[0001] Die Erfindung betrifft thermoplastische Formmassen aus einem Vinylchloridpolymerisat
und einem oder mehreren mit speziellen Emulgatoren hergestellten Emulsionspolymerisaten,
sowie ihre Verwendung zur Herstellung von Formkörpern, Folien und Filmen mit verbesserten,
anwendungstechnischen Eigenschaften, wie verringertem Fogging.
[0002] Aus Vinylchloridpolymerisaten und Mischungen von Vinylchloridpolymerisaten mit Kautschuken
und/oder harzartigen Vinylpolymerisaten werden die verschiedensten Gebrauchsgüter
hergestellt.
[0003] Die den Vinylchloridpolymerisaten zugegebenen anderen Polymeren werden häufig durch
Emulsionspolymerisation hergestellt. Dabei verbleibt ein Teil der zur Emulsionspolymerisation
erforderlichen Emulgatoren in den Polymeren und beeinflußt dadurch die anwendungstechnischen
Eigenschaften der Polymeren-Mischungen. Insbesondere wird das Fließverhalten und die
Farbe solcher Blends von den noch in den Polymeren enthaltenen Emulgatoren beeinflußt.
Durch die vorhandenen flüchtigen Bestandteile in den Blends wird auch das Fogging
dieser Blends verschlechtert.
[0004] Gegenstand der Erfindung sind thermoplastische Formmassen aus
A) 10 bis 95 Gew.-% eines Vinylchloridpolymerisats und
B) 90 bis 5 Gew.-% eines oder mehrerer thermoplastischer Polymerer, die
B1) Kautschukpolymerisate,
B2) Pfropfpolymerisate und
B3) Vinylpolymerisate,
darstellen, wobei B1), B2) und B3) durch Emulsionspolymerisation in Gegenwart von Emulgatoren
hergestellt wurden, die bei der Umsetzung von 1 Mol eines Diols der Formel (I)
HO - M - OH (I),
worin
- M
- für

steht,
mit 2 Molen eines Carbonsäureanhydrids der Formeln (II), (III) und/oder (IV)

wobei für
x = 0:
R¹, R², R³ und R⁴ Wasserstoff bedeuten
oder
R¹ und R³ gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, C₁- bis C₃₅-Alkyl oder -Alkenyl
bedeuten und R² und R⁴ für Wasserstoff stehen
oder
R¹ und R⁴ eine chemische Bindung und R² und R³ zusammen mit den Kohlenstoffatomen
eine o-Phenylengruppe bilden, und für
x = 1:
R¹, R², R³, R⁴ Wasserstoff bedeuten und
- Y
- für

steht,
bei Temperaturen von 100 bis 300°C unter Inertgasatmosphäre und anschließender Überführung
der erhaltenen Verbindungen in die Alkali- oder Ammoniumsalze erhalten werden.
[0005] Als Beispiele für geeignete Diole seien genannt:
2,2-Bis-(4-hydroxycyclohexyl)-propan,
1,4-Cyclohexandiol,
1,4-Bis-hydroxymethyl-cyclohexan,
Bis-hydroxymethyl-hexahydro-4,7-methanoindan,
(als "TDC-Diol" handelsüblich, hergestellt durch Hydroformylierung von Dicyclopentadien),
Bis-hydroxymethyl-bicyclo-(4,3,0)-nonan,
Bis-hydroxymethyl-norbornan,
Bis-hydroxymethyl-cyclooctan.
[0006] Bei den genannten Diolen handelt es sich meist um Isomerengemische.
[0007] Als Beispiele für geeignete Anhydride seien genannt:
Hexahydrophthalsäureanhydrid,
Tetrahydrophthalsäureanhydrid,
5-Norbornen-2,3-dicarbonsäureanhydrid,
Norbornandicarbonsäureanhydrid,
Maleinsäureanhydrid,
Itaconsäureanhydrid.
[0008] Die beiden letztgenannten Anhydride werden bevorzugt in Kombination mit gesättigten
Anhydriden mit den obengenannten Diolen umgesetzt.
[0009] Bevorzugte Emulgatoren sind solche der Formeln

[0010] Besonders bevorzugt ist der Emulgator der Formel

mit A = Alkalimetall, bevorzugt Na und/oder K, sowie Ammonium.
[0011] Die erfindungsgemäßen thermoplastischen Formmassen bestehen bevorsugt aus 20 bis
95, besonders bevorzugt 25 bis 85 Gew.-%, eines Vinylchloridpolymerisats (A) und bevorzugt
80 bis 5, besonders bevorzugt 75 bis 15 Gew.-%, einer thermoplastischen Polymeren
(B).
[0012] B1) Kautschukpolymerisate, B2) Pfropfpolymerisate sowie die B3) Vinylpolymerisate,
die als thermoplastische Polymere B) dem Vinylchloridpolymerisat zugesetzt werden,
können bevorzugt in folgenden relativen Mengen eingesetzt werden:
20 bis 50 Gew.-Teile B1) zu
80 bis 20 Gew.-Teile B2) zu
0 bis 30 Gew.-Teile B3).
[0013] Als A) Vinylchloridpolymerisat kommen in Frage Polyvinylchlorid und Polyvinylchlorid-Copolymerisate,
wie Copolymerisate mit Vinylalkylether, Maleinsäureanhydrid, Maleinsäurehalbester,
Maleinsäureester sowie Alkylmethacrylat. Die Vinylchloridpolymerisate besitzen im
allgemeinen Molekulargewichte von 50.000 bis 2.000.000.
[0014] Als Kautschukpolymerisate (B1) können eingesetzt werden Dienkautschuke, wie Polybutadien,
Polyisopren sowie Polychloropren, Butadien-Copolymerisate mit Vinylmonomeren, wie
Styrol, Acrylnitril, Alkyl(meth)acrylat sowie Vinylether, Alkylacrylat, wie Ethyl-,
Butyl-, Hexylacrylat, Alkylacrylatkautschuke, wie Polyethyl-, Polybutyl-, Polyhexylacrylat,
Copolymerisate aus wenigstens 50 Gew.-% Alkylacrylat, wie n-Propyl-, n-Butyl- und
Hexylacrylat, mit Vinylmonomeren, wie Acrylnitril, Styrol, Alkylmethacrylat, Vinylacetat,
Vinylether, außerdem Olefinkautschuke, beispielsweise Copolymerisate aus Ethylen und
Comonomeren, wie Propylen, Dienmonomeren, Vinylacetat, Alkylacrylat, Kohlenmonoxid.
Die genannten Kautschuke können unvernetzt oder vernetzt vorliegen. Sie besitzen eine
Glastemperatur T
g von ≦ 0°C.
[0015] Pfropfpolymerisate (B2) sind solche, in denen auf einen Kautschuk mit einer Glastemperatur
T
g ≦ 0°C (Pfropfgrundlage) Styrol, α-Methylstyrol, Methylmethacrylat oder ein Gemisch
von 95 bis 50 Gew.-% Styrol, α-Methylstyrol, kernsubstituiertem Styrol, Methylmethacrylat
oder Mischungen daraus und 5 bis 50 Gew.-% Acrylnitril, Methacrylnitril, Maleinsäureanhydrid,
N-substituiertes Maleinimid, Methylmethacrylat oder Mischungen daraus (Pfropfauflage)
pfropfpolymerisiert sind.
[0016] Zur Herstellung der Pfropfpolymerisate B2) geeignete Kautschuke sind insbesondere
Polybutadien, Butadien/Styrol-Copolymerisate (beide auch copolymerisiert mit bis zu
30 Gew.-%, bezogen auf Kautschukgewicht, eines niederen Alkylesters von Acryl-oder
Methacrylsäure wie Methylmethacrylat, Ethylacrylat, Methylacrylat oder Ethylmethacrylat),
Polyisopren, Polychloropren, Alkylacrylatkautschuke (aus C₁-C₈-Alkylacrylaten, insbesondere
Ethyl-, Butyl-, Ethylhexylacrylat). Die Alkylacrylatkautschuke können gegebenenfalls
bis zu 30 Gew.-%, bezogen auf Kautschukgewicht, Monomere wie Vinylacetat, Acrylnitril,
Styrol, Methylmethacrylat und/oder Vinylether copolymerisiert enthalten sowie kleinere
Mengen, vorzugsweise bis zu 5 Gew.-%, bezogen auf Kautschukgewicht, vernetzend wirkender,
ethylenisch ungesättigter Monomerer. Solche Vernetzer sind z.B. Alkylendiol-di-(meth)-acrylate,
Polyesterdi-(meth)-acrylate, Divinylbenzol, Trivinylbenzol, Triallylcyanurat, Allyl-(meth)-acrylat,
Butadien oder Isopren. Als Acrylatkautschuke kommen auch solche infrage, die einen
vernetzten Dienkautschuk aus einem oder mehreren konjugierten Dienen und gegebenenfalls
einem ethylenisch ungesättigten Monomer, wie Styrol und/oder Acrylnitril, als Kern
enthalten. Andere geeignete Kautschuke sind beispielsweise EPDM-Kautschuke, also Kautschuke
aus Ethylen, Propylen und einem unkonjugierten Dien, sowie auch Silikonkautschuke.
[0017] Bevorzugte Kautschuke zur Herstellung der Pfropfpolymerisate B2) sind Dien- und Alkylacrylatkautschuke.
[0018] Acrylatkautschuke sind besonders vorteilhaft, wenn sie eine Kern-Mantel-Struktur
aufweisen, d.h. einen Kern aus einem anderen Polymerisat enthalten, der von einer
Hülle aus vernetztem Alkylacrylatkautschuk umgeben ist.
[0019] Die Kautschuke liegen im Pfropfpolymerisat B2) in Form wenigstens partiell vernetzter
Teilchen eines mittleren Teilchendurchmessers von 0,05 bis 5 »m, insbesondere 0,075
bis 1 »m vor und besitzen Gelgehalte von bevorzugt 99 Gew.-% bis 70 Gew.-%, der Kautschukgehalt
im Pfropfpolymerisat B2) beträgt 5 bis 90 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 90 Gew.-%.
[0020] Als Vinylpolymerisate (B3) eignen sich bevorzugt Copolymerisate aus Styrol, α-Methylstyrol,
p-Methylstyrol, Acrylnitril, Methacrylnitril und/oder Alkylmethacrylaten, wie Methyl-
oder Cyclohexylmethacrylat.
[0021] Die Emulgatoren, die bei der Herstellung der thermoplastischen Polymeren B) verwendet
werden, können hergestellt werden durch Umsetzung eines Diols mit einem geeigneten
Carbonsäureanhydrid. Die Umsetzung kann formelmäßig wie folgt dargestellt werden:

A = Alkalimetall.
[0022] Das Diol wird mit den Carbonsäureanhydriden bevorzugt bei Temperaturen von 40 bis
280°C, gegebenenfalls unter Inertgasatmosphäre (Stickstoff) umgesetzt.
[0023] Die erfindungsgemaßen Emulgatoren lassen sich in Form ihrer Salze wie übliche anionische
Emulgatoren, z.B. Salze von höheren Fettsäuren, Harzsäuren, aliphatischen oder aromatischen
Sulfonsäuren oder Schwefelsäurehalbestern, einsetzen. Insbesondere werden sie in Form
wäßriger Alkalilösung mit pH-Wert von ca. 13 bis 7,5 eingesetzt. Die Emulgatoren liegen
üblicherweise in der wäßrig-alkalischen Lösung in einer Menge von 2 bis 50, bevorzugt
5 bis 20, Gew.-% vor.
[0024] Bezogen auf das zu polymerisierende Monomer bzw. Monomergemisch werden ca- 0,05 bis
5, bevorzugt 1 bis 3, Gew.-% der erfindungsgemäßen Emulgatoren eingesetzt. Dabei ist
es besonders vorteilhaft, wenn in der Anfangsphase der Polymerisation zunächst mit
den bekannten herkömmlichen anionischen Emulgatoren gearbeitet wird und erst im weiteren
Verlauf der Emulsionspolymerisation die erfindungsgemäßen Emulgatoren in das polymerisierende
System eingebracht werden. Als Anfangsphase wird ein Monomerumsatz von bis zu 30 Gew.-%
betrachtet, insbesondere 5 bis 20 Gew.-%.
[0025] Bei mehrstufig (z.B. zweistufig) ablaufenden Emulsionspolymerisationen, wie der Pfropfpolymerisation,
kann man prinzipiell
a) die Gesamtpolymerisation mit den erfindungsgemäßen Emulgatoren durchführen,
b) in der ersten Stufe die erfindungsgemäßen Emulgatoren und in der zweiten Stufe
herkömmliche Emulgatoren verwenden oder
c) in der ersten Stufe herkömmliche und in der zweiten Stufe die erfindungsgemäßen
Emulgatoren verwenden.
[0026] Besonders bevorzugt ist die Variante c), die zu Polymerisaten führt mit besonders
vorteilhaften Eigenschaften, wie gutem Foggingverhalten.
[0027] Die anfallende Emulsion besitzt Feststoffgehalte von bis zu 60 Gew.-%, vorzugsweise
bis zu 45 Gew.-% Die Emulsionen lassen sich auf bekannte Art und Weise aufarbeiten,
entweder durch Elektrolytkoagulation oder Trocknungsverfahren, wie Sprühtrocknung.
[0028] Die erfindungsgemäßen Formmassen können in üblicher Weise durch Cofällung der Latices
ihrer Bestandteile oder durch Schmelzkompoundieren der Bestandteile hergestellt werden.
[0029] Die erfindungsgemaßen Formmassen besitzen eine verbesserte Wärmeformbeständigkeit
und ein wesentlich verringertes Foggingverhalten. Das Fogging der Formmassen ist in
den nachfolgenden Beispielen beschrieben.
[0030] Die erfindungsgemäßen Formmassen können verwendet werden zur Herstellung von Formkörpern
wie Folien und Filmen.
Beispiele
[0031]
I. Verwendete Emulgatoren
I.1 Na-Salz der disproportionierten Abietinsäure (Vergleich)
I.2 Na-Salz von C₁₄-C₁₈-Alkylsulfonsäuren (Vergleich)
I.3 Bis-Na-Salz des Umsetzungsproduktes aus 1 Mol Perhydro-bisphenol A und 2 Mol Hexahydrophthalsäureanhydrid.
Herstellung der Pfropfpolymerisate (B2)
[0032]
II. Als Pfropfgrundlage verwendete Kautschuke
II.1 Emulsion eines grobteiligen vernetzten Polybutadiens mit einem mittleren Teilchendurchmes`
ser von 400 nm (d₅₀), einem Gelgehalt von 93 Gew.-%, hergestellt mit Emulgator I.1,
Feststoffgehalt 49 Gew.-%.
II.2 Emulsion eines grobteiligen vernetzten Polybutadiens mit einem mittleren Teilchendurchmesser
von 405 nm (d₅₀), einem Gelgehalt von 92 Gew.-%, hergestellt mit Emulgator I.3, Feststoffgehalt
52 Gew.-%.
II.3 Emulsion eines feinteiligen vernetzten Polybutadiens mit einem mittleren Teilchendurchmesser
von 110 nm (d₅₀), einem Gelgehalt von 93 Gew.-%, hergestellt mit Emulgator I.1, Feststoffgehalt
42 Gew,-%.
II.4 Emulsion eines feinteiligen vernetzten Polybutadiens mit einem mittleren Teilchendurchmesser
von 115 nm (d₅₀), einem Gelgehalt von 91 Gew.-%, hergestellt mit Emulgator I.3, Feststoffgehalt
42 Gew,-%.
III: Pfropfpolymerisate
Die Pfropfpolymerisate III.1 bis III.6 werden mit den in der Tabelle I aufgeführten
Material-Mengen hergestellt:

Die Emulsion II wird unter Rühren bei 60°C mit Wasser und dem Initiatorgemisch gestartet.
Anschließend werden bei 60°C Pfropfmonomere und Emulgator innerhalb von 7 h eingespeist.
Danach wird innerhalb von 4 h auspolymerisiert, Nach Stabilisierung der Emulsion mit
1,2 Gew.-%, (bezogen auf Polymerfeststoff) eines phenolischen Antioxidanz werden die
Emulsionen durch Koagulation mit einer wäßrigen MgSO₄-Lösung zu einem Pulver aufgearbeitet
und getrocknet.
Herstellung der Hautschuke (B1)
[0033]
IV. Eingesetzte Kautschukemulsionen
IV.1 Emulsion eines Copolymerisates aus 70 Gew.-% Butadien und 30 Gew.-% Acrylnitril
mit einem mittlerem Teilchendurchmesser (d₅₀) von 120 nm und einem Gelgehalt von 88
Gew.-%, Polymerfeststoff der Emulsion 25,5 Gew.-%. Die Emulsion wurde hergestellt
mit dem Emulgator I.1.
IV.2 Emulsion eines Copolymerisates der Zusammensetzung wie in IV.1 beschrieben; mittlerer
Teilchendurchmesser (d₅₀) gleich 110 nm; Gelgehalt 90 Gew.-% Polymerfeststoff in Emulsion
25,7 Gew.-%, Die Emulsion wurde hergestellt mit Emulgator I.2.
IV.3 Emulsion eines Copolymerisates der Zusammensetzung wie in IV.1 beschrieben; mittlerer
Teilchendurchmesser (d₅₀) gleich 125 nm; Gelgehalt 89 Gew.-% Polymerfeststoff in Emulsion
25,5 Gew.-%. Die Emulsion wurde hergestellt mit Emulgator I.3.
Die Kautschuke wurden aus den Latices zusammen mit den oben beschriebenen Pfropfpolymerisaten
isoliert, d.h. durch Elektrolyt-Koagulation von Mischungen der Latices von Pfropfpolymerisat
und Kautschuk.
V.
Fogging der Pfropfpolymerisate III.1 bis III.6 (Window-Fogging-Test (3 h/100°C) nach
DIN 75 201):
| Pfropfpolymerisat |
Glanzwert % |
| III.1 |
77 |
| III.2 |
84 |
| III.3 |
86 |
| III.4 |
88 |
| III.5 |
94 |
| III.6* |
93 |
VI.
Eigenschaften von PVC-Formmassen
Zur Herstellung der Formmassen wird Polyvinylchlorid (K-Wert 70) mit verschiedenen
Mengen verschiedener Polymerisate kombiniert, Als notwendiger Stabilisator- und Gleitmittelzusatz
werden in jedem Fall 2 Gew.-% BaCd-Laurat (fest), 0,3 Gew.-% sterisch gehindertes,
phenolisches Antioxidanz (fest) und 0,2 Gew.-% Esterwachs zugesetzt. Die Formmassen
werden auf einem Mischwalzwerk 10 Min. bei 180°C homogenisiert und bei 190°C zu Prüfkörpern
verpreßt. Zusammensetzung und Eigenschaften enthalten die Tabellen II und III.

1. Matières à mouler thermoplastiques consistant en
A) 10 à 95% en poids d'un polymère du chlorure de vinyle et
B) 90 à 5 % en poids d'au moins un ou plusieurs polymères thermoplastiques consistant
en
B1) des polymères du type caoutchouc,
B2) des polymères greffés et
B3) des polymères vinyliques,
les polymères B1) B2) et B3) ayant été préparés par une polymérisation en émulsion
en présence d'agents émulsionnants eux-mêmes obtenus par réaction de 1 mole d'un diol
de formule I
HO-M-OH (I)
dans laquelle
M représente

avec 2 moles d'un anhydride d'acide carboxylique de formules II, III et/ou IV

dans lesquelles
pour x=0:
R¹, R², R³ et R⁴ représentent l'hydrogène,
ou bien
R¹ et R³, ayant des significations identiques ou différentes, représentent chacun
l'hydrogène, un groupe alkyle ou alcényle en C₁-C₃₅ et R² et R⁴ représentent l'hydrogène,
ou bien
R¹ et R⁴ représentent ensemble une liaison chimique et R² et R³ forment, ensemble
et avec les atomes de carbone, un groupe o-phénylène,
et pour x=1:
R¹, R², R³, R⁴ représentent l'hydrogène et
Y représente


à des températures de 100 à 300°C en atmosphère de gaz inerte, les composés obtenus
étant ensuite convertis en sels alcalins ou d'ammonium.
2. Matières à mouler thermoplastiques selon la revendication 1, pour lesquelles les composants
B1), B2), B3) ont été mis en oeuvre en quantités de 20 à 50 parties en poids de B1)
pour 80 à 20 parties en poids de B2) et pour 0 à 30 parties en poids de B3).
3. Matières à mouler thermoplastiques selon la revendication 1, dans lesquelles les polymères
préparés par polymérisation en émulsion B1), B2) et B3) ont été préparés avec des
agents émulsionnants consistant en composés de formule

dans laquelle A représente un métal alcalin ou l'ammonium.
4. Utilisation des matières à mouler thermoplastiques selon la reven-dication 1 pour
la fabrication d'objets moulés de feuilles et de pellicules.