[0001] Die Erfindung betrifft ein transportables Schüttgutsilo, insbesondere für feingranulierten
und feuchten Kalk zur Neutralisierung saurer Waldböden gemäß Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Ein Schüttgutsilo der genannten Art ist bspw. nach der US-A-4 195 744 bekannt, das
die Form eines Kastens hat und insbesondere für die Lagerung und den Transport von
Fleichstücken bestimmt ist. Die nach unten zu öffnende Verschlußklappe ist mit relativ
niedrigen Seitenwänden versehen, die verhindern sollen, daß beim Herausziehen der
Fleischstücke diese von der geöffneten Verschlupklappe herunterfallen können. Abgesehen
von diesem Silo kommen transportable Schüttgutsilos für die verschiedensten Zwecke
zum Einsatz und werden gefüllt mit Spezialwagen zur Schüttgutverbrauchsstelle transportiert,
dort aufgestellt und nach Verbrauch des Schüttgutes gegenm ein anderes, gefülltes
Silo ausgetauscht und geleert wieder zum Füllen abtransportiert. Zur Aufstellung derartiger
Silos, wie auch das nach der US-A-4 195 744, sind diese in einem Gestell oder auf
einem Untergestell angeordnet, damit sich die Auslauföffnung in ausreichender Höhe
über der Aufstellebene befindet, um unterfahren werden oder um bequem bspw. das Schütgut
absacken zu können. Die Auslaufteile derartiger Silos sind in der verschiedensten
Weise gestaltet, dabei aber grundsätzlich angepaßt an die Form der Auslauföffnung,
die entsprechende Verschlüsse aufweist, wie diese bspw. nach der DE-A-494 680 bekannt
sind, deren Verschlußklappen im übrigen wie die nach der US-A-4 195 744 ausgebildet
ist, nur daß diese wesentlich größer sind und die Form von Kreissektoren haben.
[0003] Eine spezielle Problematik hat sich nun insbesondere bei der Behandlung saurer Waldböden
mit Kalk ergeben, der fein granuliert in der Regel mit an Hubschraubern hängenden
Streukübeln ausgebracht wird, wobei, um extreme Staubbildung zu verhindern und um
die Einwirkung von Wind zu reduzieren, der granulierte Kalk etwas feucht gehalten
sein muß. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, sind dafür die bisher bekannten,
tranportablen Schüttgutsilos aus zweierlei Gründen nicht bzw. wenig geeignet. Einerseits
sind dafür nämlich die bisher üblichen Gestaltungen von Auslauföffnungen zu klein
und zum anderen muß das Befüllen der Streukübel sehr schnell vollzogen werden können,
da die Inanspruchnahme von Hubschraubern sehr teuer ist. Andererseits können aber
die Streukübel auch nicht vom Hubschrauber direkt unter dem Silo zwecks Schnellbefüllung
abgesetzt werden, da dies zu schwierig und evtl. auch zu gefährlich ist. Bei den Silos
nach der US-A-4 195 744 und der DE-A-494 680 sind zwar je nach Dimensionierung des
Silos ausreichend große Öffnungen vorhanden, in diese kann aber nicht mit einem Schaufellader
eingefahren und das Schüttgut aufgenommen werden.
[0004] Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, für den genannten Zweck ein geeignetes
Schüttgutsilo zu schaffen bzw. ein Schüttgutsilo der eingangs genannten Art dahingehend
zu verbessern, daß ohne Brückenbildungsgefahr nach Öffnung des Silos sofort eine ausreichend
große Menge an Schüttgut schwallartig austritt und vor der Auslauföffnung zur Verfügung
steht und dieses schnell mit einem entsprechend dimensionierten, kleinen Schaufellader
durch direktes Einfahren der Schaufel in das Schüttgut aufgenommen und dem Streukübel
übergeben werden kann, wobei aber zudem dafür gesorgt sein soll, daß einerseits der
Boden im Silobereich nicht bzw. so wenig wie möglich mit dem Schüttgut durchdrängt
wird und andererseits nur eine entsprechend begrenzte Schüttgutmenge austreten kann,
ohne dafür das Verschlußelement schließen zu müssen.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einem bekannten transportablen Schüttgutsilo
nach US-A-4 195 744 durch die im Kennzei chen des Patentanspruches 1 angeführten Merkmale
gelöst.
[0006] Da sich erfindungsgemäß das in Form eines umgekehrt angeordneten Satteldaches ausgebildete
Auslaufteil mit seinem unteren Ende in der Aufstellebene des Behälters befindet, steht
das Schüttgut nach Öffnung der Auslauföffnung unmittelbar am Boden, aber auf der Verschlußklappe
als Schüttguthaufen zur Verfügung und kann dort vom Schaufellader direkt aufgenommen
werden. Der schwallartig ausgetretene und unmittelbar vor der Auslauföffnung liegende
Hauf en sorgt dabei dafür, daß durch ihn das noch im als quaderförmige Säule ausgebildeten
Silo befindliche Schüttgut nicht nachrutschen kann, was erst wieder erfolgt, wenn
ein Schaufellader Schüttgut aus dem Haufen aufnimmt.
[0007] Nach Öffnung der Klappenschließe schlägt also die Klappe unter dem Druck des Schüttgutes
automatisch auf den Boden und bildet damit eine Unterlage für das Schüttgut, von der
es mit dem Schaufellader direkt aufgenommen werden kann und die verhindert, daß der
Boden im Aufstellbereich des Silos nicht intensiv mit dem Schüttgut durchdrängt wird.
Extrem ausbreiten kann sich dabei das Schüttgut nicht, da die Seitenwände der das
quaderförmige Silo bildenden Säule ebenfalls bis in dessen Aufstellebene erstreckt
sind. Vorteilhaft können hierbei jedoch am Auslaufteil um vertikale Achsen schwenkbare
Schüttgutbegrenzungsklappen angeordnet sein.
[0008] Das erfindungsgemäße Schüttgutsilo ist zwar insbesondere für den genannten Zweck
vorgesehen, es steht jedoch nichts entgegen, das Silo auch für andere Schüttgutarten,
bspw. Düngemittel, zu verwenden, sofern solches Schüttgut unmittelbar vom Schüttguthaufen
weg aufgenommen und verbraucht werden soll, also nicht für einen Weitertransport bspw.
durch Absacken, Leitungsförderung oder Transportbandförderung bestimmt ist.
[0009] Das erfindungsgemäße Schüttgutsilo wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung
eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
[0010] Es zeigt schematisch
- Fig. 1
- das Schüttgutsilo in Seitenansicht;
- Fig. 2
- das Schüttgutsilo gemäß Fig. 2 in perspektivischer Darstellung und
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf das Silo in besonderer Ausführungsform.
[0011] Das transportable Schüttgutsilo besteht grundsätzlich aus einem Behälter 1 mit einer
mittels schwenkbarer Verschlußklappe 6 verschließbaren Auslauföffnung 2, die sich
über die ganze Breite des Behälters 1 erstreckt und wobei neben der Auslauföffnung
2 seitliche Schüttgutbegrenzungswände 5 vorgesehen sind. Wie aus Fig. 1, 2 ersichtlich,
ist der Behälter 1 als quaderförmige Säule ausgebildet und deren Auslaufteil 3 in
Form eines umgekehrt angeordneten Satteldaches 8, dessen Firstgerade 9 in der Aufstellebene
E des Silos angeordnet ist, wobei in der Firstgeraden 9 die Verschlußklappe 6 schwenkbar
gelagert ist und die seitlich neben der Auslauföffnung 2 angeordneten Schüttgutbegrenzungswände
5 aus den bis in die Aufstellebene E verlängerten Seitenwänden 10 des Behälters 1
gebildet sind.
[0012] Nicht dargestellt sind geeignete Schließelemente, um die Klappe 6 beim Befüllen des
Behälters 1 und bei dessen Transport verschlossen zu halten. Beim Öffnen der Schließelemente
schlägt die Klappe 6 unter dem Druck des im Behälter 1 enthaltenen Schüttgutes sofort
auf, legt sich auf die Aufstellebene E und bildet dabei gleichzeitig als bodenseitige
Schüttgutbegrenzungswand die Unterlage für das Schüttgut, wobei die seitlichen Schüttgutbegrenzungswände
5 verhindern, daß das Schüttgut sich auch zur Seite ausbreiten kann. Wie aus Fig.
1 ersichtlich, sind zur Ausbildung der seitlichen Schüttgutbegrenzungswände 5 die
betreffenden Seitenwände 10 des Behälters 1 bis in die Aufstellebene E nach unten
verlängert. Dabei können diese Seitenwände 10, wie strichpunktiert in Fig. 1 angedeutet,
auch schräg über die Stirnflächenebene herausragend ausgebildet sein.
[0013] Sofern der nach unten und zu den Seiten von den Schüttgutbegrenzungswänden 4, 5 begrenzte
Schüttgutauslaufbereich zu klein sein sollte (letztlich ist dies auch mit von der
tatsächlichen Bemessung der Tiefe T des Behälters 1 und der Bemessung der Länge der
Klappe 6 abhängig, so können bzgl. der seitlichen Schüttgutbegrenzungswände 5 diese
durch um vertikale Achsen 18 schwenkbare Seitenbegrenzungsklappen 15 gebildet werden
(Fig. 3), die die an sich dort sowieso vorhandenen Schüttgutbegrenzungswände 5 verlängern,
wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist. Beim Transport des Behälters sind diese schwenkbaren
Seitenbegrenzungsklappen 15 eingeschwenkt.
1. Transportables Schüttgutsilo, insbesondere für fein granulierten und feuchten Kalk
zur Neutralisierung saurer Waldböden, bestehend aus einem Behälter (1) mit einer mittels
schwenkbarer Verschlußklappe (6) verschließbaren Auslauföffnung (2), die sich über
die ganze Breite des Behälters (1) erstreckt und wobei neben der Auslauföffnung (2)
seitliche Schüttgutbegrenzungswände (5) vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Behälter (1) als quaderförmige Säule ausgebildet ist und deren Auslaufteil
(3) in Form eines umgekehrt angeordneten Satteldaches (8), dessen Firstgerade (9)
in der Aufstellebene (E) des Silos angeordnet ist, wobei in der Firstgeraden (9) die
Verschlußklappe (6) schwenkbar gelagert ist und die seitlich neben der Auslauföffnung
(2) angeordneten Schüttgutbegrenzungswände (5) aus den bis in die Aufstellebene (E)
verlängerten Seitenwände (10) des Behälters (1) gebildet sind.
2. Silo nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Auslaufteil (3) um vertikale Achsen (18) schwenkbare Schüttgutbegrenzungsklappen
(15) angeordnet sind.
1. A transportable silo, in particular, for fine-granulated and wet lime for neutralizing
acid forest soil, comprising a container (1) provided with an outlet opening (2) sealable
by means of a swivable closure flap (6), with the outlet opening extending throughout
the width of the container (1) and with lateral bulk confining walls (5) being provided
in side-by-side relationship with the outlet opening (2), characterized in that the
container (1) is of a square-type column configuration the outlet portion (3) of which
is in the form of an inverted gable-type roof (8) the ridge pole (9) of which is disposed
in the mounting plane (E) of the silo, with the closure flap (6) being swivably disposed
in the ridge pole (9) and the bulk confining walls (5) disposed in side-by-side relationship
with the outlet opening (2) being formed of the side walls (10) of the container (1)
extended into the mounting plane (E).
2. A silo according to claim 1,
characterized in that bulk confining flaps (15) swivable about vertical axes (18)
are disposed on the outlet portion (3).
1. Silo transportable pour marchandises en vrac, en particulier pour de la chaux humide
en fins granulés pour neutraliser des sols acides de forêt, constitué par un réservoir
(1) avec une ouverture de déversement (2) qui peut être fermée au moyen d'un clapet
de fermeture pivotant (6) qui s'étend sur toute la largeur du réservoir (1), des parois
latérales de délimitation des marchandises en vrac (5) étant prévues près de l'ouverture
de déversement (2), caractérisé en ce que le réservoir (1) est configuré comme une colonne parallélépipédique dont la partie
de déversement (3) est en forme de toit en bâtière renversé (8) dont la droite de
faîte (9) est placée dans le plan de mise en place (E) du silo, le clapet de fermeture
(6) étant positionné en étant pivotant dans la droite du faîte (9) et les parois de
délimitation des marchandises en vrac (5), placées latéralement à côté de l'ouverture
de déversement (2) étant formées à partir des parois latérales (10) du réservoir (1)
prolongées jusque dans le plan de mise en place (E).
2. Silo selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que des clapets de délimitation des marchandises en vrac (15), pivotants autour d'axes
verticaux (18), sont placés sur la partie de déversement (3).