(19)
(11) EP 0 404 203 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.12.1990  Patentblatt  1990/52

(21) Anmeldenummer: 90113567.3

(22) Anmeldetag:  29.09.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A63C 7/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR LI

(30) Priorität: 02.10.1987 AT 2507/87

(62) Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ:
88116044.4 / 0310052

(71) Anmelder: HTM Sport- und Freizeitgeräte Aktiengesellschaft
A-2320 Schwechat (AT)

(72) Erfinder:
  • Janisch, Andreas
    A-2512 Oeyenhausen (AT)
  • Wladar, Helmut
    A-1110 Wien (AT)
  • Zotter, Johann
    A-1070 Wien (AT)
  • Leichtfried, Friedrich
    A-2514 Traiskirchen (AT)

(74) Vertreter: Szász, Tibor, Dipl.-Ing. 
HTM Sport- und Freizeitgeräte AG Tyroliaplatz 1
A-2320 Schwechat
A-2320 Schwechat (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Skibremse


    (57) Die Erfindung betrifft eine Skibremse (1) mit aus Draht­material gefertigten Bremsarmen (7), deren Schaufeln (7e) beim Niedertreten des Pedals (4) gegen die vertikale Längs­mittelebene der Skibremse (1) mittels eines Betätigungsorgans eingezogen werden.
    Erfindungsgemäß ist ein Teilabschnitt der Unterseite des Betätigungspedals (4) als Steuerfläche für die beiden Brems­arme (7) ausgebildet, der ein Abstützelelment (2c) an der Grundplatte (2) gegenüberliegt, wobei während des Niedertre­tens des Betätigungspedals (4) die Schraubenfeder (12) durch die Steuerfläche (4h) beaufschlagt auf dem Abstützelement (2c) gleitet, wobei die Steuerfläche (4h) aus zwei, in Längs­richtung des Betätigungspedals (4) betrachtet, aneinander an­schließenden Flächenabschnitten (4h₁,4h₂) besteht, welche in Zusammenwirkung mit dem Abstützelement (2c) die Lage der Bremsarme (7) in der niedergeschwenkten Stellung bzw. nieder­getretenen Stellung (Bereitschafts-stellung) des Betätigungs­pedals bestimmen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Skibremse gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

    [0002] Eine Skibremse der eingangs genannten Art ist in der DE-­OS 31 36 079 beschrieben. Bei dieser Skibremse ist an bzw. in der Grundplatte ein Verdrängungskörper angeordnet, welcher beim Niedertreten des Betätigungspedals ein Durchbiegen der Verbindungsfeder und damit ein Einschwenken der freien Enden der beiden Drahtbremsdorne gegen die vertikale Längsmittel­ebene der Skibremse herbeiführt. Diese Skibremse hat den Nachteil, daß die zum Einschwenken erforderliche Kraft in der Mitte der die beiden Drahtbremsdorne verbindenden Feder angreift, welcher daher einer großen Beanspruchung ausgesetzt ist, zumal die abgewinkelten, in der Feder steckenden Enden der Drahtbremsdorne sich im Abstand von der Mitte der Feder befinden.

    [0003] Bei einer älteren, nicht vorveröffentlichten, d.h. der Öffentlichkeit bis jetzt noch nicht zugänglich gemachten, Lösung der Anmelderin für eine Skibremse (vgl.die österr. Patentanmeldung A 1483/86), wurde daher der Vorschlag gemacht, die Verbindungsfeder in ihrem mittleren Bereich mit einer in Draufsicht U-förmigen Ausbiegung zu versehen, deren Quersteg in bzw. an einer Führungsbahn der Grundplatte geführt wird. Dadurch ist man aber mit der Dimensionierung der U-förmigen Ausbiegung an die Abmessungen und an das Material der Verbindungsfeder gebunden.

    [0004] Bei einer Skibremse nach der AT-PS 368.016 ist das Betätigungsorgan als Spreiznase ausgebildet, welche mit einem Keil versehen ist. Da die Abmessungen des Keils wegen der Dicke des Betätigungspedals klein gehalten werden müssen, ist auch der Einziehweg der Bremsschaufeln relativ klein. Weiters sind bei dieser Skibremse eine Aufstellfeder und zwei Stützfedern erforderlich, welche letzteren die beiden Bremsarme gegen die vertikale Längsmittelebene der Skibremse hin zu drücken versuchen (s.Fig.9). Der Aufbau der Skibremse ist daher kompliziert.

    [0005] Eine andere Art einer Skibremse ist in der DE-OS 27 30 630 beschrieben. Bei dieser Skibremse sind die beiden Brems­arme in der Ebene des Betätigungspedals um Achsen schwenkbar gelagert. Die von den Bremsschaufeln entfernten oberen Enden der Bremsarme werden von einer Zugfeder gegeneinander ge­zogen. In der Grundplatte ist ein Quersteg angeordnet, der beim Niedertreten des Betätigungspedals die oberen Enden der beiden Bremsarme auseinanderspreizt und dadurch die Brems­schaufeln gegen die Skilängsachse hin verschwenkt. Ein Nach­teil dieser Skibremse besteht darin, daß der Quersteg von der Skioberseite wegsteht, was eine gewisse Verletzungsgefahr bei einem oder nach einem Sturz des Skiläufers mit sich bringt.

    [0006] Die Skibremse nach der AT-PS 374.114 besitzt einen Bremsbügel, der in seinem mittleren Bereich lyraförmig ge­bogen ist. Durch eine am Betätigungspedal angeordnete V-för­mige Eindrückung werden die beiden Schenkel des lyraförmigen Bereiches beim Niedertreten des Betätigungspedals auseinan­dergedrückt. Dadurch werden die Bremsschaufeln eingezogen. Auch bei dieser Ausführungsform einer Skibremse ist der Ein­ziehweg der Bremsschaufeln relativ klein.

    [0007] Die in der DE-OS 31 06 688 beschriebene Skibremse be­sitzt einen aus Draht hergestellten, mehrfach abgebogenen Be­tätigungsarm, dessen Enden nach außen abgewinkelt und in der Grundplatte schwenkbar gelagert sind. Die Übergänge vom Steg des Betätigungsarmes zu den Schenkeln sind zu Lagerösen gebo­gen, in denen sich Zapfen befinden, die als Schwenkachse für die beiden Bremsarme dienen. Zwischen den gegeneinander ge­richteten Endabschnitten der beiden Bremsarme und der Grund­platte sind Zugfedern eingehängt, wodurch eine gesonderte Aufstellfeder überflüssig wird. Bei dieser Ausführungsform wird durch die gesonderten Schwenkachsen die Reibung zwischen den einzelnen Elementen gegenüber den bisher behandelten Aus­führungsbeispielen erheblich erhöht.

    [0008] Weiters ist in der EP-A1 45 698 eine Skibremse beschrie­ben, bei der die Verbindungfeder zwischen den abgewinkelten und zueinander gerichteten Endabschnitten der Drahtbremsdorne als Blattfeder ausgebildet ist, die mit einem Betätigungs­pedal fest verbunden ist. Diese Ausgestaltung hat aber zur Folge, daß die Blattfeder beim Niedertreten und Hochschwenken der Skibremse nicht nur auf Biegung, sondern zusätzlich auch auf Torsion beansprucht wird. Hiebei wird das Aufstellen der beiden Drahtbremsarme durch eine Zugstange herbeigeführt, welche mit einem Ende am Betätigungspedal angelenkt ist und an ihrem anderen Ende mit einem Kolben versehen ist. Dieser Kolben wird in einem zylindrischen Gehäuse geführt und von einer Druckfeder beaufschlagt. In der Bereitschaftsstellung der Skibremse wird die Blattfeder, die in der Bremsstellung durchbogen ist, um einen Winkel verschwenkt, was ein Zurück­biegen der Blattfeder und eine Einwärts-Drehbewegung der die Bremsschaufeln tragenden Enden der Drahtbremsarme zur Folge hat.

    [0009] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Ausführungen zu beseitigen und eine Skibremse zu schaffen, bei der die Steuerung der Bewegung der Bremsarme durch das Betätigungspedal selbst erfolgt.

    [0010] Ausgehend von einer Skibremse gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles dieses Anspruches gelöst. Dadurch können alle für die Steuerung der Bremsarme, die in der Ebene des Betätigungspedals verschwenkt werden, wesent­lichen Elemente im Betätigungspedal untergebracht werden.

    [0011] Um eine dauernde Auflage der Schraubenfeder an der Steuerfläche zu gewährleisten, wäre es möglich, die beiden Bremsarme unter den Einfluß von in Richtung des Betatigungs­pedals wirkenden Schenkelfedern zu stellen. Gegenüber diesem Vorschlag einfachere Lösungen sind in den Ansprüchen 2 und 3 angegeben.

    [0012] Durch den vorspringenden Rand der längenmittigen Aus­nehmung des Betätigungspedals nach Anspruch 4, an welchem Rand sich die Steuerfläche anschließt, wird das Betätigungs­pedal gleichzeitig versteift.

    [0013] Die Maßnahmen nach den Ansprüchen 5 bis 7 kennzeichnen weitere vorteilhafte Varianten der Steuerung der beiden Bremsarme.

    [0014] In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt. In Fig.1 - 6 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben. Dabei zeigt Fig.1 einen Schnitt nach der Linie I-I in Fig.3 durch die in der Bremsstellung befindliche Skibremse, Fig.2 den gleichen Schnitt durch die Skibremse mit niedergeschwenktem Be­tätigungspedal und Fig.3 eine Draufsicht zu Fig.1. Die Fig.4 und 5 zeigen die Skibremse in der Abfahrtsstellung ähnlich der Fig.2 bzw. 3. Fig.6 ist eine Ansicht in Richtung des Pfeiles A in Fig.2 und Fig.7 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles B in Fig.4. In Fig.7a ist eine Variante der Steuerung zu Fig.7 dargestellt. Fig.4a zeigt eine weitere Variante der Steuerung in der Stellung wie Fig.4. Fig.8 zeigt ein Detail der Skibremse im Schrägriß.

    [0015] Die in den Fig.1 - 6 dargestellte Ausführungsform einer Skibremse 1 besitzt eine Grundplatte 2, welche an der Ober­seite 10a eines Ski 10 befestigt ist und in der eine Schwenkachse 3 gelagert ist. Auf dieser Schwenkachse 3 ist ein Betätigungspedal 4 angeordnet, das unter dem Einfluß einer Aufstellfeder 11 steht. Weiters sind in der Grundplatte 2 zwei Bohrungen 2b ausgespart, welche sich, wie an sich be­kannt, nach außen hin konisch erweitern.

    [0016] Das Betätigungspedal 4 ist in Draufsicht etwa recht­eckig, mit Seitenwänden 4i begrenzt und besitzt eine mittige Ausnehmung 4f mit einem nach unten vorspringenden Rand 4g. An den Rand 4g schließt sich in dem von der Schwenkachse 3 ent­fernten Bereich eine Steuerfläche 4h mit Flächenabschnitten 4h₁ und 4h₂ an. Weiters sind die Seitenwände 4i des Betäti­gungspedals 4 mit Abbiegungen 4k versehen, die zur vertikalen Längsmittelebene der Skibremse 1 hin gerichtet sind.

    [0017] Im Betätigungspedal 4 sind zwei aus einem Drahtmaterial gefertigte, mehrfach abgewinkelte Bremsarme 7 untergebracht. Jeder Bremsarm 7 weist einen abgewinkelten, in Querrichtung zum Betätigungspedal 4 verlaufenden Endabschnitt 7a auf, an den sich ein in Längsrichtung des Betätigungspedals 4 ver­laufender gerader Abschnitt 7b, an diesen ein wiederum in Querrichtung verlaufender abgewinkelter Abschnitt 7c und an diesen wiederum ein gerader Abschnitt 7d anschließt, welch' letzterer eine nur in Fig.1 dargestellte Bremsschaufel 7e trägt.

    [0018] In den Bohrungen 2b der Grundplatte 2 sind beide Brems­arme 7 mit ihren quer verlaufenden, abgewinkelten Abschnitten 7c schwenkbar gelagert. Die anschließenden geraden Abschnitte 7d tragen Bremsschaufeln 7e. Die innerhalb der Grundplatte 2 an die abgewinkelten Abschnitte 7c anschließenden geraden Ab­schnitte 7b gehen in abgewinkelte Endabschnitte 7a über, welche gegen die Längsmittelebene hin gerichtet sind. Die Endabschnitte 7a der beiden Bremsarme 7 sind durch eine Mann-­an-Mann gewickelte Schraubenfeder 12 miteinander verbunden.

    [0019] Die Grundplatte 2 besitzt in ihrem mittleren Bereich einen als Abstützelement wirksamen Ansatz 2c, welcher eine gegenüber der Oberseite 10a des Ski 10 geneigte Begrenzungs­fläche 2d aufweist. Diese ist mit einem reibungsarmen Material beschichtet. Des weiteren ist, wie in der Ansicht in Richtung des Pfeiles A in Fig.2 angedeutet und in Fig.6 dar­gestellt ist, die Begrenzungsfläche 2d mit zu den Schmal­seiten des Ski 10 abfallenden Abschnitten 2e versehen; vgl. auch Fig.8. Dabei bestimmt der erste bzw. zweite Flächenab­schnitt 4h₁ bzw. 4h₂ der Steuerfläche 4h des Betätigungs­pedals 4 in Zusammenwirken mit der oberen Begrenzungsfläche 2d des Ansatzes 2c der Grundplatte 2 die Lage der Bremsarme 7 und die der Schraubenfeder 12 in der niedergeschwenkten bzw. niedergetretenen Postition des Betätigungspedals 4.

    [0020] In der Bremsstellung befinden sich die einzelnen Teile der Skibremse 1 in der in Fig.1 dargestellten Lage. Dabei liegt die Schraubenfeder 12 an dem Flächenabschnitt 4h₁ der Steuerfläche 4h an. Die Bremsschaufeln 7e und die geraden Ab­schnitte 7d der Bremsarme 7 befinden sich im seitlichen Ab­stand von den Schmalseitenflächen des Ski 10.

    [0021] Wird nun das Betätigungspedal 4 vom Schuh des Skiläufers niedergeschwenkt, so werden die Endabschnitte 7a der beiden Bremsarme 7 durch die Abbiegungen 4k der Seitenwände 4i des Betätigungspedals 4 entlang der Unterseite desselben geführt. Die Schraubenfeder 12 wandert unter dem Einfluß der geneigten Begrenzungsfläche 2d entlang des ersten Abschnittes 4h₁ der Steuerfläche 4h in Richtung von der Schwenkachse 3 weg. Hie­bei liegen die die Bremsschaufeln 7e tragenden geraden Ab­schnitte 7d der beiden Bremsarme 7 oberhalb der Oberseite 10a, jedoch außerhalb des Umrisses des Ski 10. Diese Stellung ist in Fig.2 wiedergegeben.

    [0022] Dabei liegt der Rand 4g bzw. der Beginn des ersten Flächenabschnittes 4h₁ der Steuerfläche 4h gegenüber dem Scheitel der Begrenzungsfläche 2d des Ansatzes 2c.

    [0023] In der niedergetretenen Lage des Betätigungspedals 4 be­findet sich die Schraubenfeder 12, wie Fig.4 zeigt, im zweiten Flächenabschnitt 4h₂ der Steuerfläche 4h. Die abge­winkelten Endabschnitte 7a der Bremsarme 7 sind in dieser Stellung von der Schwenkachse 3 weiter weg bewegt, die Brems­arme 7 selbst sind mit ihren abgewinkelten Abschnitten 7c in den konischen Bohrungen 2b verschwenkt, und die die Brems­schaufeln 7e tragenden geraden Abschnitte 7d liegen innerhalb der Oberseite 10a des Ski 10. Die Skibremse 1 befindet sich somit in der Bereitschaftsstellung für die Abfahrt.

    [0024] Die Fig.7 zeigt die Lage der Skibremse 1 in der Bereit­schaftsstellung aus der Richtung des Pfeiles B in Fig.4. Die Schraubenfeder 12 der Skibremse 1 liegt so auf der oberen Be­grenzungsfläche 2d des Ansatzes 2c auf, daß die mittleren Windungen der Schraubenfeder 12 den Raum zwischen dem zweiten Flächenabschnitt 4h₂ der Steuerfläche 4h des Betätigungs­pedals 4 und der oberen Begrenzungsfläche 2d des Ansatzes 2c ausfüllen. Die in den freien Endbereichen verlaufenden Windungen liegen jedoch ausschließlich an der Steuerfläche 4h des Betätigungspedals 4 an, weil zufolge der Streckung der Schraubenfeder 12 diese Windungen nach oben gedrängt werden.

    [0025] Aus dieser Lage ist weiters erkennbar, daß für eine ein­wandfreie Funktion der Schraubenfeder 12 zwischen den beiden miteinander kooperierenden Flächen, nämlich der Steuerfläche 4h des Betätigungspedals 4 und der oberen Begrenzungsfläche 2d des Ansatzes 2c, irgendeine Freistellung erforderlich ist. Auf derartige Ausgestaltungen wird anhand der Fig.7a und 4a noch weiter unten eingegangen werden.

    [0026] Die Fig.8 zeigt, wie bereits erwähnt wurde, zur besseren Veranschaulichung die Ausgestaltung eines Details der Grund­platte 2 mit dem Ansatz 2c und den Verlauf der oberen Be­grenzungsfläche 2d des letzteren im Schrägriß. Die in der Fig.8 verwendeten Bauteile entsprechen den bereits be­schriebenen.

    [0027] Die Variante gemäß Fig.7a unterscheidet sich von der Ausführungsform nach den Fig.1 bis 7 dadurch, daß die Steuerfläche 4′h des Betätigungspedals 4′ bombiert ausgeführt ist, wogegen die obere Begrenzungsfläche 2′d des Ansatzes 2′c - in einer Normalebene quer zur Längsachse der Skibremse 1′betrachtet - einen ebenen Verlauf aufweist. Dabei sei fest­gehalten, daß, in Längsschnitt oder im Aufriß betrachtet, auch die obere Begrenzungsfläche 2′d des Ansatzes 2′c einen von der Schwenkachse weggerichteten, zur Oberseite 10′a des Ski 10′ abfallenden Verlauf aufweist. Durch diese Maßnahme wird bei dieser Ausgestaltung die vorangehend erwähnte Frei­stellung durch die bombierte Ausgestaltung der Steuerfläche 4′h des Betätigungspedals 4′und durch den ebenen Verlauf der oberen Begrenzungsfläche 2′d des Ansatzes 2′c geschaffen.

    [0028] Bei der Ausführungsform gemäß Fig.4a sind sowohl die Be­grenzungsfläche 2˝d des Ansatzes 2˝c als auch die Steuer­fläche 4˝h des Betätigungspedals 4˝ jeweils in einer Ebene verlaufend ausgebildet. Dadurch entsteht während des Streckens der Schraubenfeder 12˝ zwischen dem mittleren Be­reich derselben und der Begrenzungsfläche 2˝d des Ansatzes 2˝c ein Spalt, so daß die Schraubenfeder 12˝ nur entlang der beiden seitlichen Bereiche der Begrenzungsfläche 2˝d des An­satzes 2˝c geführt wird. Der weitere Aufbau der Skibremse 1˝ entspricht jenem der Fig.1 bis 7.

    [0029] Bei einem Entfernen des Skischuhs, sei es durch will­kürliches Aussteigen oder durch einen unwillkürlichen Sturz, wird die Skibremse 1 durch die Aufstellfeder 11 in ihre Bremslage nach Fig.1 gebracht. Dabei sind die Aufstellfeder 11 und Schraubenfeder 12 so aufeinander abgestimmt, daß die die Bremsschaufeln 7e tragenden Abschnitte 7d der beiden Bremsarme 7 früher außerhalb der Breite der Oberseite 10a des Ski 10 kommen, bevor die Aufstellfeder 11 die beiden Brems­arme 7 auf der Oberseite 10a des Ski 10 ankommen lassen würde. Durch diese Maßnahme wird auch bei dem Einstieg mit dem Skischuh in die Skibremse 1 sichergestellt, daß kein Ver­hängen der beiden Bremsschaufeln 7e am Ski 7 entsteht.

    [0030] Da der Aufbau der Skibremse 1′nach Fig.7a und der Ski­bremse 1˝ nach Fig.4a im übrigen jenem der Fig.1 bis 7 ent­spricht, ist die Funktion der Skibremsen 1′ und 1˝ ähnlich jener der Skibremse 1.

    [0031] Die erwähnte Freistellung für die Schraubenfeder 12 bzw. 12′kann auch derart erfolgen, daß die obere Begrenzungsfläche 2d des Ansatzes 2c nach den Fig.6 bis 8 bombiert ausgestaltet wird, wobei dann die Bombierung - im Gegensatz zu der Ausge­staltung der bombierten Steuerfläche 4′h des Betätigungs­pedals 4′nach Fig.7a - konkav ausgebildet ist. Ähnlich kann aber die bombierte Ausgestaltung der Steuerfläche 4′h des Betätigungspedals 4′ nach Fig.7a durch einen nach den beiden Seiten hin ansteigenden Verlauf der Steuerfläche 4′h erfolgen. Eine weitere Möglichkeit besteht erfindungsgemäß darin, daß durch die Ausgestaltung der Steuerfläche des Betätigungspedals während des Streckens der Schraubenfeder zwischen dieser letzteren und der Steuerfläche eine Frei­stellung entsteht. Dabei liegt die Schraubenfeder, in ihrer gestreckten Lage betrachtet, nur mit ihren beiden Endbe­reichen an der Steuerfläche des Betätigungspedals an.

    [0032] Die Erfindung ist nicht auf die in der Zeichnung darge­stellten und im vorstehenden beschriebenen Ausführungs­beispiele beschränkt. Vielmehr sind verschiedene Abänderungen derselben möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlas­sen. Beispielsweise kann die Platte 9 nach einem anderen Er­findungsgedanken einstückig mit dem Betätigungspedal 4 ausge­bildet, z.B. aus Kunststoffmaterial gespritzt, sein. Dabei ist der an das Betätigungspedal 4 anschließende Bereich der Platte 9 scharnierartig verjüngt, um die Montage der beiden Bremsarme 7 im Betätigungspedal 4 zu ermöglichen. Es ist weiters in allen Ausführungsformen denkbar, die Begrenzungs­fläche des Ansatzes mit einem gute Gleiteigenschaften auf­weisenden Plättchen, beispielsweise aus Polytetrafluor­äthylen, zu bedecken, anstatt sie zu beschichten. Des weiteren kann die Begrenzungsfläche oder der ganze Ansatz aus einem solchen Material gefertigt sein.


    Ansprüche

    1. Skibremse mit einer am Ski zu befestigenden Grund­platte, in der auf einer quer zur Längsachse derselben verlaufenden Schwenkachse ein von einer Aufstellfeder beaufschlagtes Betatigungspedal sowie im diesem, im Ab­stand von der Schwenkachse, in konischen Bohrungen zwei mehrfach abgewinkelte, aus Drahtmaterial gefertigte Bremsarme schwenkbar gelagert sind, wobei die in der Bremsstellung befindlichen und gegeneinander gerichte­ten, abgewinkelten Endabschnitte der beiden Bremsarme durch eine Schraubenfeder miteinander verbunden sind, die entlang der Unterseite des Betätigungspedals in Führungen gleitbeweglich gelager ist, dadurch gekenn­zeichnet, daß ein Teilabschnitt der Unterseite des Be­tätigungspedals (4) als Steuerfläche (4h) für die beiden Bremsarme (7) ausgebildet ist, der ein Abstützelement (2c) an der Grundplatte (2) gegenüberliegt, wobei während des Niedertretens des Betätigungspedals (4) die Schraubenfeder (12) durch die Steuerfläche (4h) beauf­schlagt auf dem Abstützelement (2c) gleitet, und daß die Steuerflache (4h) einen ersten Flächenabschnitt (4h₁) und einen an diesen anschließenden zweiten Flächenab­schnitt (4h₂) aufweist, wobei der erste Flächenabschnitt (4h₁) der Steuerfläche (4h) mit dem Abstützelement (2c) die Lage der Bremsarme (7) mit der Schraubenfeder (12) in der niedergeschwenkten Stellung und der zweite Flächenabschnitt (4h₂) der Steuerfläche (4h) mit dem Ab­stützelement (2c) die Lage der Bremsarme (7) mit der Schraubenfeder (12) in der niedergetretenen Stellung (Bereitschaftsstellung) des Betätigungspedals (4) be­stimmt (Fig.1 - 5).
     
    2. Skibremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstützelement (2c) von einem Ansatz (2c) an der Grundplatte (2) gebildet ist, welcher Ansatz (2c) mit der Grundplatte (2) vorzugsweise einstückig ausgebildet ist, und daß der Ansatz (2c) mit einer gegenüber der Oberseite (10a) des Ski (10) geneigten Begrenzungsfläche (2d) versehen ist, deren Scheitel bei niedergeschwenktem Pedal (4) im wesentlichen der Beginn des ersten Flächen­abschnittes (4h₁) der Steuerfläche (4h) gegenüberliegt (Fig.2).
     
    3. Skibremse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzungsfläche (2d) des Ansatzes (2c) der Grundplatte (2) mit zu den Schmalseiten des Ski (10) hin abfallenden Abschnitten (2e) versehen oder bombiert aus­gebildet ist (Fig.6 - 8).
     
    4. Skibremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungspedal (4) an seiner Unterseite eine längenmittig verlaufende Ausnehmung (4f) aufweist, und daß die Steuerfläche (4h) mit ihrem ersten Flächenab­schnitt (4h₁) anschließend an einen vorspringenden Rand (4g) dieser längenmittigen Ausnehmung (4f) gebildet ist (Fig.1,2,4,4a)
     
    5. Skibremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerfläche (4′h) des Betätigungspedals (4′) - in einer Normalebene zur Oberseite (10′a) des Ski (10′) im Querschnitt des Abstützelementes (2′c) betrachtet - einen konvex bombierten Verlauf (2′e) aufweist oder mit nach den beiden Seiten und nach oben hin ansteigenden Abschnitten gestaltet ist (Fig.7a).
     
    6. Skibremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­zeichnet, daß sowohl die Begrenzungsfläche (2˝d) des Ansatzes (2˝c) als auch die Steuerfläche (4˝h) des Be­tatigungspedals (4˝) jeweils in einer Ebene verlaufend ausgebildet sind, wobei die Schraubenfeder (12˝) während ihres Streckens nur entlang der beiden Seitenabschnitte der Begrenzungsfläche (2˝d) des Ansatzes (2˝c) gleitbe­weglich abgestützt ist.
     
    7. Skibremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Steuerfläche und der Schraubenfeder, in der gestreckten Lage der letzteren betrachtet, eine Freistellung vorgesehen ist, wobei die Schraubenfeder nur mit ihren beiden Endbereichen an der Steuerfläche des Betätigungspedals anliegt.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht