(19)
(11) EP 0 394 891 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
31.10.1990  Patentblatt  1990/44

(21) Anmeldenummer: 90107610.9

(22) Anmeldetag:  21.04.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A47F 5/00, A47B 87/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE FR IT NL

(30) Priorität: 27.04.1989 DE 8905336 U

(71) Anmelder: Lohmann GmbH & Co. KG
D-56567 Neuwied (DE)

(72) Erfinder:
  • Koch, Reinhard
    D-5485 Sinzig/Franken (DE)

(74) Vertreter: Flaccus, Rolf-Dieter, Dr. 
Patentanwalt Sperlingsweg 32
50389 Wesseling
50389 Wesseling (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vorrichtung zur Präsentation von Gegenständen


    (57) Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Präsentation von Warenschau- und/oder Warenverkaufspackungen, Einzel­gegenstände oder dergleichen, die gekennzeichnet ist durch zwei Elemente, von denen das eine als im wesentlichen U-pro­filförmiges vorn und hinten offenes Gehäuse (1) und das andere als in das Gehäuse einsetzbarer Warenträger, Einlege­boden oder dergleichen (7) ausgebildet ist, wobei das Gehäuse (1) eine obere Deckplatte (2) und an diese an­schließende Seitenwände (3) sowie an das untere Ende der Seitenwände anschließende einwärts gerichtete Standstreifen (4) und der als Platte (8) mit einer angenähert der lichten Breite des Gehäuses entsprechenden Breite und einer zumin­dest angenähert der Tiefe des Gehäuses entsprechenden Länge ausgebildete Warenträger (7) eine hintere Aufkantung (9) nach oben und eine vordere etwa U-profilförmige Abkantung (10) nach unten aufweist.


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Präsentation von Warenschau- und/oder Warenverkaufspackungen, Einzel­gegenständen oder dergleichen.

    [0002] Zur Förderung des Verkaufs von Gegenständen aller Art ist es vorteilhaft, diese in geeigneter Weise zur Schau zu stellen, so daß ein für einen eventuellen Kauf in Betracht kommendes Publikum aufmerksam gemacht und zu einem eventuel­len Erwerb bewogen wird. Im Hinblick auf die nach Größe, Form und Aussehen gegebene Vielgestaltigkeit von Gegen­ständen, wie auch unter Berücksichtigung der sich diesbezüg­lich oft in sehr kurzer Zeit stark wechselnden Voraus­setzungen, kommt es aber nicht nur darauf an, eine optisch anspruchsvolle und eindrucksvolle Präsentation der Gegen­stände zu realisieren, diese vielmehr auch mit einem ver­tretbaren wirtschaftlichen und insbesondere technischen Aufwand in bestmöglicher Weise zu erreichen.

    [0003] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung zur Präsentation von Warenschau- und/oder Warenverkaufspackungen, Einzel­gegenständen oder dergleichen erreicht, die gemäß der Erfin­dung gekennzeichnet ist durch zwei Elemente, von denen das eine als im wesentliche U-profilförmiges vorn und hinten offenes Gehäuse und das andere als in das Gehäuse einsetz­barer Warenträger, Einlegeboden oder dergleichen ausgebil­det ist, wobei das Gehäuse eine obere Deckplatte und an diese anschließende Seitenwände sowie an das untere Ende der Seitenwände anschließende einwärts gerichtete Stand­streifen und der als Platte mit einer angenähert der lich­ten Breite des Gehäuse entsprechenden Breite und einer zumindest angenähert der Tiefe des Gehäuses entsprechenden Länge ausgebildete Warenträger eine hintere Aufkantung nach oben und eine vordere etwa U-profilförmige Abkantung nach unten aufweist.

    [0004] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung bildet das Gehäuse einen zwar einfachen, bei entsprechender Dimensionierung jedoch hinreichend stabilen Schutz für die in ihm unterge­brachten Gegenstände gegen Beschädigung sowie gegen Ver­schmutzung etwa durch Staub, läßt andererseits aber infolge seiner völlig offenen Frontpartie eine eingehende und unein­geschränkte Inaugenscheinnahme der im Gehäuse untergebrach­ten Gegenstände zu. Andererseits erlaubt es der Waren­träger, je nach Art und Ausbildung der zu präsentierenden Gegenstände eine mehr oder weniger große Anzahl derselben auf ihm einzuordnen und ihn zusammen mit den Gegenständen im Gehäuse unterzubringen oder auch nachträglich auf den bereits im Gehäuse untergebrachten Warenträger eine ent­sprechende Anzahl von Gegenständen anzuordnen. Ebenso läßt sich der Warenträger samt auf ihm angeordneter Gegenstände aber auch ausserhalb des Gehäuses, z.B. in einem Regal oder dergleichen aufstellen.

    [0005] Gehäuse und Warenträger können sowohl aus dem gleichen als auch aus verschiedenem Material hergestellt sein. Des­gleichen können das Gehäuse und der Warenträger je aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein. Vorteilhaft wird nach einem Vorschlag der Erfindung jedoch sowohl das Gehäuse wie auch der Warenträger einstückig geformt, wofür sich ver­schiedene Materialien, vor allem Kunststoffe, insbesondere duroplastische Kunststoffe, vorteilhaft eignen. Das ver­wendete Material kann sowohl opak wie auch transparent und mit unterschiedlichen Oberflächen, also glänzend oder auch matt sowie rauh oder glatt ausgebildet sein, wobei für das Gehäuse und den Warenträger eine unterschiedliche Ausbil­dung vorgesehen sein kann. Für den Fall, daß diese je aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein sollten, können ein­zelne Teile von Gehäuse und/oder Warenträger auch unter­schiedlich ausgebildet sein.

    [0006] Eine technisch besonders einfach realisierbare und kosten­günstige Ausführungsform von Gehäuse und Warenträger ergibt sich, wenn diese mit völlig planen Flächen und mit an allen Stellen gleicher Dicke ausgebildet werden, wobei zu Ver­meidung von Kratzern an den Aufstellunterlagen wie auch zur Vermeidung von Verletzungen beim Handhaben der Vorrichtung bzw. von deren Teilen die Übergänge der winklig miteinander verbundenen Flächen zweckmäßig mehr oder weniger stark abgerundet werden, was sich auch für die freien Enden der Flächen empfiehlt.

    [0007] Je nachdem, ob es sich bei den zu präsentierenden Gegen­ständen, seien es Einzelgegenstände oder auch Warenschau- und/oder Warenverkaufspackungen, um flache scheibenförmige oder andersartig geformte bzw. gestaltete Gegenstände han­delt, und je nachdem, in welcher Anzahl und Anordnung diese Gegenstände auf dem Warenträger bzw. auf diesem im Gehäuse angeordnet und präsentiert werden sollen, wird die hintere Aufkantung des Warenträgers entsprechend hoch ausgebildet. Für den Fall der Anordnung von scheibenförmigen Gegen­ständen bzw. Packungen parallel zu dieser Aufkantung wird letztere zeckmäßig so groß ausgebildet, daß sie zumindest angenähert der lichten Höhe des Gehäuses entspricht.

    [0008] Durch die vordere Abkantung des Warenträgers nach unten nimmt dessen Platte im Gebrauchszustand eine leicht nach hinten geneigte Lage ein. Wird der Winkel zwischen Platte und hinterer Aufkantung mit 90°C festgelegt, so nimmt auch die Aufkantung eine leicht nach hinten geneigte Lage ein, was bei Anordnung von scheibenförmigen Gegenständen bzw. Packungen parallel zur Aufkantung auch diesen eine leicht nach hinten geneigte Lage vermittelt, so daß diese gegen unbeabsichtigtes Herausfallen nach vorn hinreichend ge­sichert sind. Davon abweichend kann der Winkel zwischen Platte und hinterer Aufkantung aber auch größer oder kleiner als 90°C ausgebildet werden, wenn dafür ent­sprechende Voraussetzungen gegeben sind.

    [0009] Die zweifache vordere U-förmige Abkantung des Warenträgers wird zweckmäßig so vorgenommen, daß die gedachte Ver­längerung des freien Schenkels die durch die Platte und die hintere Aufkantung gebildeten Kante tangiert. Dadurch wird erreicht, daß im Gebrauchszustand des Warenträgers der freie Schenkel der vorderen Abkantung ganz flach bzw. eben auf seiner Unterlage aufliegt. Dazu kann in verschiedener Weise verfahren werden, beispielsweise so, daß die Abkan­tung zwischen der Platte und der im wesentlichen vertikal gerichteten vorderen Blende unter einem rechten Winkel und die Abkantung zwischen der Blende und dem freien Schenkel unter einem entsprechend kleineren Winkel erfolgt. Die vordere Blende nimmt dabei im Gebrauchszustand des Warenträgers eine leicht nach hinten geneigte Lage ein. Abweichend hiervon kann auch vorgesehen werden, die Abkan­tung so vorzunehmen, daß die vordere Blende im Gebrauchszu­stand des Warenträgers eine genau vertikale Lage einnimmt, wobei der Winkel zwischen Platte und Blende entsprechend kleiner als 90°C gewählt und der Abkantwinkel zwischen Blende und freiem Schenkel als rechter Winkel ausgebildet wird.

    [0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich in vorteilhaf­ter Weise zum Übereinanderstapeln mehrerer Vorrichtungen, wofür eine Vielzahl von verschiedenen Möglichkeiten gegeben ist. Um eine sichere Verbindung zwischen den einzelnen Vorrichtungen zu erzielen, werden nach einem Vorschlag der Erfindung die Eck- bzw. Endbereiche der Deckplatte und der Standstreifen des Gehäuses mit deckungsgleich angeordneten Verbindungslöchern versehen, in die dann entsprechend ausge­bildete Verbindungsstifte eingesetzt werden, oder es kann eine Verschraubung mittels Schrauben und Muttern vorgenom­men werden.

    [0011] Die in den Standstreifen angeordneten Verbindungslöcher können in Verbindung mit im freien Schenkel der vorderen Abkantung des Warenträgers ausgebildeten weiteren Verbin­dungslöchern und der Verwendung von geeigneten Verbindungs­mitteln dazu benutzt werden, eine sichere Halterung des Warenträgers im Gehäuse zu bewerkstelligen.

    [0012] Um ein rutschfestes und kratzfreies Aufstellen der Gehäuse auf Unterlagen wie Tischen, Theken, Regalen oder der­gleichen zu ermöglichen, sieht die Erfindung vor, in die Verbindungslöcher der Standstreifen der Gehäuse bzw. bei mehreren übereinander gestapelten Gehäusen des untersten Gehäuses stopfenartige Füße oder dergleichen aus Gummi, Kunststoff oder dergleichen von unten her einzusetzen. Diese Füße werden dabei so ausgebildet, daß sie mit ihrem Schaft über die Standstreifen nach oben überstehen und in die Verbindungslöcher des freien Schenkels des Warenträgers genügend weit hineinragen, um letzteren sicher an Ort und Stelle zu halten.

    [0013] Die hintere Aufkantung des Warenträgers kann nach einem Vorschlag der Erfindung vorteilhaft dazu benutzt werden, auf diese nach dem Einsetzen des Warenträgers in das Gehäu­se einen Plakataufstecker aufzubringen, der beispielsweise mit Informationen über die in der Vorrichtung präsentierten Gegenstände versehen sein kann, beispielsweise durch Be­ drucken oder mittels entsprechend gestalteten Aufklebern. In entsprechender Weise kann auch die vordere Blende des Warenträgers für Informationen benutzt werden, beispiels­weise durch Bedrucken oder Verwendung von geeigneten, insbe­sondere selbstklebenden Etiketten. Darüberhinaus können bei Verwendung geeigneter Materialien selbstverständlich alle Flächen des Gehäuses und des Warenträgers der erfindungsge­mäßen Vorrichtung für die Aufnahme von Informationen, insbe­sondere über die präsentierten Gegenstände, verwendet wer­den, wobei alle bekannten Techniken anwendbar sind.

    [0014] Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungs­beispiel gezeigt und wird im folgenden erläutert.

    [0015] Es zeigen:

    Figur 1 in verkleinerter perspektivischer Darstellung und in Einzelansicht das Gehäuse der neue­rungsgemäßen Präsentationsvorrichtung,

    Figur 2 in entsprechender Weise den Warenträger,

    Figur 3 in Ausschnitten die Vorgehensweise beim Verbinden der Vorrichtungsteile,

    Figuren 4 bis 6 in stark verkleinertem Maßstab verschiedene Beispiele für das Stapeln mehrerer Vorrichtungen,

    Figur 7 in gleicher Weise einen mit Gegenständen bestückten Warenträger für die Aufstellung außerhalb des Gehäuses auf einer Unterlage,

    Figur 8 die Anbringung eines Plakataufsteckers und

    Figur 9 in etwas größerem Maßstab in einem Ausschnitt die Blende eines Warenträgers mit auf dieser angebrachter Selbstklebetikette.



    [0016] Das hier einstücktig ausgebildete Gehäuse 1 weist die ebene obere Deckplatte 2, die vertikalen ebenen Seitenwände 3, sowie die zur Deckplatte 2 parallelen ebenen einwärts ge­richteten Standstreifen 4 auf. Deckplatte, Seitenwände und Standstreifen gehen mittels der leichten Rundungen 5 in­einander über. In den Eckbereichen der Deckplatte 2 sowie in den Endbereichen der Standstreifen 4 sind die Verbin­dungslöcher 6 ausgebildet. Höhe, Breite und Tiefe des Ge­häuses 1 sowie die Dicke der Deckplatte 2, der Seitenwände 3 und der Standstreifen 4 werden den Erfordernissen ent­sprechend ausgeführt, wobei die Dicke der flächigen Teile zweckmäßig überall gleichgroß bemessen wird, ebenso aber auch unterschiedlich ausgeführt werden könnte.

    [0017] Entsprechendes gilt auch in Bezug auf den Warenträger 7 der Figur 2, der die ebene Platte 8, die hintere Aufkantung 9 und die vordere U-förmige Abkantung 10 mit Blende 11 und freiem Schenkel 12 aufweist. Platte 8 und hintere Aufkan­tung 9 bzw. Blende 11 sind in einem Winkel von 90°C zueinan­der angeordnet, wogegen der Winkel zwischen Blende 11 und freiem Schenkel 12 weniger als 90°C beträgt und gerade so gewählt ist, daß die gedachte Verlängerung 13 des freien Schenkels 12 die durch die Platte 8 und die hintere Aufkan­tung 9 gebildete Kante 14 tangiert. Der freie Schenkel 12 ist mit den Verbindungslöchern 6 versehen, deren Abstand so bemessen und deren Anordnung so getroffen ist, daß sie beim Einschieben des Warenträgers 7 in das Gehäuse 1 mit den vorderen Verbindungslöchern 6 der beiden Standstreifen 4 deckungsgleich sind.

    [0018] Die Höhe der hinteren Aufkantung 9 und der Blende 11 sowie die Breite des freien Schenkels 12 können von Fall zu Fall festgelegt werden und werden stets so gewählt, daß ent­sprechend den zu präsentierenden Gegenständen die dafür geeignetste Ausführungsform der Vorrichtungsform sicherge­stellt ist. Der Warenträger 7 ist ebenso wie das Gehäuse 1 wiederum einstückig geformt, könnte selbstverständlich aber ebenfalls aus mehreren, gebenenfalls aus unterschiedlichen Materialien bestehenden, Teilen zusammengesetzt sein.

    [0019] Gemäß Figur 3a ist - wie durch den Pfeil 17 angedeutet - in den Standstreifen 4 des Gehäuses 1 von unten her der bei­spielsweise aus Gummi, Kunststoff oder dergleichen herge­stellte Fuß 15 in das Verbindungsloch 6 eingesetzt, wobei der Schaft 16 nach oben über den Standstreifen 4 übersteht. Der Schaft 16 wird, wie durch den Pfeil 18 angedeutet, von unten in das nicht gezeigte Verbindungsloch 6 des freien Schenkels 12 des Warenträgers 7 eingeführt. Entsprechendes gilt auch für den nicht gezeigten rechten Teil von Gehäuse 1 und Warenträger 7, so daß diese Teile hinreichend sicher miteinander verbunden sind. Für die Füße 15 kann grundsätz­lich wahlweise vorgesehen werden, diese in die Verbindungs­löcher einzudrücken, oder aber in die Verbindungslöcher einzuschrauben.

    [0020] Zum Verbinden zweier übereinander gestapelter Gehäuse 1 werden zunächst - wie in Fig. 3b durch den Pfeil 21 angedeu­tet - von oben in die Verbindungslöcher 6 der Deckplatte 2 des unteren Gehäuses 1a die etwa in ihrer Mitte mit dem Ringkragen 19 versehenen Verbindungsstifte 20 eingesteckt. Daraufhin wird das obere Gehäuse 1b - wie in Fig. 3c durch den Pfeil 22 wiederum angedeutet - durch Einführen des überstehenden oberen Teils 20a der Verbindungstifte 20 in die Verbindungslöcher 6 auf das untere Gehäuse 1, aufge­setzt, wodurch diese gegen seitliches Verrutschen relativ zueinander gesichert sind. Der obere Teil 20a der Verbin­dungsstifte 20 ist dabei so lang ausgebildet, daß die Ver­bindungsstifte 20 - wie in Figur 3d gezeigt - nach dem Aufsetzen des Gehäuses 1b auf das Gehäuse 1a noch über die Standstreifen 4 überstehen und beim Einsetzen des Waren­trägers 7b von unten in die nicht gezeigten Verbindungs­löcher 6 des freien Schenkels 12 eingreifen, so daß nunmehr die Gehäuse 1a und 1b und zusätzlich auch noch der Waren­träger 7b gegen seitliches Verschieben gesichert miteinan­der verbunden sind.

    [0021] Nach Figur 4 sind drei Gehäuse 1a, 1b und 1c deckungsgleich übereinander angeordnet. In den Gehäusen sind die Waren­träger 7a, 7b und 7c untergebracht, die in zwei nebeneinan­der angeordneten Reihen je mehrere hintereinander ange­ordnete Schau- bzw. Verkaufspackungen in vertikaler Anord­nung und parallel zur Vorderfront der Gehäuse aufweisen. Die Verbindung der Gehäuse und der Warenträger ist dabei so wie in Verbindung mit Figur 3 beschrieben vorgenommen, d.h. das unterste Gehäuse 1a, steht auf den Füßen 15, durch deren Schaft 16 der Warenträger 7a gehalten ist, wogegen die Verbindung zwischen den Gehäusen 1a und 1b bzw. 1b und 1c mittels Verbindungsstiften 20 vorgenommen ist, die gleichzeitig auch die Verbindung mit den Warenträgern 7b und 7c herstellen.

    [0022] Im Unterschied zu Figur 4 sind nach Figur 5 nur zwei der drei Gehäuse übereinander und ist das dritte Gehäuse daneben angeordnet, wobei dieses selbstverständlich auch an der anderen Seite plaziert sein könnte.

    [0023] Eine weitere Möglichkeit der Anordnung und gegenseitigen Verbindung von Gehäusen miteinander zeigt die Figur 6, nämlich eine brückenförmige Anordnung.

    [0024] Anstatt, wie in den Figuren 4 bis 6 gezeigt, nur je drei Gehäuse miteinander zu verbinden, könnte auch eine wesent­lich größere Anzahl von Gehäusen in der gezeigten Art und Weise miteinander verbunden werden. Ebenso könnte eine beliebige Anzahl von erfindungsgemäßen Vorrichtungen aber auch noch auf vielfache andere Art und Weise angeordnet und miteinander verbunden werden. Beispielsweise könnten neben­einander mehrere Säulen aus jeweils mehreren übereinander angeordneten Vorrichtungen vorgesehen werden oder könnte die Anordnung gemäß Figur 6 nach der Seite und auch nach oben durch eine gleichsam wabenförmige Anordnung fortge­setzt werden. Ebenso könnten beispielsweise vier in Abstän­den in quadratischer Verteilung angeordnete Vorrichtungen je mit einem Eckbereich mit einem Eckbereich einer darüber angeordneten weiteren Vorrichtung verbunden sein.

    [0025] Beispielhaft ist auch die gezeigte Anordnung der auf den Warenträgern angeordneten Packungen zu verstehen. Anstatt zu zweit nebeneinander könnte selbstverständlich auch eine einzige entsprechend längere Packung vorgesehen werden. Ebenso könnten die Packungen auch liegend oder um 90°C gedreht, also nicht parallel zur Front der Gehäuse sondern senkrecht zu diesen angeordnet werden. Je nach Art, Größe und Gestalt der zu präsentierenden Gegenstände könnte für die Vorrichtungen auch eine in der Draufsicht quadratische Form oder aber sowohl eine quadratische wie auch eine recht­eckige Form Verwendung finden.

    [0026] Ein Beispiel für die Möglichkeit der Präsentation von Gegen­ständen auf einem Warenträger 7 außerhalb eines Gehäuses zeigt die Figur 7. Anstelle der aufrechtstehenden Anordnung der scheibenförmigen Packungen könnte auch hier eine liegen­de Anordnung vorgesehen werden, eine Anordnung senkrecht zu der Blende 11 im wesentlichen jedoch nur dann, wenn der Warenträger 7 noch mit einer seitlichen Begrenzung versehen würde.

    [0027] In den Figuren 4 bis 6 ist die oberste Vorrichtung je mit einem Informationsträger, beispielsweise in Form eines doppelseitig bedruckten Plakataufsteckers 23, versehen. Wie aus den Figuren 7 und insbesondere 8 ersichtlich, sind diese Plakataufstecker 23 mit ihrem in nicht gezeigter Weise doppelwandig ausgebildeten unteren Ende auf die hin­tere Aufkantung 9 der Warenträger 7 aufgesteckt. Selbstver­ständlich könnten die Plakatauftecker 23 anstatt der gezeig­ten vierkantigen Form auch eine vielgestaltige andere Kon­tur aufweisen.

    [0028] Wie Figur 9 zeigt kann die Blende 11 der Warenträger 7 durch Aufbringen eines Selbstklebeetiketts 24 in der gezeig­ten oder auch in einer anderen Form und Größe ebenfalls dazu genutzt werden, Informationen - sei es für einen mög­lichen Kaufinteressenten oder aber für eigene Zwecke - zu vermitteln.

    [0029] Wie ohne weiteres zu erkennen ist, bestehen vielerlei Mög­lichkeiten der Gestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Beispielsweise ist es ohne weiteres denkbar, Gehäuse und Warenträger unter Beachtung der erforderlichen Stabilität anstatt mit völlig geschlossenen Flächen auch mit durchbrochenen, beispielsweise mit Belüftungsschlitzen oder mit ornamentalen Aussparungen versehenen, Flächen auszubilden. Ebenso ist es nicht in jedem Fall zwingend notwendig, alle Flächen völlig plan zu gestalten, vielmehr könnte ein Teil der Flächen auch gewölbt ausgebildet werden, beispielsweise die Seitenwände der Gehäuse oder die Blende der Warenträger. Desgleichen wäre es für eine sichere Auflage und Befestigung des Warenträgers - wiederum unter gebührender Beachtung der erforderlichen Stabilität und Festigkeit - in vielen Fällen auch ausreichend, anstelle von sich über die gesamte Tiefe des Gehäuses erstreckenden Standstreifen nur im vorderen und hinteren Bereich des Gehäuses entsprechende Abschnitte vorzusehen, was unter anderem auch für den freien Schenkel des Warenträges zutrifft.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zur Präsentation von Warenschau- und/oder Warenverkaufspackungen, Einzelgegenstände oder dergleichen, gekennzeichnet durch zwei Elemente, von denen das eine als im wesentlichen U-profilförmiges vorn und hinten offenes Gehäuse (1) und das andere als in das Gehäuse einsetzbarer Warenträger, Einlegeboden oder dergleichen (7) ausgebildet ist, wobei das Gehäuse (1) eine obere Deckplatte (2) und an diese anschließende Seitenwände (3) sowie an das untere Ende der Seitenwände anschließende einwärts gerichtete Standstreifen (4) und der als Platte (8) mit einer ange­nähert der lichten Breite des Gehäuses entsprechenden Brei­te und einer zumindest angenähert der Tiefe des Gehäuses entsprechenden Länge ausgebildete Warenträger (7) eine hintere Aufkantung (9) nach oben und eine vordere etwa U-profilförmige Abkantung (10) nach unten aufweist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) und/oder der Warenträger (7) einstückig geformt sind.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­net, daß das Gehäuse (1) und/oder der Warenträger (7) aus Kunststoff hergestellt sind.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) und/oder der Warenträger (7) aus einem duroplastischen Kunststoff hergestellt sind.
     
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeich­net, daß das Gehäuse (1) und/oder der Warenträger (7) aus einem transparenten Kunststoff hergestellt sind.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß alle Flächen des Gehäuses (1) und/oder des Warenträgers (7) in sich eben sind.
     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächen des Gehäuses (1) und/oder des Warenträgers (7) längs ihrer Kanten mittels Rundungen (5) ineinander übergehen.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die hintere Aufkantung (9) des Waren­trägers (7) rechtwinklig zur Platte (8) ausgebildet ist.
     
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der hinteren Aufkantung (9) zumindest angenähert der lichten Höhe des Gehäuses (1) entspricht.
     
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Schenkel (12) der vorderen Abkantung (10) des Warenträgers (7) so ausgebildet und angeordnet ist, daß seine gedachte Verlängerung (13) die von der Platte (8) mit der hinteren Aufkantung gebildete Kante (14) zumindest angenähert tangiert.
     
    11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen dem freien Schenkel (12) und der Stirnfläche (11) der vorderen Abkantung (10) des Warenträgers (7) gebildete Winkel zumindest angenähert 90°C beträgt.
     
    12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der zwischen der hinteren Aufkantung (9) und der gedachten Verlängerung (13) des freien Schenkels (12) der vorderen Abkantung (10) des Warenträgers (7) gebildete Winkel zumindest angenähert 90°C beträgt.
     
    13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckplatte (2) und die Stand­streifen (4) des Gehäuses (1) zur stapelbaren Verbindung mit weiteren Gehäusen (1) in ihren Eck- bzw. Endbereichen mit deckungsgleich angeordneten Verbindungslöchern (6) versehen sind.
     
    14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Schenkel (12) der vorderen Abkantung (10) des Warenträgers (7) in seinen seitlichen Endbereichen mit Verbindungslöchern (6) versehen ist, deren gegenseitiger Abstand mit dem gegenseitigen Abstand zwischen den vorderen und/oder hinteren Verbindungslöchern (6) der Standstreifen (4) des Gehäuses (1) übereinstimmt.
     
    15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekenn­zeichnet, daß sie zur gegenseitigen Verbindung von Gehäusen (1) miteinander stopfenförmige, etwa in ihrer Mitte mit einem Ringkragen (19) versehene Steckverbinder (20) auf­weist.
     
    16. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekenn­zeichnet, daß zur gegenseitigen Verbindung von Gehäusen (1) miteinander Schrauben und Muttern vorgesehen sind.
     
    17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit in die Verbindungslöcher (6) der Standstreifen (4) des Gehäuses (1) einsteck- oder ein­schraubbaren kratz- und rutschfesten Füßen oder dergleichen (15) versehen ist.
     
    18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit auf die hintere Aufkantung (9) des Warenträgers (7) aufsteckbaren doppelwandigen Plakatauf­steckern (23) versehen ist.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht