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EP 0 404 983 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.03.1992 Patentblatt 1992/10 |
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Anmeldetag: 29.06.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E03C 1/01 |
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Installationsbaustein oder -block
Installation brick or block
Bloc ou unité d'installation
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR IT LI NL SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.1991 Patentblatt 1991/01 |
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Patentinhaber: Sanbloc GmbH
Installations-Fertigbau |
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D-8120 Weilheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Negendank, Volker
D-8134 Pöcking (DE)
- Kress, Jürgen
D-8125 Huglfing (DE)
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Vertreter: Zipse + Habersack |
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Kemnatenstrasse 49 80639 München 80639 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 8 322 284
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DE-U- 8 424 828
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Installationsbaustein oder -block gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Aus dem DE-Gbm 84 24 828.9 ist ein Installationsblock mit einem metallischen Traggerüst
für wenigstens einen Sanitärkörper, einen Spülkasten sowie Ver- und Entsorgungsleitungen
bekanntgeworden, dessen Rückseite durch eine an dem Traggerüst befestigte Brandschutzplatte
abgeschirmt ist. Diese völlig oder überwiegend aus Mineralstoffen bestehende Brandschutzplatte
bildet mit dem Installationsbaustein eine Konstruktionseinheit, welche komplett an
die Baustelle geliefert und dort eingebaut werden kann. Wenn der mit einer solchen
Brandschutzplatte ausgerüstete Installationsbaustein in eine vorbereitete Öffnung
oder Nische einer z.B. an einen Versorgungsschacht eines Gebäudes angrenzenden Mauer
eingebaut wird, ist automatisch die geforderte Feuerwiderstandsklasse für diese Wand
auch im Bereich der Maueröffnung oder -nische wieder hergestellt.
[0003] Bei dem bekannten Installationsbaustein können sich aus der Befestigung der Brandschutzplatte
an dessen Rückseite Probleme ergeben. Im Brandfalle ist nicht auszuschließen, daß
sich die Verbindung Brandschutzplatte-Installationsbaustein löst, wodurch der ganze
Brandschutz hinfällig würde. Über die Befestigungsmittel, sollte es sich um Metallschrauben
oder -bolzen handeln, können Wärmebrücken gebildet sein, die den Brandschutz gefährden.
Indem die Brandschutzplatte offen und ungeschützt gegen die Rückseite des Installationsbausteins
befestigt ist, besteht auch die Gefahr mechanischer Beschädigung beim Transport und
Einbau.
[0004] Für einen Installationsbaustein (mit einem angehängten Sanitärapparat) oder -block
(mit zwei oder mehr angehängten Sanitärapparaten), bei dem die zur Ver- und Entsorgung
des bzw. der Sanitärapparate erforderlichen Leitungen und Bauteile sowie die zur Anbringung
des bzw. der Sanitärapparate notwendigen Befestigungsmittel in einen insbesondere
geschäumten Formkörper eingelagert sind, sind außer der Maßnahme, dem Formmaterial
Flammschutzmittel beizumengen, keine weitergehenden Brandschutzmaßnahmen bekanntgeworden.
Soll der Installationsbaustein oder -block den Anforderungen vorgeschriebener Feuerwiderstandsklassen
genügen, so sind aber weiterführende Brandschutzmaßnahmen unbedingt erforderlich,
da das dem Formmaterial beigemengte Flammschutzmittel nur dort ausreichenden Brandschutz
bieten kann, wo die volle Bausteinstärke wie in Randbereichen des Bausteins zur Verfügung
steht, aber nicht dort wie z.B. im Bereich der Revisionsöffnung eines Spülkastens,
wo die Bausteinwandstärke stark vermindert ist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Installationsbaustein oder -block
mit einem insbesondere geschäumten Formkörper so auszustatten, daß bei seinem Einbau
in eine Maueröffnung oder -nische die Wand unmittelbar der durch Bauvorschriften geforderten
Feuerwiderstandsklasse entspricht.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Installationsbaustein oder -block gelöst,
wie er durch den Anspruch 1 gekennzeichnet ist. Weiterbildungen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen beschrieben.
[0007] Der erfindungsgemäße Installationsbaustein oder -block zeichnet sich dadurch aus,
daß zwischen Vorder- und Rückwand eine im wesentlichen über die gesamte Bausteinfläche
ausgebreitete Brandschutzmasse, -platte oder -matte eingeformt ist. Bevorzugt wird
eine Brandschutzmasse verwendet, nämlich ein Gemisch aus Mineralfaserwolle mit Zement
und GIPS als Bindemittel (Cafcote 280 der Firma Cafco Europe SARL, L-3895 Foetz) in
einer Schichtdicke von ca. 30 bis 40 mm. Diese Brandschutzmasse wird beim Herstellungsvorgang
des Bausteins bzw. Blocks in den Randbereichen des Bausteins mit der Formkörpermasse
(z.B. Legupren der Firma Bayer AG, D-5090 Leverkusen) durchmengt, um den Zusammenhalt
der vor und hinter der Brandschutzmasse liegenden Teile des Formkörpers zu verbessern.
Diese Durchmengung ist ohne weiteres möglich, ohne den Brandschutz zu gefährden, da
auch die Formkörpermasse Flamm- bzw. Brandschutz bietet und in den Randbereichen des
Bausteins die volle Bausteinstärke zur Verfügung steht.
[0008] Anstelle einer Brandschutzmasse können auch eine Brandschutzplatte oder eine Brandschutzmatte
aus handelsüblichen Materialien eingeformt werden.
[0009] Zweckmäßig wird die Brandschutzmasse, -platte oder -matte schalenförmig um die eingelagerten
Leitungen und Bauteile eingeformt, wodurch sich die Stabilität und der Zusammenhalt
des Bausteins bzw. Blocks verbessert. Insbesondere bei Verwendung einer Brandschutzmasse
sollte dabei ein Abstand von den eingeformten Leitungen bzw. Bauteilen eingehalten
werden, damit z.B. wenn der Spülkasten durch die Revisionsöffnung ausbrennt, die Brandschutzmasse
nicht in den entstandenen Hohlraum einbrechen kann, sondern sie geschützt in der Harz-Blähtonstruktur
des z.B. aus Legopren hergestellten Formkörpers eingebettet bleibt.
[0010] Bei der Herstellung eines WC-Installationsbausteins muß dem Auftrieb des eingelagerten
Spülkastens durch einen Distanzhalter entgegengewirkt werden. Damit dieser Distanzhalter
keine Unterbrechung der Brandschutzmasse, -platte oder -matte verursacht, wird er
selbst aus einem feuerhemmenden Material wie z.B. Kalksandstein hergestellt und mit
in den Formkörper eingeformt.
[0011] Die Erfindung wird nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigen
Fig. 1 im Längsschnitt einen WC-Installationsbaustein mit eingeformter Brandschutzmasse
und
Fig. 2 eine Draufsicht des Bausteins von Fig. 1.
[0012] Der WC-Installationsbaustein 1 ist in die Öffnung 2 eines Mauerwerks 3 eingebaut.
Er besitzt im wesentlichen gleiche Stärke wie das Mauerwerk. In den Formkörper 4 des
WC-Installationsbausteins aus z.B. Polyester-Schaumbeton ist ein Wandeinbauspülaksten
5 mit Spülrohr 6 und Revisionsöffnung 7 eingeformt. In den Formkörper 4 ist zwischen
Vorder- und Rückwand 8 bzw. 9 eine Schicht von ca. 30 bis 40 mm einer Brandschutzmasse
10 eingeformt. Diese Schicht einer Brandschutznasse 10 ist schalenförmig um den Wandeinbauspülkasten
5 herumgelegt, wobei in den Randbereichen 11 des Bausteins die Brandschutzmasse 10
mit der Formkörpermasse durchmengt ist. Ein mit eingeformter Kalksandsteinblock 12
dient als Distanzhalter, um dem Auftrieb des Wandeinbauspülkastens während des Herstellungsvorgangs
entgegenzuwirken.
1. Installationsbaustein oder -block mit einem insbesondere geschäumten Formkörper
(4), in den die zur Ver- und Entsorgung eines Sanitärapparates erforderlichen Leitungen
und Bauteile (5,6,7) sowie die zur Anbringung des Sanitärapparates notwendigen Befestigungsmittel
eingelagert sind, und mit einer im wesentlichen über die gesamte Bausteinfläche ausgebreiten
Biandschutamasse, -platte oder - matte (10),
dadurch gekennzeichnet, daß diese Biandschutamasse,- platte oder - matte (10) in den Baustein zwischen Vorder-
und Rückwand (8,9) eingeformt ist.
2. Installationsbaustein nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Brandschutzmasse, -platte oder -matte (10) schalenförmig um die eingelagerten
Leitungen und Bauteile (5,6,7) eingeformt ist.
3. Installationsbaustein nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet, durch Haftbrücken insbesondere im Randbereich (11) des Bausteins (6) zwecks Verbesserung
des Zusammenhalts der vor und hinter der Brandschutzmasse, -platte oder -matte (10)
liegenden Teile des Formkörpers (4).
4. Installationsbaustein nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Brandschutzmasse, -platte oder -matte (10) in Abstand von den Leitungen bzw.
Bauteilen (5,6,7) in den Formkörper (4) eingeformt ist.
5. Installationsbaustein nach den Ansprüchen 1 und 3, 1 bis 3 oder 1 bis 4 mit einer
in den Formkörper (4) eingeformten Brandschutzmasse (10),
dadurch gekennzeichnet, daß die Brandschutzmasse (10) in Randbereichen (11) des Bausteins mit der Formkörpermasse
durchmengt ist.
6. Installationsbaustein nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß als Brandschutzmasse (10) ein Gemisch aus Mineralfaserwolle mit Zement und Gips
als Bindesmittel in einer Schichtdicke von ca. 30 bis 40 mm eingeformt ist.
7. WC-Installationsbaustein nach Anspruch 5 oder 6 mit geschäumtem Formkörper (4)
und eingelagertem Spülkasten (5),
dadurch gekennzeichnet, daß zum Gegenwirken des Auftriebs beim Aufschäumen hinter dem Spülkasten (5) ein
Distanzhalter (12) aus einem feuerhemmenden Material wie Kalksandstein eingelegt und
die Brandschutzmasse (10) um diesen Distanzhalter herum ausgebreitet ist.
1. An installation module or block, comprising a molded body (4), especially a foamed
body (4) in which are received the pipes and structural members (5,6,7) required for
supply to and discharge from sanitary equipment as well as the fastening means needed
for mounting the sanitary equipment, and a fire protection substance, plate or mat
(10) spread substantially across the entire width or the module,
characterized in that said fire protection substance, plate, or mat (10) is molded in the module
between the front and rear walls (8,9) thereof.
2. The installation module as claimed in claim 1,
characterized in that the fire protection substance, plate, or mat (10) is molded like a shell
around the embedded pipes and structural members (5,6,7).
3. The installation module as claimed in claim 1 or 2,
characterized by adhesive bridges especially in the zones (11) of the edges of the module (6) to
improve the bond between the parts of the molded body (4) in front of and befind the
fire protection substance, plate, or mat (10).
4. The installation module as claimed in one of claims 1 to 3,
characterized in that the fire protection substance, plate, or mat (10) is molded spaced from the
pipes or structural members (5,6,7) in the molded body (4).
5. The installation module as claimed in claims 1 and 3, 1 to 3, or 1 to 4, including
a fire protection substance (10) molded in the molded body (4),
characterized in that the fire protection substance (10) is mixed with the material of the molded
body in the areas (11) of the edges of the module.
6. The installation module as claimed in claim 5,
characterized in that the fire protection substance (10) included in the molding is a mixture of
mineral fiber wool with cement and gypsum as binders and is applied as a layer approximately
30 to 40 mm thick.
7. A toilet installation module as claimed in claim 5 or 6, including a foamed molded
body (4) and an embedded flush tank,
characterized in that a spacer (12) of fire resistive material, such as calcareous sandstone, is
positioned behind the flush tank (5) to counteract the buoyancy upon foaming, and
the fire protection substance (10) is spread around this spacer.
1. Module ou bloc à installer comprenant un corps moulé (4), en particulier en mousse,
dans lequel sont noyés les conduites et les éléments de structure (5, 6, 7) qu'exigent
l'alimentation et la vidange d'un appareil sanitaire, ainsi que les moyens de fixation
nécessaires au montage de l'appareil sanitaire, et comprenant une masse, une plaque
ou une natte coupe-feu (10) qui s'étend pour l'essentiel sur toute la surface du module,
caractérisé par le fait que cette masse, plaque ou natte coupe-feu (10) est noyée
par moulage dans le module entre les parois avant et arrière (8, 9).
2. Module à installer selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la masse,
la plaque ou la natte coupe-feu (10) est noyée par moulage en forme de coquille autour
des conduites et des éléments de structure (5, 6, 7) qui sont noyés.
3. Module à installer selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par des ponts d'adhérence,
en particulier dans la région (11) du bord du module (6), en vue d'améliorer la cohésion
des parties du corps moulé (4) qui sont situées devant et derrière la masse, la plaque
ou la natte coupe-feu ( 10 ).
4. Module à installer selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait
que la masse, la plaque ou la natte coupe-feu (10) est noyée par moulage dans le corps
moulé (4) à distance des conduites et, respectivement, des éléments de structure (5,
6, 7).
5. Module à installer selon les revendications 1 et 3, 1 à 3 ou 1 à 4, comprenant
une masse coupe-feu (10) noyée par moulage dans le corps moulé (4), et caractérisé
par le fait que la masse coupe-feu (10) est mélangée à la masse du corps moulé dans
les régions (11) des bords du module.
6. Module à installer selon la revendication 5, caractérisé par le fait qu'un mélange
de laine de fibres minérales avec du ciment et du plâtre comme liant est noyé par
moulage pour servir de masse coupe-feu (10), avec une épaisseur de couche allant de
30 à 40 mm environ.
7. Module à installer pour WC selon la revendication 5 ou 6, comprenant un corps moulé
(4) en mousse et un réservoir de chasse d'eau noyé (5), caractérisé par le fait que,
pour s'opposer à la force ascensionnelle lors de la montée de la mousse, on insère
derrière le réservoir de chasse d'eau (5) une entretoise (12) constituée par un matériau
retardant le feu, comme de la brique silico-calcaire, et que la masse coupe-feu (10)
est élargie tout autour de cette entretoise.

