[0001] Kontaktanordnung mit einem Lichtbogerhorn und einem Lichtbogenleitstück
[0002] Die Erfindung betrifft eine Kontaktanordnung für einen Niederspannungs-Leistungsschalter
mit Hauptkontakten zur Führung eines Dauerstromes und mit Abbrennkontakten zur Zündung
eines Schaltlichtbogens im Eintrittsbereich einer Lichtbogenlöschkammer sowie mit
einem als einstückiges Stanz-Biegeteil hergestellten Lichtbogenleitstück aus ferromagnetischen
Material zur Überführung eines an den Hauptkontakten auftretenden Lichtbogens zu dem
Lichtbogenhorn.
[0003] Eine Kontaktanordnung dieser Art ist durch die DE-A-35 39 673 bekannt geworden. Danach
ist vorgesehen, die Lichtbogenleitstücke als Gußteile oder als Stanz-Biegeteile herzustellen,
wobei eine massereiche, d. h. massive Ausführung als vorteilhaft angesehen wird. Es
hat sich auch erwiesen, daß als Gußteile ausgeführte Lichtbogenleitstücke die angestrebte
Wirkungsweise gewährleisten.
[0004] Zur Vereinfachung des Herstellungsganges und zur Verringerung des Kostenaufwandes
wäre es jedoch erwünscht, von der gleichfalls angegebenen Möglichkeit Gebrauch zu
machen, die Lichtbogenleitstücke als Stanz-Biegeteil auszuführen. Dabei hat sich jedoch
gezeigt, daß die angestrebte Wirkungsweise nur weniger vollkommen erzielt wird.
[0005] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein als Stanz-Biegeteil
herstellbares Lichtbogenleitstück zu schaffen, welches dennoch bei einfacher Gestaltung
die Aufgabe erfüllt, an den Hauptkontakten entstehende Lichtbögen rasch und zuverlässig
zu dem Lichtbogenhorn zu führen.
[0006] Dies gelingt gemäß der Erfindung dadurch, daß das als einstückiges Stanz-Biegeteil
ausgebildete Lichtbogenleitstück einen sich etwa parallel zu der Reihe der Hauptkontakte
erstreckenden und zur Befestigung an dem Träger der Hauptkontakte dienenden Basisschenkel
und einen von dessen dem Lichtbogenhorn entfernten Ende ausgehenden und winklig an
diesen heranführenden Lichtbogen-Führungsschenkel aufweist, wobei der Basisschenkel
zwei durch einen Einschnitt getrennte Basis-Trennschenkel besitzt, die einen gegenseitigen
Versatz entsprechend einer Abstufung der Befestigungsfläche des Lichtbogenleitstückes
aufweisen. Im Unterschied zu dem vorstehend erwähnten bekannten Lichtbogenleitstück
weist somit das neue Lichtbogenleitstück keine geschlossene dreieckige Form auf. Dennoch
wurde festgestellt, daß der gleiche Erfolg wie bei dem dreieckigen und massiven Lichtbogenleitstück
erzielt wird. Die versetzten Basis-Teilschenkel gestatten eine verdrehungssichere
Befestigung des Lichtbogenleitstückes mit nur einer Schraube.
[0007] Um einen guten Übergang der Lichtbögen auf das Lichtbogenhorn zu ereichen, empfiehlt
es sich, daß äußere Endteil des Lichtbogen-Führungsschenkels etwa parallel zu dem
Lichtbogenhorn abgebogen zu gestalten.
[0008] Die Erfindung wird im folgenden anhand des in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
[0009] Die Figur 1 zeigt in einem Schnitt einen Pol eines Niederspannungs-Leistungsschalters
mit einem Lichtbogenleitstück.
[0010] In der Figur 2 ist der Schnitt II-II in Figur 1 gezeigt, wobei der linke und der
rechte Teil der Figur 2 unterschiedliche Ausführungsformen zeigen.
[0011] Einzelheiten des Lichtbogenleitstückes sind in den Figuren 3, 4 und 5 dargestellt,
die jeweils rechtwinklig zueinanderstehende Ansichten zeigen.
[0012] Die Kontaktanordnung 1 gemäß der Figur 1 umfaßt in bekannter Weise einen feststehenden
Teil 2 und einen bewegbaren Teil 3. Als Träger des feststehenden Teiles 2 der Kontaktanordnung
1 dient ein Isolierblock 4, an dem eine obere Anschlußschiene 5 angebracht ist, die
zugleich als Träger eines feststehenden Hauptkontaktes dient und hierzu mit einer
Schaltstückauflage 6 oder einer größeren Anzahl solcher Schaltstückauflagen versehen
ist. Auf der Anschlußschiene 5 ist nahe bei der Schaltstückauflage 6 ein feststehender
Abbrennkontakt 7 befestigt, der gleichfalls mit einer Schaltstückauflage 10 versehen
ist. An der Unterseite des im Profil winkelförmigen Isolierblockes 4 ist eine weitere,
gegabelt ausgeführte Anschlußschiene 11 befestigt, mit der durch eine Schaubverbindung
ein biegsames Stromband 12 verbunden ist. Das Stromband 12 stellt die elektrisch leitende
Verbindung mit dem beweglichen Teil 3 der Kontaktanordnung 1 her, der um einen zwischen
den Schenkeln des U-förmig gebogenen Strombandes 12 angeordneten Gelenkbolzen 13 schwenkbar
gelagert ist. Der bewegbare Teil 3 umfaßt einen Träger 14, an dem um einen Gelenkbolzen
15 mit dem Stromband 12 in Verbindung stehende Hauptkontakthebel 16 schwenkbar gelagert
sind. Diese sind an ihrem oberen Ende mit Schaltstückauflagen 17 versehen, die mit
den ortsfsten Schaltstückauflagen 6 zusammenwirken. Ferner weist der Träger 14 einen
Abbrennkontakt 20 auf, der eine mit der ortsfesten Schaltstückauflage 10 zusammenwirkende
Schaltstückauflage 21 besitzt. Sowohl der ortsfeste Teil 2 als auch der bewegbare
Teil 3 der Kontaktanordnung besitzt ein Lichtbogenhorn 22 bzw. 23, um Schaltlichtbögen
in eine Lichtbogenlöschkammer 24 zu überführen.
[0013] Wie die Figur 2 zeigt, sind zwei ortsfeste Schaltstückauflagen 6 als Hauptkontakte
vorhanden. Dementspechend weist der bewegbare Teil 3 der Kontaktanordnung 1 zweinebeneinander
angeordnete Kontakthebel mit Schaltstückauflagen 17 auf. In Abhängigkeit von dem Strom,
den der Leistungsschalter mit einer zulässigen Erwärmung beherrschen soll, kann eine
größere Anzahl von Hauptkontakten vorgesehen sein. Um dies zu veranschaulichen, sind
im rechten Teil der Figur 2 zwei Schaltstückauflagen 6 gezeigt, so daß bei dieser
Ausführung die Kontaktanordnung insgesamt vier Hauptkontakt aufweist.
[0014] Vollzieht sich die Bewegung der Teile beim Ausschalten in bekannterweise derart,
daß zunächst die Hauptkontakte und danach die Abbrennkontakte voneinander getrennt
werden, so entsteht ein Schaltlichtbogen nur an den Abbrennkontakten, sofern der über
die Kontaktanordnung insgesamt fließende Strom eine gewisse Höhe nicht überschreitet.
Oer Schaltlichtbogen wird dann von den Lichtbogenhörnern 22 und 23 übernommen und
in die Lichtbogenlöschkammer 24 überführt. Übersteigt jedoch der Strom eine bestimmte
Größe, so wird der Strom nicht vollständig auf die Abbrennkontakte kommutiert, mit
dem Ergebnis, daß auch an den Hauptkontakten, d. h. zwischen den Schaltstückauflagen
6 und 17 Teillichtbögen auftreten. Diese Teillichtbögen werden durch Lichtbogenleitstücke
30 bzw. 40 übernommen, die in der Figur 3 in einer an die jeweilige Ausführung der
Kontaktanordnung anzupassenden Form gezeigt sind. Wie man erkennt, bilden diese Lichtbogenleitstücke
Führungskanten zur Übernahme der an den Hauptkontakten auftretenden Teillichtbögen
und zu deren Überführung zu dem Lichtbogenhorn 22.
[0015] Das Lichtbogenleitstück 30 gemäß den Figuren 3, 4 und 5 ist ein Stanz-Biegeteil aus
Stahlblech und weist einen Basisschenkel 31 auf, der zwei durch einen Einschnitt 32
getrennte Basis-Teilschenkel 33 und 34 aufweist. Hierdurch ist nicht nur eine Anpassung
an die abgestufte Gestalt der Anschlußschiene 5 im Bereich der Schaltstückauflage
6 gegeben, sondern zugleich ein verdrehungssicherer Sitz bei der Befestigung mit nur
einer Schraube 25 (Figur 1). Die Basis-Teilschenkel 33 und 34 weisen eine gegenseitigen
Versatz um ein mit 35 bezeichneten Maß auf. Ausgehend von dem bezüglich der Symmetrieachse
der Kontaktanordnung außenliegenden Ende besitzt das Lichtbogenleitstück 30 einen
Lichtbogenführungsschenkel 36, der im spitzen Winkel zu dem Basis-Schenkel 31 steht
und mit seinem oberen, abgebogenen Endteil 37 an das Lichtbogenhorn 22 heranführt.
[0016] Wie bei eine Betrachtung der linken und der rechten Seite der in der Figur 2 gezeigten
Kontaktanordnung zu erkennen ist, ist die vorstehend erläuterte Gestalt der Lichtbogenleitstücke
an unterschiedlich breite, d. h. mit einer unterschiedlichen Anzahl von Hauptkontakten
versehenen Kontaktanordnungen leicht daduch anzupassen, daß der Basisschenkel eine
entsprechende Länge erhält und ebenso die Länge und die Winkelstellung des Lichtbogenführungsschenkels
passend gewählt wird. Auf diese Weise wird das Lichtbogenleitstück 40 erhalten.
[0017] Mit Hilfe der beschriebenen neuen Lichtbogenleitstücke ist die Möglichkeit gegeben,
die Leistungsfähigkeit von Kontaktanordnungen durch ein einfaches und preiswertes
Zusatzteil erheblich zu steigern.
1. Kontakanordnung (1) für Niederspannungs-Leistungsschalter mit Hauptkontakten (6)
zur Führung eines Dauerstromes und mit Abbrennkontakten (7) zur Zündung eines Schaltichtbogens
im Eintrittsbereich einer Lichtbogenlöschkammer (24) sowie mit wenigstens einem Lichtbogenhorn
(22) zur Überführung des Schaltlichbogens in die Lichtbogenlöschkammer (24) und mit
einem als einstückiges Stanz-Biegeteil hergestellten Lichtbogenleitstück (30) aus
ferromagnetischen Material zur Überführung an den Hauptkontakten (6) auftretender
Lichtbögen zu dem Lichtbogenhorn (22),
dadurch gekennzeichnet, daß das Lichtbogenleitstück (30) einem sich etwa parallel zu der Reihe der Hauptkontakte
(6) erstreckenden und zur Befestigung an dem Träger (5) der Hauptkontakte (6) dienenden
Bassisschenkel (31) und einen von dessen dem Lichtbogenhorn (22) entfernten Ende ausgehenden
und winklig an diesen heranführenden LichtbogenFührungsschenkel (36) aufweist, wobei
der Basisschenkel (31) zwei durch einen Einschnitt (32) getrennte Basis-Teilschenkel
(33, 34) besitzt, die einen gegenseitigen versatz (35) entsprechend einer Abstufung
der Befestigungsfläche des Lichtbogenleitstückes (30) aufweisen.
2. Kontaktanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Endteil (37) des Lichtbogen-Führungsschenkels (36) etwa parallel
zu dem Lichtbogenhorn (22) abgebogen geformt ist.
1. Contact arrangement (1) for low-voltage circuit breakers having main contacts (6)
for the guiding of a permanent current and having spark contacts (7) for the ignition
of an arc in the entry region of an arc extinction chamber (24) as well as having
at least one arcing horn (22) for the transmission of the arc into the arc extinction
chamber (24) and having an arc conducting piece (30), manufactured as one-piece punched
and bent component, of ferromagnetic material for the transmission of arcs occurring
at the main contacts (6) to the arcing horn (22),
characterized in that the arc conducting piece (30) has a base limb (31) extending
approximately parallel to the row of the main contacts (6) and serving to fasten to
the carrier (5) the main contacts (6), and an arc guide limb (36) emanating from the
end of the base limb which is removed from the arcing horn (22) and advancing towards
it at an angle, whereby the base limb (31) has two base partial limbs (33, 34) separated
by a recess (32), which have a mutual offset (35) corresponding to a step in the fastening
area of the arc conducting piece (30).
2. Contact arrangement according to claim 1, characterized in that the outer end part
(37) of the arc guide limb (36) is formed in offset manner approximately parallel
to the arcing horn (22).
1. Dispositif de contact (1) pour disjoncteur de puissance basse tension comportant
des contacts principaux (6) pour le passage d'un courant permanent et des contacts
pare-étincelles (7) pour l'amorçage d'un arc de coupure dans la zone d'entrée d'une
chambre (24) d'extinction de l'arc, ainsi qu'au moins une corne (22) de guidage de
l'arc pour le transfert de l'arc de coupure dans la chambre (24) d'extinction de l'arc,
et un élément (30) de guidage de l'arc, réalisé sous la forme d'une pièce monobloc
découpée et estampée, formée d'un matériau ferromagnétique et servant à transférer
des arcs apparaissant sur les contacts principaux (6) à la corne (22) de guidage de
l'arc, caractérisé par le fait que l'élément (3) de guidage de l'arc possède une branche
de base (31) qui s'étend approximativement parallèment à la série des contacts principaux
(6) et est utilisée pour la fixation sur le support (5) des contacts principaux (6),
et une branche (36) de guidage de l'arc, qui part d'une extrémité de la branche de
base, éloignée de la corne (22) de guidage de l'arc, et se rapproche obliquement de
cette extrémité, la branche de base (31) possédant deux branches partielles de base
(33,34) qui sont séparées par une encoche (32) et présentent un décalage réciproque
(35) qui correspond à un épaulement de la surface de fixation de l'élément (30) de
guidage de l'arc.
2. Montage suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que la pièce d'extrémité
extérieure (37) de la branche (36) de guidage de l'arc est conformée en étant repliée
approximativement parallèlement à la corne (22) de guidage de l'arc.