[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Halbfabrikaten oder Formteilen
hoher Warmkriechfestigkeit aus gesinterten oder erschmolzenen Vorprodukten aus dispersionsverfestigten
Legierungen der hochschmelzenden Metalle Vanadium, Niob, Tantal, Chrom, Molybdän,
Wolfram, einzeln, zu mehreren oder als Hauptbestandteil mit anderen Metallanteilen.
[0002] Für Halbfabrikate, insbesondere aber für Formteile aus hochschmelzenden Metallen,
besteht der Bedarf nach verbesserten Warmfestigkeitseigenschaften, vor allem nach
höherer Warmkriechfestigkeit. Die Festigkeits-Eigenschaften derartiger Metalle werden
nebeneinander gleichermaßen durch Legieren, Umformverfestigung, Alterungsprozesse
und Dispersionshärtung erzielt. Unter den Verfahren zur Herstellung kriechfester Legierungen
haben sich besonders Dotierungs- und Umformverfahren mit dem Ziel bewährt, ein Stapelgefüge
im Metall zu erzeugen, d. h. ein Gefüge, bei dem die einzelnen metallischen Körner
ein Streckungsverhältnis von mindestens 1:2 aufweisen. Lange Zeit wurden hochschmelzende
Metalle zu diesem Zweck vor allem mit Kalium, Aluminium und Silizium dotiert. In den
letzten Jahren hat die Dotierung mit Dispersoiden auf oxidischer und karbidischer
Basis vermehrt an Bedeutung gewonnen. Derartige Legierungen sind beispielsweise in
der AT-PS 386 612 beschrieben.
[0003] Unter den bekannten Verfahren zur Herstellung warmkriechfester Materialien ergibt
die Warmumformung in unmittelbar aufeinanderfolgenden, möglichst großen Umformschritten
bis auf sehr hohe Verformungsgrade von 90 % und mehr die besten Warmkriechfestigkeitswerte.
Dabei werden die so umgeformten Werkstoffe einer abschließenden Rekristallisationsglühung
unterzogen, um ein möglichst ausgeprägtes Stapelgefüge zu formieren. Diese Verfahren
mit einer Vielzahl von Umformschritten und Glühungen sind sehr langwierig und kostspielig,
nach der herrschenden Lehrmeinung aber unumgänglich, um höchste Warmkriechfestigkeiten
zu erreichen. Alternativ erfolgt die Warmumformung auf 60 - 80 % Umformung in einem
einzigen Arbeitsgang, ggf. unter Zwischenwärmen des Werkstücks, falls beispielsweise
der Umformprozeß auf den gewünschten Umformgrad oder in die gewünschte Werkstückform
nicht rasch genug und ohne zu starke Abkühlung erfolgen kann. Die Warmfestigkeitswerte
derart gefertigter Legierungen liegen deutlich unter den Werten bei Ausbildung einer
Stapelgefügestruktur.
[0004] Aufgabe vorliegender Erfindung ist danach die Bereitstellung eines Verfahrens zur
Herstellung dispersionsverfestigter Halbfabrikate oder Formteile aus hochschmelzenden
Metallen, welches sich von den üblicherweise verwendeten Verfahren durch eine geringere
Anzahl von Verfahrensschritten sowie höhere Wirtschaftlichkeit unterscheidet. Das
Verfahren soll gleichwohl höhere Warmfestigkeitswerte, insbesondere höhere Warmkriechfestigkeit
auch noch bei Temperaturwerten um und oberhalb drei Viertel der Schmelztemperatur
des Hauptbestandteiles der Legierung, erbringen, als bekannte Werkstoffe.
[0005] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß vorliegender Erfindung gelöst, bei dem
gesinterte oder erschmolzene Vorprodukte aus den eingangs genannten Werkstoffen zu
Halbfabrikaten verarbeitet werden, indem die Vorprodukte in Folge zwei- bis viermal
bei für den jeweiligen metallischen Hauptbestandteil gebräuchlichen Warmumformungstemperaturen
im Bereich von 900
oC und 1600
oC um jeweils 3 - 25 %, insgesamt jedoch maximal um 75 % thermomechanisch verformt
werden und indem die Vorprodukte zwischen den einzelnen Umformschritten bei Temperaturen
im Bereich von etwa der jeweiligen Warmumformungstemperatur bis zur jeweiligen Rekristallisationstemperatur
1 und 6 Stunden lang zwischengeglüht werden.
[0006] Unter dem Begriff Halbfabrikate sind z. B. Schmiederohlinge, Stäbe, Ronden, Bleche
und Drähte zu verstehen. Formteile sind demgegenüber solche Teile, die aus Halbfabrikaten
durch Formgebungsverfahren wie Zerspanung, aber ohne weitere Beeinflussung des metallischen
Gefüges und der metallischen Eigenschaften hergestellt werden; weiterhin auch solche
Teile, die aus Vorprodukten im Zuge der Warmumformung gleichzeitig zu anwendungsfertigen
Formteilen verarbeitet werden.
[0007] Die wichtigsten, in Frage kommende Legierungselemente neben den genannten Hauptbestandteilen
sind die Metalle der 4. Nebengruppe des Periodensystems, aber auch sonstige in Legierungen
der hochschmelzenden Metalle bereits verwendete Elemente, insbesondere Rhenium und
Platin. Unter den Dispersoiden für hochschmelzende Metalle haben sich die Oxide, und
dort wieder vor allem die Seltenen Erden Ceroxid, Yttriumoxid, Lanthanoxid, neben
Thoriumoxid Manganoxid, Titanoxid und Zirkonoxid besonders bewährt. Daneben werden
Karbide, Silizide, Boride und Nitride als Dispersoide in hochschmelzenden Metallen
erfolgreich eingesetzt. Erdalkalimetalle, Aluminium und Silizium werden wegen ihrer
bekannten Nachteile bei sehr hohen Werkstoff-Einsatztemperaturen im vorliegenden Fall
kaum angewendet, sind aber nicht vollständig auszuschließen.
[0008] Unter dem Begriff "gebräuchliche Warmformungstemperaturen" sind die bei der Warmumformung
durch Schmieden und/oder Hämmern für das jeweilige hochschmelzende Metall günstigerweise
anzuwendenden Temperaturen zu verstehen. Dabei ist eine qualitativ hochwertige, z.
B. rißfreie Ausbringung, ebenso Bedingung wie die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens.
Die günstigste Temperatur liegt selbstverständlich für das vergleichsweise niedrig
schmelzende Chrom deutlich niedriger als etwa für Wolfram, in jedem Fall aber unter
der Temperatur, bei welcher Rekristallisation einsetzt. Die je Umformschritt anzuwendenden
Umformgrade sind auf den Bereich der kritischen Umformung, d. h. auf den Bereich,
bei dem durch anschließende Temperaturbehandlung ein Kornwachstum auftritt, zu beschränken.
Als weitere anwendbare Warmumformverfahren sind das Strangpressen und das Ziehen zu
nennen.
[0009] Es war nun angesichts der bisher praktizierten Lehrmeinung völlig überraschend, daß
die Umformung in kleinen prozentuellen Stufen und bis auf maximal 75 %, in der Regel
aber wesentlich weniger, in Verbindung mit den angeführten Zwischenglühprozessen so
günstige Warmkriechfestigkeits-Eigenschaften ergibt. Bisher war davon ausgegangen
worden, daß zur Erzielung höchstmöglicher Warmkriechfestigkeit bei den genannten Werkstoffen
eine Umformung von mindestens 90 %, in der Regel sogar weit mehr unumgänglich ist.
[0010] Ebenso überraschend und nicht vorhersehbar war, daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellte, hochschmelzende Legierungen nicht zwingend zur Ausbildung eines Stapelgefüges
gebracht werden müssen und sich gleichwohl höhere Warmkriechfestigkeiten erzielen
lassen, als bisher für vergleichbare hochschmelzende Legierungen mit Stapelgefüge
bekannt geworden ist.
Dessen ungeachtet konnten Spitzenwerte für die Warmfestigkeit, insbesondere für die
Warmkriechfestigkeit, bei einzelnen Legierungen hochschmelzender Metalle dann erreicht
werden, wenn in Abwandlung des erfindungsgemäßen Grundverfahrens die Zwischenglühungen
nach den einzelnen Umformschritten etwa während der Hälfte der vorgesehenen Gesamtglühzeit
bei Temperaturen oberhalb der Rekristallisationstemperatur des jeweiligen Werkstoffes,
d. h. bei 1300
oC bis 2100
oC vorgenommen wurde und anschließend während der zweiten zeitlichen Hälfte bei etwa
der Warmumformungstemperatur geglüht wurde, welche Temperatur grundsätzlich unterhalb
der Rekristallisationstemperatur für den jeweiligen Werkstoff liegt. Mittels dieser
zweigeteilten, im Unterschied zur einheitlichen Zwischenglühung lassen sich Stapelgefüge
erzielen, welche die Warmkriechfestigkeit entsprechender Werkstoffe nochmals wesentlich
erhöhen.
[0011] Ein wichtiger Vorteil bei den nach dem erfinderischen Verfahren hergestellten hochschmelzenden
Legierungen sind die hohen Warmkriechfestigkeitswerte selbst in Temperaturbereichen,
die etwa bei drei Viertel der jeweiligen Schmelztemperatur liegen, wo nach anderen
Verfahren hergestellte warmkriechfeste Legierungen in den entsprechenden Werten bereits
stark abfallen. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß neben der Warmkriechfestigkeit
auch die anderen Warmfestigkeitswerte, nämlich Zugfestigkeit bei ausreichender Restdehnung,
vergleichsweise günstig liegen.
[0012] Dispersionsverfestigte Legierungen gemäß vorliegender Erfindung finden bevorzugt
Anwendung als Formwerkzeuge in Schmiede- oder Preßwerkzeugen für die Hochtemperatur-Umformung
metallischer Formstücke, insbesondere beim isothermen Hochtemperaturschmieden. Ein
weiteres Anwendungsgebiet sind Drehanoden für Röntgenröhren.
[0013] Unter den Hochtemperatur-Metallegierungen hoher Warmkriechfestigkeit hatten schon
bisher Molybdänlegierungen mit Zusätzen von Zirkonium, Hafnium und etwas Kohlenstoff
besonders günstige Warmfestigkeits-Eigenschaften gezeigt. Diese Legierungen sind
als ZHM-Legierungen bekannt geworden und stellen eine Weiterentwicklung der als TZM
bekannt gewordenen Molybdänlegierungen dar. Die nachfolgende Tabelle belegt eindrucksvoll,
daß entsprechend vorliegender Erfindung hergestellte oxiddispersionsverfestigte ZHM-Legierungen
deutlich bessere Warm-, insbesondere Warmkriechfestigkeitswerte, erreichen als nach
üblichen Verfahren hergestellte ZHM-Legierungen.
[0014] Die zum Vergleich dienende ZHM-Molybdänlegierung wurde auf denselben Gesamtumformgrad
von ca. 70 % gebracht, jedoch in einem einzigen Arbeitsschritt, ohne Zwischenglühung
nach kleinen Umformgraden gemäß Erfindung.
Die hinsichtlich hoher Warmkriechfestigkeit lange Zeit führende TZM-Molybdänlegierung
konnte gar nicht mehr zum Vergleich angeführt werden, da eine entsprechende Probe
unter den genannten Belastungswerten bereits in weniger als einer Minute reißen würde.
Tabelle
1. Lineare Kriechgeschwindigkeit bei 1100oC 450 N/mm² in h⁻¹ |
Legierung |
Verfahren |
|
Anspruch 1 |
Anspruch 2 |
Stand der Technik |
ZHM, 1 CeO₂ |
3,2 10⁻⁴ |
< 10⁻⁵ |
|
ZHM, 1 Y₂O₃ |
4,4 10⁻⁴ |
< 10⁻⁵ |
|
ZHM, 1 La₂O₃ |
8,9 10⁻⁴ |
< 10⁻⁵ |
|
ZHM |
|
|
2.10⁻³ |
2. Warmzugfestigkeit bei 1450oC in Vakuum mit Prüfgeschwindigkeit 5 mm/min in N/mm² |
Legierung |
Verfahren |
|
Anspruch 1 |
Anspruch 2 |
Stand der Technik |
ZHM, 1 CeO₂ |
360 |
490 |
|
ZHM, 1 Y₂O₃ |
350 |
520 |
|
ZHM, 1 La₂O₃ |
300 |
495 |
|
ZHM |
|
|
210 |
TZM |
|
|
60-80 |
ZHM = Mo; 1,2 Hf; 0,4 Zr; 0,15 C |
Beispiel 1
[0015] Molybdänmetallpulver von ca. 5µm Korngröße wurde mit feinkörnigen Pulverzusätzen,
und zwar mit 1,2 Gew.% Hf, 0,4 Gew.% Zr, 0,15 Gew.% C und 1,0 Gew.% CeO₂ der Korngröße
von ca. 0,8µm vermischt, die Mischung in einen Gummischlauch gefüllt, dicht gerüttelt
und kaltisostatisch mit einem Druck von 2500 bar unter Wasser gepreßt. Der isostatisch
gepreßte Stab wurde grün auf einen Durchmesser von 75 mm auf einer Drehbank gedreht
und anschließend auf 55 mm Höhe abgelängt. Die Zylinder wurden in trockener H₂-Atmosphäre
(TP<- 35
oC) 5 Stunden lang bei 2000
oC gesintert. Die Sinterdichte betrug 9,50 g/cm³. Der Umformvorgang umfaßte das Aufwärmen
des Sinterlings auf 1200
oC in einem H₂-gefluteten Ofen während 20 Minuten, weiters das Stauchen auf 43 mm Höhe,
das zweiperiodische Glühen zunächst während 1 Stunde bei 2000°C und anschließend während
1 Stunde bei 1500
oC. Es folgen das Anwärmen im Schmiedeofen auf 1200°C während 20 Minuten und Schmieden
bei ca. 10 Umformgrad auf 39 mm Höhe. Das Glühen und Schmieden wird noch weitere zweimal
wiederholt: Glühen bei 2000
oC, 1 Stunde sowie 1500
oC, 1 Stunde, Einlegen in den Schmiedeofen, Schmieden auf 35 mm Höhe, Glühen bei 2000
oC, 1 Stunde sowie 1500
oC 1 Stunde, Anwärmen während 20 Minuten auf 1200
oC und Fertigschmieden auf eine Höhe von 12 mm.
[0016] Die derart hergestellten Proben wurden auf ihre Warmfestigkeits-Eigenschaften hin
untersucht. Die Versuchsergebnisse sind in der Tabelle dargestellt.
Beispiel 2
[0017] Das Verfahren nach Beispiel 1 wird mit folgender Legierungszusammensetzung wiederholt:
Mo - 1,2 Gew.% Hf, 0,4 Gew.% Zr, 0,15 Gew. % C und abweichend von oben 1 Gew.% Y₂O₃
der Korngröße 0,25µm.
Beispiel 3
[0018] Wolfram-Metallpulver, das durch H₂-Reduktion von blauem Wolframoxid gewonnen wurde
und eine Korngröße von 3,80µm aufwies, wurde mit 1,20 Gew.% Hf, 0,40 Gew.% Zr, 0,10
Gew.% C sowie mit 1 Gew.% CeO₂ der Korngröße 0,8µm versetzt, in einem Zwangsmischer
gemischt und in einem Matrizenpreßwerkzeug mit 105 mm Durchmesser auf Höhe 55 mm gepreßt.
Die Ronden wurden 7 Stunden lang bei 2500
oC in trockenem H₂ mit einem Taupunkt -35
oC gesintert und erreichten eine Dichte von 17,7 g/cm³. Nach dem Sintern betrugen die
Abmessungen der Ronden ca. 90 mm Durchmesser x 48 mm Höhe.
[0019] Die Ronden wurden zunächst 20 Minuten lang bei 1550
oC angewärmt und dann durch Warmschmieden auf 43 mm Höhe gestaucht. Es folgte eine
Zwischenglühung der Ronden für 2 Stunden bei 1550
oC in H₂-Atmosphäre. Dann wurden die Ronden wiederum bei 1550
oC 20 Minuten lang angewärmt und bei dieser Temperatur in einem zweiten Schmiededurchgang
um ca. 10 % auf 39 mm Höhe verformt. Die anschließende Glühung erfolgte wiederum bei
1550
oC 2 Stunden lang in H₂-Atmosphäre. Für den dritten Schmiededurchgang wurde abermals
bei 1550°C 20 Minuten lang angewärmt und dann auf 35 mm Höhe geschmiedet. Schließlich
wurden die Ronden ein viertes Mal 2 Stunden lang bei 1550
oC geglüht und nach einem letzen Anwärmen über 20 Minuten auf 1550
oC auf 17 mm Höhe fertiggeschmiedet und von der Schmiedehitze im Ofen über Nacht auf
Raumtemperatur abgekühlt.
[0020] Die so gefertigten Proben wurden untersucht und ergaben ein Kriechverhalten bei 1600
oC, welches dasjenige von in einem einzigen Schmiedevorgang hergestellten W-Legierungen
um ca. eine Zehnerpotenz übertraf.
1. Verfahren zur Herstellung von Halbfabrikaten oder Formteilen hoher Warmkriechfestigkeit
aus gesinterten oder erschmolzenen Vorprodukten aus dispersionsverfestigten Legierungen
der hochschmelzenden Metalle Vanadium, Niob, Tantal, Chrom, Molybdän, Wolfram, einzeln,
zu mehreren oder als Hauptbestandteil mit anderen Metallanteilen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorprodukte zwei- bis viermal bei für den jeweiligen metallischen Hauptbestandteil
gebräuchlichen Warmumformungstemperaturen im Bereich von 900oC und 1600oC um jeweils 3 - 25 %, insgesamt jedoch maximal um 75 % thermomechanisch verformt
werden und indem die Vorprodukte zwischen den einzelnen Umformschritten bei Temperaturen
im Bereich von etwa der jeweiligen Warmumformungstemperatur bis zur jeweiligen Rekristallisationstemperatur
zwischen 1 und 6 Stunden lang zwischengeglüht werden.
2. Verfahren zur Herstellung von Halbfabrikaten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß einzelne oder alle Zwischenglühungen jeweils in zwei Teilschritten vorgenommen
werden, wobei der erste Teilschritt während etwa halber Zwischenglühzeit bei Temperaturen
oberhalb der Rekristallisationstemperatur, d. h. bei 1300oC bis 2100oC, und wobei der zweite Teilschritt während etwa halber nach dem Grundverfahren angewandter
Zeit bei der gewählten Warmumformungstemperatur erfolgt.
3. Verfahren zur Herstellung von Halbfabrikaten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Warmumformung durch Warmschmieden erfolgt.
4. Verfahren zur Herstellung von Halbfabrikaten nach den Ansprüchen 1 - 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Behandlung Legierungen unterworfen werden, die Dispersoide
auf der Basis von Oxiden und/oder Karbiden enthalten.
5. Verfahren zur Herstellung von Halbfabrikaten nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß als Dispersoide CeO₂, Y₂O₃, La₂O₃ und/oder ThO₂ verwendet werden.
6. Verfahren zur Herstellung von Halbfabrikaten nach den Ansprüchen 1 - 5, dadurch
gekennzeichnet, daß als das hochschmelzende Metall eine Molybdänlegierung mit Zusätzen
von Zirkonium und Hafnium sowie mit Oxiden und Karbiden als feinverteilte Dispersoide
verwendet wird.
7. Verfahren zur Herstellung von Halbfabrikaten nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Warmumformung bei Temperaturen zwischen 1250°C bis 1350oC erfolgt.
8. Verwendung dispersionsverfestigter Legierungen hergestellt nach einem der Ansprüche
1- 7 in Schmiede- oder Preßwerkzeugen für die Hochtemperatur-Umformung metallischer
Formstücke.
9. Verwendung dispersionsverfestigter Legierungen hergestellt nach einem der Ansprüche
1 - 7 in Drehanoden für Röntgenröhren.