[0001] Die Erfindung betrifft ein Befestigungssystem für Schienen, Weichenfahrbahnen, Kranbahnen
u.dgl. auf Unterschwellungen aus Beton, Holz, Stahl oder ähnlichen Baustoffen der
im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung.
[0002] Zur Befestigung von Schienen auf Unterschwellungen werden zur Übertragung von Horizontalkräften
elastische oder starre Stahlkonstruktionen verwendet, wobei für die elastische Übertragung
der großen vertikalen und horizontalen Kräfte regelmäßig eine Vielzahl von unterschiedlich
ausgebildeten Konstruktionselementen erforderlich ist. Nachteilig bei starren Konstruktionen
und Lösungen mit Federelementen aus Stahl ist, daß sich die einzelnen Stahlelemente
untereinander bzw. den Schienenfuß berühren und an den Kontaktflächen verstärkt Korrosion,
Verschleiß und Geräusche auftreten. Beim Einsatz von bekannten Kunststoffelementen
zur mechanischen und/oder elektrischen Trennung von Stahlteilen kann bisher nicht
auf elastische Schienenklemmelemente aus Stahl verzichtet werden.
[0003] Gemäß der AT-PS 344 768 dient ein elastischer Block lediglich dazu, die Verspannung
und die Annäherung eines starren Formstückes und eines Halteelementes zu erleichtern,
nicht jedoch dazu, die Flexibilität des Halteelementes zu vergrößern.
[0004] Gemäß der DD-PS 250 346 erfolgt die elastische Schienenbefestigung dadurch, daß eine
durch eine Schraubenverbindung auf dem Unterschwellenelement befestigte Spannklemme
die Funktion der Verspannung und der elastischen Seitenkraftübertragung übernimmt.
[0005] In der DD-PS 224 350 wird eine elastische und formschlüssige Verbindung von Schienen
und Unterschwellung beschrieben, bei welcher in der Unterschwellung vorgesehene Aussparungen
mit elastischen Teilen ausgekleidet bzw. in den Beton eingebettet sind, in die entsprechend
ausgebildete Befestigungsmittel eingreifen. Die Befestigung zwischen Schiene und Unterschwellung
erfolgt durch eine Schraubverbindung. Durch diese bekannten Schienenbefestigungen
ist ebenfalls keine elektrische und/oder mechanische Trennung zwischen Schienenfuß
bzw. Klemmelement zur Unterschwellung gegeben. Daraus ergibt sich ebenfalls ein hoher
Verschleiß und ein unerwünschter Geräuschpegel.
[0006] Die in der AT-PS 295 578 beschriebene elastische und elektrisch isolierende Befestigungsvorrichtung
bietet keine Abdichtung der Lochung der stählernen Klemmelemente gegen das Eindringen
von Flüssigkeiten, die einen vorzeitigen Verschleiß des Schraubenbolzens und des Dübels
sowie eine Verschlechterung der Isoliereigenschaften bewirken. Ein weiterer Nachteil
besteht darin, daß für die elastische Verspannung eine federelastisch durchbiegbare
Metall- platte verwendet wird, die durch Verschleiß und Ermüdung eine geringe Lebenserwartung
aufweist.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, eine nachspannbare, elastische, stahlsparende, verschleiß-
und geräuscharme Schienenbefestigung zu schaffen, die eine einfache, automatisierbare
Montage, Demontage und Instandhaltung der Gleiskonstruktion ermöglicht. Dabei soll
zugleich ein dauerhafter, hoher elektrischer Widerstand zwischen Schiene, Klemmelement
und Unterschwellung erreicht und die Berührung von Stahlelementen untereinander bzw,
mit der Schiene zur Minderung des Verschleisses bzw. von Lärm weitgehend vermieden
werden. Ferner soll eine elastische Stoßdämpfung in horizontaler und/oder vertikaler
Richtung erreicht werden. Die Schienenklemmelemente sollen gleichzeitig eine hohe
Kältebeständigkeit aufweisen. Weiterhin sollen die zur Befestigung der Schienen eingesetzten
Isolier-, Feder- und Klemmelemente fertigungstechnisch rationell in hohen Stückzahlen
hergestellt werden können und eine einfache Montage/Demontage sowie eine Verringerung
des Instandhaltungsaufwandes garantieren.
[0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, wobei
Isolier- und Federelemente aus kältebeständigem thermoplastischem Polyurethan (TPU)
in Schienenbefestigungsvorrichtungen in Form von Elastomerbändern, -scheiben, -leisten
und -buchsen so angeordnet sind, daß sich zwischen Schienenfuß und Stahl-, Holz- oder
Betonkonstruktion Elastomerleisten oder -bänder, zwischen Schraube und Klemmelement
Elastomerscheiben oder -buchsen sowie zwischen Stützfläche des Klemmelementes der
Schwelle oder Unterlageplatte und ggf. dem Schienenfuß und Klemmelement Elastomerleisten
befinden, so daß ein hoher elektrischer Widerstand zwischen Schiene und Unterschwellung
erreicht, die Berührung von Stahlelementen untereinander bzw. mit der Schiene vermieden
und somit Verschleiß bzw. Geräuschminderung und elektrische Isolierung erreicht wird,
sowie bei der elastischen Verspannung Horizontal- und Vertikalkräfte aufgenommen werden
können.
[0009] Gleichzeitig werden die Lochungen der stählernen Klemmelemente gegen das Eindringen
von Flüssigkeiten (Feuchtigkeit) abgedichtet. Durch die Erfindung ist eine einfache
Montage/Demontage und eine Verringerung des Instandhaltungsaufwandes des Schienenbefestigungssystems
gegeben.
[0010] Die Schienenklemmelemente sind so ausgebildet und angeordnet, daß die durch eine
schraub- oder nagel- bzw. bolzenartige Verbindung mit der Schienenunterstützung erzeugte
Verspannkraft elastisch auf den Schienenfuß und die Horizontalkräfte direkt und elastisch
vom Schienenfuß auf die Schienenunterstützung übertragen und gleichzeitig die Schiene
beim Verspannen seitlich fixiert und niedergehalten wird.
[0011] Die erfindungsgemäßen Schienenklemmelemente sind elastisch, nachspannbar und auf
Schienenunterstützungen aus verschiedenen Materialien mit direkter Schienenauflagerung
geeignet.
[0012] Sie können keilförmig, als Winkelleiste oder als Höckerklemmelement ausgebildet sein.
Teile des Verbindungselementes (Schraube, Nagel oder Bolzen) ragen im verspannten
Zustand über die Schienenfußkante in Richtung Schienenmitte heraus. Im gelösten Zustand
liegen alle Teile außerhalb der senkrechten Fläche, ausgehend von der Kante des Schienenfußes,
wobei die Verbindungselemente in der Schienenunterstützung 1 : 4 bis 1 : 8, vorzugsweise
1 : 6, zur Senkrechten geneigt sind.
[0013] Die erfindungsgemäßen Schienenklemmelemente sind zu den Verbindungselementen, wie
Schrauben, Nägeln oder Bolzen, so angeordnet, daß bei der gesamten Schienenbefestigung
keine gegenseitige Berührung von Stahlteilen möglich ist. Dadurch wird Lärm vermieden
und der Verschleiß reduziert. Außerdem wird ein hoher elektrischer Widerstand zwischen
Schiene und Schienenunterstützung erreicht. Schienenklemmelemente können so eingesetzt
werden, daß die bekannten Stahlplatten zur Kraftverteilung eingespart werden können.
[0014] Die Schienenklemmelemente können auch als geschlitzte Elastomer-Klemmelemente ausgeführt
sein, die über eine Schraubverbindung und eine geschlitzte Kraftverteilerplatte den
Schienenfuß mit der Schienenunterstützung verspannen. Durch diese Variante ist eine
schnelle Montage bzw. Demontage der Schienenbefestigung gegeben.
[0015] Die hochmoduligen TPU-Isolier- und Federelemente oder Schienenklemmelemente sind
mit üblicher Spritzgußtechnik herstellbar. Die zur Anwendung gelangenden Spritzgießwerkzeuge
sind vorteilhafterweise mit großzügig gestaltetem Angußkanalsystem versehen. Das Anspritzen
der Isolier- und Federelemente oder Schienenklemmelemente als Befestigungselemente
erfolgt über herkömmliche Anschnittvarianten.
[0016] Die für das erfindungsgemäße Schienenbefestigungssystem verwendeten Isolier- und
Federelemente oder Schienenklemmelemente aus kältebeständigen, hochmoduligen TPU sind
dadurch charakterisiert, daß sie aus höhermolekularen Polyhydroxylverbindungen und
Diisocyanaten in einem Äquivalentverhältnis von 1 zu 7 bis 1 zu 14 sowie aus niedermolekularen
Hydroxylverbindungen mit einem Äquivalentverhältnis zu den höhermolekularen Polyhydroxylverbindungen
von 1 zu 5 bis 1 zu 12 bestehen.
[0017] Als höhermolekulare Hydroxylverbindungen zur Herstellung des kältebeständigen TPU
wird ein Polyesteralkohol mit einer mittleren molaren Masse von 1 800 bis 2 500, basierend
auf Adipinsäure und einem Gemisch aus Hexandiol-1,6 und Butandiol-1,4 in einem Äquivalentverhältnis
von 1 zu 3 bis 3 zu 1 an Hexandiol-1,6 zu Butandiol-1,4 bevorzugt.
[0018] Als niedermolekulare Hydroxylverbindungen finden lineare aliphatische und/oder aromatische
Diole mit einer molaren Masse von 60 bis 600 Verwendung, die gegebenenfalls 1 bis
3 Massenanteile in % Monoole als Reaktionsund Molmassenregulator für die TPU-Synthese
enthalten.
[0019] Als Diisocyanat wird in den TPU bevorzugt 4,4-Diphenylmethandiisocyanat eingesetzt.
Neben den Aufbaukomponenten können weitere Hilfsmittel und Zusatzstoffe zum Einsatz
kommen, wie beispielsweise Gleitmittel, Hydrolyse-, Alterungs- und Lichtschutzmittel,
Farbstoffe, Pigmente, anorganische und/oder organische Füllstoffe und Verstärkungsmittel.
[0020] Die Herstellung des TPU wird vorzugsweise nach dem one-shot-Verfahren durchgeführt,
wobei die hydroxylhaltigen Komponenten, Hilfsmittel und Zusatzstoffe mit der Diisocyanatkomponente
bei 50 bis 200 Grad Celsius miteinander vermischt und nach erfolgter Reaktion bei
120 bis 200 Grad Celsius die Polymermasse granuliert wird. Aus dem TPU-Granulat erhält
man die erfindungsgemäßen Isolier-, Feder- und Klemmelemente mittels Spritzgußverfahren.
[0021] Mit der erfindungsgemäßen Materialzusammensetzung der Schienenbefestigungsvorrichtung
wird eine verbesserte Kältestabilität der Teile und eine Kältesprödigkeitstemperatur
von -35 Grad Celsius erreicht, welche mit bekannten Polyurethanrohstoffen auf Polyesteralkoholbasis
bisher nicht möglich war. Die Teile besitzen eine Druckfestigkeit von ≧ 35 N/mm² und
eine elastische Druckverformbarkeit bis 40 %, die für die enorme Belastung im Schienenbereich
voll den Anforderungen entspricht.
[0022] Versuche zur Aufnahme der Federkennlinien ergaben, daß durch den Einsatz der erfindungsgemäßen
Isolier- und Federlemente gegenüber bekannten Stahlfedervarianten eine 50%ige Bauhöheneinsparung
bei einer gleichzeitigen 60%igen Erhöhung des Federweges bei konstanter Kraft erreicht
wurde.
Ausführungsbeispiel 1
[0023] 41,06 Massenanteile eines linearen Polyesteralkohols auf der Basis von Adipinsäure,
Hexandiol-1,6 und Butandiol-1,4 mit einem Molekulargewicht von 2150 werden bei 60
Grad Celsius mit 11,41 Massenanteilen Butandiol-1,4, 4,56 Massenanteilen eines niedermolekularen
Diols auf der Basis Adipinsäure, Diethylenglykol und Ethylenglykol mit einem Molekulargewicht
von 546 sowie mit 0,32 Massenanteilen eines Monools auf der Basis eines Gemisches
von C8 - C18-Fettalkoholen, 0,77 Massenanteilen eines Hydrolyseschutzmittels und mit
0,14 Massenanteilen eines Gleitmittels 60 Sekunden lang vermischt und anschließend
mit 41,74 Massenanteilen auf 50 Grad Celsius erhitztem 4,4-Diphenylmethandiisocyanat
unter ständigem Rühren zur Reaktion gebracht. Das NCO/OH-Verhältnis der Reaktanden
beträgt 1,06 : 1.
[0024] Das Äquivalentverhältnis des höhermolekularen Polyols zum Diisocyanat beträgt 1 :
8,7. Das Äquivalentverhältnis von höhermolekularen Diol zu den niedermolekularen Diolen
beträgt 1 : 7,1. Nach einer Minute Homogenisierung wird die Reaktionsmischung auf
ein Blech von 130 Grad Celsius gegossen. Die erstarrte Polyurethan-Formmasse ist nach
36 h granulierfähig.
[0025] Die aus dem Granulat nach dem Spritzgußverfahren gefertigten Prüfkörper haben folgende
Kennwerte:

Kälteverhalten (nach DIN 53 545)
[0026]
- Kältesprödigkeitstemperatur
- -40 bis -45 °C
- Kälterichtwert
- -24 °C
Isoliereigenschaften (nach DIN 53 482 und DIN 53 483) gemessen bei 800 Hz
[0027]

Ausführungsbeispiel 2
[0028] 45,93 Massenanteile eines linearen Polyesteralkohols auf der Basis von Adipinsäure,
Hexandiol-1,6 und Butandiol-1,4 mit einem Molekulargewicht von 2 000 werden bei 60
Grad Celsius mit 11,81 Massenanteilen Butandiol-1,4, 0,78 Massenanteilen eines Hydrolyseschutzmittels
und mit 0,14 Massenanteilen eines Gleitmittels 60 Sekunden lang vermischt und anschließend
mit 41,34 Massenanteilen auf 50 Grad Celsius erhitztem 4,4-Diphenylmethandiisocyanat
unter ständigem Rühren zur Reaktion gebracht. Das NCO/OH-Verhältnis der Reaktanden
beträgt 1,06 : 1.
[0029] Das Äquivalentverhältnis des höhermolekularen Polyols zum Diisocyanat beträgt 1 :
7,2. Das Äquivalentverhältnis des höhermolekularen Diols zum niedermolekularen Diol
beträgt 1 : 5,7. Nach einer Minute Homogenisierung wird die Reaktionsmischung auf
ein Blech von 120 Grad Celsius gegossen. Die erstarrte Polyurethan-Formmasse ist nach
36 h granulierfähig.
[0030] Die aus dem Granulat nach dem Spritzgußverfahren gefertigten Prüfkörper haben folgende
Kennwerte:

Kälteverhalten
[0031]
- Kältesprödigkeitstemperatur
- -35 bis -40 °C
- Kälterichtwert
- -23 °C
Isoliereigenschaften
[0032]

Ausführungsbeispiel 3
[0033] Aus dem TPU nach Beispielen 1 und 2 wurden Isolierund Federelemente nach Beispiel
4, siehe Skizze, nach dem Spritzgießverfahren hergestellt. Die praxisnahen Versuche
wurden auf einem Impulsator mit einer Schwellast von 0 bis 30 kN bis zu 8 Millionen
Lastwechsel durchgeführt.
[0034] Während die parallel geprüften Stahlfederringe nach 500 000 Lastwechseln völlig verschlissen
waren, wiesen die erfindungsgemäßen TPU-Elemente keinerlei Beschädigungen, keine Risse
und keinen Verschleiß auf und zeigten ein gutes Dämpfungsvermögen. Nach Aufnahme von
Federkennlinien konnte beim Einsatz der erfindungsgemäßen Isolier- und Federelemente
gegenüber einer Stahlvariante eine 50%ige Bauhöheneinsparung bei einer gleichzeitigen
60%igen Erhöhung des Federweges bei konstanter Kraft erreicht werden.
[0035] Nach Bestücken von Spannbetonschwellen, die einen Widerstand von 2 bis 5 k Ω aufweisen,
mit den Isoslier- und Federelementen aus dem TPU-Material nach Beispiel 1 und 2 konnten
Isolierwerte von ≧ 500 k Ω erreicht werden.
[0036] Weitere Vorteile und Besonderheiten der Erfindung werden im folgenden anhand der
in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0037] Fig. 1 und 2 zeigen elastisch und elektrisch isolierte Befestigungsvorrichtungen
gemäß der Erfindung in der Anwendung bei der Beton- oder Holzunterschwellung.
[0038] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel trägt eine Beton- oder Holzunterschwellung
eine Schiene, wobei eine Platte 2 aus isolierendem und dämpfendem TPU untergelegt
ist. Eine im Dübel bzw. Holz der Unterschwellung verankerte Schwellenschraube 21 überträgt
die Verspannkraft über eine TPU-Isolierbuchse 1 auf ein stählernes Klemmelement 20
und wird durch die Isolierbuchse mechanisch und elektrisch von diesem getrennt. Die
Schienenfußkante wird durch eine hochverschleißfeste, elastische und elektrisch isolierte
TPU-Leiste 3 vom Klemmelement getrennt. In einer Ausnehmung in der Unterschwellung
wird durch eine trogförmige TPU-Leiste 4 das stählerne Klemmelement 20 elastisch-
und mechanisch getrennt verspannt.
[0039] Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel trägt eine Beton- oder Holzunterschwellung
eine Schiene auf einer herkömmlichen elastischen Unterlage aus z. B. Gummi, wobei
die Schienenfußkante durch eine hochverschleißfeste, elastische und elektrisch isolierte
TPU-Leiste 3 vom Klemmelement getrennt wird. Die im Dübel bzw. Holz der Unterschwellung
verankerte Schwellenschraube überträgt die Verspannkraft über eine TPU Federscheibe
5 auf das stählerne Klemmelement.
[0040] In einer Ausnehmung in der Unterschwellung wird durch eine TPU-Leiste 4 das stählerne
Klemmelement elastisch und mechanisch getrennt. Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Leiste
3 hat einen C-förmigen Querschnitt und umgibt die Schienenfußkante, wobei sich ihr
oberer Schenkel und ihr Mittelsteg zwischen dem Schienenfuß 9 und der profilierten
Klemmplatte 20 befinden.
[0041] Gemäß Fig. 3 weist die Befestigung ein Schienenklemmelement und eine Schraubverbindung
(Schwellenschraube oder Hammerkopfschraube) auf. Mit einem thermoplastischem Polyurethan
(TPU) Hoeckerklemmelement 6 wird der Schienenfuß 9 von der Schraube 11 mechanisch
und elektrisch getrennt und mit der Schienenunterstützung 8 elastisch verspannt. Die
Schiene wird durch eine isolierende und dämpfende TPU-Platte 10 von der Unterschwellung
getrennt. Damit wird die elektrische Isolierung der Schiene bewirkt. Außerdem erfolgt
eine vollständige Abdichtung der Spannhülse bzw. des Dübels gegen Feuchtigkeit.
[0042] Fig. 4 zeigt die Befestigung mit einem Schienenklemmelement, wobei die Schiene mittels
Schienennagel verspannt und auf einer Beton- oder Holzunterschwellung niedergehalten
wird. Mit einem TPU-Klemmelement 7 und einem Schienennagel 12 sowie einer Kraftverteilerplatte
13 wird der Schienenfuß 9 isolierend verspannt und nieder gehalten. Die Schiene wird
durch eine isolierende und dämpfende TPU-Platte 10 von der Schienenunterstützung 8
getrennt. So wird eine völlig elastische Verspannung gewährleistet. Zum Schienenfuß
hin ist in das Kontaktelement zur Schienenunterstützung das Eindringen von Feuchtigkeit
ausgeschlossen.
[0043] Fig. 5 zeigt eine Befestigung mit Schienenklemmelement, Schraubverbindung und stählerner
Kraftverteilerplatte. Mit einem geschlitzten TPU-Klemmelement 14 wird der Schienenfuß
9 von der Schwellenschraube 11 und der geschlitzten Kraftverteilerplatte 15 (aus Stahl)
mit der Schienenunterstützung 8 verspannt. Die Schiene wird durch eine isolierende
und dämpfende TPU-Platte 10 und dem Klemmelement 14 von der Schienenunterstützung
8 ohne Entnahme der Schwellenschraube 11 getrennt. Durch die geschlitzte Kraftverteilerplatte
ist eine leichte Montage möglich. Ein Eindringen von Flüssigkeit in die Spannhülse/Dübel
ist auch hier nicht mehr möglich.
1. Befestigungssystem für Schienen auf Schwellen, bei dem bolzenförmige Verbindungselemente
in der Schwelle verankert sind und mit ihrem verbreiterten Kopf den Schienenfuß direkt
oder über Klemmglieder niederhalten,
dadurch gekennzeichnet,
daß isolierende Feder- oder Klemmelemente (1 bis 4; 6) zwischen den jeweiligen Bauteilen
vorgesehen sind, die beim elastischen Verspannen der Verbindungselemente die Lochung
und Trennfugen elastisch und dämpfend abdichten und die aus kältebeständigem, hochmoduligem
thermoplastischem Polyurethan (TPU) mit einer Druckfestigkeit von ≧ 35 N/mm² und einer
elastischen Druckverformbarkeit bis 40 % bestehen.
2. Befestigungssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Schienenfuß und der Schwelle mindestens ein band- oder leistenförmiges
TPU-Element (2, 10) dem Verbindungselement und dem Klemmglied ein scheiben- bzw. buchsenförmiges
TPU-Element (3, 4) sowie zwischen der Stützfläche des Klemmelementes und der Schwelle
oder dem Schienenfuß mindestens eine profilierte TPU-Leiste angeordnet sind.
3. Befestigungssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein geschlitztes TPU-Klemmelement über eine Schraubverbindung und eine geschlitzte
Verteilerplatte den Schienenfuß mit der Schienenunterstützung verspannt.
4. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die TPU-Elemente aus thermoplastisch verarbeitbaren Polyurethan-Elastomeren eine
Kältesprödigkeitstemperatur von mindestens -35 °C aufweisen, wobei die Polyurethan-Elastomere
aus höhermolekularen Polyhydroxylverbindungen und Diisocyanaten in einem Äquivalentverhältnis
von 1:7 bis 1:14 und aktive Wasserstoffatome enthaltenden niedermolekularen Hydoxylverbindungen
in einem Äquivalentverhältnis von 1:5 bis 1:12 bestehen und als höhermolekulare Polyhydroxylverbindungen
Polyesteralkohole auf der Basis von Adipinsäure und ein Gemisch aus Hexandiol-1,6
und Butandiol-1,4 in einem Äquivalentverhältnis von 1:3 bis 3:1 an Hexandiol-1,6 zu
Butandiol-1,4 mit einer mittleren molaren Masse von 1800 bis 2500 enthalten.
5. Befestigungssystem nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß als aktive Wasserstoffatome enthaltende niedermolekulare Hydroxylverbindungen
aliphatische und/oder aromatische Diole mit einer molaren Masse von 60 bis 600 Verwendung
finden.
6. Befestigungssystem nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Diisocyanat 4,4′-Diphenylmethandiisocyanat zum Einsatz kommt.
1. A rail-to-sleeper fixing system in which bolt-like connecting elements are anchored
in the sleeper and, by means of their broadened heads, hold the rail foot down directly
or via clamping members, wherein insulating spring or clamping elements (1 to 4; 6)
which seal the holes and joint gaps in a flexible and shock-absorbent manner when
the connecting elements are elastically stressed and comprise low temperature-resistant,
high-modulus thermoplastic polyurethane (TPU) having a compressive strength of ≧ 35
N/mm² and an elastic compressibility of up to 40%, are provided between the respective
components.
2. A fixing system as claimed in claim 1, wherein at least one band- or strip-like TPU
element (2, 10) is arranged between the rail foot and the sleeper, a disk- or bush-like
TPU element (3, 4) is arranged between the connecting element and the clamping member,
and at least one profiled TPU strip is arranged between the supporting surface of
the clamping element and the sleeper or the rail foot.
3. A fixing system as claimed in claim 1, wherein a slotted TPU clamping element is clamped
to the rail foot with the rail support via a screw connection and a slotted distributor
plate.
4. A fixing system as claimed in claim 1 or 2 or 3, wherein the TPU elements of thermoplastic
polyurethane elastomers have a low-temperature brittleness point of at least -35°C,
where the polyurethane elastomers comprise relatively high-molecular-weight polyhydroxyl
compounds and diisocyanates in an equivalent ratio of from 1:7 to 1:14 and low-molecular-weight
hydroxyl compounds containing active hydrogen atoms in an equivalent ratio of from
1:5 to 1:12, and contain, as relatively high-molecular-weight polyhydroxyl compounds,
polyester alcohols based on adipic acid and a mixture of 1,6-hexanediol and 1,4-butanediol
in an equivalent ratio of from 1:3 to 3:1 between 1,6-hexanediol and 1,4-butanediol,
and has a mean molecular weight of from 1800 to 2500.
5. A fixing system as claimed in claim 1 or 2 or 3 or 4, wherein the low-molecular-weight
hydroxyl compounds containing active hydrogen atoms are aliphatic and/or aromatic
diols having a molecular weight of from 60 to 600.
6. A fixing system as claimed in claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5, wherein the diisocyanate
employed is 4,4′-diphenylmethane diisocyanate.
1. Système de fixation de rails sur des traverses dans lequel des éléments d'assemblage
en forme de boulon sont ancrés dans la traverse et, par leur tête élargie, serrent
le patin du rail directement ou par l'intermédiaire d'éléments de serrage, caractérisé
par le fait qu'entre les différents éléments de construction sont prévus des éléments
élastiques ou de serrage isolants (1 à 4 ; 6) qui, lors du serrage élastique des éléments
d'assemblage, bouchent de manière élastique et amortissante le perçage et les joints
de séparation et sont constitués de polyuréthanne thermosplastique (TPU) résistant
au froid et à haut module ayant une résistance à la compression d'au moins 35 N/mm²
et une déformabilité élastique à la compression allant jusq'à 40 %.
2. Système de fixation selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'entre le
patin du rail et la traverse est placé au moins un élément en forme de bande ou de
réglette (2, 10), entre l'élément d'assemblage et l'élément de serrage est placé un
élément en TPU en forme de rondelle ou de douille (3,4), et, entre la surface d'appui
de l'élément de serrage et la traverse ou le patin du rail, est placée au moins une
réglette en TPU profilée.
3. Système de fixation selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'un élément
de serrage fendu en TPU serre le patin du rail sur le support de rail par l'intermédiaire
d'un assemblage par vis et d'une plaque fendue de répartition.
4. Système de fixation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait
que les éléments en TPU, en élastomères de polyuréthanne thermoplastiques, ont une
température de fragilité au froid d'au moins - 35 degrés C, les élastomères de polyuréthanne
étant constitués de composés polyhydroxylés de masse moléculaire élevée et de diisocyanates
dans un rapport d'équivalents de 1/7 à 1/14 et de composés hydroxylés de faible masse
moléculaire contenant des atomes d'hydrogène actifs dans un rapport d'équivalents
de 1/5 à 1/12, et contiennent comme composés polyhydroxylés de masse moléculaire élevée
des polyesteralcools à base d'acide adipique et un mélange d'hexanediol-1,6 et de
butane-diol-1,4, dans un rapport d'équivalents de l'hexanediol-1,6 au butanediol-1,4
de 1/3 à 3/1, avec une masse molaire moyenne de 1800 à 2500.
5. Système de fixation selon les revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que, comme
composés hydroxylés de faible masse moléculaire contenant des atomes d'hydrogène actifs,
sont utilisés des diols aliphatiques et/ou aromatiques ayant une masse molaire de
60 à 600.
6. Système de fixation selon les revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que, comme
diisocyanate, est utilisé le 4,4′-diphénylméthane diisocyanate.