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(11) |
EP 0 392 478 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.07.1992 Patentblatt 1992/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.04.1990 |
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Vorrichtung zur Abpackung von gruppierten Einzelpackungen
Apparatus for packaging grouped packages
Installation pour emballer des paquets groupés
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE ES FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
11.04.1989 DE 3911732
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.10.1990 Patentblatt 1990/42 |
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Patentinhaber: KVM Kontroll- und Verpackungsmaschinen
GmbH & Co. KG |
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D-7131 Wurmberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Fritz, Günther
D-7131 Neubärental (DE)
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Vertreter: Frank, Gerhard, Dipl.-Phys. et al |
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Patentanwälte
Mayer, Frank, Reinhardt,
Schwarzwaldstrasse 1A 75173 Pforzheim 75173 Pforzheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 926 223 FR-A- 2 126 157 GB-A- 615 100 US-A- 3 783 752
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DE-A- 2 507 022 FR-A- 2 339 532 GB-A- 1 162 553
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abpackung von gruppierten Einzelpackungen
mittels Zuführung von Verpackungszuschnitten, insbesondere Kartonzuschnitten, aus
mindestens einem Magazin in einer Zuführstation und anschließender, räumlich definierter,
vom Verpackungstyp abhängiger, zumindest teilweiser Umschließung der Einzelpackungsgruppe
durch den Verpackungszuschnitt in mindestens einer weiteren Verarbeitungssta-tion,
wobei Zuführstation und Verarbeitungsstation einen gemeinsamen Drehteller beinhalten,
dem die Einzelpackungsgruppen zugeführt, mittels einer Formeinrichtung mit einem Verpackungszuschnitt
umschlossen und von dem die abgepackten Einzelpackungsgruppen entnommen werden, und
dem ein Magazin für die Verpackungszuschnitte zugeordnet ist, die über Fördereinrichtungen
dem Drehteller zuführbar sind.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-A 25 07 022 bekannt. Derartige Vorrichtungen
werden eingesetzt, um gleichartige Verpackungen (z.B. Schokoladepackungen bei der
genannten DE-A 25 07 022), die in eine geeigneten Gruppierungsstation zusammengefaßt
wurden, beispielsweise übereinandergestapelt wurden, mit geeignetem Verpackungsmaterial,
insbesondere Kartonzuschnitten, transport- und lagerfähig zusammenzufassen.
[0003] Der Einsatzbereich der vorbekannten "Sammelpackanlage" ist allerdings beschränkt:
Der Drehteller bildet lediglich eine Verarbeitungsstation; der dort dargestellte Faltkasten
ist als Teil des Drehtellers ("Faltrad") ausgebildet, für einen Arbeitstakt wird immer
ein voller 360°-Umlauf des Faltrades benötigt.
[0004] Je nach Art und Menge der in einer Gruppe zusammengefaßten Einzelpackungen und je
nach Art und Typ der gewünschten Verpackung können jedoch hierfür mehrere Einzel-Verpackungszuschnitte,
insbesondere Kartonzuschnitte erforderlich sein, um den gewünschten Verpackungstyp
zu erzeugen, beispielsweise eine mehrteilige, kartonähnliche Verpackung, die nach
Entfernen eines Verpackungsteils (beispielsweise eines Deckels) dann gleichzeitig
zur Präsentation der Ware, z.B. in einem Supermarkt verwendet werden kann.
[0005] Die verschiedenen Arten der Einzelpackungen und die Anzahl der Einzelpackungen innerhalb
einer Gruppe mit der spezifischen Besonderheit des Warenmaterials (beispielsweise
Beutel) erfordert jedoch eine Vielzahl von Verpackungszuschnitten und damit einen
erheblichen apparativen Aufwand, um diese Verpackungszuschnitte ggf. nach entsprechender
Vorformung mit den gebildeten Einzelpackungsgruppen in Verbindung zu bringen und diese
sicher und in der gewünschten Form zu umschließen. Eine derartige Verarbeitung ist
mit der gattungsgemäßen Vorrichtung nicht möglich. Weitere bekannte Vorrichtungen
dieser Art benutzen daher hierzu mehrere nacheinander geschaltete Stationen, die in
der Regel über Bänder, Rollenförderer oder ähnliche Fördervorrichtungen miteinander
verkettet sind.
[0006] Derartige Vorrichtungen haben einen erheblichen Platzbedarf und müssen in der Regel
bei Wechsel der Verpackungsart aufwendig umgerüstet werden (sofern dies überhaupt
möglich ist) bzw. es ist erforderlich, daß für jeden gewünschten Typ der Verpackung
separate Verpackungsstraßen mit entsprechend hohem Investitionsaufwand angeschafft
werden müssen.
[0007] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die gattungsgemäße Vorrichtung derart weiterzubilden,
daß ihr Einsatzbereich wesentlich erweitert ist, insbesondere auch die Verarbeitung
von mehreren Verpackungszuschnitten möglich ist und daß sie trotzdem mit hohen Arbeitstakten
arbeiten kann und besonders raumsparend ausgebildet werden kann.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß im äußeren Umfangsbereich
des Drehtellers sich auf diesem mehrere, sich bis zum Rand des Drehtellers erstreckende,
rahmenförmige Aufnahmeeinrichtungen befinden, deren Anzahl die Arbeitstakte des Drehtellers
bestimmt, mit mindestens einer Formeinrichtung zum Einschub oder zur Entnahme eines
Verpackungszuschnittes bei jedem Arbeitstakt in die aus der jeweils gegenüberliegenden
Aufnahmeeinrichtung auf dem Drehteller, und daß eine Anzahl N von Magazinen dem Umfangsbereich
des Drehtellers zugeordnet ist, von denen von mindestens zwei bei jedem Arbeitstakt
jeweils eine der Aufnahmeeinrichtungen mit einem Verpackungszuschnitt und/oder einer
bereits vorgeformten Teilverpackung beschickbar ist.
[0009] Durch diese Konzeption, bei der sämtliche Arbeitsgänge auf einen gemeinsamen Drehtteller
hin ausgerichtet sind bzw. dort stattfinden, kann die Vorrichtung äußerst kompakt
ausgebildet werden, da durch die Anordnung solcher Vorrichtungen sowohl auf dem Drehteller
als auch im unmittelbaren Peripheriebereich des Drehtellers, insbesondere auch über
dem Drehteller, der zur Verfügung stehende Raum optimal ausgenutzt werden und insbesondere
mit einer äußerst geringen Baulänge ausgekommen werden kann.
[0010] Die erfindungsgemäße Lösung erlaubt auch einen äußerst rationellen, modulartigen
Aufbau der Vorrichtung in dem Sinne, daß die auf den Drehteller hin arbeitenden Magazine
mit unterschiedlichen Verpackungszuschnitten beschickbar sind, so daß eine sehr große
Variabilität hinsichtlich Art und Zuordnung der einzelnen Verpackungszuschnitte gewährleistet
ist. Es können zum Teil insbesondere Verpackungen realisiert werden, die mit konventionellen
Anlagen und auch der vorbekannten, gattungsmäßigen Vorrichtung gar nicht herstellbar
sind.
[0011] Die erfindungsgemäße Vorrichtung erhöht durch die Mehrfachausnützung des Drehtellers
den Verarbeitungstakt um das Drei- bis Fünffache, so daß sie besonders geeignet zur
Zusammenarbeit mit sehr schnellen Gruppierungsstationen ist, so daß insgesamt Verpackungsleistungen
erreicht werden, die ebenfalls um das Drei- bis Fünffache höher sind als bei konventionellen
Anlagen. Zusammen mit der Flexibilität infolge des modularen Aufbaus der erfindungsgemäßen
Vorrichtung bedeutet dies eine erhebliche Produktivitätssteigerung und damit eine
Verringerung der Verpackungskosten.
[0012] Bei einer genügend großen Anzahl von Magazinen mit verschiedenen Verpackungszuschnitts-Typen
können die Magazine auch selektiv angesteuert werden, so daß beispielsweise bei insgesamt
fünf Magazinen nur durch einen Umschaltvorgang zwei verschiedene Verpackungen, beispielsweise
mit je zwei und je drei Verpackungszuschnitten erzeugt werden können; aufwendige Umrüstvorgänge
können entfallen.
[0013] Die Flexibilität der erfindungsgemäßen Vorrichtung ermöglicht insbesondere auch die
Abwicklung von Form- oder Vorformabläufen unter Einbeziehung der Verpackungsgruppen
selbst, die beispielsweise indirekt als Formstempel benutzt werden können. Die Magazine
können je nach Bedarf auch zur Aufnahme horizontal liegender Zuschnitte ausgebildet
sein, wobei dann die entsprechenden Formabläufe in vertikaler Richtung erfolgen. Insgesamt
eröffnet sich auch die besondere Möglichkeit, gleiche Zuschnitte zu verarbeiten, wodurch
Abfälle beim Zuschnittmaterial vermieden werden.
[0014] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Magazine zumindest teilweise
oberhalb der Ebene des Drehtellers angeordnet sind, wobei Fördereinrichtungen als
im wesentlichen vertikal arbeitende Bandförderer ausgebildet sind, die die vertikal
in ihrem zugeordneten Magazin stehenden Verpackungszuschnitte vereinzeln und einer
der Aufnahmeeinrichtungen auf dem Drehteller zuführen.
[0015] Diese Ausgestaltung nutzt den in der Regel über einer Verpackungsmaschine zur Verfügung
stehenden Raum aus, der normalerweise in entsprechenden Werksanlagen ohnehin vorhanden
ist. Auch bei der vorbekannten Vorrichtung ist das dort vorgesehene (einzige) Magazin
oberhalb der Ebene des Drehteller angeordnet, jedoch wirkt sich dieser Vorteil natürlich
besonders stark aus, wenn mehrere Magazine untergebracht werden müssen.
[0016] Die Vereinzelung und Zuführung über vertikal arbeitende Bandförderer ist außerdem
äußerst platzsparend. Bei dieser Konzeption können auch Magazine über anderen Vorrichtungseinheiten
angeordnet werden, beispielsweise über der dem Drehteller zuarbeitenden Gruppierungsstation
und/oder über einem nachgeschalteten Ausgangsförderband. Letztlich können die Magazine
mit ihrer Vereinzelungs- und Zuführeinrichtung also teilweise oder insgesamt in der
"zweiten Etage" angeordnet werden, ohne für sich Stellfläche zu beanspruchen.
[0017] Weitere vorteilhafte Ausführungen des Erfindungsgedankens sind den Unteransprüchen
zu entnehmen.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird nun anhand von Zeichnungen
näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 eine Aufsicht auf die Vorrichtung und
Fig. 3 eine Explosionsdarstellung der auf der Vorrichtung gemäß Fig. 1 und 2 verarbeiteten
Verpackung.
[0019] Vorab soll bemerkt werden, daß in den Figuren 1 und 2 aus Gründen der Deutlichkeit
der Darstellung nicht jeweils alle Bauteile dargestellt sind.
[0020] In einem gemeinsamen Maschinenrahmen 30 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung zusammen
mit einer Gruppierungsstation 40 als Baueinheit ausgebildet, wobei die Gruppierungsstation
40 je nach Art der zusammenzufassenden Einzelpackungen unterschiedlich ausgebildet
sein kann; deren konstruktive Ausbildung ist nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Grundsätzlich können beliebige Gruppierungsstationen mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zusammenarbeiten, beispielsweise eine Gruppierungsstation gemäß dem DE-GM 87 09 053,
wo die mittels eines Bürstenförderers 40A gruppierten Einzelpackungen zur Verfügung
gestellt werden.
[0021] Der zentrale Teil der Vorrichtung besteht aus einem Drehteller 10, zu dessen taktweiser
Drehung um die vertikale Achse X ein geeigneter Motor 10A im Maschinenrahmen 30 befestigt
ist.
[0022] Im äußeren Umfangsbereich des Drehtellers 10 befinden sich jeweils um 90° versetzt
vier sich bis zum Rand des Drehtellers 10 erstreckende Aufnahmeeinrichtungen 11A,
B, C und D, die als zum Zentrum des Drehtellers 10 offene Rahmen ausgebildet sind.
Entsprechend der Anzahl dieser Aufnahmevorrichtungen arbeitet der Drehteller folglich
mit vier Arbeitstakten.
[0023] Im Zentrum des Drehtellers 10 ist ortsfest ein Ausstoßstempel 17 gelagert, der über
geeignete, beispielsweise pneumatische Antriebe durch den offenen Boden der jeweils
gegenüberliegenden Aufnahmeeinrichtung (bei der dargestellten Arbeitsposition die
Aufnahmeeinrichtung 11D) über den Rand des Drehtellers 10 hinaus verschiebbar ist.
[0024] Gegenüber dem Ausstoßstempel 17 befindet sich außerhalb des Drehtellers 10 ein auf
diesen radial zu bewegbarer Zuführstempel 19, mit dessen Hilfe die von der Gruppierungsstation
40 angelieferten Einzelverpakkungsgruppen nacheinander in die gegenüberliegende Aufnahmeeinrichtung
(im dargestellten Ausführungsbeispiel die Aufnahmeeinrichtung 11B) und den dort bereits
befindlichen Verpackungsteil eingeschoben werden können, wie dies weiter unten noch
im einzelnen erläutert wird.
[0025] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die von den Aufnahmeeinrichtungen 11A,
B und D belegten Positionen mit Verpackungszuschnitten 13A, B, C, D und E beschickbar.
Hierzu sind Magazine 12A...E vorgesehen, die jeweils zum Teil in den Figuren 1 und
2 dargestellt sind. In diesen Magazinen befinden sich verschiedene Kartonzuschnitte
(Fig. 3), die zusammen eine vollständige Verpackung für die zugeführten Einzelpackungsgruppen
20 bilden.
[0026] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Magazine 12A und 12B mit geneigtem
Boden 120 ausgebildet,und die betreffenden Zuschnitte 13A, 13B, 13C stehen senkrecht
in ihrem zugehörigen Magazin. Zur Vereinzelung und Förderung, der aus den Zuschnitten
13A und 13B gebildeten Teilverpackung dienen vertikale Bandförderer 14B, die diese
Teilverpackung zu einer Formeinrichtung 15 transportieren, die die Verpackungszuschnitte
13C (Verpackungsboden) verarbeitet und dieses Ensemble dann mittels eines Stempels
14A in die gegenüberliegende Aufnahmeeinrichtung (bei der dargestellten Position die
Aufnahmeeinrichtung 11A) einschiebt.
[0027] Oberhalb des Ausgangsbereichs der Gruppierungsstation 40 ist ein (nur in Fig. 2 dargestelltes)
Magazin 12D mit den Zuschnitten 13D angeordnet, die gleichzeitig mit dem Einschub
durch den Zuführstempel 19 der bereits gebildeten Teilverpackung hinzugefügt werden
und eine Zwischenwand zwischen den zweireihig anzuordnenden Einzelverpackungen 20
bildet. Über einem gegenüber der Gruppierungsstation angeordneten Ausgangsförderband
18 ist ein weiteres Magazin 12E vorgesehen, in dem die als Verpackungsdeckel dienenden
Zuschnitte 13E vor dem Ausstoß durch den Ausstoßstempel 17 zugeführt werden, so daß
beim Ausstoßen mit Hilfe der nachfolgenden Formeinrichtung 16 die Verpackung komplettiert
wird und vom nachgeschalteten Ausgangsförderband 18 abtransportiert wird.
[0028] Zur Verdeutlichung soll die Verpackung einer Packungsgruppe 20 im folgenden schrittweise
nochmals beschrieben werden:
[0029] Die aus dem zugehörigen Magazin 12A/12B entnommenen, die späteren Seitenteile der
Verpackung bildenden Zuschnitte 13A und 13B werden mit (nicht dargestellten) Einrichtungen
vorgeformt und zu einem hochkant stehenden Rahmen verarbeitet, der sich dann vor dem
Stempel 14A befindet. Über die Bandförderer 14B wird diese Teilverpackung nach unten
befördert, gleichzeitig wird aus dem nicht dargestellten Magazin 12C der Verpackungszuschnitt
13C entnommen, der als Bodenteil dient. Beim Einschieben des aus den Verpackungszuschnitten
13A, 13B gebildeten Rahmens gegen den das Bodenteil bildenden Zuschnitt 13C durch
eine geeignete Formeinrichtung 15 werden die Seitenflächen des Bodenteils 13C umgeklappt
und ggf. verleimt, so daß in die rahmenförmig ausgebildete Aufnahmeeinrichtung 11A
bereits eine aus Seitenteilen und Bodenteil gebildete Verpackung eingeschoben wird.
Nach Beendigung dieses Arbeitsganges dreht sich der Drehteller um 90° weiter, so daß
diese Aufnahmeeinrichtung nunmehr gegenüber dem Zuführstempel 19 für die gruppierten
Einzelpackungen liegt. Gleichzeitig mit dem Einschub dieser Einzelpackungen wird aus
dem Magazin 12D ein Zuschnitt zugeführt, der als Zwischenwand in der Verpackung dient.
Nach zwei weiteren Takten wird dann die Position gegenüber dem Ausstoßstempel 17 erreicht,
der die gefüllte Verpackung gegen den Deckelzuschnitt 13E drückt, und mittels der
nachgeschalteten Formeinrichtung 16 wird dann dieser Deckel auf der Verpackung gebildet
und ein Arbeitszyklus ist beendet. Die betreffende Aufnahmeeinrichtung ist somit wieder
frei und kann nach einer weiteren Umdrehung des Drehtellers um 90° wieder ihre Ausgangsposition
(11A) einnehmen und ein neuer Arbeitszyklus beginnt.
[0030] Aus dieser Beschreibung wird leicht einsichtig, daß mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
eine sehr große Variabilität hinsichtlich Art und Zuordnung der einzelnen Verpackungszuschnitte
gewährleistet ist. Es können zum Teil auch Verpackungen realisiert werden, die mit
konventionellen Anlagen gar nicht herstellbar sind.
[0031] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist besonders geeignet zur Zusammenarbeit mit sehr
schnellen Gruppierungsstationen, so daß Verpackungsleistungen erreicht werden können,
die um das Drei- bis Fünffache höher sind als mit konventionellen Anlagen. Zusammen
mit der Flexibilität infolge des modularen Aufbaus der erfindungsgemäßen Vorrichtung
bedeutet dies eine erhebliche Produktivitätssteigerung und damit Verringerung der
Verpackungskosten.
[0032] Die Flexibilität der Vorrichtung ermöglicht insbesondere auch die Abwicklung von
Form- oder Vorformabläufen unter Einbeziehung der Verpackungsgruppen selbst, die beispielsweise
indirekt als Formstempel benutzt werden können. Die Magazine können je nach Bedarf
auch zur Aufnahme horizontal liegender Zuschnitte ausgebildet sein, wobei dann die
entsprechenden Formabläufe in vertikaler Richtung erfolgen. Insgesamt eröffnet sich
auch die besondere Möglichkeit gleiche Zuschnitte zu verarbeiten, wodurch Abfälle
beim Zuschnittmaterial vermieden werden.
1. Vorrichtung zur Abpackung von gruppierten Einzelpackungen mittels Zuführung von
Verpackungszuschnitten, insbesondere Kartonzuschnitten (13D...13E), aus mindestens
einem Magazin (12A...12E) in einer Zuführstation und anschließender, räumlich definierter,
vom Verpackungstyp abhängiger, zumindest teilweiser Umschließung der Einzelpackungsgruppe
(20) durch den Verpackungszuschnitt in mindestens einer weiteren Verarbeitungsstation,
wobei Zuführstation und Verarbeitungsstation einen gemeinsamen Drehteller (10) beinhalten,
dem die Einzelpackungsgruppen (20) zugeführt, mittels einer Formeinrichtung (15) mit
einem Verpackungszuschnitt umschlossen und von dem die abgepackten Einzelpackungsgruppen
entnommen werden,und dem ein Magazin für die Verpackungszuschnitte zugeordnet ist,
die über Fördereinrichtungen (14B) dem Drehteller (10) zuführbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß im äußeren Umfangsbereich des Drehtellers (10) sich auf diesem mehrere, sich
bis zum Rand des Drehtellers erstreckende, rahmenförmige Aufnahmeeinrichtungen (11A...11D)
befinden, deren Anzahl die Arbeitstakte des Drehtellers (10) bestimmt, mit mindestens
einer Formeinrichtung zum Einschub (15) oder zur Entnahme (16) eines Verpackungszuschnittes
bei jedem Arbeitstakt in die/aus der jeweils gegenüberliegende(n) Aufnahmeeinrichtung
(11A...11D) auf dem Drehteller (10), und daß eine Anzahl (N) von Magazinen (12A...12E)
dem Umfangsbereich zugeordnet ist, von denen von mindestens zwei bei jedem Arbeitstakt
jeweils eine der Aufnahmeeinrichtungen (11A...11D) mit einem Verpackungszuschnitt
(13D...13E) und/oder einer bereits vorgeformten Teilverpackung (13A/13B/13C) beschickbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magazine (12A...E)
zumindest teilweise oberhalb der Ebene des Drehtellers (10) angeordnet sind, wobei
die Fördereinrichtungen (14B) als im wesentlichen vertikal arbeitende Bandförderer
ausgebildet sind, die die vertikal in ihrem zugeordneten Magazin (12A...12E) stehenden
Verpackungszuschnitte (13A..E) vereinzeln und einer der Aufnahmeeinrichtungen (11A...E)
auf dem Drehteller (10) zuführen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Magazine (12A...E)
einen in Richtung zum zugeordneten Bandförderer geneigten Boden (120) aufweisen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß Boden (120) und
Seitenwandungen (121, 122) der Magazine (12A..E) zur Aufnahme verschiedener Zuschnittstypen
breiten- und höhenverstellbar ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Entnahme der abgepackten
Einzelpackungsgruppen (20) auf dem Drehteller (10) ein radial nach außen arbeitender
Ausstoßstempel (17) drehfest vorgesehen ist, der die Einzelpackungsruppen (20) aus
der jeweils gegenüberliegenden Aufnahmeeinrichtung (11D) auf eine Abgabevorrichtung,
insbesondere ein Ausgangsförderband (18) schiebt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß über dem Ausgangsförderband
(18) ebenfalls ein Magazin (12E) angeordnet ist, dessen Verpackungszuschnitt mittels
einer, vor dem Ausgangsförderband (18) angeordneten, Formeinrichtung (16) die teilverpackten
Einzelpackungsgruppen (20) teilweise umschließt oder abdeckt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zuführung der Einzelpackungsgruppen
(20) ein radial nach innen arbeitender Zuführstempel (19) am Umfang des Drehtellers
(10) vorgesehen ist, der jeweils eine Einzelpackungsgruppe (20) in die jeweils gegenüberliegende
Aufnahmeeinrichtung (11B) und damit gleichzeitig in den dort ggf. bereits befindlichen
oder gleichzeitig zugeführten Verpackungszuschnitt (13A, B,C) einschiebt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß über dem Zuführstempel
(19) ebenfalls ein Magazin (12D) angeordnet ist.
1. Device for packaging grouped single packages by delivering package blanks, more
especially cardboard blanks (13D ... 13E), from at least one magazine (12A ... 12E)
in a delivery station and by subsequently enclosing the group of single packages (20),
at least partially, with the package blank in at least one additional processing station,
the enclosing process being spatially defined and being dependent on the type of package,
the delivery station and processing station containing a common turntable (10), to
which are delivered the groups of single packages (20), which are enclosed with a
package blank by means of a shaping arrangement (15) and from which turntable the
packaged groups of single packages are removed, and associated therewith is a magazine
for the package blanks which are deliverable to the turntable (10) via the intermediary
of conveying means (14B), characterised in that a plurality of frame-like accommodating means (11A ... 11D) are situated on the turnable
(10), in the outer circumferential region thereof, and extend to the edge of the turntable,
the number of said accommodating means determining the working cycles of the turntable
(10), having at least one shaping arrangement for the insertion (15) or for the removal
(16) of a package blank, during each working cycle, into or out of the respective
oppositely situated accommodating means (11A ... 11D) on the turntable (10), and in
that a number (N) of magazines (12A ... 12E) is associated with the circumferential
region, one respective accommodating means (11A ... 11D) being chargeable with a package
blank (13A ... 13E) and/or with an already preshaped partial package (13A/13B/13C)
from at least two of said magazines during each working cycle.
2. Device according to claim 1, characterised in that the magazines (12A ... E) are
disposed at least partially above the plane of the turntable (10), the conveyor means
(14B) being substantially vertically operating belt conveyors which separate the package
blanks (13A ... E), which are situated vertically in their associated magazine (12A
... 12E), and deliver such to one of the accommodating means (11A ... E) on the turntable
(10).
3. Device according to claim 2, characterised in that the magazines (12A ... E) have
a base (120), which is inclined in a direction towards the associated belt conveyor.
4. Device according to claims 2 and 3, characterised in that bases (120) and lateral
walls (121, 122) of the magazines (12A ... E) have adjustable widths and heights for
the accommodation of various types of blanks.
5. Device according to claim 1, characterised in that, for the removal of the packaged
groups of single packages (20), a radially outwardly operating discharge punch (17)
is non-rotatably provided on the turntable (10) and pushes the groups of single packages
(10) out of the respective oppositely situated accommodating means (11D) and onto
a discharging device, more especially a discharging conveyor belt (18).
6. Device according to claims 1 and 5, characterised in that a magazine (12E) is likewise
disposed above the discharging conveyor belt (18), the package blank of said magazine
partially enclosing or covering the partially packaged groups of single packages (20)
by means of a shaping arrangement (16), which is disposed in front of the discharging
conveyor belt (18).
7. Device according to claim 1, characterised in that, for the delivery of the groups
of single packages (20), a radially inwardly operating delivery punch (19) is provided
on the circumference of the turntable (10) and pushes a respective group of single
packages (20) into the respective oppositely situated accommodating means (11B) and,
in consequence, simultaneously into the package blank (13A, B, C), which is already
possibly situated there or is simultaneously delivered.
8. Device according to claims 1 and 7, characterised in that a magazine (12D) is likewise
disposed above the delivery punch (19).
1. Dispositif pour emballer des paquets groupés au moyen d'une arrivée de découpes
d'emballage, en particulier de découpes de carton (13D à 13E), comprenant au moins
un magasin (12A à 12E) dans une station d'amenage suivi d'un enveloppement au moins
partiel du groupe de paquets individuel (20) par la découpe d'emballage, défini dans
l'espace et dépendant du type d'emballage, dans au moins une autre station de traitement,
la station d'amenage et la station de traitement comprenant un plateau tournant commun
(10) sur lequel les groupes de paquets individuels (20) sont amenés, enveloppés d'une
découpe d'emballage au moyen d'un dispositif de mise en forme (15) et sur lequel les
groupes de paquets emballés sont repris, et auquel est associé un magasin pour les
découpes d'emballage lesquelles peuvent être amenées au plateau tournant (10) par
l'intermédiaire de dispositifs de transport (14B), caractérisé en ce que dans la région de la périphérie extérieure du plateau tournant (10), celui-ci porte
plusieurs dispositifs de réception (11A à 11D) en forme de châssis qui s'étendent
jusqu'au bord du plateau tournant et dont le nombre détermine les cycles de travail
dudit plateau tournant (10), avec au moins un dispositif de mise en forme pour l'insertion
(15) ou le prélèvement (16) d'une découpe d'emballage à chaque cycle de travail dans
le/du dispositif de réception (11A à 11D) respectivement opposé sur le plateau tournant
(10) et qu'un nombre (N) de magasins (12A à 12E) est associé à la plage périphérique
dont respectivement un parmi au moins deux des dispositifs de réception (11A à 11D)
peut être chargé à chaque cycle de travail avec une découpe d'emballage (13D à 13E)
et/ou d'un emballage partiel (13A/13B/13C) déjà préformé.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les magasins (12A à
E) sont disposés au moins en partie au-dessus du plan du plateau tournant (10), les
dispositifs de transport (14B) étant conformés en bandes transporteuses qui fonctionnent
sensiblement dans le sens vertical, séparent les découpes d'emballage (13A à E) placées
verticalement dans leur magasin associé (12A à E) et les amènent vers l'un des dispositifs
de réception (11A à E) sur le plateau tournant (10).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que les magasins (12A à
E) présentent un fond (120) incliné en direction de la bande transporteuse associée.
4. Dispositif selon l'une des revendications 2 et 3, caractérisé en ce que le fond
(120) et les parois latérales (121, 122) des magasins (12A à E) sont réglables en
largeur et en hauteur pour recevoir différents types de découpes.
5. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour le prélèvement
des groupes de paquets individuels emballés (20), un tampon d'expulsion (17) agissant
radialement vers l'extérieur est monté de manière rigide en rotation sur le plateau
tournant (10) et expulse les différents groupes de paquets (20) du dispositif de réception
(11D) respectivement opposé sur un dispositif de distribution, en particulier une
bande transporteuse de sortie (18).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 et 5, caractérisé en ce qu'au-dessus
de la bande transporteuse de sortie (18) est également monté un magasin (12E) dont
la découpe d'emballage enveloppe ou recouvre partiellement les groupes de paquets
(20) partiellement emballés, au moyen d'un dispositif de mise en forme (16) placé
en amont de la bande transporteuse de sortie (18).
7. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour l'amenée des groupes
de paquets individuels (20), un tampon d'amenée (19) travaillant radialement vers
l'intérieur est prévu sur la périphérie du plateau tournant (10) et pousse respectivement
un groupe de paquets individuel (20) dans le dispositif de réception (11B) respectivement
opposé et donc en même temps dans la découpe d'emballage (13A, B, C) qui s'y trouve
déjà ou y est amenée simultanément.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 et 7, caractérisé en ce qu'au-dessus
du tampon d'amenée (19) est également disposé un magasin (12D).