Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Vakuumtechnik und insbesondere auf kryogene Adsorptionspumpen
und kann zur Erzeugung eines ultrareinen ölfreien Vakuums in einem Druckbereich von
10
2 bis 10-
7 Pa beim Evakuieren beliebiger Gase, Helium ausgenommen, darunter auch aggressiver,
in Kammern verschiedener Zweckbestimmung mit einem Volumen von 0,01 m
3 bis auf mehrere Hunderte Kubikmeter verwendet werden.
Vorhergehender Stand der Technik
[0002] Es ist eine kryogene Adsorptionspumpe mit einem Abpumpelement bekannt (SU, A, 1333833),
das aus einem ringförmigen Gefäß mit Flüssigstickstoff, einem porösen Schirm, der
koaxi al mit dem Gefäß in einem Raum angeordnet ist, der durch die innere Seitenfläche
des Gefäßes umschlossen ist, und einem Adsorptionsmittel besteht, das in einem Spalt
zwischen der inneren Seitenfläche des Gefäßes und dem porösen Schirm untergebracht
ist.
[0003] Ein Nachteil dieser Pumpe besteht darin, daß bei der Flüssigstickstofftemperatur
das Adsorptionsmittel eine kleine Sorptionsfähigkeit bei niedrigen (unter 10
-3 - 10
-4 Pa) Gleichgewichtsdrücken der adsorbierbaren Gase aufweist. Deshalb kann die Pumpe
keine Grenzdrücke unter 10-
3 Pa sogar nach einer kurzzeitigen Gasbelastung erzielen. Zur Steigerung der Sorptionsfähigkeit
der Pumpe verwendet man eine Kühlung des Adsorptionsmittels durch Feststickstoff bis
zu einer Temperatur von 55-50 K. Es gelingt aber nicht, diese Temperatur des Adsorptionsmittels
im Laufe einer längeren Zeit infolge einer größeren eigenen Wärmezufuhr ins Gefäß
mit Stickstoff aufrechtzuerhalten, was eine schnelle Erwärmung des Feststickstoffes
bewirkt, nachdem ein Abpumpen seiner Dämpfe beendet worden ist. Ein Betrieb der Pumpe
wird dadurch erschwert, daß man des öfteren das Gefäß mit Flüssigstickstoff aufzufüllen
und dessen Dämpfe wiederholt abzupumpen hat.
[0004] Bekannt ist weiterhin eine kryogene Adsorptionspumpe (Zhurnal tekhniche.skoi fiziki,
Band 28, Heft 10, 1988, Oktober, Nauka (Leningrader Zweigstelle), M.P. Larin "Kondensatsionno-adsorptsionnaya
i sorbtsionnaya otkachka pri temperaturakh twerdogo azota", S. 2026 bis 2039) mit
einem Gehäuse mit einem Deckel, der mit einem Eingangsstutzen zum Anschluß eines zu
evakuierenden Volumens versehen ist, und den im Gehäuse untergebrachten einem Abpumpelement
und einem gekühlten Strahlungsschirm, der das Abpumpelement umschließt. Das Abpumpelement
ist als ein ringförmiges.Gefäß für Kryomittel ausgeführt und enthält die in einem
Raum, der durch die innere Gefäßwand abgegrenzt ist, koaxial damit angeordneten perforierten
wärmeleitenden Zargen und Zargen-poröse Schirme. Der Gafäßboden, die wärmeleitenden
Zargen und die Zargen-porösen Schirme sind an einen scheibenförmigen Wärmeleiter angeschweißt,
damit ein Wärmekontakt zwischen dem Gefäß und den wärmeleitenden Zargen sichergestellt
wird. Zwei Zargen-poröse Schirme sind beiderseits der Gefäßwände und die sonstigen
beiderseits der wärmeleitenden Zargen angeordnet, dabei sind ringförmige Räume zwischen
den Gefäßwänden und den Zargen-porösen Schirmen, sowie ringförmige Räume zwischen
den wärmeleitenden Zargen und den diesen nächstliegenden Zargen-porösen Schirmen durch
Adsorptionsmittel gefüllt. Von oben sind die besagten Räume durch Ringe abgedeckt.
Ringförmige Hohlräume zwischen benachbarten Zargen--porösen Schirmen stehen mit dem
Eingangsstutzen der Pumpe in Verbindung. Das Kryomittelgefäß hat einen ringförmigen
Deckel mit zwei Rohren, mit deren Hilfe in das Gefäß Kryomittel eingefüllt und dessen
Dämpfe evakuiert werden. Diese Rohre sind mit den oberen Enden am Gehäusedeckel befestigt.
[0005] In dieser Pumpe ist durch Einführung eines durch Flüssigstickstoff gekühlten Strahlungsschirms
eine Wärmezufuhr vom Gehäuse zum Abpumpelement bedeutend vermindert.
[0006] Zur Steigerung der Adsorptionskapazität einer Pumpe, die eine 'der wesentlichsten
Abpumpkennlinien der Pumpe ist, soll bei vorliegenden Pumpenabmessungen das Adsorptionsmittel
ein so großes Volumen besetzen, wie es nur möglich ist, und zur Steigerung einer Wirkungsschnelligkeit
der Pumpe soll die Oberfläche des Adsorptionsmittels und der porösen Schirme so groß
wie nur möglich sein. In der beschriebenen Pumpe sind Hohlräume mit einem Adsorptionsmittel
durch das Gefäß des Abpumpelementes mit Ausnahme eines äußeren Hohlraums umschlossen,
der an die äußere Seitenfläche des Gefäßes angeschlossen ist. Anders gesagt nimmt
das Kryomittelgefäß einen verhältnismäßig großen Volumenteil des Abpumpelementes in
Anspruch, der keine unmittelbare Teilnahme am Abpumpvorgang hat, obwohl er Adsorptionsmittel
und poröse Schirme aufnehmen könnte. Was den das Gefäß umschließenden Außenhohlraum
mit Adsorptionsmittel betrifft, weist er eine niedrige Wirksamkeit infolge niedriger
Leitfähigkeit eines Spiels zwischen ihm und einem Strahlungsschirm auf. Aus die-
'sem Gründe besitzt die besagte kryogene Pumpe eine nur unzureichende Sorptionskapazität
bzw. Wirkungsschnelligkeit.
Offenbarung der Erfindung
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kryogene Adsorptionspumpe zu schaffen,
in deren Abpumpelement wärmeleitende Zargen und Zargen-poröse Schirme gegenüber dem
Gefäß für Kryomittel, das ein sich in Hohlräumen zwischen den besagten Zargen befindenden
Adsorptionsmittel abkühlt, so angeordnet sind, daß das Volumen dieser Hohlräume und
die Oberfläche der Zargen-porösen Schirme vergrößert werden, im Ergebnis wovon die
Adsorptionskapazität der Pumpe und deren Wirkungsschnelligkeit gesteigert werden.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einer kryogenen Adsorptionspumpe mit einem durch einen abgekühlten
Strahlungsschirm umschlossenen Abpumpelement, das ein Adsorptionsmittel, das in den
_durch koaxial angeordnete wärmeleitunde Zargen und Zargen--poröse Schirme gebildeten
ringförmigen Hohlräumen unterbebracht ist, und ein Kryomittelgefäß aufweist, das in
Wärmekontakt mit den besagten Zargen steht und einen Deckel hat, erfindungsgenäß dadurch
gelöst, daß die wärmeleitenden Zargen und die Zargen-porösen Schirme auf dem Deckel
des Kryomittelgefäßes befestigt sind.
[0009] Eine Befestigung der wärmeleitenden Zargen und der Zargen-porösen Schirme am Deckel
des Kryomittelgefäßes des Abpumpelementes macht es möglich, daß dieses Gefäß aus dem
Sorptionsbereich unter den sorbierenden Teil der Pumpe verlegt wird. Dabei kann man
den Durchmesser der wärmeleitenden Zargen und der Zargen-porösen Schirme vergrößern,
wodurch die Oberfläche der porösen Schirme und folglich die Wirkungsschnelligkeit
der Pumpe gesteigert werden. Bei Vergrößerung des Durchmessers der wärmeleitenden
Zargen und der Zargen--porösen Schirme wird auch eine Volumenvergrößerung der Hohlräume
mit einem Adsorptionsmittel, d.h. dessen Menge erzielt, wodurch die Sorptionskapazität
einer Pumpe gesteigert wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0010] Nachstehend wird die Erfindung anhand einer ausführlichen Beschreibung der beste
Variante deren Durchführung unter Bezugnahme auf eine Zeichnung näher erläutert, worin
die erfindungsgemäße kryogene Adsorptionspumpe im Längsschnitt dargestellt ist.
Beste AusfÜhrungsvariante der Erfindung
[0011] Die erfindungsgemäße kryogene Adsorptionspumpe hat ein Gehäuse 1 mit einem Deckel
2, der mit einem Eingangsstutzen 3 versehen ist. Im Gehäuse 1 befindet sich ein Abpumpelement,
das ein toroidförmiges Kryomittelgefäß 4 enthält, an dessen Deckel 5 koaxial angeordnete
wärmeleitende Zargen 6, 7, 8 und Zargen-poröse Schirme 9 angeschweißt sind. Die äußere
6 und die innere 8 wärmeleitende Zarge sind aus einem dichten Blechmaterial hergestellt
und sonstige wärmeleitende Zargen 7 sind perforiert. Als Stoff für die Zargen 9 kann
z.B.poröses Kupfer verwendet werden. Der äußere poröse Schirm 9 ist auf der Innenseite
der wärmeleitenden Zarge 6, 'der innere poröse Schirm auf der Außenseite der wärmeleitenden
Zarge 8 und die anderen porösen Schirme 9 sind beiderseits der perforierten Wärmeleiter
7 angeordnet. Ringräume 10 zwischen den wärmeleitenden Zargen 6, 7, 8 und den an diese
angrenzenden porösen Schirmen 9 sind mit einem Adsorptionsmittel, z.B. mit Aktivkohle
gefüllt. Eine Lochung in den Wärmeleitern 7, die durch Adsorptionsmittel von den beiden
Seiten umschlossen sind, ist zur Beschleunigung eines Ausgleichsvorgangs des Gleichgewichtsgasdrucks
über dem Adsorptionsmittel ausgeführt. Von oben sind die Hohlräume" 10 durch Ringe
11 abgedeckt. Ringräume 12 zwischen benachbarten porösen Schirmen 9 dienen zum Durchgehen
der evakuierten Gase.
[0012] Am Deckel 5 des Gefäßes 4 sind zwei Rohre 13 luftdicht angeschweißt, die mit seinem
Hohlraum in Verbindung stehen. Die oberen Enden dieser Rohre 13 sind aus dem Gehäuse
1 hinausgeführt und in dessen Deckel 2 mit Hilfe von Stutzen 14 befestigt. Die Rohre
13 dienen zum Kryomitteleinfüllen in Gefäß 4 und zum Evakuieren der Kryomitteldämpfe
zur Senkung der Kryomitteltemperatur im Gefäß 4.
[0013] Das Abpumpelement ist durch einen Strahlungsschirm zur Verminderung einer Wärmezufuhr
durch Strahlung vom Gehäuse 1 umschlossen. Der Strahlungsschirm enthält ein toroidförmiges
Kryomittelgefäß 15, eine Zarge 16 und einen Pfeilschirm 17. Das Gefäß 4 des Abpumpelementes
angeordnet, und Zarge 16 ist an ihrem unteren Teil am Gefäß 15 luftdicht befestigt.
In das Gefäß 15 sind zwei Rohre 18 und 19 eingeführt, von denen das Rohr 18 zum Kryomitteleinfüllen
in das'Gefäß 15 und das Rohr 19 zum Entweichen der Kryomitteldämpfe dient. In ihrem
oberen Teil hat die Zarge 16 einen Deckel 20, der über eine als Wellrohr ausgeführte
Wärmebrücke 21 an den Eingangsstutzen 3 angeschlossen ist. Am Deckel 20 der Zarge
16 sind Stutzen 22 angeschweißt, deren obere Enden mit den Rohren 13 und den Stuzten
14 vakuumdicht verschweißt sind. Der Pfeilschirm 17 ist zwischen dem Abpumpelement
und dem Eingangsstutzen angeordnet und bei einem guten Wärmekontakt am oberen Teil
der Zarge 16 befestigt.
[0014] Im Inneren des Gefäßes 15 des Strahlungsschirms ist ein dünnwandiges Rohr 23 angeordnet,
dessen unteres Ende an einen Flansch 24, der am Boden 25 des Gehäuses 1 befestigt
ist, und oberes Ende an den Deckel des Gefäßes 15 angeschweißt ist, Der Querschnitt
des Rohrs 23 ist in dessen Oberteil durch einen Pfeilschirm 26 überdeckt.
[0015] Ein Raum, der durch die Zarge 16, eine Außenwand des Gefäßes 15, den Boden dieses
Gefäßes, dessen Innenwand, das Rohr 23 und das Gehäuse 1 begrenzt ist, bildet einen
Hohlraum 27 des sogenannten Schutzvakuums, das eine durch einen Wärmeaustausch durch
Restgase in diesem Raum bedingte Wärmezufuhr vom Gehäuse 1 zum Abpumpelement vermindert.
Dieser Hohlraum 27 kann über einen Stutzen 28 evakuiert werden, der z.B. am Boden
25 des Gehäuses 1 angeordnet sein kann. Damit im Betriebszustand ein erforderlicher
Vakuumpegel im Hohlraum 27 aufrechterhalten wird, weist die Zarge 16 eine ringförmige
Aussparung 29 mit Adsorptionsmittel auf, die durch einen porösen Schirm 30 überdeckt
ist.
[0016] Zwischen dem Gehäuse 1 und dem Strahlungsschirm ist ein zusätzlicher Schirm 31 angeordnet,
der eine Wärmezufuhr durch Strahlung vom Gehäuse 1zum Strahlungsschirm herabsetzt.
[0017] Auf einer Seitenwand des Eingangsstutzens 3 sind zwei Stutzen 32 vorhanden, von denen
der eine zum Anschluß einer Vorvakuumpumpe über ein Ventil und der andere zum Anschluß
eines manometrischen Meßwandlers zur Kontrolle eines Vakuumpegels im Eingangsstutzen
3 dient.
[0018] Im Kanal der Pumpe sind längs dessen Achse Scheiben 33 und 34 mit Öffnungen 35 bzw.
36 angeordnet, und die Pfeil schirme 17 und 26 weisen Öffnungen 37 bzw. 38 zum Durchgreifen
einer Transportstange auf, die mit Hilfe einer Gewindeverbindung in der Öffnung 36
der Scheibe 34 und in Blindflanschen 39, 40 befestigt wird.
[0019] Alle Oberflänchen der Pumpenelemente, Oberflänchen der Pfeilschirme 17 und 26 ausgenommen,
die dem zu evakuierenden Volumen zugekehrt sind, weisen einen zweischichtigen Überzug
aus dichter Aluminiumschicht mit einer Dicke nicht unter 1 µm und aus Aluminiumoxidschicht
mit einer Dicke von 2 bis 20 nm auf. Die Pfeilschirme 17 und 26 haben einen Überzug
mit einer .Dicke nicht unter 150 µm mit einem Schwärzungsgrad nicht unter 0,99 in
einem Wellenlängenbereich 2 bis 200 µm.
[0020] Die erfindungsgemäße Pumpe funktioniert wie folgt.
[0021] An den Eingangsstutzen 3 schließt man unmittelbar oder über einen (nicht eingezeichneten)
Verschluß eine zu evakuierende (nicht eingezeichnete) Arbeitskammer an. An den Stutzen
28 schließt man über ein (nicht eingezeichnetes) Ventil mit einer Metalldichtung eine
mechanische (nicht eingezeichnete) Vorvakuumpumpe und evakuiert den Schutzvakuumraum
27, bis darin ein Druck von ca.100 bis 40 Pa erzielt wird. Danach evakuiert man über
einen der Ventile 32 und über ein (nicht eingezeichnetes) Ventil den Pumpenraum und
die Arbeitskammer, falls diese an die Pumpe unmittelbar angeschlossen ist, bis zu
einem Druck von auch ca.100 bis 40 Pa. Ins Gefäß 15 des Strahlungsschirms füllt man
über das Rohr 18 ein Kryomittel, z.B. Flüssigstickstoff ein. Bei einer Abkühlung des
Gefäßes 15 kühlt sich auch Adsorptionsmittel ab, das sich in der ringförmigen Aussparung
29 der Zarge 16 befindet, was eine Drucksenkung im Raum 27 bis zu 10
-4 bis 10-
5 Pa und darunter und eine starke Verminderung eines Wärmeaustauschs durch Restgasen
zwischen dem Gehäuse 1 und dem Strahlungsschirm bewirkt.
[0022] Dann füllt man in das Gefäß 4 des Abpumpelementes über eines der Rohre 13 Kryomittel
ein, das eine Temperatur unter jener des Kryomittels im Gefäß 15 hat, z.B. Flüssigwasserstoff
bzw. -helium, oder dasselbe Kryomittel, z.B. Flüssigstickstoff. Im letzteren Falle
wird eine Senkung der Kryomitteltemperatur im Gefäß 4 durch ein Evakuieren der Kryomitdämpfe
mit Hilfe der mechanischen Vorvakuumpumpe erzielt, die an die Rohre 13 angeschlossen
ist. Bei einer Leistung der Vorvakuumpumpe von z.B. 16 l/s gelingt es nach zwei Stunden
deren Betriebs die Temperatur des gefrorenen Stickstoffes bis zu ca. 55 K und nach
weiteren vier Stunden bis zu 50 K und darunter zu senken.
[0023] Gleichzeitig mit dem Gefäß 4 wird über die Wärmeleiter 6, 7 und 8 Adsorptionsmittel
gekühlt, das sich in ringförmigen Hohlräumen 10 des Abpumpelementes befindet. Adsorptionsmittel
schluckt die aus der Arbeitskammer kommenden Gase und stellt einen Grenzdruck von
10
-7 Pa und darunter sicher. Bei einer Temperatut des Adsorptionsmittels von ca. 50 K
steigt dessen Sorptionsfähigkeit um mehrere Größenordnungen im Vergleich mit jener
bei einer Temperatur von 77,4 K, d.h. ein Gleichgewichtsdruck wird nach Adsorption
ein und derselben Gasmenge um 3 bis 4 Größenordnungen gesenkt. Nachdem die vorstehend
angegebenen Arbeitsgänge ausgeführt worden sind, ist die Pumpe betriebsbereit und
die Arbeitskammer kann evakuiert werden. Nicht adsorbierbare Gase (Helium, Neon) werden
mit Hilfe einer (nicht eingezeichneten) Ionenzerstäuberpumpe entfernt, die am Flansch
24 angeschlossen wird.
[0024] Da Hohlräume 10 mit Adsorptionsmittel über den praktisch ganzen Querschnitt der Pumpe
in einem Bereich, der durch die Zarge 16 des Strahlungsschirms umschlossen ist, verteilt
sind, werden die gesamte Oberfläche der porösen Schirme 9, das Volumen der Hohlräume
10 mit Adsorptionsmittel und die Querschnittsfläche der Hohlräume 12 zum Durchströmen
der evakuierten Gase zwischen den benachbarten porösen Schirmen 9 vergrößert. Im Ergebnis
davon wird die Wirkungsschnelligkeit der Pumpe mit der erfindungsgemäßen Konstruktion
ungefähr um 30% und deren Sorptionskapazität ungefähr um 15% im Vergleich mit der
bekannten Pumpe (Zhurnal tekhnicheskoi fiziki, Band 58, Heft 10, 1988, Oktober, Nauka
(Leningrader Zweigstelle) M.P.Larin "Kondensatsionno-adsorbtsionnaya i sorbtsionnaya
otkachka pri temperaturakh tverdogo azota", S. 2026 bis 2039) bei den mit dieser Pumpe
gleichen Abmessungen gesteigert.
[0025] Ein zusätzlicher Vorteil der Erfindung, der durch Anordnung der Wärmeleitungen 6,
7, 8 und der porösen Schirme 9 am Deckel 5 des Gefäßes 4 des Abpumpelementes bedingt
ist, besteht darin, daß die Rohre 13 des Gefäßes 4 eine größere Länge haben als in
der bekannten Pumpe, Infolgedessen wird eine Wärmezufuhr über sie in das Gefäß 4 vermindert.
Damit die erforderliche Schnelligkeit beim Absaugen der Stickstoffdämpfe aus dem Gefäß
4 sichergestellt ist, kann der Durch- . messer der Rohre 13 vergrößert werden.
Industrielle Anwendbarkeit
[0026] Die Erfindung kann zum Evakuieren von Anlagen zum Bedampfen und plasmachemischen
Anlagen z.B. in der Elektronenindustrie, sowie zur Erzeugung eines ultrareinen ölfreien
Vakuums in einem Druckbereich von 10
2 bis 10
-7 Pa bei Lösung mehrerer Aufgaben in der Vakuumtechnik zum Einsatz kommen.