[0001] Die Erfindung betrifft eine Filteranordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Eine solche Filtereinrichtung ist durch die DE-A-31 50 299 bekannt. Bei dieser Filtereinrichtung
sind die Wände des Behältnisses als erstes Filter ausgebildet. Hinter der mit bezug
auf die Richtung des Saugluftstromes senkrechten Rückwand des Behältnisses ist ein
zweites Filter fest an dem Behältnis angeordnet. Die Ausbildung der Behältniswände
als Filter hat den Nachteil, daß diese Wände bei jedem Entleerungsvorgang mechanisch
von anhaftenden Schmutzteilen befreit werden müssen. Außerdem müssen diese Wände als
Grobfilter ausgebildet sein, da sie sonst im Laufe der Zeit vollkommen undurchlässig
werden. Nachteilig ist ferner, daß auch das nachgeschaltete zweite Filter, welches
ein Feinfilter ist, zur Erhaltung der Filterwirkung nur abgeschüttelt werden kann.
Ein allmähliches Zusetzen dieses Filters läßt sich durch ein derartiges Abschütteln
auf Dauer nicht verhindern, da durch das Schütteln nur an der Oberfläche des zweiten
Filters abgelagerter Schmutz entfernbar ist. Dies führt zu einer Reduzierung der Saugleistung
des Staubsaugers.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filtereinrichtung der gattungsgemäßen
Art so auszubilden, daß insgesamt eine bessere Filterwirkung erreicht und die Stärke
der Saugleistung des Staubsaugers erhalten bleibt.
[0004] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch die im Kennzeichen des Anspruchs
1 angegebenen Merkmale.
[0005] Der Filterbeutel wird nach Erreichen eines entsprechenden Füllungsgrades ausgetauscht
und durch einen neuen Filterbeutel ersetzt. Damit kann der Filterbeutel bereits als
Feinfilter ausgebildet sein, so daß mit einem nachgeschalteten Filter, welches vorteilhafterweise
ein Feinstfilter oder ein Aktivkohlefilter sein kann, eine verbesserte Filterwirkung
erreicht wird. Da dieses zweite Filter austauschbar ist, besteht nicht die Gefahr
einer Saugleistungsminderung bei zugesetztem Filter.
[0006] Eine plattenförmige Ausbildung des zweiten Filters ermöglicht eine einfache Befestigung
desselben in einer am Behältnis vorgesehenen Führung. Ein solches plattenförmiges
Filter läßt sich leicht mehrschichtig ausführen, so daß durch Kombination verschiedener
Filterschichten Spezialfilter für unterschiedliche Anwendungsfälle geschaffen werden
können.
[0007] Wird das zweite Filter auf der der Einlaßöffnung benachbarten Seite des Behältnisses
angeordnet, so kann es dicht an einem die Einlaßöffnung umgebenden Dichtelement anliegen
und damit die dichte Ankopplung der Filtereinrichtung an das Gebläseaggregat übernehmen.
[0008] Durch eine in einem Teilbereich gegenüber dem Restbereich unterschiedliche Filterwirkung
wird an dem zweiten Filter eine Anzeigemöglichkeit für einen notwendigen Austausch
dieses Filters erreicht. Wegen der unterschiedlichen Filterwirkung der beiden Bereiche
ergeben sich bei einer zunehmenden Verschmutzung des zweiten Filters farbliche Unterschiede
zwischen den beiden Bereichen, die dem Benutzer eines Staubsauges einen notwendigen
Wechsel dieses Filters signalisieren.
[0009] Dabei reicht es aus, wenn die unterschiedliche Filterwirkung zumindest an der bei
herausgenommenem Behältnis sichtbaren Luftaustrittsseite des zweiten Filters besteht.
Die unterschiedliche Filterwirkung kann dadurch erreicht werden, daß das zweite Filter
in dem Teilbereich undurchlässig oder mit einem Tränkmittel versehen ist. Im einen
Fall lagert sich in dem Teilbereich kein Schmutz ab, so daß sich die Filteroberfläche
in diesem Bereich nicht durch den Schmutz verfärbt und somit von der verschmutzten
Fläche im Restbereich abhebt. Im anderen Falle erfolgt durch das Tränkmittel eine
stärkere Schmutzablagerung, so daß ebenfalls farbliche Unterschiede zwischen den beiden
Bereichen zutage treten. Der Teilbereich kann als Wortsymbol beispielsweise "Stop"
oder "Wechsel" ausgebildet sein.
[0010] Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird der Anmeldungsgegenstand
nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:
FIG 1 eine in einem Staubsauger angeordnete Filtereinrichtung im Schnitt,
FIG 2 ein zweites Filter in Draufsicht.
[0011] Mit 1 ist das Gehäuse eines Staubsaugers bezeichnet, in dem ein Staubraum 2 und ein
von diesem durch eine Zwischenwand 3 getrennter, das Gebläseaggregat 4 enthaltender
Gebläseraum 5 vorgesehen ist. Die Zwischenwand 3 weist eine Einlaßöffnung 6 auf,
an die das Gebläseaggregat4 mit seiner Ansaugöffnung angeschlossen ist.
[0012] In den Staubraum 2 ist als Behältnis ein Tragcontainer 7 eingesetzt, in dem ein
an den Anschlußstutzen 8 des Staubsaugers angekoppelter Filterbeutel 9 als erstes
Filter eingelegt ist. Der Tragcontainer 7 ist mit durchlässigen Gitterwänden 10 ausgeführt.
An den Gitterwänden 10 kann zusätzlich ein Vließmaterial angebracht sein. Auf der
der Einlaßöffnung 6 benachbarten Rückseite des Tragcontainers 7 ist an der unteren
Containerkante 11 eine U-Führung 12 für ein zweites Filter 13 angeformt. Das mit seiner
einen Seite 14 in die U-Führung 12 eingesteckte zweite Filter 13 liegt mit seiner
anderen Seite 15 an einer an der oberen Containerkante 16 angeformten Stützleiste
17 an. Da das zweite Filter 13 hierdurch ausreichend abgestützt ist, kann es gegen
ein die Einlaßöffnung 6 vollständig umschließendes Dichtelement 18 gedrückt werden,
so daß eine dichte Ankopplung der Filtereinrichtung an das Gebläseaggregat 4 erreicht
ist.
[0013] Die plattenförmige Ausbildung des zweiten Filters 13 ermöglicht einen mehrschichtigen
Aufbau dieses Filters. Durch Kombination unterschiedlicher Sonderfilter, z.B. Allergiefilter,
Mikrofilter, Antibakterienfilter, elektrostatische Filter kann das zweite Filter
13 für ganz spezielle Anwendungsfälle ausgebildet werden.
[0014] Zur Erhaltung der vollen Saugleistung des Staubsaugers ist es notwendig, daß außer
dem Filterbeutel 9 auch das zweite Filter 13 bei Erreichen eines bestimmten Verschmutzungsgrades
ausgewechselt wird. Um den Benutzer einen solchen notwendigen Wechsel zu signalisieren,
weist das zweite Filter 13 in einem Teilbereich 19 eine andere Filterwirkung als im
Restbereich 20 auf. Hierdurch ergibt sich ein unterschiedlicher Grad der Schmutzablagerung
in den beiden Bereichen 19 und 20, so daß sich diese Bereiche bei zunehmender Verschmutzung
des zweiten Filters 13 farblich voneinander abheben. Einen solchen farblichen Unterschied
kann der Benutzer leicht erkennen und darauf hin das verschmutzte Filter 13 gegen
ein neues auswechseln.
[0015] Der Teilbereich 19 kann, wie dies die FIG 2 zeigt, als Wortsymbol, z.B. "Stop",
ausgebildet sein. Damit weiß der Benutzer, daß ein Filterwechsel notwendig ist, wenn
er dieses Wort deutlich erkennen kann.
1. Filtereinrichtung für einen Staubsauger, die aus einem entnehmbar im Staubraum
(2) des Staubsaugers angeordneten Behältnis (7), in welchem aus dem schmutzbeladenen
Saugluftstrom mittels eines ersten Filters (9) ausgefilterter Schmutz gesammelt ist
und einem am Behältnis (7) angeordneten, dem ersten Filter (9) nachgeschalteten zweiten
Filter (13) besteht und welche Filtereinrichtung dicht an den Ansaugstutzen (8) des
Staubsaugers und eine zum Gebläseaggregat (4) des Staubsaugers führende Einlaßöffnung
(6) anschließbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Filter aus einem auswechselbar in das Behältnis (7) eingesetzten Filterbeutel
(9) besteht und das zweite Filter (13) auswechselbar am Behältnis (7) angeordnet ist.
2. Filtereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Filter (13) plattenförmig ausgebildet und in einer am Behältnis (7)
vorgesehenen Führung (12) eingesteckt gehalten ist.
3. Filtereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Filter auf der der Einlaßöffnung (6) benachbarten Seite des Behältnisses
(7) angeordnet ist und dicht an einem die Einlaßöffnung (6) umgebenden Dichtelement
(18) anliegt.
4. Filtereinrichtung nach Anspruch 1,2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Filter (13) in einem Teilbereich (19) eine gegenüber dem Restbereich
(20) unterschiedliche Filterwirkung besitzt.
5. Filtereinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die unterschiedliche Filterwirkung der Bereiche (19,20) zumindest auf der Luftaustrittsseite
des zweiten Filters (13) besteht.
6. Filtereinrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Filter (13) in dem Teilbereich (19) undurchlässig ist.
7. Filtereinrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Filter (13) in dem Teilbereich (19) mit einem Tränkmittel versehen
ist.