[0001] Es ist bekannt, dass es in vielen Situationen erforderlich sein kann eine Flüssigkeit
oder ein Fluid zu erwärmen . Diese Erhitzung kann auf verschiedene Art erzielt werden
, sehr verbreitet ist jedoch hauptsächlich die Methode das die Flüssigkeit enthaltende
Gefäss mit einer Wärmequelle in Berührung zu bringen oder in Alternative dazu in
die Flüssigkeit einen Körper zu tauchen , welcher in der Lage ist Wärme abzugeben
und welcher Wärme abgebend die Erwärmung bzw. die Erhitzung derselben bewirkt .
[0002] Diese Methode , wenn sie auch unter vielen Gesichtspunkten wirkungsvoll ist , insbesondere
wegen der Schnelligkeit mit der die Erwärmung erzielt werden kann , weist jedoch
den Übelstand auf nicht gleichförmig zu erhitzen , zumal die mit dem heizenden Element
in unmittelbarer Berührung stehende Flüssigkeit viel höhere Temperaturen erreicht
als die Flüssigkeit , welche sich in grösserer Entfernung befindet . Dies kann ausser
dem erwähnten Übelstand auch eine Veränderung der der Flüssigkeit eigenen Merkmale
bewirken , welche an einigen Stellen sehr hohe Temperaturen erreicht .
[0003] Zwecks Vermeidung der genannten Übelstände wurde deshalb ein dynamisches Heizgerät
erdacht und bereit gestellt , welches in der Flüssigkeit eine Turbulenz erzeugend
dieselbe unter Bewirkung der Erwärmung durch Reibung in Durchwirblung versetzt .
[0004] Das erfindungsgemässe Heizgerät besteht aus einem dichten Behälter , in dem von einem
Motor bewegt sich eine Welle dreht , welche eine gewisse Anzahl von vorzugweise löffelförmigen
Rührflügelnträgt . Die Rührschaufeln bzw. die Rührflügel sind zu zweit gekuppelt
und es ist zu entnehmen , dass die eine feststehend und die andere rotierend ist .
[0005] Die Kombinierung einer feststehenden Schaufel mit einer rotierenden Schaufel bewirkt
im Augenblick des Vorbeigehens der rotierenden Schaufel an der feststehenden Schaufel
einen Unterdruck , welcher dazu beiträgt die Bewegung des Fluids im Inneren des Heizgerätes
zu erhöhen .
[0006] Der Behälter ist offensichtlich mit einem Eintragsloch der kalten Flüssigkeit und
mit einem Austragsloch der erwärmten Flüssigkeit versehen , welche beide naheliegenderweise
mit geeigneten Mitteln zum Verschliessen versehen sind .
[0007] Die Drehung bringt mit sich , dass die im Behälter enthaltene Flüssigkeit oder das
Fluid im allgemeinen von den Flügeln in Durchwirblung versetzt ist und sich somit
durch Reibung erhitzt sei es durch die von den Rührflügeln gegen die Flüssigkeit erzeugte
Reibung sei es durch den Aufprall von Flüssigkeits- oder Fluidteilchen gegen andere
identische Teilchen .
[0008] Die beschriebene Erhitzungsmethode gestattet es im Inneren der Flüssigkeit eine homogene
Diffusion der Wärme und eine kontinuierliche Vermischung der Flüssigkeit selbst zu
haben .
[0009] Wie vorstehend bereits erwähnt ist das erfindungsgemässe dynamische Heizgerät gekennzeichnet
durch eine Rührvorrichtung , welche im wesentlichen aus von einem Motor bewegten Schaufeln
besteht . Es ist hier einleuchtend , dass vorgesehen werden können sowohl Fühlmittel
, welche geeignet sind die von der Flüssigkeit erreichte Temperatur zu messen , als
auch Mittel , welche geeignet sind den Betrieb der Vorrichtung zu regeln u.zw. hinsichtlich
der Betriebszeit in bezug auf die zu erreichende Temperatur .
[0010] Was bisher im wesentlichen angeführt kann nachstehend mit der ausführlichen Beschreibung
anhand der anliegenden Zeichnungen besser verstanden werden . In den Zeichnungen
selbst zeigen :
Fig. 1 einen Längsschnitt der erfindungsgemässen Vorrichtung ;
Fig. 2 eine mögliche Anänderung der Vorrichtung nach Fig. 1 .
[0011] Bezugnehmend auf die Fig. 1 besteht das erfindungsgemässe Heizgerät aus einem dichten
Behälter 10 , in welchen eine Antriebswelle 2 eingefügt ist , welche die Bewegung
von einem äusseren Motor 1 erhält und diese auf die Achse 3 überträgt , an der vermittels
geeigneter Arme 4 die Drehflügel 5 verbunden sind , welche im gezeigten Ausführungsbeispiel
vier sind .
[0012] Die unteren Flügel 6 sind feststehend , sodass bei jedem Vorbeigang der Drehflügel
5 zwischen dem Flügel 5 und dem Flügel 6 ein Unterdruck entsteht , welcher zur Mischung
des Fluids und zur Erwärmung desselben beiträgt , welche wie erwähnt im wesentlichen
durch Reibung erfolgt , eine Reibung , welche zwischen der Flüssigkeit und den Flügeln
der Vorrichtung und zwischen den verschiedenen Teilchen der Flüssigkeit selbst verursacht
wird .
[0013] Aus der Fig. 1 ist es möglich zu entnehmen , dass die Vorrichtung oben mit einem
Eintragsloch der zu erhitzenden Flüssigkeit und unten mit einem Austragsloch versehen
ist , welches nach Erreichen der gewünschten Temperatur den Austrag der Flüssigkeit
gestattet .
[0014] Es ist einleuchtend , dass die Vorrichtung sowohl mit Fühlern , welches es gestatten
die erreichte Temperatur zu messen , als auch mit mit diesen verbundenen Zeit gebern
versehen sein kann , welche es gestatten nach Erreichen der gewünschten Temperatur
die Vorrichtung abzuschalten .
[0015] Es ist ebenso einleuchtend , dass während im gezeigten Beispiel die vorgesehenen
Flügel acht sind , u.zw. vier feststehende und vier bewegliche , deren Anzahl je nach
den Erfordernissen zweckdienlich erhöht oder vermindert werden kann .
[0016] Um den Wirkungsgrad des erfindungsgemässen dynamischen Heizgerätes weiters zu verbessern
wird hier nachstehend anhand der Fig. 2 eine mögliche Abänderung beschrieben , wo
der Apparat ein rotierendes Element und ein feststehendes Element und ein Flüssig-
Extraktionslaufrad verwendet , indem die molekulare Erwärmung infolge der Drehung
des rotierenden Elementes erhalten wird , welches die Flüssigkeit mit Zentrifugalkraft
in den toroidförmigen Hohlraum drückt .
[0017] Bezugnehmend auf diese mögliche Abänderung schliesst das Elemente 1 den Eingang der
Flüssigkeit , die Kammer 2 , in der sich das mit dem kreisrunden Hohlraum 7 versehene
Element 3 dreht , und den Zwischenraum 4 ein , und schliesst weiter den Durchgang
5 für die Flüssigkeit und die Kammer 6 ein .
[0018] In der Fig. 2 sind weiter sichtbar der Zwischenraum 8 zugegen zwischen rotierenden
Element 3 und feststehenden Element 10 mit dem kreisrunden Hohlraum 9 und dem Durchgang
der Flüssigkeit 11 .
[0019] Die Flüssigkeit fliesst dann zur Kammer 12 des feststehenden Elementes 10 und geht
zum Eingang des Laufrades 13 und somit zum Ausgang 14 der erhitzten Flüssigkeit.
[0020] Die von der erfindungsgemässen Vorrichtung herrührenden Vorteile sind wie gesagt
eine vollkommen gleichförmige Erwärmung der Flüssigkeit oder des Fluids erhalten zu
können , u.zw. ohne Überhitzungsgefahr einiger Teile davon und somit ohne Veränderung
der Merkmale der Flüssigkeit selbst für Bereiche , die mit dem Heizgerät in unmittelbarer
Berührung stehen .
[0021] An der vorstehenden Ausführung können alle jene Änderungen vorgenommen werden ,
die sich bei der Herstellung und der praktischen Anwendung als nützlich erweisen sollten
ohne damit vom Rahmen der Erfindung abzuweichen , die den nachstehenden Patentansprüchen
nochmals zu entnehmen ist .
1.)Dynamisches Heizgerät , gekennzeichnet durch einen dichten Behälter (10) , in welchen eine Antriebswelle (2) eingefügt ist
, welche die Bewegung von einem äusseren Motor (1) erhält und diese auf die Achse
(3) überträgt , an der vermittels geeigneter Arme (4) die Drehflügel (5) verbunden
sind .
2.)Dynamisches Heizgerät , nach dem vorstehenden Anspruch , dadurch gekennzeichnet , dass die Drehflügel (5) vorzugsweise löffelförmig gestaltet und gepaart sind und
die diesbezüglichen Konkavitäten zwei zu zwei eine der anderen gegenüberliegend angeordnet
sind .
3.)Dynamisches Heizgerät , nach dem vorstehenden Anspruch , dadurch gekennzeichnet , dass die unteren Flügel (6) feststehend sind , sodass bei jedem Vorbeigang der
Drehflügel (5) zwischen dem Flügel (5) und dem Flügel (6) ein Unterdruck entsteht
, welcher zur Mischung des Fluids und zur Erwärmung desselben beiträgt , welche wie
gesagt im wesentlichen durch Reibung erfolgt .
4.)Dynamisches heizgerät , nach dem vorstehenden Anspruch , dadurch gekennzeichnet , dass die Vorrichtung oben mit einem Eintragsloch der zu erhitzenden Flüssig keit
und unten mit einem Austragsloch versehen ist , welches nach Erreichen der gewünschten
Temperatur den Austrag der Flüssigkeit gestattet .
5.)Dynamisches Heizgerät , nach dem vorstehenden Anspruch , dadurch gekennzeichnet , dass die Vorrichtung sowohl mit Fühlern , welche es gestatten die erreichte Temperatur
zu messen , als auch mit mit diesen verbundenen Zeitgebern versehen sein kann , welche
es gestatten nach Erreichen der gewünschten Temperatur die Vorrichtung abzuschalten
.