[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Reinigung von gekrümmten Glasscheiben,
- mit zumindest zwei in äußeren Lagern aufgenommenen Waschwalzen, die übereinander
angeordnet sind und von denen zumindest eine angetrieben ist, wobei die Waschwalzen
der Krümmung der Glasscheiben entsprechend sowie einen gekrümmten Waschbereich bildend
gebogen und mit Waschborsten versehen sind, die in den Waschbereich hineinragen.
[0002] Bei der bekannten Ausführungsform, von der die Erfindung ausgeht (US 43 52 221),
bestehen die Waschwalzen aus einem stationären, stangenförmigen, gebogenen Kern,
der nicht angetrieben ist und dessen Krümmung betriebsmäßig nicht verändert wird.
Auf diesen Kern ist ein gewelltes, flexibles, schlauchförmiges Bauteil auswechselbar
aufgeschoben. Es trägt die Borsten. Dieses schlauchförmige Bauteil ist angetrieben.
Die Bogenform der Waschwalzen ist ohne weiteres nicht verstellbar. Wenn es sich um
das Waschen von Losen von Glasscheiben handelt, die von Los zu Los unterschiedliche
Krümmung aufweisen, müssen die Kerne ausgetauscht werden, wobei jeweils solche eingesetzt
werden, die der Krümmung der Glasscheiben entsprechen. Das Austauschen ist zeit-
und arbeitsaufwendig. Eine Anpassung an beliebige Krümmungen der Glasscheiben ist
ohne weiteres nicht möglich.
[0003] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung des eingangs
beschriebenen Aufbaus so weiter auszubilden, daß eine betriebsmäßige Anpassung an
Glasscheiben unterschiedlicher Krümmung automatisch und ohne das Ausbauen und Austauschen
wesentlicher Bauteile möglich ist.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß die Waschwalzen eine flexible
Welle aufweisen, von denen zumindest eine unmittelbar angetrieben ist und deren Bogenform
durch Verstellung der äußeren Lager einstellbar ist, und daß die Waschborsten umittelbar
an den Wellen befestigt sind. - Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet mit sogenannten
flexiblen Wellen, die in der Antriebstechnik bekannt sind und auch bei Transportsystemen
bereits eingesetzt worden sind. Bisher ist übersehen worden, daß solche flexiblen
Wellen vorteilhaft in einer Vorrichtung für die Reinigung von gekrümmten Glasscheiben
eingesetzt werden können, wenn die Borsten unmittelbar auf diesen flexiblen Wellen
befestigt werden, und daß so eine betriebsmäßige Anpassung an Glasscheiben beliebig
unterschiedlicher Krümmung möglich ist. Das gilt insbesondere dann, wenn die flexiblen
Wellen aus einem natürlichen oder künstlichen Elastomer, vorzugsweise aus einem Polyurethanelastomer,
bestehen. Die flexiblen Wellen sind nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung
als Vollwellen, d. h. als als massive Wellen, ausgeführt. Um die Borsten an einer
solchen Welle auf einfache Weise zu befestigen, können die flexiblen Wellen kreisförmig
oder schraubenwendelförmig umlaufende Nuten aufweisen, die Stege bilden, wobei die
Borsten in diese Stege eingesetzt, z. B. eingeklebt sind. Man kann auch mit entsprechenden
Bohrungen arbeiten.
[0005] Der Antrieb der angetriebenen Waschwalze kann im Rahmen der Erfindung auf verschiedene
Weise erfolgen. Häufig ist es ausreichend, nur eine der flexiblen Wellen anzutreiben.
Jedenfalls besitzt die angetriebene flexible Welle oder besitzen die angetriebenen
flexiblen Wellen zweckmäßigerweise einen Antrieb, der auf ein über ein äußeres Lager
vorstehendes Wel lenende unmittelbar aufgesetzt ist. Zur Anpassung der Vorrichtung
an die Krümmung der zu reinigenden Glasscheiben empfiehlt es sich, die Anordnung
so zu treffen, daß die äußeren Lager über Hebelgetriebe verstellbar sind, die ihrerseits
über einen Spindeltrieb mit Antriebsmotor betätigbar sind. Beispielsweise können die
äußeren Lager an Lenkern gelagert und mittels Doppelhebelsystem in der beschriebenen
Weise verstellbar sein.
[0006] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 die Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2 den Gegenstand nach Fig. 1 mit einer besonderen vorgegebenen Krümmung der
Waschwalzen und
Fig. 3 in einem Ausschnitt aus dem Gegenstand der Figur 2 eine andere Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0007] Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung 1 ist für die Reinigung von gekrümmten
Glasscheiben bestimmt. Sie besteht aus den zwei in äußeren Lagern 2 aufgenommenen
Waschwalzen 3, die übereinander angeordnet sind. Im Ausführungsbeispiel sind beide
Waschwalzen 3 angetrieben. Die Waschwalzen 3 sind der Krümmung der Glasscheiben entsprechend
gebogen und bilden einen entsprechend gekrümmten Waschbereich 4. Sie sind mit Waschborsten
5 versehen, die in den Waschbereich 4 hineinragen. - Wenn davon gesprochen wird,
daß die Waschwalzen 3 der Krümmung der Glasscheiben angepaßt sind, so impliziert dieses,
daß auch Glasscheiben mit einem unendlich großen Krümmungsradius, d. h. also auch
ebene Glasscheiben, gewaschen werden können.
[0008] Die Waschwalzen 3 weisen eine flexible Welle 6 auf, von denen im Ausführungsbeispiel
beide unmittelbar angetrieben sind. Die Bogenform der flexiblen Welle 6 ist durch
Verstellung der äußeren Lager 2 einstellbar. Das ergibt sich aus einer vergleichenden
Betrachtung der Fig. 1 und 2. Die Waschborsten 5 sind unmittelbar an den Wellen 6
befestigt. Die flexiblen Wellen 6 bestehen im Ausführungsbeispiel aus einem künstlichen
Elastomer, nämlich aus einem Polyurethanelastomer. Es handelt sich um Vollwellen.
Aus einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 1 und 2 einerseits, der Fig. 3 andererseits,
entnimmt man, daß die flexiblen Wellen 6 kreisförmig oder schraublinienförmig umlaufende
Nuten 7 aufweisen, die Stege bilden, und daß die Waschborsten 5 in diesen Stegen befestigt,
z. B. eingeklebt sind. Die flexiblen Wellen 6 besitzen einen Antrieb 8, der auf ein
über ein äußeres Lager vorstehendes Wellenende unmittelbar aufgesetzt ist. In den
Fig. 1 und 2 erkennt man Lenker 9 und Doppelhebelsysteme 10, die Hebelgetrieben angehören,
wobei die festen Punkte 11 der Hebelgetriebe 9, 10 durch entsprechende Schraffur
deutlich gemacht sind. Die äußeren Lager 2 sind über diese Hebelgetriebe 9, 10 verstellbar,
die ihrerseits über einen Spindeltrieb 12 mit Antriebsmotor 13 betätigbar sind.
1. Vorrichtung für die Reinigung von gekrümmten Glasscheiben, - mit zumindest zwei
in äußeren Lagern aufgenommenen Waschwalzen, die übereinander angeordnet sind und
von denen zumindest eine angetrieben ist, wobei die Waschwalzen der Krümmung der
Glasscheiben entsprechend sowie einen gekrümmten Waschbereich bildend gebogen und
mit Waschborsten versehen sind, die in den Waschbereich hineinragen, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschwalzen (3) eine flexible Welle (6) aufweisen, von denen zumindest eine
unmittelbar angetrieben ist und deren Bogenform durch Verstellung der äußeren Lager
(2) einstellbar ist, und daß die Waschborsten (5) unmittelbar an den Wellen (6) befestigt
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die flexiblen Wellen (6)
aus einem natürlichen oder künstlichen Elastomer bestehen.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
flexiblen Wellen (6) als Vollwellen ausgeführt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
flexiblen Wellen (6) kreisförmig oder schraubenlinienförmig umlaufende Nuten (7) aufweisen,
die Stege bilden, und daß die Waschborsten (5) in den Stegen befestigt sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
angetriebene flexible Welle (6) einen Antrieb (8) aufweist, der auf ein über ein äußeres
Lager (2) vorstehendes Wellenende unmittelbar aufgesetzt ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
äußeren Lager (2) über Hebelgetriebe (9, 10) verstellbar sind, die ihrerseits über
einen Spindeltrieb (12) mit Antriebsmotor (13) betätigbar sind.