[0001] Die Erfindung betrifft eine Kunststoff-Palette der im Oberbegriff des Anspruchs
1 genannten Art.
[0002] In der EP-A-0 227 033 ist eine Kunststoff-Palette beschrieben, die eine Deckplatte
mit an deren Unterseite einstückig angeformten Füßen und an den Füßen steckbar befestigte
Kufen aufweist. An der Oberseite der Kufen sind Zapfen ausgebildet, die in Öffnungen
von an der Unterseite der Füße der Deckplatte ausgebildeten Hohlzylindern gesteckt
und darin ohne zusätzliche Befestigungsmittel gehaltert sind, so daß die Deckplatte
der Palette mit den Paletten-Kufen fest verbunden sind.
[0003] In der US-PS 3,664,271 ist eine ähnliche Kunststoff-Palette mit zwei Deckwänden beschrieben.
Die erste Deckwand weist mehrere in einem bestimmten Raster angeordnete Hohlzylinder
von bestimmter Höhe auf. Die zweite Deckwand weist die gleiche Anzahl von im gleichen
Raster spiegelbildlich angeordneten Hohlzylindern von gleicher Höhe wie bei der ersten
Deckwand auf. Die Durchmesser der Hohlzylinder der beiden Deckwände sind zumindest
teilweise unterschiedlich groß bemessen, wobei die Hohlzylinder der ersten Deckplatte
im Hohlraum der Hohlzy linder der zweiten Deckplatte form- und reibschlüssig gelagert
sind. Dadurch sind die beiden Deckwände miteinander verbunden.
[0004] In der AT-PS 331 704 ist schließlich eine mehrteilige Kunststoff-Palette, bestehend
aus einem Bodenteil und einer Deckplatte, beschrieben. Die Deckplatte ist mit Hohlfüßen
versehen, die auf am Bodenteil angeordneten Sockeln gesteckt und gegebenenfalls durch
Verschweißen mit dem Bodenteil fest verbunden sind.
[0005] Die Formbeständigkeit, die Festigkeit und die daraus resultierende Haltbarkeit der
bekannten mehrteiligen Kunststoff-Paletten, die aus Oberdeck und Unterdeck oder -
anstelle des Unterdecks - aus einer Anzahl von Kufen bestehen, sind nicht optimal.
Die Palettenteile einiger bekannter Kunststoff-Paletten sind in einer horizontalen
Ebene miteinander verschweißt. Andere mehrteilige Kunststoff-Paletten sind in einer
Ebene senkrecht zur Lastaufnahmefläche der Palette miteinander verschweißt. Schweißnähte
weisen jedoch den Mangel auf, daß sie nach einiger Zeit verspröden, so daß die Palette
im Vergleich zu Paletten ohne Schweißnähte schneller unbrauchbar wird.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steckverbindung für mehrteilige Kunststoff-Paletten
zu schaffen, die eine hohe Ausreißfestigkeit, eine gute Winkelsteifigkeit gegen Verdrehung
gegenüber der Senkrechten zur Erzielung einer guten Momentenübertragung, beispielsweise
vom Oberdeck auf das Unterdeck einer Palette oder auf die Kufen der Palette, sowie
gute Winkelsteifigkeit gegenüber horizontaler Verdrehung aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch den Gegenstand des Anspruchs
1. Erfinderische Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
[0008] Weitere Merkmale, Einzelheiten, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung
ergeben sich aus nachfolgender Be schreibung bevorzugter Ausführungsformen sowie
aus der beigefügten Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Kunststoff-Palette, bestehend aus
Unterdecks oder Kufen mit Fußteilen und einem Oberdeck mit Fußansätzen vor der Montage;
Fig. 2 eine Draufsicht auf das auf der Ladefläche liegende Oberdeck mit nach oben
gerichteten Fußansätzen;
Fig. 3 eine perspektivische Teilansicht der Kufe mit einem Schnitt durch ein nach
unten gerichtetes Fußteil;
Fig. 3a eine Ansicht (Draufsicht) eines Fußteils des Unterdecks bzw. der Kufe in
Blickrichtung IIIa in Fig. 3;
Fig. 4 eine perspektivische Teilansicht des auf der Ladefläche liegenden Oberdecks
mit nach oben gerichteten Fußansätzen;
Fig. 5 eine perspektivische Gesamtansicht der aus Oberdeck und Unterdecks bzw. Kufen
zusammengefügten Palette;
Fig. 6 einen Teil-Längsschnitt durch ein zusammengestecktes Fußteil/Fußansatz-Paar
mit einem eingelegten Sicherungsblech längs der Schnittlinien VI-VI in den Fig. 3
und 4 und
Fig. 7 weitere Ausführungsformen zur Sicherung der Steckverbindung zwischen dem Fußteil
der Kufe oder des Unterdecks und dem Fußansatz des Oberdecks.
[0009] Nach Fig. 1 weist eine erfindungsgemäße Palette ein Unterdeck bzw. eine Kufe 1 sowie
ein Oberdeck 3 auf.
[0010] Das Oberdeck 3 weist gemäß Fig. 2 eine Anzahl von über die horizontale Palettenfläche
vorzugsweise gleichmäßig verteilten Fußansätzen 4, 4a, 4b oder 4c mit Begrenzungswänden
10 auf, wobei die Querschnitte der Fußansätze 4 vorzugsweise die Form eines langgestreckten
schmalen Ovals, die Fußansätze 4a vorzugsweise die Form eines kurzen schmalen Ovals
und die Fußansätze 4b vorzugsweise die Form eines langgestreckten breiten Ovals und
der Fußansatz 4c vorzugsweise Kreisform aufweisen.
[0011] Das Oberdeck 3 weist nach Fig. 4 an der die Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c tragenden
Seite durch eine Vielzahl von an diesem vorzugsweise einstückig angeformten, sich
gitterartig überkreuzenden bzw. wabenförmig angeordneten Verstärkungsstegen 11 vorzugsweise
gleicher Höhe H₁ derart ausgesteift, so daß es insgesamt eine verwindungsfreie Einheit
bildet.
[0012] In der gitterartigen Struktur der Verstärkungsstege 11 sind die einen Hohlraum 9
umschließenden, umlaufenden Begrenzungswände 10 der Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c gemäß
Fig. 4 vorzugsweise einstückig eingeformt und derart integriert, daß sie in der gitterartigen
Struktur der Verstärkungsstege 11 jeweils eine biege-, torsions-, druck- und zugfeste
Einheit bilden.
[0013] Die äußeren umlaufenden Ränder 4d der Begrenzungswände 10 der Fußansätze 4, 4a, 4b
und 4c überragen vorzugsweise die oberen Kanten 12 der Verstärkungsstege 11 um die
Höhe H₂.
[0014] Die Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c weisen jeweils in ihrem von ihrer umlaufenden Begrenzungswand
10 umgrenzten, durch eine Öffnung 10a in Steckrichtung 5 zugänglichen Innenraum oder
Hohlraum 9 einen an der Begrenzungswand 10 vorzugsweise einstückig angeformten, im
Querschnitt kreuzförmigen Steg 8 auf, der eine Stärke bzw. Dicke A₁ besitzt, wie sich
insbesondere aus den Fig. 2 und 4 ergibt.
[0015] Die Höhe des Steges 8 entspricht vorzugsweise der Gesamthöhe H₃ der Fußansätze 4,
4a, 4b und 4c. Das heißt, die Stege 8 schließen jeweils mit den umlaufenden Rändern
4d der Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c bündig ab, wie Fig. 4 zeigt.
[0016] Das Unterdeck oder die Kufe 1 weist nach Fig. 1 an seinem/ihrem horizontal verlaufenden
Tragkörper 15 eine Anzahl von mehreren, vorzugsweise drei, über die Länge L gleichmäßig
verteilt angeordneten Fußteilen 2, 2a auf. Vorzugsweise sind zwei Fußteile 2 nahe
der beiden Enden 15a, 15b des Tragkörpers 15 und ein Fußteil 2a in der Mitte des Tragkörpers
15 angeordnet und an diesem vorzugsweise einstückig angeformt.
[0017] Die Anordnung der Fußteile 2, 2a des Unterdecks bzw. der Kufe 1 ist mit der Anordnung
der Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c des Oberdecks 3 deckungsgleich bzw. spiegelbildlich
zu dieser, wobei die den Fußansätzen 4, 4a, 4b und 4c jeweils gegenüberliegenden
Fußteile 2, 2a den entsprechend ausgebildeten Querschnitt aufweisen, damit sie zusammenfügbar
sind.
[0018] An einem Oberdeck 3 sind vorzugsweise drei Unterdecks bzw. Kufen 1 in zueinander
paralleler Anordnung befestigt, wie Fig. 5 zeigt.
[0019] Der horizontal verlaufende Tragkörper 15 des Unterdecks oder der Kufe 1 weist an
der der Seite, die die Fußteile 2 trägt, gegenüberliegenden Seite vorzugsweise eine
Vielzahl von Versteifungsrippen 13 auf, die durch eine Vielzahl von hierzu rechtwinkelig
verlaufenden Querstegen 14 ausgesteift sind. Zwischen den Versteifungsrippen 13 und
Querstegen 14 weist der Tragkörper 15 vorzugsweise Durchbrechungen 15c auf. Durch
diese Ausgestaltung wird die Biege- und Verwindungssteifigkeit des Tragkörpers 15
erhöht. Der Tragkörper 15 ist an seiner die Fußteile 2, 2a tragenden Seite quer zu
seiner Längsrichtung ballig ausgebildet, damit die Gabeln eines Gabelstaplers beim
Einfahren in den Zwischenraum zwischen dem Unterdeck bzw. der Kufe 1 und dem Oberdeck
3 sich an ersterem/ersterer nicht verhaken.
[0020] Wie die Fig. 3 und 3a zeigen, weisen die Fußteile 2, 2a jeweils ein von der Horizontalebene
E des Tragkörpers 15 mit einer Höhe H₄ rechtwinkelig abstehendes, im Querschnitt
rundes oder ovales Sockelteil 16 auf, das am Tragkörper 15 vorzugsweise einstückig
angeformt ist, und dessen umlaufende Wandung 23 eine Wandstärke D₁ aufweist und einen
Hohlraum 22 umschließt. Am Tragkörper 15 ist etwa mittig im Hohlraum 22 ein Stützsteg
24 angeordnet und vorzugsweise einstückig angeformt. Der Stützsteg 24 weist ebenfalls
die Höhe H₄ auf, so daß dessen Stirnkante 25 zur umlaufenden Stirnkante 26 des Sockelteils
16 bündig ist bzw. in der gleichen Ebene liegt, wie diese.
[0021] An der umlaufenden Stirnkante 26 des Sockelteils 16 ist - angrenzend an den in diesem
vorgesehenen Hohlraum 22 - eine Anzahl von vorzugsweise vier rechtwinkelig zur Horizontalebene
E verlaufenden lippenartigen Fortsätzen 17, 18, 19 und 20 angeordnet, vorzugsweise
einstückig angeformt, die im Querschnitt vorzugsweise etwa rechteckig sind, voneinander
einen gegenseitigen Abstand A₂ und jeweils eine Höhe H₅ aufweisen.
[0022] Die Dicke D₂ der Fortsätze 17,18,19 und 20 ist kleiner als die Wandstärke D₁ der
umlaufenden Wandung 23 des Sockelteils 16. Die Dicke D₂ der Fortsätze 17,18,19 und
20 ist vorzugsweise etwa halb so groß wie die Wandstärke D₁ der umlaufenden Wandung
23 des Sockelteils 16. Dadurch bildet das Sockelteil 16 an seiner Stirnfläche 26 eine
umlaufende geschlossene Schulterfläche 27.
[0023] Die Anordnung der Fortsätze 17, 18, 19 und 20 ist derart, daß sie zwischen sich einen
Freiraum 21 bilden, dessen Querschnitt etwa kreuzförmig ist, und der die Höhe H₅ aufweist,
wobei die "Balken" des kreuzförmigen Freiraums 21 jeweils eine "Dicke" A₂ haben.
[0024] Im zusammengesteckten Zustand der erfindungsgemäßen Kunststoff-Palette lagern die
Fortsätze 17,18,19 und 20 der Fußteile 2, 2a des Unterdecks bzw. der Kufe 1 in dem
Hohlraum 9 der Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c des Oberdecks 3. Dabei liegen die im Querschnitt
kreuzförmigen Stege 8 der Fußansätze 4, 4a, 4b und 4c des Oberdecks 3 im querschnittlich
kreuzförmigen Freiraum 21 der Fußteile 2, 2a, des Unterdecks bzw. der Kufe 1 form-
und reibschlüssig an, da die Dicke A₁ der im Querschnitt kreuzförmigen Stege 8 der
Fußansätze 4, 4a, 4b, und 4c in etwa dem gegenseitigen Abstand A₂ der den Freiraum
21 begrenzenden Fortsätze 17,18,19 und 20 entspricht. Die Stege 8 der Fußansätze
4, 4a, 4b und 4c liegen somit geklemmt in dem zwischen den Fußteilen 17,18,19 und
20 gebildeten Freiraum 21. Die Fortsätze 17,18,19 und 20 sind ihrerseits im Hohlraum
9 der Fußansätze 4,4a,4b und 4c geklemmt, so daß die Fußteil/Fußan satz-Paare jeweils
- in Steckrichtung gesehen - fest zusammenhalten.
[0025] Im zusammengesteckten Zustand der Kunststoff-Palette ruhen die umlaufenden Ränder
4d der Fußansätze 4,4a,4b und 4c des Oberdecks 3 jeweils auf der umlaufenden Schulterfläche
27 der entsprechenden Fußteile 17,18,19 und 20 des Unterdecks bzw. der Kufe 1, wodurch
- in Steckrichtung gesehen - die Steckbewegung begrenzt ist. Gleichzeitig stoßen die
Stirnflächen der Stege 8 der Fußansätze 4,4a,4b und 4c des Oberdecks 3 jeweils gegen
die Stirnkante 25 des Stützstegs 24 der entsprechenden Fußteile 17,18,19 und 20 des
Unterdecks bzw. der Kufe 1.
[0026] Durch die erfindungsgemäße Steckverbindung wird eine hohe Ausreißfestigkeit, eine
gute Winkelsteifigkeit gegen Verdrehung gegenüber der Senkrechten zur Erzielung einer
guten Momentenübertragung vom Oberdeck 3 auf das Unterdeck oder auf die Kufen 1
der Palette sowie eine gute Winkelsteifigkeit gegenüber horizontaler Verdrehung erzielt.
Außerdem werden durch die mehrteilige (in der gezeigten Ausführungsform vierteilige)
Gestaltung der Fußteil/Fußansatz-Verbindung die Berührungsflächen der zusammengesteckten
Teile erhöht, wodurch die diese Teile zusammenhaltenden Haltekräfte infolge erhöhten
Reibschlusses vergrößert werden.
[0027] Zur Erhöhung der zwischen den reibschlüssig aneinanderliegenden Fußteilflächen bzw.
Fußansatzflächen der zusammengefügten Fußteil/Fußansatz-Paare ist gemäß der Erfindung
vorgesehen, zwischen deren sich berührenden Flächen gemäß Fig. 6 ein Sicherungsblech
5 anzuordnen. Das Sicherungsblech 5 weist Halbstanzungen 5a,5b auf, die - leicht
ausgestellt - bei der Montage der Kunststoff-Palette, das heißt beim Ineinanderstecken
der Fußteil/Fußansatz-Paare, ein wenig einfedern und im gesteckten Zustand dieser
Paare sich an den jeweiligen Berührungsflächen derart einkrallen, daß ein Auseinanderziehen
in der der Steckrichtung entgegengesetzten Richtung nicht oder nur schwer möglich
ist. Die der Begrenzungswand 10 zugewandten, ausgestellten und diese sichernden Halbstanzungen
5a des Sicherungsblechs 5 weisen in eine Richtung Y, während die den Fortsätzen 17,18,19
oder 20 zugewandten, ausgestellten und diese sichernden Halbstanzungen 5b des Sicherungsblechs
5 in eine zur Richtung Y entgegengesetzten Richtung X weisen, wie Fig. 6 zeigt.
[0028] Wie in Fig. 7 beispielhaft dargestellt, kann die Verbindung der Fußteil/Fußansatz-Paare
zusätzlich folgendermaßen gesichert werden, nämlich durch zusätzliche Anbringung
(a) eines Klebers 30 und/oder
(b) einer Heftklammer 40 und/oder
(c) einer Schraube 50 und/oder
(d) eines Nagels 60.
1. Kunststoff-Palette zum Transport und zum Lagern von Gütern, bestehend aus einem
Oberdeck mit an dessen Unterseite einstückig angeformten Fußansätzen und einem Unterdeck
bzw. einer Kufe mit an dessen Oberseite einstückig angeformten Fußteilen, wobei die
Fußansätze des Oberdecks und die Fußteile des Unterdecks bzw. der Kufe einander spiegelbildlich
gegenüberliegend angeordnet und in rechtwinkelig zur Paletten-Horizontalebene verlaufender
Steckrichtung zusammengesteckt sind,
dadurch gekennzeichnet,
(a) daß die Fußansätze (4,4a,4b,4c) des Oberdecks (3) jeweils einen von einer Begrenzungswand
(10) umschlossenen, in Steckrichtung (S) durch eine Öffnung (10a) zugänglichen Hohlraum
(9) mit einem in diesem angeordneten, einstückig angeformten Stegelement (8) mit
in Steckrichtung (5) verlaufenden Stegflächen aufweisen,
(b) daß die Fußteile (2,2a) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) jeweils mehrere einstückig
angeformte, in Steckrichtung (S) verlaufende Fortsätze (17,18,19,20) aufweisen,
die durch die Öffnung (10a) der Begrenzungswand (10) des gegenüberliegenden Fußansatzes
(4,4a,4b, 4c) des Oberdecks (3) in diesen eingeführt sind und mit dessen Stegelement
(8) und mit dessen Begrenzungs wand (10) eine form- und reibschlüssige Verbindung
bilden, und
(c) daß an den Fußansätzen (4,4a,4b,4c) des Oberdecks (3) und/oder an den Fußteilen
(2,2a) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) Anschlagelemente (4d,27) zur Begrenzung des
Steckwegs (H₅) ausgebildet sind.
2. Kunststoff-Palette nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fußansätze (4,4a,4b,4c) über die horizontale Fläche des Oberdecks (3) gleichmäßig
verteilt sind.
3. Kunststoff-Palette nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fußansätze (4,4a,4b,4c) Brenzungswände (10) aufweisen, wobei im Querschnitt
die Fußansätze (4) jeweils die Form eines langgestreckten schmalen Ovals, die Fußansätze
(4a) die Form eines kurzen schmalen Ovals und die Fußansätze (4b) die Form eines langgestreckten
breiten Ovals aufweisen und der Fußansatz (4c) kreisförmig ist.
4. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Oberdeck (3) an der die Fußansätze (4,4a,4b,4c) tragenden Seite durch eine
Vielzahl von an diesem einstückig angeformten, sich gitterartig überkreuzenden bzw.
wabenförmig angeordneten Verstärkungsstegen (11) gleicher Höhe (H₁) zur Bildung einer
verwindungsfreien Einheit ausgesteift ist.
5. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der gitterartigen Struktur der Verstärkungsstege (11) die einen Hohlraum (9)
umschließenden, umlaufenden Begrenzungswände (10) der Fußansätze (4,4a,4b,4c) einstückig
eingeformt und derart integriert sind, daß sie in der gitterartigen Struktur der Verstärkungsstege
(11) je weils eine biege-, torsions-, druck- und zugfeste Einheit bilden.
6. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die umlaufenden Ränder (4d) der Begrenzungswände (10) der Fußansätze (4, 4a,4b,4c)
die oberen Kanten (12) der Verstärkungsstege (11) um eine Höhe (H₂) überragen.
7. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fußansätze (4,4a,4b,4c) jeweils in ihrem von ihrer umlaufenden Begrenzungswand
(10) umgrenzten Innenraum oder Hohlraum (9) einen an der Begrenzungswand (10) einstückig
angeformten, im Querschnitt kreuzförmigen Steg (8) mit einer Stärke bzw. Dicke (A₁)
aufweisen.
8. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Höhe des Steges (8) der Gesamthöhe (H₃) der Fußansätze (4,4a,4b,4c) entspricht,
wobei die Stege (8) jeweils mit den umlaufenden Rändern (4d) der Fußansätze (4,4a,4b,
4c) bündig abschließen.
9. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Unterdeck oder die Kufe (1) an seinem/ihrem horizontal verlaufenden Tragkörper
(15) eine Anzahl von mehreren über seine Länge (L) gleichmäßig verteilt angeordneten
Fußteilen (2,2a) aufweist.
10. Kunststoff-Palette nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Fußteile (2) nahe der beiden Enden (15a,15b) des Tragkörpers (15) und ein
Fußteil (2a) in der Mitte des Tragkörpers (15) angeordnet und an diesem vorzugsweise
einstückig angeformt sind.
11. Kunststoff-Palette nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anordnung der Fußteile (2,2a) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) mit der Anordnung
der Fußansätze (4,4a,4b,4c) des Oberdecks (3) deckungsgleich bzw. spiegelbildlich
zu dieser ist, wobei die den Fußansätzen (4,4a,4b,4c) jeweils gegenüberliegenden Fußteile
(2,2a) den entsprechend ausgebildeten Querschnitt aufweisen.
12. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß an einem Oberdeck (3) ein Unterdeck oder vorzugsweise drei Kufen (1) in zueinander
paralleler Anordnung befestigt sind.
13. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der horizontal verlaufende Tragkörper (15) des Unterdecks oder der Kufe (1) an
der der Seite, die die Fußteile (2) trägt, gegenüberliegenden Seite zur Erhöhung seiner
Biege- und Verwindungssteifigkeit vorzugsweise eine Vielzahl von Versteifungsrippen
(13) aufweist, die durch eine Vielzahl von hierzu rechtwinkelig verlaufenden Querstegen
(14) ausgesteift sind.
14. Kunststoff-Palette nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragkörper (15) zwischen den Versteifungsrippen (13) und den Querstegen (14)
Durchbrechungen (15c) aufweist.
15. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragkörper (15) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) an seiner die Fußteile (2,2a)
tragenden Seite quer zu seiner Längsrichtung ballig ausgebildet ist derart, daß zwischen
dem Unterdeck bzw. der Kufe (1) und dem Oberdeck (3) der Palette einzufahrende Gabeln
eines Gabelstaplers sich an dem Unterdeck bzw. der Kufe (1) nicht verhaken.
16. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragkörper (15) zwischen den Versteifungsrippen (13) und Querstegen (14) Durchbrechungen
(15d) aufweist.
17. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 9 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fußteile (2,2a) jeweils ein von der Horizontalebene (E) des Tragkörpers (15)
mit einer Höhe (H₄) rechtwinkelig abstehendes, im Querschnitt rundes oder ovales
Sockelteil (16) aufweist, das am Tragkörper (15) einstückkig angeformt ist, und dessen
umlaufende Wandung (23) eine Wandstärke (D₁) aufweist und einen Hohlraum (22) umschließt,
in dem etwa mittig ein Stützsteg (24) angeordnet und einstückig angeformt ist, wobei
der Stützsteg (24) ebenfalls die Höhe (H₄) aufweist, so daß dessen Stirnkante (25)
zur umlaufenden Stirnkante (26) des Sockelteils (16) bündig ist bzw. in der gleichen
Ebene liegt, wie diese.
18. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 9 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der umlaufenden Stirnkante (26) des Sockelteils (16) - angrenzend an den in
diesem vorgesehenen Hohlraum 22 - eine Anzahl von vorzugsweise vier rechtwinkelig
zur Horizontalebene (E) verlaufenden lippenartigen Fortsätzen (17,18,19,20) angeordnet
und einstückig angeformt ist, die im Querschnitt etwa rechteckig sind, voneinander
einen gegenseitigen Abstand (A₂) und jeweils eine Höhe (H₅) aufweisen.
19. Kunststoff-Palette nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke (D₂) der Fortsätze (17,18,19,20) kleiner als die Wandstärke (D₁) der
umlaufenden Wandung (23) des Sockelteils (16) ist.
20. Kunststoff-Palette nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke (D₂) der Fortsätze (17,18,19,20) etwa halb so groß wie die Wandstärke
(D₁) der umlaufenden Wandung (23) des Sockelteils (16) ist, wobei das Sockelteil (16)
an seiner Stirnfläche (26) eine umlaufende geschlossene Schulterfläche (27) bildet.
21. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 18 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fortsätze (17,18,19,20) derart angeordnet sind, daß sie zwischen sich einen
Freiraum (21) bilden, dessen Querschnitt etwa kreuzförmig ist, und der eine Höhe (H₅)
aufweist, wobei die "Balken" des kreuzförmigen Freiraums (21) jeweils eine "Dicke"
(A₂) haben.
22. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 18 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke (A₁) der im Querschnitt kreuzförmigen Stege (8) der Fußansätze (4,4a,4b,4c)
in etwa der Spaltbreite bzw. Spaltdicke (A₂) des im Querschnitt kreuzförmigen Freiraum
(21) entspricht.
23. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 18 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß im zusammengesteckten Zustand der Kunststoff-Palette die Fortsätze (17,18,19,20)
der Fußteile (2,2a) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) in dem Hohlraum (9) der Fußansätze
(4,4a,4b,4c) des Oberdecks (3) lagern, wobei die im Querschnitt kreuzförmigen Stege
(8) der Fußansätze (4,4a,4b, 4c) des Oberdecks (3) im querschnittlich kreuzförmigen
Freiraum (21) der Fußteile (2,2a), des Unterdecks bzw. der Kufe (1) form- und reibschlüssig
anliegen.
24. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 18 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stege (8) der Fußansätze (4,4a,4b,4c) in dem zwischen den Fußteilen (17,18,19,20)
gebildeten Freiraum (21) geklemmt sind.
25. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 18 bis 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fortsätze (17,18,19,20) im Hohlraum (9) der Fußansätze (4,4a,4b,4c) derart
geklemmt sind, daß die Fußteil/Fußansatz-Paare jeweils - in Steckrichtung gesehen
- fest zusammenhalten.
26. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 18 bis 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß im zusammengesteckten Zustand der Kunststoff-Palette zur Begrenzung der Steckbewegung
- in Steckrichtung gesehen - die umlaufenden Ränder (4d) der Fußansätze (4,4a,4b,
4c) des Oberdecks (3) jeweils auf der umlaufenden Schulterfläche (27) der entsprechenden
Fußteile (17,18,19,20) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) aufsitzen.
27. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 18 bis 26,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stirnflächen der Stege (8) der Fußansätze (4,4a, 4b,4c) des Oberdecks (3)
jeweils gegen die Stirnkante (25) des Stützstegs (24) der entsprechenden Fußteile
(17,18,19, 20) des Unterdecks bzw. der Kufe (1) stoßen.
28. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 27,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erhöhung der zwischen den reibschlüssig aneinanderliegenden Fußteilflächen
bzw. Fußansatzflächen der zusammengefügten Fußteil/Fußansatz-Paare zwischen deren
sich berührenden Flächen ein mit Halteeinrichtungen (5a,5b) versehenes Sicherungsblech
(5) angeordnet ist.
29. Kunststoff-Palette nach Anspruch 28,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteeinrichtungen (5a,5b) Halbstanzungen (5a,5b) sind, die - leicht ausgestellt
- bei der Montage der Kunststoff-Palette, das heißt beim Ineinanderstecken der Fußteil/Fußansatz-Paare,
ein wenig einfedern und im gesteckten Zustand dieser Paare sich an den jeweiligen
Berührungsflächen der beiden ineinandergesteckten Elemente derart einkrallen, daß
ein Auseinanderziehen in der der Steckrichtung entgegengesetzten Richtung nicht oder
nur schwer möglich ist.
30. Kunststoff-Palette nach Anspruch 28 oder 29,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halbstanzungen (5a,5b) am Sicherungsblech (5) so angeordnet sind, daß die
der Begrenzungswand (10) zugewandten, ausgestellten und diese sichernden Halbstanzungen
(5a) in eine Richtung (Y) weisen, während die den Fortsätzen (17,18,19,20) zugewandten,
ausgestellten und diese sichernden Halbstanzungen (5b) in eine zur Richtung (Y) entgegengesetzten
Richtung (X) weisen.
31. Kunststoff-Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 30,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung der Fußteil/Fußansatz-Paare zusätzlich gesichert ist durch zusätzliche
Anbringung
(a) eines Klebers 30 und/oder
(b) einer Heftklammer 40 und/oder
(c) einer Schraube 50 und/oder
(d) eines Nagels 60.