(19)
(11) EP 0 392 279 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.10.1990  Patentblatt  1990/42

(21) Anmeldenummer: 90106078.0

(22) Anmeldetag:  29.03.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5D01H 9/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR IT LI

(30) Priorität: 14.04.1989 DE 3912332

(71) Anmelder: Zinser Textilmaschinen GmbH
D-73058 Ebersbach/Fils (DE)

(72) Erfinder:
  • Städele, Norbert
    D-7320 Göppingen (DE)
  • Hoffmann, Martin
    D-7440 Nürtingen (DE)

(74) Vertreter: Schieschke, Klaus, Dipl.-Ing. 
Patentanwälte Dipl.-Ing. E. Eder Dipl.-Ing. K. Schieschke Elisabethstrasse 34
D-80796 München
D-80796 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Spulenreifvorrichtung


    (57) Die Erfindung bezieht sich auf eine Spulengreifvorrichtung 1, welche an einem Längsträger 2 eines Spulenwechselautomaten einer Ringspinnmaschine angeordnet ist, wobei mindestens ein Teil der druckluftbetätigten Spulengreifvorrichtung unter äußerer Kraft­einwirkung aus dem Spulengreifbereich herausbewegbar ist. Erfin­dungsgemäß sind alle druckluftführenden Teile 3 des die Spulen­greifvorrichtung 1 betätigenden pneumatischen Arbeitselements 4 an dem die Spulengreifvorrichtung 1 tragenden Längsträger 2 starr befestigt.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Spulengreifvorrichtung, wel­che an einem Längsträger eines Spulenwechselautomaten einer Ringspinnmaschine angeordnet ist, wobei mindestens ein Teil der druckluftbetätigten Spulengreifvorrichtung unter äußerer Kraft­einwirkung aus dem Spulengreifbereich herausbewegbar ist.

    [0002] Von Längsträgern, beispielsweise Greiferbalken, abkragende Spu­lengreifelemente unterliegen der Gefahr der Beschädigung, wenn sie gegen unnachgiebige Hindernisse anlaufen sollten. Es zählt in diesem Zusammenhang bereits zum Stand der Technik, die Spu­lengreifelemente ausklinkbar am Längsträger anzuordnen (Prospekt 666169000 9/83). Stoßen hier die Spulengreifelemente gegen ein Hindernis, so schwenken diese Spulengreifelemente aus ihrem Wirkbereich heraus, wobei ein Federelement aus einer Halterung herausgleitet. Hierbei kann die Druckluftzufuhr gestört werden, so daß nach dem Einschwenken der Greifelemente in den Wirkbe­reich nicht mehr die einwandfreie Funktion dieser Greifelemente gewährleistet ist.

    [0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, eine Spulengreifvorrichtung der eingangs genannten Art so auszu­bilden, daß bei aus dem Wirkbereich herausgeschwenktem Grei­felement kein Luftverlust eintritt.

    [0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß alle druckluftführenden Teile des die Spulengreifvorrichtung be­tätigenden pneumatischen Arbeitselementes an dem die Spulen­greifvorrichtung tragenden Längsträger starr befestigt sind. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß beim Ausschwenken der Greifelemente aus dem Wirkbereich kein Leckverlust auftritt, da die zur Durchführung der Greiffunktion führenden Teile starr am Längsträger befestigt sind.

    [0005] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Spulen­greifvorrichtung aus einem am Längsträger starr befestigten Gehäuseteil und aus einem beweglichen Gehäuseteil bestehen, wo­bei die druckluftführenden Teile des pneumatischen Arbeitsorgans ausschließlich im starr befestigten Gehäuseteil angeordnet sind. Hierbei kann das bewegliche Gehäuseteil über eine Rastverbindung an dem am Längsträger befestigten Gehäuseteil angeordnet sein, wobei der am Längsträger befestigte Gehäuseteil einen zylinder­förmigen Bereich mit mindestens einem Rastelement aufweist, in welches ein Gegenrastelement des beweglichen Gehäuseteils ein­greift. Damit besteht die Möglichkeit, daß bei Auftreffen auf ein Hindernis das bewegliche Gehäuseteil über die Gegenraste aus dem Rastelement des am Längsträger befestigten Gehäuseteils aus­klinkt.

    [0006] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann innerhalb des zy­linderförmigen Bereichs des am Längsträger befestigten Ge­häuseteils eine druckluftbeaufschlagbare Rollmembran befestigt sein, welche eine mit dem zapfenartig ausgebildeten Greifelement verbundene Grundplatte aufweist. Damit sind erfindungsgemäß wie­derum die druckluftführenden Teile an dem Längsbalken befestigt und nicht an einer Ausklinkbewegung des beweglichen Gehäuseteils aus dem Wirkbereich beteiligt. An dem zylinderförmigen Bereich des am Längsträger befestigten Gehäuseteils kann ein Kegel­stumpfbereich anschließen, welcher stirnseitig mit einer Lager­stelle für das Greifelement versehen ist. Hierbei kann das be­wegliche Gehäuseteil den am Längsträger befestigten Gehäuseteil im dem Längsträger abgewandten Bereich umschließen.

    [0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung besteht die Möglichkeit, daß das Greifelement aus zwei, miteinander kuppelbaren Zapfen­teilen besteht, deren einer Teil mit der Rollmembran und der Grundplatte verbunden im am Längsträger befestigten Gehäuseteil und deren anderer Teil im beweglichen Gehäuseteil gelagert ist. Wiederum sind die druckluftführenden Teile am Längsträger befe­ stigt, so daß nur der bewegliche Gehäuseteil mit einem Teil des Greifelements aus dem Wirkbereich herausbewegt werden kann.

    [0008] Alternativ besteht darüberhinaus erfindungsgemäß die Mög­lichkeit, daß das bewegliche Gehäuseteil über mindestens einen horizontalen Zapfen schwenkbar an dem am Längsträger befestigten Gehäuseteil angeordnet und über ein Rastelement in seiner Wirk­stellung gehaltert ist. Hierbei kann das bewegliche Gehäuseteil gabelartig ausgebildet sein, wobei im Gabelzentrum das Widerla­ger für das Greifelement gelagert ist. Läuft bei einer derarti­gen Konstruktion das bewegliche Gehäuseteil gegen ein Hindernis, so erfolgt ein einfaches Abschwenken aus dem Wirkbereich, so daß keine nachteiligen Beschädigungen der Spulengreifvorrichtung auftreten können.

    [0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung besteht auch die Mög­lichkeit, daß jeder Gabelarm zwei im Abstand voneinander ange­ordnete Bolzen aufweist, wobei der eine Bolzen Teil eines Rast­elements ist und der andere Bolzen in eine horizontale Führung des am Längsträger befestigten Gehäuseteils federbeaufschlagt lagert. Bei dieser Alternative erfolgt nicht nur ein Abschwenken aus dem Wirkbereich, sondern nach einer bestimmten Winkelstel­lung eine Lösung des beweglichen Gehäuseteils vom am Längsträger befestigten Gehäuseteils.

    [0010] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung besteht die Mög­lichkeit, daß die Spulengreifvorrichtung aus einem am Längsträ­ger befestigten Gehäuseteil und aus einem beweglichen Gehäuse­teil besteht, wobei der bewegliche Gehäuseteil ebenfalls am Längsträger gelagert ist. Hierbei kann am am Längsträger befe­stigten Gehäuseteil ein Balg gelagert sein, über welchen ein mit mindestens einem Greifelement der Spulengreifvorrichtung verbun­dener Betätigungshebel beaufschlagbar ist, wobei der Betäti­gungshebel am beweglichen Gehäuseteil gelagert ist.

    [0011] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dar­gestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:

    Fig. 1 eine Ausführungsform der Erfindung in schematischer Sei­tenansicht im Schnitt

    Fig. 2 und 3 eine andere Ausführungsmöglichkeit der Erfindung in schematischer Seitenansicht mit Fig. 2 in Wirkstellung und Fig. 3 in gelöster Stellung des beweglichen Gehäuse­teils;

    Fig. 4 eine weitere Ausführungsmöglichkeit der Erfindung mit schwenkbarem, beweglichem Gehäuseteil;

    Fig. 5 eine Draufsicht auf die Ausführungsmöglichkeit nach Fig. 4;

    Fig. 6 eine Teilansicht einer anderen Ausführungsform in Seiten­ansicht, teils gebrochen;

    Fig. 7 eine weitere Ausführungsmöglichkeit der Erfindung in schematischer Seitenansicht im Schnitt.



    [0012] Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform der Spulengreifvor­richtung 1, welche an einem Längsträger 2 eines Spulenwech­selautomaten einer nicht näher dargestellten Ringspinnmaschine angeordnet ist. Dieser Längsträger 2 ist Teil einer nicht näher dargestellten Greiferbank des Spulenwechselautomaten. Aufgabe der Spulengreifvorrichtung ist es, mit Hilfe eines druckluftfüh­renden Teils 3 ein pneumatisch betätigbares Arbeitselement 4 nach rechts zu bewegen, um den oberen Bereich einer Hülse 21 zu beaufschlagen, wobei sich dieser Bereich der Hülse 21 in einem Aufnahmetrichter 20 befindet und mit Hilfe des pneumatischen Ar­beitselements 4 gegen ein Widerlager 15 gedrückt werden kann. Das druckluftführende Teil 3 ist bei der Ausführungsform nach Fig. 1 als Rollmembran 11 ausgebildet, welche einerseits am Längsträger 2 befestigt und andererseits vorderseitig mit einer Grundplatte 12 verbunden ist. An dieser Grundplatte 12 befindet sich das pneumatische Arbeitselement, welches beispielsweise als zapfenartig ausgebildetes Greifelement 13 gestaltet ist.

    [0013] Das druckluftführende Teil 3 ist innerhalb eines am Längsträger 2 befestigten Gehäuseteils 5 angeordnet, welches einen zylinder­förmigen Bereich 8 mit mindestens einem Rastelement 9 aufweist. An den zylinderförmigen Bereich 8 des am Längsträger 2 befestig­ten Gehäuseteils 5 schließt sich ein Kegelstumpfbereich 14 an, welcher stirnseitig mit einer Lagerstelle 31 für das Greifele­ment 13 versehen ist. Eine Druckfeder 33 stützt sich einerseits gegen die Stirnfläche des kegelstumpfförmigen Bereichs 14 und andererseits gegen die Grundplatte 12 ab.

    [0014] Der Aufnahmetrichter 20 mit dem Widerlager 15 ist an einem be­weglichen Gehäuseteil 6 angeordnet, welches seinerseits über ein Gegenrastelement 10 in das Rastelement 9 des am Längsträger 2 befestigten Gehäuseteils 5 eingreift.

    [0015] Rastelement 9 und Gegenrastelement 10 bilden eine Rastverbindung 7 zwischen den Gehäuseteilen 5 und 6.
    Bei Druckluftbetätigung bewegt sich die Rollmembran 11 nach rechts, wodurch über die Grundplatte 12 das zapfenartige Greif­element 13 nach rechts bewegt wird und damit den oberen Bereich der Hülse 21 gegen das Widerlager 15 drückt und die Hülse zum Weitertransport erfaßt.

    [0016] Sollte die Spulengreifvorrichtung 1 beim Absenken auf den oberen Bereich der Hülse 21 auf ein Hindernis stoßen, so klinkt der be­wegliche Gehäuseteil 6 über das Gegenrastelement 10 aus dem Rastelement 9 des am Längsträger 2 befestigten Gehäuseteils 5 aus und verursacht damit keinen Schaden an dem druckluftführen­den Teil des die Spulengreifvorrichtung betätigenden pneumati­schen Arbeitselements 4.

    [0017] Auch bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 und 3 besteht die Spulengreifvorrichtung 1 aus einem am Längsträger 2 befestigten Gehäuseteil 5 und aus einem beweglichen Gehäuseteil 6, wobei die druckluftführenden Teile des pneumatischen Arbeitsorgans 4 aus­schließlich im befestigten Gehäuseteil 5 angeordnet sind. Bei dieser Ausführungsform nach Fig. 2 und 3 ist das am Längsträger 2 befestigte Gehäuseteil 5 lediglich als Zylindermantel 34 aus­gebildet, wobei wiederum über eine Rastverbindung 7 eine Verbin­dung zwischen dem am Längsträger 2 befestigten Gehäuseteil 5 und dem beweglichen Gehäuseteil 6 geschaffen wird.

    [0018] Bei dieser Ausführungsform besteht das Greifelement 13′ aus zwei wirkungsmäßig miteinander kuppelbaren Zapfenteilen 16 und 17, deren einer Teil 16 mit der Rollmembran 11 und der Grundplatte 12 im am Längsträger 2 befestigten Gehäuseteil 5 gelagert ist. Der andere Teil 17 des Greifelements 13′ ist über eine La­gerstelle 22 am beweglichen Gehäuseteil 6 gelagert, welches sei­nerseits wiederum den Aufnahmetrichter 20 mit dem Widerlager 15 trägt.

    [0019] Fig. 2 stellt die Spulengreifvorrichtung in Wirkstellung dar, in welcher die beiden kuppelbaren Teile 16 und 17 des zapfenartig ausgebildeten Greifelements 13′ wirkungsmäßig miteinander ver­bunden sind und unter Druckeinwirkung über die Rollmembran 11 den oberen Bereich der Hülse 21 gegen das Widerlager 15 drücken und die Hülse damit erfassen.

    [0020] In Fig. 3 ist dargestellt, wie nach Einwirkung auf ein Hindernis eine Trennung des beweglichen Gehäuseteils 6 von dem am Längs­träger 2 befestigten Gehäuseteil 5 erfolgt, nämlich indem das Gegenrastelement 10 des beweglichen Gehäuseteils 6 aus dem Rast­element 9 des Gehäuseteils 5 ausgeklinkt ist. Hier erfolgt eine Trennung der beiden Teile 16 und 17 des zapfenartigen Greifele­ments 13′, wobei das Teil 16 an dem Gehäuseteil verbleibt und das Teil 17 gemeinsam mit dem Gehäuseteil 6 abgetrennt wird. Hier findet eine Feder 35 Anwendung, welche sich einerseits am vorderen Abschluß des Kegelstumpfbereichs 14′ abstützt und andererseits an einer Platte 36, welche zugleich als Kupplungs­teil für den stirnseitigen Abschluß des Teils 16 des zapfenartig ausgebildeten Greifelements 13′ ausgebildet sein kann.

    [0021] Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 und 5 ist das bewegliche Ge­häuseteil 6′ über mindestens einen horizontalen Zapfen 18 schwenkbar an dem am Längsträger 2 befestigten Gehäuseteil 5 an­geordnet und über ein Rastelement 25 in seiner Wirkstellung ge­haltert.

    [0022] Aus Fig. 4 ist ersichtlich, daß hier das am Längsträger 2 befe­stigte Gehäuseteil 5 wiederum aus einem zylindrischen Bereich 8 und einem Kegelstumpfbereich 14 besteht. Das bewegliche Gehäuse­teil 6′ kann aus zwei gabelartig verlaufenden Armen 19 bestehen, welche im vorderen Bereich jeweils über einen Zapfen 18 an den zylindrischen Bereich 8 des Gehäuseteils 5 drehbar gelagert sind. Im Schnittbereich der beiden Gabelarme 19 sind der Aufnah­metrichter 20 und das Widerlager 15 angeordnet. Um das bewegli­che Gehäuseteil 5 in seiner in Fig. 4 dargestellten Wirkstellung zu haltern, ist ein Rastelement 25 zwischen dem Gehäuseteil 5 und dem Gehäuseteil 6′ vorgesehen, welches ausklinkt, sobald das bewegliche Gehäuseteil 6′ z.B. von oben gegen ein Hindernis stößt. In diesem Fall schwenkt das bewegliche Gehäuseteil 6′ um den Zapfen 18 im Gegenuhrzeigersinn, so daß keine Beschädigung des am Längsträger 2 befestigten Gehäuseteils 5 und damit der druckluftführenden Teile möglich ist.

    [0023] Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 besteht wiederum das be­wegliche Gehäuseteil 6′ aus zwei Gabelarmen 23 und 23′ in deren Schnittpunkt das Widerlager 15 und der Aufnahmetrichter 20 befe­stigt sind. Diese beiden Gabelarme 23 und 23′ sind jeweils mit zwei Bolzen 26 und 26′ ausgerüstet, wobei die Bolzen 26 in einer horizontalen Führung 27 des Gehäuseteils 5 gelagert und durch eine Feder 28 beaufschlagt und die Bolzen 26′ in einer Gegenra­stung 37 am festen Gehäuseteil 5 eingebettet sind.

    [0024] Trifft die Spulengreifvorrichtung 1 gemäß Fig. 6 gegen ein Hin­dernis, so schwenkt zunächst das bewegliche Gehäuseteil 6′ mit seinen beiden Gabelarmen 23 um die Drehbolzen 26, dabei gleiten die Bolzen 26′ aus ihren Gegenrastungen 37. Anschließend schie­ben die Federn 28 die Bolzen 26 aus den Führungen 27. Das beweg­liche Gehäuseteil 6′ mit den beiden Gabelarmen 23 ist dann nicht mehr geführt und gehaltert, sondern - analog der Bauform nach Fig. 1 bis 3 - vollkommen von dem am Längsträger 2 starr befe­stigten Gehäuseteil 5 getrennt.

    [0025] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 7 darge­stellt, wobei die Spulengreifvorrichtung 1 aus einem am Längs­träger 2 befestigten Gehäuseteil 5 besteht, innerhalb welchem ein Balg 29 gelagert ist. Das Gehäuseteil 6˝ ist bei dieser Ausführungsform ebenfalls über Rastelemente 32 am Längsträger 2 befestigt und weist eine Lagerstelle 31 auf, in welcher ein Win­kelhebel 30 drehbar gelagert ist. Hierbei weist dieser Winkelhe­bel 30 zwei Arme 38 und 39 auf, wobei der Arm 38 im Wirkbereich des Balgs 29 liegt und der Arm 39 endseitig mit dem zapfenartig ausgebildeten Greifelement 13 verbunden ist. Erfolgt nun ein Aufblähen des Balgs 29 über eine Druckluftleitung 40, so schwenkt der Hebel 30 um seinen Drehpunkt 31, wodurch über den Arm 38 und den Arm 39 das zapfenartig ausgebildete Greifelement 13 nach rechts bewegt wird und damit den oberen Bereich einer Hülse erfaßt und festhält.

    [0026] Auch bei dieser Ausführungsform liegt eine Trennung zwischen dem am Längsträger 2 befestigten Gehäuseteil 5 und dem Gehäuseteil 6˝ vor, welches das zapfenartige Greifelement 13 lagert.

    [0027] Allen Ausführungsformen der Erfindung ist gemeinsam, daß die beiden Gehäuseteile so geteilt sind, daß beim Abwerfen oder Ab­schwenken des beweglichen Gehäuseteils 6 bzw. 6′ bzw. 6˝ keine Undichtheit der druckluftbetätigbaren Teile entsteht. Damit ist in diesem Fall die volle Funktionsfähigkeit der Spulengreifvor­richtung auch nach Auftreffen auf ein Hindernis gesichert.


    Ansprüche

    1. Spulengreifvorrichtung, welche an einem Längsträger eines Spulenwechselautomaten einer Ringspinnmaschine angeordnet ist, wobei mindestens ein Teil der druckluftbetätigten Spu­lengreifvorrichtung unter äußerer Krafteinwirkung aus dem Spulengreifbereich herausbewegbar ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß alle druckluftführenden Teile (3) des die Spulengreif­vorrichtung (1) betätigenden pneumatischen Arbeitselementes (4) an dem die Spulengreifvorrichtung (1) tragenden Längsträ­ger (2) starr befestigt sind.
     
    2. Spulengreifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Spulengreifvorrichtung (1) aus einem am Längsträger (2) befestigten Gehäuseteil (5) und aus einem beweglichen Gehäuseteil (6) besteht und daß die druckluftführenden Teile des pneumatischen Arbeitsorgans (4) ausschließlich im befestigten Gehäuseteil (5) angeordnet sind.
     
    3. Spulengreifvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch ge­kennzeichnet, daß das bewegliche Gehäuseteil (6) über eine Rastverbindung (7) an dem am Längsträger (2) befestigten Gehäuseteil (5) angeordnet ist.
     
    4. Spulengreifvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn­zeichnet, daß der am Längsträger (2) befestigte Gehäuseteil (5) einen zylinderförmigen Bereich (8) mit mindestens einem Rastelement (9) aufweist, in welches ein Gegenrastelement (10) des beweglichen Gehäuseteils (6) eingreift.
     
    5. Spulengreifvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge­kennzeichnet, daß innerhalb des zylinderförmigen Bereich des am Längsträger (2) befestigten Gehäuseteils (5) eine druck­luftbeaufschlagbare Rollmembran (11) befestigt ist, welche eine mit dem zapfenartig ausgebildeten Greifelement (13) ver­bundene Grundplatte (12) aufweist.
     
    6. Spulengreifvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch ge­kennzeichnet, daß an den zylinderförmigen Bereich (8) des am Längsträger (2) befestigten Gehäuseteils (5) ein Kegelstumpfbereich (14) anschließt, welcher stirnseitig mit einer Lagerstelle (15) für das Greifelement (13) versehen ist.
     
    7. Spulengreifvorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch ge­kennzeichnet, daß das bewegliche Gehäuseteil (6) den am Längsträger (2) befestigten Gehäuseteil (5) im dem Längs­träger (2) abgewandten Bereich umschließt (Fig. 1).
     
    8. Spulengreifvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekenn­zeichnet, daß das Greifelement (13′) aus zwei, miteinander kuppelbaren Zapfenteilen (16, 17) besteht, deren einer Teil (16) mit der Rollmembran (11) und der Grundplatte (12) ver­bunden im am Längsträger (2) befestigten Gehäuseteil (5) und deren anderer Teil (17) im beweglichen Gehäuseteil (6) gela­gert ist (Fig. 2).
     
    9. Spulengreifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß das bewegliche Gehäuseteil (6′) über mindestens einen horizontalen Zapfen (18) schwenkbar an dem am Längsträ­ger (2) befestigten Gehäuseteil (5) angeordnet und über ein Rastelement in seiner Wirkstellung gehaltert ist (Fig. 4, 5).
     
    10. Spulengreifvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekenn­zeichnet, daß das bewegliche Gehäuseteil (6′) gabelartig ausgebildet ist, wobei im Gabelzentrum das Widerlager (15) für das Greifelement (13) gelagert ist.
     
    11. Spulengreifvorrichtung nach Anspruch 9 und 10, dadurch ge­kennzeichnet, daß jeder Gabelarm (23, 23′) zwei im Abstand voneinander angeordnete Bolzen (26, 26′) aufweist, wobei der eine Bolzen (26′) Teil eines Rastelements ist und der andere Bolzen (26) in einer horizontalen Führung (27) des am Längs­träger (2) befestigten Gehäuseteils (5) federbeaufschlagt lagert (Fig. 6).
     
    12. Spulengreifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Spulengreifvorrichtung (1) aus einem am Längsträger (2) befestigten Gehäuseteil (5) und aus einem beweglichen Gehäuseteil (6˝) besteht, wobei der bewegliche Gehäuseteil (6˝) ebenfalls am Längsträger (2) befestigt ist.
     
    13. Spulengreifvorrichtung nach Anspruch 1 und 12, dadurch ge­kennzeichnet, daß am am Längsträger (2) befestigten Gehäu­seteil (5) ein Balg (29) gelagert ist, über welchen ein mit mindestens einem Greifelement (13) der Spulen­greifvorrichtung (1) verbundener Betätigungshebel (30) be­aufschlagbar ist und daß der Betätigungshebel (30) am beweg­lichen Gehäuseteil (6˝) gelagert ist (Fig. 7).
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht