[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Drehzahlregelung, insbesondere
zur Drehzahlbegrenzung an einem Verbrennungsmotor, gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Bekannt sind Drehzahlregler bzw. Drehzahlbegrenzer verschiedener Arten. Zur bekanntesten
Gattung dürfte wohl der Vakuumregler gehören, der zwischen den Ansaugstutzen eines
Motors und dem Vergaser eingebaut ist. Nachteilig beim Einbau dieses einfachen Reglers
sind die pro Motortyp notwendigen Anpassarbeiten. Ein Nachrüsten ist bei gewissen
Motortypen deswegen nur mit enormem Aenderungsaufwand möglich. Bei Motoren mit Katalysator
oder bei Einspritzmotoren können diese Regler nicht mehr verwendet werden.
[0003] Eine weitere Gattung von Drehzahlbegrenzern arbeitet elektronisch. Es wird beispielsweise
die Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zündimpulsen gemessen und mit einer je
Motor einstellbaren Konstante verglichen. Ist die Zündfolge kürzer als diese Konstante,
d.h. die Drehzahl höher als zulässig, wird der nächste Zündimpuls unterdrückt. Dieser
Vorgang wiederholt sich nach jedem Zündimpuls. Dem Motor werden auf diese Art einzelne
Zündimpulse vorenthalten, ohne dass dabei das Brennstoffluftgemisch verändert würde.
Bei gewissen Fahrweisen kommt es dadurch zu einem nachteiligen Rucken der mit Drehzahlbegrenzern
dieser zweiten Gattung ausgerüsteten Fahrzeuge.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Drehzahlregelung,
insbesondere zur Drehzahlbegrenzung, für einen Verbrennungsmotor zu schaffen, die
an jeden Motortyp ohne zusätzlich vorzunehmende Einstellarbeiten in einfacher Weise
auch nachträglich anbaubar ist und mit der der Motor auch bei erreichter Grenzdrehzahl
ohne zu rucken optimal arbeitet.
[0005] Die Erfindung geht von einer Drehzahlsteuereinrichtung, wie sie beispielsweise in
der US-Patentschrift 4 353 339 beschrieben ist, aus. Zur Dosierung der Ansaugluftzufuhr
an einem Verbrennungsmotor ist in einer mit dem Ansaugstutzen des Motors verbundenen
Aussenkammer eine in unterschiedliche Positionen einstellbare Drosselklappe angeordnet.
Ueblicherweise ist die Drosselklappe mechanisch mit einem Gaspedal verbunden, so
dass die Drehzahl des Motors entsprechend der Bewegung des Gashebels verstellbar
ist. Zur Verbesserung des Ansprechverhaltens der Bewegung der Drosselklappe auf die
Bewegung des Gaspedals ist in der obgenannten Patentschrift die mechanische Verbindung
durch ein elektrisches Servosteuersystem ersetzt worden. Eine derartige elektrische
Servosteuerung umfasst ein erstes Potentiometer, das die Bewegung des Gaspedales in
ein entsprechendes elektrisches Signal umwandelt. Das Signal wird auf elektrischem
Wege verarbeitet und ein Stellglied wird so angesteuert, dass es die Drosselklappe
in eine der neuen Stellung des Gaspedales entsprechende Position verstellt. Die Drosselklappe
ist durch eine Rückholfeder in die geschlossene Stellung vorgespannt. Dabei ist es
möglich, über ein zweites Potentiometer die Stellung und Bewegungsrichtung der Drosselklappe
zu kontrollieren, und durch Vergleichen mit dem Signal des ersten Potentiometers
zu überwachen.
[0006] Wird ein weiteres Signal, das die Motordrehzahl kennzeichnet, wie dies in der obgenannten
Patentschrift ebenfalls erwähnt ist, als dritte Grösse herangezogen, lässt sich die
Einrichtung so erweitern, dass eine durch die Stellung des Gaspedales vorgegebene
Motordrehzahl, in weiten Grenzen unabhängig von der Motorbelastung, konstant gehalten
werden kann.
[0007] Eine solche wie hier beschriebene Einrichtung wird oftmals als elektrisches oder
elektronisches Gaspedal benannt.
[0008] Die vorliegende Erfindung löst die gestellte Aufgabe unter Verwendung eines elektronischen
Gaspedales gemäss den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 aufgeführten
Merkmalen.
[0009] Anhand der beiliegenden Figuren wird die Erfindung in der Folge beispielsweise näher
beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 ein gesamtes Blockschaltbild der erfindungsgemässen Vorrichtung,
Fig. 2 ein Blockschaltbild der Steuerelektronik,
Fig. 3 ein Schaltschema der Mittel zur Leitungsüberwachung, und
Fig. 4 ein Blockschaltbild einer weiteren Ausführungsform der Steuerelektronik.
[0010] Das in der Fig. 1 dargestellte Gesamtblockschaltbild der erfindungsgemässen Vorrichtung
umfasst im wesentlichen ein elektronisches Gaspedal. Eine zentrale Steuerelektronik
3 ist über eine erste, dreiadrige elektrische Leitung 2 mit einem Sollwertgeber 1,
über eine zweite, dreiadrige elektrische Leitung 7 mit einem Istwertgeber 6 und über
eine dritte, einadrige elektrische Leitung 8 mit der Zündspule 20 und dem Unterbrecher
21 der Zündeinrichtung des Motors verbunden. Gespiesen wird die Steuerelektronik über
eine vierte, zweiadrige elektrische Leitung 22, welche mit dem Plus- und Minuspol
des Akkumulators 19 verbunden ist. Sowohl die erste als auch die zweite und dritte
elektrische Leitung 2, 7, 8 führen der Steuerelektronik 3 elektrische Signale zu.
Die mit dem Sollwertgeber 1 verbundene erste elektrische Leitung 2 führt der Steuerelektronik
3 ein Signal zu, das als Sollwert bezeichnet, der Stellung eines Gaspedales 17 des
Sollwertgebers 1 entspricht. Letzteres ist zur Abtastung seiner Lage mit einem Potentiometer
18 mechanisch gekoppelt. Die zweite elektrische Leitung 7 führt der Steuerelektronik
3 ein elektrisches Signal zu, dessen Grösse, als Istwert bezeichnet, der Stellung
eines Stellorganes 13 innerhalb eines Steuerelementes 4 entspricht. Der Istwertgeber
6 ist ein mechanisch mit dem Verstellorgan 13 gekoppeltes weiteres Potentiometer.
Mit der dritten elektrischen Leitung 8 wird der Steuerelektonik 4 ein weiteres elektrisches
Signal zugeführt, das eine Information über den Drehzahltakt des Motors, welcher beispielsweise
zwischen der Zündspule 20 und dem Unterbrecher 21 abgegriffen werden kann, liefert.
Die Steuerelektronik 3 ist vorzugsweise mit einer bestückten Leiterplatte in gedruckter
Schaltungstechnik aufgebaut. Auf der Leiterplatte ist ebenfalls ein Einstellmittel
10 beispielsweise in Form eines dritten Potentiometers angeordnet, mit dem eine maximale
Drehzahl des Motors an den die Vorrichtung angebaut ist, einstellbar ist. Sowohl die
erste als auch die zweite und dritte elektrische Leitung 2, 7, 8 werden mittels Ueberwachungsmittel
9, welche ebenfalls auf der Leiterplatte der Steuerelektronik 3 angeordnet sind, auf
richtiges Funktionieren überwacht. Das Ueberwachungsmittel 9 wird zu einem späteren
Zeitpunkt im Detail erklärt.
[0011] Die Steuerelektronik 3 weist im weiteren drei elektrische Verbindungsleitungen 23,
24, 25 auf. Die erste elektrische Verbindungsleitung 23 dient zum Zuführen eines
Signales an das eine Ende einer Spule einer elektromechanischen Kupplung 12, welche
im Steuerelement 4 angeordnet ist. Das andere Ende der Spule ist dabei mit dem Pluspol
der Fahrzeugbatterie verbunden. Die zweite und die dritte elektrische Verbindungsleitung
24, 25 sind mit einem ebenfalls im Steuerelement 4 angeordneten Elektromotor 11 verbunden.
Je nach Polarität der durch die Steuerelektronik 3 an die beiden letztgenannten Verbindungsleitungen
angelegten Spannung wird der Elektromotor 11 zum Drehen in der einen oder anderen
Richtung veranlasst. Durch Beaufschlagen der Spule der elektromechanischen Kupplung
12 mit einem über die erste Verbindungsleitung 23 fliessenden Strom wird die Welle
des Motors 11 mit dem Verstellorgan 13 mechanisch gekoppelt. Das Verstellorgan 13
seinerseits ist mittels einem Kabelzug 14 mit einem weiteren Element 5 verbunden,
welches zum Aendern des Brennstoffluftgemisches des Verbrennungsmotors bestimmt ist.
Im gezeigten Beispiel stellt das weitere Element 5 eine Vergaseranordnung dar mit
einer Drosselklappe 15 und einer Rückstellfeder 16. Bei entkoppelter Kupplung 12 ist
die Drosselklappe 15 durch die Rückstellfeder 16 in seiner dem Leerlauf des Motors
entsprechenden Ruhelage gehalten. Durch Betätigung der Kupplung 12 und des Motors
10 erfolgt über das Verstellorgan 13 und den Kabelzug 14 ein Verstellen der Drosselklappe
15. Die Lage des Verstellorganes 13 bzw. der Drosselklappe 15 wird jederzeit über
den Istwertgeber 6 der Steuerelektronik 3 gemeldet. Das Verstellorgan 13 ist im gezeigten
Ausführungsbeispiel als Rad ausgebildet, an welches der ursprünglich mit dem Gaspedal
17 verbundene Kabelzug 14 angeschlossen ist. An der Vergaseranordnung 5 erfolgt dadurch
keine Aenderung. Das Steuerelement 4 ist als Einheit, welche den Motor 11, die elektromechanische
Kupplung 12, das Verstellorgan 13 und den Istwertgeber 6 umfasst, aufgebaut. Anstelle
einer Vergaseranordnung als weiteres Element 5 könnte ebensogut eine Einspritzanordnung
vorhanden sein.
[0012] Die Steuerelektronik 3 erfüllt in der Vorrichtung die folgenden Aufgaben: Sie hält
den Sollwert und den Istwert gleich, so lange die mit dem Einstellmittel 10 eingestellte
maximale Drehzahl des Verbrennungsmotors noch nicht erreicht ist und der Verbrennungsmotor
nicht überlastet ist; Sie begrenzt die maximale Drehzahl auf den mit dem Einstellmittel
10 eingestellten Wert und sie lässt ein Einschalten der Kupplung 12 unter der Voraussetzung,
dass die Ueberwachungsmittel 9 keine fehlerhafte erste, zweite und/oder dritte elektrische
Leitung 2, 7, 8 feststellen nur zu, wenn die Grössen der Signale des Sollwertgebers
1 und des Istwertgebers 6 ungefähr gleich sind. Die Kupplung 12 ist ausgeschaltet,
wenn die Grösse des Signales des Sollwertgebers 1 die Signalgrösse des Istwertgebers
6 um einen bestimmten, durch die Ver gleichsmittel 29 (Fig. 2) festgestellten Betrag
unterschreitet.
[0013] Beim Betätigen des Gaspedales 17 wird das Potentiometer 18 aus seiner Nullage bewegt
und gibt einen entsprechenden Sollwert ab. Bei intakten elektrischen Leitungen 2,
7, 8 ist die Spule der elektromagnetischen Kupplung 12 mit Strom beaufschlagt. Die
Kupplung 12 koppelt die Welle des Motors 11 mechanisch an das Verstellorgan 13. Der
Motor 11 wird über die zweite und dritte elektrische Verbindungsleitung 24, 25 in
Drehung versetzt, wobei das Verstellorgan 13 über den Kabelzug 14 die Drosselklappe
15 der Vergaseranordnung 5 öffnet. Die Drehbewegung des Verstellorganes 13, welches
mechanisch mit dem Potentiometer 6 gekoppelt ist, wird durch letzteres überwacht
und der Steuerelektronik über die zweite elektrische Leitung 7 als Istwert zurückgemeldet.
Die Verstellung der Drosselklappe 15 erfolgt so weit und so lange, bis der Istwert
die gleiche Grösse wie der Sollwert erreicht hat. Die Drosselklappe 15 folgt der Bewegung
des Gaspedales 17, wie wenn sie direkt mit dem Kabelzug 14 mit letzterem verbunden
wäre. Wie bereits gesagt, wird der Drehzahltakt über die dritte elektrische Leitung
8 der Steuerelektronik 3 in Form von Impulsen zugeführt. Diese Impulse werden in
der Steuerelektronik 3, wie noch erklärt werden wird, gewandelt und mit einem mit
dem Einstellmittel 10 eingestellten Wert verglichen. Uebersteigt das Drehzahlsignal
den eingestellten Wert, so wird die Drosselklappe 15 mit dem Elektromotor 11 so lange
zurückgestellt, bis das von der Drehzahl abgeleitete Signal dem eingestellten Wert
entspricht. Die Drehzahl des Motors kann durch eine weitere Betätigung des Gaspedales
17 dadurch nicht mehr erhöht werden. Durch das Zurückstellen der Drosselklappe 15
wird im Motor das Brennstoffluftgemisch verändert, was einer Drehzahlbegrenzung ohne
das in der Einleitung erwähnte Rucken gleichkommt. Bei einer fehlerhaften ersten,
zweiten und/oder dritten elektrischen Leitung 2, 7, 8 wird ein weiteres Eingeschaltetsein
der elektromagnetischen Kupplung 12 verunmöglicht. Die Welle des Elektromotors 11
wird dadurch vom Verstellorgan 13 entkoppelt und die Drosselklappe 15 durch die Wirkung
der Rückstellfeder 16 in die der Leerlaufdrehzahl des Verbrennungsmotors entsprechende
Ruhelage zurückgeführt. Eine Entkopplung des Elektromotores 11 vom Verstellorgan 13
durch den Elektromagneten 12 erfolgt, wie bereits erwähnt, auch dann, wenn die Signalgrösse
des Sollwertes die Signalgrösse des Istwertes um einen bestimmten Betrag unterschreitet.
Dies ist beispielsweise beim Loslassen des Gaspedales 17 während eines Schaltvorganges
der Fall. Durch das Entkoppeln des Elektromotores 11 vom Verstellorgan 13 wird ein
schnelles Rückführen der Drosselklappe 15 in ihre dem Leerlauf entsprechende Ruhelage
erreicht und dadurch ein unnötiges Aufheulen des Motors vermieden. Die Kupplung 12
bleibt solange ausgeschaltet, bis der Istwert wieder ungefähr gleich dem Sollwert
ist.
[0014] Die Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass sie an jeden Motortyp eines bestehenden
Fahrzeuges auf relativ einfache Art nachträglich angebaut werden kann. Einstellungen
oder Abänderungen am Verbrennungsmotor oder an der Vergaser- bzw. der Einspritzanordnung
sind durch die Nachrüstung der Vorrichtung nicht erforderlich. Einzig die mechanische
Kopplung des Kabelzuges 14 ist vom Gaspedal 17 zu lösen und das lose Ende des Kabelzuges
14 mit dem Verstellorgan 13 zu verbinden. Mit dem Gaspedal 17 ist das Potentiometer
18 mechanisch zu koppeln.
[0015] Die Fig. 2 zeigt ein Blockschaltbild des Steuerstromkreises 3. Auf der linken Seite
des Schaltbildes sind die bereits anhand der Fig. 1 genannten und erklärten verschiedenen
elektrischen Leitungen 2, 7, 8, 22, 23, 24, 25 zum Zuführen und Ausgeben der verschiedenen
bereits genannten Signale dargestellt. Die vierte elektrische Leitung 22 dient zum
Versorgen der Steuerschaltung 3 mit elektrischer Energie. Sie führt innerhalb der
Steuerschaltung auf einen Spannungsstabilisator 26, an dessen Ausgang eine stabilisierte
Spannung von beispielsweise 8 Volt vorhanden ist.
[0016] Mit dieser Spannung werden die einzelnen Funktionsblöcke der Steuerschaltung versorgt.
Die erste, zweite und dritte elektrische Leitung 2, 7, 8, die ein oder mehradrig
ausgeführt sind, führen auf je ein Ueberwachungsmittel 9, dessen Funktion weiter hinten
erklärt wird. Der Ausgang des Ueberwachungsmittels 9 für den Sollwert ist mit dem
Eingang des Vergleichsmittels oder Komparators 29 und mit einem ersten Eingang eines
Subtrahierers 30 verbunden. Der Ausgang des Ueberwachungsmittels 9 für den Istwert
führt auf den anderen Eingang des Komparators 29 sowie auf den einen Eingang eines
Differentiators 31. Der Ausgang des Ueberwachungsmittels 9 für die Drehzahltaktimpulse
führt auf den Eingang eines Frequenz-Spannungswandlers 27. Der Ausgang dieses Frequenz-Spannungswandlers
ist mit einem zweiten Eingang des Subtrahierers 30 verbunden. Dessen Ausgang, der
ein Differenzsignal der an seinen Eingängen anliegenden Signale liefert, führt auf
einen zweiten Eingang des Differentiators 31. Der Ausgang dieser Stufe ist mit Verstärkern
34 verbunden, welche je nach Ausgangssignal des Differentiators 31 ein Spannungspotential
mit einer solchen Polarität an die elektrischen Verbindungsleitungen 24, 25 abgeben,
dass der Elektromotor 11 entweder in der einen oder anderen Richtung angetrieben
wird. Je ein weiterer Ausgang von jedem Ueberwachungsmittel 9, in der Fig. 2 mit
a, b, c gekennzeichnet, ist einerseits einer ersten logischen NOR-Schaltung 32 zugeführt
und andererseits mit einer zweiten logischen NOR-Schaltung 33 verbunden. Die logische
NOR-Schaltung 32 weist einen weiteren Eingang auf, der an den Ausgang des Komparators
29 geschaltet ist. Der Ausgang der ersten NOR-Schaltung steuert über einen weiteren
Verstärker 34 und über die elektrische Verbindungleitung 23 die elektromechanische
Kupplung 12. Zur Anzeige verschiedener Betriebszustände weist die Steuerschaltung
3 drei Leuchtdioden 35, 36, 37 auf. Jede der Leuchtdioden 35, 36, 37 wird je über
eine weitere Verstärkerstufe 34 angesteuert. Die erste Leuchtdiode 35 zeigt grünleuchtend
den normalen Betriebszustand der Steuerschaltung an. Die zweite Leuchtdiode 36 leuchtet
rot, wenn ein Ueberwachungsmittel 9 eine fehlerhafte erste, zweite und/oder dritte
elektrische Leitung 2, 7, 8 feststellt. Die dritte Leuchtdiode gibt ein gelbes Licht
ab, wenn der Sollwert wesentlich kleiner ist als der Istwert.
[0017] Anstelle der Leuchtdioden wäre es ebenfalls denkbar, die entsprechenden Signale auf
einen Stecker zum Anschliessen eines Testgerätes zu führen.
[0018] Im Fequenzspannungswandler 27 ist eine zusätzliche im wesentlichen bistabile Stufe
eingebaut, die in der Fig. 2 nicht sichtbar ist und an die das vom Einstellmittel
10 zum Begrenzen der maximalen Drehzahl abgenommene Potential angelegt ist. Der Ausgang
des Frequenzspannungswandlers wirkt durch diese zusätzliche Stufe so, dass beim Erreichen
der maximalen Motordrehzahl, welche durch das Einstellmittel 10 vorgegeben ist, eine
grosse Spannung abgegeben wird. Diese Spannung wird im Subtrahierer 30 vom Sollwert
subtrahiert. Für den Differentiator 31 sieht das so aus, als ob der Sollwert verkleinert
worden wäre. Der Differentiator 31 steuert in diesem Fall die Verstärker 34 zum Beaufschlagen
des Motors 11 in der Weise, dass ein Zurückstellen der Drosselklappe 15 bewirkt wird.
Wenn der Verbrennungsmotor in einem Drehzahlbereich arbeitet, der unterhalb der eingestellten
maximalen Drehzahl liegt, hat das Ausgangssignal des Frequenzspannungswandlers 27
im wesentlichen keinen Einfluss auf den Sollwert. An den Eingängen des Differentiators
31 liegen in diesem Fall im Prinzip der Istwert und der Sollwert an. Bei unterschiedlichen
Pegeln wird der Elektromotor 11 so lange in der entsprechenden Richtung gedreht, bis
der Pegel des Istwertes gleich dem Pegel des Sollwertes ist. Entsprechend wird auch
die Drosselklappe 5 in der Vergaseranordnung verstellt. Sie folgt der Bewegung des
Gaspedales.
[0019] Die erste logische NOR-Schaltung 32 aktiviert die elektromechanische Kupplung 12
immer dann, wenn der Istwert nicht wesentlich vom Sollwert abweicht, was durch den
Komparator 29 feststellbar ist, und falls keine fehlerhafte erste, zweite und/oder
dritte elektrische Leitung 2, 7, 8 vorhanden ist. Im Falle eines Fehlers auf einer
der genannten elektrischen Leitungen 2, 7, 8 wird durch ein entsprechenes Potential
am zusätzlichen Ausgang a, b und/oder c des entsprechenden Ueberwachungsmittels 9
die erste NOR-Schaltung 32 gesperrt, was zur Folge hat, dass die Kupplung 12 nicht
mehr aktiv sein kann und die Kopplung zwischen dem Elektromotor 11 und dem Verstellorgan
13 trennt. Die Drosselklappe 15 gelangt, rückgeführt durch die Rückstellfeder 16,
in ihre Ruhelage. Ein Leitungsfehler wird durch die entsprechend angesteuerte zweite
NOR-Schaltung 33 durch das Aufleuchten der zweiten Leuchtdiode 36 gekennzeichnet.
[0020] In der Fig. 3 ist ein Schaltungsbeispiel für das Ueberwachungsmittel 9 des Istwertes
dargestellt. An die stabilisierte Spannung von 8 Volt ist ein erster Widerstand 39
in Serie zu einer in einem Optokoppler 38 angeordneten Leuchtdiode geschaltet. Der
Ausgang der Leuchtdiode ist über eine erste Ader der zweiten elektrischen Leitung
7 mit dem Istwertgeber 6 verbunden. Dieser liegt andererseits über eine zweite Ader
der elekrischen Leitung 7 an dem Massenpotential GND der Steuerschaltung 3. Parallel
zum Istwertgeber 18 ist noch eine Zenerdiode 41 geschaltet. Das Potential am Mittelabgriff
des Istwertgebers 18 gelangt über eine dritte Ader der elektrischen Leitung 7 zur
Ueberwachungsschaltung 9. Ein zweiter Widerstand 40 verbindet die letztgenannte Ader
mit dem Massenpotential GND der Steuerschaltung. Durch den bei intakter elektrischer
Leitung 7 durch die Leuchtdiode des Optokopplers 38 fliessenden Strom wird diese zum
Leuchten angeregt und durch das von der Diode ausgesendete Licht ein im Optokoppler
38 integrierter Fototransistor leitend gehalten. Der Emitter dieses Transistors ist
mit dem Massenpotential GND verbunden und demzufolge in diesem Fall auch der Ausgang
b und die an diesen Ausgang angeschlossenen Eingänge der beiden früher genannten
NOR-Schaltungen 32, 33. Bei einem Kabelbruch der zweiten Leitung 7 gelangt infolge
des Stromunterbruchs der Fototransistor des Optokopplers 38 in den Sperrzustand,
wodurch der Ausgang b hochohmig und die entsprechenden Eingänge der genannten NOR-Schaltungen
ihren logischen Pegel ändern. Ein allfällig durch die vorgängig beschriebene Kupplung
12 fliessender Strom wird unterbrochen, und die zweite Leuchtdiode 36 sendet das
rote Alarmsignal aus.
[0021] In der Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform einer Steuerelektronik für die erfindungsgemässe
Vorrichtung gezeigt. Wie es heute üblich ist, hat man auch hier versucht, die Steuerelektronik
3 mit einem Mikrorechner zu realisieren. Dieser umfasst eine Mikroprozessoreinheit
42, einen Nur-Lesespeicher 43, einen Schreib- und Lesespeicher 44, einen Zähler-
und Zeitstromkreis 45 sowie einen Analog-Digitalwandler 46 zum Umwandeln der analogen
Sollwert- und Istwertsignale, die vom Gaspedal über die erste elektrische Leitung
2 und vom Steuerelement über die zweite elektrische Leitung 7 der Steuerelektronik
3 zugeführt werden, in entsprechende digitale Datenworte. Der Mikrorechner umfasst
im weiteren eine programmierbare Ein- und Ausgabeeinheit 47 und einen Adressendecoder
48. Die einzelnen Bausteine sind miteinander über einen Adressbus 49 und einen Datenbus
50 verbunden. Der Mikrorechner ist hardwaremässig in einer bekannten Anordnung aufgebaut.
Eine nähere Beschreibung der einzelnen Bausteine erübrigt sich deshalb. Elemente
mit gleichen Bezugszeichen zu denjenigen der Steuerelektronik, die in der Fig. 2
dargestellt ist, weisen entsprechende, bereits vorne beschriebene Funktionen auf.
Indem dass die Steuerelektronik mit einem Mikrorechner aufgebaut worden ist, ergeben
sich zusätzliche Vorteile für die erfindungsgemässe Vorrichtung. Im einen sind weniger
störungsanfällige Analogsignale vorhanden. Ebenfalls lässt sich die Anzahl der Bauelemente
vermindern, wodurch die Sicherheit der Schaltung gegen Ausfälle weiter erhöht werden
kann. Ein zusätzlicher wesentlicher Vorteil dieser Schaltung ergibt sich durch die
Anordnungsmöglichkeit einer seriellen Schnittstelle 51, über welche mittels einem
nicht gezeigten Testgerät die ganze Vorrichtun überprüft oder einzelne Werte und
Charakteristiken der Vorrichtung ohne Aenderung der Hardware der Steuerelektronik
rein durch Aendern von Programmparametern einem jeweiligen Bedarf angepasst werden
können. Es ist ebenfalls die Möglichkeit vorhanden, im Schreib- und Lesespeicher 44
ein sogenanntes Logbuch anzulegen, in welchem Manipulationen oder Störungen im Betrieb
festgehalten sind. Diese Werte können im Service- oder Störungsfalle über die serielle
Schnittstelle 51 ausgelesen und im Testgerät analysiert werden. Anstelle eines Testgerätes
kann an die serielle Schnittstelle natürlich auch ein Modem angeschlossen werden,
das ermöglicht, das Testgerät über eine Telefonleitung mit der Steuerelektronik zu
verbinden und so eine Ferndiagnose oder Ferneinstellung von Parametern vorzunehmen.
Dadurch, dass Ferndiagnosen in der soeben skizzierten Art möglich sind, lassen sich
für den Kunden erhebliche Servicekosten einsparen.
1. Vorrichtung zur Drehzahlregelung, insbesondere zur Drehzahlbegrenzung an einem
Verbrennungsmotor eines Fahrzeuges, mit einem vom Fahrer betätigbaren Sollwertgeber
(1), der über eine erste elektrische Leitung (2) mit einer Steuerelektronik (3) verbunden
ist, einem Steuerelement (4) zum Verstellen eines zum Aendern des Brennstoffluftgemisches
des Verbrennungsmotors bestimmten weiteren Elementes (5), einem Istwertgeber (6),
der über eine zweite elektrische Leitung (7) zum Melden der Stellung des weiteren
Elementes (5) mit der Steuerelektronik (3) verbunden ist, sowie einer dritten elektrischen
Leitung (8), die zum Zuführen des Drehzahltaktes an die Steuerelektronik (3) bestimmt
ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mittel (10) zum Einstellen der maximalen Motordrehzahl
vorhanden ist, dass das Steuerelement (4) einen Elektromotor (11), eine elektromechanische
Kupplung (12), ein Verstellorgan (13) sowie den Istwertgeber (6) umfasst und dass
ein zum Verstellen des weiteren Elementes (5) ursprünglich mit einem Gaspedal (17)
verbundener Kabelzug (14) mit dem Verstellorgan (13) gekoppelt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Istwertgeber (6)
mit dem Verstellorgan (13) mechanisch gekoppelt ist und dass eine weitere mechanische
Kopplung des letzteren mit dem Elektromotor (11) durch die Kupplung (12) ein- und
ausschaltbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das über den
Kabelzug (14) mit dem Verstellorgan (13) verbundene weitere Element (5) eine Vergaseranordnung
mit einer Drosselklappe (15) und einer Rückstellfeder (16) ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das über den
Kabelzug (14) mit dem Verstellorgan (13) verbundene weitere Element (5) eine Einspritzanordnung
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel
(9) zum Ueberwachen der ersten (2), zweiten (7) und dritten (8) elektrischen Leitung
vorhanden sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Ueberwachungsmitteln
(9) Unterbrüche der elektrischen Leitungen (2, 7, 8) erkennbar sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei
fehlerhaften ersten, zweiten und/oder dritten elektrischen Leitungen (2, 7, 8) das
Verstellorgan (13) vom Elektromotor (11) entkoppelt und das weitere Element (5) in
seine dem Leerlauf des Motors entsprechende Ruhelage rückstellbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der
Sollwertgeber (1) ein mit dem Gaspedal (17) gekoppeltes Potentiometer (18) ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel
(29, 42, 46) zum Vergleichen der Grössen der vom Sollwertgeber (1) und Istwertgeber
(6) abgegebenen Signale vorhanden sind und dass beim Feststellen des Unterschreitens
der Grösse des Signales des Sollwertgebers (1) um einen bestimmten Betrag zur Signalgrösse
des Istwertgebers (6) die Kupplung (12) ausgeschaltet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
Steuerelektronik (3) einen mit einem Softwareprogramm steuerbaren Mikrorechner (42,
43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50) umfasst, dass am Mikrorechner eine serielle Schnittstelle
(51) vorhanden ist und dass die serielle Schnittstelle zum Datenaustausch mit einem
Test- und/oder Programmiergerät bestimmt ist, welches direkt oder über ein Modem an
die Schnittstelle (51) anschliessbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Mikrorechner einen
Schreib-Lese-Speicher (44) mit Speicherzellen zum Abspeichern von Daten über Betriebszustände
der Vorrichtung aufweist und dass diese Daten über die serielle Schnittstelle (51)
an das damit wirkverbundene Testgerät übergebbar sind.