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EP 0 394 185 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.04.1996 Patentblatt 1996/15 |
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Anmeldetag: 09.01.1990 |
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Vorrichtung zum Detektieren von Nissen in bandförmigem textilem Fasermaterial
Apparatus for detecting knots in bands of textile fibers
Appareil pour détecter des noeuds dans des fibres textiles en forme de bandes
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
18.04.1989 CH 1457/89
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.10.1990 Patentblatt 1990/43 |
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Patentinhaber: Scheinhütte, Hans-Jürgen |
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CH-8834 Schindellegi (CH) |
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Erfinder: |
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- Scheinhütte, Hans-Jürgen
CH-8834 Schindellegi (CH)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 277 694 CH-A- 669 401 FR-A- 2 609 058
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CH-A- 519 596 DE-A- 2 436 096
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- MELLIAND TEXTILBERICHTE INTERNATIONAL Band 64, Nr. 12, Dezember 1983, Seiten 875-881,
Ludwigsburg, DE
- Sasser P.E., Eine objektive Messmethode für die Nissenzählung; 1988, Faserinstitut
Bremen e.V. in der Bremer Baumwollbörse, Bremen, 6 Seiten)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Detektieren von Nissen in bandförmigen
textilem Fasermaterial. In diesen Bändern findet man neben Verunreinigungen durch
Fremdkörper auch sog. Nissen. Dies sind Faserverschlingungen und -verknotungen unterschiedlicher
Größe. Die Ursachen ihrer Entstehung sind vielfältig. Sie können u.a. auch in einer
ungeeigneten, defekten oder abgenutzten Garnitur der Karde liegen. Eine überwachung
der Häufigkeit der Nissen im Kardenband erlaubt damit sowohl Rückschlüsse auf das
Rohmaterial als auch auf den Zustand der Garnitur. Insbesondere kann der Zeitpunkt
des Nachschleifens der Garnitur bestimmt werden.
[0002] Bisher wurde die Nissenzahl so bestimmt, daß ein Stück Kardenband entnommen und in
einem Streckwerk auseinandergezogen wurde. Danach konnten mittels einer Lupe die in
der Durchsicht als dunklere Stellen erscheinenden Nissen bzw. Verunreinigungen visuell
bzw. manuell gezält werden. Dabei unterliegt die Beurteilung der Proben einem gewissen
Ermessen der Beurteilungsperson. Es besteht also kein allgemeingültiger Maßstab.
[0003] Es ist auch eine Vorrichtung vorgeschlagen worden, die die Nissen bereits im Vlies
der Karde erkennen kann. (CH 669 401 A5) Dies hat u.a. den Vorteil, daß es kontinuierlich
erfolgen kann und keine Unterbrechung zur Bandentnahme erforderlich ist. Die konstruktiven
Besonderheiten einer Karde bzw. der unzugängliche Anbringungsort verunmöglichen es
aber, diese Vorrichtung von Karde zu Karde zu tranferieren. Die Einheit muß vielmehr
fest an einer Karde montiert sein und bleiben. Bei der Herstellung oder Installation
neuer Karden ist dies von der Kostenseite kein Problem. Anders ist die Situation,
wenn eine Putzerei mit einigen zig alten Karden nachzurüsten ist. Hier ist der Aufwand,
auch in Relation zum Wert der alten Karden nicht vertretbar.
[0004] Es besteht daher ein Bedarf an einer objektiv bewertenden Einrichtung, die zwar den
Nachteil der diskontinuierlichen Messung aufweist, dafür aber nur einmal in einer
Putzerei erforderlich ist. In CH 519 596 ist eine Meßeinrichtung beschrieben, bei
der ein z.B. dem Kardenband entnommenes Probeband durch eine Streckvorrichtung so
stark ausgezogen wird, daß Fehler und Nissen optisch oder kapazitiv erkennbar werden.
Es ist auch seit langem ein Gerät auf dem Markt erhältlich, bei dem ein so ausgezogenes
Band mittels einer Lupe visuell betrachtet werden kann. Dabei zeigt sich jedoch, daß
das Band in seiner Dichte so extreme Unterschiede aufweist, daß die Nissen sofern
sie überhaupt sichtbar sind, zum Teil nur durch zwei dimensionales Sehen, Stoppen
der Bewegung des Bandes und Variieren der Betrachtungsrichtung erkannt werden können.
[0005] Neuerdings ist ein Gerät auf dem Markt, das den der Erfindung am nächsten kommenden
Stand der Technik aufzeigt (vgl. Sasser, P.E.: Eine objecktive Meßmethode für die
Nissenzählung; 1988, Faserinstitut Bremen e.V. in der Bremer Baumwollbörse, Bremen,
6 Seiten). Bei diesem Gerät wird die Baumwolle in Einzelfasern aufgelöst und durch
eine Meßeinrichtung für Nissen gesaugt. Zur Auflösung der Baumwolle verwendet es 2
Miniaturkarden. Infolge der Miniaturisierung verfügen die Deckel dieser Miniaturkarden
jedoch nicht über eine Einrichtung zur permanenten Reinigung wie z.B. eine Wanderdeckelkarde.
Die Garnitur der Deckel verschmutzt daher im Betrieb. Deshalb ist die Probengröbe
auf ca. 0,5 g beschränkt. Nach einer Messung erfolgt dann ein Reinigungsvorgang. Die
0,5 g sind aus Gründen der Statistik viel zu wenig. Man behilft sich, indem man grundsätzlich
5 Proben mißt und die Summe dieser Ergebnisse anzeigt. Das bedeutet natürlich eine
erhebliche Erhöhung der Meßzeit.
[0006] Die Erfindung, deren wesentliche Merkmale im Patentanspruch 1 aufgeführt sind, verwendet
anstelle zweier Miniaturkarden einen Teil einer Spinnbox einer Open-End-Spinnmaschine
zur Aufbereitung der Baumwolle.
[0007] In einer OE-Spinnbox wird das Kardenband mit einer speziellen Auflösewalze weitgehend
in Einzelfasen aufgelöst, die dann mit Hilfe eines Luftstromes durch einen sich verengenden
Kanal gesogen werden und schließlich in einen schnell laufenden Rotor gelangen, aus
dem sie als Garn abgezogen werden.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist hinter dem Luftkanal anstelle des Rotors
die Meßeinrichtung angeordnet die die Fasern durchfliegen. Da die geschilderte Anordnung
vollkommen ungeeignet ist, Nissen aufzulösen, fliegen diese unverändert ebenfalls
durch die Meßeinrichrung. Sie bewirken so, verglichen mit dem Faserstrom, eine markante
momentane Massenzunahme und sind durch eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden von
den Fasern zu unterscheiden.
[0009] Nachfolgend wird die der Erfindung zugrunde liegende Vorrichtung an Hand der Abb.1
näher erläutert.
[0010] Das Kardenband 1 wird durch die Förderwalze 2 in das Gerät gezogen. Die Auflösewalze
3 reißt die Fasern bereits überwiegend einzeln aus dem Band. Die Fasern umschlingen
dabei die Garniturzähne der Auflösewalze und haften dadurch an diesen. Sobald sie
durch die Drehung der Auflösewalze in den Bereich der Luftzufuhr 4 und des Luftkanals
5 gelangen, werden sie durch einen Luftstrom von der Garnitur gelöst und durchfliegen
den Luftkanal 5 und die Meßeinrichtung 6. Die Faserdichte beträgt dabei nur wenige
Fasern pro mm.
[0011] Diese Faserdichte ist nicht konstant, jedoch erfolgen Dichteänderungen infolge der
statistischen Verteilung und der Länge der Fasern mit niedrigen Gradienten.
[0012] Die Nissen durchfliegen ebenfalls den Kanal 5 und die Meßeinrichtung 6. Sie bewirken
eine starke spontane Zu- und Abnahme der Faserdichte und erzeugen dadurch ein markantes
elektrisches Signal in der Meßeinrichtung.
[0013] Zur Erzeugung dieses Signals gibt es diverse an sich bekannte Methoden. Es kann z.B.
die Kapazität eines Kondensators gemessen werden, dessen Dielektrikum zum Teil von
dem Luftstrom mit den Fasern gebildet wird. Man kann auch den Faserstrom beleuchten
und das durchdringende Licht messen, wie es bei einem sog. Garnreiniger geschieht.
Eine solche Anordnung zeigt die Abb.2. Der Sensor 13 erfaßt das durch den Faserstrom
11 reduzierte Licht der Lichtquelle 12. Wenn man die Lichtquellen 14 u.14' statt 12
verwendet, empfängt er das von der Fasern reflektierte Licht. Mit einer Optik 16 kann
ggf. auch eine Abbildung der Fasern auf einen zeilenförmigen Sensor 13, der aus den
Elementen 15 besteht, geschehen, wie es in Abb.3 dargestellt ist. Der Faserstrom 11
verläuft hier senkrecht zur Ebene der Zeichnung.
[0014] Die optimale Methode ergibt sich aus dem notwendigen Aufwand einerseits und der Sicherheit
gegen Fehlinterpretationen andererseits. Es werden nämlich auch Verunreinigungen und
Schalenteile durch die Meßeinrichtung 6 gesogen. Der größte Teil dieser Partikel wird
jedoch schon von der Auflösewalze ausgeschieden und sammelt sich im Trash-Behälter
7.
[0015] Die Fasern durchfliegen nach der Meßeinrichtung den Diffusor 8 und sammeln sich im
Filter 9, während die Luft von dem Gebläse 10 aus dem Gerät herausgeblasen wird.
1. Vorrichtung zum Detektieren von Nissen in bandförmigem textilem Fasermaterial, mit
einer Förderwalze (2) zum Zuführen eines Faserbandes (1) zu einer Auflöseeinrichtung
(3), die das Faserband in Einzelfasern auflöst, mit einem Luftkanal (5), der in eine
Meßeinrichtung (6) mündet, in der Sensoren vorgesehen sind, die ein zur Faserdichte
proportionales elektrisches Signal erzeugen, mit einem Gebläse das den für den Betrieb
erforderlichen Unterdruck erzeugt und mit einer Einrichtung zum Entfernen von Schmutzteilchen
aus den Fasern, dadurch gekennzeichnet, daß als Auflöseeinrichtung, als Luftkanal
und als Einrichtung zum Entfernen von Schmutzteilchen die Förderwalze (2), die Auflösewalze
(3) und das Auflösewalzengehäuse mit einem sich verengenden Luftkanal (5) einer Spinnbox
einer Open-End-Spinnmaschine verwendet werden, wobei die Schmutzteilchen zum größten
Teil von der Auflösewalze (3) augeschieden werden können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung im Wesentlichen
aus einem Kondensator besteht, dessen Dielektrikum zum Teil von dem Luftstrom mit
den Fasern gebildet wird und dessen Kapazität von der Masse der Fasern beeinflußt
wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserstrom (11) in der
Meßeinrichtung von einer Lichtquelle (12) beleuchtet und das ihn durchdringende Licht
mit einem optischen Empfänger (13) gemessen wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserstrom (11) in der
Meßeinrichtung von einer Lichtquelle (14, 14') beleuchtet und das von ihm reflektierte
Licht mit einem optischen Empfänger (13) gemessen wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der optische Empfänger
(13) aus einer Reihe von lichtempfindlichen Elementen (15) besteht, auf denen mittels
einer Optik (16) ein Bild des Faserstromes (11) erzeugt wird.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur weiteren
Auswertung die Intensitätsgradienten der Meßsignale verwendet werden.
1. Apparatus for detection of neps in streaked textile fibrous material, with a feeding
roller (2) for supply of a sliver (1) to an opening roller (3), which separates the
fibres of the silver, with a narrow air-pipe (5), which leads into a measuring-instrument
(6), which contains sensors, which produce an electrical signal, which is proportional
to the density of the fibres, with a blower (10), which achieves the required suction
and with an unit for removal of the contaminations out of the fibrous material, characterized
in that for feeding, opening, removal of contaminations and for the realisation of
the narrow air-pipe (5) the feeding roller (2), the opening roller (3) and the opening
assembly housing of the spinning box of a rotor spinning frame is used.
2. Apparatus according to claim 1, characterized in that the measuring-instrument consists
principal of a capacitor, the dielectric of which is partly built by the air-stream
with the fibres and which capacity is influenced by the mass of the fibres.
3. Apparatus according to claim 1, characterized in that the air-stream with the fibres
(11) in the measuring-instrument is illuminated by a light source (12) and, that the
light, penetrating the stream, is measured by an optical detector (13).
4. Apparatus according to claim 1, characterized in that the air-stream with the fibres
(11) in the measuring-instrument is illuminated by a light source (14,14') and, that
the reflected light is measured by an optical detector (13).
5. Apparatus according to claim 3 or 4, characterized in that the optical detector (13)
consists of a line of light sensitive elements (15) onto which the fibre stream (11)
is projected by an optical system (16).
6. Apparatus according to one of the claims 2 to 5, characterized in that for the further
evaluation an equipment exists, which achieves the differential coefficients of the
measured signals.
1. Equipement de détection de noeuds dans les matériaux en fibres textiles sous forme
de bande, ledit équipement étant pourvu d'un rouleau convoyeur (2) pour le transport
de la bande fibreuse (1) vers un cylindre briseur (3) qui détaille les fibres, d'un
canal d'air (5) aboutissant dans un dispositif de mesure (6) où sont installés des
détecteurs engendrant un signal électrique proportionnel à la densité de la fibre,
avec un appareil soufflant (10) pour créer une sous-pression nécessaire au fonctionnement
et avec un dispositif pour l'enlèvement des particules étrangères des fibres, ledit
équipement étant caractérisé à ce que sont utilisés comme cylindre briseur, comme
canal d'air, et comme dispositif d'enlèvement des particules étrangères, le rouleau
convoyeur (3) et le carter basculant avec un canal d'air se rétrécissant (5) d'une
boîte de filage d'une machine à filer à rotors, et à ce que les particules étrangères
puissent être éliminées en plus grande partie par le cylindre briseur (3).
2. Dispositif selon revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de mesure consiste
essentiellement d'un condensateur dont l'isolant est formé partiellement du courant
d'aspiration avec les fibres et dont capacité est influencée par la masse des fibres.
3. Dispositif selon revendication 1, caractérisé en ce que les fibres aspirées (11) sont
éclairées dans le dispositif de mesure par une source de lumière (12) et en ce que
la lumière les transperçant est mesurée par un capteur optique (13).
4. Dispositif selon revendication 1, caractérisé en ce que les fibres aspirées (11) sont
éclairées dans le dispositif de mesure par un source de lumière (14,14') et en ce
que la lumière reflétée par eux est mesurée par un capteur optique (13).
5. Dispositif selon revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le capteur optique (13)
consiste d'un alignement d'éléments photosensibles (15), sur lesquels est engendré,
par un dispositif optique (16), un image des fibres aspirées (11).
6. Dispositif selon revendication 2 à 5, caractérisé en ce que les différents degrés
d'intensité des signaux de mesure sont utilisés pour une exploitation ultérieure.
