(19)
(11) EP 0 400 640 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
05.12.1990  Patentblatt  1990/49

(21) Anmeldenummer: 90110357.2

(22) Anmeldetag:  31.05.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B65D 19/32, B65D 19/40
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL

(30) Priorität: 02.06.1989 DE 8906801 U

(71) Anmelder: REMAPLAN ANLAGENBAU GMBH
D-81737 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Levermann,Martin
    D-8336 Malgersdorf (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Dr. Solf & Zapf 
Candidplatz 15
81543 München
81543 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Kunststoff-Palette


    (57) Die Erfindung betrifft eine Kunststoff-Palette zum Transport und zum Lagern von Gütern, bestehend aus einem Oberdeck (3) mit an dessen Unterseite einstückig angeformten Fußansätzen (4, 4a, 4b, 4c) und einem Unterdeck bzw. einer Kufe (1) mit an dessen Oberseite einstückig angeformten Fußteilen (2, 2a), wobei die Fußansätze (4, 4a, 4b, 4c) des Oberdecks (3) und die Fußteile (2, 2a) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) einander spiegelbildlich gegenüberliegend angeordnet und in rechtwinkelig zur Paletten-Horizontalebene verlaufender Steckrichtung (S) zusammengesteckt, wobei die Fußansätze (4, 4a, 4b, 4c) des Oberdecks (3) jeweils einen von einer Begrenzungswand (10) umschlossenen, in Steckrichtung (S) durch eine Öffnung (10a) zugänglichen Hohlraum (9) mit einem in diesem angeordneten, einstückig geformten Stegelement (8) mit in Steckrichtung (S) verlaufenden Stegflächen aufweisen, daß die Fußteile (2, 2a) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) jeweils mehrere einstückig geformte, in Steckrichtung (S) verlaufende Fortsätze (17, 18, 19, 20) aufweisen, die durch die Öffnung (10a) der Begrenzungswand (10) des gegenüberliegenden Fußansatzes (4, 4a, 4b, 4c) des Oberdecks (3) in diesen eingeführt sind und mit diesen Stegelement (8) und mit dessen Begrenzungswand (10) eine form- und reibschlüssige Verbindung bilden, und daß an den Fußansätzen (4, 4a, 4b, 4c) des Oberdecks (3) und/oder an den Fußteilen (2, 2a) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) Anschlagelemente (4d, 27) zur Begrenzung des Steckwegs (H₅) ausgebildet sind.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Kunststoff-Palette der im Oberbe­griff des Anspruchs 1 genannten Art.

    [0002] In der EP-A-0 227 033 ist eine Kunststoff-Palette beschrieben, die eine Deckplatte mit an deren Unterseite einstückig ange­formten Füßen und an den Füßen steckbar befestigte Kufen auf­weist. An der Oberseite der Kufen sind Zapfen ausgebildet, die in Öffnungen von an der Unterseite der Füße der Deckplatte ausgebildeten Hohlzylindern gesteckt und darin ohne zusätzli­che Befestigungsmittel gehaltert sind, so daß die Deckplatte der Palette mit den Paletten-Kufen fest verbunden sind.

    [0003] In der US-PS 3,664,271 ist eine ähnliche Kunststoff-Palette mit zwei Deckwänden beschrieben. Die erste Deckwand weist meh­rere in einem bestimmten Raster angeordnete Hohlzylinder von bestimmter Höhe auf. Die zweite Deckwand weist die gleiche An­zahl von im gleichen Raster spiegelbildlich angeordneten Hohlzylindern von gleicher Höhe wie bei der ersten Deckwand auf. Die Durchmesser der Hohlzylinder der beiden Deckwände sind zumindest teilweise unterschiedlich groß bemessen, wobei die Hohlzylinder der ersten Deckplatte im Hohlraum der Hohlzy­ linder der zweiten Deckplatte form- und reibschlüssig gelagert sind. Dadurch sind die beiden Deckwände miteinander verbunden.

    [0004] In der AT-PS 331 704 ist schließlich eine mehrteilige Kunst­stoff-Palette, bestehend aus einem Bodenteil und einer Deck­platte, beschrieben. Die Deckplatte ist mit Hohlfüßen verse­hen, die auf am Bodenteil angeordneten Sockeln gesteckt und gegebenenfalls durch Verschweißen mit dem Bodenteil fest ver­bunden sind.

    [0005] Die Formbeständigkeit, die Festigkeit und die daraus resultie­rende Haltbarkeit der bekannten mehrteiligen Kunststoff-Palet­ten, die aus Oberdeck und Unterdeck oder - anstelle des Unter­decks - aus einer Anzahl von Kufen bestehen, sind nicht opti­mal. Die Palettenteile einiger bekannter Kunststoff-Paletten sind in einer horizontalen Ebene miteinander verschweißt. An­dere mehrteilige Kunststoff-Paletten sind in einer Ebene senk­recht zur Lastaufnahmefläche der Palette miteinander ver­schweißt. Schweißnähte weisen jedoch den Mangel auf, daß sie nach einiger Zeit verspröden, so daß die Palette im Vergleich zu Paletten ohne Schweißnähte schneller unbrauchbar wird.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steckverbindung für mehrteilige Kunststoff-Paletten zu schaffen, die eine hohe Ausreißfestigkeit, eine gute Winkelsteifigkeit gegen Verdre­hung gegenüber der Senkrechten zur Erzielung einer guten Mo­mentenübertragung, beispielsweise vom Oberdeck auf das Unter­deck einer Palette oder auf die Kufen der Palette, sowie gute Winkelsteifigkeit gegenüber horizontaler Verdrehung aufweist.

    [0007] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch den Gegen­stand des Anspruchs 1. Erfinderische Ausgestaltungen und vor­teilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprü­chen.

    [0008] Weitere Merkmale, Einzelheiten, Vorteile und Anwendungsmög­lichkeiten der Erfindung ergeben sich aus nachfolgender Be­ schreibung bevorzugter Ausführungsformen sowie aus der bei­gefügten Zeichnung. Es zeigen:

    Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Kunststoff-­Palette, bestehend aus Unterdecks oder Kufen mit Fuß­teilen und einem Oberdeck mit Fußansätzen vor der Mon­tage;

    Fig. 2 eine Draufsicht auf das auf der Ladefläche liegende Oberdeck mit nach oben gerichteten Fußansätzen;

    Fig. 3 eine perspektivische Teilansicht der Kufe mit einem Schnitt durch ein nach unten gerichtetes Fußteil;

    Fig. 3a eine Ansicht (Draufsicht) eines Fußteils des Unter­decks bzw. der Kufe in Blickrichtung IIIa in Fig. 3;

    Fig. 4 eine perspektivische Teilansicht des auf der Lade­fläche liegenden Oberdecks mit nach oben gerichteten Fußansätzen;

    Fig. 5 eine perspektivische Gesamtansicht der aus Oberdeck und Unterdecks bzw. Kufen zusammengefügten Palette;

    Fig. 6 einen Teil-Längsschnitt durch ein zusammengestecktes Fußteil/Fußansatz-Paar mit einem eingelegten Siche­rungsblech längs der Schnittlinien VI-VI in den Fig. 3 und 4 und

    Fig. 7 weitere Ausführungsformen zur Sicherung der Steckver­bindung zwischen dem Fußteil der Kufe oder des Un­terdecks und dem Fußansatz des Oberdecks.



    [0009] Nach Fig. 1 weist eine erfindungsgemäße Palette ein Unterdeck bzw. eine Kufe 1 sowie ein Oberdeck 3 auf.

    [0010] Das Oberdeck 3 weist gemäß Fig. 2 eine Anzahl von über die ho­rizontale Palettenfläche vorzugsweise gleichmäßig verteilten Fußansätzen 4, 4a, 4b oder 4c mit Begrenzungswänden 10 auf, wobei die Querschnitte der Fußansätze 4 vorzugsweise die Form eines langgestreckten schmalen Ovals, die Fußansätze 4a vor­zugsweise die Form eines kurzen schmalen Ovals und die Fußan­sätze 4b vorzugsweise die Form eines langgestreckten breiten Ovals und der Fußansatz 4c vorzugsweise Kreisform aufweisen.

    [0011] Das Oberdeck 3 weist nach Fig. 4 an der die Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c tragenden Seite durch eine Vielzahl von an diesem vorzugsweise einstückig angeformten, sich gitterartig über­kreuzenden bzw. wabenförmig angeordneten Verstärkungsstegen 11 vorzugsweise gleicher Höhe H₁ derart ausgesteift, so daß es insgesamt eine verwindungsfreie Einheit bildet.

    [0012] In der gitterartigen Struktur der Verstärkungsstege 11 sind die einen Hohlraum 9 umschließenden, umlaufenden Begrenzungs­wände 10 der Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c gemäß Fig. 4 vorzugs­weise einstückig eingeformt und derart integriert, daß sie in der gitterartigen Struktur der Verstärkungsstege 11 jeweils eine biege-, torsions-, druck- und zugfeste Einheit bilden.

    [0013] Die äußeren umlaufenden Ränder 4d der Begrenzungswände 10 der Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c überragen vorzugsweise die oberen Kanten 12 der Verstärkungsstege 11 um die Höhe H₂.

    [0014] Die Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c weisen jeweils in ihrem von ihrer umlaufenden Begrenzungswand 10 umgrenzten, durch eine Öffnung 10a in Steckrichtung 5 zugänglichen Innenraum oder Hohlraum 9 einen an der Begrenzungswand 10 vorzugsweise ein­stückig angeformten, im Querschnitt kreuzförmigen Steg 8 auf, der eine Stärke bzw. Dicke A₁ besitzt, wie sich insbesondere aus den Fig. 2 und 4 ergibt.

    [0015] Die Höhe des Steges 8 entspricht vorzugsweise der Gesamthöhe H₃ der Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c. Das heißt, die Stege 8 schließen jeweils mit den umlaufenden Rändern 4d der Fußan­sätze 4, 4a, 4b und 4c bündig ab, wie Fig. 4 zeigt.

    [0016] Das Unterdeck oder die Kufe 1 weist nach Fig. 1 an seinem/­ihrem horizontal verlaufenden Tragkörper 15 eine Anzahl von mehreren, vorzugsweise drei, über die Länge L gleichmäßig ver­teilt angeordneten Fußteilen 2, 2a auf. Vorzugsweise sind zwei Fußteile 2 nahe der beiden Enden 15a, 15b des Tragkörpers 15 und ein Fußteil 2a in der Mitte des Tragkörpers 15 angeordnet und an diesem vorzugsweise einstückig angeformt.

    [0017] Die Anordnung der Fußteile 2, 2a des Unterdecks bzw. der Kufe 1 ist mit der Anordnung der Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c des Oberdecks 3 deckungsgleich bzw. spiegelbildlich zu dieser, wo­bei die den Fußansätzen 4, 4a, 4b und 4c jeweils gegenüberlie­genden Fußteile 2, 2a den entsprechend ausgebildeten Quer­schnitt aufweisen, damit sie zusammenfügbar sind.

    [0018] An einem Oberdeck 3 sind vorzugsweise drei Unterdecks bzw. Ku­fen 1 in zueinander paralleler Anordnung befestigt, wie Fig. 5 zeigt.

    [0019] Der horizontal verlaufende Tragkörper 15 des Unterdecks oder der Kufe 1 weist an der der Seite, die die Fußteile 2 trägt, gegenüberliegenden Seite vorzugsweise eine Vielzahl von Ver­steifungsrippen 13 auf, die durch eine Vielzahl von hierzu rechtwinkelig verlaufenden Querstegen 14 ausgesteift sind. Zwischen den Versteifungsrippen 13 und Querstegen 14 weist der Tragkörper 15 vorzugsweise Durchbrechungen 15c auf. Durch die­se Ausgestaltung wird die Biege- und Verwindungssteifigkeit des Tragkörpers 15 erhöht. Der Tragkörper 15 ist an seiner die Fußteile 2, 2a tragenden Seite quer zu seiner Längsrichtung ballig ausgebildet, damit die Gabeln eines Gabelstaplers beim Einfahren in den Zwischenraum zwischen dem Unterdeck bzw. der Kufe 1 und dem Oberdeck 3 sich an ersterem/ersterer nicht ver­haken.

    [0020] Wie die Fig. 3 und 3a zeigen, weisen die Fußteile 2, 2a je­weils ein von der Horizontalebene E des Tragkörpers 15 mit ei­ner Höhe H₄ rechtwinkelig abstehendes, im Querschnitt rundes oder ovales Sockelteil 16 auf, das am Tragkörper 15 vorzugs­weise einstückig angeformt ist, und dessen umlaufende Wandung 23 eine Wandstärke D₁ aufweist und einen Hohlraum 22 um­schließt. Am Tragkörper 15 ist etwa mittig im Hohlraum 22 ein Stützsteg 24 angeordnet und vorzugsweise einstückig angeformt. Der Stützsteg 24 weist ebenfalls die Höhe H₄ auf, so daß des­sen Stirnkante 25 zur umlaufenden Stirnkante 26 des Sockel­teils 16 bündig ist bzw. in der gleichen Ebene liegt, wie die­se.

    [0021] An der umlaufenden Stirnkante 26 des Sockelteils 16 ist - angrenzend an den in diesem vorgesehenen Hohlraum 22 - eine Anzahl von vorzugsweise vier rechtwinkelig zur Horizontalebene E verlaufenden lippenartigen Fortsätzen 17, 18, 19 und 20 an­geordnet, vorzugsweise einstückig angeformt, die im Quer­schnitt vorzugsweise etwa rechteckig sind, voneinander einen gegenseitigen Abstand A₂ und jeweils eine Höhe H₅ aufweisen.

    [0022] Die Dicke D₂ der Fortsätze 17,18,19 und 20 ist kleiner als die Wandstärke D₁ der umlaufenden Wandung 23 des Sockelteils 16. Die Dicke D₂ der Fortsätze 17,18,19 und 20 ist vorzugsweise etwa halb so groß wie die Wandstärke D₁ der umlaufenden Wan­dung 23 des Sockelteils 16. Dadurch bildet das Sockelteil 16 an seiner Stirnfläche 26 eine umlaufende geschlossene Schul­terfläche 27.

    [0023] Die Anordnung der Fortsätze 17, 18, 19 und 20 ist derart, daß sie zwischen sich einen Freiraum 21 bilden, dessen Querschnitt etwa kreuzförmig ist, und der die Höhe H₅ aufweist, wobei die "Balken" des kreuzförmigen Freiraums 21 jeweils eine "Dicke" A₂ haben.

    [0024] Im zusammengesteckten Zustand der erfindungsgemäßen Kunst­stoff-Palette lagern die Fortsätze 17,18,19 und 20 der Fußtei­le 2, 2a des Unterdecks bzw. der Kufe 1 in dem Hohlraum 9 der Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c des Oberdecks 3. Dabei liegen die im Querschnitt kreuzförmigen Stege 8 der Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c des Oberdecks 3 im querschnittlich kreuzförmigen Frei­raum 21 der Fußteile 2, 2a, des Unterdecks bzw. der Kufe 1 form- und reibschlüssig an, da die Dicke A₁ der im Querschnitt kreuzförmigen Stege 8 der Fußansätze 4, 4a, 4b, und 4c in etwa dem gegenseitigen Abstand A₂ der den Freiraum 21 begrenzenden Fortsätze 17,18,19 und 20 entspricht. Die Stege 8 der Fußan­sätze 4, 4a, 4b und 4c liegen somit geklemmt in dem zwischen den Fußteilen 17,18,19 und 20 gebildeten Freiraum 21. Die Fortsätze 17,18,19 und 20 sind ihrerseits im Hohlraum 9 der Fußansätze 4,4a,4b und 4c geklemmt, so daß die Fußteil/Fußan­ satz-Paare jeweils - in Steckrichtung gesehen - fest zusammen­halten.

    [0025] Im zusammengesteckten Zustand der Kunststoff-Palette ruhen die umlaufenden Ränder 4d der Fußansätze 4,4a,4b und 4c des Ober­decks 3 jeweils auf der umlaufenden Schulterfläche 27 der ent­sprechenden Fußteile 17,18,19 und 20 des Unterdecks bzw. der Kufe 1, wodurch - in Steckrichtung gesehen - die Steckbewegung begrenzt ist. Gleichzeitig stoßen die Stirnflächen der Stege 8 der Fußansätze 4,4a,4b und 4c des Oberdecks 3 jeweils gegen die Stirnkante 25 des Stützstegs 24 der entsprechenden Fußtei­le 17,18,19 und 20 des Unterdecks bzw. der Kufe 1.

    [0026] Durch die erfindungsgemäße Steckverbindung wird eine hohe Aus­reißfestigkeit, eine gute Winkelsteifigkeit gegen Verdrehung gegenüber der Senkrechten zur Erzielung einer guten Momenten­übertragung vom Oberdeck 3 auf das Unterdeck oder auf die Ku­fen 1 der Palette sowie eine gute Winkelsteifigkeit gegenüber horizontaler Verdrehung erzielt. Außerdem werden durch die mehrteilige (in der gezeigten Ausführungsform vierteilige) Gestaltung der Fußteil/Fußansatz-Verbindung die Berührungs­flächen der zusammengesteckten Teile erhöht, wodurch die diese Teile zusammenhaltenden Haltekräfte infolge erhöhten Reib­schlusses vergrößert werden.

    [0027] Zur Erhöhung der zwischen den reibschlüssig aneinanderliegen­den Fußteilflächen bzw. Fußansatzflächen der zusammengefügten Fußteil/Fußansatz-Paare ist gemäß der Erfindung vorgesehen, zwischen deren sich berührenden Flächen gemäß Fig. 6 ein Si­cherungsblech 5 anzuordnen. Das Sicherungsblech 5 weist Halb­stanzungen 5a,5b auf, die - leicht ausgestellt - bei der Mon­tage der Kunststoff-Palette, das heißt beim Ineinanderstecken der Fußteil/Fußansatz-Paare, ein wenig einfedern und im ge­steckten Zustand dieser Paare sich an den jeweiligen Berüh­rungsflächen derart einkrallen, daß ein Auseinanderziehen in der der Steckrichtung entgegengesetzten Richtung nicht oder nur schwer möglich ist. Die der Begrenzungswand 10 zugewand­ten, ausgestellten und diese sichernden Halbstanzungen 5a des Sicherungsblechs 5 weisen in eine Richtung Y, während die den Fortsätzen 17,18,19 oder 20 zugewandten, ausgestellten und diese sichernden Halbstanzungen 5b des Sicherungsblechs 5 in eine zur Richtung Y entgegengesetzten Richtung X weisen, wie Fig. 6 zeigt.

    [0028] Wie in Fig. 7 beispielhaft dargestellt, kann die Verbindung der Fußteil/Fußansatz-Paare zusätzlich folgendermaßen gesi­chert werden, nämlich durch zusätzliche Anbringung

    (a) eines Klebers 30 und/oder

    (b) einer Heftklammer 40 und/oder

    (c) einer Schraube 50 und/oder

    (d) eines Nagels 60.




    Ansprüche

    1. Kunststoff-Palette zum Transport und zum Lagern von Gü­tern, bestehend aus einem Oberdeck mit an dessen Untersei­te einstückig angeformten Fußansätzen und einem Unterdeck bzw. einer Kufe mit an dessen Oberseite einstückig ange­formten Fußteilen, wobei die Fußansätze des Oberdecks und die Fußteile des Unterdecks bzw. der Kufe einander spie­gelbildlich gegenüberliegend angeordnet und in rechtwinke­lig zur Paletten-Horizontalebene verlaufender Steckrich­tung zusammengesteckt sind,
    dadurch gekennzeichnet,

    (a) daß die Fußansätze (4,4a,4b,4c) des Oberdecks (3) je­weils einen von einer Begrenzungswand (10) umschlosse­nen, in Steckrichtung (S) durch eine Öffnung (10a) zu­gänglichen Hohlraum (9) mit einem in diesem angeordne­ten, einstückig angeformten Stegelement (8) mit in Steckrichtung (5) verlaufenden Stegflächen aufweisen,

    (b) daß die Fußteile (2,2a) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) jeweils mehrere einstückig angeformte, in Steck­richtung (S) verlaufende Fortsätze (17,18,19,20) auf­weisen, die durch die Öffnung (10a) der Begrenzungs­wand (10) des gegenüberliegenden Fußansatzes (4,4a,4b, 4c) des Oberdecks (3) in diesen eingeführt sind und mit dessen Stegelement (8) und mit dessen Begrenzungs­ wand (10) eine form- und reibschlüssige Verbindung bilden, und

    (c) daß an den Fußansätzen (4,4a,4b,4c) des Oberdecks (3) und/oder an den Fußteilen (2,2a) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) Anschlagelemente (4d,27) zur Begrenzung des Steckwegs (H₅) ausgebildet sind.


     
    2. Kunststoff-Palette nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Fußansätze (4,4a,4b,4c) über die horizontale Fläche des Oberdecks (3) gleichmäßig verteilt sind.
     
    3. Kunststoff-Palette nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Fußansätze (4,4a,4b,4c) Brenzungswände (10) auf­weisen, wobei im Querschnitt die Fußansätze (4) jeweils die Form eines langgestreckten schmalen Ovals, die Fußan­sätze (4a) die Form eines kurzen schmalen Ovals und die Fußansätze (4b) die Form eines langgestreckten breiten Ovals aufweisen und der Fußansatz (4c) kreisförmig ist.
     
    4. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Oberdeck (3) an der die Fußansätze (4,4a,4b,4c) tragenden Seite durch eine Vielzahl von an diesem ein­stückig angeformten, sich gitterartig überkreuzenden bzw. wabenförmig angeordneten Verstärkungsstegen (11) gleicher Höhe (H₁) zur Bildung einer verwindungsfreien Einheit aus­gesteift ist.
     
    5. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß in der gitterartigen Struktur der Verstärkungsstege (11) die einen Hohlraum (9) umschließenden, umlaufenden Begrenzungswände (10) der Fußansätze (4,4a,4b,4c) ein­stückig eingeformt und derart integriert sind, daß sie in der gitterartigen Struktur der Verstärkungsstege (11) je­ weils eine biege-, torsions-, druck- und zugfeste Einheit bilden.
     
    6. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die umlaufenden Ränder (4d) der Begrenzungswände (10) der Fußansätze (4, 4a,4b,4c) die oberen Kanten (12) der Verstärkungsstege (11) um eine Höhe (H₂) überragen.
     
    7. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Fußansätze (4,4a,4b,4c) jeweils in ihrem von ihrer umlaufenden Begrenzungswand (10) umgrenzten Innenraum oder Hohlraum (9) einen an der Begrenzungswand (10) einstückig angeformten, im Querschnitt kreuzförmigen Steg (8) mit ei­ner Stärke bzw. Dicke (A₁) aufweisen.
     
    8. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Höhe des Steges (8) der Gesamthöhe (H₃) der Fußan­sätze (4,4a,4b,4c) entspricht, wobei die Stege (8) jeweils mit den umlaufenden Rändern (4d) der Fußansätze (4,4a,4b, 4c) bündig abschließen.
     
    9. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Unterdeck oder die Kufe (1) an seinem/ihrem hori­zontal verlaufenden Tragkörper (15) eine Anzahl von mehre­ren über seine Länge (L) gleichmäßig verteilt angeordneten Fußteilen (2,2a) aufweist.
     
    10. Kunststoff-Palette nach Anspruch 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß zwei Fußteile (2) nahe der beiden Enden (15a,15b) des Tragkörpers (15) und ein Fußteil (2a) in der Mitte des Tragkörpers (15) angeordnet und an diesem vorzugsweise einstückig angeformt sind.
     
    11. Kunststoff-Palette nach Anspruch 9 oder 10,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Anordnung der Fußteile (2,2a) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) mit der Anordnung der Fußansätze (4,4a,4b,4c) des Oberdecks (3) deckungsgleich bzw. spiegelbildlich zu dieser ist, wobei die den Fußansätzen (4,4a,4b,4c) jeweils gegenüberliegenden Fußteile (2,2a) den entsprechend ausge­bildeten Querschnitt aufweisen.
     
    12. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß an einem Oberdeck (3) ein Unterdeck oder vorzugsweise drei Kufen (1) in zueinander paralleler Anordnung befe­stigt sind.
     
    13. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der horizontal verlaufende Tragkörper (15) des Unter­decks oder der Kufe (1) an der der Seite, die die Fußteile (2) trägt, gegenüberliegenden Seite zur Erhöhung seiner Biege- und Verwindungssteifigkeit vorzugsweise eine Viel­zahl von Versteifungsrippen (13) aufweist, die durch eine Vielzahl von hierzu rechtwinkelig verlaufenden Querstegen (14) ausgesteift sind.
     
    14. Kunststoff-Palette nach Anspruch 13,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Tragkörper (15) zwischen den Versteifungsrippen (13) und den Querstegen (14) Durchbrechungen (15c) auf­weist.
     
    15. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 9 bis 14,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Tragkörper (15) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) an seiner die Fußteile (2,2a) tragenden Seite quer zu sei­ner Längsrichtung ballig ausgebildet ist derart, daß zwi­schen dem Unterdeck bzw. der Kufe (1) und dem Oberdeck (3) der Palette einzufahrende Gabeln eines Gabelstaplers sich an dem Unterdeck bzw. der Kufe (1) nicht verhaken.
     
    16. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Tragkörper (15) zwischen den Versteifungsrippen (13) und Querstegen (14) Durchbrechungen (15d) aufweist.
     
    17. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 9 bis 16,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Fußteile (2,2a) jeweils ein von der Horizontal­ebene (E) des Tragkörpers (15) mit einer Höhe (H₄) recht­winkelig abstehendes, im Querschnitt rundes oder ovales Sockelteil (16) aufweist, das am Tragkörper (15) einstück­kig angeformt ist, und dessen umlaufende Wandung (23) eine Wandstärke (D₁) aufweist und einen Hohlraum (22) um­schließt, in dem etwa mittig ein Stützsteg (24) angeordnet und einstückig angeformt ist, wobei der Stützsteg (24) ebenfalls die Höhe (H₄) aufweist, so daß dessen Stirnkante (25) zur umlaufenden Stirnkante (26) des Sockelteils (16) bündig ist bzw. in der gleichen Ebene liegt, wie diese.
     
    18. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 9 bis 17,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß an der umlaufenden Stirnkante (26) des Sockelteils (16) - angrenzend an den in diesem vorgesehenen Hohlraum 22 - eine Anzahl von vorzugsweise vier rechtwinkelig zur Horizontalebene (E) verlaufenden lippenartigen Fortsätzen (17,18,19,20) angeordnet und einstückig angeformt ist, die im Querschnitt etwa rechteckig sind, voneinander einen ge­genseitigen Abstand (A₂) und jeweils eine Höhe (H₅) auf­weisen.
     
    19. Kunststoff-Palette nach Anspruch 18,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Dicke (D₂) der Fortsätze (17,18,19,20) kleiner als die Wandstärke (D₁) der umlaufenden Wandung (23) des Sockelteils (16) ist.
     
    20. Kunststoff-Palette nach Anspruch 19,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Dicke (D₂) der Fortsätze (17,18,19,20) etwa halb so groß wie die Wandstärke (D₁) der umlaufenden Wandung (23) des Sockelteils (16) ist, wobei das Sockelteil (16) an seiner Stirnfläche (26) eine umlaufende geschlossene Schulterfläche (27) bildet.
     
    21. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 18 bis 20,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Fortsätze (17,18,19,20) derart angeordnet sind, daß sie zwischen sich einen Freiraum (21) bilden, dessen Querschnitt etwa kreuzförmig ist, und der eine Höhe (H₅) aufweist, wobei die "Balken" des kreuzförmigen Freiraums (21) jeweils eine "Dicke" (A₂) haben.
     
    22. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 18 bis 21,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Dicke (A₁) der im Querschnitt kreuzförmigen Stege (8) der Fußansätze (4,4a,4b,4c) in etwa der Spaltbreite bzw. Spaltdicke (A₂) des im Querschnitt kreuzförmigen Freiraum (21) entspricht.
     
    23. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 18 bis 22,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß im zusammengesteckten Zustand der Kunststoff-Palette die Fortsätze (17,18,19,20) der Fußteile (2,2a) des Unter­decks bzw. der Kufe (1) in dem Hohlraum (9) der Fußansätze (4,4a,4b,4c) des Oberdecks (3) lagern, wobei die im Quer­schnitt kreuzförmigen Stege (8) der Fußansätze (4,4a,4b, 4c) des Oberdecks (3) im querschnittlich kreuzförmigen Freiraum (21) der Fußteile (2,2a), des Unterdecks bzw. der Kufe (1) form- und reibschlüssig anliegen.
     
    24. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 18 bis 23,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Stege (8) der Fußansätze (4,4a,4b,4c) in dem zwi­schen den Fußteilen (17,18,19,20) gebildeten Freiraum (21) geklemmt sind.
     
    25. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 18 bis 24,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Fortsätze (17,18,19,20) im Hohlraum (9) der Fußan­sätze (4,4a,4b,4c) derart geklemmt sind, daß die Fußteil/­Fußansatz-Paare jeweils - in Steckrichtung gesehen - fest zusammenhalten.
     
    26. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 18 bis 25,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß im zusammengesteckten Zustand der Kunststoff-Palette zur Begrenzung der Steckbewegung - in Steckrichtung gese­hen - die umlaufenden Ränder (4d) der Fußansätze (4,4a,4b, 4c) des Oberdecks (3) jeweils auf der umlaufenden Schul­terfläche (27) der entsprechenden Fußteile (17,18,19,20) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) aufsitzen.
     
    27. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 18 bis 26,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Stirnflächen der Stege (8) der Fußansätze (4,4a, 4b,4c) des Oberdecks (3) jeweils gegen die Stirnkante (25) des Stützstegs (24) der entsprechenden Fußteile (17,18,19, 20) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) stoßen.
     
    28. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 27,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß zur Erhöhung der zwischen den reibschlüssig aneinan­derliegenden Fußteilflächen bzw. Fußansatzflächen der zu­sammengefügten Fußteil/Fußansatz-Paare zwischen deren sich berührenden Flächen ein mit Halteeinrichtungen (5a,5b) versehenes Sicherungsblech (5) angeordnet ist.
     
    29. Kunststoff-Palette nach Anspruch 28,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Halteeinrichtungen (5a,5b) Halbstanzungen (5a,5b) sind, die - leicht ausgestellt - bei der Montage der Kunststoff-Palette, das heißt beim Ineinanderstecken der Fußteil/Fußansatz-Paare, ein wenig einfedern und im ge­steckten Zustand dieser Paare sich an den jeweiligen Be­rührungsflächen der beiden ineinandergesteckten Elemente derart einkrallen, daß ein Auseinanderziehen in der der Steckrichtung entgegengesetzten Richtung nicht oder nur schwer möglich ist.
     
    30. Kunststoff-Palette nach Anspruch 28 oder 29,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Halbstanzungen (5a,5b) am Sicherungsblech (5) so angeordnet sind, daß die der Begrenzungswand (10) zuge­wandten, ausgestellten und diese sichernden Halbstanzungen (5a) in eine Richtung (Y) weisen, während die den Fortsät­zen (17,18,19,20) zugewandten, ausgestellten und diese si­chernden Halbstanzungen (5b) in eine zur Richtung (Y) ent­gegengesetzten Richtung (X) weisen.
     
    31. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 30,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Verbindung der Fußteil/Fußansatz-Paare zusätzlich gesichert ist durch zusätzliche Anbringung

    (a) eines Klebers 30 und/oder

    (b) einer Heftklammer 40 und/oder

    (c) einer Schraube 50 und/oder

    (d) eines Nagels 60.


     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht