(19)
(11) EP 0 395 626 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
23.09.1992  Patentblatt  1992/39

(21) Anmeldenummer: 90890108.5

(22) Anmeldetag:  09.04.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B21D 39/02, B21C 37/06

(54)

Formteil zur Herstellung von rohrförmigen Teilen mit Längsnaht und daraus hergestelltes Rohr bzw. Rohrstück

Preformed part for manufacture of tubular parts with longitudinal seam and tube made therefrom

Pièce préformée pour assemblage de pièces tubulaires à couture longitudinale et tube ainsi assemblé


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE FR GB IT NL SE

(30) Priorität: 24.04.1989 AT 977/89

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
31.10.1990  Patentblatt  1990/44

(73) Patentinhaber: VOEST-ALPINE KREMS Gesellschaft m.b.H.
A-3502 Krems/Donau (AT)

(72) Erfinder:
  • Keuschnigg, Josef, Dipl.-Ing.
    A-8324 Kirchberg (Steiermark) (AT)

(74) Vertreter: Beer, Manfred, Dipl.-Ing. et al
Lindengasse 8
1070 Wien
1070 Wien (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
AT-B- 11 217
DE-A- 3 507 961
US-A- 4 805 592
AT-B- 269 611
US-A- 2 039 886
   
  • SOVIET INVENTIONS ULLUSTRATED, CH Sektion, Woche D12, 29 April 1981, DERWENT PUBLICATIONS LTD. M 23 P 51 * SU 747559
  • SOVIET INVENTIONS ILLUSTRATED; P,Q Sektion, Woche C 29, 27. August 1980, DERWENT PIBLICATIONS LTD. * SU 700 230
  • K & H SCHNEIDER "Der praktische Klempner" 3. Auflage, Band 4, 1938 UNION DEUTSCHE VERLAGSGESELLSCHAFT, Berlin, 8. Kapitel, Seiten 394,395
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Formteil aus flächigem Werkstoff zur Herstellung von rohrförmigen Teilen mit Längsnaht, in der die parallel zur Achse des Rohres verlaufenden Ränder des Formteils durch eine Schließvorrichtung, insbesondere Falzfaltung, miteinander verbunden sind, wobei das Formteil durch elastisches Verformen zu dem Rohr bzw. Rohrstück schließbar ist.

[0002] Bei der Herstellung von Rohrleitungen mit größerem Querschnitt aus Blechrohren, wie sie für Lüftungs-, Klimaanlagen u. dgl. verwendet werden, wurden bislang die fertigen Rohrstücke zur Baustelle transportiert und dort miteinander zum Rohrleitungssystem zusammengefügt.

[0003] Die bekannten Rohrstücke für solche Lüftungs- oder Klimaanlagen sind entweder kastenförmige Blechrohrabschnitte oder aber gewickelte Rohre.

[0004] Dadurch, daß die Rohrstücke fertig zur Baustelle geliefert werden, nehmen sie ein unverhältnismäßig großes Transportvolumen ein und es besteht darüber hinaus die Gefahr, daß die Rohrstücke während des Transportes oder beim Transport vom Hersteller zum Verwendungsort bzw. beim Auf- und Abladen beschädigt werden. Man ist daher auch schon dazu übergegangen, bei größeren Baustellen Wickelmaschinen für Lüftungsrohre unmittelbar aufzubauen und die Rohre dort herzustellen.

[0005] Aus der AT-PS 321 681 ist ein Verfahren zum Herstellen einer Verbindung zweier Flächenelemente bekannt. Bei dem bekannten Verfahren werden die Flächenelemente miteinander durch eine Falzfaltung verbunden.

[0006] Die DE-AS 25 58 269 betrifft eine Falzmaschine zur Verbindung von Segmentrohrbogen, ohne daß nähere Angaben darüber enthalten sind, wie die Segmentrohrbogen selbst hergestellt werden können.

[0007] Die GB-PS 1 536 703 beschreibt eine Vorrichtung zur Herstellung von Blechformteilen, wobei die in dieser Vorrichtung hergestellten Blechformteile nicht zu Rohren oder Rohrstücken zusammengebogen werden sollen.

[0008] Die US-PS 4 462 237 beschäftigt sich mit der Herstellung von Abstandhalterrahmen für Isolierglas aus Metallbändern, wobei die Profile in einer Formstation in einem Zug durch Rollformen hergestellt werden. Irgendein Hinweis auf die Herstellung von Formteilen, die dann zu einem Rohr oder Rohrstück schließbar sind, sind der US-PS 4 462 237 nicht zu entnehmen.

[0009] Die US-PS 4 805 592 beschäftigt sich mit der Verbindung von Metallblechen, wobei eine kraftschlüssige Verbindung dadurch erreicht werden soll, daß aus dem einen Blech Zungen hochgebogen werden, unter die das zweite Metallblech eingeschoben wird, worauf dann die Zungen wieder niedergedrückt werden und gleichzeitig der Rand des zweiten Metallbleches verformt werden soll.

[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Formteil der eingangs genannten Gattung anzugeben, aus dem durch Schließen des Vorformlings ein Rohrstück einfach hergestellt werden kann.

[0011] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß das Formteil parallel zur Richtung der Achse des aus dem Formteil herzustellenden Rohres bzw. Rohrstückes gebogen bzw. gekantet ist, wobei die beiden die Naht bildenden Längsränder des Formteils im entspannten Zustand desselben einen Abstand voneinander aufweisen, der das Einlegen eines weiteren Formteils gestattet, und daß die Querschnittsform des Formteils im entspannten Zustand desselben einen Verlauf besitzt, der unter der Einwirkung der im zum rohrförmigen Teil verformten Formteil auf diesen durch die Schließvorrichtung einwirkenden Kräfte und Momente der gewünschten Querschnittsform des rohrförmigen Teils entspricht.

[0012] Das erfindungsgemäße, als Vorformling für die Herstellung von Rohren bzw. Rohrstücken dienende Formteil hat den Vorteil, daß es in sich weitere Formteile aufnehmen kann, so daß sich die Vorformlinge für die Rohre einfach ineinander schlichten lassen und wenig Raum beanspruchen. Beispielsweise besitzt der Vorformling eine flach U-förmige bis C-förmige Querschnittsform, wobei die Krümmung in Richtung der Längsachse verläuft.

[0013] Der erfindungsgemäße Vorformling kann für die Herstellung runder, ovaler, rechteckiger oder allgemein polygonaler Querschnittsformen mit abgerundeten Ecken verwendet werden. Mit Vorteil sind die Krümmungen im Vorformling so vorgebildet, daß durch ein vorwiegend elastisches Zusammendrücken des Vorformlings der gewünschte Rohrquerschnitt entsteht. Die offene Krümmung des erfindungsgemäßen Formteils weist im entspannten Zustand den Krümmungsverlauf auf, der im geschlossenen Zustand entsprechend der Biegegleichung die Biegelinie dem Kreis bzw. dem gewünschten Querschnitt entspricht. Ausgehend von der gewünschten Endform, z.B. dem kreisrunden Rohr, ist über die Schließbedingung durch die Momentengleichung und die Biegegleichung die Vorform definiert. Die Querschnittsform des Formteils ist über die Schließkraft und die Schließbedingung definiert, wobei zusätzlich berücksichtigt ist, daß mehrere Formteile ineinander gelegt werden können.

[0014] Für die Verbindung der beiden Ränder zur Naht des Rohrstückes bei der Herstellung desselben aus dem Vorformling gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Bevorzugt wird eine falzartige Verbindung gewählt, die sich ohne großen Aufwand schließen läßt. Bevorzugte Ausgestaltungen hiefür und für die Sicherung des gebildeten Falzes sind Gegenstand der Unteransprüche.

[0015] Eine bevorzugte Ausführungsform einer solchen Falzfaltung zeichnet sich dadurch aus, daß einer der miteinander zu verbindenden Ränder des Formteiles, wie an sich bekannt, nach außen abgekantet ist, daß der gegenüberliegende Rand zu einer an sich bekannten schlaufenartigen Falzfaltung geformt ist, in den die Abkantung einführbar ist, daß die Abkantung mit dem Formteil einen stumpfen Winkel einschließt und daß die Mittelebene der schlaufenartigen Falzfaltung mit der Ebene des Formteiles einen spitzen Winkel einschließt, wobei sich die beiden Winkel zueinander auf 180° ergänzen.

[0016] Eine Ausführungsform, die sich besonders für Vorformlinge zur Herstellung von Rohrstücken aus besonders dünnwandigem Blech eignet, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Ausklinkung mit dem Formteil einen stumpfen Winkel einschließt und daß die Mittelebene der Schlaufe mit der Ebene des Formteiles einen spitzen Winkel einschließt, wobei sich die beiden Winkel zueinander auf 180° ergänzen.

[0017] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung bevorzugter, in den Zeichnungen gezeigter Ausführungsbeispiele. Es zeigt: Fig. 1 ein Formteil zur Herstellung eines runden Rohres, Fig. 2 ein Formteil zur Herstellung eines rechteckigen Rohres, Fig. 3 eine Falzfaltung, Fig. 4 eine Draufsicht auf die Falzfaltung von Fig. 3, Fig. 5 eine Falzfaltung, die in mehrere Abschnitte unterteilt und wechselseitig umgebogen ist, Fig. 6 eine Draufsicht auf die Falzfaltung von Fig. 5, Fig. 7 miteinander zu einer Falzfaltung zu verbindende Randbereiche, Fig. 8 eine weitere Ausführungsform einer Schließvorruchtung, Fig. 9 ein aus Rohrstücken zusammengesetztes Luftrohrsystem, die Fig. 10 und 11 Schnittführungen zur Herstellung von Formteilen für die Herstellung von Rohrstücken, Fig. 12 ein Formteil zur Herstellung des rechteckförmigen Rohres und Fig. 13 ein aus dem Formteil von Fig. 12 hergestelltes Rohr.

[0018] Ein in Fig. 1 dargestelltes Formteil 20 ist etwa C-förmig vorgebogen und weist an seinem Längsrand 2 eine schlaufenförmige Falzfaltung 8 und an seinem Längsrand 3 eine Abkantung 9 auf. Zur Herstellung eines runden Rohres, wie in Fig. 1 strichliert dargestellt, wird das Formteil 20 unter Annäherung seiner Längsränder 2 und 3 gebogen und die Abkantung in die schlaufenförmige Falzfaltung 8 geschoben, wodurch eine Falzverbindung 1 geschaffen wird. Das Formteil 20 ist im Mittelbereich zwischen den Längsrändern 2 und 3 weniger stark vorgebogen als im Bereich seiner Längsränder 2 und 3, da beim Zusammenbiegen im Mittelbereich stärkere Biegemomente auftreten als im Bereich der Längsränder und sich dieser Mittelbereich daher beim Zusammenbiegen stärker verformt. Durch das unterschiedlich starke Vorbiegen erhält man nach dem Zusammenbiegen des Formteils 20 die kreisrunde Querschnittsform des Rohres.

[0019] Ein in Fig. 2 dargestelltes Formteil 21 kann zu einem Rohr mit rechteckförmiger Querschnittsform zusammengebogen werden. Die Längskanten 22, 23 und 24 des rechteckförmigen Rohres sind im Formteil 21 vorgeformt. Auch die Flächen können, wie durch die strichlierte Linie angedeutet, nach innen vorgebogen sein, wodurch nach dem Zusammenbiegen des Formteiles 21 zum Rohr ebene Flächen entstehen. Die beiden Flächen zwischen den Kanten 22 und 24 des Formteiles 21 sind stärker vorgebogen als die beiden, den Rändern 2 und 3 benachbarten Flächen, da sie sich beim Zusammenbiegen stärker verformen. Ebenso ist der vorgeformte, von den Flächen eingeschlossene Winkel an der Längskante 23 größer als der Winkel an den Kanten 22 und 24. Die vierte Längskante wird von der Falzverbindung 1 gebildet.

[0020] Es ist auch eine Ausführungsform eines Formteiles für Rohre mit rechteckigem oder quadratischem Querschnitt möglich, bei der die Falzverbindung 1 im Bereich einer Wand des Rohres angeordnet ist (vgl. Fig. 12 und 12).

[0021] In Fig. 3 ist eine Falzverbindung 1 der zwei Längsränder 2 und 3 des zum Rohr geschlossenen Formteils 20 gezeigt. Am Längsrand 2 ist die schlaufenförmige Falzfaltung 8 ausgebildet, die im spitzen Winkel vom Längsrand 2 wegragt. Die Abkantung 9 am Längsrand 3 ist aus der Tangentialbene des Längsrandes 3 in einem mit der Falzfaltung 8 korrespondierenden, stumpfen Winkel ausgekantet (sh. Fig. 7). Die beiden Längsränder 2 und 3 stoßen entlang einer Fußlinie 4 aneinander. Um die Falzverbindung 1 gegen Auseinanderziehen zu sichern, wird die Falzfaltung 8 wellenförmig gebogen, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist.

[0022] In den Fig. 5 und 6 ist eine andere Form der Sicherung der Falzverbindung 1 gegen Auseinanderziehen dargestellt. Die zur Falzverbindung 1 zusammengesteckte schlaufenförmige Falzfaltung 8 am Längsrand 2 und die Abkantung 9 am Längsrand 3 sind quer zur Längsrichtung der Falzverbindung 1 durch Schnitte 7 unterteilt, so daß Abschnitte 5 und 6 entstehen, die abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen umgebogen sind.

[0023] In Fig. 8 ist eine Falzverbindung, bestehend aus zwei Abkantungen 11 und 12 an den beiden Längsrändern 2 und 3 und einer U-förmigen Profilleiste 10 dargestellt. Die beiden Längsränder der Bauteile 2 und 3 werden mit ihren Abkantungen 11 und 12 flach aneinandergelegt und anschließend wird die U-förmige Profilleiste 10 darübergeschoben. Zum Sichern der Falzverbindung kann diese, wie in den Fig. 3 und 4 dargestellt, verbogen werden. Die Sicherung der Falzverbindung gemäß Fig. 8 kann auch wie in Fig. 5 und 6 ausgeführt sein, wobei die Schnitte 7 im Abstand von den freien Längsrändern der Profilleiste 10 enden.

[0024] In Fig. 9 ist ein aus aus erfindungsgemäßen Formteilen hergestellten Rohrstücken zusammengesetztes Luftrohrsystem dargestellt.

[0025] Die Rohrstücke 26 sind aus einem in Fig. 10 dargestellten Blechzuschnitt 29 hergestellt. Die Schnittkanten 27 und 28 sind dabei so gelegt, daß die Bäuche und Täler der Wellen, welche die Schnittkante bilden, einander jeweils gegenüberliegen. Aus den dabei entstehenden Blechzuschnitten 29 werden zu Rohrstücken 26 mit in zur Rohrachse schrägen Ebenen liegenden Enden geformt.

[0026] In Fig. 11 ist ein Blechzuschnitt 29 zur Herstellung von Rohrstücken mit rechteckiger Querschnittsform dargestellt, wobei die Enden der Rohrstücke in zur Achse der Rohrstücke schrägen Ebenen liegen. Die Schnittkanten 27 verlaufen hier entsprechend dem rechteckigen Profil geradlinig und abschnittweise abgewinkelt. Für die Herstellung von Formteilen für die Herstellung von Rohren mit anderen polygonalen Querschnitten werden sinngemäße Schnittführungen angewendet.

[0027] Ein in Fig. 12 dargestelltes Formteil 31 dient zur Herstellung eines Rohres mit rechteckförmigem Querschnitt, das in Fig. 13 gezeigt ist. Die Falzverbindung 41 befindet sich in der Mitte einer der Flächen, die sich aus den Teilflächen 34 und 36 zusammensetzt, und ist versenkt angeordnet.

[0028] Die Flächen 32 bis 36 sind vorgebogen, wobei die Fläche 32 am stärksten, die Flächen 33 und 35 weniger und die Teilflächen 34 und 36 am wenigsten vorgebogen sind. Die runden Kanten 37, 38, 39 und 40 sind im Formteil 31 ebenfalls bereits vorgebogen, wobei die Längskanten 39 und 40 stärker vorgebogen sind als die Längskanten 37 und 38.

[0029] Nach dem Zusammenbiegen des Formteils 31 und Schließen der Falzverbindung 41 entsteht das in Fig. 13 dargestellte Rohr mit ebenen Flächen 32 bis 36 und gleich runden Längsrändern 37 bis 40.

[0030] Die erfindungsgemäßen Formteile eignen sich besonders für die Herstellung von Brennkammerrohren und für dünnwandige Rohre. Als Werkstoff für das Formteil kann neben Blech aus Metall jeder andere flächige Werkstoff verwendet werden, so auch Schichtwerkstoffe, wie kunststoffbeschichtete Metallbleche.


Ansprüche

1. Formteil (20,21,29) aus flächigem Werkstoff zur Herstellung von rohrförmigen Teilen mit Längsnaht, in der die parallel zur Achse des Rohres verlaufenden Ränder (2,3) des Formteils durch eine Schließvorrichtung, insbesondere Falzfaltung miteinander verbunden sind, wobei das Formteil durch elastisches Verformen zu dem Rohr bzw. Rohrstück schließbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Formteil (20, 21, 29) parallel zur Richtung der Achse des aus dem Formteil (20, 21) herzustellenden Rohres bzw. Rohrstückes gebogen bzw. gekantet ist, wobei die beiden die Naht bildenden Längsränder (2, 3) des Formteils (20, 21, 29) im entspannten Zustand desselben einen Abstand voneinander aufweisen, der das Einlegen eines weiteren Formteils (20, 21, 29) gestattet, und daß die Querschnittsform des Formteils (20, 21, 29) im entspannten Zustand desselben einen Verlauf besitzt, der unter der Einwirkung der im zum rohrförmigen Teil verformten Formteil auf diesen durch die Schließvorrichtung einwirkenden Kräfte und Momente der gewünschten Querschnittsform des rohrförmigen Teils (20, 21, 29) entspricht.
 
2. Formteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Formteil zur Herstellung von Rohren bzw. Rohrstücken mit kreisförmiger oder ovaler Querschnittsform in seinem Mittelbereich zwischen den Längsrändern (2, 3) weniger stark vorgebogen ist als im Bereich seiner Längsränder (2, 3).
 
3. Formteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Formteil zur Herstellung von Rohren bzw. Rohrstücken mit polygonaler, insbesondere rechteckiger Querschnittsform die im zum Rohr bzw. Rohrstück geschlossenen Zustand des Formteiles ebenen Flächen (32, 33, 34, 35, 36) gegen die Biegerichtung vorgebogen sind.
 
4. Formteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächen (32) im Mittelbereich zwischen den Längsrändern (2, 3) stärker vorgebogen sind als die Flächen (33, 35) im Bereich der Längsränder (2, 3), und daß die von den Flächen (32, 33, 34, 35, 36) eingeschlossenen Winkel der Längskanten (37, 38, 39, 40) im Mittelbereich größer sind als im Bereich der Längskanten (2, 3).
 
5. Formteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Blechzuschnitt, aus dem das Formteil (20, 21) gebogen ist, im wesentlichen die Form eines Rechtecks aufweist.
 
6. Formteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4 zur Herstellung von Rohrstücken (26) mit rundem Querschnitt und mit in zur Rohrachse schrägen Ebenen liegenden Enden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten des Formteiles (29) zwischen den zur achsparallelen Naht zu verbindenden Rändern (28) eine gewellte Kontur aufweisen, wobei Bäuche und Täler der Wellen einander jeweils gegenüberliegen.
 
7. Formteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4 zur Herstellung von Rohrstücken mit polygonalem, z.B. quadratischem oder rechteckigem Querschnitt und mit in zur Rohrachse schrägen Ebenen liegenden Enden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten (27) des Formteiles (29) zwischen den zur achsparallelen Naht zu verbindenden Rändern (28) eine gewinkelte Kontur mit vor- und rückspringenden Abschnitten aufweisen, wobei die rückspringenden und die vorspringenden Abschnitte einander jeweils gegenüberliegen.
 
8. Formteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die unter Bildung einer Falzfaltung (1) zur Naht des Rohres bzw. Rohrstückes zu verbindenden Längsränder (2, 3) des Formteils (20, 21, 29) abgekantet sind.
 
9. Formteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß einer der miteinander zu verbindenden Ränder (2, 3) des Formteiles (20, 21, 29) wie an sich bekannt, nach außen abgekantet (9) ist, daß der gegenüberliegende Rand zu einer an sich bekannten schlaufenartigen Falzfaltung (8) geformt ist, in den die Abkantung (9) einführbar ist, daß die Abkantung (9) mit dem Formteil (20, 21, 29) einen stumpfen Winkel einschließt und daß die Mittelebene der schlaufenartigen Falzfaltung (8) mit der Ebene des Formteiles (20, 21, 29) einen spitzen Winkel einschließt, wobei sich die beiden Winkel zueinander auf 180° ergänzen.
 
10. Formteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden zur Naht zu verbindenden Längsrändern (2, 3) des Formteiles zur Ebene des Formteiles im wesentlichen senkrecht stehende Abkantungen (11, 12) angeordnet sind, und daß über die beiden aneinander anliegenden Abkantungen (11, 12) eine diese aneinanderpressende und in sich aufnehmende, im wesentlichen U-Förmige Blechprofilleiste (10) schiebbar ist.
 
11. Verwendung eines Formteiles nach einem der Ansprüche 1 bis 10, zum Herstellen eines Rohres oder Rohrstückes, dadurch gekennzeichnet, daß die nach außen weisende Falzfaltung der Naht form- und/oder kraftschlüssig gesichert ist.
 
12. Verwendung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur formschlüssigen Sicherung der Falzfaltung (1) die vom Rohr nach außen abstehenden Teile der Naht abwechselnd in die eine und in die andere Richtung umgebogen sind.
 
13. Verwendung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die freie Randkante der Falzfaltung (1) wellenförmig verläuft (Fig. 3, 4).
 
14. Verwendung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß in der nach außen stehenden Falzfaltung (1) im Abstand voneinander Einschnitte (7) vorgesehen sind und daß die zwischen den Einschnitten (7) angeordneten Abschnitte (5, 6) des Falzes (1) abwechselnd nach der einen und nach der anderen Richtung umgebogen sind.
 


Claims

1. A shaped part (20, 21 29) of flat material for making tubular parts with a longitudinal seam, in which the edges (2, 3) of the shaped part running parallel to the axis of the tube are connected together by a closure device, especially a folded seam, whereby the shaped part can be closed to form the pipe or tubular part by elastic deformation, characterized in that the shaped part (20,21, 29) is bowed or kinked parallel to the direction of the axis of the pipe or tubular part to be made from the shaped part (20, 21), whereby the two longitudinal edges (2, 3) of the shaped part (20, 21, 29) forming the seam have a spacing from one another in the relaxed state such that a further shaped part (20,21, 29) can be laid in, and in that the cross-sectional form of the shaped part (20, 21, 29) in the relaxed state thereof has a contour which corresponds to the desired cross-section of the tubular part (20, 21, 29) under the action of the forces and moments acting on the shaped part being deformed into the tubular part by the closing device.
 
2. A shaped part according to claim 1, characterized in that the shaped part for making pipes or tubular parts of circular or oval cross-section is pre-bowed less strongly in its middle region between the longitudinal edges (2, 3) than in the region of its longitudinal edges (2, 3).
 
3. A shaped part according to claim 1, characterized in that the shaped part for making pipes or tubular parts with polygonal, especially rectangular cross-sectional shape has the surfaces (32, 33, 34, 35, 36) which are flat in the state of the shaped part closed to the pipe or tubular part pre-bowed against the bending direction.
 
4. A shaped part according to claim 3, characterized in that the surfaces (32) in the middle region between the longitudinal edges (2, 3) are pre-bowed more strongly than the surfaces (33, 35) in the region of the longitudinal edges (2, 3), and in that the angles of the longitudinal corners (37, 38, 39, 40) included by the surfaces (32, 33, 34, 35, 36) are greater in the middle region than in the region of the longitudinal edges (2, 3).
 
5. A shaped part according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the sheet material section out of which the shaped part (20, 21) is bent has substantially the shape of a rectangle.
 
6. A shaped part according to any one of claims 1 to 4 for making tubular parts (26) with a circular cross-section and with ends lying in planes inclined to the tube axis, characterized in that the edges of the shaped part (29) have a wavy contour between the edges (28) to be connected into the seam parallel to the axis, wherein the crests and troughs of the waves each lie opposite each other.
 
7. A shaped part according to any one of claims 1 to 4 for making tubular parts with polygonal, e.g. square or rectangular cross-section and with ends lying in planes inclined to the tube axis, characterized in that the edges (27) of the shaped part (29) between the edges (28) to be connected into the seam parallel to the axis have an angled contour with projecting and set back sections, wherein the set back and projecting sections each lie opposite each other.
 
8. A shaped part according to any one of claims 1 to 7, characterized in that the longitudinal edges (2, 3) of the shaped part (20, 21, 29) to be connected to form a folded seam (1) at the seam of the pipe or tubular part are bent over.
 
9. A shaped part according to any one of claims 1 to 8, characterized in that one of the edges (2, 3) of the shaped part (20, 21, 29) to be connected together is flanged outwardly (9) in a manner known per se, in that the opposite edge is formed into a U-shaped folded seam (8) known per se, into which the flange (9) can be introduced, in that the flange (9) makes an obtuse angle with the shaped part (20, 21, 29) and in that the central plane of the U-shaped folded seam (8) includes an acute angle with the plane of the shaped part (20, 21, 29), the sum of the two angles being 180°.
 
10. A shaped part according to any one of claims 1 to 7, characterized in that flanges (11, 12) substantially perpendicular to the plane of the shaped part are arranged at the two longitudinal edges (2,3) of the shaped part to be connected into the seam, and in that a substantially U-shaped profiled sheet material strip (10) can be pushed over the two flanges (11,12) bearing against each other, receiving these and pressing them together
 
11. Use of a shaped part according to any one of claims 1 to 10 to make a pipe or tubular part, characterized in that the outwardly directed folded seam of the seam is secured in interlocking or non-positive manner.
 
12. Use according to claim 11, characterized in that the parts of the seam standing out from the pipe are bent over alternately in one and the other direction to effect the interlocking securement of the folded seam (1).
 
13. Use according to claim 12, characterized in that the free edges of the folded seam (1) extend in a wavy shape (Figures 3, 4).
 
14. Use according to claim 11, characterized in that spaced cutouts (7) are provided in the folded seam (1) standing out and in that the sections (5, 6) of the fold (1) arranged between the cutouts (7) are bent over alternately in one direction and the other.
 


Revendications

1. Elément préformé (20, 21, 29) réalisé à partir de matériau
   en plaque et destiné à la la fabrication de pièces tubulaires munies d'un joint longitudinal, dans lesquelles les bords (2, 3) de l'élément préformé parallèles à l'axe du tube sont reliés entre eux par un dispositif de fermeture, en particulier par agrafage, l'élément préformé étant fermé par déformation élastique pour réaliser le tube ou le tronçon de tube, caractérisé par le fait que l'élément préformé (20, 21, 29) est cintré ou plié parallèlement à l'axe du tube ou du tronçon de tube devant être réalisé à partir dudit élément préformé (20, 21), les deux bords longitudinaux (2, 3) de l'élément préformé (20, 21, 29) qui forment le joint étant situés, à l'état libre, à une distance l'un de l'autre qui permet le montage d'un autre élément préformé (20, 21, 29) et que la section transversale de l'élément préformé (20, 21, 29) à l'état libre a une forme qui, sous l'action des forces et moments présents dans l'élément préformé transformé en élément tubulaire et agissant sur celui-ci par l'intermédiaire du dispositif de fermeture, correspond à la section souhaitée de l'élément tubulaire (20, 21, 29).
 
2. Elément préformé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'élément préformé destiné à la fabrication de tubes ou de tronçons de tubes à section circulaire ou ovale est moins fortement précintré dans sa région médiane comprise entre les bords longitudinaux (2, 3) que dans la région de ses bords longitudinaux (2, 3).
 
3. Elément préformé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'élément préformé destiné à la fabrication de tubes ou de tronçons de tubes à section polygonale, notamment rectangulaire, comporte des surfaces (32, 33, 34, 35, 36) cintrées dans la direction opposée à la direction de pliage qui sont planes lorsque l'élément préformé est fermé pour former le tube ou le tronçon de tube.
 
4. Elément préformé selon la revendication 3. caractérisé par le fait que les surfaces (32) situées dans la région médiane comprise entre les bords longitudinaux (2, 3) sont plus fortement cintrées que les surfaces (33, 35) situées dans la région des bords longitudinaux (2, 3) et que les angles formés par les surfaces (32, 33, 34, 35, 36) des arêtes (37, 38, 39, 40) sont plus grand dans la région médiane que dans la région des bords longitudinaux (2, 3).
 
5. Elément préformé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que le flan à partir duquel l'élément préformé (20, 21) est plié a sensiblement la forme d'un rectangle.
 
6. Elément préformé selon l'une des revendications 1 à 4 destiné à la fabrication de tronçons de tube (26) à section circulaire dont les extrémités sont situées dans des plans inclinés par rapport à l'axe du tube, caractérisé par le fait que les arêtes de l'élément préformé (29) situées entre les bords (28) à assembler pour former le joint parallèle à l'axe ont une forme ondulée, les ventres et les creux des ondes étant situés chaque fois en regard les uns des autres.
 
7. Elément préformé selon l'une des revendications 1 à 4 destiné à la fabrication de tronçons de tube à section polygonale, par exemple carrée ou rectangulaire, dont les extrémités sont situées dans des plans inclinés par rapport à l'axe du tube, caractérisé par le fait que les arêtes (27) de l'élément préformé (29) situées entre les bords (28) à assembler pour former le joint parallèle à l'axe ont une forme anguleuse avec des parties saillantes et des parties rentrantes, les parties saillantes et les parties rentrantes étant situées chaque fois en regard les unes des autres.
 
8. Elément préformé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que les bords longitudinaux (2, 3) de l'élément préformé (20, 21, 29) qui sont assemblés par agrafage (1) pour former le joint du tube ou du tronçon de tube sont repliés.
 
9. Elément préformé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que l'un des bords (2, 3) à assembler entre eux de l'élément préformé (20, 21, 29) est replié (9) de manière connue en soi vers l'extérieur, que le bord situé vis-à-vis a, de manière connue en soi, la forme d'une agrafe (8) en forme de boucle dans laquelle s'engage la partie repliée (9), que la partie repliée (9) forme un angle obtus avec l'élément préformé (20, 21, 29) et que le plan médian de l'agrafe (8) en forme de boucle définit un angle aigu avec le plan de l'élément préformé (20, 21, 29), les deux angles étant supplémentaires.
 
10. Elément préformé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que des parties repliées (11, 12) sensiblement perpendiculaires au plan de l'élément préformé sont agencées sur les deux bords longitudinaux (2, 3) de l'élément préformé à assembler pour former le joint et qu'un jonc profilé (10) en tôle, sensiblement en forme de U, est enfilé sur les deux parties repliées (11, 12) appliquées l'une contre l'autre, lequel jonc profilé enferme et presse l'une contre l'autre lesdites parties repliées.
 
11. Utilisation d'un élément préformé selon l'une des revendications 1 à 10 pour fabriquer un tube ou un tronçon de tube, caractérisée par le fait que l'agrafe tournée vers l'extérieur du joint est bloquée par conjugaison de forme et/ou par adhérence.
 
12. Utilisation selon la revendication 11, caractérisée par le fait que pour assurer le blocage de l'agrafe (1), les parties qui font saillie à partir du tube en direction de l'extérieur sont pliées alternativement dans l'une et dans l'autre direction.
 
13. Utilisation selon la revendication 12, caractérisée par le fait que le bord libre de l'agrafe (1) est ondulé (figures 3, 4)
 
14. Utilisation selon la revendication 11, caractérisée par le fait qu'il est prévu dans l'agrafe (1) faisant saillie vers l'extérieur des découpes (7) disposées à distance les unes des autres et que les parties (5, 6) de l'agrafe (1) situées entre les découpes (7) sont pliées alternativement dans l'une et dans l'autre direction.
 




Zeichnung