[0001] Die Erfindung betrifft einen Siebboden mit dünnen, flächigen Siebmatten aus gummielastischem
Material, die von darunter angeordneten Profilen gehalten sind, an deren Oberseiten
die Siebmatten unter Zugspannung lösbar befestigt sind.
[0002] Zum Befestigen von Siebböden sind die verschiedensten Maßnahmen bekannt. So ist es
beispielsweise aus der DE-OS 37 21 062 bekannt die Siebfläche vor ihrer Befestigung
am Siebrahmen zu erwärmen und dann den Siebmattenrand aufzukleben. Eine solche Befstigung
der Siebmatte ringsum über die gesamte Randlänge ist erforderlich, da die Siebmatten
verhältnismäßig dünn sind und damit keine ausreichende Eigenstabilität besitzt. Nur
durch eine Befestigung über die gesamte Randlänge wird ein ausreichender Halt geboten.
Eine solche Befestigung ist arbeitsaufwendig und kann von den Anwendern einer Siebmaschine
nicht durchgeführt werden. Ferner hat es sich gezeigt, daß nach der Erkaltung der
Siebmatte diese oft nicht genügend Spannung aufweist, so daß sie im Einsatz durchhängt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es einen Siebboden der eingangs genannten Art so zu verbessern,
daß bei einfacher Konstruktion und Handhabung, insbesondere bei leichter Auswechselbarkeit
eine ausreichende Spannung der Siebmatten erzielt wird.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Profile an der Oberseite
eine Längsausnehmung aufweisen, in die die Siebmatten zusammen mit einer Schnur eindrückbar
sind, die auf der Oberseite der Siebmatten liegt, wobei die Breite der Längsausnehmung
geringer ist als der Durchmesser der Schnur plus der zweifachen Siebmattendicke.
[0005] Bei dieser Befestigungsweise braucht die Siebmatte nur ohne Spannung oder mit verhältnismäßig
geringer Spannung auf die Profile gelegt zu werden und danach werden die Schnüre in
die Längsausnehmungen der Profile eingedrückt, wodurch dann erst die eigentliche Spannung
von ausreichender Stärke geschaffen wird. Eine solche Befestigung ist konstruktiv
einfach und leicht durchführbar. Auch brauchen die Siebmatten selber keine aufwendige
Bauweise besitzen. Sie benötigen weder an der Ober- noch an der Unterseite Vorsprünge.
Außerdem wird im Vergleich zu anderen Siebböden teures Kunststoffmaterial gespart.
Der Basis-Boden mit den Profilen ist mehrfach verwendbar.
[0006] Eine besonders einfache und sichere Befestigung wird dann erreicht, wenn die Schnur
aus gummielastischem Material besteht. Auch kann hierzu die Schnur einen kreisförmigen
Querschnitt aufweisen.
[0007] Aus der AT-PA 344 630 ist es an sich bekannt, Tragprofile mit Längsschlitzen an der
Oberseite zu versehen, um Siebelemente großer Dicke und Steifigkeit durch an der Unterseite
angeordnete Fortsätze zu befestigen, die in die Längsausnehmungen paarweise eingreifen.
Ferner ist es bekannt, durch Rundschnüre und Längsausnehmungen zahlreich nebeneinanderliegende
Gummischnüre zu befestigen um hierdurch einen Gummispalt-Siebboden herzustellen.
[0008] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Profil ein Hohlprofil ist. Hierbei sollte
das Profil im Querschnitt U-förmig sein, wobei die oberen freien Schenkelenden etwa
waagerecht nach innen umgebogen sind. Vorzugsweise wird vorgeschlagen, daß die Siebmatten
aus einem Band großer Länge bestehen, das in die gewünschten Längen teilbar ist. Damit
sind die Siebmatten besonders preiswert als Meterware herstellbar. Ein besonders sicherer
Halt und ohne Verschmutzungsgefahr des Inneren der Profile ist dann erreichbar, wenn
die Siebmatten an den Befestigungsbereichen keine Sieböffnungen besitzen.
[0009] Ein vorteilhaftes Verfahren zum Befestigen der Siebmatten auf dem Siebboden wird
dann erreicht, wenn die Siebmatte auf die Profiloberseite lose oder unter leichter
Spannung aufgelegt wird und durch die Schnüre von oben in die Längsausnehmungen unter
Mitnahme der Siebmatten gedrückt werden.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf den Siebboden im Ausschnitt bei abgenommener Siebmatte
und
Fig. 2 einen Schnitt nach II-II in Fig. 1 bei befestigter Siebmatte.
[0011] Der Siebboden weist mehrere parallel zur Siebmatten oberen Seite angeordnete Tragprofile
1 auf, die parallel zueinander in regelmäßigen Abständen angeordnet sind. An den Enden
sind die Profile 1 durch Querprofile 2 aneinander befestigt. Unterhalb dieses Profils
1 ist noch ein Stützprofil 3 mit L-förmigem Querschnitt bei gleicher Schenkellänge
angeschweißt.
[0012] Die Stützprofile 1 sind Hohlprofile mit quadratischem Querschnitt, wobei die waagerechte
Oberseite des Profils eine mittige Längsöffnung 4 besitzt, die sich über die gesamte
Länge des Profils 1 erstreckt.
[0013] Über die Profile 1 werden Siebmatten 5 als Spannmatten gelegt, die als Meterware
endlos aus Kunststoff, insbesondere Polyurethan hergestellt werden und in einer Länge
abgeschnitten werden, die der Breite B des Siebbodens entsprechen, wobei die Siebmatte
noch etwas länger geschnitten wird um sie seitlich an den beiden Enden am ersten und
letzten Profil seitlich durch Schrauben 7 anklemmen zu können. Die so lose über alle
Profile 1 gelegte Siebmatte liegt damit auch über den Öffnungen 4.
[0014] Es kann dann von oben in die Öffnungen 4 eine Rundschnur 6 eingedrückt werden, die
dann den dort liegenden Bereich der Siebmatte 5 mitnimmt in das Innere des Profils.
Der Durchmesser der Schnur 6 zusammen mit der zweifachen Dicke der Siebmatte 5 ergibt
ein Maß M, das größer ist als die Breite der Öffnung 4, so daß nach dem Eindrücken
von Schnur 6 und des dazu gehörenden Bereichs der Siebmatte 5 ein rastender Halt der
Siebmatte 5 am Profil 1 gegeben ist.
[0015] Da ein größerer Abschnitt bzw. ein größeres Längenstück der Siebmatte 5 im Bereich
dieses Profils 1 benötigt wird, wird durch das Eindrücken solcher mehrerer Schnüre
6 eine ausreichend hohe Spannung der Siebmatte 5 erreicht.
[0016] Besonders günstig ist es, wenn die Siebmattenbereiche, die zur Befestigung an den
Profilen 1 durch die Schnüre 6 verwendet werden, keine Sieböffnungen besitzen. In
weiteren nicht ausgeführten Ausführungsbeispielen können die Profile 1 auch wesentlich
abweichende Querschnitte, insbesondere rechteckig oder kreisförmig sein. Auch braucht
die Schnur 6 nicht unbedingt einen kreisförmigen Querschnitt besitzen.
1. Siebboden mit dünnen, flächigen Siebmatten (5) aus gummielastischem Material, die
von darunter angeordneten Profilen (1) gehalten sind, an deren Oberseiten die Siebmatten
unter Zugspannung lösbar befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Profile (1) an der Oberseite eine Längsausnehmung (4) aufweisen, in die die
Siebmatten (5) zusammen mit einer Schnur (6) eindrückbar sind, die auf der Oberseite
der Siebmatten (5) liegt, wobei die Breite der Längsausnehmung (4) geringer ist als
der Durchmesser der Schnur (6) plus der zweifachen Siebmattendicke.
2. Siebboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnur (6) aus gummielastischem Material besteht.
3. Siebboden nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnur (6) einen kreisförmigen Querschnitt aufweist.
4. Siebboden nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil (1) ein Hohlprofil ist.
5. Siebboden nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil (1) im Querschnitt U-förmig ist, wobei die oberen freien Schenkelenden
etwa waagerecht nach innen umgebogen sind.
6. Siebboden nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebmatten (5) aus einem Band großer Länge bestehen, das in die gewünschten
Längen teilbar ist.
7. Siebboden nach einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebmatten (5) an den Befestigungsbereichen keine Sieböffnungen besitzen.
8. Verfahren zum Befestigen einer Siebmatte (5) auf einem Siebboden nach einem der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebmatte (5) auf die Profiloberseite lose oder unter leichter Spannung aufgelegt
wird und durch die Schnüre (6) von oben in die Längsausnehmungen (4) unter Mitnahme
der Siebmatten (5) gedrückt werden.