[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beschichtung von Schalplatten, insbesondere
aus Sperrholz, für Betonschalungen und die dabei verwendeten Werkstoffe. Derartige
Schalplatten sind sehr häufig in einen metallenen Rahmen eingebaut und bilden mit
diesem zusammen sog. Schalelemente, welche mit geeigneten Verbindungsorganen versehen
sind und mit deren Hilfe große Schalflächen bilden, wie sie im Betonhoch- und -tiefbau
erforderlich sind.
[0002] Die bekannten Schalplatten aus Sperrholz, die eine Dicke zwischen 12 und 30 mm haben
und aus einer Vielzahl miteinander verleimter Schichten unterschiedlicher Faserrichtung
bestehen, haben eine braune glatte und vielfach glänzende Oberfläche, um sich möglichst
leicht von dem erhärteten Beton abzulösen. Trotzdem haftet Beton nach mehrmaligen
Einsätzen der Schalplatte zunehmend an dieser fest und die Reinigung der Platten wird
arbeitsintensiv. Nach maximal dreißig bis vierzig Einsätzen müssen diese Schalplatten
außer Betrieb genommen werden und häufig genug ist eine Aufarbeitung und Neubeschichtung
nicht mehr möglich.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Standfestigkeit von Schalplatten zu
erhöhen und deren Reinigung, sofern überhaupt erforderlich, zu erleichtern.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Beschichtungsverfahren gelöst, das die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 aufweist. Auf diese Weise beschichtete Schalplatten
haben, obwohl ihre Oberfläche nicht glatt ist, sondern sich infolge der Granulateinschlüsse
rauh anfühlt, eine wesentlich höhere Standfestigkeit von achtzig und mehr Einsätzen.
Die Oberflächenschicht haftet besser auf dem Holz, löst sich besser vom Beton ab und
ist mit Schabewerkzeugen wesentlich leichter zu reinigen. Ein weiterer Vorteil liegt
darin, daß die Oberflächenschicht verhältnismäßig zäh ist und im Gegensatz zu den
bekannten Schalplatten beim Einschlagen eines Nagels an der Einschlagstelle nicht
abblättert. Auch die Wasserdurchlässigkeit ist im Vergleich zu bekannten Schalplatten
wesentlich geringer, so daß die beschichteten Platten eine geringere Neigung zum Aufquellen
haben.
[0005] Die Grundschicht wird mit Vorteil in der Weise aufgebracht, daß man den flüssigen
Beschichtungswerkstoff durch einen horizontalen Schlitz laufen läßt und dadurch einen
Flüssigkeitsvorhang bildet, durch den die Platten in horizontaler Richtung durchgeführt
werden. Die Platten sollten nach dem Aushärten der Grundschicht gewendet und sodann
in gleicher Weise auf der Rückseite beschichtet werden. Das Aushärten kann bei den
unten noch zu erläuternden Werkstoffen durch den Weitertransport der Platten in einem
Schrank, in dem eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit aufrecht erhalten wird, beschleunigt
werden.
[0006] Zum Aufbringen der Deckschicht läßt man die Platten vorzugsweise unter einem in Querrichtung
hin und hergehenden Mehrfachspritzkopf durchlaufen, an dem in Laufrichtung der Platten
in gleichen Abständen hintereinander eine erste Spritzdüse, ein Blasrohr für das Granulat
und eine zweite Spritzdüse angeordnet sind. Besonders gute Ergebnisse lassen sich
dadurch erzielen, daß die Platten in Schritten entsprechend dem genannten Abstand
weitertransportiert werden und daß jeweils dann ein Transportschritt erfolgt, wenn
der Mehrfachspritzkopf im Bereich der Plattenseitenränder umkehrt. Somit kommen in
ein und demselben quer verlaufenden streifenförmigen Bereich der Platte die drei Düsen
des Spritzkopfes nacheinander zum Einsatz.
[0007] Sofern die Platten mit einem Metallrahmen als sog. komplette Schalelemente eingesetzt
werden sollen, wird vorgeschlagen, daß die Platten nach dem beidseitigen Aufbringen
der Grundschicht auf Maß geschnitten, an den Schnittkanten, insbesondere mit dem Beschichtungswerkstoff
der Grundschicht, versiegelt, in einen zugehörigen Rahmen mit erhöhtem umlaufendem
Rand eingelegt und an diesem durch Schrauben, Nieten oder dgl. mit Senkkopf befestigt
werden, daß die Fugen zwischen den Platten und den umlaufenden Rändern sowie die durch
die Senkköpfe entstandenen Vertiefungen mittels einer selbsthärtenden Spachtelmasse
verspachtelt werden und daß auf die so entstandenen Schalelemente an der benutzten
Seite die Deckschicht aufgebracht wird.
[0008] Was die Zusammensetzung der Beschichtungswerkstoffe angeht, so ist zwischen einem
Gemisch für die Grundschicht und einem Gemisch für die Deckschicht zu unterscheiden.
Diese Gemische werden vorzugsweise aus den in den Ansprüchen 6 und 7 angegebenen Bestandteilen
zusammengerührt, wobei das Mengenverhältnis wenigstens ungefähr den dort gemachten
Angaben entsprechen sollte. Die Gemische haben dann eine Konsistenz, die es erlaubt,
einen frei fallenden zusammenhängenden Flüssigkeitsvorhang zum Aufbringen der Grundschicht
zu erzeugen bzw. den ebenfalls flüssigen Beschichtungswerkstoff für die Deckschicht
mit Düsen unter Druck zu versprühen. Wie schon erwähnt wird in die Deckschicht außer
dem zu versprühenden Beschichtungswerstoff ein Granulat eingebracht und zwar vorzugsweise
ein sehr feinkörniges Pulver aus Aluminiumsilikat-Hohlkugeln, die eine mittlere Korngröße
von 0,01 bis 0,35 mm haben. Dieses Pulver kann pneumatisch gefördert und durch ein
geeignetes Rohr bzw. eine Düse ausgeblasen und dadurch feinst verteilt werden.
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend in Tabellenform und anhand
der Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen zeigt
Tabelle A zwei Gemische A1 und A2 mit unterschiedlichen Mengenverhältnissen für die
Grundschicht,
Tabelle B zwei Gemische B1 und B2 mit unterschiedlichen Mengenverhältnissen für die
Deckschicht,
Figur 1 eine schematische Seitenansicht der Anordnung zum Aufbringen der Grundschicht,
Figur 2 einen Teilquerschnitt eines Schalungselements in größerem Maßstab und
Figur 3 eine schematische Seitenansicht einer Anordnung zum Aufbringen der Deckschicht.
[0010] Die Gemische A1 und A2 sowie B1 und B2 haben sich in der Praxis bewährt. Die jeweiligen
Unterschiede in den Mengenverhältnissen geben einen Hinweis darauf, wie groß etwa
die Schwankungsbreite der in den Ansprüchen angegebenen Mengenverhältnisse ist.
[0011] Zunächst wird eines der Gemische nach Tabelle A für die Grundschicht in einem Faß
angerührt und dann gemäß Fig. 1 verarbeitet.
[0012] Diese Figur zeigt oben den schematischen Querschnitt einer Vorratsrinne 1, deren
Länge mindestens gleich der Breite der zu beschichtenden Schalplatten 2 ist. Die horizontal
gelagerte Rinne hat unten einen geradlinigen schmalen Längsschlitz, durch welchen
das bevorratete flüssige Gemisch als lückenloser Flüssigkeitsvorhang 3 ausläuft. Für
den Fall, daß keine Schalplatten 2 vorhanden sind, ist unten eine Auffangrinne 4 vorgesehen,
welche dann den Flüssigkeitsvorhang wie strichpunktiert angedeutet aufnimmt und in
einen Sammelbehälter 5 ableitet. Zum Aufbringen der Grundschicht werden die Schalplatten
2 nacheinander auf einer Rollenbahn mit angetriebenen Rollen 6 in Richtung des Pfeiles
7, d. h. senkrecht zum Flüssigkeitsvorhang 3 mit gleichmäßiger Geschwindigkeit unter
der Vorratsrinne 1 durchgeführt. Der Flüssigkeitsvorhang legt sich somit auf den Schalplatten
2 ab und diese gelangen anschließend in eine möglichst gekapselte Transportanlage,
in welcher eine hohe Luftfeuchtigkeit besteht, um den Aushärtevorgang zu beschleunigen.
Nach etwa einer Stunde ist die Grundschicht so weit ausgehärtet, daß die Platten gewendet
und mit der Unterseite nach oben durch die Anlage gefahren werden können.
[0013] Die somit auf beiden Seiten grundbeschichteten Schalplatten werden nun auf Maß zugeschnitten,
so daß sie in die üblichen Stahlrahmen 8 von Schalelementen passen. Ein Beispiel zeigt
Fig. 2. Der Rahmen 8 besteht aus einem Rechteck-Hohlprofilrohr, das an einer Seite
einen erhöhten Rand 9 aufweist, welcher das Schalelement ringsum einfaßt und die Schnittkanten
der Schalplatte 2 abdeckt. Trotzdem werden, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu
verhindern, die Schnittkanten beispielsweise durch Auftragen des Beschichtungswerkstoffs
nach Tabelle A versiegelt, bevor die Platten in die Rahmen eingelegt werden. Meist
steht der Rand 9 ein wenig über die Plattendicke hinaus. Nun werden die Schalplatten
2 mit Hilfe von Senkschrauben oder vorzugsweise durch Einschießen von Bolzen 10 an
dem Rahmen befestigt.
[0014] Ist dies geschehen, so werden die Fugen 11 zwischen den Schalplatten und dem Rand
9 sowie die durch die Befestigungselemente verursachten Vertiefungen mittels einer
selbsthärtenden Spachtelmasse sauber verspachtelt. Bewährt hat sich hierfür eine Einkomponenten-Polyurethan-Dichtungsmasse,
die unter der Kennzeichnung SIKAFLEX 11 FC von der Firma Roland Schmid Baukunststoffe
GmbH, 7321 Albershausen, in den Handel gebracht wird.
[0015] Fig. 3 zeigt die Weiterbehandlung der zusammengesetzten Bauelemente. Diese werden
unmittelbar aneinanderstossend mittels einer geeigneten Fördereinrichtung, im Beispiel
einem Bandförderer 12, in Richtung des Pfeiles 13 mit einer Schrittlänge von 20 cm
schrittweise horizontal bewegt. Fig. 3 zeigt die Rahmen 8 von der Seite gesehen. Die
Platten 2 liegen oben. Über den Bauelementen bewegt sich ein Wagen 14 hin und her.
Er hat Rollen 15, die in entsprechenden Führungsschienen 16 laufen und diese sind
über dem Bandförderer befestigt. Der Wagen trägt drei nach unten gerichtete Düsen
17, 18 und 19, die über zwei Schlauchleitungen 20 und 21 versorgt werden. Die Düsen
sind in Bewegungsrichtung 13 der Schalelemente im gegenseitigen Abstand von 20 cm
angeordnet. Die vordere und hintere Düse 17 bzw. 19 ist an der Schlauchleitung 20
angeschlossen und die Schlauchleitung 21 versorgt die Düse 18. Die Düsen 17 und 19
versprühen eine Beschichtungsmasse nach der Tabelle B, während aus der Düse 18 ein
feiner Staub aus Aluminiumsilikat-Hohlkugeln einer mittleren Korngröße von 0,01 bis
0,35 mm ausgeblasen wird. Als besonders geeignet erwies sich ein derartiges Pulver,
das unter der Kennzeichnung STIFF 100/0 von der Firma Schwarzwälder Textil-Werke Heinrich
Kautzmann GmbH, 7623 Schenkenzell, in den Handel gebracht wird.
[0016] Die Bewegung des Wagens 14 ist mit der Vorwärtsbewegung der Schalelemente so koordiniert,
daß letztere immer dann einen Schritt machen, wenn der Wagen 14 in den Seitenbereichen,
vorzugsweise außerhalb der Schalplatten 2, seine Bewegungsrichtung umkehrt. Betrachtet
man einen Querstreifenbereich der Platten, so wird dieser zunächst von der Düse 19
mit der Beschichtungsflüssigkeit besprüht, sodann wird auf die noch flüssige untere
Deckschicht über die Düse 18 das Pulver aufgeblasen und schließlich werden die an
der unteren Deckschicht haftenden Aluminiumsilikat-Partikel von der Düse 17 übersprüht,
so daß sie schließlich fest in der Deckschicht eingebettet sind. Nachdem die Deckschicht
an der Luft ausgehärtet ist, sind die Schalelemente fertig und können in Benutzung
genommen werden.
[0017] Die Anordnung der verschiedenen Schichten ist im rechten Teil der Fig. 2 in übertriebener
Dicke verdeutlicht. Die auf beiden Seiten angebrachten Grundschichten sind mit A und
die nur an der oberen, benutzten Seite angebrachte Deckschicht ist mit B bezeichnet.
Rezepte für diese Schichten sind in den entsprechenden Tabellen A und B aufgeführt.
Die Deckschicht B hat infolge der Aluminiumsilikat-Einschlüsse eine rauhe Oberfläche,
die sich glättet, wenn man mit einem harten Gegenstand darauf reibt. Das könnte darauf
zurückzuführen sein, daß die Hohlkugeln einbrechen, was jedoch die außerordentliche
Verschleißfestigkeit der Schicht nicht beeinträchtigt.
[0018] Eine zweckmäßige Dicke der beschriebenen Schichten ergibt sich, wenn für die Grundschicht
etwa 0,2 l/m² des entsprechenden Beschichtungswerkstoffs verarbeitet werden und für
die Deckschicht (d. h. für die untere und obere zusammen) etwa 0,3 l/m² Beschichtungswerkstoff
und etwa 21 g/m² Aluminiumsilikat-Hohlkugeln verarbeitet werden.
Tabelle A
| (Grundschicht) |
| |
|
|
A1 |
A2 |
| Chemische Bezeichnung |
Handelsname/Warenzeichen |
Hersteller/Händler |
Teile |
Teile |
| Polyisocyanat-Präpolymerisat mit einem NOC-Gehalt von 16 % |
DESMODUR E21 |
Bayer AG |
7 |
6 |
| Polyisocyanat-Präpolymerisat mit einem NOC-Gehalt von 16 % |
DESMODUR E22 |
Bayer AG |
14 |
12 |
| tertiäres Amin, flüssig |
DESMORAPID DB |
Rhein-Chemie Rheinau GmbH, Mannheim |
3 |
3 |
| XYLOL |
XYLOL |
|
29 |
28 |
| Siliziumkarbid, mittlere Korngröße 0,005 bis 0,007 mm |
SILCAR N |
Elektroschmelzwerk Kempten GmbH |
14,5 |
11,5 |
Tabelle B
| (Deckschicht) |
| |
|
|
B1 |
B2 |
| Chemische Bezeichnung |
Handelsname/Warenzeichen |
Hersteller/Händler |
Teile |
Teile |
| Polyisocyanat-Präpolymerisat mit einem NOC-Gehalt von 16 % |
DESMODUR E21 |
Bayer AG |
19 |
16,3 |
| tertiäres Amin, flüssig |
DESMORAPID DB |
Rhein-Chemie Rheinau GmbH, Mannheim |
2,5 |
2,4 |
| XYLOL |
XYLOL |
|
24 |
24,1 |
| Titandioxid und Ruß in Fettsäureesther |
Farbpaste grau 313750/F1 |
Albert Schleberger GmbH, Remscheid-Lüttringhausen |
4,5 |
3,6 |
1 Vorratsrinne
2 Schalplatte
3 Flüssigkeitsvorhang
4 Auffangrinne
5 Auffangbehälter
6 Transportrolle
7 Fortbewegungsrichtung
8 Rahmen
9 erhöhter Rand
10 Befestigungselement
11 Fuge
12 Bandförderer
13 Bewegungsrichtung
14 Wagen
15 Rolle
16 Führungsschiene
17 Düse
18 Düse
19 Düse
20 Schlauchleitung
21 Schlauchleitung
A Grundschicht
B Deckschicht
1. Verfahren zur Beschichtung von Schalplatten, insbesondere aus Sperrholz, für Betonschalungen,
dadurch gekennzeichnet, daß auf die rohen oder von einer vorherigen Beschichtung im
wesentlichen befreiten Platten (2) eine Grundschicht (A) flüssig aufgebracht und anschließend
ausgehärtet wird, und daß sodann eine Deckschicht (B) aufgebracht wird in der Weise,
daß auf eine aufgespritzte, noch flüssige untere Deckschicht ein feinkörniges hartes
Granulat aufgeblasen und unmittelbar anschließend eine obere Deckschicht aus dem gleichen
Beschichtungswerkstoff wie die untere Deckschicht aufgespritzt wird, wonach die aus
den ineinander verfließenden Teilschichten und den Granulateinschlüssen bestehende
Deckschicht insgesamt aushärtet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den flüssigen Beschichtungswerkstoff
der Grundschicht (A) durch einen horizontalen Schlitz laufen läßt und dadurch einen
Flüssigkeitsvorhang (3) bildet, durch den die Platten (2) in horizontaler Richtung
durchgeführt werden, daß die Platten nach dem Aushärten der Grundschicht gewendet
und sodann in gleicher Weise auf der Rückseite beschichtet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten zum Aufbringen
der Deckschicht unter einem in Querrichtung hin und her gehenden Mehrfachspritzkopf
(14) durchlaufen, an dem in Laufrichtung (13) der Platten in gleichen Abständen hintereinander
eine erste Spritzdüse (19), ein Blasrohr (18) für das Granulat und eine zweite Spritzdüse
(17) angeordnet sind.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (2) in Schritten
entsprechend dem Abstand zwischen den Spritzdüsen (17, 19) und dem Blasrohr (18) weitertransportiert
werden und daß jeweils dann ein Schritt erfolgt, wenn der Mehrfachspritzkopf (14)
im Bereich der Plattenseitenränder umkehrt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (2) nach dem
beidseitigen Aufbringen der Grundschicht (A) auf Maß geschnitten, an den Schnittkanten,
insbesondere mit dem Beschichtungswerkstoff der Grundschicht, versiegelt, in einen
zugehörigen metallenen Rahmen (8) mit erhöhtem umlaufenden Rand (9) eingelegt und
an diesem durch Schrauben, Nieten oder dgl. (10) mit Senkkopf befestigt werden, daß
die Fugen (11) zwischen den Platten (2) und den umlaufenden Rändern (9) sowie die
durch die Senkköpfe entstandenen Vertiefungen mittels einer selbsthärtenden Spachtelmasse
verspachtelt werden und daß auf die so entstandenen Schalelemente an der benutzten
Seite, an der sie mit dem Beton in Berührung kommen, die Deckschicht (B) aufgebracht
wird.
6. Beschichtungswerkstoff für die Grundschicht von Schalplatten zur Verwendung bei
dem Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Gemisch aus etwa zwanzig Teilen
Polyisocyanat-Präpolymerisat, vorzugsweise in mehreren Varietäten, als Kunstharz,
etwa drei Teilen tertiäres Amin in flüssiger Form als Härter, etwa dreißig Teilen
handelsübliches Xylol als Verdünnungsmittel und etwa fünfzehn Teilen feinkörniges
Siliziumkarbid.
7. Beschichtungswerkstoff für die Deckschicht von Schalplatten zur Verwendung bei
dem Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Gemisch aus etwa zwanzig Teilen
Polyisocyanat-Präpolymerisat als Kunstharz, etwa 2,5 Teilen tertiäres Amin in flüssiger
Form als Härter, etwa fünfundzwanzig Teilen handelsübliches Xylol als Verdünnungsmittel
und etwa vier Teilen eines Farbpigments, insbesondere Titandioxid und Ruß.
8. Deckschicht für Schalplatten unter Verwendung eines Beschichtungswerkstoffs nach
Anspruch 7, gekennzeichnet durch feinkörnige Aluminiumsilikat-Hohlkugeln, die während
des Ausbringens des Beschichtungswerkstoffs in diesen eingearbeitet werden.