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EP 0 401 195 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.03.1993 Patentblatt 1993/13 |
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Anmeldetag: 08.05.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F01N 3/28 |
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Auspuffanlage, insbesondere für Zweitakt-Brennkraftmaschinen
Exhaust system, particularly for two-cycle internal combustion engines
Système d'échappement, en particulier pour moteurs deux temps à combustion interne
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
01.06.1989 AT 1330/89
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.12.1990 Patentblatt 1990/49 |
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Patentinhaber: Laimböck, Franz, Dipl.Ing.Dr. |
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A-8051 Graz-Thal (AT) |
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Erfinder: |
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- Laimböck, Franz, Dipl.Ing.Dr.
A-8051 Graz-Thal (AT)
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Vertreter: Hübscher, Helmut, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Dipl.-Ing. Gerhard Hübscher
Dipl.-Ing. Helmut Hübscher
Dipl.-Ing. Heiner Hübscher
Spittelwiese 7 4020 Linz 4020 Linz (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 174 742 DE-A- 2 942 728 FR-A- 2 444 159 FR-A- 2 633 366
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WO-A-87/05357 DE-U- 8 808 796 FR-A- 2 586 753
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Auspuffanlage, insbesondere für Zweitakt-Brennkraftmaschinen,
von der wenigstens der an die Brennkraftmaschine anschließende Teil aus zwei zusammengefügten
Blechschalen besteht und einen Katalysator enthält.
[0002] Derartige Auspuffanlagen zeichnen sich durch verhältnismäßig einfache und billige
Herstellungsmöglichkeit aus. Bei Auspuffanlagen, die zur Verringerung der Abgasemission
einen Katalysator enthalten, ist es schwierig, ein rasches Anspringen bzw. Zünden
des Katalysators, z. B. beim Kaltstart, einerseits und eine entsprechende Dauerhaltbarkeit
bei längerem Vollastbetrieb zu vereinen, weil durch die hohen Temperaturen der Katalysator
über längere Zeit hinweg geschädigt werden kann.
[0003] Es ist bereits bekannt, dem Hauptkatalysator einen Vorkatalysator vorzuordnen, wobei
der Vorkatalysator möglichst nahe am Zylinder der Brennkraftmaschine vorgesehen sein
sollte, um durch die dort herrschenden höheren Temperaturen ein rascheres Anspringen
zu erzielen, wogegen dann der Hauptkatalysator in einem gasdynamisch weniger empfindlichen
hinteren Bereich der Auspuffanlage eingebaut werden kann. Bei bekannten Auspuffanlagen
ist nun der Vorkatalysator so ausgebildet, daß er sich im wesentlichen über den ganzen
Querschnitt der Auspuffanlage erstreckt. Daraus ergibt sich aber der Nachteil, daß
die gasdynamische Wirkung erheblich beeinträchtigt und damit die Maschinenleistung
herabgesetzt wird.
[0004] Es ist ferner bekannt, (DE-A-2 942 728), eine Auspuffrohrleitung aus einem Außenrohr
und einem darin konzentrisch angeordneten Innenrohr mit einem Ringspalt zwischen den
beiden Rohren zu bilden, wobei das Innenrohr eine siebartige Perforation zum radialen
Gasdurchtritt und am Eintrittsende Strömungsleit- bzw. Drallflächen aufweist. Alle
Flächen des Innenrohres, die Leit- bzw. Drallflächen und die Innenrandung des Außenrohres
sind mit einer katalytisch aktiven Beschichtung versehen. Nachteilig ist hiebei, daß
die Auspuffanlage an die reine Rohrform gebunden ist und keinen davon abweichenden
Aufbau erhalten kann.
[0005] Schließlich ist aus der FR-A-2 633 366 eine insbesondere für einen Auspuff bestimmte
Rohrleitung bekannt, die aus wenigstens zwei parallelen Einzelrohren besteht, die
an einer Seite platt gedrückt und mit den dadurch gebildeten Planflächen einander
zugekehrt verbunden sind. Die einander zugekehrten Planflächen können perforiert und
zwischen ihnen kann eine akustische oder thermische Isolierung vorgesehen sein. Hier
fehlt selbstverständlich jede katalytische Wirkung.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Auspuffanlage
so zu verbessern, daß sich eine besonders einfache Bauart ergibt, ohne ungünstige
gasdynamische Rückwirkungen selbst dann in Kauf nehmen zu müssen, wenn der Katalysator
in nächster Nähe der Brennkraftmaschine angeordnet wird, um durch dort herrschenden
höheren Temperaturen ein rasches Anspringen bzw. Zünden zu erzielen.
[0007] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß der Katalysator als zwischen
den Blechschalen in Strömungsrichtung verlaufende, katalytisch beschichtete, gegebenenfalls
durchbrochene Mittelwand ausgebildet ist.
[0008] Eine solche Mittelwand stellt keinen die gasdynamische Wirkung störenden Einbau dar,
und sie läßt sich auch beim Zusammenfügen der beiden die Auspuffanlage bildenden Blechschalen
ohne weiteres in einem Arbeitsgang einbauen. Bei Motoren mit geringeren Anforderungen
an die Abgasreduktion ist die ausschließliche Verwendung eines solchen Katalysators
ohne weiteres möglich. Werden an die Brennkraftmaschine höhere Abgasanforderungen
gestellt, so wird man der erfindungsgemäßen, den Katalysator bildenden Mittelwand
einen üblichen Hauptkatalysator nachordnen, so daß die Mittelwand dann nur als Vorkatalysator
dient, der so weit zur Zylinderaustrittsöffnung hin reicht, daß eine sehr rasche Zündung
gewährleistet ist. Die Durchbrechungen der Mittelwand dienen einem etwaigen Druckausgleich
zwischen den beiden Querschnittshälften der Auspuffanlage. Die erfindungsgemäße Katalysatorausbildung
ist insbesondere für Zweitakt-Brennkraftmaschinen mit als Diffusor ausgebildetem Krümmer
geeignet.
[0009] In weiterer Ausbildung der Erfindung ist die den Katalysator bildende Mittelwand
mit abstandsweise angeordneten Ansätzen zwischen den zusammengefügten, vorzugsweise
-geschweißten, Blechschalenborden gehalten, um unterschiedliche Wärmedehnungen 0zu
berücksichtigen, da die Mittelwand selbstverständlich wesentlich höhere Temperaturen
erreicht als die Blechschalen.
[0010] Besonders zweckmäßig ist es auch, wenn die Blechschalen eine vorzugsweise aus einer
Hülle und einer Isolierzwischenschicht bestehende Außenisolierung aufweisen, die mit
den Blechschalenborden verschweißt ist. Dadurch wird die Wärmeabgabe nach außen verringert
und ein Lärmschutz erreicht. Die Außenisolierung kann bei der Herstellung des betreffenden
Anlageteiles einfach in einem Arbeitsgang bei der Verbindung der Blechschalen durch
Rollenschweißung unter gleichzeitigem Einbau der Mittelwand mitangebracht werden.
[0011] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar
zeigen
- Fig. 1
- die erfindungswesentlichen Teile der Auspuffanlage einer Zweitakt-Brennkraftmaschine
im Teilschnitt,
- Fig. 2
- im Querschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1,
- Fig. 3
- die eine Hälfte einer einfachen Auspuffanlage ohne Hauptkatalysator in Ansicht und
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch die Gesamtanlage nach der Linie IV-IV der Fig. 3.
[0012] Eine Zweitakt-Brennkraftmaschine 1 ist mit einer Auspuffanlage ausgestattet, von
der der an die Brennkraftmaschine 1 unmittelbar anschließende, als gekrümmter Diffusor
ausgebildete Teil 2 aus zwei zusammengefügten Blechschalen 3 besteht. Diese Blechschalen
3 besitzen je einen Randbord 4, mit denen sie verschweißt sind. An den Teil 2 der
Auspuffanlage schließt sich ein Mittelteil 5 an, in dem ein Hauptkatalysator 6 angeordnet
ist. Zwischen den beiden Blechschalen 3 ist eine in Strömungsrichtung verlaufende,
katalytisch beschichtete Mittelwand 7 angeordnet, die als Vorkatalysator dient und
gegebenenfalls mit Durchbrechungen 8, die auch Schlitzform aufweisen können, versehen
ist.
[0013] Um die verschiedenen Wärmedehnungen der Mittelwand 7 und der beiden Blechschalen
3 auszugleichen, ist die Mittelwand 7 lediglich mit abstandsweise angeordneten Ansätzen
9 zwischen den Blechschalenborden 4 gehalten.
[0014] Wie in Fig. 2 angedeutet, kann der Teil 2 der Anlage auch eine Außenisolierung erhalten,
die aus einer Hülle 10 und einer Isolierzwischenschicht 11 besteht. Diese Außenisolierung
10, 11 ist mit den Blechschalenborden 4 verschweißt.
[0015] Die Fig. 3 und 4 zeigen einen etwa S-förmig gekrümmten Diffusor aus zwei Blechschalen
3′, wobei die den Katalysator bildende Mittelwand 7′ durch alle S-Teile durchläuft.
Selbstverständlich wäre es aber auch möglich, die Mittelwand 7′ der S-Form entsprechend
zu unterteilen.
[0016] Die erfindungsgemäße Auspuffanlage gibt auch die Möglichkeit, räumlich gekrümmte
Diffusoren auszubilden, in welchem Falle die Diffusoren allerdings aus mehreren gegenseitig
winkelversetzten Abschnitten zusammengesetzt sind und auch die Mittelwand nicht in
einer Ebene durchläuft.
1. Auspuffanlage, insbesondere für Zweitakt-Brennkraftmaschinen, von der wenigstens der
an die Brennkraftmaschine (1) anschließende Teil aus zwei zusammengefügten Blechschalen
(3; 3′) besteht und einen Katalysator (6) enthält, wobei der Katalysator als zwischen
den Blechschalen (3; 3′) in Strömungsrichtung verlaufende, katalytisch beschichtete,
gegebenenfalls durchbrochene Mittelwand (7; 7′) ausgebildet ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Katalysator bildende Mittelwand
(7) mit abstandsweise angeordneten Ansätzen (9) zwischen den zusammengefügten, vorzugsweise
-geschweißten, Blechschalenborden (4) gehalten ist (Fig. 1 und 2).
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelwand (7) in an
sich bekannter Weise als Vorkatalysator einem Hauptkatalysator (6) vorgeordnet ist
(Fig. 1).
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechschalen
(3) eine vorzugsweise aus einer Hülle (10) und einer Isolierzwischenschicht (11) bestehende
Außenisolierung aufweisen, die mit den Blechschalenborden (4) verschweißt ist.
1. An exhaust installation, more particularly for two-stroke internal combustion engines,
of which at least that part which adjoins the engine (1) consists of two connected
sheet-metal shells (3; 3′) and contains a catalyst (6), the catalyst being in the
form of a catalytically coated and possibly apertured middle wall (7; 7′) extending
in the direction of flow between the sheet-metal shells (3; 3′).
2. An installation according to claim 1, characterised in that the middle wall (7) forming
the catalyst is held by spaced shoulders (9) between the connected, preferably welded,
sheet-metal shell edges (4) (Figs. 1 and 2).
3. An installation according to claim 1 or 2, characterised in that the middle wall (7)
is arranged as a preliminary catalyst upstream of a main catalyst (6) in manner known
per se.
4. An installation according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the sheet-metal
shells (3) have an external insulation preferably consisting of an envelope (10) and
an insulating intermediate layer (11), said external insulation being welded to the
sheet-metal edges (4).
1. Installation d'échappement, notamment pour moteurs à combustion interne à deux temps,
dont au moins la partie qui se raccorde au moteur à combustion interne (1) est composée
de deux coquilles de tôle (3 ; 3′) assemblées, et renferme un catalyseur (6), dans
laquelle le catalyseur est constitué par une paroi médiane (7 ; 7′) s'étendant dans
la direction de l'écoulement, entre les coquilles de tôle (3 ; 3′), revêtue de substance
catalytique, et éventuellement ajourée.
2. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que la paroi médiane (7)
formant le catalyseur est tenue à l'aide de pattes (39) disposées à un certain écartement,
entre les bords (4) des coquilles de tôle qui sont assemblées, de préférence soudées,l'une
à l'autre (figures 1 et 2).
3. Installation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la paroi médiane
(7) est disposée en amont d'un catalyseur principal (6) pour servir de pré-catalyseur
d'une façon connue (figure 1).
4. Installation selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les coquilles
de tôle (3) présentent un isolant extérieur composé de préférence d'une enveloppe
(10) et d'une couche intercalaire isolante (11), et soudé aux bords (4) des coquilles
de tôle.

