[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Skibremse gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Eine Skibremse der eingangs genannten Art ist in der DE-OS 31 36 079 beschrieben.
Bei dieser Skibremse ist an bzw. in der Grundplatte ein Verdrängungskörper angeordnet,
welcher beim Niedertreten des Betätigungspedals ein Durchbiegen der Verbindungsfeder
und damit ein Einschwenken der freien Enden der beiden Drahtbremsdorne gegen die vertikale
Längsmittelebene der Skibremse herbeiführt. Diese Skibremse hat den Nachteil, daß
die zum Einschwenken erforderliche Kraft in der Mitte der die beiden Drahtbremsdorne
verbindenden Feder angreift, welcher daher einer großen Beanspruchung ausgesetzt ist,
zumal die abgewinkelten, in der Feder steckenden Enden der Drahtbremsdorne sich im
Abstand von der Mitte der Feder befinden.
[0003] Bei einer älteren, nicht vorveröffentlichten, d.h. der Öffentlichkeit bis jetzt noch
nicht zugänglich gemachten, Lösung der Anmelderin für eine Skibremse (vgl.die österr.
Patentanmeldung A 1483/86), wurde daher der Vorschlag gemacht, die Verbindungsfeder
in ihrem mittleren Bereich mit einer in Draufsicht U-förmigen Ausbiegung zu versehen,
deren Quersteg in bzw. an einer Führungsbahn der Grundplatte geführt wird. Dadurch
ist man aber mit der Dimensionierung der U-förmigen Ausbiegung an die Abmessungen
und an das Material der Verbindungsfeder gebunden.
[0004] Bei einer Skibremse nach der AT-PS 368.016 ist das Betätigungsorgan als Spreiznase
ausgebildet, welche mit einem Keil versehen ist. Da die Abmessungen des Keils wegen
der Dicke des Betätigungspedals klein gehalten werden müssen, ist auch der Einziehweg
der Bremsschaufeln relativ klein. Weiters sind bei dieser Skibremse eine Aufstellfeder
und zwei Stützfedern erforderlich, welche letzteren die beiden Bremsarme gegen die
vertikale Längsmittelebene der Skibremse hin zu drücken versuchen (s.Fig.9). Der Aufbau
der Skibremse ist daher kompliziert.
[0005] Eine andere Art einer Skibremse ist in der DE-OS 27 30 630 beschrieben. Bei dieser
Skibremse sind die beiden Bremsarme in der Ebene des Betätigungspedals um Achsen
schwenkbar gelagert. Die von den Bremsschaufeln entfernten oberen Enden der Bremsarme
werden von einer Zugfeder gegeneinander gezogen. In der Grundplatte ist ein Quersteg
angeordnet, der beim Niedertreten des Betätigungspedals die oberen Enden der beiden
Bremsarme auseinanderspreizt und dadurch die Bremsschaufeln gegen die Skilängsachse
hin verschwenkt. Ein Nachteil dieser Skibremse besteht darin, daß der Quersteg von
der Skioberseite wegsteht, was eine gewisse Verletzungsgefahr bei einem oder nach
einem Sturz des Skiläufers mit sich bringt.
[0006] Die Skibremse nach der AT-PS 374.114 besitzt einen Bremsbügel, der in seinem mittleren
Bereich lyraförmig gebogen ist. Durch eine am Betätigungspedal angeordnete V-förmige
Eindrückung werden die beiden Schenkel des lyraförmigen Bereiches beim Niedertreten
des Betätigungspedals auseinandergedrückt. Dadurch werden die Bremsschaufeln eingezogen.
Auch bei dieser Ausführungsform einer Skibremse ist der Einziehweg der Bremsschaufeln
relativ klein.
[0007] Die in der DE-OS 31 06 688 beschriebene Skibremse besitzt einen aus Draht hergestellten,
mehrfach abgebogenen Betätigungsarm, dessen Enden nach außen abgewinkelt und in der
Grundplatte schwenkbar gelagert sind. Die Übergänge vom Steg des Betätigungsarmes
zu den Schenkeln sind zu Lagerösen gebogen, in denen sich Zapfen befinden, die als
Schwenkachse für die beiden Bremsarme dienen. Zwischen den gegeneinander gerichteten
Endabschnitten der beiden Bremsarme und der Grundplatte sind Zugfedern eingehängt,
wodurch eine gesonderte Aufstellfeder überflüssig wird. Bei dieser Ausführungsform
wird durch die gesonderten Schwenkachsen die Reibung zwischen den einzelnen Elementen
gegenüber den bisher behandelten Ausführungsbeispielen erheblich erhöht.
[0008] Weiters ist in der EP-A1 45 698 eine Skibremse beschrieben, bei der die Verbindungfeder
zwischen den abgewinkelten und zueinander gerichteten Endabschnitten der Drahtbremsdorne
als Blattfeder ausgebildet ist, die mit einem Betätigungspedal fest verbunden ist.
Diese Ausgestaltung hat aber zur Folge, daß die Blattfeder beim Niedertreten und Hochschwenken
der Skibremse nicht nur auf Biegung, sondern zusätzlich auch auf Torsion beansprucht
wird. Hiebei wird das Aufstellen der beiden Drahtbremsarme durch eine Zugstange herbeigeführt,
welche mit einem Ende am Betätigungspedal angelenkt ist und an ihrem anderen Ende
mit einem Kolben versehen ist. Dieser Kolben wird in einem zylindrischen Gehäuse geführt
und von einer Druckfeder beaufschlagt. In der Bereitschaftsstellung der Skibremse
wird die Blattfeder, die in der Bremsstellung durchbogen ist, um einen Winkel verschwenkt,
was ein Zurückbiegen der Blattfeder und eine Einwärts-Drehbewegung der die Bremsschaufeln
tragenden Enden der Drahtbremsarme zur Folge hat.
[0009] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Ausführungen zu
beseitigen und eine Skibremse zu schaffen, bei der die Steuerung der Bewegung der
Bremsarme durch das Betätigungspedal selbst erfolgt.
[0010] Ausgehend von einer Skibremse gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 wird diese Aufgabe
erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles dieses Anspruches gelöst.
Dadurch können alle für die Steuerung der Bremsarme, die in der Ebene des Betätigungspedals
verschwenkt werden, wesentlichen Elemente im Betätigungspedal untergebracht werden.
[0011] Um eine dauernde Auflage der Schraubenfeder an der Steuerfläche zu gewährleisten,
wäre es möglich, die beiden Bremsarme unter den Einfluß von in Richtung des Betatigungspedals
wirkenden Schenkelfedern zu stellen. Gegenüber diesem Vorschlag einfachere Lösungen
sind in den Ansprüchen 2 und 3 angegeben.
[0012] Durch den vorspringenden Rand der längenmittigen Ausnehmung des Betätigungspedals
nach Anspruch 4, an welchem Rand sich die Steuerfläche anschließt, wird das Betätigungspedal
gleichzeitig versteift.
[0013] Die Maßnahmen nach den Ansprüchen 5 bis 7 kennzeichnen weitere vorteilhafte Varianten
der Steuerung der beiden Bremsarme.
[0014] In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. In Fig.1 - 6 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben.
Dabei zeigt Fig.1 einen Schnitt nach der Linie I-I in Fig.3 durch die in der Bremsstellung
befindliche Skibremse, Fig.2 den gleichen Schnitt durch die Skibremse mit niedergeschwenktem
Betätigungspedal und Fig.3 eine Draufsicht zu Fig.1. Die Fig.4 und 5 zeigen die Skibremse
in der Abfahrtsstellung ähnlich der Fig.2 bzw. 3. Fig.6 ist eine Ansicht in Richtung
des Pfeiles A in Fig.2 und Fig.7 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles B in Fig.4.
In Fig.7a ist eine Variante der Steuerung zu Fig.7 dargestellt. Fig.4a zeigt eine
weitere Variante der Steuerung in der Stellung wie Fig.4. Fig.8 zeigt ein Detail der
Skibremse im Schrägriß.
[0015] Die in den Fig.1 - 6 dargestellte Ausführungsform einer Skibremse 1 besitzt eine
Grundplatte 2, welche an der Oberseite 10a eines Ski 10 befestigt ist und in der
eine Schwenkachse 3 gelagert ist. Auf dieser Schwenkachse 3 ist ein Betätigungspedal
4 angeordnet, das unter dem Einfluß einer Aufstellfeder 11 steht. Weiters sind in
der Grundplatte 2 zwei Bohrungen 2b ausgespart, welche sich, wie an sich bekannt,
nach außen hin konisch erweitern.
[0016] Das Betätigungspedal 4 ist in Draufsicht etwa rechteckig, mit Seitenwänden 4i begrenzt
und besitzt eine mittige Ausnehmung 4f mit einem nach unten vorspringenden Rand 4g.
An den Rand 4g schließt sich in dem von der Schwenkachse 3 entfernten Bereich eine
Steuerfläche 4h mit Flächenabschnitten 4h₁ und 4h₂ an. Weiters sind die Seitenwände
4i des Betätigungspedals 4 mit Abbiegungen 4k versehen, die zur vertikalen Längsmittelebene
der Skibremse 1 hin gerichtet sind.
[0017] Im Betätigungspedal 4 sind zwei aus einem Drahtmaterial gefertigte, mehrfach abgewinkelte
Bremsarme 7 untergebracht. Jeder Bremsarm 7 weist einen abgewinkelten, in Querrichtung
zum Betätigungspedal 4 verlaufenden Endabschnitt 7a auf, an den sich ein in Längsrichtung
des Betätigungspedals 4 verlaufender gerader Abschnitt 7b, an diesen ein wiederum
in Querrichtung verlaufender abgewinkelter Abschnitt 7c und an diesen wiederum ein
gerader Abschnitt 7d anschließt, welch' letzterer eine nur in Fig.1 dargestellte Bremsschaufel
7e trägt.
[0018] In den Bohrungen 2b der Grundplatte 2 sind beide Bremsarme 7 mit ihren quer verlaufenden,
abgewinkelten Abschnitten 7c schwenkbar gelagert. Die anschließenden geraden Abschnitte
7d tragen Bremsschaufeln 7e. Die innerhalb der Grundplatte 2 an die abgewinkelten
Abschnitte 7c anschließenden geraden Abschnitte 7b gehen in abgewinkelte Endabschnitte
7a über, welche gegen die Längsmittelebene hin gerichtet sind. Die Endabschnitte 7a
der beiden Bremsarme 7 sind durch eine Mann-an-Mann gewickelte Schraubenfeder 12
miteinander verbunden.
[0019] Die Grundplatte 2 besitzt in ihrem mittleren Bereich einen als Abstützelement wirksamen
Ansatz 2c, welcher eine gegenüber der Oberseite 10a des Ski 10 geneigte Begrenzungsfläche
2d aufweist. Diese ist mit einem reibungsarmen Material beschichtet. Des weiteren
ist, wie in der Ansicht in Richtung des Pfeiles A in Fig.2 angedeutet und in Fig.6
dargestellt ist, die Begrenzungsfläche 2d mit zu den Schmalseiten des Ski 10 abfallenden
Abschnitten 2e versehen; vgl. auch Fig.8. Dabei bestimmt der erste bzw. zweite Flächenabschnitt
4h₁ bzw. 4h₂ der Steuerfläche 4h des Betätigungspedals 4 in Zusammenwirken mit der
oberen Begrenzungsfläche 2d des Ansatzes 2c der Grundplatte 2 die Lage der Bremsarme
7 und die der Schraubenfeder 12 in der niedergeschwenkten bzw. niedergetretenen Postition
des Betätigungspedals 4.
[0020] In der Bremsstellung befinden sich die einzelnen Teile der Skibremse 1 in der in
Fig.1 dargestellten Lage. Dabei liegt die Schraubenfeder 12 an dem Flächenabschnitt
4h₁ der Steuerfläche 4h an. Die Bremsschaufeln 7e und die geraden Abschnitte 7d der
Bremsarme 7 befinden sich im seitlichen Abstand von den Schmalseitenflächen des Ski
10.
[0021] Wird nun das Betätigungspedal 4 vom Schuh des Skiläufers niedergeschwenkt, so werden
die Endabschnitte 7a der beiden Bremsarme 7 durch die Abbiegungen 4k der Seitenwände
4i des Betätigungspedals 4 entlang der Unterseite desselben geführt. Die Schraubenfeder
12 wandert unter dem Einfluß der geneigten Begrenzungsfläche 2d entlang des ersten
Abschnittes 4h₁ der Steuerfläche 4h in Richtung von der Schwenkachse 3 weg. Hiebei
liegen die die Bremsschaufeln 7e tragenden geraden Abschnitte 7d der beiden Bremsarme
7 oberhalb der Oberseite 10a, jedoch außerhalb des Umrisses des Ski 10. Diese Stellung
ist in Fig.2 wiedergegeben.
[0022] Dabei liegt der Rand 4g bzw. der Beginn des ersten Flächenabschnittes 4h₁ der Steuerfläche
4h gegenüber dem Scheitel der Begrenzungsfläche 2d des Ansatzes 2c.
[0023] In der niedergetretenen Lage des Betätigungspedals 4 befindet sich die Schraubenfeder
12, wie Fig.4 zeigt, im zweiten Flächenabschnitt 4h₂ der Steuerfläche 4h. Die abgewinkelten
Endabschnitte 7a der Bremsarme 7 sind in dieser Stellung von der Schwenkachse 3 weiter
weg bewegt, die Bremsarme 7 selbst sind mit ihren abgewinkelten Abschnitten 7c in
den konischen Bohrungen 2b verschwenkt, und die die Bremsschaufeln 7e tragenden geraden
Abschnitte 7d liegen innerhalb der Oberseite 10a des Ski 10. Die Skibremse 1 befindet
sich somit in der Bereitschaftsstellung für die Abfahrt.
[0024] Die Fig.7 zeigt die Lage der Skibremse 1 in der Bereitschaftsstellung aus der Richtung
des Pfeiles B in Fig.4. Die Schraubenfeder 12 der Skibremse 1 liegt so auf der oberen
Begrenzungsfläche 2d des Ansatzes 2c auf, daß die mittleren Windungen der Schraubenfeder
12 den Raum zwischen dem zweiten Flächenabschnitt 4h₂ der Steuerfläche 4h des Betätigungspedals
4 und der oberen Begrenzungsfläche 2d des Ansatzes 2c ausfüllen. Die in den freien
Endbereichen verlaufenden Windungen liegen jedoch ausschließlich an der Steuerfläche
4h des Betätigungspedals 4 an, weil zufolge der Streckung der Schraubenfeder 12 diese
Windungen nach oben gedrängt werden.
[0025] Aus dieser Lage ist weiters erkennbar, daß für eine einwandfreie Funktion der Schraubenfeder
12 zwischen den beiden miteinander kooperierenden Flächen, nämlich der Steuerfläche
4h des Betätigungspedals 4 und der oberen Begrenzungsfläche 2d des Ansatzes 2c, irgendeine
Freistellung erforderlich ist. Auf derartige Ausgestaltungen wird anhand der Fig.7a
und 4a noch weiter unten eingegangen werden.
[0026] Die Fig.8 zeigt, wie bereits erwähnt wurde, zur besseren Veranschaulichung die Ausgestaltung
eines Details der Grundplatte 2 mit dem Ansatz 2c und den Verlauf der oberen Begrenzungsfläche
2d des letzteren im Schrägriß. Die in der Fig.8 verwendeten Bauteile entsprechen den
bereits beschriebenen.
[0027] Die Variante gemäß Fig.7a unterscheidet sich von der Ausführungsform nach den Fig.1
bis 7 dadurch, daß die Steuerfläche 4′h des Betätigungspedals 4′ bombiert ausgeführt
ist, wogegen die obere Begrenzungsfläche 2′d des Ansatzes 2′c - in einer Normalebene
quer zur Längsachse der Skibremse 1′betrachtet - einen ebenen Verlauf aufweist. Dabei
sei festgehalten, daß, in Längsschnitt oder im Aufriß betrachtet, auch die obere
Begrenzungsfläche 2′d des Ansatzes 2′c einen von der Schwenkachse weggerichteten,
zur Oberseite 10′a des Ski 10′ abfallenden Verlauf aufweist. Durch diese Maßnahme
wird bei dieser Ausgestaltung die vorangehend erwähnte Freistellung durch die bombierte
Ausgestaltung der Steuerfläche 4′h des Betätigungspedals 4′und durch den ebenen Verlauf
der oberen Begrenzungsfläche 2′d des Ansatzes 2′c geschaffen.
[0028] Bei der Ausführungsform gemäß Fig.4a sind sowohl die Begrenzungsfläche 2˝d des Ansatzes
2˝c als auch die Steuerfläche 4˝h des Betätigungspedals 4˝ jeweils in einer Ebene
verlaufend ausgebildet. Dadurch entsteht während des Streckens der Schraubenfeder
12˝ zwischen dem mittleren Bereich derselben und der Begrenzungsfläche 2˝d des Ansatzes
2˝c ein Spalt, so daß die Schraubenfeder 12˝ nur entlang der beiden seitlichen Bereiche
der Begrenzungsfläche 2˝d des Ansatzes 2˝c geführt wird. Der weitere Aufbau der Skibremse
1˝ entspricht jenem der Fig.1 bis 7.
[0029] Bei einem Entfernen des Skischuhs, sei es durch willkürliches Aussteigen oder durch
einen unwillkürlichen Sturz, wird die Skibremse 1 durch die Aufstellfeder 11 in ihre
Bremslage nach Fig.1 gebracht. Dabei sind die Aufstellfeder 11 und Schraubenfeder
12 so aufeinander abgestimmt, daß die die Bremsschaufeln 7e tragenden Abschnitte 7d
der beiden Bremsarme 7 früher außerhalb der Breite der Oberseite 10a des Ski 10 kommen,
bevor die Aufstellfeder 11 die beiden Bremsarme 7 auf der Oberseite 10a des Ski 10
ankommen lassen würde. Durch diese Maßnahme wird auch bei dem Einstieg mit dem Skischuh
in die Skibremse 1 sichergestellt, daß kein Verhängen der beiden Bremsschaufeln 7e
am Ski 7 entsteht.
[0030] Da der Aufbau der Skibremse 1′nach Fig.7a und der Skibremse 1˝ nach Fig.4a im übrigen
jenem der Fig.1 bis 7 entspricht, ist die Funktion der Skibremsen 1′ und 1˝ ähnlich
jener der Skibremse 1.
[0031] Die erwähnte Freistellung für die Schraubenfeder 12 bzw. 12′kann auch derart erfolgen,
daß die obere Begrenzungsfläche 2d des Ansatzes 2c nach den Fig.6 bis 8 bombiert ausgestaltet
wird, wobei dann die Bombierung - im Gegensatz zu der Ausgestaltung der bombierten
Steuerfläche 4′h des Betätigungspedals 4′nach Fig.7a - konkav ausgebildet ist. Ähnlich
kann aber die bombierte Ausgestaltung der Steuerfläche 4′h des Betätigungspedals 4′
nach Fig.7a durch einen nach den beiden Seiten hin ansteigenden Verlauf der Steuerfläche
4′h erfolgen. Eine weitere Möglichkeit besteht erfindungsgemäß darin, daß durch die
Ausgestaltung der Steuerfläche des Betätigungspedals während des Streckens der Schraubenfeder
zwischen dieser letzteren und der Steuerfläche eine Freistellung entsteht. Dabei
liegt die Schraubenfeder, in ihrer gestreckten Lage betrachtet, nur mit ihren beiden
Endbereichen an der Steuerfläche des Betätigungspedals an.
[0032] Die Erfindung ist nicht auf die in der Zeichnung dargestellten und im vorstehenden
beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr sind verschiedene Abänderungen
derselben möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise kann
die Platte 9 nach einem anderen Erfindungsgedanken einstückig mit dem Betätigungspedal
4 ausgebildet, z.B. aus Kunststoffmaterial gespritzt, sein. Dabei ist der an das
Betätigungspedal 4 anschließende Bereich der Platte 9 scharnierartig verjüngt, um
die Montage der beiden Bremsarme 7 im Betätigungspedal 4 zu ermöglichen. Es ist weiters
in allen Ausführungsformen denkbar, die Begrenzungsfläche des Ansatzes mit einem
gute Gleiteigenschaften aufweisenden Plättchen, beispielsweise aus Polytetrafluoräthylen,
zu bedecken, anstatt sie zu beschichten. Des weiteren kann die Begrenzungsfläche oder
der ganze Ansatz aus einem solchen Material gefertigt sein.
1. Skibremse mit einer am Ski zu befestigenden Grundplatte, in der auf einer quer
zur Längsachse derselben verlaufenden Schwenkachse ein von einer Aufstellfeder beaufschlagtes
Betatigungspedal sowie im diesem, im Abstand von der Schwenkachse, in konischen Bohrungen
zwei mehrfach abgewinkelte, aus Drahtmaterial gefertigte Bremsarme schwenkbar gelagert
sind, wobei die in der Bremsstellung befindlichen und gegeneinander gerichteten,
abgewinkelten Endabschnitte der beiden Bremsarme durch eine Schraubenfeder miteinander
verbunden sind, die entlang der Unterseite des Betätigungspedals in Führungen gleitbeweglich
gelager ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teilabschnitt der Unterseite des Betätigungspedals
(4) als Steuerfläche (4h) für die beiden Bremsarme (7) ausgebildet ist, der ein Abstützelement
(2c) an der Grundplatte (2) gegenüberliegt, wobei während des Niedertretens des Betätigungspedals
(4) die Schraubenfeder (12) durch die Steuerfläche (4h) beaufschlagt auf dem Abstützelement
(2c) gleitet, und daß die Steuerflache (4h) einen ersten Flächenabschnitt (4h₁) und
einen an diesen anschließenden zweiten Flächenabschnitt (4h₂) aufweist, wobei der
erste Flächenabschnitt (4h₁) der Steuerfläche (4h) mit dem Abstützelement (2c) die
Lage der Bremsarme (7) mit der Schraubenfeder (12) in der niedergeschwenkten Stellung
und der zweite Flächenabschnitt (4h₂) der Steuerfläche (4h) mit dem Abstützelement
(2c) die Lage der Bremsarme (7) mit der Schraubenfeder (12) in der niedergetretenen
Stellung (Bereitschaftsstellung) des Betätigungspedals (4) bestimmt (Fig.1 - 5).
2. Skibremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstützelement (2c)
von einem Ansatz (2c) an der Grundplatte (2) gebildet ist, welcher Ansatz (2c) mit
der Grundplatte (2) vorzugsweise einstückig ausgebildet ist, und daß der Ansatz (2c)
mit einer gegenüber der Oberseite (10a) des Ski (10) geneigten Begrenzungsfläche (2d)
versehen ist, deren Scheitel bei niedergeschwenktem Pedal (4) im wesentlichen der
Beginn des ersten Flächenabschnittes (4h₁) der Steuerfläche (4h) gegenüberliegt (Fig.2).
3. Skibremse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzungsfläche (2d)
des Ansatzes (2c) der Grundplatte (2) mit zu den Schmalseiten des Ski (10) hin abfallenden
Abschnitten (2e) versehen oder bombiert ausgebildet ist (Fig.6 - 8).
4. Skibremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungspedal (4)
an seiner Unterseite eine längenmittig verlaufende Ausnehmung (4f) aufweist, und daß
die Steuerfläche (4h) mit ihrem ersten Flächenabschnitt (4h₁) anschließend an einen
vorspringenden Rand (4g) dieser längenmittigen Ausnehmung (4f) gebildet ist (Fig.1,2,4,4a)
5. Skibremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerfläche (4′h) des
Betätigungspedals (4′) - in einer Normalebene zur Oberseite (10′a) des Ski (10′) im
Querschnitt des Abstützelementes (2′c) betrachtet - einen konvex bombierten Verlauf
(2′e) aufweist oder mit nach den beiden Seiten und nach oben hin ansteigenden Abschnitten
gestaltet ist (Fig.7a).
6. Skibremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Begrenzungsfläche
(2˝d) des Ansatzes (2˝c) als auch die Steuerfläche (4˝h) des Betatigungspedals (4˝)
jeweils in einer Ebene verlaufend ausgebildet sind, wobei die Schraubenfeder (12˝)
während ihres Streckens nur entlang der beiden Seitenabschnitte der Begrenzungsfläche
(2˝d) des Ansatzes (2˝c) gleitbeweglich abgestützt ist.
7. Skibremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Steuerfläche
und der Schraubenfeder, in der gestreckten Lage der letzteren betrachtet, eine Freistellung
vorgesehen ist, wobei die Schraubenfeder nur mit ihren beiden Endbereichen an der
Steuerfläche des Betätigungspedals anliegt.