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(11) |
EP 0 404 169 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.03.1994 Patentblatt 1994/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.06.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B05C 1/02 |
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Vorrichtung und Verfahren zur Beschichtung der Kantenschnittstellen von Tafeln
Device and method for coating cut edges of sheets
Dispositif et procédé de revêtement des bords de découpe de plaques
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE |
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Priorität: |
23.06.1989 DE 8907704 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.12.1990 Patentblatt 1990/52 |
| (73) |
Patentinhaber: Herberts Gesellschaft
mit beschränkter Haftung |
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42285 Wuppertal (DE) |
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Erfinder: |
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- Kassecker, Rolf-Rüdiger
D-5608 Radevormwald (DE)
- Hustadt, Udo
D-5600 Wuppertal 1 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Türk, Gille, Hrabal, Leifert |
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Brucknerstrasse 20 40593 Düsseldorf 40593 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 542 463
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FR-A- 1 575 545
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Beschichtung der Kantenschnittstellen
von Tafeln mit flüssigen Überzugsmitteln, insbesondere mit Lack.
[0002] Bei cc-profilierten beplankten Dächern kam es bisher im Bereich der Querschneidekante
zu verschiedenen Beanstandungen. Die Blechabschnitte zeigten im Bereich der Querschneidekante
und der Wandungen der lackierten Flächen bis zu 30 mm auftretende Rostbildung bzw.
Ablösung der Lackflächen oder Verzinkungen. Diese Korrosion tritt jedoch nur im Bereich
der Querschneidekante auf und erwies sich als unabhängig vom eingesetzten Lacksystem.
[0003] Da derartige Bleche mit cc-Profilen oder auch anders gearteten Querschnitten jedoch
kostengünstig nur auf einer Fertigungsstraße zu erstellen sind, erwies sich eine Beaufschlagung
der gefährdeten Kanten durch manuelle Tätigkeiten nach Beendigung des Fertigungsprozesses
als unpraktikabel und äußerst kostenintensiv.
[0004] Ebenso erweist sich eine Behandlung der gefährdeten Schnittstellen nach Montage der
Bleche als unpraktikabel, da nicht alle gefährdeten Stellen ausreichend erreicht werden
können.
[0005] In der DE-A-25 42 463 wird eine Vorrichtung zum Lackieren der Kanten von plattenförmigen
Werkstücken auf einer die Werkstücke bewegenden Transporteinrichtung beschrieben.
Zur Lackierung wird der Transportvorgang unterbrochen und es werden senkrecht stehende
Auftragswalzen in die Transporteinrichtung eingeführt, die an den Kanten vorbeilaufen.
In der FR-A-1 525 545 werden Kanten von tafelförmigen Materialien an Auftragseinrichtungen
herangeführt oder werden die Auftragseinrichtungen an die Kanten herangeführt und
anschließend wieder von diesen entfernt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kantenschutz bzw. Schnittstellenschutz
zu erreichen, der ohne hohen und komplizierten technischen Aufwand zu erzielen ist
und gleichzeitig einen ausreichenden und nachhaltigen Schutz der Schnittstellen gewährleistet.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Beschichtung der Kantenschnittstellen
von auf einer Fördereinrichtung bewegten Tafeln mit einer Halterung an der ein die
Beschichtung der Kantenschnittstellen unmittelbar vornehmender Anschlag angeordnet
ist und mit einer den Anschlag mit Lack beaufschlagenden Lackauftragseinrichtung,
bzw. durch ein Verfahren und Verwendung dieser Vorrichtung gelöst. Die Vorrichtung
ist dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag in seiner Längenausdehnung mindestens
der Länge der zur beschichtenden Kantenschnittstellen entspricht und mit der Halterung
vertikal in die Fördereinrichtung einbringbar ausgebildet ist, und daß die Lackauftragseinrichtung
eine um ihre Längsachse drehbar gelagerte Lacktransportrolle aufweist, wobei die Halterung
so ausgebildet ist, daß der Anschlag mit der Lacktransportrolle in Reibungskontakt
gebracht werden kann, wenn er sich außerhalb der Fördereinrichtung befindet.
[0008] Dadurch, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Halterung versehen ist und
an dieser ein durch die Halterung in die Produktions- bzw. Fertigungsstraße einzubringender
und die Beschichtung der Kante unmittelbar vornehmender Anschlag angeordnet ist, und
die Vorrichtung des weiteren eine den Anschlag mit Lack beaufschlagende Lackauftragseinrichtung
aufweist, ist auf besonders einfache und wirkungsvolle Weise gewährleistet, daß eine
Beschichtung der zu beschichtenden Kante im Produktionsprozeß vorgenommen werden kann,
ohne daß es hierdurch zu Unterbrechungen des Produktionsablaufes oder zu sonstigen
konstruktiv aufwen digen Maßnahmen kommt und somit eine zuverlässige und ausreichende
Schutzwirkung erzielt wird ohne daß sich dadurch die Produktion der Tafeln wesentlich
verteuert.
Ist der Anschlag eine Lackauftragsrolle und ist diese in der Halterung um ihre Längsachse
drehbar gelagert, so wird dadurch sowohl ein besonders gleichmäßiger Lackauftrag als
auch eine einfache wirksame Ausgestaltung des Anschlags erreicht.
[0009] Weist die Halterung zwei die Lackauftragsrolle haltende Arme auf, und ist jeder der
Arme an einem Anlenkpunkt verschwenkbar an einer Stütze angeordnet, so wird dadurch
auf einfache aber wirkungsvolle Weise erreicht, daß die Lackauftragsrolle in den Bereich
der Produktionsstraße und aus diesem Bereich heraus gebracht werden kann, ohne einen
besonderen komplizierten konstruktiven Aufbau.
[0010] Dadurch, daß die Halterung einen zwischen Arm und Stütze angeordneten Absenkverzögerer
aufweist, wird gewährleistet, daß die notwendigen Verschwenkintervalle zuverlässig
und auf einfache Weise eingehalten werden.
[0011] Weist die Lackauftragseinrichtung einen den Lack beinhaltenden Lackvorratsbehälter
auf, und ist sie mit einer um die Längsachse drehbar gelagerten Lacktransportrolle
versehen, so ist hierdurch sichergestellt, daß die mit Lack zu beaufschlagende Lackauftragsrolle
wunschgemäß mit dem zur Besichtigung der Kante notwendigen Lack versorgt wird, wenn
die Lackauftragsrolle in ihrer nicht verschwenkten Stellung mit der Lacktransportrolle
in Reibungseingriff steht.
[0012] Ist der Anschlag ein Beschichtungsfilz und ist dieser an einer sowohl horizontal
als auch vertikal verlagerbaren Halterung angeordnet, so stellt dies eine weitere
zuverlässige, betriebssichere und einfache Möglichkeit dar, den Beschichtungsfilz
in die Produktionsstraße zur Beschichtung der Kante einzuführen und nach der Beschichtung
diesen aus der Produktionsstraße hinauszufahren, um einen Weitertransport der Tafeln
zu ermöglichen.
[0013] Weist die Halterung eine auf ihrer Längsachse horizontal angeordnete Hydraulik auf,
ist der Beschichtungsfilz auf einer mit dem Stempel der Hydraulik verbundenen Halterungsschiene
angeordnet und ist diese Hydraulik mit einer zu ihrer Längsachse senkrecht angeordnete,
d.h. im rechten Winkel zur eigenen Längsachse angeordneten Hydraulik, verbunden, so
wird hierdurch eine Verlagerung des Beschichtungsfilzes sowohl in der horizontalen
als auch vertikalen Ebene gewährleistet.
[0014] Dadurch, daß die Lackauftragseinrichtung einen den Lack beinhaltenden Lackvorratsbehälter
aufweist, und daß sie mit zwei um die Längsachse drehbar gelagerten Lacktransportrollen
versehen ist, ist auch hier gewährleistet, daß der Beschichtungsfilz wunschgemäß ausreichend
und deckend mit dem zur Beschichtung der Kante notwendigen Lack zu beaufschlagen ist.
[0015] Stehen die beiden Lacktransportrollen in Reibungskontakt und sind ihre Längsachsen
sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen auf verschiedenen Ebenen angeordnet
, so stellt dies eine besonders günstige Ausgestaltung der Lackauftragseinrichtung
dar, da hierdurch der Beschichtungsfilz nicht über den Lackvorratsbehälter gefahren
werden muß.
[0016] In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Kantenbeschichtung von Blechabschnitten schematisch dargestellt, und zwar zeigt
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung vor der Beschichtung
einer Kante,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung während der Beschichtung
einer Kante,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung nach der Beschichtung
einer Kante,
- Fig. 4
- eine Draufsicht des ersten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung vor der Beschichtung
einer Kante,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung während der
Beschichtung einer Kante,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des zweiten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung unmittelbar nach
der Beschichtung einer Kante,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht des zweiten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung nach der Beschichtung
einer Kante, während der Lackaufgabe und
- Fig. 8
- eine Draufsicht des zweiten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung während der Beschichtung
einer Kante.
[0017] Wie in Figur 1 dargestellt, weist die Vorrichtung 1 in dem ersten Ausführungsbeispiel
eine Halterung 2 sowie eine, um ihre Längsachse in der Haltung 2 drehbar gelagerten
Lackauftragsrolle 3auf. Die Lackauftragsrolle 3 ist, wie in Figur 1 dargestellt, mit
einer um ihre Längsachse drehbar gelagerten Lacktransportrolle 4 in Reibungseingriff
zu bringen, wobei die Lacktransportrolle 4 auf ihrer Unterseite mit dem der Beschichtung
dienenden und in einem Lackvorratsbehälter 5 aufbewahrten Lack in Kontakt steht.
[0018] Die Lacktransportrolle 4 weist, wie in Figur 4 dargestellt, an ihrem einen Ende einen
Antrieb 6 auf, der sie zu einer gegen die Laufrichtung des Bandes gerichteten Drehbewegung
um ihre Längsachse veranlaßt.
[0019] Die Lackauftragsrolle 3 ist an ihren Endpunkten drehbar durch zu Halterung 2 gehörenden
Armen 7 an deren jeweiligen, dem Förderband 8 zugewandten Ende gelagert. In einem
Abstand dazu befindet sich an den Armen 7 je ein Anlenkpunkt 9, an dem ebenfalls zu
Halterung 2 gehörend, jeweils eine Stütze 10 derart angelenkt ist, daß die Arme 7
um den Anlenkpunkt 9 drehbar mit der Stütze 10 verbunden sind. Das dem Anlenkpunkt
9 gegenüberliegende Ende der Stütze 10 ist an dem Förderband 8 lösbar angebracht.
[0020] Oberhalb des Anlenkpunktes 9, d.h. an dem die Lackauftragsrolle lagernden Ende gegenüberliegende
Teil des Armes 7 ist jeweils, d.h. an jedem der beiden Arme 7 das Ende eines Absenkverzögerers
11 angebracht, während das jeweils andere Ende des Absenkverzögerers 11 an der Stütze
10 befestigt ist.
[0021] Sowohl die Längenausdehnung der Lacktransportrolle 4 als auch die der Lackauftragsrolle
3 sind identisch mit der Breite der zu beschichtenden Tafel bzw. der Länge der zu
beschichtenden Kanten um so verschiedene Längen beschichten zu können, ohne jeweils
eine gesonderte Vorrichtung verwenden zu müssen.
[0022] Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß dem in Figur 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel, befindet sich zu Beginn des Förderbandes 8 bzw. der Produktionsstraße
ein sogenanntes Coil, das dann in Förderrichtung abgerollt wird und zunächst einmal
eine Schnittstelle durchläuft, in der die gewünschten Tafellängen bzw. Blechlängen
abgelängt werden.
[0023] Danach werden die einzelnen Tafeln entlang des Förderbandes weitertransportiert.
Die Lackauftragsrolle 3 befindet sich zu diesem Zeitpunkt in Eingriff mit der Lacktransportrolle
4 und wird durch Reibungseingriff in eine Drehbewegung in Laufrichtung Förderband
veranlaßt und so über ihren gesamten Umfang mit Lack beaufschlagt. Durch den weiteren
Transport der Tafel stößt dann die Schnittkante 12 der Tafel 13, wie in Figur 2 dargestellt,
gegen die Lackauftragsrolle 3 und wird durch diese mit Lack beschichtet.
[0024] Oberhalb des Lackvorratsbehälters bzw. im Bereich der Vorrichtung 1 befindet sich
eine Absaugung 14, die aufsteigende Lösungsmitteldämpfe im Bereich der Vorrichtung
1 bzw. im Bereich des Lackvorratsbehälters 5 absaugt.
[0025] Nach der Beschichtung bzw. Berührung der Schnittkante 12 mit der Lackauftragsrolle
3 sorgt nun ein hier nicht dargestellter, sich an dem die Lackauftragsrolle 3 lagernden
Ende gegenüberliegendem Ende der Arme 7 befindender Mechanismus dafür, daß sich die
Arme 7 und damit die Lackauftragsrolle 3 um den Anlenkpunkt 9 auf einer Kreisbahn
nach oben bewegen, d.h., daß sich die Lackauftragsrolle 3 vom Förderband 8 wegbewegt
und nicht mehr mit der Lacktransportrolle in Reibungseingriff steht, um so den Weg
für einen Weitertransport der Tafel 13 freizugeben. Nachdem die beschichtete Tafel
13 den Bereich der Vorrichtung 1 verlassen hat, durchläuft sie zunächst eine Trocknungszone,
in der die beschichtete Kante durch Infrarot oder eine konventionelle Trocknung getrocknet
wird, um dann der weiteren Bearbeitung, z. B. einer Profilierung und anschließenden
Stapelung, zugeführt zu werden.
[0026] Nachdem die Lackauftragsrolle 3 durch Verschwenkung des bzw. der Arme 7 nicht mehr
mit der Lacktransportrolle 4 in Eingriff steht und den Weg für den Weitertransport
der Tafel freigegeben hat, beginnt unmittelbar die Absenkphase der Arme 7 und der
Lackauftragsrolle 3, d. h. die Rückführung in die in Figur 1 dargestellte Postion.
Diese Absenkung wird jedoch durch den Absenkverzögerer 11 derartig gesteuert bzw.
verlangsamt, daß die beschichtete Tafel 13 den Bereich der Vorrichtung verlassen hat,
bevor es zu einem erneuten Kontakt zwischen der Lackauftragsrolle 3 und der Lacktransportrolle
4 kommt. Nachdem die Lackauftragsrolle 3 nun erneut mit der Lacktransportrolle 4 in
Reibungseingriff steht, wird die Lackauftragsrolle 3 neuerlich mit Lack beaufschlagt,
so daß nun eine Kantenbeschichtung der nächsten Tafel vorgenommen werden kann.
[0027] Wie in Figur 5 dargestellt, weist ein zweites Ausführungsbeispiel eine Vorrichtung
17 auf, bei der hier zum Beaufschlagen einer Schnittkante 12 nicht eine Transportrolle
sondern ein Beschichtungsfilz 18 zum Einsatz gelangt, der in seiner Längenausdehnung,
wie in Figur 8 dargestellt, mindestens der Länge der zu beschichtenden Kante und damit
der Breite der Tafel entspricht, bevorzugt jedoch die Breite der Tafel an jeder Seite
um einen Abstand überragt.
[0028] In seiner Höhenausdehnung überragt der Beschichtungsfilz 18 das zu beschichtende
Tafelblech, bzw. die zu beschichtende Kante, wie in Figur 5 dargestellt, in einem
Abstand dazu sowohl an der Oberkante der Tafel als auch an dessen Unterkante.
[0029] Der Beschichtungsfilz 18 ist an einer Halterung 19 durch eine zur Halterung 19 gehörende
Halterungsschiene 16 angebracht, die wiederrum über einen ersten Hydraulikstempel
20 mit einer Hydraulik 15 verbunden ist, so daß der Beschichtungsfilz 18 bzw. die
Halterungsschiene 16 in ihrer horizontalen Lage mittels des Hydraulikstempels 20 verlagert
werden kann. Die Hydraulik 15 ist mit einem in seiner Längsrichtung senkrecht angeordneten
zweiten Hydraulikstempel 22 und mit dem dazugehörenden Hydraulikzylinder 21 verbunden,
mittels dessen die erste Hydraulik und somit auch der Beschichtungsfilz 18 in ihrer
vertikalen Lage verlagert werden können.
[0030] Des weiteren weist die Vorrichtung 17 einen Lackvorratsbehälter 23, sowie eine obere
Lacktransportrolle 24 und eine damit in Reibungsschluß stehende untere Lacktransportrolle
25 auf, die mit dem im Lackvorratsbehälter 23 befindlichen Lack in ständigem Kontakt
steht. Sowohl die untere Lacktransportrolle 25 als auch die ober Lacktransportrolle
24 sind um ihre Längsachse drehbar gelagert und entsprechen in ihrer Länge der Länge
des Beschichtungsfilzes 18. Die untere Lacktransportrolle 25 weist, wie in Figur 8
dargestellt, einen Antrieb 26 auf, der die untere Lacktransportrolle 25 zu einer Drehung
um ihre Längsachse parallel zur Laufrichtung des Förderbandes 27 veranlaßt. Durch
den Reibungseingriff zwischen der oberen und unteren Lacktransportrolle 24, 25 wird
die obere Lacktransportrolle 24 zu einer Drehung um ihre Längsachse entgegen der Laufrichtung
des Förderbandes 27 veranlaßt.
[0031] Auch bei der Durchführung des erfindungsgemäßen, Verfahrens gemäß diesem Ausführungsbeispiel
wird zunächst einmal das abzulängende Blech von einem sogenannten Coil abgewickelt
um dann in einer ersten Arbeitsstation auf die gewünschten Längen abgelängt zu werden.
Auf dem weiteren Transport in Richtung Profilierungsplatz durchlaufen nun die einzelnen
Tafeln 28 den Bereich der Vorrichtung 17. Wobei sie, wie in Figur 5 und Figur 8 dargestellt,
mit ihrer zu beschichtenden Kante, d.h. mit der in Laufrichtung des Bandes 27 gesehenen
vorderen Kante gegen den Beschichtungsfilz 18 stoßen und dadurch mit Lack beaufschlagt
werden.
[0032] Nach dem Berührungskontakt wird der Beschichtungsfilz durch die Hydraulik 15 in Laufrichtung
des Bandes, wie in Figur 6 dargestellt, und anschließend aus dem Bereich des Förderbandes
27, mit Hilfe der Hydraulik 21 senkrecht nach unten gefahren, wie in Figur 7 durch
Pfeil dargestellt. Dadurch wird der Weg für den Weitertransport der Tafel 28 freigegeben.
Die Tafel 28 wird dann einer Trocknungsstation zugeführt, in der die beschichtete
Kante durch Infrarottrocknung oder eine andere konventionelle Trocknungsart getrocknet
wird, um dann, wie in Figur 5 oder Figur 6 dargestellt, zur weiteren Bearbeitung der
nächsten Produktionsstufe zugeführt zu werden.
[0033] Während die Tafel 28 den Bereich der Vorrichtung 17 durchläuft, wird der Beschichtungsfilz
durch horizontale Verlagerung, hervorgerufen durch die Hydraulik 15, mit der oberen
Lacktransportrolle 24 in Kontakt gebracht und dadurch erneut mit Lack beaufschlagt.
Nach der Lackbeaufschlagung des Beschichtungsfilzes 18 wird dieser durch eine vertikale
Verlagerung, hervorgerufen durch die Hydraulik 21, wieder in den Bereich des Transportbandes
17 eingeführt, um so zur weiteren Beschichtung der nächsten Tafel zur Verfügung zu
stehen.
[0034] Über der Vorrichtung 17 befindet sich eine Abdunst- bzw. Absauganlage 29, um die
hier freigesetzten Lösungsdämpfe des im Lackvorratsbehälter 23 befindlichen Lackes
abzusaugen.
[0035] Ebenso wäre es denkbar, auch die in Längsrichtung des Förderbandes gesehen, hintere
Kante der Tafel 28 mit Lack zu beaufschlagen, indem ein Beschichtungsfilz 18 gegen
die zu beschichtende Kante mittels eines Hydraulikzylinders gefahren wird.
1. Vorrichtung zur Beschichtung der Kantenschnittstellen (12) von auf einer Fördereinrichtung
(8,27) bewegten Tafeln (13,28), mit einer Halterung (2,19) an der ein die Beschichtung
der Kantenschnittstellen (12) unmittelbar vornehmender Anschlag (3,18) angeordnet
ist, und mit einer den Anschlag (3,18) mit Lack beaufschlagenden Lackauftragseinrichtung
(31,32), dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (3,18) in seiner Längenausdehnung
mindestens der Länge der zu beschichtenden Kantenschnittstellen (12) entspricht, und
mit der Halterung (2,19) vertikal in die Fördereinrichtung (8,27) einbringbar ausgebildet
ist, und daß die Lackauftragseinrichtung (31,32) eine um ihre Längsachse drehbar gelagerte
Lacktransportrolle (4,24) aufweist, wobei die Halterung (2,19) so ausgebildet ist,
daß der Anschlag (3,18) mit der Lacktransportrolle (4,24) in Reibungskontakt gebracht
werden kann, wenn er sich außerhalb der Fördereinrichtung befindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag eine Lackauftragsrolle
(3) ist, die in der Halterung (2) um ihre Längsachse drehbar gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (2)
zwei die Lackauftragsrolle (3) haltende Arme (7) aufweist, wobei jeder der Arme (7)
an einem Anlenkpunkt (9) verschwenkbar an einer Stütze (10) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung
(2) einen zwischen Arm (7) und Stütze (10) angeordneten Absenkverzögerer (11) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackauftragseinrichtung
(31) einen den Lack beinhaltenden Lackvorratsbehälter (5) aufweist und daß sie mit
der um die Längsachse drehbar gelagerten Lacktransportrolle (4) versehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag ein Beschichtungsfilz
(18) ist, der an einer sowohl horizontal als auch vertikal verlagerbaren Halterung
(19) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung eine
mit ihrer Längsachse horizontal angeordnete Hydraulik (15) aufweist, daß der Beschichtungsfilz
(18) auf einer mit dem Stempel (20) der Hydraulik (15) verbundenen Halterungsschiene
(16) angeordnet ist und daß die Hydraulik (15) mit einem zu ihrer Längsachse senkrecht
angeordneten, d.h. im rechten Winkel zur eigenen Längsachse angeordneten Hydraulikstempel
(22) einer zweiten Hydraulik (21) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackauftragseinrichtung
(32) einen den Lack beinhaltenden Lackvorratsbehälter (23) aufweist und daß sie mit
zwei um die Längsachse drehbar gelagerten Lacktransportrollen (24,25) versehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Lacktransportrollen (24,25) in Reibungskontakt stehen und ihre Längsachsen sowohl
in der Horizontalen als auch in der Vertikalen auf verschiedenen Ebenen angeordnet
sind.
10. Verfahren zur Beschichtung der Kantenschnittstellen von Tafeln mit flüssigen Überzugsmitteln,
insbesondere mit Lack, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung mit einer Vorrichtung
gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 durchgeführt wird.
1. Device for coating of the edge interfaces (12) of panels (13, 28) moved on a conveyor
device (8, 27), with a mounting (2, 19) on which a stop (3, 18) directly carrying
out the coating of the edge interfaces (12) is arranged, and with a varnish application
device (31, 32) supplying the stop (3, 18) with varnish, characterized in that in
its longitudinal extension the stop (3, 18) corresponds at least to the length of
the edge interfaces (12) to be coated, and is designed so that it can be brought vertically
into the conveyor device (8, 27) with the mounting (2, 19), and that the varnish application
device (31, 32) has a varnish transport roller (4, 24) rotatably mounted about its
longitudinal axis, the mounting (2, 19) being so designed that the stop (3, 18) can
be brought into frictional contact with the varnish transport roller (4, 24) when
it is outside the conveyor device.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the stop is a varnish application
roller (3) which is rotatably mounted about its longitudinal axis in the mounting
(2).
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the mounting (2) has two arms
(7) retaining the varnish application roller (3), each of the arms (7) being swivel-arranged
on a support (10) at a link point (9).
4. Device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the mounting (2) has
a lowering retarder (11) arranged between arm (7) and support (10).
5. Device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the varnish application
device (31) has a varnish storage container (5) containing the varnish and that it
is provided with the varnish transport roller (4) rotatably mounted about the longitudinal
axis.
6. Device according to Claim 1, characterized in that the stop is a coating felt (18)
which is arranged on a mounting (19) which can be displaced both horizontally and
vertically.
7. Device according to Claim 1 or 6, characterized in that the mounting has a hydraulics
(15) arranged horizontally with its longitudinal axis, that the coating felt (18)
is arranged on a mounting rail (16) connected to the plunger (20) of the hydraulics
(15) and that the hydraulics (15) is connected to a hydraulic plunger (22) of a second
hydraulics (21) which is arranged perpendicular to its longitudinal axis, i.e. at
right angles to its own longitudinal axis.
8. Device according to one of Claims 1 or 5, characterized in that the varnish application
device (32) has a varnish storage container (23) containing the varnish and that it
is provided with two varnish transport rollers (24, 25) rotatably mounted about the
longitudinal axis.
9. Device according to one of Claims 1, 5 and 7, characterized in that the two varnish
transport rollers (24, 25) are in frictional contact and their longitudinal axes are
arranged on different planes in both the horizontal and the vertical.
10. Process for the coating of the edge interfaces of panels with liquid coating agents,
particularly with varnish, characterized in that the coating is carried out with a
device according to one of Claims 1 to 9.
1. Appareil pour enduire des chants (12) de panneaux (13, 28) déplacés sur un dispositif
transporteur (8,27) comportant un support (2, 19) sur lequel est disposée une butée
(3, 18) effectuant directement l'enduction des chants (12), et un dispositif de dépôt
de vernis (31, 32) sollicitant la butée (3, 18) avec du vernis, caractérisé en ce
que la butée (3, 18) a une dimension longitudinale correspondant au moins à la longueur
des chants (12) à enduire et elle peut être disposée avec le support (2, 19) verticalement
dans le dispositif transporteur (8, 27), et en ce que le dispositif de dépôt de vernis
(31, 32) comporte un rouleau de transport de vernis (4, 24) monté de façon à pouvoir
tourner autour de son axe longitudinal, le support (2, 19) étant agencé de telle sorte
que la butée (3, 18) puisse être appliquée en contact frottant contre le rouleau de
transport de vernis (4, 24) quand elle est située à l'extérieur du dispositif de transport.
2. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce que la butée est un rouleau de
dépôt de vernis (3) qui est monté dans le support (2) de façon à pouvoir tourner autour
de son axe longitudinal.
3. Appareil selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le support (2) comporte
deux bras (7) maintenant le rouleau de dépôt de vernis (3), dans chacun des bras (7)
étant disposé sur un point d'articulation (9) en pouvant pivoter sur un appui (10).
4. Appareil selon une des revendications l à 3, caractérisé en ce que le support (2)
comporte un ralentisseur/de mouvement de descente (11) disposé entre le bras (7) et
l'appui (10).
5. Appareil selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif de
dépôt de vernis (31) comporte un réservoir de vernis (5) contenant le vernis et en
ce qu'il est pourvu du rouleau de transport de vernis (4) pouvant tourner autour de
l'axe longitudinal.
6. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce que la butée est un feutre d'enduction
(18) qui est disposée sur un support (19) pouvant être déplacé aussi bien horizontalement
que verticalement.
7. Appareil selon la revendication 1 ou 6, caractérisé en ce que le support comporte
un système hydraulique (15) dont l'axe longitudinal est orienté horizontalement, en
ce que le feutre d'enduction (18) est disposé sur une barre d'appui (16) reliée au
piston (20) du système hydraulique (15) et en ce que le système hydraulique (15) est
relié à un piston (22) d'un second système hydraulique (21), ce piston étant disposé
perpendiculairement à l'axe longitudinal du système hydraulique (15), c'est-à-dire
à angle droit par rapport à son propre axe longitudinal.
8. Appareil selon une des revendications 1 ou 5, caractérisé en ce que le dispositif
de dépôt de vernis (32) comporte un réservoir de vernis (23) contenant le vernis et
en ce qu'il est pourvu de deux rouleaux de transport de vernis (24, 25) montés de
façon à pouvoir tourner autour de l'axe longitudinal.
9. Appareil selon une des revendications 1, 5, et 7, caractérisé en ce que les deux rouleaux
de transport de vernis (24, 25) sont en contact frottant et leurs axes longitudinaux
sont disposés, aussi bien dans l'orientation horizontale que dans l'orientation verticale,
dans des plans différents.
10. Procédé pour enduire les chants de panneaux avec des agents d'enduction liquides,
notamment du vernis, caractérisé en ce que l'enduction est effectuée avec un appareil
conforme à une des revendications 1 à 9.

