[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Holz/Metall-Fenster mit einem Blendrahmen und
einem Flügelrahmen aus Holz und je einer vorgesetzten Außenschale aus Metallprofilabschnitten,
wobei jeder Metallprofilabschnitt mit verdeckt angeordneten, örtlichen Clipsverbindern
an dem Blendrahmen oder dem Flügelrahmen gehalten ist. Unter einem Holz/Metall-Fenster
wird ein Fenster verstanden, welches im wesentlichen ein Holzfenster ist, an dem Metallprofilabschnitte,
meist aus Aluminiumstrangpreßprofil, nach der Außenseite vorgesetzt angeordnet sind.
Diese Metallprofilabschnitte werden mit Clipsverbindern an dem Blendrahmen befestigt.
[0002] Ein Holz/Metall-Fenster der eingangs beschriebenen Art ist bekannt. Die Clipsverbinder
werden an der Außenseite sowohl auf den Flügelrahmen sowie auch auf den Blendrahmen
aufgesetzt und beispielsweise durch Schrauben befestigt. Die Clipsverbinder weisen
etwa pilzförmige Gestalt auf, so daß ein Metallprofilabschnitt mit zwei mit Umbiegungen
versehenen Rippen auf einen solchen Clip bzw. mehrere, die im Abstand voneinander
angeordnet sind, aufgesetzt werden kann. Durch entsprechenden Andruck findet die Verrastung
statt. Es ist auch möglich, anstelle der Clipsverbinder die Metallprofilabschnitte
direkt mit dem hölzernen Blendrahmen oder dem Flügelrahmen zu verschrauben. In beiden
Fällen ist es bei der Montage aufwendig, diese Schrauben anzubringen. Vielfach ist
es erforderlich, zunächst Bohrungen zuordnen und dann die Schrauben einzudrehen. Dabei
ist ein fluchtender Sitz der Clipsverbinder nicht in allen Fällen gewährleistet, weil
diese auch nur mit der erforderlichen Arbeitsgenauigkeit befestigt bzw. angebracht
werden können. Der Aufwand an Schrauben is beträchtlich und diese Befestigungsart
ist daher sehr arbeitsaufwendig, ganz abgesehen davon, daß in das Holz des Flügelrahmens
und des Profilrahmens eindringende Schrauben auch einen Angriffspunkt für eindringende
Feuchtigkeit bilden können.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Holz/Metall-Fenster der eingangs beschriebenen
Art so weiterzubilden, daß die Befestigung zwischen den Metallprofilabschnitten und
dem Flügelrahmen einerseits und/oder dem Blendrahmen andererseits in einfacher Weise
möglich ist, ohne daß eine arbeitsaufwendige Verschraubung zur Anwendung kommt.
[0004] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Clipsverbinder als beidseitig
wirkende Steck/Rast-Verbindungselemente ausgebildet ist, die sowohl in Richtung auf
den Metallprofilabschnitt wie auch in Richtung auf den Blendrahmen oder den Flügelrahmen
abstehende Schenkel aufweisen, und daß im Blendrahmen oder im Flügelrahmen Nuten zur
Aufnahme und Verankerung der betreffenden Schenkel vorgesehen sind. Während bisher
Clipsverbinder eingesetzt wurden, die an dem einen Bauteil, also dem Flügelrahmen
oder dem Blendrahmen, angeschraubt wurden und nur eine Steck/Rast-Verbindung nach
der anderen Seite, nämlich nach der Seite der Metallprofilabschnitte, gestatteten,
wird jetzt ein Steck/Rast-Verbindungselement geschaffen, bei dem diese günstige Montagemöglichkeit
nach beiden Seiten gebildet ist. Hierzu weist der Clipsverbinder nach beiden Seiten
abstehende Schenkel auf, die miteinander in Wirkverbindung treten. Zur Verankerung
in dem Blendrahmen und in dem Flügelrahmen müssen lediglich Nuten in diesen aus Holz
bestehenden Teilen vorgesehen sein, die jedoch in einem Arbeitsgang mit dem Profilfräsen
dieser Teile herstellbar sind, so daß der Aufwand hierdurch nicht vergrößert wird.
Diese Nuten gestatten nun aber ein einfaches Anbringen der Clipsverbinder, und zwar
so, daß automatisch ihre fluchtende Anordnung entlang der Nut erreicht wird. Je nach
der Größe des Fensters und der Beanspruchungsstufe können die Clipsverbinder ohne
Weiteres mit kleinerem oder größerem gegenseitigen Abstand angeordnet werden, ohne
daß sich hierdurch der Querschnitt des Flügelrahmens und/oder des Blendrahmens ändern.
Ein besonderer Vorteil dieser Steck/Rast-Verbindungselemente liegt darin, daß durch
ihre besondere Ausbildung die Verbindung zu dem einen Teil, beispielsweise zu dem
Blendrahmen, noch dadurch stabilisiert wird, daß letztlich die zweite Steck/Rast-Verbindung,
nämlich zu dem Metallprofilabschnitt, herbeigeführt wird. Die Clipsverbinder sind
auch sehr einfach aufgebaute Formteile, die funktions- und beanspruchungsgerecht ausgebildet
sind. Sie können als Kunststofformteile in großer Stückzahl sehr preiswert hergestellt
werden. Ein Hauptvorteil liegt in der einfachen Anwendung, wodurch die Montage erheblich
beschleunigt wird.
[0005] Das beidseitig wirkende Steck/Rast-Verbindungselement weist zweckmäßig H-förmigen
Querschnitt auf, an dem zwei steif ausgebildete Flanschbalken und ein vergleichsweise
flexibler Mittelsteg vorgesehen sind, wobei aus den Flanschbalken je ein Schenkelpaar
gebildet ist, von denen das eine in Richtung auf den Metallprofilabschnitt und das
andere in Richtung auf den Blendrahmen oder den Flügelrahmen vorsteht, und daß die
Schenkelpaare im Bereich ihrer freien Enden Rastrippen, Rastnasen o. dgl. aufweisen.
Es liegt hier die Querschnittsgestaltung ähnlich einer Wäscheklammer vor, bei der
zwei im wesentlichen steif ausgebildete Flanschbalken vorgesehen sind, die durch einen
flexiblen Mittelsteg, der auch Gelenkfunktion haben kann, miteinander in Verbindung
stehen. Es werden damit von der Ebene des Mittelstegs aus gesehen zwei Schenkelpaare
gebildet, die sich gegenläufig verhalten: wird das eine Schenkelpaar zusammengedrückt,
weitet sich das andere Schenkelpaar maulförmig auf und umgekehrt. Diese Bewegungsgeometrie
wird nun anhand dieses so ausgebildeten Clipsverbinders als Formteil aus Kunststoff
ausgenutzt, um die Steck/Rast-Verbindung nach beiden Seiten von der Ebene des Mittelstegs
aus gesehen, auszunutzen.
[0006] Infolgedessen sind sämtliche Rastrippen, Rastnasen o. dgl. an den Schenkelpaaren
der Steck/Rast-Verbindungselemente entweder nach innen oder nach außen gerichtet.
Hierdurch wird erreicht, daß die erste Steck/Rast-Verbindung durch das Einbringen
der zweiten Steck/Rast-Verbindung noch zusätzlich gehalten, gesichert und verriegelt
wird.
[0007] Das den Blendrahmen oder den Flügelrahmen zugekehrte Schenkelpaar kann zusätzlich
zu den Rastrippen Vorsprünge zur Sicherung des Steck/Rast-Verbindungselements gegen
seitliches Verschieben oder Verrutschen aufweisen. Diese Vorsprünge krallen sich beim
Einstecken des Clipsverbinders in das hölzerne Bauteil in der betreffenden Nut fest,
so daß eine seitliche Bewegung entlang der Nut sicher verhindert wird. Dies ist insbesondere
für solche Clipsverbinder sinnvoll, die im aufrechten Bereich eines Fensters eingesetzt
werden. Aber auch bei den horizontalen Stücken eines Fensters ist diese Ausbildung
in keiner Weise schädlich.
[0008] Das den Metallprofilabschnitt zugekehrte Schenkelpaar kann an einem Schenkel eine
flexible Zunge aufweisen, an der die eine Rastrippe, Rastnase o. dgl. angeordnet ist;
am anderen Schenkel ist dann eine Durchbrechung für den Durchtritt eines Werkzeugs
zum Lösen der Rastverbindung vorgesehen. Dieses Lösen der Rastverbindung ist zweckmäßig
auf der Seite der Außenschale, also der Metallprofilabschnitte, und zwar insbesondere
im Bereich des Flügelrahmens, erforderlich, wenn z. B. eine zerbrochene Scheibe ausgetauscht
werden soll. In diesem Fall ist durch die aufgezeigte Ausbildung ein zerstörungsfreies
Lösen des Clipsverbinders möglich, wodurch der Metallprofilabschnitt abgenommen werden
kann. Die Clipsverbinder verbleiben an Ort und Stelle und nach dem Einfügen der neuen
Scheibe werden die Metallprofilabschnitte wiederum aufgesetzt. Es ist aber auch denkbar,
daß die Clipsverbinder so ausgebildet sind, daß sie bei einem solchen Scheibenwechsel
zerstört werden. Da die Clipsverbinder als Massenartikel sehr preiswert herstellbar
sind, können bei diesem Einsetzen einer Scheibe durchaus auch neue Clipsverbinder
benutzt werden. Das zerstörende Entfernen der Clipsverbinder bedeutet im Vergleich
zu dem zerstörungsfreien Lösen aber in jedem Fall einen Aufwand.
[0009] Die Schenkel beider Schenkelpaare können etwa gleiche Länge aufweisen. Es ist aber
nicht schädlich, wenn der eine Schenkel eines Schenkelpaares im Vergleich zu dem anderen
Schenkel gleiche oder ungleiche Länge besitzt. Natürlich ist die Gestaltung auch entsprechend
der Flexibilität des gewählten Werkstoffs abzustimmen, damit die Steck/Rast-Verbindungselemente
zerstörungsfrei angewendet werden können.
[0010] Die Rastrippen, Rastnasen o. dgl. können schräge Aufgleitflächen zum erleichterten
Aufschieben aufweisen, so daß es zum Ansetzen der Clipsverbinder zunächst nur erforderlich
ist, diese an der entsprechenden Stelle auf- oder zusammenzuspreizen und dann über
ein Holzprofilteil oder in eine Nut eines solchen Holzprofilteils einzuschieben.
[0011] Die Steck/Rast-Verbindungselemente können als Formteile aus Kunststoff ausgebildet
sein. Dabei ist ein Spritzen in der Form sinnvoll und möglich, die Teile können aber
auch als Abschnitte von Strangpreßprofilen ausgebildet werden.
[0012] Die Zunge kann sich nur über einen Teil der Breite des Schenkels erstrecken, während
die übrigen Teile des Schenkels als Führungswände ausgebildet sind. Dies ist einer
beanspruchungsgerechten Ausbildung förderlich. Die Zunge kann kürzer als die Führungswände
ausgebildet sein, wobei die Flexibilität durch die verringerte Wandstärke der Zunge
herbeigeführt wird.
[0013] Sofern das Kunststoffmaterial der Clipsverbinder die auftretenden Kräfte nicht allein
aufnehmen soll oder aufnehmen kann, besteht die Möglichkeit, die Clipsverbinder durch
eine Federklammer aus elastisch-nachgiebigem Material, insbesondere Federstahl, zu
verstärken. Die Clipsverbinder können dabei weiterhin einstückig oder aber auch geteilt
ausgebildet sein. Bei geteilter Ausbildung besteht die Möglichkeit, die Federklammer
so auszugestalten, daß sie zugleich dem Zusammenhalt der Teile des Clipsverbinders
dient.
[0014] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden im Folgenden beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 einen Querschnitt durch das Holz/Metall-Fenster mit einem Clipsverbinder in
einer ersten Ausführungsform am Flügelrahmen und einem Clipsverbinder in einer zweiten
Ausführungsform am Blendrahmen,
Figur 2 eine Detaildarstellung des Clipsverbinders des Blendrahmens während seiner
Montage,
Figur 3 eine ähnliche Darstellung wie Figur 1 mit einer dritten Ausführungsform des
Clipsverbinders am Blendrahmen,
Figur 4 eine Detaildarstellung des Clipsverbinders gemäß den Figuren 1 und 3 am Flügelrahmen
während der Montage und
Figur 5 den Clipsverbinder gemäß den Figuren 1, 3 und 4 in perspektivischer Darstellung,
Figur 6 eine Seitenansicht eines Clipsverbinders, ähnlich der Ausführungsform gemäß
Figur 4, jedoch verstärkt durch zwei Federklammern,
Figur 7 eine perspektivische Darstellung des Clipsverbinders gemäß Figur 6,
Figur 8 eine weitere Ausführungsform eines Clipsverbinders mit Federklammer und in
geteilter Bauweise und
Figur 9 eine perspektivische Darstellung des Clipsverbinders gemäß Figur 8.
[0015] In Figur 1 ist ein Blendrahmen 1 und ein Flügelrahmen 2 im Schnitt dargestellt. Mit
dem Blendrahmen 1 ist über einen Clipsverbinder 3 ein Metallprofilabschnitt 4 verbunden,
der außen vorgesetzt angeordnet ist. Mit dem Flügelrahmen 2 ist ein weiterer Metallprofilabschnitt
5 über einen Clipsverbinder 6 verbunden, der grundsätzlich gleich oder ähnlich ausgebildet
ist wie der Clipsverbinder 3. Um die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten der Clipsverbinder
3 und 6 aufzuzeigen, sind hier unterschiedliche Ausführungsformen dargestellt, die
teilweise auch durch die unterschiedlichen Gegebenheiten an Blendrahmen 1 und Flügelrahmen
2 verursacht sind. Es versteht sich, daß über der Metallprofilabschnitte 4, 5 immer
mehrere Clipsverbinder 3, 6 zur Anwendung gelangen, die in entsprechenden Abständen
angeordnet sind. In eine Nut 7 des Blendrahmens 1 ist eine Dichtung 8 eingesetzt,
die zusätzlich eine Rippe 9 an dem Metallprofilabschnitt 8 hintergreift. Der Metallprofilabschnitt
5 trägt eine Dichtung 10. Dieser zugeordnet ist an dem Flügelrahmen 3 eine Dichtung
11 angeordnet, so daß zwischen den Dichtungen 10 und 11 eine Scheibe 12 aufgenommen
bzw. angepreßt ist. Es liegt eine Trockendruckverglasung vor.
[0016] Die Clipsverbinder 3 und 6 weisen einen vergleichsweise flexiblen Mittelsteg 13 auf,
an dem zwei vergleichsweise weniger flexible Flanschbalken 14 und 15 vorgesehen sind,
die nach beiden Seiten aus der Ebene des Mittelstegs 3 vorstehend bzw. überstehend
ausgebildet sind. Diese Flanschbalken 14 und 15 bilden auf der Seite des Blendrahmens
1 bzw. des Flügelrahmens 2 ein Schenkelpaar 16, welches dem Innenraum 17 zugekehrt
ist. Auch nach der anderen Seite, also in Richtung auf einen Außenraum 18, bilden
die Flanschbalken 14 und 15 ein Schenkelpaar 19. Während der Clipsverbinder 3 auf
seiner dem Außenraum 18 zugekehrte Seite nur dieses Schenkelpaar 19 aufweist, besitzt
der Clipsverbinder 6 zusätzlich noch eine flexible Zunge 20, die in Figur 1 gestrichelt
angedeutet ist. Beide Schenkelpaare 16 und 19 bzw. sämtliche vier freien Enden der
Flanschbalken 14 und 15 sind mit Rastrippen, Rastnasen o. dgl. 21, 22 versehen, wobei
die Rastrippe 22 im Bereich des Flanschbalkens 14 des Clipsverbinders 6 an der Zunge
20 angeordnet ist, während die übrigen Teile des Flanschbalkens 14 auf dieser Seite
ohne eine solche Rastrippe ausgebildet sind. Es erscheint auch möglich, die flexible
Zunge 20 doppelt vorzusehen, also im Bereich beider Flanschbacken 14 und 15.
[0017] Im Bereich des Clipsverbinders 3 weist der Metallprofilabschnitt 4 den Flanschbalken
14 und 15 zugekehrte durchgehende Stege 23, 24 auf, die mit den Rastrippen 22 zugeordneten
Nasen 25 versehen sind. Für die Montage bzw. Anbringung des Clipsverbinders 3 besitzt
der Blendrahmen 1 eine vergleichsweise großquerschnittige Nut 26, die entweder rechteckigen
oder auch T-förmigen Querschnitt aufweisen kann. Bei T-förmigem Querschnitt gehen
die Rastrippen 21 über die Länge des Clipsverbinders 3 durch. Findet ein rechteckiger
Querschnitt der Nut 26 Anwendung, dann sind die Rastrippen 21 zweckmäßig in örtliche
Spitzen aufgeteilt, die sich nach dem Einbringen des Clipsverbinders in dem Holz des
Blendrahmens 1 verkrallen.
[0018] Zur Montage des Clipsverbinders 3 am Blendrahmen 1 wird das Schenkelpaar 19 auseinandergespreizt,
so daß sich die Schenkel des Schenkelpaares 16 aufeinanderzubewegen, wie dies in Figur
2 in einem Zwischenschritt dargestellt ist. Der Clipsverbinder 3 als Kunststofformteil
muß dabei verständlicherweise in seinen einzelnen geometrischen Abmessungen auf das
verwendete Kunststoffmaterial abgestimmt sein, damit er diese Bewegung mitmacht. Sobald
der Clipsverbinder 3 bis zum Grund der Nut 26 eingeschoben ist, wird die Spreizung
des Flanschpaares 19 aufgehoben, wobei die Rastrippen 21 bereits in die T-förmige
Nut 26 eingreifen oder sich spitze Vorsprünge zumindest teilweise in das Holz des
Blendrahmens eingraben. Sodann wird der Metallprofilabschnitt 4 von außen aufgepreßt,
wobei nunmehr die Flanschbalken 14 und 15 eine umgekehrte Bewegung ausführen, indem
das Schenkelpaar 19 aufeinanderzubewegt wird und das Schenkelpaar 16 eine Spreizbewegung
im Sinne einer Maulöffnung auszuführen beabsichtigt. In gewisser Weise können die
Flanschbalken 14 und 15 auch in sich flexibel ausgebildet sein, so daß es gelingt,
den Metallprofilabschnitt 4 soweit aufzuschieben, bis die Nasen 25 hinter den Rastrippen
22 einrasten. Damit wird der ordnungsgemäße Einbauzustand erreicht. Man erkennt, daß
die erste Steck/Rast-Verbindung des Clipsverbinders 3 an dem Blendrahmen 1 durch das
Anbringen der zweiten Steck/Rast-Verbindung am Metallprofilabschnitt 4 gesichert
wird.
[0019] In entsprechender Weise wird auch der Clipsverbinder 6 montiert:
Hier wird das Schenkelpaar 19 zusammengedrückt, so daß sich das Schenkelpaar 16 aufweitet,
so daß die Rastrippen 21 in zwei Nuten 27 und 28 am Flügelrahmen 2 eintreten können.
Eine Zwischenstellung ist in Figur 4 dargestellt. Um eine örtliche Fixierung des Clipsverbinders
6 in dieser aufgesetzten Stellung nach Herbeiführung der ersten Steck/Rast-Verbindung
gegen örtliches Verschieben zu sichern, können die Rastrippen 21 an ihrem freien Ende
nicht dargestellte Vorsprünge oder auch schneidenartige Fortsätze 29 aufweisen, die
sich zumindest während der Herbeiführung der zweiten Steck/Rast- Verbindung in das
Holz des Flügelrahmens 2 einkrallen. Diese zweite Steck/Rast-Verbindung am Clipsverbinder
6 wird dadurch herbeigeführt, daß anschließend der Metallprofilabschnitt 5 aufgepreßt
wird. Es versteht sich, daß vorher die Dichtungen 11 und 10 und auch die Scheibe 12
eingefügt wurden. Gegebenenfalls kann die Dichtung 11 auch noch nachträglich eingesetzt
werden. Auf jeden Fall weist der Metallprofilabschnitt 5 entsprechende Stege 30 und
31 auf, die an ihren Enden mit Nasen 32 versehen sind. Die Stege 30 und 31 entsprechen
funktionsmäßig den Stegen 23 und 24, abgesehen von dem Unterschied, daß die Stege
23 und 24 den Clipsverbinder 3 von außen umfassen, während die Stege 30 und 31 den
Clipsverbinder 6 von innen angreifen. Die Nase 32 am Steg 30 arbeitet dabei mit der
Rastrippe 22 der Zunge 20 zusammen. In dem Flanschbalken 15 unterhalb der Zunge 20
ist eine Durchbrechung 33 vorgesehen, damit von hier ein Werkzeug, beispielsweise
ein Schraubenzieher o. dgl. hindurchgeführt werden kann, um die Zunge 20 von ihrer
Verrastung an dem Steg 30 zur Erreichung der Lösestellung abzuschwenken. Dies kann
einmal erforderlich werden, wenn die Scheibe 12 ausgetauscht werden soll. Es wäre
aber auch möglich, den Clipsverbinder 6 im Bereich des Flanschbalkens 15 zerstörend
aufzutrennen und dann nach dem Einfügen der neuen Scheibe 12 neue Clipsverbinder 6
anzubringen und zu verwenden.
[0020] Bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 3 ist im Bereich des Flügelrahmens der schon
anhand der Figuren 1 und 4 beschriebene Clipsverbinder 6 eingesetzt. Im Bereich des
Blendrahmens 1 ist ein weiterer Clipsverbinder 34 dargestellt. Dieser Clipsverbinder
34 ist ähnlich zu dem Clipsverbinder 6 ausgebildet. Auch hier ist ein H-förmiger Querschnitt
vorgesehen. Der Mittelsteg 13 wird von Flanschbalken 14 und 15 überbrückt, die wiederum
Flanschpaare 16 und 19 bilden. Im Bereich des Flanschpaares 19 ist am Flanschbalken
14 wiederum eine Zunge 20 vorgesehen, die flexibel ausgebildet ist. Der zugehörige
Metallprofilabschnitt 4 weist hier von innen angreifende Stege 30 und 31 auf, an deren
freien Enden Nasen 32 vorgesehen sind, die mit Rastrippen 22 an dem Flanschbalken
15 und der Zunge 20 zusammenarbeiten. Das Schenkelpaar 16 greift in zwei separate
Nuten 35 und 36 im Blendrahmen 1 ein, die funktionsmäßig mit den Nuten 27 und 28 im
Flügelrahmen 2 der Figur 1 vergleichbar sind. Auch hier sind zweckmäßig die Rastrippen
21 in einzelne Vorsprünge aufgelöst, damit die Nuten 35 und 36 mit rechteckigem Querschnitt
gefräst werden können.
[0021] Figur 5 zeigt einen Clipsverbinder 6 in perspektivischer Darstellung. Die Rastnasen
22 können schräge Aufgleitflächen 37 aufweisen, damit die zweite Steck/Rast-Verbindung
leichter herbeigeführt werden kann. Auch im Bereich der anderen Rastrippen 21, 22
können solche Aufgleitflächen zum erleichterten Aufschieben vorgesehen sein. Figur
5 läßt gut erkennen, daß sich die Zunge 20 nur über einen Teil der Länge des Clipsverbinders
6 erstreckt. Wenn die Gesamtlänge des Clipsverbinders 6 beispielsweise 30 mm beträgt,
kann die Länge der Zunge 20 etwa 12 mm betragen. Die rechts und links von der Zunge
stehenbleibenden Teile des Flanschbalkens 14 üben damit Führungsfunktion beim Einschieben
des Metallprofilabschnitts 5 aus. Die Zunge 20 kann in ihrem Querschnitt dünnwandiger
ausgebildet sein, um die Flexibilität zu begünstigen. Es wechseln hier vergleichsweise
starre Führungswände 38 mit der flexiblen Zunge 20 ab.
[0022] Die Figuren 6 und 7 zeigen eine weitere Ausführungsform eines Clipsverbinders 39,
der ebenfalls als einstückiges Kunststoffspritzteil ausgebildet ist, jedoch durch
zwei in Durchbrechungen des Kunststoffspritzteils eingesetzte Federklammern 40 verstärkt
ist, deren obere und untere Enden das Kunststoffspritzteil durchsetzen. In dieser
Ausführungsform ist das Kunststoffspritzteil an sich ähnlich ausgebildet wie bei dem
Ausführungsbeispiel der Figuren 4 und 5. Die Wandstärke kann hier geringer gewählt
sein. Es ist auch möglich, einen anderen Kunststoff einzusetzen, der beispielsweise
größere Elastizität aufweist.
[0023] Das Ausführungsbeispiel der Figuren 8 und 9 zeigt einen Clipsverbinder 41, der aus
den beiden Teilen 42 und 43 zusammengesetzt ist, die als getrennte Kunststoffspritzteile
hergestellt werden. Eine Federklammer 44 dient hierbei nicht nur der Erhöhung oder
Erbringung der Federkraft, sondern zusätzlich noch dem Zusammenhalt der beiden Teile
42 und 43 des Clipsverbinders 41. Über die gezeigten Ausführungsformen der Figuren
6 bis 9 hinaus können die Federklammern 40 und 44 auch noch andere Formgebung aufweisen.
Es sind auch Varianten mit Schenkelfedern und Lagerbolzen denkbar, die der Übersichtlichkeit
halber jedoch nicht dargestellt sind.
Bezugszeichenliste:
[0024]
1 = Blendrahmen
2 = Flügelrahmen
3 = Clipsverbinder
4 = Metallprofilabschnitt
5 = Metallprofilabschnitt
6 = Clipsverbinder
7 = Nut
8 = Dichtung
9 = Rippe
10 = Dichtung
11 = Dichtung
12 = Scheibe
13 = Mittelsteg
14 = Flanschbalken
15 = Flanschbalken
16 = Schenkelpaar
17 = Innenraum
18 = Außenraum
19 = Schenkelpaar
20 = Zunge
21 = Rastrippe
22 = Rastrippe
23 = Steg
24 = Steg
25 = Nase
26 = Nut
27 = Nut
28 = Nut
29 = Fortsatz
30 = Steg
31 = Steg
32 = Nase
33 = Durchbrechung
34 = Clipsverbinder
35 = Nut
36 = Nut
37 = Aufgleitfläche
38 = Führungswand
39 = Clipsverbinder
40 = Federklammer
41 = Clipsverbinder
42 = Teil
43 = Teil
44 = Federklammer
1. Holz/Metall-Fenster mit einem Blendrahmen und einem Flügelrahmen aus Holz und je
einer vorgesetzten Außenschale aus Metallprofilabschnitten, wobei jeder Metallprofilabschnitt
mit verdeckt angeordneten, örtlichen Clipsverbindern an dem Blendrahmen oder dem Flügelrahmen
gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Clipsverbinder (3, 6, 34, 39, 41) als
beidseitig wirkende Steck/Rast-Verbindungselemente ausgebildet sind, die sowohl in
Richtung auf den Metallprofilabschnitt (4, 5) wie auch in Richtung auf den Blendrahmen
(1) oder den Flügelrahmen (2) abstehende Schenkel aufweisen, und daß im Blendrahmen
(1) oder im Flügelrahmen (2) Nuten (26, 27, 28) zur Aufnahme und Verankerung der betreffenden
Schenkel vorgesehen sind.
2. Holz/Metall-Fenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das beidseitig
wirkende Steck/Rast-Verbindungselement H-förmigen Querschnitt aufweist, an dem zwei
steif ausgebildete Flanschbalken (14, 15) und ein vergleichsweise flexibler Mittelsteg
(13) vorgesehen sind, daß aus den Flanschbalken (14, 15) je ein Schenkelpaar (16,
19) gebildet ist, von denen das eine (19) in Richtung auf den Metallprofilabschnitt
(4, 5) und das andere (16) in Richtung auf den Blendrahmen (1) oder den Flügelrahmen
(2) vorsteht, und daß die Schenkelpaare (16, 19) im Bereich ihrer freien Enden Rastrippen,
Rastnasen o. dgl. (21, 22) aufweisen.
3. Holz/Metall-Fenster nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Rastrippen,
Rastnasen o. dgl. (21, 22) an den Schenkelpaaren (16, 19) der Steck/Rast-Verbindungselemente
nach innen oder nach außen gerichtet vorgesehen sind.
4. Holz/Metall-Fenster nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das den Blendrahmen
(1) oder den Flügelrahmen (2) zugekehrte Schenkelpaar (16) zusätzlich zu den Rastrippen
(21) Vorsprünge (29) zur Sicherung des Steck/Rast-Verbindungselementes gegen seitliches
Verschieben oder Verrutschen aufweist.
5. Holz/Metall-Fenster nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das dem
Metallprofilabschnitt (4, 5) zugekehrte Schenkelpaar (19) am einen Schenkel eine flexible
Zunge (20) aufweist, an der die eine Rastrippe, Rastnase o. dgl. (22) angeordnet ist,
und daß am anderen Schenkel eine Durchbrechung (33) für den Durchtritt eines Werkzeugs
zum Lösen der Rastverbindung vorgesehen ist.
6. Holz/Metall-Fenster nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel
beider Schenkelpaare (16, 19) etwas gleiche Länge aufweisen.
7. Holz/Metall-Fenster nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastrippen,
Rastnasen o. dgl. (21, 22) schräge Aufgleitflächen (37) zum erleichterten Aufschieben
aufweisen.
8. Holz/Metall-Fenster nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steck/Rast-Verbindungelemente
als Formteile aus Kunststoff ausgebildet sind.
9. Holz/Metall-Fenster nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Zunge
(20) nur über einen Teil der Breite des Schenkels erstreckt und die übrigen Teile
des Schenkels als Führungswände (38) ausgebildet sind.
10. Holz/Metall-Fenster nach Anspruch 5 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge
(20) kürzer als die Führungswände (38) ausgebildet ist.
11. Holz/Metall-Fenster nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Clipsverbinder
(39) durch eine Federklammer (40) aus elastisch-nachgiebigem Material, insbesondere
Federstahl, verstärkt sind.
12. Holz/Metall-Fenster nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Clipsverbinder
(41) geteilt ausgebildet sind und die Federklammer (44) zugleich für den Zusammenhalt
der Teile ausgebildet ist.