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EP 0 403 609 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.04.1992 Patentblatt 1992/14 |
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Anmeldetag: 20.11.1989 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH8900/203 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9007/623 (12.07.1990 Gazette 1990/16) |
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AUS ELASTISCHEM MATERIAL BESTEHENDER UMFASSUNGSRAHMEN FÜR EIN FLÄCHIGES ELEMENT
SURROUNDING FRAME OF ELASTIC MATERIAL FOR A FLAT ELEMENT
CADRE EN MATERIAU ELASTIQUE POUR ELEMENT PLAT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
27.12.1988 CH 9/89
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.12.1990 Patentblatt 1990/52 |
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Patentinhaber: DÄTWYLER AG
SCHWEIZERISCHE KABEL-, GUMMI- UND KUNSTSTOFFWERKE |
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CH-6460 Altdorf (CH) |
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Erfinder: |
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- HERWEGH, Norbert
CH-6467 Schattdorf (CH)
- GISLER, Toni
CH-6467 Schattdorf (CH)
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Vertreter: Grieskamp, Johannes Peter et al |
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Patentanwaltsbüro
Hannspeter Grieskamp
Im Baumgarten 7 CH-8123 Ebmatingen CH-8123 Ebmatingen (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 811 604 FR-A- 2 150 315 FR-A- 2 464 359 US-A- 3 921 352
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DE-B- 1 192 809 FR-A- 2 440 459 US-A- 3 571 994 US-A- 4 650 702
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen aus elastischem Material bestehenden Umfassungsrahmen
für ein flächiges, einen Teil einer Gebäudefassade bildendes Element nach dem Oberbe.griff
des Anspruchs 1.
[0002] Seit einiger Zeit geht man dazu über, Wände und Fassaden möglichst flächig, ohne
vorstehende Konstruktionselemente, auszuführen. Diese Bauweise ist, sofern für die
Wände oder Fassaden Glaselemente verwendet werden, auch in deutschsprachigen Fachzeitschriften
unter dem englischen Fachausdruck "Structural Glazing", oder auch unter den Ausdrücken
"Strukturverglasung" oder"Silikonverglasung" bekanntgeworden. Unzählige Gebäude dieser
Art sind schon erstellt worden. Wie sie aussehen und welche Probleme hierbei auftreten,
ist neben den genannten Fachzeitschriften auch dem einleitenden Teil der FR-A 2 150
315 zu entnehmen.
[0003] Die Vorteile dieser Ausführungsform liegen vorallem darin, dass diese dank ihrer
flächigen Wirkung den Eindruck von Leichtigkeit und Eleganz erweckt, namentlich bei
Hochhäusern. Hierzu kommt noch eine Unterhalts- und Umweltfreundlichkeit, denn namentlich
Fassaden aus Glas weisen einen hohen Selbstreinigungseffekt auf, sodass aufwendige,
mit chemischen Mitteln arbeitende Fassadenreinigungen entfallen; oft sind sie wegen
der Höhe des Gebäudes nicht einmal durchführbar. Ein weiterer Vorteil liegt darin,
dass sowohl Glas wie auch das Dichtungsmaterial der Fugen von den Verunreinigungen
in der Luft kaum angegriffen werden, so dass solche Fassaden für sehr lange Zeit nicht
renoviert werden müssen.
[0004] In dieser Druckschrift wird eine Verankerung der Fassadenelemente bzw. der Scheiben
dargestellt, die Dichtungsleisten mit je zwei Nuten aufweist in denen benachbarte
Scheiben eingesetzt werden können. Die vertikalen Dichtungsleisten werden in speziell
ausgeführten Pfosten verankert und sind wie diese durchgehend, während die horizontalen,
die in ebensolchen Riegeln verankert sind, nur von einem Pfosten bis zum andern reichen.
Es werden also keine Umfassungsrahmen gebildet, die allfällige Toleranzen ausgleichen
können. Daher müssen diese Dichtleisten sehr massiv ausgeführt werden, denn sie müssen
auch dann noch eine Scheibe sicher halten, wenn diese wegen der erwähnten Toleranzen
nicht bis zum Nutgrund reicht. Das hat jedoch zur Folge, dass derjenige, die Nut begrenzende
Schenkel, der sich auf der Gebäudeinnenseite befindet, mit praktisch seiner ganzen
Länge am Pfosten oder Riegel anliegt. Ein ungehinderter Uebergang von Kälte im Winter
bzw. Hitze im Sommer von der Dichtungsleiste auf die Gebäudestruktur und damit in
das Gebäudeinnere ist die Folge.
[0005] Versuche, diesen Missstand teilweise zu beheben, sind schon gemacht worden, aber
nur ansatzweise. Die DE-B-1 192 809 zeigt einen solchen, bei welchem die die Scheiben
an ihren Rändern umgebende Dichtungsleiste an ihrer Aussenseite durch einen Halter
begrenzt ist, der mit dem Pfosten unter Zwischenlage eines isolierenden Kunststoffbandes
verbunden ist. Da aber auf der gebäudeinneren Seite die Dichtungsleiste bis auf wenige,
offensichtlich zur Kondenswasserableitung dienende kleine Ausschnitte voll an einem
mit dem Pfosten direkt verbundenen Winkelträger anliegt, kann sich die Temperatur
über diese Stelle ausgleichen. Das Eindringen von Kälte oder Hitze über diesen Uebergang
ist also nach wie vor möglich.
[0006] Die Erfindung bezweckt nun, einen Umfassungsrahmen zu schaffen, der einerseits die
Fassadenelemente, also meistens die Scheiben, sicher verankert und selber an der Tragkonstruktion
solide verankert ist, an der Uebergangsstelle zu ihr aber konsequent so ausgebildet
ist, dass dort der Uebergang von Wärme oder Kälte auf ein Minimum herabgesetzt wird.
[0007] Ein solcher Umfassungsrahmen ist erfindungsgemäss durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruches 1 gekennzeichnet.
[0008] Ausführungsbeispiele desselben sind in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt,
es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht mit zweinebeneinanderliegenden Elementen samt
ihrem dazugehörigen Umfassungsrahmen;
Figur 2 einen Querschnitt durch eine andere Ausführungsform des Umfassungsrahmens.
[0009] Figur 1 zeigt wie erwähnt zweinebeneinanderliegende Elemente, hier Doppelglasscheiben
1, und einen Teil des jeden dieser Scheiben umfassenden Rahmens 2. Da diese Rahmen
2 über ihren gesamten Umfang denselben Querschnitt aufweisen, kann diese Figur sowohl
als Ansicht in der Vertikalen (bei Fassaden), in der Falllinie (bei geneigten Fassaden
oder Dächern) oder auch quer dazu, also in der Horizontalen betrachtet werde n . Jeder
der beiden Umfassungsrahmen 2 dient dazu, die von ihm umfasste Doppelglasscheibe 1
mit der Gebäudestruktur, die hier durch einen im wesentlichen T-förmigen Träger 3
repräsentiert wird, zu verbinden.
[0010] Wie ersichtlich, weist jeder Rahmen einen U-förmigen querschnitt auf, mit einem Quersteg
4 und zwei an jedem Ende von ihm abstehende Schenkeln 5, 6. Der in Figur 1 jeweils
obere Schenkel 5 ist als Dichtlippe ausgebildet und greift über den Rand der Aussen-
oder Bewitterungsseite der Scheibe 1. Diese Dichtlippe weist einen kräftigen Fuss
7 sowie eine Spitze 8 auf, die gegenüber dem Fuss 7 wesentlich dünner ausgeführt ist
und daher nur unwesentlich über die Oberfläche der Scheibe 1 vorsteht. Die Länge dieses
Schenkels 5 sollte mindestens 5 mm betragen, um die Scheibe 1 sicher zu umschliessen.
Meist beträgt sie jedoch 10 - 15 mm, weil bei Doppelglasscheiben die beiden Gläser
mit einer sie auf Abstand haltenden Aluminiumprofilschiene 9 verklebt sind und der
dabei verwendete Klebstoff vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden muss.
Wird anstelle der Doppelglasscheibe ein Füllelement verwendet, kann die Dichtlippe
je nach Belastung auf den erstgenannten Wert verkürzt werden.
[0011] Der in Figur 1 untere, gegen die Gebäudeinnenseite gerichtete Schenkel 6 ist gegenüber
dem Schenkel 5 wesentlich-kräftiger ausgeführt. Seine Aufgabe ist es nicht nur, die
Scheibe 1 von innen her zu umfassen, sondern auch sie elastisch zu lagern, hierbei
Montagetoleranzen aufzunehmen und ferner auch zu versichern, dass Kälte oder Wärme
durch die Scheibe 1 hindurch nicht sofort in das Innere des Gebäudes übertragen werden.
Zu diesem Zweck weist der Schenkel 6 auf derjenigen Seite, mit welcher er gegen eine
Winkelprofilleiste 10 aufliegt, einige Vorsprünge 11 auf, so dass im Normalfall nur
ein kleiner Teil der Schenkellänge wir.Glich auf der gesamten Leiste 10 aufliegt.
Auf diese Weise wird die Wärme- bzw. Kälteübertragung herabgesetzt; gleichzeitig sind
diese Vorsprünge jedoch elastisch genug, um sich deformieren und damit Toleranzen
aufnehmen zu können. Die gegenüberliegende Seite, also diejenige, auf welche der Rand
der Scheibe 1 aufzuliegen kommt, ist eben. Sie kann genau parallel zur entsprechenden
Oberfläche der Scheibe 1 verlaufen, kann aber auch einen gewissen Winkel zu derselben
aufweisen, mindestens über einen Teil ihrer Länge, um die Montage zu erleichtern und
allfällige Schrägstellungen der Scheibe 1 aufzunehmen.
[0012] Die Verbindung des Umfassungsrahmens 2 mit der Gebäudestruktur, also mit dem Träger
3, kann auf verschiedene Arten ausgeführt werden. Zwei Ausführungsbeispiele sind in
den beiden Figuren dargestellt. Gemäss Figur 1 wird an den Quersteg 4 auf der Seite
des Schenkels 6 noch ein L-förmiger Ansatz 12 angehängt. Dadurch entsteht zwischen
ihm und dem Schenkel 6 eine Art Nut 13, in welche der eine Schenkel der mit dem Rahmen
2 durch Verschraubung verbundenen Winkelprofilleiste 10 eingreift. Der Umfassungsrahmen
2 ist auf diese Weise fest am Träger 3 verankert. Der Ansatz 12 wird zusammen mit
dem Profil des Umfassungsrahmens 2 extrudiert, dann das gesamte Profil in Stücke geschnitten
und diese werden wie ersichtlich an ihren Enden zu einem Rahmen zusammenvulkanisiert.
[0013] Zwischen den jeweils einander benachbarten Seiten zweier Umfassungsrahmen werden
in der Regel Dichtungsprofilleisten 14, 15 eingeschoben. Ihr Zweck besteht lediglich
darin, das Eindringen von Wasser in den Zwischenraum zwischen den beiden Rahmen 2
zu verhindern. Ihre Form ist beliebig. Gleichzeitig werden die Querstege 4 fest an
die Scheiben 1 bzw. an deren Profilschienen 9 angelegt.
[0014] Figur 2 zeigt eine andere Ausführungsform, welche jedoch auf den gleichen Prinzipien
beruht. Der Träger 3′ weist einen komplizierteren querschnitt als der Träger 3 auf,
dafür fehlt die Winkelprofilleiste 10. Der Träger 3′ ist hier nicht vollständig dargestellt,
weil auch nur ein Umfassungsratimen 2 dargestellt ist. Wie in Figur 1 ist ein zweiter
Ratimen 2 symmetrisch zumersten angeordnet.
[0015] Ein erster Unterschied zur vorherigen Ausführungsform besteht in der Ausbildung des
unteren Schenkels 6. Dieser besteht nun aus zwei Teilen 6′, 6˝ , von denen der Teil
6′ als Dichtlippe von einer zum Schenkel 5 spiegelbildlichen Form ausgebildet ist,
er weist auch dieselben Abmessungen und damit auch dieselbe Dicke wie jener auf. Weil
nun aber auch dieser Schenkel 6 dieselben Aufgaben übernehmen muss wie im Zusammenhang
mit Figur 1 erwähnt, nämlich die elastische Lagerung der Scheibe 1, die Aufnatime
von Montagetoleranzen sowie die weitgehende Verhinderung eines Kältedurchganges, weist
er, wie erwähnt, einen zweiten Teil 6˝ auf, der zwar mit dem Teil 6′ nicht verbunden,
jedoch auf dessen querschnittsform abgestimmt ist und mit ihm so zusammenwirkt, dass
die beiden Teile 6′, 6˝ die gesamten Aufgaben erfüllen können. Wie ersichtlich ist
der Teil 6˝ annähernd V-förmig ausgebildet und weist einen Fuss 6a auf, der um einen
entsprechend ausgebildeten Vorsprung 3a des Trägers 3 herumgreift, so dass der Teil
6˝ dort verankert ist. Zu beachten ist, dass dieser Teil 6˝ nicht über seine ganze
Ausdehnung am Teil 6′ anliegt, sondern nur an zwei relativ schmalen Stellen 60, 61.
Damit wird die dieselbe Wirkung erzielt wie mit den bei Figur 1 erwähnten Vorsprüngen
11, nämlich die weitgehende Unterbindung des Kälteüberganges. Zwar berührt der Teil
6˝ mit seiner Spitze auch die Glasscheibe 1 (was nicht unbedingt sein muss); die Uebergangsfläche
bei dieser Spitze ist aber auch nach erfolgtem Einbau sehr klein, so dass der Kältefluss
durch sie hindurch gering bleibt.
[0016] Der Vorteil dieser Ausführungsform liegt darin, dass die Scheibe 1 und der Umfassungsrahmen
2 leichter montiert werden können, namentlich dann, wenn der letztere bereits an der
Scheibe : angebracht und zusammen mit ihr angeliefert wird. Der Teil 6˝ wird anschliessend
an die Montage des Rahmens 2 bzw. der Scheibe 1 mit dem Rahmen 2 zwischen ihnen und
dem Vorsprung 3a des Trägers 3′ eingepresst.
[0017] Ebenfalls unterschiedlich zu Figur 1 ist die Verbindung des Umfassungsrahmens 2 mit
dem Träger 3′. Sie erfolgt hier über einen Zugsteg, der in Anlehnung an die Funktion
des Ansatzes 12 mit 12′ bezeichnet wird. Dieser Zugsteg 12′ greift aber, im Gegensatz
zum Ansatz 12, nicht am Schenkel 6, sondern am rückwärtigen Ende des Schenkels 5 an
und verläuft im wesentlichen parallel zum Quersteg 4, ragt aber um ein beträchtliches
Stück über dessen unteres Ende hinaus. An seinem freien Ende weist er eine Verdickung
12a auf, die unter einen weiteren Vorsprung 3b des Trägers 3′ greift. In dieser Lage
wird er durch die schon erwähnten Dichtungsprofilleisten 14, 15 gehalten, die zwischen
diesem Zugsteg und denjenigen eines benachbarten Rahmens 2 analog wie in Figur 1 eingeschoben
werden und diese Zugstege voneinander wegdrücken. Diese Profilleisten 14, 15 weisen
im wesentlichen dieselbe Form wie bei Figur 1 auf und unterscheiden sich allenfalls
nur in ihrer Höhe von jenen.
[0018] Der Vorteil dieser Ausführungsform liegt ausser der schon erwähnten leichteren Montierbarkeit
darin, dass die unvermeidlichen Fabrikationstoleranzen noch besser aufgefängen werden
können als bei der Ausführungsform nach Figur 1, und zwar nicht nur zwischen der Scheibe
1 und dem Träger 3 im Bereich des Schenkels 6, sondern ebenso im Bereich des Zugsteges
12′, d.h. wenn der Abstand von einem Umfassungsrahmen zum jeweils benachbarten Rahmen
variiert.
[0019] Beiden Ausführungsformen ist gemeinsam, dass durch das Ummanteln der Glasscheibe
mit einem U-förmigen Umfassungsrahmen es möglich ist, die auftretenden Kräfte umlaufend
und gleichmässig in die Gebäudetragkonstruktion einzuleiten. Das weichelastische Material
des Rahmens 2 bietet dabei die Gewähr dafür, dass die Glasscheibe und die Gebäudekonstruktion
sich unabhängig voneinander spannungsfrei bewegen können. Das kann je nach Art der
Ausführung der Verankerung nach innen noch verbessert werden. Bei der bereits erwähnten
möglichst weit aussen angreifenden Zugverankerung nach Figur 2 werden Relativbewegungen
in einer Grössenordnung möglich, wie sie in Erdbebengebieten auftreten können. Das
ist bei verklebten Scheiben völlig ausgeschlossen.
[0020] Je nach Art der Verankerung kann das Scheibengewicht ganz durch den Umfassungsrahmen
nach innen abgetragen werden. Es ist aber auch möglich, an den Scheibenunterkanten
ein oder zwei Auflager vorzusehen, die je nach Ausführung des Umfassungsrahmens 2
ganz oder teilweise kaschiert werden.
[0021] Der Umfassungsrahmen ist in der Lage, die auftretenden Kräfte ohne weitere Hilfsmittel
zu übernehmen. Bei entsprechend kräftiger Aus führung und einer entsprechend grossen
Vorspannung der Dichtlippen des Umfassungsrahmens kann er so dicht sein, dass kein
Wasser ins Gebäudeinnere vordringt. Dennoch ist er elastisch genug, um die unterschiedlichen
Wärmeausdehnungen zwischen Glasscheibe und Gebäude aufzunehmen.
[0022] Vorallem aber ist er in der Lage, den Uebergang von Kälte oder Hitze in das Gebäudeinnere
erheblich zu reduzieren, was bei den meist grossen und meist auch vollständig verglasten
Fassaden eine nicht zu unterschätzende Einsparung in der Klimatisierung des Gebäudes
darstellt.
1. Aus elastischem Material bestehender Umfassungsrahmen für ein flächiges, einen
Teil einer Gebäudefassade bildendes Element (1), wobei dieser Rahmen (2) aus Abschnitten
einer Profilleiste zusammengesetzt ist, die einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt
mit einem das Element jeweils an seiner entsprechenden Randseite abzudecken bestimmten
Quersteg (4) und zwei das Element an seinen beiden Seiten einzufassen bestimmten,
von den Enden des Quersteges aus senkrecht abstehenden Schenkeln (5, 6) aufweist,
von denen wenigstens der eine (5) als Dichtlippe ausgebildet ist, wobei der andere
Schenkel (6) insgesamt wesentlich dicker als die genannte Dichtlippe (5) ist und dass
auf seiner Seite ein in gleicher Richtung wie der Quersteg (4) verlaufendes Verankerungsorgan
(12, 12′) zur Verankerung des Umfassungsrahmens an der Gebäudefassade über das betreffende
Ende des Quersteges (4) hinaus vorsteht und wobei dieser andere Schenkel selber gegen
einen Teil (10; 3a) der Gebäudefassade anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte andere Schenkel (6) auf dieser gegen die genannten Teile (10;
3a) anliegenden Längsseite mit wenigstens einem Bestandteil (11; 6˝) versehen ist,
der in vom Wärme- bzw. Kältefluss zwischen Fassadenelement (1) und dem genannten Gebäudeteil
(10; 3a) durchströmten Schenkel wenigstens eine Ausnehmung bildet, die seinen Durchströmquerschnitt
reduziert.
2. Umfassungsrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere solche Bestandteile in Form von Vorsprüngen (11) vorhanden sind, die
direkt auf dem Teil (10) der Gebäudefassade aufliegen und durch jeweils eine dazwischenliegende,
den direkten Kontakt zwischen Schenkel und Gebäudefassadenteil an der betreffenden
Stelle verhindernde Ausnehmung voneinander getrennt sind.
3. Umfassungsrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Bestandteil einer von zwei Teilen (6′, 6˝) ist, aus denen der dickere
Schenkel (6) besteht, und dass er (6˝) zwischen diesem anderen Teil (6′) und dem Gebäudefassadenteil
(3a) angeordnet ist und eine V-Form aufweist, mit welcher er den anderen Teil (6′)
nur an zwei Stellen (60, 61) berührt, um dazwischen die Ausnehmung zu bilden.
4. Umfassungsrahmen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der andere (6′) der beiden Schenkelteile mit dem Quersteg (4) fest verbunden
ist.
5. Umfassungsrahmen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Schenkelteil (6′) als Dichtlippe von denselben Ausmassen wie der dichtlippenförmige
Schenkel (5) ausgebildet ist.
6. Umfassungsrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsorgan (12) L-förmig ausgebildet ist und mit dem dickeren Schenkel
(6) zusammen eine Nut (13) zur Aufnahme eines Teils (10) der die Gebäudefassade tragenden
Strukturelemente (3) bildet.
7. Umfassungsrahmen nach Anspruch 1 oder 3, dass das Verankerungsorgan (12′) aus einem
an diesem Schenkel (6) vorbeiführenden und am dichtlippenförmigen Schenkel (5) angebrachten,
parallel zum Quersteg (4) verlaufenden Steg besteht, der um ein beträchtliches Stück
über dasjenige Ende des letzteren hinausragt, an welchem sich der dikkere Schenkel
(6) befindet.
8. Umfassungsrahmen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsorgan (12′) an seinem freien Ende eine zur Verankerung dienende
Verdickung aufweist.
1. Surrounding frame of elastic material for a flat element forming a part of a building
façade, said frame being composed of sections cut from a profile strip of substantially
U-shaped cross section formed by a web (4) intended to cover the element on its respective
rim and by two legs (5, 6) projecting perpendicularly from the ends of said web and
in tended to embrace the element on its two faces, at least one (5) of these legs
forming a sealing lip, whereby the other leg (6) as a whole is substantially thicker
than said sealing lip (5); an anchoring organ (12, 12′) for anchoring the surrounding
frame on the building façade extending in the same direction as the web (4) and beyond
the end of the latter, said other leg (6) resting itself against a part (10; 3a) of
the building façade, characterized in that said other leg (6) is equipped on that longitudinal side that contacts said
part (10; 3a) with at least one part (11; 6˝) that forms a carity within this leg
through which flows heat or cold between the façade element (1) and said façade part
(10; 3a), for reducing the throughflow cross section of said leg (6).
2. Surrounding frame according to Claim 1, characterized in that there is a number of such parts in the form of protrusions (11) which rest
directly on the part (10) of the building façade and are separated from each other
by a carity in between, said carity preventing a direct contact between the leg and
the part of the building façade.
3. Surrounding frame according to Claim 1, characterized in that said part of the thicker leg is one of two parts (6′, 6˝) which the thicker
leg (6) is composed of, and that it (6˝) is arranged between said other leg part (6′)
and the part (3a) of the building façade and presents a V-form by means of which it
contacts the other leg part (6′) only on two locations (60, 61) in order to form the
cavity in between.
4. Surrounding frame according to Claim 3, characterized in that the other (6′) of the two leg parts is rigidly connected to the web.
5. Surrounding frame according to Claim 4, characterized in that this leg part (6′) is made up as a sealing lip of the same dimension as the
leg (5) forming the sealing lip.
6. Surrounding frame according to Claim 1, characterized in that the anchoring organ (12) is L-shaped and forms, together with the thicker
leg (6), a groove (13) for receiving a part (10) of the structural elements (3) supporting
the building façade.
7. Surrounding frame according to Claim 1 or 3, characterized in that the anchoring organ (12′) consists of a web that goes past this let (6),
is attached to the leg (5) forming the sealing lip and extends parallel to the web
(4) of the profile strip, ending substantially beyond that end of the latter web (4)
on which the thicker leg (6) is located
8. Surrounding frame according to Claim 7, characterized in that the anchoring organ (12′) has an enlargement at its end that serves as an
anchoring means.
1. Cadre réalisé dans un matériau élastique, pour un élément (1) plat, formant une
partie d'une façade de bâtiment, ce cadre (2) étant constitué de tronçons d'une barre
profilée qui présente une section transversale à peu près en U avec une traverse (4)
destinée à recouvrir l'élément sur son côté de bordure correspondant ainsi que deux
ailes (5, 6) destinées à saisir l'élément sur ses deux côtés, faisant saillie perpendiculairement
des extrémités de la traverse, dont une (5) au moins est configurée en lèvre d'étanchéité,
l'autre aile (6) étant dans l'ensemble beaucoup plus épaisse que la lèvre d'étanchéité
(5) citée et sur son côté, un organe d'ancrage (12, 12′), s'étendant dans la même
direction que la traverse (4), destiné à l'ancrage du cadre sur la façade du bâtiment,
dépassant l'extrémité concernée de la traverse (4) et cette autre aile s'appliquant
contre une partie (10 ; 3a) de la façade du bâtiment, caractérisé en ce que l'autre
aile (6) citée est pourvue sur ce grand côté, s'appliquant contre les parties (10
; 3a) citées, par au moins un composant (11 ; 6˝) en ce que l'aile traversée par le
flux de chaleur ou de froid entre l'élément de façade (1) et la partie de bâtiment
(10 ; 3a) citée, forme au moins un évidement qui réduit sa section transversale de
passage.
2. Cadre selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu plusieurs de
ces composants en forme de saillies (11) qui reposent directement sur la partie (10)
de la façade du bâtiment et qui sont séparés l'un de l'autre par un évidement situé
entre eux, empêchant le contact direct entre les ailes et la partie de la façade du
bâtiment, au point concerné.
3. Cadre selon la revendication 1, caractérisé en ce que ce composant appartient à
l'une des deux parties (6′, 6˝) dont est constituée l'aile (6) plus épaisse et en
ce qu'elle (6˝) est placée entre cette autre partie (6′) et la partie de la façade
de bâtiment (3a) et présente une forme en V par laquelle elle n'est en contact avec
l'autre partie (6′) qu'en deux points (60, 61) afin de former entre elles l'évidement.
4. Cadre selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'autre partie (6′) des deux
parties d'aile est solidaire de la traverse (4).
5. Cadre selon la revendication 4, caractérisé en ce que cette partie d'aile (6′)
est une lèvre d'étanchéité présentant les mêmes dimensions que l'aile (5) en forme
de lèvre d'étanchéité.
6. Cadre selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'organe d'ancrage (12) est
en aile et forme, avec l'aile (6) plus épaisse, une rainure (13) destinée à loger
une partie (10) des éléments de structure (3) portant la façade du bâtiment.
7. Cadre selon la revendication 1 ou 3, caractérisé en ce que l'organe d'ancrage (12′)
est constitué d'une cloison passant devant cette aile (6) et rapporté sur l'aile (5)
en forme de lèvre d'étanchéité, s'étendant parallèlement à la traverse (4), laquelle
cloison dépasse d'une grande distance l'extrémité de cette dernière sur laquelle se
trouve l'aile (6) plus épaisse.
8. Cadre selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'organe d'ancrage (12′)
présente, à son extrémité libre, une surépaisseur servant à l'ancrage.
