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EP 0 395 943 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.07.1995 Patentblatt 1995/28 |
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Anmeldetag: 19.04.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: H01H 71/02 |
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Handbetätigbarer Schutzschalter
Hand operated protective interrupter
Disjoncteur de protection à commande manuelle
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
02.05.1989 DE 8905506 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.11.1990 Patentblatt 1990/45 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Hufnagel, Friedrich
D-8458 Sulzbach-Rosenberg (DE)
- Weidner, Georg
D-8450 Amberg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 274 624
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US-A- 2 883 491
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen handbetätigbaren Schutzschalter mit Anschlußklemmen
und sichtbarer Trennstrecke, die durch einen nur bei geöffnetem Schutzschalter entnehmbaren
Trennblock herstellbar ist.
[0002] Bei einem bekannten, handbetätigbaren Schutzschalter (DE-OS 36 42 719) wird zur Erzeugung
der sichtbaren Trennstrecke der gesamte Überstromauslöseblock als Steckbaustein in
die Gegensteckanschlüsse am Sockel des handbetätigten Schutzschalters eingeschoben
und mit dem Drehknebel des Schutzschalters derart verriegelt, daß der Überstromauslöseblock
nur bei geöffnetem Schutzschalter herausziehbar ist. Der bekannte Schutzschalter bedingt
eine besondere Konstruktion. Da die sichtbaren Trennstrecken nicht in jedem Fall notwendig
oder gewünscht sind, bedeutet der Aufbau des bekannten Schutzschalters einen relativ
hohen Aufwand.
[0003] Durch die Erfindung soll ein Schutzschalter geschaffen werden, der es ermöglicht,
ohne erhebliche Abänderung des üblichen Schutzschalters im Bedarfsfalle eine sichtbare
Trennstrecke vorzusehen. Dies wird auf einfache Weise dadurch erreicht, daß die Trennstrecke
in einem an die Anschlußklemmen ansetzbaren Trennerbaustein vorgesehen ist, der den
entnehmbaren Trennblock aufweist, und daß die Anschlußklemmen für den Trennerbaustein
nur bei geöffnetem Schutzschalter betätigbar sind. Um handelsübliche Federelemente
zum Überbrücken der Trennstrecke benutzen zu können ist es vorteilhaft, wenn der Trennblock
das federnde Element des Kontaktsystems enthält. Die Gegensteckanschlüsse im Trennerbaustein
können hier einfach abgebogene Stromschienen sein. Um auf einfache Weise sicherzustellen,
daß die Trennstrekke nur bei geöffnetem Schalter herstellbar ist, ist es vorteilhaft,
wenn das Handbetätigungsorgan für den Schutzschalter der Trennerblock und die Anschlußschrauben
für den Trennerbaustein durch einen Riegel in Wirkabhängigkeit stehen. Hier hat es
sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Handbetätigung ein Kipphebel und
der Riegel ein verschiebbarer Sperriegel ist, der Ausnehmungen zur Freigabe der Anschlußschrauben
aufweist. Um zu verhindern, daß Unbefugte den Schutzschalter bei entnommenem Trennblock
einschalten, ist es vorteilhaft, wenn der Riegel verschließ- und/oder plombierbar
ist. Um Rückeinspeisungen für das freigeschaltete Netz zu verhindern, kann es weiterhin
vorteilhaft sein, wenn anstelle des Trennblockes ein angepaßter Erdungsblock zum Kurzschließen
der Lastseite und Anschließen einer Erdleitung einsteckbar ist. Um sicherzustellen,
daß nur die Lastseite des Trennerbausteins kurzgeschlossen wird, ist es vorteilhaft,
wenn der Trenn- und der Erdungsblock Codiernuten und das Gehäuse des Trennbausteins
Rippen aufweist. Um das Vorhandensein bzw. Entfernen des Trennblockes oder des Erdungsblockes
zu verwerten ist es vorteilhaft, wenn eine Meldung bei entferntem Trenn- bzw. Erdungsblock
durch einen zusätzlichen Hilfsschalter vorgesehen ist.
[0004] Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung beschrieben.
[0005] Es zeigen:
- FIG 1 und 2
- Draufsicht und Seitenansicht auf den Schutzschalter mit angesetztem Trennerbaustein,
wobei die FIG 2 eine teilweise Schnittdarstellung gemäß der Linie II-II darstellt,
- FIG 3 und 4
- zeigt Draufsicht und Seitenansicht auf den Schutzschalter mit Trennerbaustein in eingeschaltetem
und verriegeltem Zustand,
- FIG 5 und 6
- entsprechende Darstellungen im ausgeschalteten und verriegelten Zustand,
- FIG 7 und 8
- die Darstellung im ausgeschalteten und entriegelten Zustand,
- FIG 9 und 10
- stellen die Anordnung im ausgeschalteten, entriegelten Zustand bei entnommenem Trennblock
dar,
- FIG 11 und 12
- die Anordnung gemäß FIG 9 und 10, jedoch bei entnommenem Trennblock im verriegelten
Zustand,
- FIG 13 und 14
- Draufsicht und Seitenansicht auf den Schutzschalter mit eingesetztem Erdungsblock,
- FIG 15
- zeigt eine Seitenansicht mit verkehrt eingesetztem Erdungs bzw. Trennblock, so daß
die Codierrippen das falsche Einsetzen insbesondere des Erdungsblockes verhindern,
und
- FIG 16 und 17
- Draufsicht und Seitenansicht, bei der der Riegel mit einem Vorhängeschloß gegen Entnahme
des Trennblockes oder Erdungsblockes gesichert ist.
[0006] Der in der Zeichnung dargestellte, quaderförmige Schutzschalter 1, in dem der nicht
näher dargestellte Kurzschluß- und Bimetallauslöser sowie das entsprechende Schaltschloß
enthalten ist, besitzt einen Kipphebel 2, mit dem der Schutzschalter ein- und ausgeschaltet
werden kann. Der Schutzschalter besitzt die übliche Freiauslösung, so daß bei Auslösung
des Schutzschalters der Kipphebel nicht bewegt werden muß. Die Anschlußklemmen für
die Ableitung sind mit 3 und die Zuleitungsanschlußklemmen mit 4 bezeichnet. Unter
die Zuleitungsanschlußklemmen 4 sind Anschlußstifte 5 eines Trennerbausteines 6 einführbar.
Die Anschlußstifte 5 laufen in messerförmige Kontaktteile 7 aus. Der Zuleitung dienen
Rahmenklemmen 8, die gleichfalls in messerförmige Kontaktteile 7 auslaufen. Einander
gegenüberliegende messerförmige Kontaktteile 7 können durch lyraförmige Kontaktbrücken
9 überbrückt werden. Die Kontaktbrücken 9 sind in einem Trennblock 10 eingesetzt.
Dieser Trennblock 10 hat eine Handhabe 11 zum Herausziehen und hat schlitzförmige
Ausnehmungen 12, die Codierwänden 13 am Gehäuse 14 des Trennerbausteines 6 angepaßt
sind, so daß der Trennblock 10, insbesondere Erdungsblock, lediglich in einer vorgegebenen
Lage einführbar und die Kontaktbrücken 9 mit den messerförmigen Kontaktteilen 7 verbindbar
sind.
[0007] Wie die FIG 2 zeigt, ist der Schutzschalter im Bereich der Anschlußklemmen 3 und
4 treppenförmig abgesetzt. Ein Ansatz 15 am Gehäuse 14 mit entsprechenden Durchbrüchen
zum Bedienen der Zuleitungsanschlußklemmen 4 ragt in diesen Bereich hinein. Am Gehäuse
14 ist verschiebbar ein Sperriegel 16 gelagert. Er kommt einerseits über einen Fortsatz
17 mit dem Kipphebel 2 und mit einem Ansatz 18 mit dem Trennblock 10 in Wirkverbindung.
Weiterhin ist eine Ausnehmung 19 im Sperriegel 16 derart angeordnet, daß bei ausgeschaltetem
Schutzschalter, d.h. der Kipphebel 2 befindet sich in der aus FIG 7 bis 10 ersichtlichen
Lage, die Ausnehmung 19 über den Zuleitungsanschlußklemmen liegt, so daß diese Klemmen
gelöst werden und der Trennerbaustein 6 vom Schutzschalter abgenommen werden kann
bzw. angesetzt und angeschraubt werden kann. Wie FIG 1 und 2 zeigt, liegt der Sperrriegel
16 über dem Trennblock 10 im eingeschalteten Zustand des Schutzschalters, so daß dieser
nicht herausgenommen werden kann. Zum Verriegeln des eingesetzten Trennblockes 10
wird der Sperriegel 16 durch den Kipphebel 2 aus der Position gemäß FIG 7 bis 10 in
die Lage gemäß FIG 3 bis 6 gebracht. Wird der Sperriegel in die aus FIG 7 bis 8 ersichtliche
Lage gebracht, so kann der Trennblock 10 entnommen werden.
[0008] Der Sperriegel kann zwar ebenfalls bei entnommenem Trennblock in die aus FIG 11 und
12 ersichtliche Lage gebracht werden und der Schutzschalter eingeschaltet werden,
jedoch kann durch das Fehlen des Trennblocks die Spannung nicht weitergeleitet werden.
Um ein unbefugtes Entnehmen des Trennbausteines zu verhindern, hat der Sperriegel
eine Durchbrechung 20, in die ein Vorhängeschloß 21 mit dem Bügel eingehängt werden
kann und mit entsprechenden Vorsprüngen 22 am Gehäuse 14 zusammenwirkend eine Verschiebung
des Sperriegels verhindert.
[0009] Mit dem erfindungsgemäßen Schutzschalter ist es möglich, im Bedarfsfalle eine sichtbare
Trennstrecke - siehe FIG 9 und 11 -herzustellen. Hierzu ist es nicht erforderlich,
den eigentlichen Schutzschalter zu ändern, sondern lediglich in der oben beschriebenen
Weise den Trennerbaustein 6 an die Anschlußklemmen 4 anzuschließen und den Trennblock
10 zu entfernen. Der Trennerbaustein 6 kann als Zusatzbaustein serienmäßig vertrieben
werden, so daß er nur im Bedarfsfalle gekauft werden muß. Durch Einsetzen eines Erdungsblockes
23 anstelle des Trennblockes 10 können die lastseitigen Anschlußstifte 5 über die
messerförmigen Kontaktteile 7 kurzgeschlossen und mit einer Erdleitung 24 verbunden
werden.
1. Handbetätigbarer Schutzschalter mit Anschlußklemmen (4) und sichtbarer Trennstrecke,
die durch einen nur bei geöffnetem Schutzschalter entnehmbaren Trennblock (10) herstellbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennstrecke in einem an die Anschlußklemmen (4) ansetzbaren Trennerbaustein
(6) vorgesehen ist, der den entnehmbaren Trennblock (10) aufweist und daß die Anschlußklemmen
(4) für den Trennerbaustein (6) nur bei geöffnetem Schutzschalter (1) betätigbar sind.
2. Schutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Trennblock (10) federnde Kontaktbrücken (9) eines Kontaktsystems enthält.
3. Schutzschalter nach Anspruch 1, oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Handbetätigungsorgan (2) für den Schutzschalter (1), der Trennblock (10)
und die Anschlußschrauben (4) für den Trennerbaustein durch einen Riegel (16) in Wirkabhängigkeit
stehen.
4. Schutzschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Handbetätigung ein Kipphebel (2) und der Riegel ein verschiebbarer Sperriegel
(16) ist, der Ausnehmungen (19) zur Freigabe der Anschlußklemmen (4) aufweist.
5. Schutzschalter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (16) verschließ- und/oder plombierbar (21) ist.
6. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß anstelle des Trennblockes (10) ein angepaßter Erdungsblock (23) zum Kurzschließen
der Lastseite und Anschließen einer Erdleitung (24) einsteckbar ist.
7. Schutzschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Trenn- und der Erdungsblock Codiernuten und das Gehäuse des Trennerbausteins
(6) Rippen aufweist.
8. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Meldung bei entferntem Trenn- (10) bzw. Erdungsblock (23) durch einen zusätzlichen
Hilfsschalter vorgesehen ist.
1. Manually operable circuit-breaker with terminals (4) and visible isolating distance
which can be produced by an isolating unit (10) which can only be removed when the
circuit-breaker is open, characterized in that the isolating distance is provided
in an isolator module (6) attachable to the terminals (4), which isolator module has
the removable isolating unit (10) and in that the terminals (4) for the isolator module
(6) can only be operated when the circuit-breaker (1) is open.
2. Circuit-breaker according to claim 1, characterized in that the isolating unit (10)
contains resilient contact bridges (9) of a contact system.
3. Circuit-breaker according to claim 1 or 2, characterized in that the manual control
part (2) for the circuit-breaker (1), the isolating unit (10) and the terminal screws
(4) for the isolator module are in operative dependency by way of a bolt (16).
4. Circuit-breaker according to claim 3, characterized in that the manual control unit
is a tipping lever (2) and the bolt is a displaceable safety bolt (16) which has recesses
(19) to release the terminals (4).
5. Circuit-breaker according to claim 3 or 4, characterized in that the bolt (16) can
be closed and/or sealed (21).
6. Circuit-breaker according to one of the preceding claims, characterized in that in
place of the isolating unit (10) an adapted earthing unit (23) to short circuit the
load side and connect an earth conductor (24) can be inserted.
7. Circuit-breaker according to claim 6, characterized in that the isolating unit and
the earthing unit have coding grooves and the housing of the isolator module (6) has
ribs.
8. Circuit-breaker according to one of the preceding claims, characterized in that a
signal upon removed isolating unit (10) or earthing unit (23) is provided by an additional
auxiliary switch.
1. Disjoncteur pouvant être actionné manuellement comportant des bornes de raccordement
(4) et une section de coupure visible, qui est établie par un bloc de coupure (10)
pouvant être retiré uniquement lorsque le disjoncteur est ouvert, caractérisé par
le fait que la section de coupure est prévue dans un module de coupure (6) pouvant
être monté sur les bornes de raccordement (4) et qui possède le bloc de coupure amovible
(10), et que les bornes de raccordement (4) pour le module de coupure (10) peuvent
être actionnées uniquement lorsque le disjoncteur (1) est ouvert.
2. Disjoncteur suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que le bloc de coupure
(10) contient des ponts de contact élastiques (9) d'un système de contact.
3. Disjoncteur suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que l'organe
d'actionnement manuel (2) pour le disjoncteur (1), le bloc de coupure (10) et les
vis de raccordement (4) pour le module de coupure sont réunis selon une liaison active
par un verrou (16).
4. Disjoncteur suivant la revendication 3, caractérisé par le fait que l'organe d'actionnement
manuel est un levier basculant (2) et que le verrou est un verrou de blocage coulissant
(16), qui possède des évidements (19) pour libérer les bornes de raccordement (4).
5. Disjoncteur suivant la revendication 3 ou 4, caractérisé par le fait que le verrou
(16) peut être fermé et/ou plombé (21).
6. Disjoncteur suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
qu'à la place du bloc de sectionnement (10), un bloc adapté de mise à la terre (23)
peut être enfiché pour le court-circuitage du côté charge et le raccordement d'un
conducteur de raccordement à la terre (24).
7. Disjoncteur suivant la revendication 6, caractérisé par le fait que le bloc de coupure
et de mise à la terre comporte des rainures de codage et que le boîtier du module
de coupure (6) comporte des nervures.
8. Disjoncteur suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
qu'il est prévu la délivrance d'une signalisation par un interrupteur auxiliaire supplémentaire,
lorsque le bloc de coupure (10) ou de mise à la terre (23) est retiré.