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EP 0 397 208 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.07.1994 Patentblatt 1994/28 |
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Anmeldetag: 12.05.1990 |
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Elektroabscheider für die Reinigung von Gasen
Electrostatic precipitator for gas cleaning
Séparateur électrostatique pour la purification des gaz
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE DK ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
12.05.1989 DE 3915639
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.11.1990 Patentblatt 1990/46 |
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Patentinhaber: FRITZ EGGER GESELLSCHAFT m.b.H. |
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A-6380 St. Johann i.T. (AT) |
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Erfinder: |
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- Böhler, Harald Gebhard
A-6800 Feldkirch (AT)
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Vertreter: Sandmann, Joachim, Dr. |
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Hirtenstrasse 19 85521 Ottobrunn 85521 Ottobrunn (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 683 488
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US-A- 1 409 508
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Elektroabscheider für die Reinigung von Gasen,
bestehend aus einem durchströmbaren Gehäuse, in dem mehrere Niederschlagselektroden
und isolierte Sprühelektroden im Abstand zueinander angeordnet sind, wobei die Sprühelektroden
an ihrem oberen Ende aufgehängt und an ein Hochspannungsaggregat angeschlossen sowie
an ihrem unteren Ende durch einen gehäusefest abgestützten Magneten in der Betriebsstellung
gehalten sind. Ein solcher Elektroabscheider ist aus der US-A-1 409 508 bekannt.
[0002] Elektroabscheider gehören zu den wirksamsten Gasreinigungsvorrichtungen. Sie erreichen
eine hohe Abscheidewirksamkeit auch für kleine und kleinste Partikel (Aerosole) sowohl
in fester wie in flüssiger Form. Abweichend von der Ausführung mit unter Hochspannung
stehenden drahtförmigen Sprühelektroden und diese einschließenden rohrförmigen oder
plattenförmigen Niederschlagselektroden, die bevorzugt geerdet sind, sind Außerdem
vorwiegend in der Klimatechnik verwendete Abscheider bekannt, bei denen die abzuscheidenden
Partikel zuerst elektrisch aufgeladen und dann in einer nachfolgenden Abscheidezone
abgetrennt werden.
[0003] Als Sprühelektroden werden einfache Runddrähte, Drähte mit aufgesetzten Spitzen,
Drähte mit sternförmigen Querschnitten, bandförmige Elektroden, Wickelelektroden und
andere Elektrodenformen verwendet. Als Niederschlagselektroden, die eine entsprechende
Niederschlagsfläche aufweisen, kommen außer Rohren und Platten auch Waben und andere
Formen in Betracht, wobei ggf. Fangtaschen, Schlitze, Leitbleche und dergleichen angeordnet
sind.
[0004] Im Interesse einer hohen Durchsatzleistung werden Elektroabscheider meistens mehrgassig
ausgeführt, der Gasstrom also auf mehrere Abscheideelemente aufgeteilt, deren Sprühelektroden
vorzugsweise an ein gemeinsames Hochspannungsaggregat angeschlossen sind. Im übrigen
ist es für eine hohe Abscheideleistung wichtig, daß die Abstände zwischen den Sprüh-
und den Niederschlagselektroden möglichst gleichmäßig und konstant gehalten werden
und elektrische Durchschläge vermieden werden, bei denen das elektrische Feld kurzzeitig
zusammenbricht. Außerdem ist es wichtig, daß die Elektroden sauber gehalten bzw. abgereinigt
werden, was insbesondere für die Niederschlagsflächen gilt. Dieses geschieht üblicherweise
periodisch durch klopfen, bürsten, spülen oder abblasen.
[0005] Bei einem aus der DE-B 27 43 292 bekannten Elektroabscheider (Röhren- bzw. Plattenbauart)
wird mit einer hohen Spannung von 40 bis 50 kV bei einem Elektrodenabstand von 80
bis 100 mm gearbeitet. Die Reinigung der Niederschlagselektroden erfolgt kontinuierlich
mit Kondensationsflüssigkeit aus dem gesättigt zugeführten Gasstrom, wozu die Niederachlagselektroden
auf der Rückseite ihrer Niederschlagsfläche gekühlt werden, so daß ein Kondensationsflüssigkeitsfilm
mit den abgeschiedenen Partikeln auf den Niederschlagsflächen herabläuft. Durch entsprechende
Verfahrensmaßnahmen muß darauf hingewirkt werden, daß die gesamte Niederschlagsfläche
ständig mit einem Film aus Kondensationsflüssigkeit bedeckt ist. Dann ist zwar eine
gute Abreinigung auch bei schwierigen weil beispielsweise klebrigen Gasverunreinigungen
zu erreichen, dieses setzt jedoch einen entsprechenden Aufwand voraus. Im übrigen
ist es aber nicht zu vermeiden, daß in bestimmten Zeitabständen der Elektroabscheider
außer Betrieb gesetzt und gewertet bzw. gereinigt wird, wozu zumindest die drahtförmigen
Sprühelektroden ausgebaut werden.
[0006] Im Interesse eines gleichmäßigen Abstands bzw. einer Zentrierung der drahtförmigen
Sprühelektroden innerhalb der Rohrelektroden bzw. zwischen den Plattenelektroden sind
die Sprühelektroden oberhalb der Niederschlagselektroden ortsfest aufgehängt. An ihrem
unterhalb der Niederschlagselektroden befindlichen unteren Ende sind die drahtförmigen
Sprühelektroden mit einem Gewicht beschwert, wodurch die Elektrodendrähte gespannt
sind und senkrecht von ihrem Aufhängungspunkt herabhängen. Die angehängten Gewichte
können bei richtiger Bemessung zwar einen glatten geradlinig herabhängenden Verlauf
der Sprühelektrodendrähte bewirken, der bei Reinigungs- und Wartungsarbeiten erfolgende
Ein- und Ausbau der Sprühelektroden wird durch die angehängten Gewichte jedoch erschwert,
insbesondere weil üblicherweise je Elektroabscheider eine größere Anzahl von Sprühelektrodendrähten
vorgesehen sind.
[0007] Auch der eingangs beschriebene bekannte Elektroabscheider mit einem den unteren Enden
der Sprühelektroden zugeordneten Magneten bietet hinsichtlich des Ein- und Ausbaus
der Sprühelektroden keine Vereinfachung. Dieser Abscheider weist einen elektromagnetisch
erregten Magneten im Abstand unterhalb eines Eisenrahmens auf, der im Bereich seiner
vier Ecken an vier kettenförmigen Sprühelektroden aufgehängt ist, die somit nicht
nur durch das Rahmengewicht gespannt sondern auch durch die Magnetkraft in der Betriebsstellung
gehalten sind. Die zwischen bzw. innerhalb der vier Eckelektroden angeordneten weiteren
Sprühelektroden sind jeweils durch eine Öffnung im Rahmen herabgeführt und jeweils
durch ein eingehängtes Einzelgewicht gespannt. Zum Ausbau müssen daher ebenfalls die
Einzelgewichte abgenommen und der Rahmen gelöst werden. Die Magnethalterung vereinfacht
daher nicht die Reinigung der Elektroden. Sie hat vielmehr nur den Zweck, elektrisch
isolierte Abstützungen zum Gehäuse zu vermeiden, auf denen sich während des Betriebs
brückenartige Ablagerungen bilden, wodurch die Isolierwirkung allmählich verloren
geht. Dem soll durch einen magnetisch durchsetzten Luftspalt entgegengewirkt werden,
der statt einer mechanischen Verbindung vorgesehen ist.
[0008] Schließlich ist es aus der FR-A-683 488 bereits bekannt, Abscheideelektroden dadurch
von Ablagerungen zu befreien, daß die Elektroden auf elektromagnetischem Wege in Schwingungen
versetzt und so gereinigt werden. Hierdurch wird aber der Ein- und Ausbau der Elektroden
nicht erleichtert, der trotz der vorgesehenen Reinigungsmaßnahmen von Zeit zu Zeit
unumgänglich ist.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Elektroabscheider so auszubilden, daß
eine einwandfreie Zentrierung der Elektroden bei gleichzeitig einfachem Ein- und Ausbau
gewährleistet ist. Dabei wird auch eine einfache und wirksame Möglichkeit zur Abreinigung
der Elektroden erstrebt.
[0010] Die Aufgabe wird bei einem Elektroabscheider der eingangs genannten Bauart erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß jeder Sprühelektrode ein eigener Haftmagnet zugeordnet ist.
[0011] Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Die erfindungsgemäße Magnethalterung jeder einzelnen Sprühelektrode ist sowohl mittels
Permanentmagneten wie mittels Elektromagneten durchführbar, wobei ein Elektromagnet
auf einfache Weise die Möglichkeit bietet, die Magnetkraft zu verändern oder anzupassen.
Mittels der vorgesehenen Magnetkrafthalterung Können nicht nur die Sprühelektrodendrähte
sondern auch die Niederschlagselektroden aufgehängt und an ihrem unteren Ende in der
optimalen Lage gehalten werden, ohne daß dazu eine mechanische Verankerung oder das
Anbringen von Gewichten notwendig wird. Dabei können magnetische Haft-, Anzugs- und
Abstoßungskräfte genutzt werden. Diese ermöglichen ein exaktes Zentrieren unter Vermeidung
unerwünschter Auslenkungen und gleichzeitig ein "Spannen" der Elektroden. Im Gegensatz
dazu haben die vorstehend erwähnten angehängten Gewichte im wesentlichen eine Spannfunktion,
wobei die Zentrierwirkung nur gering ist. Es ist ersichtlich, daß durch Magnetkräfte
gehaltene Elektroden, insbesondere drahtförmige Sprühelektroden, ein- und ausgebaut
werden können, ohne daß entsprechende Befestigungs- bzw. Lösemaßnahmen vorgenommen
oder Gewichte angehängt bzw. abgenommen werden müssen. Dabei ergibt sich nach der
erstmalig richtigen Anordnung der Magnete selbsttätig die optimale Ausrichtung bzw.
Zentrierung.
[0013] Besonders zweckmäßig ist die Nutzung veränderbarer elektromagnetischer Kräfte, um
die Elektroden in kontrollierter Weise in Schwingungen zu versetzen und sie dadurch
abzureinigen. Dadurch können andere Abreinigungsmaßnahmen wie Klopfen oder Spülen
ersetzt oder sinnvoll ergänzt werden, wobei sich kein wesentlicher zusätzlicher Aufwand
ergibt.
[0014] Zweckmäßige Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand einer schematischen
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Elektrofilter mit rohrförmigen Niederschlagselektroden in teilweise geschnittener
Seitenansicht;
- Fig. 2
- den Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1; und
- Fig. 3
- in einer Fig. 1 entsprechenden Darstellung den die Elektroden aufweisenden mittleren
Teil eines Plattenfilters.
[0015] Der in Figuren 1 und 2 dargestellte Elektroabscheider 1 weist ein Gehäuse 2 mit einem
vertikal angeordneten zylindrischen Gehäusemantel 3 auf, in dem sieben Abscheideelemente
(Fig. 2) angeordnet sind, von denen der Deutlichkeit halber in Fig. 1 nur drei längs
eines gemeinsamen Durchmessers nebeneinander angeordnete Elemente dargestellt sind.
Die Elemente 4 sind in gleicher Weise ausgebildet. Jedes Element 4 besteht aus einer
rohrförmigen Niederschlagselektrode 5, die in nicht dargestellter Weise innerhalb
des Gehäuses 2 befestigt ist, und aus einer drahtförmigen Sprühelektrode 6, die sich
längs der Achse der zugehörigen Niederschlagselektrode 5 sowie über diese nach oben
und unten hinaus erstreckt. Angedeutet ist eine Erdung 7 der Niederschlagselektroden
5.
[0016] Der Gehäusemantel 3 weist an seinem unteren Ende einen Eintrittsstutzen 8 für Rohgas
und an seinem oberen Ende einen Austrittsstutzen 9 für Reingas auf. Der Gehäusemantel
3 ist oben durch einen Deckel 10 geschlossen und weist an seinem unteren Ende einen
Trichterboden 11 mit einem Ablaufstutzen 12 für die Abführung der abgeschiedenen Verunreinigungen
auf.
[0017] Die Sprühelektroden 6 sind mit ihrem oberen Ende an einer Tragplatte 13 aufgehängt,
die in nicht dargestellter Weise im Gehäuse 2 elektrisch isoliert abgestützt ist.
Die Sprühelektroden 6 sind über einen Leiter 14, der durch eine Isolierdurchführung
15 im Deckel 10 verläuft, an ein Hochspannungsaggregat 16 angeschlossen, das mit einer
Erdung 17 versehen ist.
[0018] Mit geringem Abstand über dem Eintrittstutzen 8 ist eine Lochplatte 18 im Gehäusemantel
3 angeordnet. Auf dieser ausreichenden Durchtrittsquerschnitt für den Gasstrom aufweisenden
Lochplatte 18 sind sieben Elektromagnete 19 befestigt, die über Stromversorgungsleitungen
20 und 21 an eine Stromquelle 22 angeschlossen sind. Mittels einer Steuereinrichtung
23 kann die Stromversorgung, beispielsweise die Frequenz, verändert und dadurch eine
entsprechende Magnetwirkung hervorgerufen werden. Die erregten Elektromagnete 19 wirken
anziehend auf die im Abstand über ihnen angeordneten unteren Enden der Sprühelektroden
6. Zur Erhöhung der Magnetwirkung sind an den unteren Enden der Sprühelektroden 6
Gegenpole 24 angeordnet. Die Magnetkraft der erregten Elektromagnete 19 bewirkt eine
Anziehung der unteren Enden der Sprühelektroden 6 und damit deren Straffung in vertikaler
Richtung sowie eine stabile Zentrierung der unteren Enden der Sprühelektroden 6 in
Ausrichtung auf die ortsfesten Magnete 19. Durch Änderungen des Magnetfeldes mit bestimmter
Frequenz (Resonanzfrequenz) können die Sprühelektroden 6 zum Schwingen gebracht werden,
so daß Verschmutzungen von diesen Elektroden abgeworfen werden.
[0019] Es sei darauf hingewiesen, daß zahlreiche Abwandlungen am vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 1 und 2 vorgesehen werden können. Insbesondere wird
normalerweise eine wesentlich größere Zahl von Abscheideelementen vorgesehen, so daß
die rohrförmigen Niederschlagselektroden den Querschnitt des Gehäusemantels 3 weitgehend
ausfüllen, wobei dafür gesorgt wird, daß der Gasstrom nur innerhalb der Niederschlagselektroden
5 verläuft. Ferner liegt es im Interesse einer gleichmäßigen und guten Durchströmung
der Niederschlagselektroden 5, wenn die Tragplatte 13 für die Sprühelektroden 6 mit
Durchbrechungen versehen ist und daher ein weitgehend ungehindertes Ausströmen des
Gases zuläßt. Auch kann anstelle der Lochplatte 18 nur eine gitterartige oder stabförmige
Unterstützung für die Magnete 19 vorgesehen sein, damit die an den Elektroden abgeschiedenen
Partikel ggf. nach entsprechenden Reinigungsmaßnahmen im wesentlichen ungehindert
in den. Trichterboden 11 fallen können.
[0020] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 weist ein Gehäuse 32 von im wesentlichen rechteckigem
Horizontalquerschnitt auf. In diesem sind eine Reihe zueinander paralleler plattenförmiger
Niederschlagselektroden 33 angeordnet, von denen der Einfachheit halber nur drei gezeichnet
sind. Die Niederschlagselektroden 33 bestehen aus Metall und sind in nicht dargestellter
Weise geerdet. Sie sind an ihrem oberen Ende ortsfest im Gehäuse 32 aufgehängt, beispielsweise
mittels Leisten 34, die sich über die gesamte Länge der oberen Elektrodenkante erstrecken.
Zwischen jeweils zwei benachbarten Niederschlagselektroden 33 erstreckt sich eine
Reihe von drahtförmigen Sprühelektroden 35, wobei in der Zeichnung von jeder Reihe
nur eine Sprühelektrode zu sehen ist. Auch hier sind die Sprühelektroden 35 an einem
ortsfest und isoliert abgestützten Träger 36 aufgehängt und werden über einen Leiter
37 unter Hochspannung gesetzt. Wie beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 werden die
Sprühelektroden 35 dadurch zentriert und gespannt, daß jeweils an ihrem unteren Ende
ein Gegenpol 38 befestigt ist, der mit einem im Axialabstand darunter angeordneten
Dauermagneten 39 zusammenwirkt. Jede Reihe von Dauermagneten 39 ist auf einem stabförmigen
Träger 40 befestigt.
[0021] An der Innenwand des Gehäuses 32 sind sich gegenüberliegend Elektromagnete 41 und
42 mit einer Stromquelle 43 bzw. 44 und einer zugehörigen Steuereinrichtung 45 bzw.
46 angeordnet. Den Elektromagneten 41, 42 liegen im Horizontalabstand Gegenpole 47
bzw. 48 gegenüber, die jeweils über einen Arm 49 an einem Führungsrahmen 50 abgestützt
sind. Der aus isolierendem Werkstoff bestehende Führungsrahmen 50 weist zwei Reihen
von Führungsöffnungen 51 auf, die bei entsprechender Anordnung jeweils eine Sprühelektrode
35 aufnehmen. Wie ohne weiteres ersichtlich kann durch eine wechselweise erfolgende
gesteuerte Erregung und Entregung der Elektromagnete 41 und 42 der Führungsrahmen
50 in horizontale Schwingungen (in der Zeichnungsebene) versetzt werden, wodurch die
Sprühelektroden 35 zu ihrer Abreinigung entsprechend bewegt werden können.
[0022] Wichtiger als die Abreinigung der Sprühelektroden 35 ist jedoch die Abreinigung der
Niederschlagselektroden, da auf diesen die Partikel abgeschieden werden. Nach Fig.
3 erfolgt auch eine Abreinigung der Niederschlagselektroden 33 mittels durch Magnetkräfte
erzeugter Schwingungen. Dazu ist der Unterkante jeder Niederschlagselektrode wenigstens
ein Paar von Elektromagneten 52 und 53 zugeordnet. Die beiden Magnete eines jeden
Magnetpaars 52, 53 sind unterschiedlich erregbar, weswegen in der Zeichnung den linken
Magneten 52 bzw. den rechten Magneten 53 unterschiedliche Stromquellen 54 bzw. 55
und Steuereinrichtungen 56 bzw. 57 zugeordnet sind - gezeichnet für die beiden außenliegenden
Elektromagnete. Natürlich könnte auch eine gemeinsame Stromquelle und eine gemeinsame
Steuereinrichtung mit der entsprechenden Anzahl von Verbindungsleitungen vorgesehen
sein.
[0023] In Fig. 3 sind die plattenförmigen Niederschlagselektroden 33 in einer senkrecht
herabhängenden Stellung gezeigt, die sie einnehmen, wenn die Elektromagneten 52 und
53 nicht oder in gleichem Maße mit übereinstimmender Magnetkraft erregt sind. Der
letztgenannte Fall einer gleichmäßigen Erregung kann zweckmäßig sein, um die flexiblen
dünnen Niederschlagselektroden 33 in einer stabilen senkrecht herabhängenden Stellung
zu halten. Auch hier ist aus der Zeichnung leicht zu ersehen, daß bei einer wechselweisen
Erregung und Entregung der Elektromagnete 52 und 53 die Unterkanten der Niederschlagselektroden
33 in horizontale Schwingungen versetzt und dabei die Niederschlagselektroden im wesentlichen
über ihre ganze Höhe mehr oder minder stark ausgelenkt werden, was zu einer besonders
einfachen und guten Abreinigung führt.
[0024] Auch beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 können in vielfacher Hinsicht Abänderungen
vorgenommen werden. Insbesondere kann das zu reinigende Gas auch horizontal durch
die zwischen den plattenförmigen Niederschlagselektroden gebildeten Gassen durchgeführt
werden.
1. Elektroabscheider für die Reinigung von Gasen, bestehend aus einem durchströmbaren
Gehäuse (2, 32), in dem mehrere Niederschlagselektroden (5, 33) und isolierte Sprühelektroden
(6, 35) im Abstand zueinander angeordnet sind, wobei die Sprühelektroden (6, 35) an
ihrem oberen Ende aufgehängt und an ein Hochspannungsaggregat (16) angeschlossen sowie
an ihrem unteren Ende durch einen gehäusefest abgestützten Magneten (19, 39) in der
Betriebsstellung gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Sprühelektrode (6, 35) ein eigener Haftmagnet (19, 39) zugeordnet ist.
2. Elektroabscheider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Haftmagnet (19, 39) ein Elektromagnet ist.
3. Elektroabscheider nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Sprühelektroden (35) wenigstens eine elektromagnetische Schwingungseinrichtung
(41 bis 51) zugeordnet ist.
4. Elektroabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit gegenüber der Betriebsstellung
auslenkbar gelagerten Niederschlagselektroden, dadurch gekennzeichnet, daß den Niederschlagselektroden (32) wenigstens eine elektromagnetische Schwingungseinrichtung
(52 bis 57) zugeordnet ist.
5. Elektroabscheider nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder in Schwingungen versetzbaren Elektrode (33) eine eigene Schwingungseinrichtung
(52 bis 57) zugeordnet ist.
6. Elektroabscheider nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (35) insgesamt oder gruppenweise mittels einer oder mehrerer gemeinsamer
Schwingungseinrichtungen (41 bis 51) in Schwingungen versetzbar sind.
7. Elektroabscheider nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Elektromagneten (41, 42; 52, 53) der elektromagnetischen Schwingungseinrichtung
(41 bis 51; 52 bis 57) eine Steuereinrichtung (45, 46; 56, 57) zur Änderung des zugeführten
elektrischen Stroms zugeordnet ist.
8. Elektroabscheider nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (45, 46; 56, 57) der Zuführung eines pulsierenden Gleichstroms
oder eines Wechselstroms mit veränderbarer Frequenz dient.
9. Elektroabscheider nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der mittels der Steuereinrichtung (45, 46; 56, 57) einstellbare Frequenzbereich
die Resonanzfrequenz der in Schwingungen versetzbaren Elektrode (35, 33) umfaßt.
10. Elektroabscheider nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrode (35, 33) zwei Magnete (41, 42; 52, 53) zugeordnet sind, die jeweils
für sich die Elektrode (35, 33) in unterschiedlichen Stellungen halten, und wenigstens
ein Magnet mittels einer Impulseinrichtung elektrisch erregbar ist.
11. Elektroabscheider nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsfrequenz mittels der Impulseinrichtung auf die Resonanzfrequenz der
in Schwingungen versetzbaren Elektrode (33) einstellbar ist.
12. Elektroabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß den Haftmagneten (19, 39) und/oder den elektromagnetischen Schwingungseinrichtungen
(41 bis 51; 52 bis 57) an den Sprühelektroden (6, 35) bzw. an den Niederschlagselektroden
(33) vorgesehene Gegenpole (24, 38; 47, 48) zugeordnet sind.
13. Elektroabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete (19, 39, 41, 42, 52, 53) und/oder Gegenpole (24, 38, 47, 48) mit
einem chemisch resistenten Werkstoff ummantelt sind.
14. Elektroabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete (19, 39, 41, 42, 52, 53) und/oder Gegenpole (24, 38, 47, 48) mit
einem elektrisch isolierenden Werkstoff ummantelt sind.
15. Elektroabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete (19, 39, 41, 42, 52, 53) und/oder Gegenpole (24, 38) leicht lösbar
an der Elektrode (6, 35) bzw. im Gehäuse (2, 32) befestigt sind.
1. Electrostatic separator for gas cleaning, comprising a casing (2, 32) through which
gas can flow, and in which a plurality of collecting electrodes (5, 33) and insulated
emission electrodes (6, 35) are disposed spaced apart from each other, the emission
electrodes (6, 35) being suspended at their upper end and connected to a high-voltage
unit (16), and being secured in the operative position at their lower end by a magnet
(19, 39) rigidly supported on the housing, characterised in that each emission electrode
(6, 35) has associated therewith its own clamp magnet (19, 39).
2. Electrostatic separator according to claim 1, characterised in that each clamp magnet
(19, 39) is an electromagnet.
3. Electrostatic separator according to claim 1 or 2, characterised in that at least
one electromagnetic oscillator (40 to 51) is associated with the emission electrodes
(35).
4. Electrostatic separator according to claim one of claims 1 to 3 with collecting electrodes
mounted to be deflectable with respect to the operative position, characterised in
that at least one electromagnetic oscillator (52 to 57) is associated with the collecting
electrodes (33).
5. Electrostatic separator according to claim 3 or 4, characterised in that each electrode
(33) which may be oscillated has associated therewith its own oscillator (52 to 57).
6. Electrostatic separator according to claim 3 or 4, characterised in that the electrodes
(35) may be set in oscillation as a totality or in groups by means of one or a plurality
of common oscillators (41 to 51.
7. Electrostatic separator according to one of claims 3 to 6, characterised in that there
is associated with the electromagnet (41, 42; 52, 53) of the electromagnetic oscillator
(41 to 51; 52 to 57) a control device ( 45, 46; 56, 57) for altering the electrical
current supplied.
8. Electrostatic separator according to claim 7, characterized in that the control device
(45, 46; 56, 57) serves to supply a pulsating direct current or an alternating current
with variable frequency.
9. Electrostatic separator according to Claim 8, characterized in that the frequency
range settable by means of the control device (45, 46; 56, 57) includes the natural
frequency of the electrode (35, 33) which may be oscillated.
10. Electrostatic separator according to claim 7 or 8, characterised in that there are
associated with the electrode (35, 33) two magnets (41, 42; 52, 53) each of which
holds the electrode (35,33) in different positions, and at least one magnet may be
electrically energised by means of a pulse-emitter.
11. Electrostatic separator according to claim 10, characterised in that the pulse frequency
may be adjusted by means of the pulse emitter to the natural frequency of the electrode
(33) which may be oscillated.
12. Electrostatic separator according to one of claims 1 to 11, characterised in that
there are associated with the clamp magnets (19, 39) and/or with the electromagnetic
oscillators (41 to 51; 52 to 57) antipoles (24, 38; 47, 48) provided on the emission
electrodes (6, 35) or on the collecting electrodes (33).
13. Electrostatic separator according to one of claims 1 to 12, characterised in that
the magnets (19, 39, 41, 42, 52, 53) and/or antipoles (24, 38, 47, 48) are coated
with a chemically-resistant material.
14. Electrostatic separator according to one of claims 1 to 13, characterised in that
the magnets (19, 39, 41, 42, 52, 53) and/or antipoles (24, 38, 47, 48) are coated
with an electrically insulating material.
15. Electrostatic separator according to one of claims 1 to 14, characterised in that
the magnets (19, 39, 41, 42, 52, 53) and/or antipoles (24, 38, ) are attached in an
easily-releasable manner to the electrode (6, 35) or in the housing (2, 32).
1. Séparateur électrostatique pour la purification de gaz, comprenant une enveloppe à
circulation (2, 32) dans laquelle plusieurs électrodes de dépôt (5, 33) et plusieurs
électrodes d'émission isolées (6, 35) sont disposées espacées les unes des autres,
les électrodes d'émission (6, 35), au droit de leurs extrémités supérieures, étant,
d'une part, accrochées et, d'autre part, connectées à un groupe à haute tension (16)
et, au droit de leurs extrémités inférieures, étant maintenues dans la position de
travail par un aimant (19, 39) stationnaire relativement à l'enveloppe, caractérisé en ce qu'à chacune des électrodes d'émission (6, 35) est associé un aimant adhérent (19, 39)
séparé.
2. Séparateur électrostatique selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque aimant adhérent (19, 39) est un électro-aimant.
3. Séparateur électrostatique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'aux électrodes d'émission (35) est associé au moins un dispositif électromagnétique
de mise en oscillation (41 à 51).
4. Séparateur électrostatique selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, comprenant
des électrodes de dépôt disposées à pouvoir se décaler par rapport à la position de
travail, caractérisé en ce qu'aux électrodes de dépôt est associé au moins un dispositif électromagnétique de mise
en oscillation (52 à 57).
5. Séparateur électrostatique selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce qu'à chacune des électrodes (33) susceptibles d'être mise en oscillation est associé
un dispositif séparé de mise en oscillation (52 à 57).
6. Séparateur électrostatique selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que les électrodes (35), prises dans leur ensemble ou par groupes, sont susceptibles
d'être mises en oscillation par un seul ou par plusieurs dispositifs de mise en oscillation
(41 à 51) qui leur est/sont commun(s).
7. Séparateur électrostatique selon l'une quelconque des revendications 3 à 6, caractérisé en ce qu'à l'électroaimant (41, 42; 52, 53) du dispositif électromagnétique de mise en oscillation
(41 à 51; 52 à 57) est associé un dispositif de commande (45, 46; 56, 57) destiné
à modifier le courant électrique alimenté.
8. Séparateur électrostatique selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif de commande (45,46; 56, 57) sert à l'alimentation d'un courant continu
pulsé ou d'un courant alternatif à fréquence variable.
9. Séparateur électrostatique selon la revendication 8, caractérisé en ce que la gamme de fréquences capable d'être affichée par l'intermédiaire du dispositif
de commande (45, 46; 56, 57) comprend la période propre de vibration de l'électrode
susceptible d'être mise en oscillation (35, 33).
10. Séparateur électrostatique selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce qu'à l'électrode (35, 33) sont associés deux aimants (41, 42: 52, 53) qui, chacun pour
ce qui le concerne, maintiennent chacun l'électrode (35, 33) dans des positions différentes,
et en ce qu'un aimant, au moins, est susceptible d'être excité électriquement par
l'intermédiaire d'un moyen à impulsions.
11. Séparateur électrostatique selon la revendication 10, caractérisé en ce que, par l'intermédiaire du moyen à impulsions, la fréquence des impulsions est susceptible
d'être réglée à la période propre de vibration de l'électrode (33) susceptible d'être
mise en oscillation.
12. Séparateur électrostatique selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'aux aimants adhérents (19, 39) et/ou aux dispositifs électromagnétiques de mise en
oscillation (41 à 51; 52 à 57) sont associés des pôles opposés (24, 38; 47, 48) prévus
respectivement au droit des électrodes d'émission (6, 35) et des électrodes de dépôt
(33).
13. Séparateur électrostatique selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les aimants (19, 39, 41, 42, 52, 53) et/ou les pôles opposés (24, 38, 47, 48)
sont revêtus d'une matière résistant aux attaques chimiques.
14. Séparateur électrostatique selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que les aimants (19, 39, 41, 42, 52, 53) et/ou les pôles opposés (24, 38, 47, 48) sont
revêtus d'une matière électriquement isolante.
15. Séparateur électrostatique selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que les aimants (19, 39, 41, 42, 52, 53) et/ou les pôles opposés (24, 38) sont attachés,
respectivement, et d'une façon facilement amovible, à l'électrode (6, 35) et dans
l'enveloppe (2, 32).
