[0001] Die Erfindung betrifft einen Fliehkraftabscheider, insbesondere für eine mit Umluft
arbeitende Reinigungsmaschine, wie Getreidereinigungsmaschine oder dergleichen, mit
wenigstens einem mit einem Saugzug beaufschlagbaren, vorzugsweise an einen zugeordneten
Ventilator angeschlossenen, mit einem umfangsseitigen Umlenkgitter versehenen Absaugrohr,
das achsparallel in einem es umgebenden Bogenkanal angeordnet ist, der mit einem
etwa tangential einlaufenden Einströmstutzen versehen ist und von dem im Bereich vor
seinem in seinen Anfang einlaufenden Ende ein radial außen abgehender Abscheidauslaß
für abgeschiedenes Gut abzweigt.
[0002] Eine Anordnung dieser Art ist aus der DE-PS 34 14 344 bekannt. Bei dieser bekannten
Anordnung ist das Umlenkgitter, das sich hier nur über einen nach unten gerichteten
Teil des Umfangs des Absaugrohrs ersteckt, in axialer Richtung nicht unterteilt. Vielmehr
erstrecken sich die durch voneinander beabstandete Lamellen begrenzten Gitterspalte
über die ganze Maschinenbreite. Die Folge davon ist, daß die schraubenförmige Drehung
der Einlaufströmung eines an das Absaugrohr angesetzten Ventilators in den Bogenkanal
durchschlagen und dort zu einer axialen Geschwindigkeitskomponente führen kann. dies
bewirkt nicht nur eine Verwirbelung und damit nicht unbeträchtliche Energieverluste,
die den Abscheidungswirkungsgrad und den Energieverbrauch ungünstig beeinflussen,
sondern führt in ungünstiger Weise auch zu einem ungleichmäßigen Saugzug über der
Länge des Absaugrohrs, was den Abscheidungswirkungsgrad noch weiter verschlechtert.
In der Praxis wurde zwar schon versucht, dem durch einen vergleichsweise großen Abstand
des Ventilators vom Fliehkraftabscheider zu begegnen, was jedoch zu einer sehr sperrigen
Bauweise führt, von den dabei sich ergebenden Leitungsverlusten einmal ganz abgesehen.
[0003] Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Fliehkraftabscheider
eingangs erwähnter Art mit einfachen und kostengünstigen Mitteln so zu verbessern,
daß ein vergleichsweise hoher Abscheidungswirkungsgrad bei geringem Energieverbrauch
erreicht werden und dennoch eine kompakte Bauweise möglich ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in überraschend einfacher Weise dadurch gelöst,
daß zumindest das Umlenkgitter in axialer Richtung durch radiale Blenden in mehrere
Sektionen unterteilt ist.
[0005] Die erfindungsgemäße Unterteilung des Umlenkgitters bewirkt in vorteilhafter Weise,
daß die Strömung im Bogenkanal auch dann nicht oder nicht nennenswert in axialer
Richtung abgelenkt werden kann, wenn der Ventilator ohne Abstand an das den Bogenkanal
enthaltende, vom Absaugrohr durchsetzte Abscheidergehäuse angesetzt ist, was einen
kompakten, kostengünstigen Aufbau ermöglicht. Gleichzeitig ergeben sich infolge fehlender,
axialer Strömungsablenkung hohe Zentrifugalkräfte, was sich vorteilhaft auf die erreichbare
Abscheidungsqualität auswirkt. Außerdem führt die erfindungsgemäße Unterteilung des
Umlenkgitters zu Widerstandsverhältnissen, die einen vergleichsweise gleichmäßigen
Zug auf der ganzen Länge des Absaugrohrs und damit eine vergleichsweise gleichmäßige
Verteilung des Massestroms auf die ganze Länge des Absaugrohrs bewirken, was sich
ebenfalls positiv auf die erzielbare Abscheidungsqualität auswirkt. Dies gilt in vorteilhafter
Weise auch dann, wenn sich das Umlenkgitter über den gesamten Umfang des Absaugrohrs
erstreckt, so daß auf gitterlose Mantelabschnitte verzichtet werden kann, was nicht
nur einen einfachen Aufbau des Absaugrohrs ermöglicht, sondern in vorteilhafter Weise
auch die aus der axialen Unterteilung des Umlenkgitters resultierende Erhöhung des
Widerstands bei weitem kompensiert und dementsprechend insgesamt zu vergleichsweise
geringen Verlusten und damit zu einem vergleichsweise geringen Energiebedarf führt.
Der mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen erzielbare technische Fortschritt ist somit
ersichtlich in der Vermeidung der Nachteile der bekannten Anordnungen zu sehen.
[0006] Die obengeschilderten Wirkungen und Vorteile lassen sich dadurch noch verstärken,
daß gemäß einer zweckmäßigen Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen auch der Bogenkanal
zumindest im Bereich zwischen dem Einströmstutzen und dem Abscheidungsauslaß durch
radiale Blenden in mehrere Sektionen unterteilt ist, wobei es sich als besonders
zweckmäßig erweisen kann, wenn das Umlenkgitter feiner unterteilt ist als der Bogenkanal.
[0007] In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen kann das Ansaugrohr aus mehreren,
aneinander angeflanschten Abschnitten bestehen. Die seitlichen Flansche dieser Abschnitte
bilden dabei in vorteilhafter Weise automatisch die radialen Blenden, so daß sich
eine besonders einfache Herstellung des Absaugrohrs ergibt. Dieses kann gemäß einer
besonders einfachen und zweckmäßigen Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen durch
aneinander befestigte Laufräder von vorzugsweise nach rückwärts gekrümmte Schaufeln
aufweisenden Gebläsen gebildet werden. Diese Maßnahme ermöglicht in vorteilhafter
Weise die Verarbeitung von Bauteilen, die bei der Gebläseherstellung als Ausschuß
anfallen.
[0008] Eine weitere vorteilhafte Maßnahme kann darin bestehen, daß das Absaugrohr als in
das den Bogenkanal enthaltende Gehäuse vorzugsweise von der dem Ventilator gegenüberliegenden
Seite einschiebbares Einschubteil ausgebildet ist. Dies ermöglicht eine einfache Vormontage
des aus mehreren Abschnitten bestehenden Absaugrohrs.
[0009] Vorteilhaft kann der Bogenkanal einen in Strömungsrichtung stetig sich verengenden
Querschnitt aufweisen. Dies läßt sich auf einfache Weise dadurch erreichen, daß das
Absaugrohr exzentrisch in einem den Bogenkanal enthaltenden, kreisförmigen Gehäuse
angeordnet ist. Diese Maßnahmen ergeben in vorteilhafter Weise eine annähernd gleiche
Strömungsgeschwindigkeit auf der gesamten Länge des Bogenkanals und führen zudem zu
einer Abnahme des Krümmungsradiuses über der Länge des Bogenkanals und damit zu einer
Verschärfung der Ablenkung, was ingesamt die Abscheidungsqualität günstig beeinflußt.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Maßnahme kann darin bestehen, daß der Abscheidauslaß in
eine absaugbare Kammer mündet, der eine Abscheide- und/oder Filtereinrichtung nachgeordnet
sein kann. Hierbei wird ein Teil des Strömungsmediums, in der Regel Luft, zusammen
mit den Verunreinigungen abgesaugt und einer Nachreinigung unterzogen. Der hierdurch
entstehende Luftverlust läßt sich einfach durch aus der Umgebung angesaugte Frischluft
ersetzen. Hierdurch ist sichergestellt, daß die Umluft laufend mit Frischluft gemischt
wird, so daß die Anreicherung mit in der Maschine verbleibendem Feinstaub in Grenzen
bleibt. Demgegenüber mündet beim eingangs erwähnten Stand der Technik der Abscheidungsauslaß
in einen mit einer Austragschleuse versehenen Expansionsraum, aus dem die Luft in
den Bogenkanal zurückgeführt wird. Dies bewirkt zwar einen hundertprozentigen Luftumlauf,
führt gleichzeitig aber auch zu einer Anreicherung dieser Luft mit Feinstaub, was
sich insbesondere bei Reinigungsmaschinen ungünstig auf den erzielbaren Reinigungseffekt
auswirkt.
[0011] In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen kann im Bereich des Abscheidungsauslasses
eine in den Querschnitt des Bogenkanals hineinragende Abschällippe vorgesehen sein.
Diese Maßnahme gewährleistet eine zuverlässige Einleitung der wandnahen, mit Verunreinigungen
beladenen Strömung in die absaugbare Kammer.
[0012] Eine weitere zweckmäßige Fortbildung kann darin bestehen, daß der der Abschällippe
gegenüberliegende Endbereich der umlaufenden Wandung der absaugbaren Kammer als etwa
lotrecht zur Abschällippe nach innen gerich-tete Pralleiste ausgebildet ist. Hierdurch
ist sichergestellt, daß auf den der Pralleiste gegenüberliegenen Wandbereich auftreffende
Festkörper, wie Bruchkörner etc., am Zurückprallen in den Bogenkanal gehindert werden.
Dieses Material wird vielmehr zuverlässig der an die absaugbare Kammer angeschlossenen
Nachreinigungseinrichtung zugeführt.
[0013] Weitere zweckmäßige Fortbildungen und vorteilhafte Weiterbildungen der übergeordneten
Maßnahmen ergeben sich aus den restlichen Unteransprüchen.
[0014] Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert.
[0015] In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 einen schematischen Querschnitt durch den Ventus einer Getreidereinigungsmaschine,
Figur 2 einen schematischen Längsschnitt durch die Anordnung gemäß Figur 1,
Figur 3 einen vergrößerten Querschnitt durch den Fliehkraftabscheider der Anordnung
gemäß Figur 1,
Figur 4 eine Explosionsdarstellung des Fliehkraftabscheiders und
Figur 5 eine Alternative zu Figur 3 im Bereich des Abscheidungsauslasses.
[0016] Der der Fig. 1 zugrundeliegende Ventus, der etwa zur Reinigung von Getreide vor der
Einlagerung dienen kann, beruht in an sich bekannter Weise auf dem Windsichtungsprinzip,
d. h. ein Aufgabegutstrom 1 wird von einem Luftstrom 2 durchsetzt, wobei der Aufgabegutstrom
in zwei Fraktionen 3, 4 unterteilt wird, wie in Figur 1 durch Pfeile angedeutet ist.
Die die schwereren Teile in Form brauchbaren Korns etc. enthaltende Fraktion 3 fällt
nach unten durch und kann anschließend weiter verarbeitet, z. B. gesiebt, klassiert,
etc. werden. Die die leichteren Teile in Form der Verunreinigungen, der nicht brauchbaren
Körner etc. enthaltende Fraktion 4 wird vom Luftstrom mitgerissen.
[0017] Der dargestellte Ventus besitzt, wie Fig. 1 weiter erkennen läßt, einen oberhalb
eines Rosts 5 angeordneten Aufgabeschacht 6, der mit dem zu reinigenden Gut beaufschlagt
wird. Der Rost 5 wird durch voneinander beabstandete, über die ganze Maschinenbreite,
oder hier über eine Maschinenhälfte der bezüglich einer Mittellängsebene spiegelbildlich
aufgebauten Maschine, sich erstreckende, aerodynamisch profilierte Lamellen gebildet.
Der Ausgang des Aufgabeschachts 6 ist mittels einer schwenkbaren Klappe 7 einstellbar.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist im Bereich des Ausgangs des Aufgabeschachts
eine Speisewalze 8 angeordnet. An den Aufgabeschacht 6 schließt sich eine ebenfalls
durch eine schwenkbare Klappe gebildete Rutsche 9 an, durch welche der Aufgabegutstrom
1 über den Rost 5 geleitet wird. Die Rostebene ist zur Horizontalen stark geneigt,
hier um einen Winkel von etwa 45°, so daß der Luftstrom 2 die zwischen den Lamellen
sich ergebenden Rostspalte 10 mit starker horizontaler Komponente durchströmen kann.
[0018] Der Aufgabeschacht 6 mündet in einen den Rost 5 enthaltenden, hier nach oben durch
ein Strömungsleitblech 11 begrenzten Sichtraum 12, in welchem die Trennung der ersten
und zweiten Fraktion 3, 4 erfolgt. Der Boden des Sichtraums 12 ist trichterförmig
ausgebildet, d. h. mit V-förmig gegeneinander geneigten Flanken 13 versehen und besitzt
ein nach unten offenes Fenster 14, durch welches die erste Fraktion 3 nach unten abgeführt
wird. Die zweite Fraktion 4 wird über ein dem Rost 5 diagonal gegenüberliegendes,
im Bereich der dem Aufgabeschacht 6 gegenüberliegenden Wandung des Sichtraums 12 vorgesehenes
Fenster 15 abgeführt. Dieses wird durch einen im Bereich der zugeordneten Wandung
vorgesehenen, auf- und abschiebbaren Schieber 16 begrenzt, von dessen Stellung die
jeweilige Größe der Fraktionen 3, 4 abhängt.
[0019] An den Sichtraum 12 schließt sich ein über das Fenster zugänglicher Expansionsraum
17 an, dessen trichterförmiger Boden mit einer Ausbringschleuse 18 versehen ist.
Im Expansionsraum 17 erfolgt eine Trennung der zweiten Fraktion 4 in zwei Teilströme
4a, 4b, wie in Figur 1 weiter durch Pfeile angedeutet ist. Den ersten Teilstrom 4a
bilden dabei die schwereren Teilchen in Form von leichtem Korn oder Körnerbruch oder
dergleichen. Der Teilstrom 4a wird über die Ausbringschleuse 18 ausgetragen. Den
zweiten Teilstrom 4b bilden die Leichtteile in Form von Spreu, Halmstücken und dergleichen.
Diese werden von der Luft mitgerissen, die über ein dem Fenster 15 gegenüberliegendes
Fenster 19 aus dem Expan sionsraum 17 austritt.
[0020] An das Fenster 19, das im Gegensatz zum Fenster 15 nicht verstellbar ist, schließt
sich der Einströmstutzen 20 eines über dieselbe Breite wie der Rost 5 und dementsprechend
wie der Sichtaum 12 und der Expansionsraum 17 sich erstreckenden, mit horizontaler
Achse angeordneten Fliehkraftabscheiders 21 an, mittels dessen die im Luftstrom verbliebenen
Verunreinigungen abgetrennt werden. An das Gehäuse 22 des Fliehkraftabscheiders 21
ist, wie am besten aus Fig. 2 erkennbar ist, ein mittels eines Motors 23 antreibbarer
Ventilator 24 seitlich angebaut, der den den Ventus durchsetzenden Luftstrom bewegt.
Die vom Ventilator 24 angesaugte, im Fliehkraftabscheider 21 gereinigte Luft wird
zum zugeordneten Rost 5 zurückgeführt. Hierzu fließt an den Druckstutzen des Ventilators
24 ein im Bereich der ventilatorseitigen Ventusseitenwand verlaufender Versorgungsschacht
25 an, der zu einem im Bereich der Ventusstirnseite angeordneten, über dieselbe Breite
wie der zugeordnete Rost 5 reichenden Verteilerkasten 26 führt. Dieser besitzt zur
Erzielung einer möglichst gleichmäßigen Luftverteilung über der gesamten Rostbreite
einen über der Maschinenbreite abnehmenden Querschnitt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
sind im Bereich des Verteilerkastens 26 zur Erzielung einer besonders gleichmäßigen
Luftverteilung noch zusätzliche Leitbleche 27 vorgesehen, wie Figur 2 weiter erkennen
läßt. Infolge der Rückführung gereinigter Luft, d. h. der Verwendung von Umluft, ergibt
sich hierbei nur ein geringer Frischluftbedarf. Der Versorgungsschacht 25 ist im
dargestellten Ausführungsbeispiel mit einer Absperrjalousie 28 versehen, die eine
Drosselung des Umluftstroms ermöglicht.
[0021] Der Fliehkraftabscheider 21 enthält ein an den mit horizontaler Achse angeordneten
Saugstutzen des als Radialgebläse ausgebildeten Ventilators 24 direkt angesetztes,
ebenfalls mit horizontaler Achse angeordnetes Saugrohr 29, das in einen einen etwa
kreisförmigen Querschnitt aufweisenden Arbeitsraum des Gehäuses 22 eingesetzt ist,
dessen Durchmesser größer als der Saugrohrdurchmesser ist, so daß sich ein dieses
umfassender Bogenkanal 30 ergibt, in den der an das Fenster 19 anschließende Einströmstutzen
20 einläuft, wie am besten aus Figur 1 erkennbar ist. Die horizontalen Achsen des
Saugrohrs 29 und des Kreisquerschnitts des das Saugrohr 29 aufnehmenden Arbeitsraums
sind so gegeneinander versetzt, daß sich ein ausgehend vom Einströmstutzen 20 in
Strömungsrichtung abnehmender, lichter Querschnitt des Bogenkanals 30 ergibt, der
mit seinem den geringsten Querschnitt aufweisenden Ende in seinen an den Einströmstutzen
20 anschließenden Anfang anschließt. Das als Tauchrohr fungierende Saugrohr 29 ist,
wie die Figuren 2 und 3 am besten erkennen lassen, als Gitterrohr ausgebildet, das
auf seinem ganzen Umfang mit ein Umlenkgitter bildenden, achsparallelen Lamellen
31 versehen ist, die zur Bildung von Durchströmschlitzen 32 umfangsseitig voneinander
beabstandet sind. Die den Bogenkanal 30 auf einer gekrümmten Bahn durchströmende Luft
wird, wie in Figur 3 durch die Pfeile 33 angedeutet ist, beim Abströmen durch die
Schlitze 32 einer noch schärferen Krümmung unterworfen, was die durch den Pfeil 34
angedeuteten, wirksamen Zentrifugalkräfte noch erhöht. Diese bewirken, daß die von
der Luft noch mitgeführten Feststoffe, in Form der mitgeführten Verunreinigungen,
nach radial außen wandern, so daß die über das Saugrohr 29 angesaugte Luft den gewünschten
Reinheitsgrad aufweist.
[0022] Das Saugrohr 29 ist, wie am besten aus Fig. 4 erkennbar ist, als in den zugeordneten
Arbeitsraum einschiebbares Einschubteil ausgebildet. Hierzu sind die lotrecht zur
Achse verlaufenden Wandungen des Gehäuses 22 mit entsprechenden Ausnehmungen 35 versehen.
Das als Einschubteil ausgebildete Saugrohr 29 ist im Bereich seiner Enden mit Flanschen
36 versehen und hiermit an die Gehäusestirnwände anflanschbar. Das dem dargestellten
Ausführungsbeispiel zugrundeliegende Saugrohr 29 besteht, wie Figur 4 weiter erkennen
läßt, aus aneinander angeflanschten Laufrädern von Radialgebläsen mit nach rückwärts
gekrümmten Schaufeln. Dies ergibt infolge der hier vorhandenen, von radial außen nach
radial innen verlaufenden Strömungsrichtung eine in Strömungsrichtung nach vorne
gerichtete Krümmung der das Umlenkgitter bildenden Lamellen 31. Die seitlichen, die
die Lamellen 31 bildenden Schaufeln tragenden Flansche der aneinander angesetzten
Laufräder bilden, wie Fig. 4 weiter zeigt, radiale Blenden 37, durch welche das umfangsseitige
Umlenkgitter in axialer Richtung in mehrere Sektionen 38 unterteilt wird. Diese Unterteilung
hat zur Folge, daß die gemäß Pfeil 33 nach innen gehende Strömung im wesentlichen
in radialer Richtung und ohne nennenswerte Axialkomponente erfolgt, was eine gleichmäßige
Verteilung über die ganze Länge des Saugrohrs gewährleistet.
[0023] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Bogenkanal 30, wie den Fig. 2 und 4
am besten entnehmbar ist, durch zwischen seinen Stirnwänden angeordnete Zwischenwände
39 ebenfalls in mehrere Sektionen 30a unterteilt. Die Sektionen 30a des Bogenkanals
sind dabei breiter als die Sektionen 38 des von diesem umgebenen Saugrohrs 29, was
zur Steigerung der erwünschten Vergleichmäßigung beitragen kann. Die Zwischenwände
39 besitzen, wie am besten aus Fig. 2 erkennbar ist, abgerundete Anströmkanten 40,
an denen Halmstücke etc. nicht geknickt werden, sondern über die Halmstücke etc.
hinweggleiten können. Die Zwischenwände 39 erstrecken sich, wie am besten aus Fig.
3 erkennbar ist, vom Einströmstutzen 20 bis zum Bereich eines im Bereich der umlaufenden,
radial äußeren Wandung 41 des das Saugrohr 29 aufnehmenden Arbeitsraums vorgesehenen
Abscheidungsauslaß 42 durch den das aufgrund der wirksamen Fliehkräfte nach radial
außen gewanderte Material in Form der Verunreinigungen ausgetragen wird.
[0024] Hierzu ist im Bereich des Abscheidungsauslasses 42 eine in den Querschnitt des Bogenkanals
30 hineinragende Abschällippe 43 vorgesehen, welche die radial äußere, mit den Verunreinigungen
beladene Strömungsschicht abschält und über den Abscheidungsauslaß 42 in eine hieran
sich anschließende, seitlich absaugbare Kammer 44 einleitet. Die ebenfalls mit waagrechter
Achse angeordnete, hier einen etwa elliptischen Querschnitt aufweisende Kammer 44
erstreckt sich über die gesamte Breite des Fliehkraftabscheiders 21. Der Abscheidungsauslaß
42 befindet sich im Bereich des einen engen Querschnitt aufweisenden Endbereich des
Bogenkanals 30, hier im Bereich des letzten Quadranten des Bogenkanals 30.
[0025] Die Abschällippe 43 ist aus demselben Grund wie die Zwischenwände 29 mit einer abgerundeten
Anströmflanke versehen, wie in Figur 3 weiter angedeutet ist. Die Abschällippe 43,
die bei der der Figur 3 zugrundeliegenden Ausführung stationär angeordnet ist, überdeckt
etwa das äußere Drittel des lichten Querschnitts des Bogenkanals 30. Es wäre aber
auch ohne weiteres möglich, die Abschällippe 43 als schwenkbare Klappe auszubilden,
wobei der Überdeckungsgrad einstellbar ist. Eine derartige Ausführung ist in Figur
1 angedeutet. Die der Abschällippe 43 gegenüberliegende Begrenzung des Abscheidungsauslasses
42 läuft mit ihrem Endbereich etwa senkrecht zur Abschällippe 43 nach außen, d. h.
in die Kammer 44 hinein und bildet dementsprechend eine Pralleiste 45, die auf die
dem Abscheidungsauslaß 42 gegenüberliegende Wandung der Kammer 44 auftreffenden Feststoffteilchen
am Zurückprallen in den Bogenkanal 30 hindert.
[0026] Von der über den Abscheidungsauslaß 42 zugänglichen Kammer 44 geht, wie die Figuren
2 und 4 am besten zeigen, ein seitlicher, rohrförmiger Absaugstutzen 46 ab, der an
eine in Figur 2 angedeutete Nachreinigungseinrichtung 47 angeschlossen ist, die seitlich
angebaut oder oben aufgesetzt sein kann etc.. Der Absaugstutzen 46 führt unterhalb
des Druckstutzens des mit seiner Achse absaugstutzenparallel angeordneten, als Radialgebläse
ausgebildeten Ventilators 24 hindurch, was eine hohe konstruktive Freizügigkeit
ermöglicht. Die Nachreinigungseinrichtung 47 besteht aus einem Ventilatorteil 48,
dem ein Filterteil 49 und ein Abscheidungsteil 50, etwa in Form eines Zyklonabscheiders,
vorgeordnet sind und der mit einem in die Umgebung mündenden Ausblasstutzen 51 versehen
ist. Die hierüber in die Umgebung ausgeblasene Luft, aus der vorher die Feststoffe
abgeschieden bzw. ausgefiltert wurden, ist saüber und daher umwelttechnisch völlig
unbedenklich. Der infolge der Abgabe von Luft an die Umgebung sich ergebende Verlust
an Umluft wird dadurch ausgeglichen, daß im Bereich des Rosts 5 neben der Umluft auch
Frischluft angesaugt werden kann, wie in Figur 1 durch den Strömungspfeil 2a angedeutet
ist. Diese von unten angesaugte Frischluft vermischt sich mit der Umluft, wodurch
deren Beladung mit Feinststaub niedrig gehalten wird.
[0027] Der den Figuren 1 bis 4 zugrundeliegende, etwa elliptische Querschnitt der absaugbaren
Kammer 44 ergibt, wie Versuche gezeigt haben, einen besonders zuverlässigen Abtransport
der in der Luft noch vorhanden Verunreinigungen. Es sind aber auch andere Querschnittsformen
denkbar, wie beispielsweise die Figur 5 zeigt. Dieser Ausführung liegt ein die Kammer
44 bildendes, geschlitztes Rohr 52 zugrunde, dessen im Bereich des Schlitzes entstehende
Mantelflanken zur Bildung des Abscheidungsauslasses 42 sowie einer diesem benachbarten
Abschällippe und Pralleiste in radialer Richtung gegeneinander verbogen sind. Das
Rohr 52 kann stationär angeordnet sein, wobei ähnliche Abschälverhältnisse wie bei
der Ausführung gemäß Figur 3 erzielbar sind. Es wäre aber auch denkbar, das Rohr 52
um seine Achse drehbar anzuordnen, wodurch die den Abscheidungsauslaß 42 begrenzenden
Mantelflanken zur Veränderung der Abschälverhältnisse vor- und zurückstellbar sind,
wie in Fig. 5 durch gestrichelte Linien angedeutet ist. Ebenso wäre es natürlich
denkbar, zusätzlich noch eine schwenkbare Abschäl lippe vorzusehen. In jedem Falle
laufen die zur Bildung des Abscheidungsauslasses 42 voneinander distanzierten Endbereich
der umlaufenden Wandung der Kammer 44 knickfrei in die zur Bildung des Abscheidungsauslasses
42 unterbrochene, umlaufende Wandung 41 des Bogenkanals 30 ein.
[0028] Der den Fig. 1 und 2 zugrundeliegende Ventus kann sich über die gesamte Breite der
zugeordneten Reinigungsmaschine erstrecken. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
sind, wie am besten aus Fig. 2 erkennbar ist, zwei spiegebildlich zueinander angeordnete,
jeweils eine Maschinenhälfte abdeckende Venti vorgesehen. Jeder dieser beiden Venti
ist autark, d. h. mit einem eigenen Ventilator 24 und einer eigenen Nachreinigungseinrichtung
47 versehen.
1. Fliehkraftabscheider, insbesondere für eine mit Umluft arbeitende Reinigungsmaschine,
wie Getreidereinigungsmaschine oder dergleichen, mit wenigstens einem mit einem
Saugzug beaufschlagbaren, vorzugsweise an einen zugeordneten Ventilator (24) angeschlossenen,
mit einem umfangsseitigen Umlenkgitter (31, 32) versehenen Absaugrohr (29), das achsparallel
in einem es umgebenden Bogenkanal (30) angeordnet ist, der mit einem etwa tangential
einlaufenden Einströmstutzen (20) versehen ist und von dem im Bereich vor seinem in
seinen Anfang einlaufenden Ende ein radial außen abgehender Abscheidungsauslaß (42)
für abgeschiedenes Gut abzweigt, dadurch gekennzeichnet, daß das Umlenkgitter des Absaugrohrs (29) in axialer Richtung durch radiale Blenden
(37) in mehrere Sektionen (38) unterteilt ist.
2. Fliehkraftabscheider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vorzugsweise über den ganzen Umfang des Absaugrohrs (29) reichende Umlenkgitter
durch in Strömungsrichtung nach vorne gebogene, achsparallele, zwischen sich Durchtrittsschlitze
(32) begrenzende Schaufeln (31) gebildet wird, die mit ihren Enden an seitlich umlaufenden,
die radialen Blenden (37) bildenden Flanschen von das Absaugrohr (29) bildenden,
aneinander angeflanschten Abschnitten befestigt sind, die vorzugsweise durch aneinander
befestigte Laufräder von nach rückwärts gekrümmte Schaufeln aufweisenden Gebläsen
gebildet werden.
3. Fliehkraftabscheider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bogenkanal (30) zumindest im Bereich zwischen dem Einströmstutzen (20) und dem
Abscheidungsauslaß (42) durch radiale Blenden bildende Zwischenwände (39), die vorzugsweise
abgerundete Anströmflanken (40) aufweisen, in mehrere Sektionen (30a) unterteilt ist,
die wie die die Sektionen (38, 30a) des Absaugrohrs (29), das vorzugsweise mehr Sektionen
(38) als der Bogenkanal (30) aufweist, gleichmäßig über die Abscheiderbreite verteilt
sind.
4. Fliehkraftabscheider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bogenkanal (30) einen in Strömungsrichtung stetig sich verengenden Querschnitt
aufweist, indem vorzugsweise das Saugrohr (29) exzentrisch in einem einen etwa kreisförmigen
Querschnitt aufweisenden Arbeitsraum des Abscheidergehäuses (22) angeordnet ist.
5. Fliehkraftabscheider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Absaugrohr (29) zugeordnete Ventilator (24) an eine Stirnwand des Abscheidergehäuses
(22) angebaut ist, wobei das Absaugrohr (29) als in das Abscheiderge häuse (22) vorzugsweise
von der dem Ventilator (24) gegenüberliegenden Seite hier einschiebbares Einschubteil
ausgebildet ist.
6. Fliehkraftabscheider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei nebeneinander angeordnete, mit spiegelbildlich plazierten Absaugrohren (29)
versehene Gehäuse (22) mit seitlichen, voneinander abgewandten Ventilatoren (24)
vorgesehen sind.
7. Fliehkaftabscheider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Abscheidungsauslasses (42) eine in den Querschnitt des Bogenkanals
(30) hineinragende, vorzugsweise einstellbare Abschällippe (43) vorgesehen ist, die
vorzugsweise eine abgerundete Anströmflanke aufweist und zumindest das radial äußere
Drittel des Querschnitts des Bogenkanals (30) überdeckt.
8. Fliehkraftabscheider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abscheidungsauslaß (42) in eine absaugbare Kammer (44) mündet, der eine Nachreinigungseinrichtung
(47) nachgeordnet ist, die vorzugsweise zumindest ein Ventilatorteil (48), ein Filterteil
(49) und/oder ein Abscheidungsteil (50) aufweist, wobei die Kammer (44) vorzugsweise
mittels eines seitlich abgehenden, achsparallelen, rohrförmigen Absaugstutzens (46)
angeschlossen ist, absaugbar ist.
9. Fliehkraftabscheider nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (44) eine umlaufende, im Bereich des Abscheidungsauslasses (42) unterbrochene
Wandung aufweist, die mit ihren Endbereichen vorzugsweise knickfrei in die zur Bildung
des Abscheidungsauslasses (42) ebenfalls unterbrochene, radial äußere Wandung des
Bogenkanals (41) einläuft und daß der der Abschällippe (43) gegenüberliegende Endbereich
der Wandung der Kammer (44) vorzugsweise als etwa lotrecht zur Abschällippe (43)
in die Kammer (44) hineingerichtete Pralleiste (45) ausgebildet ist.
10. Fliehkraftabscheider nach einem der vorhergehenden Ansprüche 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (44) einen etwa elliptischen Querschnitt aufweist oder durch ein vorzugsweise
drehbar angeordnetes Rohr (52) gebildet wird.