[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Eine Langfeldleuchte, die in explosionsgefährdetem Bereich eingesetzt werden soll,
ist aus einem Gehäuse und einer lichtdurchlässigen, meist klar transparenten Wanne
zusammengesetzt, die mittels einer im Inneren des Gehäuses befindlichen, von außen
betätigbaren Verriegelungsvorrichtung miteinander verriegelt werden. Zu diesem Zweck
besitzt die Verriegelungsvorrichtung einen oder zwei im Inneren des Gehäuses verlaufenden
Schieber, der bzw. die an einer Längsseite des Gehäuses untergebracht ist bzw. sind;
an der anderen Längsseite des Gehäuses bzw. der Wanne ist mindestens ein das Gehäuse
mit der Wanne verbindendes Gelenkscharnier vorgesehen. Im Inneren der Leuchte befindet
sich wenigstens eine Leucht stofflampe. Wenn diese Leuchtstofflampe ausgetauscht
werden soll, wird die Verriegelungsvorrichtung geöffnet und die Wanne bleibt mit dem
Gehäuse mittels des oder der Gelenkscharniere verbunden. Es besteht auch die Möglichkeit,
daß die Schieberelemente auf beiden Längsseiten angeordnet sind; in diesem Falle
sind diese gleichzeitig anzutreiben. Als Antriebsvorrichtung ist innerhalb einer
Gehäuseseitenwand ein Zapfen gelagert, dessen Drehbewegung über geeignete Übertragungselemente
auf die Längsbewegung der Schieber übertragen wird.
[0003] Aus der DE-OS 32 30 337 ist eine Verriegelungseinrichtung für eine Langfeldleuchte
bekannt geworden, bei der ein Schieberelement parallel zu einer der Längskanten verschiebbar
geführt ist, welches entweder mit Zapfen hinter an der Wanne angeformten Haken oder
mit Haken hinter an der Wanne angeformten Zapfen eingreift. Das Schieberelement besitzt
ein Zahnstangensegment, welches mit einem vom außen betätigbaren Zahnrad kämmt. Bei
dieser Anordnung ist ein einziges Schieberelement vorgesehen, welches über die gesamte
Breite der Langfeldleuchte verläuft. Hierbei treten Führungsprobleme auf und darüberhinaus
ist die Kraftübertragung vom Schieberelement auf die Vorsprünge oder Haken an der
Wanne problematisch.
[0004] Aus der CH-PS 335 380 ist eine Verriegelungsvorrichtung bekannt geworden, bei der
ein Schieberelement, das ein Zahnstangensegment aufweist, mittels eines von außen
verdrehbaren Zahnrades in Längsrichtung verschiebbar ist. Dabei treibt es zwei zentral
in der Leuchte gelagerte Haken an, die hinter Vorsprünge an der Wanne greifen und
diese so verriegeln.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
die so einfach wie möglich ausgebildet ist und insbesondere mit so wenig wie möglich
unterschiedlichen Bauelementen auszukommt.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Ansprüches
1 gelöst.
[0007] An jedem Schieberelement ist also an der gleichen Stelle das Zahnstangenelement angeordnet,
so daß lediglich durch Umdrehen und geeignete Zuordnung der Schieberelemente mit
den Zahnstangensegementen zueinander die Zahnstangensegmente so einander gegenüberliegen,
daß das dazwischen befindliche Zahnrad mit beiden Zahnstangensegmenten kämmen kann.
Beide Schieberelemente an einer Längskante sind demgemäß identisch aufgebaut.
[0008] Speziell bei einer solchen Ausgestaltung der Erfindung erhält man einen besonderen
Vorteil. Während dann, wenn nur ein Schieberelement an je einer Längskante des Gehäuses
angeordnet ist, die Abdeckwanne beim Verschließvorgang in einer Richtung belastet
wird bzw. in Schließrichtung mit einer Schließkraft beaufschlagt wird, die zu einer
Verschiebung der Wanne gegenüber dem Gehäuse führen kann, wirken die Schließkräfte
bei der erfindungsgemäßen Ausbildung gegeneinander, so daß ein auf die Wanne wirkende
resultierende Kraft nicht vorhanden ist. Eine Verschiebung der Wanne wird dadurch
vermieden.
[0009] In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann das Zahnstangensegment
gemäß Anspruch 4 am Schieberelement angeformt oder gemäß Anspruch 5 mechanisch damit
kuppelbar sein.
[0010] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung kann dahin gehen, daß gemäß Anspruch 6
eine Führung der Zahnstangenelemente durch ein Führungsgehäuse erreicht wird. Der
Aufbau des Führungsgehäuses kann dabei so sein, wie in Anspruch 7 angegeben.
[0011] Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist,
sollen die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen
der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.
[0012] Es zeigen:
Figur 1 eine Aufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel eines Schieberelementes,
Figur 2 eine Aufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel eines Schieberelementes,
Figur 3 eine Aufsicht auf ein Zahnstangenelement für das Schieberelement gemäß Figur
2,
Figur 4 eine Seitenansicht einer Antriebsvorrichtung für zwei Schieberelemente,
Figur 5 eine Schnittansicht gemäß Schnittlinie V-V der Figur 4,
Figur 6 eine Schnittansicht einer Langfeldleuchte, entsprechend der Schnittlinie VI-VI
der Figur 7 und
Figur 7 eine Ansicht gemäß Pfeilrichtung VII der Figur 6.
[0013] Es sei zunächst Bezug genommen auf die Figur 6.
[0014] Eine Langfeldleuchte 10 ist zusammengesetzt aus einem Gehäuse 11 und einer transparenten
Wanne 12, die mit ihren Längskanten unter Zwischenfügung einer Dichtung 13 abgedichtet
miteinander verbunden sind. Zu diesem Zweck besitzt das Gehäuse 11 einen umlaufenden,
L-förmig abgekröpften Rand 14 mit einer Dichtfläche 15, wogegen die Wanne 12 an ihrer
Kante eine umlaufende, U-förmige Rinne 16 aufweist, deren U-Form zur Dichtfläche 15
offen ist und in die die Dichtung 13 eingesetzt ist. Am Boden des Gehäuses 11 sind
über Pfosten 17 Stromversorgungseinrichtungen 18 (die nur teilweise dargestellt sind)
befestigt; im Bereich der Wanne befindet sich eine Leuchtstofflampe 19 sowie ein
Reflektor 20.
[0015] Parallel zu den Seitenwänden 21 befinden sich im Inneren des Gehäuses Schieberelemente
22, 23, wobei an der Innenfläche der gegenüberliegenden Seitenwand des Gehäuses 11
weitere Schieberelemente angeordnet sind, die hier nicht zu sehen sind.
[0016] Das Schieberelement 22 ist in der Figur 1 näher dargestellt. Es ist ein langgestrecktes
rechteckiges Bauteil, an dessen beiden Längskanten 24 und 25 etwa L-förmige Ausnehmungen
26 und 27 angeordnet bzw. eingebracht sind, deren L-Schenkel 28 bzw. 29 alle in eine
der Längsrichtungen des Schieberelementes 22 ausgerichtet sind. An dem Ende des Schieberelementes
22, das der Richtung der L-Schenkel 28 und 29 der Ausnehmungen 26 und 27 entgegengesetzt
liegt, ist ein Zahnstangensegment 30 angebracht, das mit seiner zahnfreien Kante
31 mit der Längskante 25 fluchtet, wogegen der Zahnbereich 32 von der zahnfreien Kante
31 deutlich weniger als die Mittellinie M-M entfernt ist.
[0017] Auf der Mittellinie befinden sich im Bereich der L-förmigen Ausnehmungen 26 Längsschlitze
33 und im Zwischenbereich sind Aussparungen 34 vorgesehen. Die Aussparungen 34 dienen
lediglich der Materialersparnis, wogegen mittels der Längsschlitze eine horizontale
Führung der Schieberelemente erreicht wird.
[0018] Aufgrund dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Schieberelementes kann das identisch
ausgebildete Schieberelement 22 für alle Schieberelemente 22/23 im Inneren einer
Langfeldleuchte verwendet werden, so daß lediglich eine einzige Ausgestaltung eines
Schieberelementes vorrätig gehalten werden muß und damit die Lagerhaltung erheblich
reduziert ist.
[0019] Anstatt das Schieberelement so auszubilden wie in Figur 1, kann das Schieberelement
auch so, wie in Figur 2 dargestellt, geformt sein. Anstatt des Zahnstangensegments
30 ist eine Anformung 35 an der gleichen Schmalkante angeformt, welche Omega-förmige
Durchbrüche oder Ausnehmungen 36 und 37 aufweist, die zur Schmalseitenkante hin offen
sind. Das Zahnstangensegment 38 ist dann, wie in Figur 3 dargestellt, ein davon getrenntes
Element, das an seinen entgegengesetzt liegenden Endkanten pilzartige Vorsprünge
39 und 40 aufweist, die in die Omega-förmigen Durchbrüche 36 und 37 einschnappbar
sind. Die Durchbrüche 36 und 37 und die Vorsprünge 39 und 40 dienen dann praktisch
als Kupplungen. Im montierten Zustand wird praktisch eine Ausgestaltung, wie in Figur
1 dargestellt, erzielt.
[0020] Es sei nun Bezug genommen auf die Figur 5.
[0021] In der Seitenwandung 21 des Gehäuses 11 befindet sich eine Bohrung 41, in der ein
Antriebszapfen 42 abgedichtet drehbar gelagert ist. Das äußere Ende des Antriebszapfens
42 besitzt ein Mutternprofil 43, so daß der Zapfen 42 mittels eines Werkzeugs verdreht
werden kann. Die Bohrung 41 ist von einem zylinderförmigen Kragen 44 umgeben, der
als Schutzkragen dient.
[0022] Am im Gehäuse befindlichen inneren Ende des Antriebszapfens 42 ist ein Zahnrad 45
befestigt, an das eine Antriebswelle 46 anschließt, die auf der gegenüberliegenden
Seitenwand in einem Sackloch (nicht näher dargestellt) gelagert ist.
[0023] Die beiden Schieberelemente 22 und 23 (siehe Figur 2), wobei, wie oben erwähnt, das
Schieberelement 23 identisch dem Schieberelement 22 entspricht und lediglich gedreht
eingebaut ist, kämmen mit ihren Zahnstangensegmenten 30 mit dem Zahnrad 45, wobei
das Zahnstangensegment 30 des Schieberelementes 23 oben und das Zahnstangensegement
30 des Schieberelementes 22 unten in das Zahnrad 45 eingreifen. Die Zahnsegmente besitzen
dabei eine Leiste 47, die gegenüber der übrigen Dicke der Zahnsegmente schmaler ausgebildet
ist, und deren freie Kante mit der Längskante 25 fluchtet.
[0024] Zur Führung der Zahnstangensegmente 30 ist ein Führungsgehäuse 48 vorgesehen, welches
von der Antriebswelle 46 durchgriffen ist und eine Platte 49 aufweist; an zwei entgegengesetzt
liegenden Seitenkanten ist an der Platte 49 je ein L-förmiger Vorsprung 50 und 51
angeformt, welche Anformungen eine U-förmige Rinne 52 und 53 bilden, die mit ihrer
offenen U-Form aufeinander zuweisen und die Leisten 47 zur Führung aufnehmen.
[0025] Wenn Schieberelemente gemäß Figur 2 vorgesehen sind, dann nimmt das Gehäuse 48 die
beiden Zahnstangenelemente 38 oben und unten auf und dadurch ist ein einheitliches,
vorfabrizierbares Zahnantriebselement geschaffen, mit dem die beiden gleich ausgebildeten
Schieberelemente gemäß Figur 2 durch Einstecken der Vorsprünge 39 bzw. 40 in die
Durchbrüche 36 bzw. 37 gekuppelt werden.
[0026] Die Wanne 12 besitzt im Bereich ihrer Rinne 16 an der Innenseite vorspringende Zapfen
54, die so angeordnet sind, daß die L-förmigen Ausnehmungen 26 sie hintergreifen.
Die Anzahl der Zapfen entspricht der Anzahl der L-förmigen Ausnehmungen je zweier
Schieberelemente.
[0027] Ein gleiches Gehäuse 48 mit den Zahnstangenelementen kann natürlich auch auf der
gegenüberliegenden Seitenwand des Gehäuses 11 vorgesehen sien. In diesem Fall durchgreift,
wie oben erwähnt, die Antriebswelle das Gehäuse parallel zum Bodenteil und senkrecht
zur Längserstreckung der Langfeldleuchte 10.
[0028] Wenn die Langfeldleuchte 10 geöffnet, d. h. die Wanne vom Gehäuse abgenommen werden
soll, dann muß, damit die Wanne 12 nicht herabfällt, eine scharnierartige Verbindung
zwischen der Wanne und dem Gehäuse vorgesehen sein. Zu diesem Zweck ist jeder Zapfen
54 als zylindrischer Zapfen mit einer Sacklochbohrung 55 ausgebildet, in den ein daran
angepaßter Vorsprung 56 einschnappbar ist, an dem eine U-förmige Lasche 57 angeformt
ist; man kann auch sagen, daß der Vorsprung an der U-förmigen Lasche 57 angeformt
ist. Deren anderer Schenkel ist mit dem Gehäuse im Bereich eines Pfostens verbunden.
Die Lasche 55 besitzt dabei zwei die U-Form aufweisende Stege, deren eine Schenkel
mittels eines Verbindungsstegs 59 verbunden sind, wobei an dem Verbindungssteg 59
der Vorsprung 56 angeformt ist. Die anderen Enden der U-förmigen Stege der U-förmigen
Lasche sind an einem Haltepfosten 60 am Gehäuse befestigt. Der Haltepfosten 60 ist
in Abstand zu der Innenfläche der Seitenwand 21 vorgesehen bzw. angeordnet und er
besitzt an seinem oberen freien Ende einen hin zur Seitenwand 21 gerichteten Führungsvorsprung
61, der in die Schlitze 33 eingreift und so zur horizontalen Führung der Schieberelemente
22/23 dient. Dieser Pfosten ist dabei zweigeteilt; er besitzt einen am Gehäuseboden
angeformten unteren Pfostenteil 60a und einen mittels einer Schraubverbindung 62 daran
befestigten oberen Pfostenteil 60b, an dem der Vorsprung 61 angeformt ist.
[0029] Am Gehäuseboden ist dabei eine der Anzahl der Schlitze 33 entsprechende Anzahl von
Pfosten 60 mit einem Führungsvorsprung 61 angeformt.
1. Vorrichtung zum lösbaren Befestigen einer lichttransparenten Wanne an dem Gehäuse
einer Langfeldleuchte, mit mindestens einem in dem Gehäuse längsverschieblich geführten
Schieberelement, das im geschlossenen Zustand mit Haken an der Wanne angebrachte
Vorsprünge hintergreift, und mit einer Antriebsvorrichtung für das Schieberelement,
die ein von außen betätigbares, mit einem Zahnstangensegment am Schieberelement kämmendes
Zahnrad aufweist, wobei das Schieberelement mittels der Antriebsvorrichtung aus der
Verriegelungsstellung in die Entriegelungsstellung und zurück verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Längsseiten jedes Schieberelementes (22, 23) zur Bildung der Haken
L-förmige Ausnehmung (26) in gleicher Ausrichtung vorgesehen sind und daß an der
Schmalseite, die der Richtung des etwa parallel zu der benachbarten Längsseite verlaufenden
Schenkels (29) entgegengesetzt liegt, das Zahnstangensegment (32) außerhalb der Längsmittellinie
(M-M) des Schieberelementes befindlich und senkrecht zur Schmalseite vorspringend
angeordnet ist, wobei dessen zahnstangenfreie Kante (31) mit einer der Längskanten
des Schieberelementes (22, 23) etwa fluchtet und der Zahnabschnitt (32) einen Abstand
zur Längsmittellinie (M-M) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einer Längsseite
der Langfeldleuchte (10) zwei identisch ausgebildete Schieberelemente (22, 23) hintereinander
fluchtend und parallel zur Längsseite verschiebbar geführt sind, wobei die Zahnstangensegmente
(30) sich überlappen und dazwischen sich das Zahnrad (45) befindet, das mit beiden
Zahnabschnitten derart kämmt, daß bei Verdrehen in Verriegelungsstellung sich die
Schieberelemente aufeinanderzu bewegen und umgekehrt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des Zahnstangenelements
(30, 38) quer zu seiner Längserstreckung deutlich kleiner ist als die Halbbreite des
Schieberelements (22).
4. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Zahnstangenelement (30) am Schieberelement (22) angeformt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zahnstangensegment
(38) ein Einzelelement ist, welches mechanisch mit dem Schieberelement kuppelbar
ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Führungsgehäuse (48) für die Zahnstangensegemente (30, 38) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsgehäuse (48)
eine Platte (49) aufweist, an deren zwei entgegengesetzen Seitenkanten je eine E-förmige
Anformung (50, 51) angeformt ist, die je eine U-Form bilden, die mit ihrer offenen
U-Form aufeinander zuweisen und die die Zahnstangensegmente (30, 38) zu ihrer Führung
aufnehmen.