[0001] Die Freizeit hat in unserer Gesellschaft eine zunehmende Bedeutung. Die Sportarten
Tennis, Tischtennis und Squash sowie Golf und Fußball spielen im Rahmen des Massensportes
eine große Rolle. So gibt es z.B. 2,7 Mio Tennisspieler, 1,3 organisierte Tischtennisspieler
und unzählige Fußballfreunde. All diese Sportarten verlangen jedoch nach einem Partner.
[0002] Je höher die Ballgewichte sind,und je höher die Anforderungen an die Abfluggeschwindigkeit
der Bälle gestellt werden, desto größere Abmessungen und Gewichte haben die Ballwurfmaschinen.
Sie sind zum Teil kaum handhabbar.
[0003] Durch die verwendeten Techniken ist der Energieverbrauch relativ hoch- ein Netzbetrieb
ist zum Teil unerläßlich.
[0004] Die Aufgabenstellung dieser Erfindung besteht nun darin, ein Verfahren mit den dazu
gehörigen Vorrichtungen zu entwickeln, das es ermöglicht,Ballwurfmaschinen mit folgenden
Eigenschaften zu bauen:
1. Sie sollen mobil sein und tragbar
2. Das System soll relativ leicht sein und sehr kompaktdie Größe eines Aktenkoffers
wäre die ideale Größe
3. Das System soll auch netzunabhängig arbeiten können.
4. Die Ballgeschwindigkeit soll über Sensoren erfaßbar sein und regelbar
5. Das System soll einen Spin in jeder Richtung erzeugen können.
6. Der Spin soll über Sensoren erfaßbar sein und nach Stärke und Richtung regelbar.
7. Der Ballabwurf soll ferngesteuert auslösbar sein ebenso wie bestimmte Programmaufrufe
( Ballgeschwindigkeit, Spin oder sogar gesamte Spielfolgen)
8. Das Gerät soll eine eigene Intelligenz besitzen, so daß Spielprogramme gespeichert
und nach Bedarf abgerufen werden können.
9. Über die eigene Intelligenz soll das System auch im Verbund mit anderen Ballwurfmaschinen
arbeiten können, so daß mehrere Maschinen an einer Linie oder im Feld stehen,und koordiniert
ein Ballwurf erfolgt.
10.Das System verfügt über geeignete Sensoren z.B. in Form von Passivinfrarotsensoren,
die verbunden mit der Regeleinheit/Steuereinheit einen Ballwurf verhindern, sobald
sich Personen im Nahbereich des Abflugkanals aufhalten
11. Darüberhinaus ist das System ausgestattet mit Vorrichtungen, die einen automatisierten
Ballwurf, entsprechend den Anforderungen des Spielers ermöglichen- so wird z.B. über
Sensoren der Ballwurf des Spielers erfaßt, das Signal wird über Funk weitergegeben
und ein Return erfolgt automatisch.
[0005] Die heute verwendeten Systeme arbeiten wie folgt:
[0006] In der Patentschrift (P 284686103) erfolgt der Ballwurf durch eine Schlagstange.
Ein anderes Verfahren ist in der Anmeldung (PCT/ HU 87/0033) beschrieben: Es kommt
eine umlaufende Flügelstange zum Einsatz. Mit einem elastischen, rückfederndem Schlagarm
wird in der Anmeldung (P2918872) gearbeitet.
[0007] Alle bisher angeführten Systeme sind jedoch nicht in der Lage, einen Spin zu erzeugen.
[0008] Diese Möglichkeit besteht bei dem heute verwendeten Zwei-Scheiben-Verfahren. Der
Ball wird mit Hilfe einer Vorrichtung zwischen zwei sich gegenläufig drehende Scheiben
geschoben. Er wird beschleunigt und erhält bei unterschiedlichen Drehzahlen der Scheiben
seinen Spin.
[0009] Der Nachteil dieses Verfahrens ist:
[0010] Durch zwei rotierende Scheiben ist die Baugröße dieser Geräte relativ groß. Sie sind
damit sehr schwer. Die Ursache ist darin zu sehen, daß hohe Ballabwurfgeschwindigkeiten
nur zu erzielen sind durch hohe Umfangsgeschwindigkeiten.
[0011] Diese sind jedoch nur veränderbar durch die Drehzahl einerseits und den Radius andererseits.
[0012] Hohe Drehzahlen erfordern durch die zunehmenden Rollwiderstände hohe Antriebsleistungen
und damit große Abmessungen der Antriebseinheiten.
[0013] Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß ein Spin nur in einer Dimension erzeugt
werden kann - nur vorwärts oder rückwärts.Dies entspricht jedoch nicht einem normalen
Spielverlauf. Ein Tischtennisspieler, ein Tennisspieler, Squash- oder Fußballspieler
kann den Spin in beliebiger Richtung erzeugen.
[0014] Ein weiterer Nachteil ist, daß die Änderung des Abflugwinkels nur mit einem hohen
mechanischen Aufwand erreicht werden kann.
[0015] Weiterhin sind die oben genannten Systeme nicht mit einer Sensorik ausgestattet,
die ein wechselweises Spielen, entsprechend dem tatsächlichen Spielverlauf ermöglichen.
Weiterhin haben die heutigen Systeme keine eigene Intelligenz, können dadurch keine
Spielverläufe speichern und ausgeben, sie können nicht im Verbund arbeiten.
[0016] Ein netzunabhängiger Betrieb ist aufgrund der eingesetzten Verfahren nicht möglich.
Eine kompakte Bauform z.B. in der Größe eines Aktenkoffers ist nicht möglich.
[0017] Den oben beschriebenen Nachteilen versucht das vorgestellte Verfahren mit den dazu
gehörigen Vorrichtungen zu begegnen.
[0018] Das System besteht nur aus einem Rad oder alternativ einem umlaufenden Schläger mit
Gegengewichten.
[0019] Der Ball wird zwischen ein Rad und eine Schiene gepreßt und beschleunigt. Je geringer
die Reibbeiwerte der Schiene sind, desto geringer ist die benötigte Energie. Die Reibbeiwerte
können z.B. verringert werden durch eine Teflonbeschichtung oder durch eine entsprechende
Bearbeitung der Oberfläche. Demgegenüber ist dieOberfläche des einen Rades elastisch
und besitzt dadurch einen hohen Reibbeiwert.
[0020] Es ist auch möglich, in einer Ausführungsvariante auf die elastische Oberfläche zu
verzichten,und statt dessen die Oberfläche lediglich aufzurauhen oder anzuriffeln.
Dies führt jedoch zu einem schnelleren Verschleiß des Ballvlieses.
[0021] Durch dieses Verfahren kann die Baugröße wesentlich verringert werden. Durch ein
relativ großes Rad erreicht man hohe Umfangsgeschwindigkeiten bei niedriger Drehzahl,und
durch die größere Masse ist die gespeicherte Schwungradenergie relativ groß. Da nur
Energie abgenommen wird bei Abschuß eines Balls, reichen relativ kleine Antriebsleistungen
aus. Die Folge sind kleine Abmessungen der Antriebseinheiten.
[0022] In der Variante mit einem umlaufenden Schläger mit Gegengewichten ist die Schlagseite
ebenfalls elastisch ausgeführt. Der Schläger bewegt sich in einer geschlossenen Kammer
mit einer Öffnung für die Ballzuführung in der Mitte des Gehäuses und einer Öffnung
für den herausfliegenden Ball. Der Ball wird in der Mitte der Kammer zugeführt, da
hier die Umfangsgeschwindigkeiten relativ gering sind. Durch die Schwerkraft und die
Zentrifugalkraft wandert er nach außen und wird beschleunigt. Die Wandungen dieser
Kammer sind ebenfalls elastisch ausgeführt, um ein Springen des Balls zu vermeiden.
Lediglich die äußere Lauffläche ist unelastisch.
[0023] Durch diese kontinuierlichen Verfahren ist die Schwingneigung des Systems sehr gering.
[0024] Die Baugrößen können in einer Ausführungsform noch dadurch verringert werden, daß
der Antrieb des Rades über einen integrierten Direktantrieb erfolgt oder über ein
angeflanschtes Winkelgetriebe mit Motor. In einer weiteren Ausführ ungsvariante erfolgt
der Antrieb durch Riemenscheiben oderZahnräder oder Rollräder.
[0025] Die Energie eines fliegenden Balles mit Spin kann unterteilt werden in einen Energieanteil,
der der Vorwärtsbewegung dient und einen Anteil, der dem Spineffekt dient.
[0026] Der Energieanteil zur Erzeugung der Vorwärtskomponente ist viel größer als der Anteil
zur Erzeugung des Spin-effektes. Diesen Überlegungen wird das Verfahren zur Spinerzeugung
gerecht: Durch eine um den Abflugkanal konzentrisch bewegbare Reibfläche z.B. in Form
einer elastischen Rolle lassen sich beliebige Spineffekte erzielen. Der Spineffekt
kann durch die Abnahme von Energie erzeugt werden.
[0027] Da die REibfläche konzentrisch um den Kanal bewegt werden kann, ist jeder Winkel
für den Spineffekt möglich.
[0028] Die Stärke des Spineffektes kann verändert werden durch die Veränderung des Reibbeiwertes
der Fläche oder durch die Erhöhung des Anpreßdruckes.
[0029] In einer Variante wird der Reibbeiwert verändert durch das Heranführen unterschiedlicher
Materialien an den Ball. In einer anderen Ausführungsform wird die Rolle mit einer
Wirbelstrombremse gekoppelt, deren Wirkung durch Veränderung des Lastwiderstandes
steuerbar/regelbar ist.
[0030] Während in einer Ausführungsform nur eine Reibfläche vorgesehen ist, deren Lage veränderbar
ist um den Abflugkanal, ist in einer weiteren Variante ein Rollensystem, bestehend
aus mehreren Rollen um den Abflugkanal angebracht. Diese werden je nach Bedarf in
den Abflugkanal hineingefahren.
[0031] Die Veränderung des Abflugwinkels wird dadurch erreicht, daß das gesamte Gerät mit
Hilfe einer Stellschraube in seiner Lage verändert wird.
[0032] In einer Ausführungsform wird die Stellschraube durch einen Motor angetrieben, so
daß während des Spielverlaufs beliebige Winkel erreicht werden können.
[0033] In der Variante mit einem umlaufenden Schlä ger ist alternativ vorgesehen, die Wurfkammer
in der Lage veränderbar zu gestalten.
[0034] In einer weiteren Variante wird der Abflugwinkel durch Veränderung der Lage der Gegendruckschienen
gegenüber dem Hauptrad verändert. Diese Schiene wird in dieser Variante flexibel ausgeführt.
Da diese Schiene konzentrisch um das Hauptrad angeordnet ist, braucht sie lediglich
hochoder heruntergefahren zu werden. Durch die Zentrifugalkraft wird der Ball immer
sich zur Schiene orientieren.
[0035] Die Zuführung der Bälle erfolgt entweder von oben oder von der Seite. In einer Ausführungsvariantewird
der Ball zugeteilt, indem er über einen Fallschacht mit T-Ende an den Kanal oder die
Kammer geführt wird. Ein Schieber, elektromotorisch oder elektromagnetisch betrieben,
wird nach vorne oder hinten bewegt und teilt damit die Bälle zu.
[0036] Alternativ dazu kann die Zuteilung erfolgen durch einen Motor mit zwei Scheiben,d
ie gegeneinander versetzt auf einer Achse angebracht sind.
[0037] Diese Ballzuführungsvorrichtungen stellen sicher, daß nicht unbefugt in die Maschine
gegriffen werden kann. Sie können mit beliebigen Vorratsbehältern kombiniert werden,
die entwe der auf die Ballwurfmaschine gesteckt werden oder mit ihr mittelbar verbunden
sind über Schläuche.
[0038] Zur Erzielung eines Streuwinkels wird das Gerät auf einer Achse drehbar gelagert.
Ein steuerbarer Motor mit Zahnkranz oder Nockenscheibe erzeugt die Änderung des Winkels.
[0039] Wesentlich an dem gesamten System ist neben der Mechanik die Elektronik mit der Sensorik.
Diese Komponenten machen das Gerät sehr sicher und flexibel einsetzbar:
[0040] Durch Sensoren z.B. realisiert in Form von Passiv-Infrarot-Wandlern wird erfaßt,
ob sich Personen im Nahbereich des Abflugkanals befinden. Ein weiterer Sensor erfaßt
die Drehzahl desAntriebsrades und liefert damit ein Maß für die Abfluggeschwindigkeit
der Bälle. Werden diese Signale einer Steuerung/REgelung zugeführt, besteht die Möglichkeit
der Drehzahländerung.
[0041] Weitere Signale erhält das System über eine Funkfernsteuerung. Diese arbeitet zweckmäßigerweise
nach dem Pulscodeverfahren. Beliebige Kombinationen von Adressen und Daten können
durch dieses Verfahren sehr sicher übertragen werden. Dadurch lassen sich mehrere
Systeme parallel auf engstem Raum betreiben z.B. in einer Tennishalle.
[0042] Der Sender kann auch gekoppelt werden mit einem Ballabflugsensor, der ein automatisiertes
Wechselspiel ermöglicht: immer dann, wenn ein Spieler einen Ball abspielt, folgt mit
einer zeitlichen Verzögerung der Ballabwurf der Maschine. Weiterhin kann das System
mit einem Ballankunftssensor kombiniert werden. Dieser kann ausgeführt sein in Form
eines Erschütterungsmelders. Der Ballabwurf wird gestartet, sobald ein Ball im Feld
eingetroffen ist.
[0043] Ein weiterer Sensor ist vorgesehen zur Ermittlung des Abflugwinkels. Dieser kann
z.B. ausgeführt sein in Form einer einfachen Codescheibe am Abflugkanal mit fotoelektrischer
Abtastung.
[0044] Ein weiterer Sensor überwacht die Spinvorgabe. Er erfaßt den Spinwinkel. Ein zusätzlicher
Sensor erfaßt den Anpreßdruck oder alternativ den Impuls zur Überwachung des Spineffektes.
[0045] Die Sensoren liefern ihre Signale an eine Steuer-/Regeleinheit. In einer einfachen
Ausführungsform kommen, lediglich Gatter zum Einsatz,gekoppelt mit Relais. In der
nobleren Variante wird ein REchner die Funktion der REgelung übernehmen.
[0046] Diese ist ausgestattet mit einer Speichereinheit, Programmtasten und einem kleinen
Anzeigeelement. Er verfügt über eine genormte Schnittstelle zu anderen Systemen. Dadurch
wird ein koordinierter Ballabwurf von mehreren Maschinen ermöglicht. Der REchner kann
bei iebige Programme speichern und abrufen. Damit sind beliebige Kombinationen möglich.
[0047] Die einzelnen Ausführungsformen werden je nach Markterfordernissen eingeführt.
[0048] Man wird beginnen mit einem einfachen System, bestehend aus den Komponenten Hauptantrieb,
Ballzuführung, Antrieb zur Steuerung des Streuwinkels.
[0049] Es folgt die Ergänzung um den Spin.
[0050] In einer weiteren Variante wird das System mit Sensoren bestückt und einer einfachen
Steuerung. Es folgen Ausführungsformen bis zu einem Gerät mit ei gener Intelligenz.
[0051] Im folgenden soll die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen erläutert werden:
[0052] Bild 1 zeigt das mechanische Gesamtsystem. Das Gerät hat die Abmessungen eines mittleren
Aktenkoffers mit Tragegriff(1).Weiterhin ist zu erkennen das Hauptantriebsrad (2)
mit dem innenliegenden Antrieb(3). Das Antriebsrad ist an seiner Oberfläche mit einem
flexiblen Material (4) versehen. Dies kann z.B. realisiert sein in Form von eingelassenen
Gummiringen, einem Klebeband mit einer rauhen oder haftenden Oberfläche oder durch
ein Klebeband mit Schaumstoffauflage.
[0053] Der Tennisball (5) wird durch einen sich verengenden Kanal geführt(6), der an der
Seite des Antriebsrades offen ist.
[0054] Der Kanal kann auch in Verbindung mit dem Gehäuse durch eine einfache Schiene ersetzt
werden, die jedoch gebogen ist. Die Reibung der Oberfläche der Schiene/des Kanals
muß kleiner sein als die Reibung am Antriebsrad.
[0055] In einer Ausführungsvariante ist der Kanal/die Schiene mit einem reibarmen Material
beschichtet oder besteht alternativ aus einem reibarmen Material.
[0056] Der Kanal/die Schiene wird entweder fest mit dem Gehäuse verschraubt,oder er ist
in Nuten(7) geführt.
[0057] Durch die Zentrifugalkraft wird sich der Ball immer tangential vom Antriebsrad weg
bewegen. Wird nun der Kanal, der sich auch in Form einer flexiblen Schiene realisieren
läßt nach vorne oder hinten bewegt z.B. durch einen Stellmotor mit Spindel (8), wird
die Austrittöffnung des Balles sich nach oben oder nach unten bewegen - dadurch verändert
sich der Abflugwinkel. Die Bälle werden durch einen Fallschacht(9) zugeführt.
[0058] Durch einen elektromechanischen Schieber(10) werden sie dem sich verengenden Kanal
einzeln zugeteilt. Das Zuteilungssystem ist mit einer Rückholfeder(11) versehen.
[0059] Durch flexible Elemente (12) oder alternativ durch die Baugröße des Antriebsrades,bezogen
auf das Gehäuse,wird sichergestellt, daß der Ball nur in den Zuführungskanal fallen
kann.
[0060] Oberhalb des Fallschachtes kann der Vorratsbehälter (13) angebracht werden.
[0061] Sobald der Ball den Abflugkanal verläßt,durchfliegt er die spinerzeugende Vorrichtung.(14)
[0062] Das Gehäuse ist auf einer Schiene (15) durch ein Drehgelenk(16) gelagert. Der Streuwinkel
wird durch den Antriebsmotor (17) verändert. Durch eine Stellvorrichtung (18) läßt
sich der Abflugwinkel zusätzlich oder alternativ verändern.
[0063] In der einfachsten Variante besteht sie aus einer STellschraube, in einer weiteren
Ausführungsform aus einem Stellmotor. Weiterhin ist im Gehäuse der Funkempfänger(19),
die Steuer-/Regeleinheit/Rechner (20) und im Falle des netzunabhängigen Betriebes
das Batteriesystem (21) eingebaut.
[0064] Bild 2 zeigt in der einfachen Ausführungsform das Standgesteil. Dieses besteht aus einer
Hauptschiene (15) mit der Höhenverstelleinrichtung (18) und dem Zahnkranz (22) zur
Fixierung des Streuwinkels sowie dem Drehgelenk(16). Darüberhinaus besitzt das Standgestell
herausdrehbare Schienen(23,24) zur Erhöhung der Standsicherheit. Diese Schienen haben
am Ende Standfüße (25/26).
[0065] Bild 3 zeigt die Vorrichtung zur Erzielung des Spineffektes. Der Tennisball (5) wird durch
die Zentrifugalkraft die Reibrolle (27) berühren. Diese Reibrolle wird durch steuerbare
Stelleinrichtungen (28) bei Bedarf in den Kanal gefahren. In einer Ausführungsform
ist die Reibrolle mit einer Wirbelstrombremse(29) verbunden.
[0066] In einer anderen Ausführungsform wird die Reibrolle mit einem Stellmotor verbunden.
In dieser Ausführungsform besteht die Reibrolle aus Segmenten mit verschiedenartigen
REibkoeffizienten. Der Stellmotor dreht die jeweils gewünschte Reibfläche in den Abflugkanal.
[0067] Die Reibrolle kann durch einen Stellmotor (30) mit Schneckenantrieb (31) und Zahnkranz
(32) beliebig in der Lage konzentrisch um den Abflugkanal verändert werden. Dadurch
sind Spins in jeder Richtung möglich und zwar stufenlos.
[0068] Alternativ können mehrere Reibsysteme konzentrisch um den Abflugkanal vorgesehen
sein.
[0069] Die Komponenten der Elektronik und Sensorik sind in
Bild 4 dargestellt.
[0070] Ein Passiv-Infrarotsensor (33) wird eingesetzt aus Sicherheitsgründen. Er veranlaßt
die Blockierung des Ballabwurfes, wenn sich Personen im Bereich des Abflugkanals aufhalten.
Ein Drehzahlsensor(34) mißt die Drehzahl des Antriebsrades und ermöglicht damit die
Bestimmung der Ballabwurfgeschwindigkeit. Über einen weiteren Sensor (35) wird der
Abflugwinkel ermittelt. Der aufgebrachte Spin(36) wird ebenfalls gemessen(36).
[0071] In einer Variante ist vorgesehen, durch Erschütterungssensoren (37) das Auftreffen
des Balls zu messen und damit automatisch die nächste Ballfolge zu veranlassen.
[0072] Die Steuer-/Regeleinheit,in einer Ausführungsvariante (38) durch einen Mikrorechner
realisiert,erfaßt die Sensordaten, verarbeitet sie und gibt sie an die Stelleinheiten
Motorsteuerung Hauptantrieb(39), Motorsteuerungen Spin (Stärke des Spins und R ichtung)
(40), Motorsteuerung Streuwinkel (41).Abflugwinkel (42) und Steuerung Ballzuteilung
(43) weiter. Der Rechner kann über eine Schnittstelle (44) mit anderen Systemen kommunizieren.
Das kann entweder eine andere Ballwurfmaschine sein oder ein übergeordneter Rechner.
Dadurch können mehrere Ballwurfsysteme an einer Linie koordiniert arbeiten. Der Rechner
ist mit einem Programmspeicher gekoppelt (45). Dadurch können beliebige Spielarten
durch Programm vorgegeben werden. Die Programme werden aufgerufen über Programmtasten
(46) ggfs. gekoppelt mit einer Anzeigeeinheit (47).
[0073] Weitere Daten erhält die Steuerung/Regelung über einen Empfänger (48). Dieser wertet
die Signale des Senders (49) aus. Der Sender arbeitet pulscodemoduliert. Beliebige
Adress- und Datenkombinationen sind möglich. Dadurch können zahlreiche Geräte gleichzeitig
betrieben werden. Über Tasten ggfs. gekoppelt mit einer Anzeigeeinheit können beliebige
Programmfolgen abgerufen werden (50). In einer Ausführungsform wird dieser Sender
mit einem Ballabflugsensor kombiniert(51). Di eser Sensor erfaßt den Ballabwurf des
Spielers. Das Signal wird dem System per Funk übermittelt - der Return folgt automatisch.
[0074] Bild 5 zeigt das alternative Ballabwurfsystem, das durch einen umlaufenden Schläger (52)
statt eines Rades realisiert wird. Zur Verringerung der Schwingungsneigung ist der
Schläger mit Gegengewichten (53) ausgestattet. Der Schläger ist an der Vorderseite
und Rückseite mit elastischem Material beschichtet. Dadurch wird der Stoß des zugeführten
Balles gemildert. Der Ball wird durch die Öffnung (54) dem System zugeführt. Diese
Öffnung sollte möglichst in der Mitte des Systems liegen, da dort die Umfangsgeschwindigkeiten
noch relativ gering sind. Durch die Zentrifugalkraft wird der Ball automatisch in
die äußere Umlaufbahn befördert. Die Gehäuseinnenseiten sollten ebenfalls mit elastischem,
dämpfenden Material ausgestattet sein mit Ausnahme der äußeren Lauffläche (55). Der
Abflugkanal ist durch (56) dargestellt.
[0075] Der Abflugwinkel kann bei diesem System relativ einfach verändert werden, indem das
gesamte Beschleunigungsgehäuse mit Hilfe eines Zahnkranzes (57) mit Stellmotor(58)
gedreht wird.
[0076] Das spin-erzeugende System ist fest mit dem Antriebsgehäuse gekoppelt (59) und wird
einfach mit ihm bei Änderung des Abflugwinkels gedreht.
[0077] Bild 6 zeigt eine bevorzugte Variante des Ballabwurfsystems. Zur Erhöhung der Abwurfgeschwindigkeit
wird in dieser Variante das Treibrad in einer definierten Geometrie ausgeführt, die
den Reibbeiwert erhöht und gleichzeitig dafür sorgt, daß der Ball während der Beschleunigungsphase
keinen Spin erhält (60). Der Ball wird definiert umfaßt und durch den Gegendruck der
Beschleunigungsschiene (61) in seiner Lage fixiert.
[0078] Die Beschleunigungsschiene wird in dieser Ausführungsform konzentrisch um die Welles
des Treibrades geführt und ist über Lager (62) und Befestigungselemente (63) mit der
Welle des Antriebsrades beweglich verbunden. Sie hängt gleich einer Schaukel an der
Antriebswelle. Gleichzeitig ist die Beschleunigungsschiene segmentiert. Im Bereich
der Ballzuführung ist sie relativ elastisch (64) ausgeführt. Dadurch kann die Belastung
des Balls während des Beginns der Beschleunigungsphase verringert werden.
[0079] Durch diese Ausführungsform werden alle wesentlichen Kräfte durch die Welle aufgenommen.
Die Tragkonstruktion des Gehäuses wird dadurch wesentlich entlastet. Durch ein Stellsystem,
bestehend aus Spindel, Motor und Fixiervorrichtungen (65) kann der Abflugwinkel verändert
werden.
[0080] In dieser Variante wird das spinerzeugende System durch den Rechner, verbunden mit
Stellmotoren,in den Abflugkanal gefahren. (66). Alternativ zu Reibrädern können Reibflächen
in Form elastischer Gummistreifen zum Einsatz kommen.
[0081] Die Gummistreifen weisen eine unterschiedliche Elastizität auf. Dadurch kann durch
ein definiertes Einfahren in den Abflugkanal der Spineffekt verstärkt oder vermindert
werden.
[0082] Während bei den bisher gezeigten Varianten das Treibrad senkrecht stand und die
Seitenwinkel durch eine Verschiebung des gesamten Gerätes erreicht wird, ist in der
folgenden Variante (
Bild 7) das Treibrad mit der Beschleunigungsschiene in horizontaler Lage. Das Treibrad
steht also nicht- es liegt. Da das Ballwurfsystem im normalen Spielbetrieb größere
Seitenwinkel als Höhenwinkel abdecken muß, werden in dieser Variante die Kräfte zur
Überwindung des Kreiseleffektes minimiert. Zur Änderung des Seitenwinkels muß lediglich
die Beschleunigungsschiene, der Beschleunigungskanal verstellt werden. Die Lage des
Treibrades ändert sich nicht. Lediglich bei der Höhenverstellung ist eine Lageveränderung
des Treibrades notwendig. Die Höhenverstellung erfolgt dadurch, daß das hintere Ständerbein
(68) oder eines oder beide der vorderen Beine (69,70) herauf- bzw. heruntergefahren
werden. Durch die Regelung/_Steuerung der einzelnen Beine kann zusätzlich Einfluß
genommen werden auf den Spin. Die Beschickung des Ballwurfsystems erfolgt von oben
(71). Durch Führungsschienen wird der Ball in den Beschleunigungskanal geführt.
[0083] In dieser Variante wird der Spin durch Reibflächen (72,73), z.B. ausgeführt durch
Gummilippen,die von oben oder von unten durch Stellmotoren in den Abflugkanal gedreht
oder hineingefahren werden, erzeugt.
[0084] Die Ballzuführung ist in dieser Variante mit Hilfe einer drehenden Spirale, die durch
Motor angetrieben wird, ausgeführt.
[0085] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern
ist im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel.
[0086] Alle neuen in der Beschreibung/Zeichnung offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale
werden als erfindungswesentlich angesehen.
1. Verfahren zum Werfen von Tennisbällen, Tischtennisbällen und Squash-Bällen dadurch
gekennzeichnet, daß die Flugenergie des Ballesdurch nur ein in seiner Drehzahl regelbares,
umlaufendes Rad mit einer elastischen Oberfläche oder alternativ einer starren Oberfläche
definierter Geometrie zur Erhöhung des Reibbeiwertes und einer gegenüberliegenden
reibarmen Fläche erzeugt wird, und der Spineffekt durch eine veränderbare, regelbare
Abnahme der Energie an der Balloberfläche erzeugt wird mit Hilfe eines im Rollwiderstand
veränderbaren, lagerveränderbaren Reibrades.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß alternativ zu Anspruch 1
der Spineffekt durch eine Vielzahl konzentrisch um den Abflugkanal angebrachter Rollwiderstände
oder Reibflächen, die jedoch einzeln veränderbar und regelbar sind, erreicht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß durch Sensoren die
Winkelgeschwindigkeit des Hauptantriebsrades, das die Flugenergie erzeugt, erfaßt
wird und einem Rechner zur Auswertung zugeführt wird, und der Rechner nach einem vorgegebenen
Programm mit Hilfe geeigneter Stellglieder die Drehzahl verändern kann.
4. Verfahren nach Anspruch 1-3 dadurch gekennzeichnet, daß über Sensoren der Reibwert
zur Erzeugung des Spineffektes erfaßt wird, einem Rechner zugeführt wird und durch
geeignete Stellglieder nach einem vorgegebenen Programm der Reibwert an jeder beliebigen
Stelle der Oberfläche konzentrisch um den Abflugkanal verändert werden kann.
5. Verfahren nach Anspruch 1-4 dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung des Ballabwurfs
sowohl in der Höhe als auch in der Breite durch Sensoren erfaßt, einem Rechner zugeführt
und durch geeignete Stellglieder nach Programm verändert werden kann.
6. Verfahren nach Anspruch 1-5 dadurch gekennzeichnet, daß der Abflug des Balls nach
Geschwindigkeit, Spin, Richtung und Programm mit Hilfe einer Funkfernsteuerung, basierend
auf einem pulscodemodulierten oder frequenzmodulierten Verfahren mit Adressierbarkeit
abgerufen werden kann.
7. Verfahren nach Anspruch 1-6 dadurch gekennzeichnet, daß durch das Aufstellen mehrerer
Ballabwurfmaschinen an oder in einem Tennisfeld und einer Vernetzung der Ballwurfmaschinen
mit einem Rechner beliebige Spielfolgen entweder nach fest vorgegebenem Programn oder
Zufallsprogrammen möglich sind.
8. Vorrichtung nach den Verfahrensansprüchen 1-7 dadurch gekennzeichnet, daß der
Antrieb des Hauptrades durch einen Direktantrieb und eines im Rad integrierten Elektromotors
erfolgt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1-8 dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Rades
durch ein Winkelgetriebe oder alternativ durch einen Riemenantrieb kombiniert mit
einem Elektromotor oder Benzinmotor erfolgt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1-9 dadurch gekennzeichnet, daß das Rad mit einer starren,
jedoch rauhen, angeriffelten Reibfläche ausgestattet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1-10 dadurch gekennzeichnet, daß alternativ zu Anspruch
10 das Rad mit einer elastischen Reibfläche versehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1-11 dadurch gekennzeichnet, daß der Gegendruck durch
eine in der Lage und im Reibbeiwert, veränderbare, reibarme, gebogene Schiene aufgebracht
wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1-12 dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene/der Kanal,
auf der/in der der Ball geführt wird mit einer Vielzahl von kleinen Rollen mit veränderbarem
Reibwiderstand ausgeführt ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1-13 dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal/die Schiene
in seiner Lage und Richtung verändert werden kann und in sich selbst flexibel ist
mit der Folge, daß der Abflugwinkel verändert werden kann.
15. Vorrichtung nach Anspruch 1-14 dadurch gekennzeichnet, daß die Ballzuführung in
die Maschine automatisch erfolgt und geregelt werden kann durch einen an die Ballmaschine
befestigbaren Vorratsbehälter.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1-15 dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine mit Sensoren
ausgestattet ist, die Personen im Nahbereich der Abflugrichtung erfaßt und die Ballzuführung
und/oder den Ballabwurf sperrt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 1-16 dadurch gekennzeichnet, daß die Abwurfmaschine
mit Drehvorrichtungen gekoppelt ist, die steuerbar/regelbar sind, so daß sowohl die
Streubreite der Bälle in horizontaler Richtung als auch in vertikaler Richtung durch
Mikrorechner programmgesteuert verändert werden kann.
18. Vorrichtung nach Anspruch 1-17 dadurch gekennzeichnet, daß die Ballmaschine mobil
ist und derart zusammengelegt werden kann, daß sie in einen kleinen Koffer paßt.
19. Vorrichtung nach Anspruch 1-18 dadurch gekennzeichnet, daß wesentliche Komponenten
des Systems wie Gehäuse und Antriebsrad aus hochfesten Textilfasern gefertigt werden
und dadurch das Gewicht des Gesamtsystems wesentlich verringert wird.
20. Vorrichtung nach Anspruch 1-19 dadurch gekennzeichnet, daß das Ballabwurfsystem
netzunabhängig betrieben werden kann.
21. Vorrichtung nach Anspruch 1-20 dadurch gekennzeichnet, daß das System mit Sensoren
kombiniert wird, die den Ballabflug des Gegners erfassen nach Zeitpunkt und Geschwindigkeit
und ein automatisches Rückspiel in Verbindung mit dem Rechner und dem Ballabwurfgerät
veranlassen.
22. Vorrichtung nach Anspruch 1-21 dadurch gekennzeichnet, daß alternativ zu Anspruch
21 das System mit Sensoren verbunden ist, die das Auftreffen des Balls im Feld erkennen
und ein automatisiertes Rückspiel in Verbindung mit dem Rechner und dem Ballabwurf
veranlassen.
23. Vorrichtung nach Anspruch 1-22 dadurch gekennzeichnet, daß das Standgestell des
Systems zusammenklappbar ist und im Gehäuse integriert ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 1-23 dadurch gekennzeichnet, daß das System mit Transporthilfen
in Form von Transportrollen und Tragegriffen versehen ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 1-24 dadurch gekennzeichnet,daß das Treibrad mit der
Beschleunigungsschiene horizontal liegt, die Beschleunigungsschiene dadurch die Veränderung
des Seitenwinkels übernimmt, die Höhenwinkel durch Ein-/Ausfahren eines oder mehrerer
Ständerbeine verändert werden.