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EP 0 395 787 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.08.1994 Patentblatt 1994/35 |
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Anmeldetag: 05.05.1989 |
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Verfahren und Vorrichtung zur Bekämpfung der Hausstaubmilbe
Method and apparates for combating domestic mites
Procédé et dispositif pour anéantir les mites domestiques
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.11.1990 Patentblatt 1990/45 |
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Patentinhaber: Wessel-Werk GmbH & Co. Kommanditgesellschaft |
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51580 Reichshof (DE) |
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Erfinder: |
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- Illesy, Otto, Ing.
D-5226 Reichshof-Erdingen (DE)
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Vertreter: Jaeger, Klaus, Dr. et al |
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Jaeger, Böck & Köster,
Patentanwälte,
Postfach 16 20 82121 Gauting 82121 Gauting (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-C- 129 170 US-A- 3 061 959
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FR-A- 2 601 239 US-A- 4 315 344
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bekämpfung der Hausstaubmilbe und
eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Hausstaubmilben finden sich bekanntlich in Matratzen, Polstermöbeln, Teppichen und
in fast allen textilen Gegenständen, und zwar bis zu 10.000 pro m². Für viele Menschen
stellen die Hausstaubmilben seit langem ein Problem dar, da sie darauf mit Allergien
reagieren, die allerdings nicht allein durch die Milben selbst, sondern hauptsächlich
durch deren Exkremente , die etwa das 200fache ihres Körpergewichts betragen, ausgelöst
werden. Das Problem der auf diese Exkremente allergisch reagierenden Personen ist
erst dadurch dauerhaft zu lösen, daß die Hausstaubmilben gezielt vernichtet werden.
[0003] Bis jetzt wurde die Hausstaubmilbe durch chemische Mittel bekämpft. Dies setzt jedoch
eine gewisse Erfahrung bzw. ein geschicktes Manipulieren mit der chemischen Substanz
voraus, sowie auch Kenntnisse dahingehend, daß die zu behandelnden Textilien chemisch
nicht angegriffen werden. Es ist auch nicht für jedes chemische Mittel eine Unbedenklichkeit
in gesundheitlicher Hinsicht erwiesen.
[0004] Aus der FR-A-2 601 239 ist ein Staubsauger bekannt, der mit einer Düse ausgestattet
ist, die mit einem Saugkanal sowie einem davorliegenden Blasschlitz ausgestattet ist.
Die durch den Saugkanal und den dazugehörigen Saugrohr angesaugte Luft wird zum Saugmotor
geführt, dort filtriert und mit Hilfe einer Turbine und entsprechenden Leitungen wieder
zur Staubsaugerdüse geleitet. Dort tritt diese zurückgeleitete Luft aus einem vor
dem Saugkanal liegenden Blasschlitz wieder aus. Die Luft wird bei diesem Staubsauger
im Kreis geführt. Weiterhin ist bekannt, daß die zurückgeführte Luft mit einer geeigneten
Heizvorrichtung erhitzt werden kann, so daß die erhitzte Luft, die aus dem vor dem
Saugkanal liegenden Blasschlitz austritt, das Teppichgewebe oder jede andere textile
zu reinigende Oberfläche auflockert sowie deren Textur erweitert. Die Heizvorrichtung
zum Aufheizen der Saugluft ist dabei nicht in der Staubsaugerdüse, sondern im eigentlichen
Staubsaugergehaüse mit angeordnet. Die Temperaturen der erhitzten Luft liegen bei
dieser Staubsaugerdüse offensichtlich nicht sehr hoch, da die erhitzte Luft den gesamten
Weg vom eigentlichen Staubsauger bis zur Staubsaugerdüse transportiert werden muß
und sich auf diesem Weg offensichtlich ziemlich abkühlt.
[0005] Aus der US-A-4 315 344 ist eine Staubsaugerdüse bekannt, die mit einem in der Staubsaugerdüse
angeordneten Gebläse ausgestattet ist. Dieses Gebläse ist in der Düse dem Saugkanal
gegenüberliegend angeordnet und dient der Verstärkung des Saugluftstromes in den einzelnen
Saugkanälen, die entlang der Düsenunterseite verlaufen und die Funktion haben, den
Saugstrom zu vergrößern und größere Schmutz- und Staubteilchen in Richtung Saugdüseneingang
zu schieben. Dieses bekannte in der Saugdüse angeordnete Gebläse ist lediglich ein
Kaltluft-, kein Heißluftgebläse.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Bekämpfung der Hausstaubmilbe zu schaffen, welches umweltfreundlich, ohne chemische
Zusätze arbeitet und in einem Arbeitsgang die Milben aus ihrer Verklammerung mit den
textilen Fasern löst und abschließend Hausstaubmilben und deren Exkremente absaugt.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die zu behandelnde Stelle
mit Hilfe einer an sich bekannten Staubsaugerdüse, die mit einer Heißluftquelle zusammenwirkt,
kurzzeitig mit Heißluft einer Temperatur von 60 °C bis 70 °C beaufschlagt wird und
anschließend nach kurzzeitigem Einwirken der Heißluft abgesaugt wird.
[0008] Die Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine
aus Oberteil und Unterteil bestehende Staubsaugerdüse, die über ein Gelenk und einen
Drehgelenkstutzen an einem Saugrohr angebracht sind, wobei die Staubsaugerdüse selbst
ein Heißluftgebläse trägt und wobei im Unterteil ein Saugkanal verläuft, vor dem ein
Blasschlitz angeordnet ist, aus dem auf mindestens 60 °C bis 70 °C erhitzte Heißluft
auf die zu säubernde Fläche strömt.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Merkmalen des Anspruchs 3.
[0010] Nachstehend ist eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit Bezug auf die schematische Zeichnung beispielsweise näher beschrieben; die einzige
Figur zeigt eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0011] Eine aus Oberteil (1) und Unterteil (2) bestehende Staubsaugerdüse ist über ein Gelenk
(3) und einen Drehgelenkstutzen (4) an einem Saugrohr (5) angebracht. Im Unterteil
(2) verläuft über die Düsen-Arbeitsbreite ein Saugkanal (6) und die Staubsaugerdüse
selbst trägt ein Heißluftgebläse (7), durch welches über einen vor dem Saugkanal (6)
liegenden Blasschlitz (8) erhitzte Luft auf die zu säubernde Fläche strömt.
[0012] Diese Heißluftbehandlung ist notwendig, damit die Milbe ihre Verklammerung mit textilen
Fasern löst. Eine rein mechanische Bearbeitung führt daher nicht zu dem gewünschten
Erfolg. Dabei hat sich gezeigt, daß die Temperatur der aus dem Blasschlitz (8) austretenden
Luft vorzugsweise im Bereich von 60 bis 70°C liegen muß, weil dadurch einerseits die
Milbe absaugbar gemacht und andererseits die textile Faser noch nicht angegriffen
wird.
[0013] Das Heißluftgebläse (7) wird durch ein Netzkabel (9) mit Strom versorgt; es kann
aber auch unabhängig vom Stromnetz von einer (nicht dargestellten) Batterie, die gegebenenfalls
wiederaufladbar ist, gespeist werden.
[0014] Die Erfindung vereint zwei Funktionen, nämlich die Bekämpfung der Hausstaubmilbe
durch erhöhte Temperaturen, so daß sich deren Verklammerung mit textilen Fasern löst,
gefolgt von einem Absaugvorgang, der diese Milben dann - zusammen mit ihren Exkrementen
- absaugt. Die beschriebene Vorrichtung arbeitet gemäß der ihr zugrundeliegenden Aufgabe
umweltfreundlich, denn sie hinterläßt keine chemischen Umwandlungsprodukte oder sonstige
Bearbeitungsspuren.
1. Verfahren zur Bekämpfung der Hausstaubmilbe mit Hilfe einer an sich bekannten Staubsaugerdüse,
die mit einer Heißluftquelle zusammenwirkt, wobei die zu behandelnde Stelle kurzzeitig
mit Heißluft einer Temperatur von 60 °C bis 70 °C beaufschlagt und anschließend abgesaugt
wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer Staubsaugerdüse,
bestehend aus einem Oberteil (1) und einem Unterteil (2), die über ein Gelenk (3)
und einen Drehgelenkstutzen (4) an einem Saugrohr (5) angebracht sind, wobei die Staubsaugerdüse
selbst ein Heißluftgebläse (7) trägt und wobei im Unterteil (2) über die Düsen-Arbeitsbreite
ein Saugkanal (6) verläuft, vor dem ein Blasschlitz (8) angeordnet ist, aus dem auf
mindestens 60 °C bis 70 °C erhitzte Heißluft auf die zu säubernde Fläche strömt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Heißluftgebläse (7) durch
ein Netzkabel (9) mit Strom versorgt wird.
1. Method of combating domestic mites by means of a vacuum cleaner suction nozzle known
per se and cooperating with a hot air source, whereby the place to be treated is acted
upon for a short period with hot air at a temperature of from 60 °C to 70 °C and subsequently
sucked up.
2. Apparatus for carrying out the method according to claim 1 with a vacuum cleaner suction
nozzle consisting of an upper part (1) and a lower part (2) which are mounted on a
suction pipe (5) through the intermediary of a joint (3) and a rotary joint spigot
(4), whereby the vacuum cleaner suction nozzle proper supports a hot air blower (7)
and whereby in the lower portion (2) extends over the operative width of the suction
nozzle a suction channel (6) in front of which is arranged a blast slot (8) from which
flows onto the surface to be cleaned hot air which has been warmed up to at least
60 °C to 70 °C.
3. Apparatus according to claim 2, characterized in that the hot air blower (7) is supplied
with current by means of a mains cable (9).
1. Procédé pour combattre les acariens de la poussiere des maisons, au moyen d'une buse
d'aspirateur, connue en elle-même, agissant en coordination avec une source d'air
très chaud, l'endroit à traiter étant soumis pendant un court instant à de l'air chauffé
à une température de 60 °C à 70 °C, puis qui est ensuite aspiré.
2. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé suivant la revendication 1, comportant
une buse d'aspirateur, constituée d'une partie supérieure (1) et d'une partie inférieure
(2), qui sont montées, par l'intermédiaire d'une articulation (3) et d'un support
d'articulation tournant (4), sur un tube d'aspiration (5), la buse d'aspirateur elle-même
portant une soufflante à air chaud (7), tandis que, dans la partie inférieure (2),
un canal d'aspiration (6) s'étend sur la largeur de la buse, et que, en avant de ce
canal, est disposée une fente de soufflage (8), par laquelle s'écoule, sur la surface
à nettoyer, de l'air chaud porté à au moins 60 °C à 70 °C.
3. Dispositif suivant la revendication 2, caractérisé en ce que la soufflante à air chaud
(7) est alimentée en courant par un câble (9) relié au réseau.
