeiden,
sind schon verschiedene Vorschläge für besondere Verschlüsse von Vorratsbehältern
wie Flaschen und Tuben gemacht worden.
[0004] Derartige Verschlüsse sind bereits beschrieben worden. So betrifft z.B. die US-PS
4 051 984 einen Behälter mit einem Dosieraufsatz, bei dem mittels eines Schiebers
eine Portion pastösen Behälterinhaltes abgeteilt und über eine im Ruhezustand von
einer Klappe verschlossenen Ausgußöffnung ausgegeben werden kann, wobei die Verschlußklappe
auch ein "Abschneiden" der ausgegebenen Masse bewirkt, wobei diese Klappe automatisch
durch Schwerkraftwirkung in ihre Ruheposition zurückgeht. Überschüssige Masse verbleibt
in einer Vorkammer und kann von da aus in den Vorrat zurückfließen. Das "Abschneiden"
unter Schwerkraftwirkung ist unvollständig und führt zu einem Nachlaufen des Behälterinhalts
und zu einem Verschmieren der Außenseite des Behälters. Die US-PS 4 057 177 betrifft
einen Tuben- oder Flaschenverschluß, geeignet zum Dosieren viskoser Massen. Hiernach
wird auf den Hals des Behälters ein zweiteiliger Verschluß aufgesetzt, bei dem der
äußere Verschlußteil axial auswärts bewegbar ist und der innere Verschlußteil als
im wesentlichen starrer Einsatz ausgebildet sind, wobei zwischen beiden Verschlußteilen
eine Vorratskammer gebildet ist, die über offene Kanäle mit dem Massen-Vorrat verbunden
ist und die ein sich bei der axialen Auswärtsbewegung des äußeren Verschlußteiles
öffnendes Ventil aufweist, das den Austritt der viskosen Masse durch ein Auslaßrohr
erlaubt. Das Ventil kann dabei ein mit Überströmschlitzen versehenes Ventil sein,
es kann jedoch auch als Kegelventil ausgebildet sein. Ein einem "Flatterventil" ähnliches
Belüftungsventil verhindert die Ausbildung eines unzulässigen Unterdruckes im Behälter.
Einen weitgehend ähnlichen Verschlußaufsatz für tubenähnliche Vorratsbehälter für
pastöse oder viskose Massen beschreibt auch die US-PS 4 061 254.
[0005] Eine andere Ausführung beschreibt die US-PS 4 408 702: Diese betrifft einen tuben-
oder flaschenförmigen Behälter für pastöse oder viskose Massen, wobei ein Verschlußteil
auf den Hals der Tube oder der Flasche aufgesetzt ist, das bei Druck auch die Behälterwandung
über den Druck der im Behälter enthaltenen Masse geöffnet wird und eine Ausgabeöffnung
freigibt. Dabei bewegt sich das die Öffnung verschließende Teil mit einem kegelförmigen
Sitz axial; bei der axialen Bewegung wird ein elastisches Glied so verformt, daß es
als Rückstellelement wirkt, wobei die von ihr bewirkte Kraft geringer ist, als eine
von einem auf den Behälterinhalt ausgeübte Auspreßdruck bewirkte Kraft, wobei jene
und nach Wegfall des Druckes für eine Rückstellung des Verschlußteiles Sorge trägt.
[0006] Eine Bauart nach US-A 2 028 843 ist ausschließlich nur ausführbar und funktionsfähig,
wenn der Behälterhals einen quadratischen oder rechteckigen Querschnitt hat. Abgesehen
davon ist zu beachten, daß bei dieser Bauart die Feder nicht ein Zugelement sondern
ein Druckelement ist und auch nicht im Inneren des Behälters bzw. Behälterhalses,
umgeben vom Behälterinhalt, angeordnet ist. Die Verschlußklappe befindet sich im Inneren
des Halses - der Hals erscheint also optisch offen. Darüber hinaus ist die Klappe
von einer Druckfeder belastet, die von außen auf die Klappe wirkt und sich nicht innerhalb
des Behälters bzw. seines Halses, vom Behälterinhalt umgeben, befindet.
[0007] In Zusammenhang mit der Erfindung bedeutsam sind diejenigen bekannten Ausführungen,
nach denen der vorhandene Schraubverschluß ersetzt wird durch eine vorzugsweise ebenfalls
aufgeschraubte Kappe, die mit einem klappenartigen Verschluß der Öffnung versehen
ist, wobei dieser klappenartige Verschluß auch mittels eines außen angebrachten federartigen
Elementes in Schließstellung gehalten wird und wobei dieses federartige Element bei
erhöhtem Innendruck nachgibt und den klappenartigen Verschluß öffnen läßt zur Abgabe
des Inhalts des Behälters. Die bekannten Lösungen haben verschiedene Nachteile, die
im wesentlichen darin bestehen, daß der Behälterinhalt nicht nur in dem Sitz des klappenartigen
Verschlusses zurückbleiben kann und dort erhärtet, sondern auch die federähnliche
Schließvorrichtung verschmiert und damit deren Funktion stört, insbesondere wenn der
Behälterinhalt austrocknet, erstarrt oder verklebt. Im übrigen muß bei derartigen
Verschlüssen mit einer federähnlichen Schließvorrichtung diese hinsichtlich ihrer
Federcharakteristik derart abgestimmt sein, daß der Druck auf die Tube bzw. die mit
elastischer Wandung ausgebildete Flasche nicht zu groß sein muß, um eine Öffnung des
Verschlusses zur Abgabe des Inhalts zu bewirken. Eine derartige Abstimmung der Federcharakteristik
ist mit Schwierigkeiten verbunden, da es sich um Produkte der Massenfertigung handelt
und darüber hinaus auch je nach Konstruktion des Gesamtverschlusses Montagefehler
und auch nachträgliche mechanische Beeinflussungen erhebliche Unterschiede in der
Federcharakteristik des Verschlusses bewirken können.
[0008] Hier setzt die Erfindung an, der die Aufgabe zugrunde liegt, ein gattungsgemäßes
Verschlußelement so weiterzubilden, daß die vorstehend beschriebenen Nachteile bekannter
Verschlüsse vermieden werden und ein betriebssicher zu handhabender und wirtschaftlich
herzustellender Vorratsbehälter erhalten wird.
[0009] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung für ein gattungsgemäßes Verschlußelement mit
den im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst; vorteilhafte Weiterbildungen
und bevorzugte Ausführungsformen beschreiben die Unteransprüche.
[0010] Nach der Ausführungsform ist der Deckel als Klappe ausgebildet, am Rand der Entnahmeöffnung
am Behälterhals angelenkt und die Feder mit dem Deckel verbindende Zugelement an einer
zweckmäßig soweit wie möglich von der Anlenkung des Deckels entfernten Stelle an dessen
Innenseite befestigt.
[0011] Durch die Anordnung der Schließfeder für den Deckel im Inneren des Behälters ist
diese gegen jede äußere mechanische Beanspruchung sicher geschützt, auch Montageschwierigkeiten
können nicht zu einer stark unterschiedlichen Funktion führen. Des weiteren ist durch
die Anordnung der Schließvorrichtung für den Behälterverschluß im Inneren des Behälters
erreicht, daß eine Verhärtung, ein Verkleben oder Verschmieren des Inhaltes des Behälters
im Bereich und in der Umgebung der Behälteröffnung sich nicht nachteilig auf die Funktionen
des Verschlusses bzw. der Federwirkung auswirken können. Im Inneren des Behälters
ist ein rasches Austrocknen, Verhärten oder Verkleben des Behälterinhaltes ausgeschlossen.
Damit ist eine ständige gleichmäßige Funktion und Wirkung der Schließfeder für den
Behälterverschluß ständig gewährleistet, ohne wesentliche Einengung des Lumens des
Halses. Die das Rückstellelement bildende Feder ist vorteilhaft als Blattfeder ausgebildet
und ist mit ihrem einen Ende im Hals des Behälters unterhalb der Deckelebene befestigt
und unter Vorspannung abgebogen in den Halsraum hineinragend an ihrem anderen, freien
Ende über das Zugelement mit dem auswärts bewegbaren Bereich des Deckels verbunden.
[0012] Die Ausführung kann dabei derart gewählt werden, daß die Stirnfläche des Halses teilweise
starr ausgebildet an einer geradlinigen Kante, die eine Sehne der Fläche sein kann,
mittels eines Scharniers mit dem Deckel verbunden ist, wobei von der starren Stirnfläche
die als Blattfeder ausgebildete und dort mit ihrem einen Ende befestigte Feder etwa
achsparallel in den Halsraum hineinragt und an ihrem freien Ende über das Zugelement
mit dem ausklappenden Bereich des Deckels verbunden ist.
[0013] Das Zugelement kann ein Faden oder ein Stab sein, wobei der Stab mit Blattfeder und/oder
Deckelunterseite gelenkig verbunden ist. Selbstverständlich kann die Anordnung auch
derart getroffen sein, daß anstelle der Blattfeder ein starrer Stab vorhanden ist,
an dessen freiem Ende anstelle des Zugelementes ein elastisches Element, beispielsweise
in Form eines Gummizuges oder einer kleinen Spiralfeder angeordnet ist.
[0014] Sämtliche vorstehend beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispiele der Neuerung
zeigen, daß abgesehen von den Eingangs genannten Vorzügen der Aufbau der Schließvorrichtung
für den Deckel sehr einfach ausgebildet ist und sich daher nicht nur leicht herstellen,
sondern auch leicht montieren läßt. Weiterhin ist diese Schließvorrichtung derart
ausgebildet, daß sie dem aus dem Behälter auszudrückenden Inhalt praktisch keinerlei
zusätzlichen Widerstand entgegensetzt, da sie nur sehr geringen Raum und diesen im
wesentlichen in Fließrichtung beansprucht. Besonders zu beachten ist dabei, daß diese
Schließvorrichtung für den Behälterverschluß ständig in den Behälterinhalt im Inneren
des Behälters eingebettet ist. Solange der Behälterinhalt also keinen Änderungen durch
Austrocknen o. dgl. unterworfen ist, bleibt die Verschlußbetätigung nach der Neuerung
voll funktionsfähig. Es ist dabei zu beachten, daß die Anordnung auch so getroffen
sein kann, daß bei einem in einem Scharnier schwenkbaren Deckel das Zugelement bzw.
das an seiner Seite eingesetzte elastische Rückstellelement in Form eines beispielsweise
elastischen Bandes derart gelagert ist, daß bei von Hand weit geöffneten Deckel ein
Totpunkt überwunden ist, so daß dieser, wenn das erwünscht ist, in seiner weit aufgeschwenkten
Stellung offenbleibt und nach nur kleinem Anstoß und damit Überwindung des Totpunktes
der Schließvorrichtung wieder vollständig schließt. Das hat den Vorteil, daß die Entnahme-
oder Ausdrück-Öffnung des Behälters vollständig zu öffnen ist und geöffnet bleibt,
so daß beim Ausdrücken des Inhalts des Behälters die Schließkraft des Behälterverschlusses
nicht mehr zu überwinden ist.
[0015] Vorteilhaft ist die Anordnung nach der Neuerung derart, daß der Dekkel mit seiner
Anlenkung und vorzugsweise auch die Feder in einem Einsatz angeordnet sind, der mit
seiner äußeren Begrenzung der Innenform des Behälterhalses angepaßt, in diesen einsetzbar
ist. Der Einsatz kann vorteilhaft mit Arretierungsansätzen versehen sein, die den
äußeren Rand des Behälterhalses übergreifen und mit dem inneren Rand des Halses beim
Übergang in den Innenraum des Behälters verrasten. Zweckmäßig besteht der Einsatz
aus einem Ring, der im wesentlichen gegen die Innenseite des Behälterhalses unmittelbar
innerhalb der Öffnung anliegt und von dem achsparallel mindestens drei Stäbe mit Endkrallen
abragen, wobei diese Endkrallen derart ausgebildet sind, daß sie mit dem inneren Rand
des Halses beim Übergang in den Innenraum des Behälters verrasten. Diese Ausbildung
hat den Vorteil, daß ein Behälterverschluß nach der Neuerung jeweils für sich allein
hergestellt und ggf. auch zusammengesetzt nachträglich auf jeden passenden Behälterhals
aufzusetzen ist und durch einfachen Druck bzw. Aufschieben befestigt werden kann.
[0016] Eine andere Möglichkeit besteht selbstverständlich darin, daß der Einsatz mit einer
überfangenen Kappe versehen auf das vorhandene Gewinde an dem Behälter aufgeschraubt
wird, wobei die zusätzliche Möglichkeit besteht, diese Überfangkappe auch mit einem
Außengewinde zu versehen, auf den die übliche Aufschraubverschluß-Kappe aufgesetzt
wird.
[0017] Die Neuerung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die
Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen
- Figur 1:
- Einen Behälterverschluß mit Klappe und achsparallel liegender Blattfeder;
- Figur 2:
- Einen Behälterverschluß mit Klappe, achsparallel liegender Halterung und elastischem
Zugelement;
- Figur 3:
- Befestigung des Einsatzes im Behälterhals.
[0018] Von einem Behälter ist der obere Teil 1 abgebrochen dargestellt, der in den Hals
2 des Behälters mit der Entnahmeöffnung 3 ausläuft. Bei dem Behälter kann es sich
um eine Tube oder auch um eine Flasche handeln. Die Flasche kann aus einem nachgiebigen
Material, vorzugsweise Kunststoff, bestehen und vorzugsweise durch Ausbildung von
flachen, membranähnlichen Seitenwänden etwas zusammendrückbar sein, so daß ein Druck
auf den Behälterinhalt auszuüben ist.
[0019] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 ist die Blattfeder 4 in der Nähe des oberen
Randes des Behälterhalses 2 befestigt, so daß sie etwa achsparallel nach unten ragt.
Diese Blattfeder 4 ist an ihrem zum Behälter 1 hin liegenden freien Ende in etwas
ausgelenkter Stellung über ein Zugelement 8 mit dem Punkt 7 an dem an dem Scharnier
6 aufklappbaren Deckel 5 befestigt. Es ist erkennbar, daß beim Öffnen des Deckels
5 über das Zugelement 8 die an dem oberen Ende des Behälterhalses 2 festsitzende Blattfeder
4 mit ihrem unteren Ende je nach Öffnung des Deckels 5 weniger oder stärker ausgelenkt
wird und damit auch eine größere oder geringere Federkraft ausübt. Beim Druck auf
den Inhalt des Behälters 1 wird gegen die Kraft der Blattfeder 4 der Deckel 5 geöffnet,
so daß der Inhalt austreten kann, solange der Druck auf den Behälterinhalt anhält.
Nach Nachlassen dieses Druckes zieht die Blattfeder 4 den Deckel 5 wieder gegen seinen
Sitz und schließt damit den Behälter.
[0020] Es ist leicht erkennbar, daß das bisher beschriebene Ausführungsbeispiele auch derart
ausgebildet sein kann, daß nicht eine Blattfeder 4, sondern stattdessen ein starrer
Stab verwendet wird, andererseits jedoch anstelle des Zugelementes 8 ein elastisches,
vorzugsweise fadenförmiges, Element verwendet wird, wie beispielsweise ein Gummifaden;
es kann auch eine dünne Spiralfeder sein.
[0021] Im vorstehenden Sinne ist bei dem Ausführungsbeispiel nach der Figur 2 die Öffnung
3 mit einer festen Stirnfläche 9 teilweise überdeckt und an diese Stirnfläche ist
mit einem Scharnier 6 der Deckel bzw. die Klappe 5 angelenkt. Auf der Unterseite der
festen Stirnfläche 9 ist ein starrer Stab 11 mit seinem einen Ende befestigt, der
etwa achsparallel in Richtung des Behälters 1 ragend zweckmäßig an seinem freien Ende
11 a etwas abgebogen ist, und zwar in Öffnungsrichtung des Deckels oder der Klappe
5. Dort ist an dem freien Ende das Zugelement in Form eines Gummifadens 10 befestigt,
das mit seinem anderen Ende an einem dort gegenüberliegenden Scharnier 6 des Deckels
weit entfernten Stelle 7 an der Klappe 5 befestigt ist. Es ist erkennbar, daß nach
diesem Ausführungsbeispiel beim Öffnen der Klappe 5 nicht die Blattfeder 4, wie im
Ausführungsbeispiel der Figur 1, sich elastisch verformt, sondern daß der starre Stab
11 seine Lage und Stellung beibehält und lediglich das Zugelement 10 aufgrund seiner
Elastizität sich elastisch verlängert, wenn aufgrund des erhöhten Druckes auf den
Inhalt des Behälters die Klappe 5 zum Austreten des Behälterinhalts öffnet und bei
Nachlassen des Druckes auf den Behälterinhalt die Klappe wieder schließt unter der
Wirkung des Zuges des elastischen Elementes 10.
[0022] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3 ist dargestellt, wie der Behälterverschluß
nach der Erfindung mit dem Behälter verbunden ist, wobei zur Vereinfachung auf das
Einzeichnen der Blattfeder und des die Blattfeder mit dem Verschluß verbindenden Zuggliedes
verzichtet worden ist. Es kann dabei eine auf der Innenseite des Behälterhalses 7
anliegende Halbschale oder ein Halbring 12 auf der Innenseite der Stirnfläche 9 angeformt
sein. Diese Halbschale oder der Halbring 12 kann mit ihren freien, die Stirnfläche
9 überragenden Enden 13 derart ausgebildet sein, daß es sich federelastisch in dem
Hals 2 fest verklemmt. Statt der Halbschale können auch unterhalb des Ringes 12 zweckmäßig
drei in Abständen voneinander angeordnete Arretierungsansätze 14 fest angeordnet sein,
die an ihren freien Enden den inneren Rand 15 des Halses 2 beim Übergang in den Innenraum
des Behälters 1 mit nach außen ragenden Ansätzen 16 übergreifen. Der Einsatz ist damit
innerhalb des Halses 2 des Behälters mit der auf den freien Rand des Halses aufliegenden
Stirnfläche 9 einerseits und mit den Arretierungsansätzen 16 andererseits in dem Hals
fest gesichert.
[0023] Stattdessen kann selbstverständlich der Einsatz auch derart ausgebildet sein, daß
er eine vom Außenrand der Stirnfläche ausgehende und mit dieser fest verbundene, den
Hals übergreifende, Hülse bildet, die mit einem Innengewinde versehen, auf das Außengewinde
des Halses aufgeschraubt ist.
1. An den Hals eines Vorratsbehälters in Form einer Tube oder Flasche ansetzbares Verschlußelement,
das eine schwenkbare Klappe (5) aufweist, die an dem Verschlußelement angelenkt ist
und von einer in dem Verschlußelement angeordneten Feder gegen ihren Sitz in Schließstellung
gehalten wird, wobei die Feder derart ausgebildet ist, daß ihre Kraft geringer ist
als eine von einem auf den Behälterinhalt ausgeübten Anpreßdruck bewirkte Kraft und
die Feder zweckmäßig soweit wie möglich von der Anlenkung der Klappe entfernt auf
diese wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe als die Entnahmeöffnung (3) verschließender Deckel (5) ausgebildet
und am Rande dieser Entnahmeöffnung (3) angelenkt ist, wobei der Deckel (5) über ein
an seiner Innenseite befestigtes Zugelement (8) mit dem freien Ende eines in den Hals
des Behälters etwa achsparallel hineinragenden, vorzugsweise als Blattfeder (4) ausgebildeten
Stabes verbunden ist, der an seinem anderen Ende an dem Verschlußelement zwischen
der Anlenkung des Deckels (5) und dem Rand des Halses (2) festsitzt.
2. Verschlußelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußelement als, den Hals (2) des Behälters (1) übergreifende oder
in ihn eingreifende Kappe ausgebildet ist.
3. Verschlußelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung als übergreifende Kappe ein Innengewinde zum Aufschrauben auf
den Hals (2) eingeformt ist.
4. Verschlußelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es mit seiner äußeren Begrenzung der Innenform des Behälterhalses (2) angepaßt,
in diesen einsetzbar ist, wobei vorzugsweise der Einsatz (12) mit Arretierungsansätzen
(14,16) versehen ist, die den äußeren Rand des Behälterhalses (2) übergreifen und
mit dem inneren Rand (15) des Halses (2) beim Übergang in den Innenraum des Behälters
(1) verrasten.
5. Verschlußelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (12) aus einem Ring besteht, der im wesentlichen gegen die Innenseite
des Behälterhalses (2) unmittelbar innerhalb der Öffnung anliegt und von dem achsparallel
mindestens drei Stäbe (14) mit Endkrallen (16) abragen, wobei diese Endkrallen (16)
derart ausgebildet sind, daß sie mit dem inneren Rand (15) des Halses (2) beim Übergang
in den Innenraum des Behälters (1) verrasten.
6. Verschlußelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (12) zylinderförmig zur Anlage gegen die gesamte Innenfläche des
Halses (2) ausgebildet ist, mit einer achsparallelen Öffnung oder Schlitzung, die
vorzugsweise in einem Bereich angeordnet ist, die der Anlenkung (6) des Deckels (5)
gegenüberliegt.
7. Verschlußelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement (8) als Feder in Form eines elastischen Fadens bzw. einer dünnen
Spiralfeder ausgebildet und der Stab (4) starr ausgebildet ist.
8. Verschlußelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche des Verschlußelementes teilweise starr ausgebildet (9), an einer
gradlinigen Kante (6), die vorzugsweise die Sehne der Fläche ist, über ein Scharnier
mit dem Deckel (5) verbunden ist, wobei von der starren Stirnfläche (9) der als Blattfeder
ausgebildete Stab (4) in den Innenraum hineinragt.
9. Verschlußelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stab (4) und das Zugelement (8) unter Vorspannung miteinander verbunden
sind.
10. Verschlußelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement (8) ein Faden oder ein Stab ist, wobei dieser Stab mit der Blattfeder
(4) bzw. (11) und/oder der Deckelunterseite gelenkig verbunden ist.
1. Closure element designed to be attached to the neck of a storage container in the
form of a tube or a bottle, having a folding lid (5) hinged onto the closure element
and being held in a closure position against its stop by a spring located in the closure
element, said spring being formed such that its force is smaller than a force effected
by a contact pressure exerted by the contents of the container, and said spring advantageously
acting on the lid at a point as far as possible away from the hinging point of the
lid, characterised in that the lid (5) is formed as a lid for closing the user opening
(3) and is hinged onto the edge of this user opening (3), the lid (5) being connected
via a pulling member (8) fastened to the inside thereof to the free end of a rod protruding
approximately axially parallel into the neck of the container and being preferably
formed as a leaf spring (4), said rod being fastened at its other end to the closure
element between the hinging point of the lid (5) and the edge of the neck (2).
2. Closure element as claimed in Claim 1, characterised in that the closure element is
formed as a cap overlapping the neck (2) of the container (1) or engaging therewith.
3. Closure element as claimed in Claim 2, characterised in that in the embodiment as
overlapping cap the element is formed with an internal thread for screwing the cap
onto the neck (2).
4. Closure element as claimed in Claim 1, characterised in that its external border has
been adapted to the internal contour of the container neck (2) and can be inserted
therein, the insert (12) preferably being provided with locking shoulders (14, 16)
which extend beyond the outer edge of the container neck (2) and will latch into the
inner edge (15) of the neck (2) during the transition into the interior space of the
container (1).
5. Closure element as claimed in Claim 4, characterised in that the insert (12) consists
of a ring which essentially rests against the inner surface of the container neck
(2) immediately inside of the opening and from which at least three rods (14) with
terminal claws (16) extend in an axially parallel direction, said terminal claws (16)
being formed such that they latch into the inner edge (15) of the neck (2) during
the transition into the interior space of the container (1).
6. Closure element as claimed in Claim 4, characterised in that the insert (12) is cylinder-shaped
and rests against the entire inner surface of the neck (2) and has an axially parallel
opening or slot preferably located in an area lying opposite the hinging point (6)
of the lid (5).
7. Closure element as claimed in Claim 1, characterised in that the pulling member (8)
is formed as a spring in the form of an elastic thread or of a thin spiral spring
and that the rod (4) is rigid.
8. Closure element as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that
the face of the closure element is formed partially rigid (9) and is connected to
the lid (5) via a hinge along a straight edge (6) which is preferably the chord of
the surface, the rod (4) in the form of a leaf spring protruding from the rigid face
(9) into the interior space.
9. Closure element as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that
the rod (4) and the pulling member (8) are connected with each other under initial
stress.
10. Closure element as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that
the pulling member (8) is a thread or a rod, said rod being flexibly connected with
the leaf spring (4) or (11) and/or the underside of the lid.
1. Elément obturateur pour le goulot d'un réservoir en forme de tube ou de bouteille,
sur lequel est articulé un clapet (5) pouvant être rabattu dont la position de fermeture
est maintenue par un ressort qui le tire en direction de son siège, ce ressort étant
réalisé de telle sorte que sa force est inférieure à celle provoquée par une pression
exercée sur le contenu du récipient, le ressort agissant sur le clapet à une distance
aussi grande que possible de l'articulation dudit clapet, caractérisé en ce que le
clapet est réalisé sous la forme d'un couvercle (5) fermant l'ouverture de prélèvement
(3) et articulé sur le bord de cette ouverture de prélèvement, ledit couvercle (5)
étant relié par un élément de traction (8) fixé sur sa face intérieure à l'extrémité
libre d'une barrette pénétrant en direction sensiblement parallèle à son axe dans
le goulot du récipient et réalisé de préférence sous la forme d'une lame de ressort
(4) qui est fixée par son autre extrémité à l'élément obturateur entre l'articulation
du couvercle (5) et le bord du goulot (2).
2. Elémént obturateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que ledit élément obturateur
est réalisé sous la forme d'un capuchon venant s'emboîter sur le goulot (2) du récipient
ou pénétrant à l'intérieur du goulot du récipient (1).
3. Elément obturateur selon la revendication 2, caractérisé en ce que lorsque le capuchon
s'emboîte, l'on prévoit un filetage intérieur permettant de le visser sur le goulot
(2).
4. Elément obturateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que ses limites extérieures
étant ajustées à la forme intérieure du goulot (2), il peut être inséré dans celui-ci,
l'insert (12) étant de préférence muni de crans d'arrêt (14, 16) qui viennent chevaucher
le bord extérieur du goulot (2) et qui s'encastrent dans le bord intérieur (15) dudit
goulot (2) à l'endroit de sa liaison vers l'espace intérieur du récipient (1).
5. Elément obturateur selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'insert (12) est
constitué d'une bague qui s'applique sensiblement contre la face intérieure du goulot
(2), directement à l'intérieur de l'ouverture et d'où partent, dans une direction
axialement parallèle, au moins trois baguettes (14) munies de crampons d'extrémité
(16), réalisés de manière à venir s'encranter dans le bord intérieur (15) du goulot
(2) à l'endroit de sa liaison vers l'espace intérieur du récipient (1).
6. Elément obturateur selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'insert (12) est
réalisé sous la forme d'un cylindre pour venir s'appliquer contre la totalité de la
face intérieure du goulot (2) et en ce qu'il est muni d'un orifice ou d'une fente
axialement parallèle disposée de préférence dans une zone faisant face à l'articulation
(6) du couvercle (5).
7. Elément obturateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de traction
(8) servant de ressort est réalisé sous la forme d'un fil élastique ou d'un ressort
hélicoïdal mince, et en ce que la barrette (4) est rigide.
8. Elément obturateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la face frontale (9), partiellement rigide de l'élément obturateur est reliée
par une charnière au couvercle (5) sur une arête rectiligne (6) qui est, de préférence,
la corde de la surface, ladite face frontale rigide (9) de la barrette (4) réalisée
sous la forme d'une lame de ressort pénétrant dans l'espace intérieur.
9. Elément obturateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la barrette (4) et l'élément de traction (8) sont reliés mutuellement sous
une tension initiale.
10. Elément obturateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que l'élément de traction (8) est un fil ou une barrette, relié de manière articulée
à la lame de ressort (4) ou (11) et/ou à la face inférieure du couvercle.

