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(11) |
EP 0 396 929 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.06.1992 Patentblatt 1992/26 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.04.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B28B 3/04 |
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Isostatische Presse zur Herstellung von Presslingen aus pulverförmigem, keramischen
Material
Isostatic moulding apparatus for the production of compacted bodies of ceramic powder
material
Dispositif de compression isostatique pour la fabrication de pièces moulées en matière
céramique pulvérulente
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
10.05.1989 DE 3915296
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.11.1990 Patentblatt 1990/46 |
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Patentinhaber: Dorst Maschinen und Anlagenbau
Otto Dorst und
Dipl.-Ing Walter Schlegel GmbH & Co. |
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D-82431 Kochel (DE) |
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Erfinder: |
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- Schaidl, Hubert
D-8177 Bichl (DE)
- Wunderlich, Bernd
D-8113 Kochel a. See (DE)
- Rau, Walter
D-8174 Benediktbeuern (DE)
- Mäurer, Friedel
D-8113 Kochel a. See (DE)
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Vertreter: Bockhorni, Josef, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Herrmann-Trentepohl
Grosse - Bockhorni & Partner
Forstenrieder Allee 59 81476 München 81476 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 038 010 GB-A- 1 542 511
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DE-A- 3 040 876 US-A- 4 084 932
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine isostatische Presse gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1. Insbesondere befaßt sich die Erfindung mit der Herstellung von Elektrolythülsen,
die in Batterien Verwendung finden.
[0002] Zur Herstellung derartiger Preßlinge aus pulverförmigem keramischem Material durch
isostatische Verdichtung ist es bekannt (EP -A1- 0 038 010 ), topfartige Formteile
zu verwenden, in denen Gummihülsen aufgenommen sind, welche mit in die Formtöpfe eingefahrenen
Formnadeln die Formen bzw. Formhohlräume zur Herstellung der Preßlinge begrenzen.
Nach Einfüllen des pulverförmigen Materials in diese Formhohlräume erfolgt das Schießen
der Form und die isostatische Pressung durch Beaufschlagung eines hinter der Gummihülse
angeordneten Ölkissens mit Druck bis zu 2000 bar. Nach Abbau des Drucks und einer
gewissen Entspannungszeit werden die Hülsen aus den Formtöpfen herausgehoben, was
durch Hochfahren der Formnadeln erfolgt, an denen die Hülsen anhaften. Da es sich
bei solchen Preßlingen, namentlich bei Elektrolythülsen, um Massenartikel handelt,
ist es erforderlich, den Preßvorgang entsprechend abzustimmen, so daß je Arbeitstakt
mehrere Hülsen herstellbar sind. Aus diesem Grund werden Werkzeuge verwendet, die
mehrere Formtöpfe und Formnadeln aufweisen. So sind Pressen bekannt, bei denen auf
dem Pressentisch die Formtöpfe in Reihen und mit gleichmäßigem Abstand in jeder Reihe
zueinander angeordnet sind. Die Formnadeln sind von einem mit dem Oberbären der Presse
gekoppelten Werkzeugteil getragen. Dadurch ist es möglich, je Arbeitstakt mehrere
Elektrolythülsen herzustellen. Da der Verdichtungsvorgang und der darauffolgende Entspannungsvorgang
eine vorgegebene Zeitspanne benötigen, ist es nach einer Weiterentwicklung vorgesehen,
die Formnadeln auf einem beweglichen Schiebekopf vorzusehen, so daß während der Herstellung
der Hülsen in den Formtöpfen zuvor aus den Formtöpfen ausgehobene Formnadeln mit Greifeinrichtungen
zusammenwirken, die die Hülsen von den Formnadeln abstreifen und auf einem Transportband
ablagern. Nach Ablauf der für die Verdichtung und die darauffolgende Entspannung erforderlichen
Zeitperiode erfolgt mit dem Ausheben der Formnadeln aus den Formtöpfen und deren Verschiebung
zu den Greifeinrichtungen gleichzeitig das Umsetzen der von den Hülsen befreiten Formnadeln
in die Formtöpfe, so daß parallel zum Abladevorgang der Hülsen von den Formnadeln
auf einem Transportband die Herstellung neuer Elektrolythülsen erfolgen kann.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Presse der beschriebenen Art so weiterzubilden,
daß bei einfachem Pressenaufbau und Bewegungsablauf sowie günstiger Lastverteilung
eine große Anzahl von Hülsen je Arbeitstakt auf der Presse herstellbar ist. Dabei
soll durch günstige Anordnung der Werkzeugelemente und der Greif- und Transporteinrichtungen
ein guter Zugriff zum Werkzeug selbst gewährleistet sein.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnen- den Teil des Patentanspruches
1 enthaltenen Merkmale gelöst, wobei zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung durch
die in den Unteransprüchen enthaltenen Merkmale gekennzeichnet sind.
[0005] Nach Maßgabe der Erfindung sind auf dem Schiebekopf mindestens eine, vorzugsweise
jedoch zwei Reihen von Formnadeln vorgesehen, wobei in jeder Reihe die Formnadeln
exakt geradlinig und mit gleichem Abstand zueinander angeordnet sind. Die Formnadeln
sind hierbei in doppelter Anzahl gegenüber den auf dem Pressentisch angeordneten Formteilen
in Art von Formtöpfen vorgesehen. Dabei ist der in sämtlichen Reihen der Formnadeln
gleiche Abstand benachbarter Formnadeln halb so groß wie der in sämtlichen Reihen
gleiche Abstand benachbarter Formteile zueinander. Das heißt, die Teilung der Formnadeln
beträgt die halbe Länge der Teilung der Formteile auf dem Pressentisch. Selbstverständlich
sind die Abstände der Reihen der Formnadeln und der Formteile untereinander so bemessen,
daß jeweils eine Reihe von Formteilen mit einer Reihe von Formnadeln ausgerichtet
ist. Wichtig ist, daß die Bewegung des Schiebekopfs in Achsrichtung der Reihen von
Formnadeln und Formteilen erfolgt und zwar um das Maß der Teilung der Formnadeln,
also der halben Länge des Abstands der Formteile zueinander. Nach Herstellung der
Preßlinge in den Formtöpfen und dem Herausheben der Preßlinge durch Hochfahren der
Formnadeln erfolgt eine Bewegung des Schiebekopfs in Achsrichtung der Reihen, um eine
Länge, die dem Abstand der Formnadeln und damit dem halben Abstand der Formteile zueinander
entspricht. Dadurch gelangen die Formnadeln mit den daran haftenden Hülsen über seitlich
angeordnete Transporteinrichtungen, wo sie abgelagert werden. Gleichzeitig werden
mit dieser Schiebekopfbewegung die Formnadeln, die gerade von den Hülsen befreit wurden,
über die eben freigegebenen Formtöpfe gefahren, so daß parallel mit dem Abstreifen
der Hülsen die Herstellung von Preßlingen unter Ausnutzung der nunmehr über die Formtöpfe
gefahrenen Formnadeln erfolgen kann. Danach wird nach dem Ausheben der Formnadeln
aus den Formtöpfen der Schiebekopf entgegengesetzt wieder um das Maß der Teilung der
Formnadeln zueinander, also dem halben Abstand der Formteile in Achsrichtung der Reihen
bewegt und so weiter. Durch die Bewegung des Schiebekopfs in Achsrichtung der Reihen
wird der Schiebekopf mit den daran angeordneten zahlreichen Formnadeln nur um ein
geringes Maß aus dem Schwerpunkt der Presse hin- und herversetzt, so daß nur eine
geringe Schwerpunktveränderung im Pressenbetrieb stattfindet, was sich auch günstig
für die exakte Ausrichtung der Nadeln und auch die Herstellung der Preßlinge auswirkt.
Zugleich ist die Schiebekopfbewegung vergleichsweise kurz. Die Transportbänder können
sich senkrecht zur Achsrichtung der Reihen der Formtöpfe und der Formnadeln erstrecken,
wodurch eine gute Zugriffsmöglichkeit zu den Formelementen gewährleistet ist. Gleichzeitig
lassen sich die Greifeinrichtungen gut zwischen den Formtöpfen bzw. neben den in der
Reihe außenliegenden Formtöpfen plazieren, ohne daß hierbei die Zugängigkeit zu den
Formelementen beeinträchtigt wird. Auch die Zufuhr des Pulvers wird durch die Schiebekopfbewegung
nicht beeinträchtigt. Insgesamt können dadurch auch die Füllschläuche, die mit den
Füllbehältern gekoppelt sind, einfacher ausgeführt werden.
[0006] In zweckmäßiger Weise werden zum Abtransport der Hülsen Endlosbänder verwendet, die
sich senkrecht zur Achsrichtung der Reihen erstrecken. Hierbei sind aufgrund der Arbeitsbewegung
des Schiebekopfes die Transportbänder jeweils so angeordnet, daß zwei benachbarte
Transportbänder zwischen sich die gegenüberliegend angeordneten Formtöpfe mehrerer
Reihen eingrenzen, so daß die aus diesen Formtöpfen ausgehobenen Preßlinge je nach
Schiebekopf einmal auf das linke und danach wieder auf das rechte Transportband abgesetzt
werden können. Zweckmäßigerweise sind die Transportbänder mit topfartigen Halteelementen
bestückt, auf denen die Hülsen abgelagert werden. Zum Abnehmen der Hülsen dienen einfache
Greifeinrichtungen, die oberhalb der Transportbänder angeordnet sind und Klauen aufweisen,
die die Hülsen fassen, so daß mit dem Hochheben der Formnadeln die Hülsen automatisch
abgestreift werden. Die Transportbänder, d.h. die topfartigen Haltelemente und die
Klauen der Greifeinrichtungen sind hierbei jeweils so positioniert, daß die Formnadeln
nach dem Ausheben aus den Formtöpfen und dem Verschieben um die halbe Teilung der
Formteile exakt über die Transportbänder bzw. mit den entsprechenden Greifeinrichtungen
ausgerichtet sind.
[0007] Die Schiebekopfbewegung erfolgt in einfacher Weise durch einen hydraulisch oder pneumatisch
betätigbaren Kolben, der in einem Zylinder geführt ist. In einer baulich vorteilhaften
Ausführungsform erfolgt die Schließ- und Öffnungsbewegung der Formen in vertikaler
Richtung und ist das den Schiebekopf aufnehmende Werkzeugteil mit dem Oberbären der
Presse gekoppelt,wohingegen die Formtöpfe auf dem feststehenden Pressentisch der Presse
angeordnet sind.
[0008] Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung
beschrieben. Darin zeigen in rein schematischer Darstellung
Fig.1 eine Vorderansicht der Presse,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Presse,
Fig.3 eine Schnittansicht durch eine Form zur Herstellung eines Preßlings,
Fig. 4 eine Draufsicht auf den Pressentisch der Presse mit darauf angeordneten Formteilen,
Fig. 5 eine Seitenansicht eines Teils der Presse analog Fig. 2, jedoch in größerer
Darstellung, sowie
Fig. 6 eine Vorderansicht der Presse analog Fig. 1, jedoch in in vergrößerter Darstellung.
[0009] In den Fig. 1 und 2 ist schematisch der Gesamtaufbau der Presse dargestellt. Die
Presse umfaßt einen mit 1 bezeichneten Pressenrahmen, einen mit dem Pressengestell
1 festen Pressentisch 2, der Formteile 3 trägt, die zusammen mit aus Fig. 3 besser
ersichtlichen nadelartigen Formelementen 4 Formen zur Herstellung der Preßlinge begrenzen.
Die Formnadeln 4 sind auf einem Schiebekopf 5 aufgenommen, der als Bestandteil des
Werkzeugteils 6 mit dem vertikal auf- und abbeweglichen Oberbären der Presse gekuppelt
ist. Die Füllung der Formen erfolgt über seitlich an der Presse angeordnete Einfüllbehälter
7, die in einer Anzahl entsprechend der Anzahl der Formen vorgesehen sind. Aus diesen
Füllbehältern 7 erfolgt die unmittelbare Zufuhr des Pulvers zu den Formen über Zuführleitungen
8.
[0010] Nach Fig. 3 sind die Formteile jeweils aus einem buchsenartigen Formtopf 9 gebildet,
der zweckmäßigerweise aus Stahl hergestellt ist und im Inneren eine Gummihülse 10
trägt. Der Formtopf 9 begrenzt unterhalb der Gummihülse 10 eine Kammer 11 zur Aufnahme
von Öl. In die oben offene Gummihülse 10 ist das Formelement 4 in Art einer dornartigen
Formnadel 12 einfahrbar, die mit der Gummihülse 10 einen Formhohlraum 13 bzw. die
Form zur Herstellung des Preßlings begrenzt, welche von oben über die Zuführleitung
8 mit Pulver gefüllt wird. Nach erfolgtem Füllen der Form 13 wird der Formhohlraum
oben geschlossen, etwa durch Herabfahren einer Hülse 14, die mit ihrer Schulter 15
die Form 13 von oben schließt. Durch Aufbringen von Druck erfolgt die isostatische
Verdichtung des in die Form 13 gefüllten Pulvers. Nach Druckabbau und einer gewissen
Entspannung erfolgt das Ausheben der Formnadel 12 aus der Gummihülse 10, so daß der
daran haftende Preßling aus dem Formtopf 3 ausgehoben wird.
[0011] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Presse sind zwei Reihen 16 und 17 von
jeweils fünf geradlinig ausgerichteten Formtöpfen 9, also insgesamt 10 Formtöpfe 9
verwendet . Die Achsrichtung der beiden Reihen 16 und 17 ist parallel zueinander und
die Formtöpfe 9 beider Reihen 16 und 17 sind versetzungsfrei zueinander angeordnet,
d.h., einander gegenüberliegende Formtöpfe 9 beider Reihen 16 und 17 liegen jeweils
in einer Ebene senkrecht zur Achsrichtung der Reihen 16 und 17, also exakt einander
gegenüberliegend.
[0012] Zwischen den paarweise gegenüberliegenden Formtöpfen 3 erstrecken sich Transportbänder
18 senkrecht zur Achsrichtung der beiden Reihen 16 und 17. An den beiden Enden der
Reihen 16 und 17 sind schließlich Transportbänder 18 außerhalb neben den außenliegenden
Formtöpfen 9 angeordnet. Dadurch werden jeweils zwei Formtöpfe 9 von zwei benachbarten
Transportbändern 18 begrenzt. Die Transportbänder 18 sind zweckmäßigerweise durch
Endlosbänder mit einem oberen und unteren Trum gebildet, wie aus Fig. 5 hervorgeht.
Fig. 5 zeigt auch, daß auf den Transportbändern 18 topfartige Halteelemente 19 zur
Aufnahme der von den Formnadeln 12 abgestreiften Preßlingen bzw. Hülsen 20 angeordnet
sind. Fig. 4 zeigt schließlich noch recht deutlich, daß zwischen den Transportbändern
18 ausreichend Raum für die Zuführleitungen 8 vorhanden ist, über welche Pulver zweckmäßigerweise
schwerkraftbedingt aus den einzelnen Füllbehältern 7 den Formtöpfen zugeführt wird.
[0013] Die Formnadeln 12 sind sämtlich auf einem Schiebekopf 5 aufgenommen, der über Führungen
21 an einer mit dem Oberbären gekoppelten Halteplatte 22 geführt ist. Die Bewegung
des Schiebekopfs 5 erfolgt pneumatisch oder hydraulisch durch eine in Fig. 6 mit 23
bezeichnete Kolben/Zylinder-Einheit. Fig. 6 zeigt schließlich auch die in Reihe angeordneten
Formtöpfe bzw. Formteile 9 und die Zuordnung der auf dem Schiebekopf 5 getragenen
Formnadeln 12 zu diesen Formtöpfen 3. Der Schiebekopf 5 trägt je Reihe von Formteilen
3 eine Reihe von Formnadeln 12, so daß auf dem Schiebekopf 5 im dargestellten Ausführungsbeispiel
insgesamt 20 Formnadeln aufgenommen sind. Die Formteile 3 beider Reihen sind zueinander
mit dem gleichen seitlichen Abstand A auf dem Pressentisch 2 aufgenommen und auch
die Formnadeln 12 weisen zueinander den gleichen Abstand B auf, wobei der Abstand
B die halbe Länge des Abstands A beträgt. Der Abstand der Formnadeln 12 beträgt somit
die halbe Teilung der Formteile 3. Es verteht sich von selbst, daß der Schiebekopf
5 zwei Reihen von Formnadeln 12 aufweist, wobei jede Reihe von Formnadeln 12 jeweils
10 Formnadeln in geradliniger Ausrichtung aufweist. Die Formnadeln 12 einer jeden
Reihe befinden sich hierbei in einer senkrechten Ebene oberhalb der zugeordneten Formtöpfe
bzw. Formteile 3, wie am besten aus Fig. 5 hervorgeht. Dadurch ist sichergestellt,
daß mit dem Absenken des Oberbären der Presse die am Schiebekopf 5 aufgenommenen Formnadeln
12 exakt in die Öffnungen der Formtöpfe 9 eingefahren werden.
[0014] Zwischen den gegenüberliegenden Formteilen 3 und an den beiden Enden der Reihen 16
und 17 sind Greifeinrichtungen 24 vorgesehen, die am besten aus den Fig. 4 und 5 hervorgehen.
Die Greifeinrichtungen 24 weisen aus Fig. 6 ersichtliche Klauen 25 auf. Die Klauen
25 sind oberhalb der Transportbänder 18 angeordnet. Je Formtopf sind hierbei zwei
Greifeinrichtungen 24 ebenso wie zwei Transportbänder 18 zugeordnet, wobei jedoch
die zwischen den paarweise gegenüberliegenden Formteilen 3 angeordneten Transportbänder
18 bzw. Greifeinrichtungen 24 gemeinsam von den benachbarten Formtöpfen bzw. in Verbindung
mit diesen benachbarten Formtöpfen benutzt werden. Insgesamt sind, wie Fig. 4 zeigt,
für zehn Formtöpfe 9 bzw. Formteile 3 sechs Transportbänder 18 und zwölf Greifeinrichtungen
24 vorgesehen.
[0015] Die Betriebsweise der Presse ist wie folgt: Mit Abwärtsbewegung des Oberbären werden
die mit den zehn Formtöpfen 9 ausgerichteten zehn Formnadeln 12 in die Formtöpfe 9
bzw. in die darin aufgenommenen Gummihülsen 10 eingefahren, vgl. Fig. 3. Während des
Einfüllvorgangs, der Verdichtung und der darauffolgenden Entspannung sind die um die
halbe Teilung B in Achsrichtung der Reihen 16 und 17 versetzten übrigen zehn Formnadeln
12 in Ausrichtung über den Transportbändern 18, wie am besten aus Fig. 6 hervorgeht.
Wird nach dem Verdichten und dem Entspananen des Preßlings der Schiebekopf 5 zum Ausheben
der Formnadeln 12 aus den Formtöpfen 9 nach oben bewegt, so erfolgt gleichzeitig das
Abheben der Formnadeln 12 von den Transportbändern 18, wobei beim Hochfahren die an
den Formnadeln 12 noch anhaftenden Hülsen bzw. Preßlinge 20 abgestreift werden. Die
in den Halteelementen 19 aufgenommenen Hülsen 20 werden nach dem Abheben der Formnadeln
12 entsprechend der Taktbewegung der Transportbänder 18 aus der Presse herausgefördert.
Danach wird der Schiebekopf 5 je nach Takt gemäß Fig. 6 nach links oder nach rechts
in Achsrichtung der beiden Reihen 16 und 17 bewegt, so daß die an den Formnadeln 12
haftenden, soeben in der Form 13 hergestellten Preßlinge über die Förderbänder 18
bewegt werden. Nach Fig. 6 erfolgt die Bewegung nach links, wie strichliert dargestellt
ist. Dadurch werden die zuvor über die Förderbänder ausgerichteten Formnadeln 12 über
die Formtöpfe 9 gefahren, so daß mit der Abwärtsbewegung des Schließkopfs 5 einerseits
die Formnadeln mit den daran haftenden Preßlingen auf die Förderbänder 18 und andererseits
die zuvor mit den Förderbändern ausgerichteten Formnadeln in die Formtöpfe 9 gefahren
werden. Nach Verdichtung und somit Herstellung der Preßlinge wird der Schließkopf
5 wieder angehoben und nunmehr um eine halbe Teilung, also um den Abstand B in Fig.
6 nach rechts bewegt, so daß also jeweils während des Abladens eines Preßlings gleichzeitig
die Herstellung eines Preßlings erfolgt. Selbstverständlich können in Abweichung des
dargestellten Ausführungsbeispiels auch mehr als zwei Reihen von Formtöpfen und Formnadeln
Verwendung finden, ohne daß sich hierbei an einer Bewegung des Schließkopfs 5 um den
halben Abstand der Formtöpfe 9 in Achsrichtung der Reihen 16 und 17 etwas ändert.
1. Isostatische Presse zur Herstellung von Preßlingen aus pulverförmigem, keramischem
Material, insbesondere zur Herstellung von langgestreckten Hülsen für Batterien, mit
einem Formnadeln (12) tragenden Werkzeugteil (6), welches zum Schließen und Öffnen
von Formen relativ zu einem Presseteil, insbesondere Pressentisch (2), beweglich ist,
auf dem Formteile (3) in mindestens einer geradlinigen Reihe (16,17) und mit in den
Reihen (16,17) gleichem seitlichen Abstand zueinander angeordnet sind, die zusammen
mit darin eingefahrenen Formnadeln (12) die Formen für die Hülsen begrenzen,
dadurch gekennzeichnet,
der Werkzeugteil (6) auf einem Schiebekopf (5) je Reihe von Formteilen (3) die zweifache
Anzahl an Formnadeln (12) trägt, die entsprechend den Formteilen in Reihe angeordnet
sind und in der Reihe einen Abstand zueinander aufweisen, der dem halben Abstand der
Formteile (3) je Reihe (16,17) entspricht, und daß der Schiebekopf (5) um den Abstand
(B) der Formnadeln (12) zueinander in Achsrichtung der Reihe (16 bzw.17) und senkrecht
zur Schließ- und Öffnungsbewegung der Presse hin- und herbewegbar ist, so daß taktweise
die mit den Formteilen (3) ausgerichteten Formnadeln (12) in eine Position in Achsrichtung
der Reihe (16 bzw.17) neben die Formteile (3) und die zuvor neben den Formteilen (3)
positionierten Formnadeln (12) über die Formteile (3) bewegt werden und umgekehrt.
2. Isostatische Presse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Presse mehrere, vorzugsweise zwei Reihen (16, 17) von Formteilen (3) und Formnadeln
(12) aufweist, welche parallel und versetzungsfrei zueinander angeordnet sind.
3. Isostatische Presse nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich zwischen den Formteilen (3) und an beiden Enden der Reihe(n) neben den in
der Reihe außenliegenden Formteilen (3) sich senkrecht zur Achsrichtung der Reihe(n)
(16 bzw. 17) erstreckende Transportbänder (18) vorgesehen sind, derart, daß sich zwischen
zwei Transportbändern (18) jeweils ein Formteil (3) einer Reihe bzw. gegenüberliegende
Formteile mehrerer Reihen (16, 17) befinden.
4. Isostatische Presse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Achsrichtung neben den Formteilen (3) mit den Transportbändern (18) ausgerichtete
Greifeinrichtungen (24) zum Abziehen der Hülsen (20) von den Formnadeln (12) vorgesehen
sind.
5. Isostatische Presse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf den Transportbändern (18) Halteelemente (19) zur Aufnahme der Preßlinge (20)
vorgesehen sind, wobei der Abstand des Halteelements (19) zum benachbarten Formteil
(3) den halben Abstand (B) benachbarter Formteile (3) zueinander beträgt.
6. Isostatische Presse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuführleitungen (8) von den Füllbehältern (7) zu den Formen (13) zwischen
den Transportbändern (18) angeordnet sind.
7. Isostatische Presse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schiebekopf (5) durch einen pneumatisch oder hydraulisch betätigten Kolben
(23) um die Teilung (B) verschiebbar ist.
8. Isostatische Presse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der den Schiebekopf (5) tragende Werkzeugteil (6) mit dem Oberbären der Presse
gekoppelt und die Formteile (3) auf dem feststehenden Pressentisch (2) angeordnet
sind.
1. An isostatic press for producing compacts from ceramic powder material, in particular
for producing longitudinal sleeves for batteries, with a tool part (6) supporting
molding needles (12), said part being movable relative to a press part, in particular
a press table (2), for closing and opening molds, with molding parts (3) being arranged
thereon in at least one straight line (16, 17) and with a uniform lateral distance
between each other in the lines (16, 17), said molding parts together with said molding
needles (12) inserted therein defining the molds for the sleeves,
characterized in that
the tool part (6) is provided with twice the number of molding needles (12) for each
line of molding parts (3) on a sliding head (5), wherein said molding needles are
arranged in a line in correspondence with the molding parts and with a distance to
each other in the line, said distance corresponding to half the distance of the molding
parts (3) of each line (16, 17), and that the sliding head (5) can be moved to and
fro by the distance (B) between the molding needles (12) in the axial direction of
the line (16 or 17, respectively) and in perpendicular direction to the closing and
opening movement of the press, so that the molding needles (12) aligned with the molding
parts (3) are moved cycle-wise into a position in the axial direction of the line
(16 or 17, respectively) beside the molding parts (3) and the molding needles (12)
which earlier were positioned beside the molding parts (3) are moved above the molding
parts (3), and vice versa.
2. An isostatic press according to claim 1,
characterized in that
the press comprises several, preferably two lines (16, 17) of molding parts (3) and
molding needles (12) which are arranged in a parallel and non-staggered manner with
respect to each other.
3. An isostatic press according to claim 1 or 2
characterized in that
conveying belts (18) extending in perpendicular direction to the axial direction of
the line(s) (16 or 17, respectively) are provided for between the molding parts (3)
and at both ends of the line(s) beside the outer molding parts (3) of the line in
such a manner that a molding part (3) of one line or opposing molding parts of several
lines (16, 17), respectively, are arranged between two conveying belts (18).
4. An isostatic press according to any of the preceding claims,
characterized in that
gripping means (24) aligned with the conveying belts (18) and serving for taking the
sleeves (20) off the molding needles (12) are arranged in axial direction. beside
the molding parts (3).
5. An isostactic press according to any of the preceding claims,
characterized in that
retaining elements (19) for receiving the compacts (20) are provided for on the conveying
belts (18), wherein the distance between the retaining element (19) and the adjacent
molding part (3) amounts to half the distance (B) between adjacent molding parts (3).
6. An isostatic press according to any of the preceding claims,
characterized in that
the feeding pipes (8) extending from the filling containers (7) to the molds (13)
are arranged between the conveying belts (18).
7. An isostatic press according to any of the preceding claims,
characterized in that
the sliding head (5) can be displaced by a pneumatically or hydraulically operated
piston (23) by the amount of the division (B).
8. An isostatic press according to any of the preceding claims,
characterized in that
the tool part (6) supporting the sliding head (5) is coupled with the upper ram of
the press and that the molding parts (3) are arranged on the stationary press table
(2).
1. Presse isostatique pour fabriquer des pièces moulées en un matériau céramique pulvérulent,
notamment pour fabriquer des douilles allongées pour des batteries, comportant une
partie formant outil (6) portant des aiguilles de moule (12) et déplaçable, pour la
fermeture et l'ouverture de moules, par rapport à une partie de la presse, notamment
la table (2) de la presse, sur laquelle des éléments de moule (3) sont disposés suivant
au moins une rangée rectiligne (16,17), avec un intervalle latéral réciproque identique
dans les rangées (16,17), ces éléments de moule délimitant, avec des aiguilles de
moule (12) insérées dans les éléments de moule, les moules pour les douilles,
caractérisée en ce que
la partie formant outil (6) porte, sur une tête coulissante (5), pour chaque rangée
d'éléments de moule (3), un nombre double d'aiguilles de moule (12), qui sont disposées
suivant une rangée et possèdent, dans la rangée, un écartement réciproque qui correspond
à la moitié de la distance entre les parties de moule (3) dans chaque rangée (16,17),
et que la tête coulissante (5) est déplaçable en va-et-vient, sur la distance (B)
entre les aiguilles de moule (12), dans la direction axiale de la rangée (16,17) et
perpendiculairement au déplacement de fermeture et d'ouverture de la presse, de sorte
que les aiguilles de moule (12) alignées avec les éléments de moule (3) sont amenées
d'une manière cadencée dans une position dans la direction axiale de la rangée (16,17)
à côté des éléments de moule (3), et que les aiguilles de moule (12) positionnées
antérieurement à côté des éléments de moule (3) sont déplacées au-dessus des éléments
de moule (3), et inversement.
2. Presse isostatique selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la presse comporte plusieurs et de préférence deux rangées (16,17) d'éléments de moule
(3) et d'aiguilles de moule (12), qui sont parallèles et sans décalage réciproque.
3. Presse isostatique selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce
qu'il est prévu, entre les éléments de moule (3) et aux deux extrémités de la ou des
rangées, à côté des éléments de moule (3) extérieurs dans la rangée, des bandes convoyeuses
(18), qui s'étendent perpendiculairement à la direction de l'axe de la ou des rangées
(16,17) de telle sorte qu'entre deux bandes convoyeuses (18) sont disposés respectivement
des éléments de moule (3) d'une rangée ou des éléments de moule opposés de plusieurs
rangées (16,17).
4. Presse isostatique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce
qu'il est prévu, dans la direction axiale, à côté des éléments de moule (3), des dispositifs
de préhension (24) alignés avec les bandes convoyeuses (18) et servant à retirer les
douilles (20) des aiguilles de moule (12).
5. Presse isostatique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce
qu'il est prévu, sur les bandes convoyeuses (18), des éléments de retenue (19) servant
à recevoir les pièces moulées (20), la distance entre l'élément de retenue (19) et
l'élément de moule voisin (3) étant égale à la moitié de la distance (B) entre des
éléments de moule voisins (3).
6. Presse isostatique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les canalisations d'alimentation (B) partant des récipients de remplissage (7) pour
aboutir aux moules (13) sont disposées entre les bandes convoyeuses (18).
7. Presse isostatique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la tête coulissante (5) peut être déplacée sur le pas (B) par un piston (23) actionné
pneumatiquement ou hydrauliquement.
8. Presse isostatique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la partie formant outil (6), qui porte la tête coulissante (5), est couplée aux masses
tombantes supérieures de la presse et que les éléments de moule (3) sont installés
sur la table fixe (2) de la presse.