[0001] Die Erfindung betrifft einen Formteil aus flächigem Werkstoff zur Herstellung von
rohrförmigen Teilen mit Längsnaht, in der die parallel zur Achse des Rohres verlaufenden
Ränder des Formteils durch eine Schließvorrichtung, insbesondere Falzfaltung, miteinander
verbunden sind, wobei der Formteil durch elastisches Verformen zu dem Rohr bzw. Rohrstück
schließbar ist.
[0002] Bei der Herstellung von Rohrleitungen mit größerem Querschnitt aus Blechrohren,
wie sie für Lüftungs-, Klimaanlagen u. dgl. verwendet werden, wurden bislang die
fertigen Rohrstücke zur Baustelle transportiert und dort miteinander zum Rohrleitungssystem
zusammengefügt.
[0003] Die bekannten Rohrstücke für solche Lüftungs- oder Kli- maanlagen sind entweder kastenförmige
Blechrohrabschnitte oder aber gewickelte Rohre.
[0004] Dadurch, daß die Rohrstücke fertig zur Baustelle geliefert werden, nehmen sie ein
unverhältnismäßig großes Transportvolumen ein und es besteht darüber hinaus die Gefahr,
daß die Rohrstücke während des Transportes oder beim Transport vom Hersteller zum
Verwendungsort bzw. beim Auf- und Abladen beschädigt werden. Man ist daher auch schon
dazu übergegangen, bei größeren Baustellen Wickelmaschinen für Lüftungsrohre unmittelbar
aufzubauen und die Rohre dort herzustellen.
[0005] Aus der AT-PS 321 681 ist ein Verfahren zum Herstellen einer Verbindung zweier Flächenelemente
bekannt. Bei dem bekannten Verfahren werden die Flächenelemente miteinander durch
eine Falzfaltung verbunden.
[0006] Die DE-AS 25 58 269 betrifft eine Falzmaschine zur Verbindung von Segmentrohrbogen,
ohne daß nähere Angaben darüber enthalten sind, wie die Segmentrohrbogen selbst hergestellt
werden können.
[0007] Die GB-PS 1 536 703 beschreibt eine Vorrichtung zur Herstellung von Blechformteilen,
wobei die in dieser Vorrichtung hergestellten Blechformteile nicht zu Rohren oder
Rohrstücken zusammengebogen werden sollen.
[0008] Die US-PS 4 462 237 beschäftigt sich mit der Herstellung von Abstandhalterrahmen
für Isolierglas aus Metallbändern, wobei die Profile in einer Formstation in einem
Zug durch Rollformen hergestellt werden. Irgendein Hinweis auf die Herstellung von
Formteilen, die dann zu einem Rohr oder Rohrstück schließbar sind, sind der US-PS
4 462 237 nicht zu entnehmen.
[0009] Die US-PS 4 805 592 beschäftigt sich mit der Verbindung von Metallblechen, wobei
eine kraftschlüssige Verbindung dadurch erreicht werden soll, daß aus dem einen Blech
Zungen hochgebogen werden, unter die das zweite Metallblech eingeschoben wird, worauf
dann die Zungen wieder niedergedrückt werden und gleichzeitig der Rand des zweiten
Metallbleches verformt werden soll.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Formteil der eingangs genannten Gattung
anzugeben, aus dem durch Schließen des Vorformlings ein Rohrstück einfach hergestellt
werden kann.
[0011] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Formteil parallel zur Richtung
der Achse des aus dem Formteil herzustellenden Rohres bzw. Rohrstückes gebogen bzw.
gekantet ist, wobei die beiden die Naht bildenden Längsränder des Formteils im entspannten
Zustand desselben einen Abstand voneinander aufweisen, der das Einlegen eines weiteren
Formteils gestattet, und daß die Querschnitts form des Formteils im entspannten Zustand
desselben einen Verlauf besitzt, der unter der Einwirkung der im zum rohrförmigen
Teil verformten Formteil auf diesen durch die Schließvorrichtung einwirkenden Kräfte
und Momente der gewünschten Querschnittsform des rohrförmigen Teils entspricht.
[0012] Der erfindungsgemäße, als Vorformling für die Herstellung von Rohren bzw. Rohrstücken
dienende Formteil hat den Vorteil, daß er in sich weitere Formteile aufnehmen kann,
so daß sich die Vorformlinge für die Rohre einfach ineinander schlichten lassen und
wenig Raum beanspruchen. Beispielsweise besitzt der Vorformling eine flach U-förmige
bis C-förmige Querschnittsform, wobei die Krümmung in Richtung der Längsachse verläuft.
[0013] Der erfindungsgemäße Vorformling kann für die Herstellung runder, ovaler, rechteckiger
oder allgemein polygonaler Querschnittsformen mit abgerundeten Ecken verwendet werden.
Mit Vorteil sind die Krümmungen im Vorformling so vorgebildet, daß durch ein vorwiegend
elastisches Zusammendrücken des Vorformlings der gewünschte Rohrquerschnitt entsteht.
Die offene Krümmung des erfindungsgemäßen Formteils weist im entspannten Zustand
den Krümmungsverlauf auf, der im geschlossenen Zustand entsprechend der Biegegleichung
die Biegelinie dem Kreis bzw. dem gewünschten Querschnitt entspricht. Ausgehend von
der gewünschten Endform, z.B. dem kreisrunden Rohr, ist über die Schließbedingung
durch die Momentengleichung und die Biegegleichung die Vorform definiert. Die Querschnittsform
des Formteils ist über die Schließkraft und die Schließbedingung definiert, wobei
zusätzlich berücksichtigt ist, daß mehrere Formteile ineinander gelegt werden können.
[0014] Für die Verbindung der beiden Ränder zur Naht des Rohrstückes bei der Herstellung
desselben aus dem Vorformling gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Bevorzugt
wird eine falzartige Verbindung gewählt, die sich ohne großen Aufwand schließen läßt.
Bevorzugte Ausgestaltungen hiefür und für die Sicherung des gebildeten Falzes sind
Gegenstand der Unteransprüche.
[0015] Eine bevorzugte Ausführungsform einer solchen Falzfaltung zeichnet sich dadurch aus,
daß einer der miteinander zu verbindenden Ränder des Formteiles, wie an sich bekannt,
nach außen abgekantet ist, daß der gegenüberliegende Rand zu einer an sich bekannten
schlaufenartigen Falzfaltung geformt ist, in den die Abkantung einführbar ist, daß
die Abkantung mit dem Formteil einen stumpfen Winkel einschließt und daß die Mittelebene
der schlaufenartigen Falzfaltung mit der Ebene des Formteiles einen spitzen Winkel
einschließt, wobei sich die beiden Winkel zueinander auf 180° ergänzen.
[0016] Eine Ausführungsform, die sich besonders für Vorformlinge zur Herstellung von Rohrstücken
aus besonders dünnwandigem Blech eignet, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Ausklinkung
mit dem Formteil einen stumpfen Winkel einschließt und daß die Mittelebene der Schlaufe
mit der Ebene des Formteiles einen spitzen Winkel einschließt, wobei sich die beiden
Winkel zueinander auf 180° ergänzen.
[0017] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung
bevorzugter, in den Zeichnungen gezeigter Ausführungsbeispiele. Es zeigt: Fig. 1
einen Formteil zur Herstellung eines runden Rohres, Fig. 2 einen Formteil zur Herstellung
eines rechteckigen Rohres, Fig. 3 eine Falzfaltung, Fig. 4 eine Draufsicht auf die
Falzfaltung von Fig. 3, Fig. 5 eine Falzfaltung, die in mehrere Abschnitte unterteilt
und wechselseitig umgebogen ist, Fig. 6 eine Draufsicht auf die Falzfaltung von Fig.
5, Fig. 7 miteinander zu einer Falzfaltung zu verbindende Randbereiche, Fig. 8 eine
weitere Ausführungsform einer Schließvorruchtung, Fig. 9 ein aus Rohrstücken zusammengesetztes
Luftrohrsystem, die Fig. 10 und 11 Schnittführungen zur Herstellung von Formteilen
für die Herstellung von Rohrstücken, Fig. 12 einen Formteil zur Herstellung des rechteckförmigen
Rohres und Fig. 13 ein aus dem Formteil von Fig. 12 hergestelltes Rohr.
[0018] Ein in Fig. 1 dargestellter Formteil 20 ist etwa C-förmig vorgebogen und weist an
seinem Längsrand 2 eine schlaufenförmige Falzfaltung 8 und an seinem Längsrand 3
eine Abkantung 9 auf. Zur Herstellung eines runden Rohres, wie in Fig. 1 strichliert
dargestellt, wird der Formteil 20 unter Annäherung seiner Längsränder 2 und 3 gebogen
und die Abkantung in die schlaufenförmige Falzfaltung 8 geschoben, wodurch eine Falzverbindung
1 geschaffen wird. Der Formteil 20 ist im Mittelbereich zwischen den Längsrändern
2 und 3 weniger stark vorgebogen als im Bereich seiner Längsränder 2 und 3, da beim
Zusammenbiegen im Mittelbereich stärkere Biegemomente auftreten als im Bereich der
Längsränder und sich dieser Mittelbereich daher beim Zusammenbiegen stärker verformt.
Durch das unterschiedlich starke Vorbiegen erhält man nach dem Zusammenbiegen des
Formteils 20 die kreisrunde Querschnittsform des Rohres.
[0019] Ein in Fig. 2 dargestellter Formteil 21 kann zu einem Rohr mit rechteckförmiger Querschnittsform
zusammengebogen werden. Die Längskanten 22, 23 und 24 des rechteckförmigen Rohres
sind im Formteil 21 vorgeformt. Auch die Flächen können, wie durch die strichlierte
Linie angedeutet, nach innen vorgebogen sein, wodurch nach dem Zusammenbiegen des
Formteiles 21 zum Rohr ebene Flächen entstehen. Die beiden Flächen zwischen den Kanten
22 und 24 des Formteiles 21 sind stärker vorgebogen als die beiden, den Rändern 2
und 3 benachbarten Flächen, da sie sich beim Zusammenbiegen stärker verformen. Ebenso
ist der vorgeformte, von den Flächen eingeschlossene Winkel an der Längskante 23 größer
als der Winkel an den Kanten 22 und 24. Die vierte Längskante wird von der Falzverbindung
1 gebildet.
[0020] Es ist auch eine Ausführungsform eines Formteiles für Rohre mit rechteckigem oder
quadratischem Querschnitt möglich, bei der die Falzverbindung 1 im Bereich einer Wand
des Rohres angeordnet ist (vgl. Fig. 12 und 12).
[0021] In Fig. 3 ist eine Falzverbindung 1 der zwei Längsränder 2 und 3 des zum Rohr geschlossenen
Formteils 20 gezeigt. Am Längsrand 2 ist die schlaufenförmige Falzfaltung 8 ausgebildet,
die im spitzen Winkel vom Längsrand 2 wegragt. Die Abkantung 9 am Längsrand 3 ist
aus der Tangentialbene des Längsrandes 3 in einem mit der Falzfaltung 8 korrespondierenden,
stumpfen Winkel ausgekantet (sh. Fig. 7). Die beiden Längsränder 2 und 3 stoßen entlang
einer Fußlinie 4 aneinander. Um die Falzverbindung 1 gegen Auseinanderziehen zu sichern,
wird die Falzfaltung 8 wellenförmig gebogen, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist.
[0022] In den Fig. 5 und 6 ist eine andere Form der Sicherung der Falzverbindung 1 gegen
Auseinanderziehen dargestellt. Die zur Falzverbindung 1 zusammengesteckte schlaufenförmige
Falzfaltung 8 am Längsrand 2 und die Abkantung 9 am Längsrand 3 sind quer zur Längsrichtung
der Falzverbindung 1 durch Schnitte 7 unterteilt, so daß Abschnitte 5 und 6 entstehen,
die abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen umgebogen sind.
[0023] In Fig. 8 ist eine Falzverbindung, bestehend aus zwei Abkantungen 11 und 12 an den
beiden Längsrändern 2 und 3 und einer U-förmigen Profilleiste 10 dargestellt. Die
beiden Längsränder der Bauteile 2 und 3 werden mit ihren Abkantungen 11 und 12 flach
aneinandergelegt und anschließend wird die U-förmige Profilleiste 10 darübergeschoben.
Zum Sichern der Falzverbindung kann diese, wie in den Fig. 3 und 4 dargestellt, verbogen
werden. Die Sicherung der Falzverbindung gemäß Fig. 8 kann auch wie in Fig. 5 und
6 ausgeführt sein, wobei die Schnitte 7 im Ab stand von den freien Längsrändern der
Profilleiste 10 enden.
[0024] In Fig. 9 ist ein aus aus erfindungsgemäßen Formteilen hergestellten Rohrstücken
zusammengesetztes Luftrohrsystem dargestellt.
[0025] Die Rohrstücke 26 sind aus einem in Fig. 10 dargestellten Blechzuschnitt 29 hergestellt.
Die Schnittkanten 27 und 28 sind dabei so gelegt, daß die Bäuche und Täler der Wellen,
welche die Schnittkante bilden, einander jeweils gegenüberliegen. Aus den dabei entstehenden
Blechzuschnitten 29 werden zu Rohrstücken 26 mit in zur Rohrachse schrägen Ebenen
liegenden Enden geformt.
[0026] In Fig. 11 ist ein Blechzuschnitt 29 zur Herstellung von Rohrstücken mit rechteckiger
Querschnittsform dargestellt, wobei die Enden der Rohrstücke in zur Achse der Rohrstücke
schrägen Ebenen liegen. Die Schnittkanten 27 verlaufen hier entsprechend dem rechteckigen
Profil geradlinig und abschnittweise abgewinkelt. Für die Herstellung von Formteilen
für die Herstellung von Rohren mit anderen polygonalen Querschnitten werden sinngemäße
Schnittführungen angewendet.
[0027] Ein in Fig. 12 dargestellter Formteil 31 dient zur Herstellung eines Rohres mit
rechteckförmigem Querschnitt, das in Fig. 13 gezeigt ist. Die Falzverbindung 41 befindet
sich in der Mitte einer der Flächen, die sich aus den Teilflächen 34 und 36 zusammensetzt,
und ist versenkt angeordnet.
[0028] Die Flächen 32 bis 36 sind vorgebogen, wobei die Fläche 32 am stärksten, die Flächen
33 und 35 weniger und die Teilflächen 34 und 36 am wenigsten vorgebogen sind. Die
runden Kanten 37, 38, 39 und 40 sind im Formteil 31 ebenfalls bereits vorgebogen,
wobei die Längskanten 39 und 40 stärker vorgebogen sind als die Längskanten 37 und
38.
[0029] Nach dem Zusammenbiegen des Formteils 31 und Schließen der Falzverbindung 41 entsteht
das in Fig. 13 dargestellte Rohr mit ebenen Flächen 32 bis 36 und gleich runden Längsrändern
37 bis 40.
[0030] Die erfindungsgemäßen Formteile eignen sich besonders für die Herstellung von Brennkammerrohren
und für dünnwandige Rohre. Als Werkstoff für den Formteil kann neben Blech aus Metall
jeder andere flächige Werkstoff verwendet werden, so auch Schichtwerkstoffe, wie
kunststoffbeschichtete Metallbleche.
1. Formteil aus flächigem Werkstoff zur Herstellung von rohrförmigen Teilen mit Längsnaht,
in der die parallel zur Achse des Rohres verlaufenden Ränder des Formteils durch
eine Schließvorrichtung, insbesondere Falzfaltung miteinander verbunden sind, wobei
der Formteil durch elastisches Verformen zu dem Rohr bzw. Rohrstück schließbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Formteil (20, 21, 29) parallel zur Richtung der Achse
des aus dem Formteil (20, 21) herzustellenden Rohres bzw. Rohrstückes gebogen bzw.
gekantet ist, wobei die beiden die Naht bildenden Längsränder (2, 3) des Formteils
(20, 21, 29) im entspannten Zustand desselben einen Abstand voneinander aufweisen,
der das Einlegen eines weiteren Formteils (20, 21, 29) gestattet, und daß die Querschnittsform
des Formteils (20, 21, 29) im entspannten Zustand desselben einen Verlauf besitzt,
der unter der Einwirkung der im zum rohrförmigen Teil verformten Formteil auf diesen
durch die Schließvorrichtung einwirkenden Kräfte und Momente der gewünschten Querschnittsform
des rohrförmigen Teils (20, 21, 29) entspricht.
2. Formteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Formteil zur Herstellung
von Rohren bzw. Rohrstücken mit kreisförmiger oder ovaler Querschnittsform in seinem
Mittelbereich zwischen den Längsrändern (2, 3) weniger stark vorgebogen ist als im
Bereich seiner Längsränder (2, 3).
3. Formteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Formteil zur Herstellung
von Rohren bzw. Rohrstücken mit polygonaler, insbesondere rechteckiger Querschnittsform
die im zum Rohr bzw. Rohrstück geschlossenen Zustand des Formteiles ebenen Flächen
(32, 33, 34, 35, 36) gegen die Biegerichtung vorgebogen sind.
4. Formteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächen (32) im Mittelbereich
zwischen den Längsrändern (2, 3) stärker vorgebogen sind als die Flächen (33, 35)
im Bereich der Längsränder (2, 3), und daß die von den Flächen (32, 33, 34, 35, 36)
eingeschlossenen Winkel der Längskanten (37, 38, 39, 40) im Mittelbereich größer
sind als im Bereich der Längskanten (2, 3).
5. Formteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Blechzuschnitt,
aus dem der Formteil (20, 21) gebogen ist, im wesentlichen die Form eines Rechtecks
aufweist.
6. Formteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4 zur Herstellung von Rohrstücken (26)
mit rundem Querschnitt und mit in zur Rohrachse schrägen Ebenen liegenden Enden, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kanten des Formteiles (29) zwischen den zur achsparallelen
Naht zu verbindenden Rändern (28) eine gewellte Kontur aufweisen, wobei Bäuche und
Täler der Wellen einander jeweils gegenüberliegen.
7. Formteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4 zur Herstellung von Rohrstücken mit
polygonalem, z.B. quadratischem oder rechteckigem Querschnitt und mit in zur Rohrachse
schrägen Ebenen liegenden Enden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten (27) des
Formteiles (29) zwischen den zur achsparallelen Naht zu verbindenden Rändern (28)
eine gewinkelte Kontur mit vor- und rückspringenden Abschnitten aufweisen, wobei die
rückspringenden und die vorspringenden Abschnitte einander jeweils gegenüberliegen.
8. Formteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die unter
Bildung einer Falzfaltung (1) zur Naht des Rohres bzw. Rohrstückes zu verbindenden
Längsränder (2, 3) des Formteils (20, 21, 29) abgekantet sind.
9. Formteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß einer der
miteinander zu verbindenden Ränder (2, 3) des Formteiles (20, 21, 29) wie an sich
bekannt, nach außen abgekantet (9) ist, daß der gegenüberliegende Rand zu einer an
sich bekannten schlaufenartigen Falzfaltung (8) geformt ist, in den die Abkantung
(9) einführbar ist, daß die Abkantung (9) mit dem Formteil (20, 21, 29) einen stumpfen
Winkel einschließt und daß die Mittelebene der schlaufenartigen Falzfaltung (8)
mit der Ebene des Formteiles (20, 21, 29) einen spitzen Winkel einschließt, wobei
sich die beiden Winkel zueinander auf 180° ergänzen.
10. Formteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden
zur Naht zu verbindenden Längsrändern (2, 3) des Formteiles zur Ebene des Formteiles
im wesentlichen senkrecht stehende Abkantungen (11, 12) angeordnet sind, und daß
über die beiden aneinander anliegenden Abkantungen (11, 12) eine diese aneinanderpressende
und in sich aufnehmende, im wesentlichen U-Förmige Blechprofilleiste (10) schiebbar
ist.
11. Rohr oder Rohrstück, hergestellt aus einem der Formteile nach einem der Ansprüche
1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der nach außen weisende Falzfaltung der Naht
form- und/oder kraftschlüssig gesichert ist.
12. Rohr nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur formschlüssigen Sicherung
der Falzfaltung (1) die vom Rohr nach außen abstehenden Teile der Naht abwechselnd
in die eine und in die andere Richtung umgebogen sind.
13. Rohr nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die freie Randkante der Falzfaltung
(1) wellenförmig verläuft (Fig. 3, 4).
14. Rohr nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß in der nach außen stehenden
Falzfaltung (1) im Abstand voneinander Einschnitte (7) vorgesehen sind und daß die
zwischen den Einschnitten (7) angeordneten Abschnitte (5, 6) des Falzes (1) abwechselnd
nach der einen und nach der anderen Richtung umgebogen sind.