[0001] Die Erfindung betrifft eine Wickelvorrichtung zum gleichzeitigen Aufwickeln von
mehreren Materialbannen, insbesondere Photopolymerfilmen, auf Wickelkerne, mit mindestens
einer angetriebenen Wickelachse, auf der die Wickelkerne drehbar angeordnet sind,
und mit einer Drehmoment-Übertragungseinrichtung zur Übertragung eines Drehmoments
von der Wickelachse auf die Wickelkerne, die einen auf der Wickelachse verschiebbaren
Nabenteil und einen im Wickelkern verschiebbaren und in Dreh- und Axialrichtung in
diesem festlegbaren Kernaufnahmeteii aufweist.
[0002] In Längsschneidemaschinen wird eine Materialbahn von einer breiten Rolle abgewickelt
und durch Längsschnitte in eine Vielzahl von parallelen Materialbahnstreifen unterteilt.
Die so gebildeten Materialbahnstreifen werden gleichzeitig auf Wickelkerne aufgewickelt.
Die einzelnen Wickelkerne können dabei mit Abstand zueinander auf einer Wickelachse
angeordnet sein. In der Regel existie ren zwei Wickelachsen, auf denen die einzelnen
Wickelkerne versetzt zueinander angeordnet sind. Es hat sich dabei als zweckmäßig
erwiesen, die einzelnen Wickelkerne nicht mit identischer Drehzahl anzutreiben. Die
Wickelspannungen in den einzelnen Wickeln können sich dann unabhängig voneinander
einstellen und werden nur durch das den einzelnen Wickel antreibende Drehmoment beeinflußt.
[0003] Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art werden auf der Wickelachse abwechselnd
Nabenteile, Kernaufnahmeteile und Abstandshülsen angeordnet. Die Kernaufnahmeteile
und die Abstandshülsen können sich auf der Wickelachse frei drehen, während die Nabenteile
mit der Wickelachse drehfest verbunden, aber axial verschiebbar gelagert sind. Die
Nabenteile weisen eine Reibfläche auf, die gegen eine Reibfläche der zugehörigen Kernaufnahmeteile
reibt. Die notwendige Anpreßkraft wird von einer Feder erzeugt, die an einem Ende
der Welle angeordnet ist und alle Nabenteile, Kernaufnahmeteile und Abstandshülsen
auf einer Wickelachse zwischen sich und einem festen Gegenlager am anderen Ende der
als Welle ausgebildeten Wickelachse einspannt. Die Größe des übertragenen Drehmoments
wird durch die Federkraft bestimmt. Dabei wird an alle Wickel das gleiche Drehmoment
übertragen. Damit müssen alle Materialbahnstreifen die gleiche Breite haben. Die
Wickelspannung bei einem schmaleren Streifen wäre sonst höher als bei einem breiteren
Streifen. Durch die Reibung der Reibflächen aneinander entsteht ein feiner Staub,
der es nahezu unmöglich macht, die bekannte Wickelvorrichtung ohne zusätzliche aufwendige
Maßnahmen unter Reinraumbedingungen einzusetzen. Reinraumbedingungen sind aber z.B.
bei der Herstellung von Photopolymerfilmen unabdingbar. Weiterhin ist eine Änderung
des Schneidplanes, d.h. ein Wechseln der Breiten der einzelnen aufzuwickelnden Materialbahnstreifen,
äußerst aufwendig. Die Wickelachse muß praktisch vollkommen freigemacht und neu bestückt
werden, damit sich Kernaufnahme- und Nabenteile sowie die Abstandshülsen zur Übertragung
der Reibkraft an der richtigen Position befinden und nicht zufälligerweise ein Wickelkern
auf einer Abstandshülse angeordnet werden muß.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Wickelvorrichtung anzugeben,
die unter Reinraumbedingungen betreibbar ist und ein einfaches Verändern des Schneidplans
ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Wickelvorrichtung der eingangs beschriebenen Art dadurch
gelöst, daß die Drehmoment-Übertragungseinrichtung in radialer Richtung zwischen
Wickelachse und Wickelkern angeordnet ist, daß der Nabenteil auf der Wickelachse in
Axialrichtung festlegbar ist und daß einer der beiden Teile eine Magnetfeld-Erzeugungseinrichtung
aufweist, die ein Magnetfeld erzeugt, das zur Übertragung eines Drehmoments auf den
anderen der beiden Teile wirkt.
[0006] Durch die Drehmomentübertragung mit Hilfe eines Magnetfeldes entfällt jegliche Reibung,
die zu Staub führen könnte. Damit ist die erfindungsgemäße Wickelvorrichtung auch
unter Reinraumbedingungen einzusetzen. Die Drehmoment-Übertragungseinrichtung ist
zwischen Wickelachse und Wickelkern angeordnet, so daß kein Raum auf der Wickelachse
verschwendet werden muß, um irgendwelche Reibflächen unterzubringen. Abstandshülsen
sind nicht mehr notwendig, da der Nabenteil auch in axialer Richtung auf der Wickelachse
festlegbar ist. Für eine Veränderung des Schneidplanes reicht es somit aus, die einzelnen
Drehmoment-Übertragungseinrichtungen auf der Wickelachse axial zu verschieben, um
sie in eine für die Aufnahme eines Wickelkerns geeignete Position zu bringen. Dabei
ist es natürlich auch möglich, in den Lücken zwischen einzelnen Wickelkernen leerlaufende
Drehmoment-Übertragungseinrichtungen unterzubringen, um Reservepositionen für die
Aufnahme zusätzlicher Wickelkerne zu erhalten. Damit kann bei einer Schneidplanänderung
nicht nur die Breite der einzelnen Materialbahnstreifen geändert werden, sondern
es kann auch die Anzahl variiert werden, ohne daß eine vollständige Neubestückung
der Wickelachse notwendig ist. Die Drehmoment-Übertragungseinrichtung ist sehr kompakt
aufgebaut. Eine Bedienungsperson kann sie als einheitlichen Gegenstand handhaben,
der lediglich auf die Wickelachse aufgeschoben und dort fixiert werden muß. Danach
kann der Wickelkern auf die Drehmoment-Übertragungseinrichtung aufgeschoben werden.
Dadurch werden die Rüstzeiten beim Bestücken der Wickelachsen auf einen Bruchteil
der bisher benötigten Zeiten gekürzt. Dies beschleunigt den Produktionsprozeß erheblich.
Auch die Wechselzeiten während des normalen Produktionsprozesses, d.h. das Entfernen
von vollbewickelten Wickeln und das Aufbringen von leeren Wickelkernen sind geringer,
da die Wickelkerne lediglich über die Drehmoment-Übertragungseinrichtungen hinweggeführt
werden müssen. Die Zugspannung kann sehr gleichmäßig gehalten werden. Eine Beeinflussung
dieser Zugspannungswerte durch äußere Einwirkungen wie Wärme, Staub, Anfahrbeschleunigung
und Abbremsung ist nur in einem praktisch nicht meßbaren Umfang vorhanden. Ungenauigkeiten
in der Antriebsregelung werden ausgeglichen, da das magnetisch übertragene Drehmoment
in weiten Bereichen von der Antriebsdrehzahl unabhängig ist. Dies bedeutet, daß die
Antriebsmaschinen und ihre Regelung wesentlich billiger ausgeführt werden können,
da eine präzise Drehzahl- und Drehmomentregelung der Wickelachse nicht notwendig ist.
Neben Einsparungen bei den Beschaffungskosten vereinfacht dies auch die Wartung und
den Betrieb der Antriebsmaschine. Die Drehmoment-Übertragungseinrichtung ist weitgehend
wartungsfrei. Sie ist äußerst langlebig, da sie außer Lagern keine mechanisch gegeneinander
bewegten Teile und vor allem keine Verschleißteile besitzt. Die herkömmliche Wickelvorrichtung
kann durch einfaches Bestücken mit der neuen Drehmoment-Übertragungseinrichtung in
eine erfindungsgemäße Wickelvorrichtung umgerüstet werden.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die magnetische Kopplung zwischen Nabenteil
und Kernaufnahmeteil veränderbar. Die Kraft, die von dem einen Teil auf den anderen
Teil wirkt und für die Drehmoment-Übertragung verantwortlich ist, läßt sich also
einstellen. Damit ist es möglich, das gewünschte Drehmoment an unterschiedliche Materialbahnstreifenbreiten
anzupassen. Für einen breiteren Materialbahnstreifen ist ein größeres Drehmoment
erforderlich als für einen schmalen, wenn beide mit der gleichen Zugspannung bewickelt
werden sollen. Durch die Einstellbarkeit kann die Anzahl der vorzuhaltenden Drehmoment-Übertragungeinrichtungen
gering gehalten werden. Die eingestellten Zugspannungen, d.h. die eingestellten Drehmomente,
können mit sehr geringen Abweichungen eingehalten werden. Messungen haben ergeben,
daß die Abweichungen unter 5 % liegen. Die eingestellten Werte können mit einer einfachen
Zugspannungswaage, beispielsweise einer Federwaage, überwacht werden. Natürlich ist
es auch möglich, vor dem erstmaligen Einsatz der Drehmoment-Übertragungseinrichtung
eine Kalibrierung vorzunehmen und die so ermittelten Werte in einer Skala festzuhalten.
[0008] Die Magnetfeld-Erzeugungseinrichtung kann beispielsweise Elektromagnete aufweisen.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist sie jedoch Permamentmagnete auf. Damit
entfällt die Notwendigkeit, elektrische Energie auf die Wickelachse führen zu müssen.
Durch den Einsatz verschieden starker Magnete oder durch die Änderung der Anzahl der
Magnete läßt sich der Drehmomentbereich für einzelne Drehmoment-Übertragungseinrichtungen
festlegen.
[0009] Mit Vorteil verläuft die Hauptrichtung des Magnetfeldes in der Magnetfeld-Erzeugungseinrichtung
parallel zur Wickelachse. Die Magnetfeld-Erzeugungseinrichtung besteht aus mehreren
Permanent- oder Elektromagneten, die auch in radialer Richtung in einer gewissen Entfernung
von der Wickelachse angeordnet werden können. Damit ist es möglich, auch bei relativ
geringen Magnetfeldstärken ein größeres Drehmoment zu übertragen.
[0010] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Magnetfeld-Erzeugungseinrichtung
auf einer senkrecht zur Wickelachse angeordneten Trägerscheibe angeordnet, und das
Magnetfeld wirkt auf eine parallel dazu angeordnete Induktionsscheibe, wobei die
Trägerscheibe mit dem Nabenteil oder dem Kernaufnahmeteil und die Induktionsscheibe
mit dem jeweils anderen der beiden Teile drehfest verbunden ist und zwischen den beiden
Scheiben ein Luftspalt vorgesehen ist. Durch die Induktionsscheibe steht praktisch
in jeder Stellung der Magnetfeld-Erzeugungseinrichtung ein Gegenstück zur Verfügung,
auf das das Magnetfeld wirken kann. Es gibt keine Unterbrechungen im Gegenstück,
die zu Rastmomenten führen könnten. Der Luftspalt dient zur Linearisierung der Übertragungscharakteristik
der Drehmoment-Übertragungseinrichtung und stellt eine berührungsfreie Relativbewegung
zwischen Träger- und Induktionsscheibe sicher. Die Induktionsscheibe ist dabei aus
einem Material, das magnetischen Anziehungskräften unterliegt und sich aufgrund seiner
magnetischen und/oder elektrischen Eigenschaften einer Änderung des Magnetfelds widersetzt.
[0011] Um das von den Magneten aufgebaute Feld möglichst unverändert zu behalten, folgt
die Induktionsscheibe der Drehung der Trägerscheibe.
[0012] Mit Vorteil ist der Luftspalt einstellbar. Eine Änderung des Luftspalts und damit
eine Änderung des übertragenen Drehmoments und der Zugspannung ist auch auf der Wickelachse
möglich. Andererseits ist die Stärke des zu übertragenden Drehmoments auch einstellbar,
bevor die Drehmoment-Übertragungseinrichtung auf die Wickelachse aufgeschoben wird.
Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn lichtempfindliche Materialien, wie Photopolymerfilme
oder fotografische Silberhalogenidfilme, aufgewickelt werden sollen. Das Aufwickeln
muß dann zwangsläufig in einem Dunkelbereich erfolgen. Die Drehmomenteinstellung
kann aber außerhalb des Dunkelbereichs erfolgen, was eine wesentlich höhere Präzision
der Einstellung zuläßt und die Bedienung sehr erleichtert. Die Breite des Luftspalts
läßt sich leicht messen, so daß die Einstellung des richtigen Drehmoments mit einer
Fühlerlehre leicht nachgeprüft werden kann. Dadurch werden die Rüstzeiten für die
Einstellung des Drehmoments sehr kurz.
[0013] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Drehmomenteinrichtung modulartig
aufgebaut, wobei jedes Modul einen Nabenteil, einen Kernaufnahmeteil und eine Magnetfelderzeugungseinrichtung
aufweist. Dies vereinfacht die Vorratshaltung der verschiedenen Drehmoment-Übertragungseinrichtungen.
Im Prinzip reicht es aus, einen Typ von Drehmoment-Übertragungseinrichtungen mit einer
bestimmten Zahl von Modulen vorrätig zu halten. Wenn ein größeres Drehmoment erwünscht
wird, werden einfach zwei Module zusammengekoppelt. Da ein größeres Drehmoment in
der Regel nur bei breiteren Materialbahnstreifen erwünscht ist, gibt es hierbei auch
keine Platzprobleme.
[0014] Mit Vorteil leisten alle Module den gleichen Beitrag zur Drehmomentübertragung. Damit
spart man sich aufwendige Berechnungen. Dabei ist es von Vorteil, wenn das einzelne
Modul über einen so weiten Drehmomoment-Übertragungsbereich verstellt werden kann,
daß das übertragene Drehmoment bei der Maximalstellung größer ist als das übertragene
Drehmoment von zwei zusammengekoppelten Modulen bei der Minimalstellung.
[0015] Mit Vorteil sind die Nabenteile aller Module und die Kernaufnahmeteile aller Module
jeweils drehfest miteinander verbunden. Damit sieht sich die Bedienungsperson, auch
wenn mehrere Module miteinander gekoppelt sind, weiterhin einem einheitlich handhabbaren
Gegenstand gegenüber.
[0016] Dabei ist es von Vorteil, daß die Nabenteile aller Module und die Kernaufnahmeteile
aller Module jeweils zur gemeinsamen Verlagerung in Axialrichtung fest miteinander
verbunden sind. Wenn der Luftspalt verstellt werden soll, reicht es aus, den Luftspalt
eines Moduls zu verstellen. Aufgrund der axialen Verbindung der einzelnen Module
untereinander stellt sich dann automatisch der Luftspalt der anderen Module mit auf
den gewünschten Wert ein.
[0017] Mit Vorteil sind die Nabenteile und die Kernaufnahmeteile jeweils miteinander verschraubt.
Dazu trägt beispielsweise der Nabenteil des einen Moduls ein Außengewinde, während
der Nabenteil des benachbarten Moduls auf der benachbarten Seite ein Innengewinde
trägt. Dies führt zu einem kompakten Äußeren. Es müssen keine Flansche oder Befestigungslöcher
vorgesehen sein, durch die Schrauben oder andere Befestigungsmittel geführt werden
könnten. Das Gewinde kann auf herkömmliche Weise gegen Lösen gesichert werden.
[0018] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verläuft die Hauptrichtung
des Magnetfeldes in der Magnetfeld-Erzeugungseinrichtung radial zur Wickelachse.
Dies ist insbesondere beim Bewickeln von kleineren Wickeln mit Wickelkernen vorteilhaft,
die einen kleineren Innendurchmesser haben.
[0019] Mit Vorteil überdeckt der Kernaufnahmeteil die Magnetfeld-Erzeugungseinrichtung
ganz oder teilweise, wobei der Überdeckungsbereich einstellbar ist. Da die Verstellmöglichkeit
für den Luftspalt fehlt, wird die Drehmomentverstellung durch die Verstellung des
Überdeckungsbereichs realisiert.
[0020] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine Verstellvorrichtung vorgesehen,
die die magnetische Kopplung während des Aufwickelns kontinuierlich oder in einer
bestimmten Abhängigkeit von der Umdrehungszahl verändert. Ohne Veränderung des Drehmoments
läßt die Wickelspannung mit zunehmendem Durchmesser nach, was in der Regel erwünscht
ist. In Sonderfällen kann es jedoch auch nötig sein, die Zugsspannung im gesamten
Wickel konstant zu halten. Dann muß das Drehmoment in Abhängigkeit von dem Durchmesser
des Wickels vergrößert werden. Eine solche Verstellvorrichtung kann beispielsweise
durch axialen Druck oder Eingriff in ein Schraubgewinde den Luftspalt verändern.
[0021] Mit Vorteil weist der Antrieb der Wickelachse eine Rücklaufsperre auf, und eine
Materialbahnbremse ist vorgesehen. Dies stellt auch bei Wickelunterbrechungen einen
gleichmäßigen Wickelspiegel sicher, da beim Anhalten und Wiederanfahren die Wickelspannung
aufrechterhalten wird und kein Versatz im Wickelspiegel entsteht. Dies ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn Materialbahnstreifen aufgewickelt werden, die sandwichartig
ausge bildet sind, d.h. zwischen zwei Deckschichten eine flüssige oder zumindest
plastische Masse aufweisen. Nach dem Abschluß des Wickels werden diese Wickel mit
Endscheiben versehen, die ein Austreten der Zwischenschicht aus den Rändern verhindern
sollen. Bei einem Versatz des Wickels können diese Endscheiben nicht dicht genug an
dem Wickelspiegel anliegen, so daß die Abdichtfunktion nicht mehr gewährleistet ist.
[0022] Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung beschrieben. Darin zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Drehmoment-Übertragungseinrichtung,
Fig. 2 einen Schnitt II-II nach Fig. 1,
Fig. 3 eine weitere Drehmoment-Übertragungseinrichtung und
Fig. 4 ein Kennlinienfeld.
[0023] Eine Drehmoment-Übertragungseinrichtung 3 ist zwischen einer Wickelachse 1 und einem
Wickelkern 2 angeordnet. Die Drehmoment-Übertragungseinrichtung 3 weist einen Nabenteil
4 auf, der mit Hilfe einer Schraube 5 oder einer anderen Befestigungsvorrichtung in
Axial- und in Drehrichtung auf der Wickelachse 1 festgelegt ist. Die Drehmoment-Übertragungseinrichtung
3 weist weiterhin einen Kernaufnahmeteil 6 auf, der in bezug zum Nabenteil 4 drehbar
ist. Der Kernaufnahmeteil 6 ist auf dem Nabenteil 4 mit Hilfe von Lagern 7, 8 gelagert.
Der Kernaufnahmeteil 6 kann mit Hilfe eines Stellringes 9, der auf einem Gewinde 10
auf einem Ende des Nabenteils 4 gedreht werden kann, in bezug zum Nabenteil 4 in Axialrichtung
verschoben werden. Nach der Verschiebung verharrt der Kernaufnahmeteil aber in der
eingestellten Postition zum Nabenteil 4.
[0024] Der Nabenteil 4 weist drei Nabenmodule 11, 12, 13 und ein Abschlußstück 14 auf. Jedes
Nabenmodul 11, 12, 13 weist eine Trägerscheibe 15, 16, 17 auf, auf der Permanentmagnete
18, 19, 20 angeordnet sind. Die einzelnen Magnete haben einen etwa kreisförmigen Querschnitt
und sind beispielsweise aus dem Material Secolit der Firma Thyssen gebildet. Auf einer
Trägerscheibe 15, 16, 17 sind immer mehrere Magnete 18, 21, 22, 23 angeordnet, vorzugsweise
mindestens vier. Die Magnete haben eine solche Orientierung, daß die Hauptrichtung
des durch sie erzeugten Magnetfeldes etwa parallel zur Wickelachse 1 verläuft. Die
Magnete sind alternierend angeordnet, d.h. sie sind in Umfangsrichtung abwechselnd
mit ihrem Nordpol und mit ihrem Südpol mit der Trägerscheibe 15, 16, 17 verbunden.
Die Trägerscheibe 15, 16, 17 selbst ist aus Weicheisen oder aus einem anderen magnetisch
gut leitenden Werkstoff und schließt das Magnetfeld zwischen den einzelnen Permanentmagneten
18, 21, 22, 23 mehr oder weniger kurz.
[0025] Der Kernaufnahmeteil 6 weist drei Kernaufnahmemodule 24, 25, 26 und ein Abschlußstück
27 auf. Jedes Kernaufnahmemodul 24, 25, 26 weist eine Induktionsscheibe 28, 29, 30
auf, die den Trägerscheiben 15, 16, 17 gegenüberliegt. Die Induktionsscheiben bestehen
beispielsweise aus Oerstit 120 der Firma Thyssen. Zwischen den Induktionsscheiben
28, 29, 30 und den Trägerscheiben 15, 16, 17 befindet sich jeweils ein Luftspalt 31,
32, 33. Wenn nun der Kernaufnahmeteil 6 mit Hilfe des Stellringes 9 gegenüber dem
Nabenteil 4 beispielsweise nach links verschoben wird, vergrößern sich die Luftspalte
31, 32, 33, und das übertragene Drehmoment sinkt. Umgekehrt verkleinern sich die Luftspalte,
wenn der Kernaufnahmeteil 6 mit Hilfe des Stellringes 9 gegenüber dem Nabenteil
4 nach rechts bewegt wird, wodurch das übertragene Drehmoment steigt. In der Figur
sind die Luftspalte aus Gründen der Deutlichkeit übertrieben groß dargestellt. Die
Bewegung des Kernaufnahmeteils 6 nach links ist durch einen Anschlag 38 begrenzt.
Je größer die Luftspalte 31, 32, 33 sind, desto kleiner ist ein Spalt 37 zwischen
dem Kernaufnahmeteil 6 und dem Anschlag 38. Man kann die Einstellung des richtigen
Luftspalts durch Messen der Breite des Spalts 37 überprüfen. Man kann die Drehmoment-Übertragungseinrichtung
3 auch beispielsweise dadurch kalibrieren, daß auf dem Stellring 9 eine Markierung
und auf dem Nabenteil 4 eine Skalierung angebracht wird. Jeder Winkelstellung des
Stellringes 9 entspricht dabei einer vorbestimmten Luftspaltlänge. Anhand des Diagramms
von Fig. 4 wird deutlich, daß jeder Luftspaltlänge genau ein übertragenes Drehmoment
entspricht. Die unterschiedlichen Kurven in Fig. 4 betreffen unterschiedliche Magnetstärken
oder Magnetzahlen auf der Trägerscheibe.
[0026] Die Drehmoment-Übertragungseinrichtung 3 ist auch mit nur einem Modul funktionsfähig,
bei dem beispielsweise der Nabenteil 4 aus dem Nabenmodul 13 und dem Abschlußstück
14 und der Kernaufnahmeteil 6 aus dem Kernaufnahmemodul 24 und dem Abschlußstück
27 besteht. Die Module haben an einem Ende ein Außengewinde 34 und am anderen Ende
ein Innengewinde 35, mit dem sie ineinander verschraubbar sind. Das Gewinde kann
in herkömmlicher Art und Weise gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesichert werden. Durch
dies Verbindung wird einerseits sichergestellt, daß glatte Oberflächen von Kernaufnahmeteil
6 und Nabenteil 4 entstehen, so daß die Wickelachse 1 leicht eingeführt und der
Wickelkern 2 leicht aufgeschoben werden können. Andererseits ermöglicht diese Verbindung
auch, daß die axiale Bewegung eines Moduls auf die anderen Module übertragen wird.
Es reicht demnach aus, lediglich einen einzigen Stellring 9 zur Betätigung aller Module
vorzusehen.
[0027] Die Dimensionierung der Abstände zwischen der Rückseite der Trägerscheiben 15, 16,
17 und der Induktionsscheiben 24, 25, 26 der folgenden Module ist so gewählt, daß
das Magnetfeld beispielsweise des Permanentmagneten 18 nicht auf die Induktionsscheibe
25 wirkt. Dies wird einerseits dadurch erreicht, daß die Trägerscheibe 15 aus einem
magnetisch gut leitenden Werkstoff besteht, der das Magnetfeld praktisch kurzschließt,
und anderseits ein gewisser Mindestabstand zwischen der Trägerscheibe 15 und der
Induktionsscheibe 25 des nachfolgenden Moduls gewahrt bleibt.
[0028] Der Bereich des übertragbaren Drehmoments eines jeden Moduls kann durch die Verstellung
des Luftspalts zwischen einem Minimalwert und einem Maximalwert variiert werden. Dabei
ist der Maximalwert vorzugsweise mindestens doppelt so groß wie der Minimalwert. Dadurch
wird es möglich, daß eine stufenlose Drehmomenteinstellung über einen sehr großen
Bereich möglich ist. Wenn nämlich das mit einem Modul übertragbare Drehmoment in der
Maximalstellung nicht mehr ausreicht, verwendet man einfach zwei Module, die dann
in ihrer Minimalstellung betrieben werden können. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist jedoch der Verstellbereich eines einzelnen Moduls wesentlich größer. Hier ist
das maximal übertragbare Drehmoment eines Moduls mehr als achtmal so groß wie das
minimal übertragbare.
[0029] Die Luftspaltbreite kann auch durch Messen des Abstands der Stellringvorderkante
von der Vorderkante des Nabenteils 4 oder indirekt durch Messen der Breite des Spalts
37 gemessen werden, beispielsweise mit Hilfe einer einfachen Abstands- oder Fühlerlehre.
[0030] Die Permanentmagnete können auch durch Elektromagnete ersetzt werden. In nicht dargestellter
Weise kann die Wickelvorrichtung ferner eine Einstellvorrichtung aufweisen, die im
Betrieb, d.h. wenn sich die Wickelachse 1 dreht, den Stellring 9 erfaßt und dabei
kontinuierlich oder von Zeit zu Zeit mit Hilfe des Stellringes die Luftspalte 31,
32, 33 verändert. Ohne Veränderung der Luftspalte bleibt das auf den Wickelkern 2
und damit auf den Wickel übertragene Drehmoment konstant. Bei zunehmendem Wickeldurchmesser
sinkt damit die Zugspannung. Dies ist in der Regel auch erwünscht. Für Spezialfälle,
bei denen die Zugspannung aber über den gesamten Wickel konstant bleiben soll, ist
eine Änderung des Übertragenen Drehmomentes in Abhängigkeit vom Wickeldurchmesser
notwendig.
[0031] Der nicht dargestellte Antriebsmotor der Wickelachse 1 weist eine Rücklaufsperre
auf. Die aufgewickelte Materialbahn wird beim Anhalten dieses Motors durch eine Materialbahnbremse
gebremst. Da die Drehmoment-Übertragungseinrichtung 3 auch im Stillstand ein Drehmoment
überträgt, kann sich der Wickel nicht rückwärts abwickeln. Die Zugspannung bleibt
also auch bei einem Stillstand erhalten. Dies ermöglicht einen relativ gleichmäßigen
Wickelspiegel.
[0032] Der Wickelkern 2 ist auf dem Kernaufnahmeteil 6 mit Hilfe einer herkömmlichen einstellbaren
Halteeinrichtung 36 gehalten. Nach Lösen der Halteeinrichtung kann der Wickelkern
2 einfach von dem Kernaufnahmeteil 6 abgezogen werden. Wenn auf einer Wickelachse
1 mehrere Drehmoment-Übertragungseinrichtungen 3 angeordnet sind, haben sie alle
den gleichen Außendurchmesser, so daß die Wickelkerne problemlos über die einzelnen
Drehmoment-Übertragungseinrichtungen 3 hinweg abgezogen werden können. Bei einer
Schneidplanänderung, d.h. wenn die Breiten der einzelnen aufgewickelten Materialbahnstreifen
variieren, muß lediglich die Schraube 5 gelöst werden, die Drehmomentübertragungseinrichtung
in axialer Richtung auf der Wickelachse 1 verschoben und nötigenfalls auf das neue
Dremoment eingestellt werden. Dies kann auf der Welle geschehen.
[0033] Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform, die insbesondere für Wickelkerne mit
einem kleineren Durchmesser geeignet ist. Elemente, die denen der Fig. 1 entsprechen,
sind mit um 100 erhöhten Bezugszeichen versehen. Auf der Wickelachse 301 ist eine
Drehmoment-Übertragungseinrichtung 103 angeordnet, auf die ein Wickelkern 102 aufgeschoben
und auf übliche Weise befestigt ist. Die Drehmoment-Übertragungseinrichtung 103 weist
einen an der Wickelachse 101 befestigten Nabenteil 104 und einen Kernaufnahmeteil
106 auf. Der Kernaufnahmeteil 106 ist mit Hilfe von Lagern 107, 108 auf dem Nabenteil
104 drehbar gelagert und mit Hilfe eines Stellrings 109, der auf einem Gewinde 110
verdrehbar ist, in Axialrichtung verschiebbar gelagert.
[0034] Der Kernaufnahmeteil weist Permanentmagnete 118 auf. Die Hauptrichtung des Magnetfeldes
verläuft aber nicht in axialer, sondern in radialer Richtung. Auch hier sind die Permanentmagnete
wieder alternierend angeordnet, d.h. abwechselnd weist ein Nordpol, ein Südpol, ein
Nordpol etc. in Richtung auf die Wickelachse 101. Der Nabenteil 104 besteht größtenteils
aus einem magnetisch und elektrisch nicht leitenden Werkstoff 111, auf den durch das
Magnetfeld keine Kräfte übertragen werden können. Nur in einem axialen Teilabschnitt
ist eine Induktionsschicht 128 angeordnet, auf die das Magnetfeld Kräfte ausüben kann.
Durch Verschieben des Kernaufnahmeteils 106 in axialer Richtung gegenüber dem Nabenteil
104 läßt sich die Überdeckung der Permanentmagnete 118 mit dem Induktionsteil 128
verändern. Damit verändert sich auch die magnetische Kopplung. Je stärker die Überdeckung
zwischen den Permanentmagneten 118 und dem Induktionsteil 128 ist, desto größer ist
auch das übertragbare Drehmoment.
[0035] Der radiale Luftspalt zwischen dem Nabenteil 104 und dem Kernaufnahmeteil 106 ist
in der Figur nicht zu erkennen. Um eine möglichst gute magnetische Kopplung zu erreichen,
wird angestrebt, diesen Luftspalt so klein wie möglich zu halten. Im Extremfall reicht
es aus, die beiden Teile dicht benachbart, aber miteinander reibungsfrei zu führen.
Auch hier kann nach einer Kalibrierung aus der Breite des Spalts 137 zwischen dem
Kernaufnahmeteil 106 und dem auf dem Nabenteil 104 unverschiebbar angeordnete Anschlag
138 eine Aussage über das eingestellte Drehmoment gewonnen werden.
[0036] Natürlich kann im Fall der Fig. 1 die Magnetfelderzeugungseinrichtung auch im Kernaufnahmeteil
6 angeordnet werden, während die Induktionsscheiben dann zum Nabenteil 4 gehören.
Genauso können in Fig. 3 die Permanentmagnete auch am Nabenteil 104 angeordnet werden,
wenn der Induktionsteil 128 am Kernaufnahmeteil 106 angeordnet ist.
[0037] Fig. 4 zeigt eine Kurvenschar für drei verschiedene Ausführungsbeispiele, bei denen
die linke Kurve vier Permanentmagnete, die mittlere Kurve sechs Permanentmagnete
und die rechte Kurve acht Permanentmagnete auf der Trägerscheibe aufweist. Hieraus
läßt sich entnehmen, daß der Zusammenhang zwischen dem übertragenen Drehmoment und
der Luftspaltlänge in einem großen Teilbereich weitgehend linear ist.
1. Wickelvorrichtung zum gleichzeitigen Aufwickeln von mehreren Materialbahnstreifen,
insbesondere Photopolymerfilmen, auf Wickelkerne mit mindestens einer angetriebenen
Wickelachse, auf der die Wickelkerne drehbar angeordnet sind, und mit einer Drehmoment-Übertragungseinrichtung
zur Übertragung eines Drehmoments von der Wickelachse auf die Wickelkerne, die einen
auf der Wickelachse verschiebbaren Nabenteil und einen im Wickelkern verschiebbaren
und in Dreh- und Axialrichtung in diesem festlegbaren Kernaufnahmeteil aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Drehmoment-Übertragungseinrichtung (3, 103) in radialer
Richtung zwischen Wickelachse (1, 101) und Wickelkern (2, 102) angeordnet ist, daß
der Nabenteil (4, 104) auf der Wickelachse (1, 101) in Axialrichtung festlegbar ist
und daß einer der beiden Teile (4, 104; 6, 106) eine Magnetfeld-Erzeugungseinrichtung
(18-23, 118) aufweist, die ein Magnetfeld erzeugt, das zur Übertragung eines Drehmoments
auf den anderen der beiden Teile (6, 106; 4, 104) wirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetische Kopplung
zwischen Nabenteil (4, 104) und Kernaufnahmeteil (6, 106) veränderbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetfeld-Erzeugungseinrichtung
Permanentmagnete (18-23) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptrichtung
des Magnetfelds in der Magnetfeld-Erzeugungseinrichtung (18-23) parallel zur Wickelachse
(1) verläuft.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetfeld-Erzeugungseinrichtung
(18-23) auf einer senkrecht zur Wickelachse angeordneten Trägerscheibe (15-17) angeordnet
ist und das Magnetfeld auf eine parallel dazu angeordnete Induktionsscheibe (28-30)
wirkt, wobei die Trägerscheibe (15-17) mit dem Nabenteil (4) oder dem Kernaufnahmeteil
(6) und die Induktionsscheibe (28-30) mit dem jeweils anderen der beiden Teile (6,
4) drehfest verbunden ist und zwischen den Scheiben (15-17, 28-30) ein Luftspalt
(31-33) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftspalt (31-33)
einstellbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehmoment-Übertragungseinrichtung
(3) modulartig aufgebaut ist, wobei jedes Modul einen Nabenteil (11-13), einen Kernaufnahmeteil
(24-26) und eine Magnetfeld-Erzeugngseinrichtung (18-20) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß alle Module den gleichen
Beitrag zur Drehmoment-Übertragung leisten.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Nabenteile
(11-13) aller Module und die Kernaufnahmeteile (24-26) aller Module jeweils drehfest
miteinander verbunden sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nabenteile (11-13) aller Module und die Kernaufnahmeteile (24-26) aller Module jeweils
zur gemeinsamen Verlagerung in Axialrichtung fest miteinander verbunden sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Nabenteile (11-13)
und die Kernaufnahmeteile (24-26) von benachbarten Modulen jeweils miteinander verschraubt
sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hauptrichtung des Magnetfelds in der Magnetfeld-Erzeugungseinrichtung (118) radial
zur Wickelachse (111) verläuft.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Nabenteil (104)
oder der Kernaufnahmeteil (106) die Magnetfeld-Erzeugngseinrichtung (118) ganz oder
teilweise überdeckt, wobei der Überdeckungsbereich einstellbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Verstellvorrichtung vorgesehen ist, die die magnetische Kopplung während des Aufwickelns
kontinuierlich oder in einer vorbestimmten Abhängigkeit von der Umdrehungszahl verändert.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der
Antrieb der Wickelachse eine Rücklaufsperre aufweist und eine Materialbahnbremse
vorgesehen ist.