[0001] Die Erfindung betrifft einen Sperr-Riegel für die Flügel von Fenstern, Türen od.
dgl. und hat insbesondere eine Drehsperre für die Flügel von Drehkippfenstern und
-türen zum Gegenstand. Er bzw. sie besteht aus einem Federschnäpper mit einer durch
den Federweg vorgegebenen, realtiv geringen Riegel-Eingriffstiefe, und aus einem durch
eine Handhabe betätigbaren Schubriegel mit einer die Riegel-Eingriffstiefe des Federschnäppers
überschreitenden Eingriffstiefe.
[0002] Es ist bei Drehkippfenstern und -türen bereits seit langem bekannt, Sperr-Riegel
als sogenannte Drehsperren bzw. Kippriegel zu benutzen, die einen durch eine Handhabe
betätigbaren Schubriegel aufweisen, der mit relativ großer Riegel-Eingriffstiefe in
eine zugehörige Riegelschlaufe eingerückt werden kann (DE-GM 16 95 257).
[0003] Bekannt sind aber auch bereits als Drehsperren dienende Sperr-Riegel, die einen Federschnäpper
mit einer durch den Federweg vorgegebenen, relativ geringen Riegel-Eingriffstiefe
in die zugehörige Riegelschlaufe aufweisen (DE-GM 16 95 429).
[0004] Zum Stand der Technik gehören aber auch schon Sperr-Riegel, die sich aus ihrer Riegel-Eingriffsstellung
nur von hierfür befugten Personen in die Freigabestellung bringen lassen, indem ihnen
eine in besonderer Art und Weise ein- und auskuppelbare Bedienungshandhabe zugeordnet
ist (DE-GM 16 96 711). Im letztgenannten Falle arbeitet die ein- und auskuppelbare
Bedienungshandhabe mit einem als Federschnäpper ausgelegten Sperr-Riegel zusammen,
d.h., ein lediglich manuell zwischen seiner Freigabestellung und seiner Riegel-Eingriffsstellung
verlagerbarer Schubriegel ist nicht vorhanden.
[0005] Die Erfindung zielt nun auf die Schaffung eines Sperr-Riegels der eingangs beschriebenen
Bauart ab, bei welchem nur der durch eine angebaute Bedienungshandhabe zwischen seiner
Freigabestellung und seiner Riegel-Eingriffsstellung manuell verlagerbare Schubriegel
in seiner Eingriffsstellung gegen Ausrücken blockierbar ist, während der Federschnäpper
sich zwar durch eine Bedienungshandhabe entgegen der Rückstellkraft der Feder in seine
Freigabestellung bringen läßt, anschließend jedoch federschlüssig wieder in seine
Ausgangsstellung zurückkehrt, in der er selbsttätig mit der ihm zugeordneten Riegelschlaufe
zusammenwirken kann.
[0006] Ein erfindungsgemäßer Sperr-Riegel, welcher diese Aufgabe erfüllt, ist grundsätzlich
dadurch gekennzeichnet, daß die Handhabe des Schubriegels einen in eine schlitz- oder
nutförmige Ausnehmung der ortsfesten Schubriegelführung hineinragenden Drehknebel
trägt, daß die schlitz- oder nutförmige Ausnehmung der ortsfesten Schubriegelführung
wenigstens an ihrem der maximalen Riegel-Eingriffstiefe des Schubriegels zugeordneten
Ende eine Erweiterung aufweist, und daß der Drehknebel lediglich innerhalb dieser
Erweiterung in eine Blockierstellung querverdrehbar ist.
[0007] Vorteilhaft bei einem mit den vorgenannten Merkmalen ausgestatteten Sperr-Riegel
ist, daß der Federschnäpper von seiner Riegelfunktion entlastet werden kann, solange
der Schubriegel in seiner Eingriffsstellung gegen Entriegeln blockiert ist. Andererseits
kann jedoch der Federschnäpper voll zur Wirkung kommen, sobald der Schubriegel nach
Aufhebung seiner Blockierung mittels der Handhabe in seine Grund- bzw. Ausgangsstellung
zurückbewegt worden ist.
[0008] Nach der Erfindung ist in weiterer Ausgestaltung vorgesehen, daß der Drehknebel
einen Flachsteg aufweist, dessen Breite auf die Breite der schlitzoder nutartigen
Ausnehmung abgestimmt ist, während seine Länge wenigstens annähernd dem Öffnungsmaß
der Erweiterung entspricht. Der Drehknebel wird auf diese Art und Weise gegen Verlagerung
aus der Freigabe- in die Blockierstellung gesichert, solange der Schubriegel nicht
seine Riegel-Eingriffsstellung einnimmt.
[0009] Erfindungsgemäß ist weiterhin vorgesehen, daß der Drehknebel in einer zur Rückseite
der Handhabe offenen, zylindrischen Kammer sitzt, deren Stirnwand mit einem Profildurchbruch
versehen ist, und daß er einen dem Profildurchbruch zugewendeten Profilkanal enthält,
wobei als Betätigungselement ein Steckschlüssel vorgesehen ist, der einerseits zum
Profilkanal und andererseits zum Profildurchbruch paßt. Nur Personen, denen ein passender
Steckschlüssel zur Verfügung steht, sind in der Lage, den in der Riegel-Eingriffsstellung
blockierten Schubriegel bedarfsweise, beispielsweise zum Reinigen der Außenseite des
Fensterflügels oder auch zur kurzzeitigen Stoßbelüftung des Raumes, freizugeben.
[0010] Die Bedienung des Sperr-Riegels nach der Erfindung wird erleichtert, wenn der Drehwinkel
des Drehknebels innerhalb der zylindrischen Kammer, z.B. auf 90°, anschlagbegrenzt
ist, wobei eine Anschlagnase am Umfang des Drehknebels in eine Bogennut der Kammer
eingreift.
[0011] Eine andere Bauart für einen erfindungsgemäßen Sperr-Riegel zeichnet sich dadurch
aus,
daß der Drehknebel einen etwa halbkreisförmig begrenzten Zapfen trägt, dessen ebene
Halbkreisfläche an der Drehachse des Drehknebels liegt, daß die Erweiterung der schlitz-
oder nutförmigen Ausnehmung in der ortsfesten Schubriegelführung Kreisform aufweist
sowie sich einseitig versetzt an das der maximalen Riegel-Eingriffstiefe des Schubriegels
zugeordnete Ende dieser Ausnehmung anschließt, und daß der Drehwinkel des Drehknebels
innerhalb der zylindrischen Kammer durch eine Anschlagnase an seinem Umfang, die in
eine Bogennut der Kammer eingreift auf 180° anschlagbegrenzt ist.
[0012] Der Gegenstand der Erfindung ist an Ausführungsbeispielen in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigt dabei
Fig. 1 im Längsschnitt einen Sperr-Riegel in der blockierten Eingriffsstellung des
Schubriegels,
Fig. 2 den in Fig. 1 mit II gekennzeichneten Teilbereich des Sperr-Riegels in der
Rückansicht,
Fig. 3 den Sperr-Riegel nach Fig. 1 bei in der Grund- bzw. Ausgangsstellung befindlichem
Schubriegel und bei Wirkstellung des Federschnäppers, während
Fig. 4 eine Rücksansicht des in Fig. 3 mit IV-IV gekennzeichneten Teilbereichs wiedergibt
und die
Fig. 5 und 6 den Fig. 3 und 4 entsprechende Darstellungen einer abgewandelten Ausführung
des Sperr-Riegels.
[0013] Der in der Zeichnung dargestellte Sperr-Riegel für die Flügel von Fenstern und Türen
od. dgl. kommt insbesondere als Drehsperre für die Flügel von Drehkippfenstern und
-türen zum Einsatz.
[0014] Solche Drehsperren werden einerseits dann benötigt, wenn - beispielsweise in Schulen,
Krankenanstalten, Sanatorien od. dgl. - verhindert werden soll, daß die Fenster- oder
Türflügel von Unbefugten in die Drehstellung geöffnet werden können. Andererseits
ist die Benutzung solcher Drehsperren aber auch empfehlenswert oder sogar Bedingung,
wenn sich bei zweiflügeligen Fenstern einer der Flügel in Kippöffnungsstellung befindet
und dann der geschlossene Nachbarflügel gegen unerwünschtes Öffnen von außen - also
zwecks Einbruchshemmung - blockiert werden muß. In jedem der beiden vorgenannten Anwendungsfälle
ist es wichtig, daß der Sperr-Riegel eine Einbaulage erhalten kann, die ein Kippöffnen
des Flügels nicht verhindert oder beeinträchtigt.
[0015] Aus der Zeichnung ist ersichtlich, daß der Sperr-Riegel bzw. die Drehsperre grundsätzlich
zwei zusammenwirkende Bauelemente umfaßt, nämlich einerseits die eigentliche Riegelvorrichtung
1 und andererseits den Riegeleingriff 2. Die Riegelvorrichtung 1 wird dabei beispielsweise
am Flügel des Fensters bzw. der Tür, vorzugsweise an der Überschlags-Umfangsfläche
desselben, befestigt, während der Riegeleingriff 2 dann an der raumseitigen Stirnfläche
des Blendrahmens angebracht ist.
[0016] Selbstverständlich kann die Anordnung aber auch umgekehrt vorgesehen werden, wobei
also der Riegeleingriff 2 mit dem Flügel und die Riegelvorrichtung 1 mit dem Blendrahmen
des Fensters oder der Tür in Verbindung steht.
[0017] Das einfachste Bauelement des Sperr-Riegels bzw. der Drehsperre ist der Riegeleingriff
2. Er besteht nämlich aus einer Befestigungsplatte 3 und einer starr auf dieser befestigten,
mindestens einendig offenen, Eingriffstülle 4.
[0018] Die Riegelvorrichtung 1 weist ein von Anschraubplatten 5 getragenes Gehäuse 6 auf,
in dem ein Riegelbolzen 7 längsschiebbar geführt ist. Das aus dem Gehäuse 6 austretende
Ende 8 des Riegelbolzens 7 wirkt dabei mit der Eingriffstülle 4 des Riegeleingriffs
2 zusammen und ist zu diesem Zweck an seiner Rückseite mit einer Anlaufschräge 9 versehen.
[0019] Am andereren Ende des Riegelbolzens 7 sitzt eine Handhabe 10, die schieberartig
in einer Vertiefung des Gehäuses 6 liegt, welche unterhalb einer Anschraubplatte
5 und vor einer rechtwinklig an diese anschließenden Rückwand 11 des Gehäuses 6 vorgesehen
ist.
[0020] Innerhalb einer einseitig offenen Ausnehmung 12 des Gehäuse 6 ist der Riegelbolzen
7 von einer Schraubendruckfeder 13 koaxial umgeben, die sich einerseits an einer
Querwand 14 des Gehäuses 6 abstützt und andererseits an einem Bund 15 des Riegelbolzens
7 angreift, welcher beispielsweise von einem in eine Umfangsnut desselben eingesetzten
Sprengring gebildet werden kann.
[0021] Die Schraubendruckfeder 13 ist so ausgelegt, daß sie den Riegelbolzen 7 normalerweise
in der aus Fig. 3 ersichtlichen, vorgeschobenen Grund- bzw. Ausgangsstellung zu halten
sucht. Entgegen der Rückstellkraft der Schraubendruckfeder 13 kann jedoch der Riegelbolzen
7 weiter in das Gehäuse 6 zurückgeschoben werden, wenn sein vorderes Ende 8 mit seiner
rückseitigen Anlaufschräge 9 bei einer Schließbewegung des Flügels auf den Öffnungsrand
der Eingriffstülle 4 des Riegeleingriffs 2 am Blendrahmen tritt. Nach Überfahren des
Öffnungsrandes der Eingriffstülle 4 schnappt sodann der Riegelbolzen 7 unter der Wirkung
der Schraubendruckfeder 13 in seine Grund- bzw. Ausgangsstellung zurück, so daß auf
diese Art und Weise die Riegelvorrichtung 1 mit dem Riegeleingriff 2 als Federschnäpper
mit relativ geringer Riegeleingriffstiefe zusammenwirkt.
[0022] Die relativ geringe Riegel-Eingriffstiefe des Federschnäppers wird durch eine zwischen
dem Gehäuse 6 und dem Riegelbolzen 7 wirksame Feder-Rastvorrichtung 16 begrenzt,
die einerseits von einem im Gehäuse 6 abgestützten Federdrahtbügel 17 und andererseits
von einer flachen Mulde 18 am Umfang des Riegelbolzens 7 gebildet wird. Die Länge
der flachen Mulde 18 ist dabei so bemessen, daß sie das unbehinderte Einfedern des
Riegelbolzens 7 entgegen der Kraft der Schraubenfeder 13 in das Gehäuse 6 zuläßt.
[0023] Mit Hilfe der Handhabe 10 kann der Riegelbolzen 7 unter Überwindung der Rastvorrichtung
16 über die aus Fig. 3 ersichtliche Federschnäpper-Wirkstellung hinaus bis in die
der Fig. 1 entnehmbare, größere Riegel-Eingriffstiefe relativ zur Eingriffstülle
4 des Riegeleingriffs 2 vorgeschoben werden. Dabei bildet dann der Riegelbolzen 7
zusammen mit der Eingriffstülle 4 des Riegeleingriffs 2 einen üblichen Schubriegel.
[0024] In der Schubriegel-Funktionsstellung des Riegelbolzens 7 ist die Schraubendruckfeder
13 praktisch vollständig entspannt, während der Federbügel 17 in eine Umfangsnut 19
am Riegelbolzen 7 einrückt und dadurch eine zweite Rastvorrichtung 20 bildet.
[0025] Damit der Sperr-Riegel bzw. die Drehsperre in der aus Fig. 1 der Zeichnung ersichtlichen
Schubriegel-Funktionsstellung gegen unerwünschte Entriegelung blockiert werden kann,
trägt die Handhabe 10 des Riegelbolzens 7 einen Drehknebel 21, der an seiner Rückseite
mit einem vorspringenden Flachsteg 22 versehen ist. Dieser Flachsteg 22 ragt dabei
in eine schlitz- oder nutförmige Ausnehmung 23 hinein, welche in der Rückwand 11 des
Gehäuses 6 vorgesehen ist.
[0026] Da der Flachsteg 22 des Drehknebels 21 eine Breite aufweist, welche auf die Breite
der schlitz- oder nutartigen Ausnehmung 23 abgestimmt ist, dabei aber eine Länge hat,
welche die Breite der schlitz- oder nutartigen Ausnehmung 23 überschreitet, kann
der Drehknebel 21 nicht betätigt werden, solange er sich im Bereich der schlitz- oder
nutartigen Ausnehmung 23 befindet. Die Länge der schlitz- oder nutartigen Ausnehmung
23 in der Rückwand 11 des Gehäuses 6 ist nun so bemessen, daß der Flachsteg 22 des
Drehknebels 21 mit ihr erst völlig außer Eingriff gelangt, wenn der Riegelbolzen
7 mit Hilfe der Handhabe 10 in die der Fig. 1 entnehmbare Schubriegel-Funktionsstellung
gebracht worden ist. Dort schließt sich an die schlitz- oder nutförmige Ausnehmung
23 eine in die Rückwand 11 eingearbeitete Erweiterung 24 an, deren Abmessung das Längenmaß
des am Drehknebel 21 befindlichen Flachsteges 22 überschreitet. Im Bereich der Erweiterung
24 kann daher der Drehknebel 21 so verstellt werden, daß sein Flachsteg 22 aus der
durch den Verlauf der schlitz- oder nutförigen Ausnehmung 23 bestimmten Lage nach
Fig. 4 um 90° winkelverdreht in die Lage nach Fig. 2 gelangt. In diesem Falle wird
dann der Riegelbolzen 7 in seiner Schubriegel-Funktionsstellung nach Fig. 1 gegen
ein Zurückziehen aus der Eingriffstülle 4 des Riegeleingriffs 2 mit Hilfe der Handhabe
10 sicher blockiert.
[0027] Der Drehknebel 21 sitzt beim gezeigten Ausführungsbeispiel in einer zur Rückseite
der Handhabe 10 offenen, zylindrischen Kammer 25 (Fig. 2), deren Stirnwand mit einem
Profildurchbruch 26 (Fig. 1 und 3) versehen ist. Dieser Profildurchbruch 26 kann dabei
kreuz- bzw. +-förmige Umrißform erhalten, wie das in den Fig. 1 und 3 angedeutet ist.
Der Drehknebel 21 ist andererseits in seinem dem Profildurchbruch 26 zugewendeten
Ende mit einem Profilkanal 27 ausgestattet, der beispielsweise eine flach-rechteckige
Umrißform hat und in Richtung seiner Tiefe bzw. in Richtung der Längsachse des Drehknebels
21 mit Abstufungen versehen ist.
[0028] Durch den Profildurchbruch 26 in der Handhabe 10 kann in den Profilkanal 27 des Drehknebels
21 ein hierzu passendes, schlüsselartiges Betätigungswerkzeug eingeführt werden,
wobei sich mit dessen Hilfe der Drehknebel 21 um 90° zwischen den beiden Funktionsstellungen
nach den Fig. 2 und 4 verlagern läßt.
[0029] Es hat sich bewährt, wenn der Drehwinkel des Drehknebels 21 innerhalb der zylindrischen
Kammer 25 der Handhabe 10 anschlagbegrenzt wird. Hierzu kann eine Anschlagnase 28
am Umfang des Drehknebels 21 in eine Bogennut 29 am Umfang der Kammer 25 eingreifen,
wie das in der Zeichnung dargestellt ist.
[0030] Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel eines Sperr-Riegels bzw.
einer Drehsperre erfüllt der Riegelbolzen 7 eine Doppelfunktion, nämlich in der aus
Fig. 3 ersichtlichen Stellung eine Federschnäpper-Funktion, sowie in der aus Fig.
1 ersichtlichen Stellung eine Schubriegel-Funktion.
[0031] Nach der Neuerung ist es jedoch selbstverständlich auch möglich, die Federschnäpper-Funktion
und die Schubriegel-Funktion voneinander zu trennen, also einen Federschnäpper und
einen Schubriegel voneinander unabhängig bewegbar vorzusehen.
[0032] Zu diesem Zweck kann vorzugsweise im Gehäuse 6 der Riegelvorrichtung 1 eine Schnäpperfalle
verschiebbar geführt und durch ein der Schraubendruckfeder 13 entsprechendes Federelement
so beaufschlagt werden, daß sie normalerweise in einer der Fig. 3 entsprechenden
Stellung gehalten wird, aus der sie entgegen der Federkraft in das Gehäuse 6 zurückfedern
kann.
[0033] In einem Durchgangskanal des solchermaßen ausgebildeten Federschnäppers wird ein
dem Riegelbolzen 7 ähnlicher Riegelbolzen als selbständiges Funktionselement mit
Hilfe der Handhabe 10 verschiebbar geführt. In der der Fig. 3 entsprechenden Bedienungsstellung
der Handhabe ist in diesem Falle der Schubriegel soweit in das Gehäuse 6 zurückgezogen,
daß sein vorderes Ende zumindest bündig mit der Gehäuse-Stirnwand liegt, aus welcher
der Federschnäpper hervorragt.
[0034] In der der Figur 1 entsprechenden Funktionsstellung der Handhabe 10 ist jedoch der
Schubriegel durch den Federschnäpper hindurch soweit vorgeschoben, daß er in die
Eingriffstülle 4 des Riegeleingriffs 2 auf ihrer vollen Länge - entsprechend der Figur
1 - eingerückt ist.
[0035] Selbstverständlich ist es im Falle der zuletzt beschriebenen Ausgestaltung nötig,
das öffnungsseitige Ende der Eingriffstülle 4 des Riegeleingriffs 2 auf die Querschnittsform
des Federschnäppers abzustimmen, während deren von der Öffnungsseiter abgewendete
Längenabschnitt dann eine Anpassung an den - kleineren - Querschnitt des Schubriegels
erhält.
[0036] Eine andere Abweichung gegenüber dem an Hand der Zeichnung erläuterten Ausführungsbeispiel
eines Sperr-Riegels bzw. einer Drehsperre kann auch noch darin bestehen, daß in die
Handhabe 10 anstelle des Drehknebels 21 als Blockierelement ein entweder drehbarer
oder aber axialverschiebbarer Schließzylinder eingebaut wird. Bei Verwendung eines
drehbaren Schließzylinders kann dieser rückseitig den Flachsteg 22 tragen, so daß
im übrigen die Wirkung der Blockiervorrichtung mit dem gezeigten Ausführungsbeispiel
übereinstimmt. Bei Benutzung eines Druckzylinders ist es hingegen zweckmäßig, einem
rückseitig an diesem befindlichen Riegelzapfen in der Rückwand 11 des Gehäuses 6
lediglich dort ein Eingriffsloch zuzuordnen, wo die Festlegung des in Wirkstellung
ausgeschobenen Schubriegels erfolgen soll.
[0037] Wie aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich ist, besteht auch die Möglichkeit, den Drehknebel
21 an seinem der Rückwand 11 des Gehäuses 6 zugewendeten Ende mit einem etwa halbkreisförmig
begrenzten Zapfen 22a zu versehen. Dieser Zapfen 22a ist dabei so angeordnet, daß
seine ebene Halbkreisfläche an der Drehachse des Drehknebels 21 liegt und sich diametral
hierzu erstreckt.
[0038] In Anpassung an den Zapfen 22a weist die Erweiterung 24a der schlitz- oder nutförmigen
Ausnehmung 23 in der Rückwand 11 des Gehäuses 6 an dem der maximalen Riegel-Eingriffstiefe
des Riegels 7 zugeordneten Ende Kreisform auf. Sie schließt sich dabei einseitig
versetzt an die schlitz- oder nutförmige Ausnehmung 23 an, wie das deutlich den Fig.
5 und 6 zu entnehmen ist. Der Drehwinkel für den Drehknebel ist dabei innerhalb der
zylindrischen Kammer 25 der Handhabe 10 durch eine Anschlagnase 28a an seinem Umfang
auf 180° anschlagbegrenzt.
[0039] Zu diesem Zweck greift die Anschlagnase 28a in eine Bogennut 29a der Kammer 25 ein.
[0040] Vorteilhaft bei dem Sperr-Riegel bzw. der Drehsperre nach den Fig. 5 und 6 ist, daß
der Profildurchbruch 26 in der Stirnwand der Handhabe 10 keine kreuz- bzw. +-förmige
Umrißform erhalten muß, sondern flach-rechteckig - passend zum Profilkanal 27 im Drehknebel
21 - ausgeführt werden kann.
1. Sperr-Riegel für die Flügel von Fenstern, Türen od. dgl., insbesondere Drehsperre
für die Flügel von Drehkippfenstern und -türen, bestehend aus einem Federschnäpper
mit einer durch den Federweg vorgegebenen, relativ geringen Riegel-Eingriffstiefe
und aus einem durch eine Handhabe bewegbaren Schubriegel mit einer die Riegel-Eingriffstiefe
des Federschnäppers überschreitenden Eingriffstiefe,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Handhabe (10) des Schubriegels (7) einen in eine schlitz- oder nutförmige
Ausnehmung (23) der ortsfesten Schubriegelführung (6, 11) hineinragenden (22) Drehknebel
(21) trägt,
daß die schlitz- oder nutförmige Ausnehmung (23) der ortsfesten Schubriegelführung
(6, 11) wenigestens an ihrem der maximalen Riegel-Eingriffstiefe des Schubriegels
(7) zugeordneten Ende eine Erweiterung (24) aufweist,
und daß der Drehknebel (21) lediglich innerhalb dieser Erweiterung (24) in eine Blockierstellung
querverdrehbar ist (Fig. 1 und 2).
2. Sperr-Riegel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehknebel (21) einen Flachsteg (22) aufweist, dessen Breite auf die Breite
der schlitz- oder nutförmigen Ausnehmung (23) abgestimmt ist, während seine Länge
wenigstens annähernd dem Öffnungsmaß der Erweiterung (24) entspricht (Fig. 2).
3. Sperr-Riegel nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehknebel (21) in einer zur Rückseite der Handhabe (10) offenen, zylindrischen
Kammer (25) sitzt, deren Stirnwand mit einem Profildurchbruch (26) versehen ist, und
daß er einen dem Profildurchbruch (26) zugewendeten Profilkanal (27) enthält, wobei
als Betätigungselement ein Steckschlüssel vorgesehen ist, der einerseits zum Profilkanal
(27) und andererseits zum Profildurchbruch (26) paßt.
4. Sperr-Riegel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehwinkel des Drehknebels (21) innerhalb der zylindrischen Kammer (25), z.B.
auf 90°, anschlagbegrenzt ist, wobei eine Anschlagnase (28) am Umfang des Drehknebels
(21) in eine Bogennut (29) der Kammer (25) eingreift (Fig. 2 und 4).
5. Sperr-Riegel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß Federschnäpper und Schubriegel voneinander unabhängig bewegbar in einem Gehäuse
sitzen, wobei der Federschnäpper von einer abgefederten Schnäpperfalle gebildet ist,
die einen in ihrer Bewegungsrichtung durchgehenden Führungskanal enthält, daß das
vordere Ende des durch die Handhabe bewegbaren Schubriegels im Führungskanal der
Schnäpperfalle aufgenommen ist, und daß das Ende des Schubriegels im Führungskanal
des Federschnäppers über dessen Ende hinaus in den zugehörigen Riegeleingriff vorschiebbar
ist.
6. Sperr-Riegel nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehknebel (21) durch einen schlüsselbetätigten Drehzylinder verstellbar ist.
7. Sperr-Riegel nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die Handhabe (10) des Schubriegels anstelle eines Drehknebels (21) ein durch
einen Schlüssel entriegelbarer Druckzylinder eingesetzt ist.
8. Sperr-Riegel nach einem der Ansprüche 1 bis 3 sowie 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehknebel (21) einen etwa halbkreisförmig begrenzten Zapfen (22a) trägt,
dessen ebene Halbkreisfläche (22b) an der Drehachse des Drehknebels (21) liegt, daß
die Erweiterung (24a) der schlitz- oder nutförmigen Ausnehmung (23) in der ortsfesten
Schubriegelführung (6, 11) Kreisform aufweist sowie sich einseitig versetzt an das
der maximalen Riegel-Eingriffstiefe des Schubriegels (7) zugeordnete Ende der Ausnehmung
(23) anschließt, und daß der Drehwinkel des Drehknebels (21) innerhalb der zylindrischen
Kammer (25) durch eine Anschlagnase (28a) an seinem Umfang die in eine Bogennut (29a)
der Kammer (25) eingreift (Fig. 5 und 6), auf 180° anschlagbegrenzt ist.