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(11) |
EP 0 405 189 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.09.1993 Patentblatt 1993/39 |
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Anmeldetag: 05.06.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F01L 9/04 |
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Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung
Electromagnetic positioning device
Dispositif électromagnétique de positionnement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
27.06.1989 DE 3920976
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.1991 Patentblatt 1991/01 |
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Patentinhaber: FEV Motorentechnik GmbH & Co. KG |
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D-52078 Aachen (DE) |
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Erfinder: |
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- Kreuter, Peter, Dr.-Ing.
D-5100 Aachen (DE)
- Scheidt, Martin, Dipl.-Ing.
D-5180 Eschweiler (DE)
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| (74) |
Vertreter: Langmaack, Jürgen, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Maxton . Maxton . Langmaack
Postfach 51 08 06 50944 Köln 50944 Köln (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 043 426 US-A- 4 777 915
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EP-A- 0 197 357
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung für wenigstens
ein ozzillierend bewegbares Steuerelement für Verdrängungsmaschinen, insbesondere
Flachschieber und Hubventile, mit zwei Schalt-Elektromagneten, welche die geöffnete
und die geschlossene Schaltposition wenigstens eines Steuerelements definieren, mit
einem zwischen den beiden Elektromagneten angeordneten, die Lage des Steuerelements
bestimmenden Anker mit einem Federsystem zur oszillierenden Kraftübertragung auf den
Anker zwischen den einen Arbeitshub definierenden geöffneten und geschlossenen Schaltpositionen,
wobei der Ort der Gleichgewichtslage des Ankers zwischen den beiden Schaltpositionen
liegt und der Arbeitshub des Steuerelements durch Änderung der Lage der Polfläche
eines Elektromagneten sowie des Fußpunktes wenigstens einer Feder des Federsystems
variiert werden kann, und mit einem Schaltsystem zur Änderung der Lage der Polfläche
eines der Elektromagneten und zur gleichzeitigen Änderung des Fußpunktes wenigstens
einer Feder des Federsystems, derart, daß der Schwingungsmittelpunkt des Federsystems
in eine andere Gleichgewichtslage im Bereich der Mitte zwischen dem bewegten und unbewegten
Elektromagneten versetzt wird.
[0002] Das Steuerelement einer Verdrängungsmaschine wird bei einer Stelleinrichtung der
aufgeführten Art durch eine Druckfeder in geschlossenem Zustand gehalten. Eine weitere
Druckfeder wirkt auf einen mit dem Steuerelement zusammenwirkenden Magnetanker, so
daß die Gleichgewichtslage des Federsystems in der Mitte oder nahe der Mitte zwischen
den Endlagen der Bewegung des Magnetankers liegt. Die Endlagen der Ankerbewegung befinden
sich an je einem elektrisch betätigten Arbeitsmagneten. Zum Schalten dieser Vorrichtung
wird jeweils ein Arbeitsmagnet erregt und der andere abgeschaltet. Aufgrund der Kraft
der vorgespannten Feder wird der Anker bei Freigabe bis zur Gleichgewichtslage beschleunigt
und auf seinem weiteren Weg durch die dann bestimmende entgegenwirkende Kraft der
anderen Feder verzögert. Aufgrund von Reibung kann der Anker die gegenüberliegende
Endlage nicht erreichen. Auf dem fehlenden Restweg wird der Anker durch die Zugkraft
des Arbeitsmagneten angezogen.
[0003] Gegenüber Schaltsystemen, die den Anker über den gesamten Hub gegen die Kraft einer
Feder anziehen, wird mit diesem System eine wesentliche Verringerung der zuzuführenden
elektrischen Energie sowie der Baugröße erzielt. Aufgrund des geringeren zu überbrükkenden
Luftspaltes kann die radiale Abmessung des Wicklungsfensters klein gehalten werden.
Dies ist vor allem im Hinblick auf den Einsatz der Stelleinrichtung an Verdrängungsmaschinen
von Bedeutung.
[0004] Der Arbeitshub einer solchen Stelleinrichtung ist so bemessen, daß für den größten
auftretenden Massenstrom am Steuerelement einer Verdrängungsmaschine ein ausreichender
Öffnungsquerschnitt zur Verfügung steht und somit eine Drosselung vermieden wird.
[0005] Bei kleineren Massenströmen, die im Teillastbetrieb von Verdrängungsmaschinen und
hier insbesondere von Brennkraftmaschinen auftreten, ist ein Betrieb der Stelleinrichtung
bei diesem maximalen Arbeitshub unwirtschaftlich, da die zum Positionswechsel des
Steuerelements zuzuführende elektrische Energie abhängig von dem Hub des Steuerelements
zunimmt. Somit wäre ein verringerter Hub des Steuerelements, also insbesondere ein
verringerter Ventilhub, aus energetischen Gründen erwünscht. Weiterhin hat die Verringerung
des Öffnungsquerschnitts eine Zunahme der Strömungsgeschwindigkeit am Steuerelement
bzw. am Steuerventil zur Folge, was zur Verbesserung der Aufbereitung von mehrphasigen
Gemischen, insbesondere eines Luft-Kraftstoffgemisches bei Brennkraftmaschinen, beiträgt.
[0006] Bekannte Systeme zur Variation des Arbeitshubes einer Stelleinrichtung des oben beschriebenen
Funktionsprinzips arbeiten mit außerhalb der Stelleinrichtung angeordneten, ggf. auf
mehrere Stelleinrichtungen gemeinsam wirkenden Schalt- bzw. Verstellsystemen, wie
es beispielsweise aus US-A-4 777 915 bekannt ist. Ein erheblicher Nachteil dieser
Anordnung ist der langsame Verstellvorgang, der sich über mehrere Arbeitszyklen der
Brennkraftmaschine erstreckt und eine digitale Steuerung der Stelleinrichtung erschwert.
Weiterhin bleibt unberücksichtigt, daß bei Veränderung des Schalthubes durch gleichzeitiges
Anheben des unteren Arbeitsmagneten und des Federfußpunktes der unteren Feder die
Abstützkraft des Federsystems zunimmt, was zu einer erhöhten Belastung des Ventilspielausgleichselements
und der die Federkraft abstützenden Bauteile (Anker, Ventilsitz) führt. Gleichzeitig
wird dadurch eine Veränderung der als Abfallverzugszeit bezeichneten Zeitspanne zwischen
Abschalten des Stromes im Arbeitsmagneten und Einsetzen der Ankerbewegung verursacht.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, daß die Umschaltung bei einer
Brennkraftmaschine in einer Zeitspanne erfolgen kann, die deutlich kürzer ist als
die Zeit für einen Zyklusdurchlauf der Brennkraftmaschine. Dabei soll die Möglichkeit
der Energieeinsparung bei kleinem Hub unter Beibehaltung der Abfallzeiten gezielt
genutzt werden.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einer Stelleinrichtung der eingangs bezeichneten Art dadurch
gelöst, daß das Schaltsystem ein magnetisches Schaltsystem ist und Mittel zur gleichzeitigen
Einstellung der Abfallverzugszeit des Ankers durch Veränderung des magnetischen Widerstands
im Magnetkreis eines oder beider Elektromagneten vorhanden sind.
[0009] Der magnetische Widerstand des Magnetkreises eines oder beider Arbeitsmagnete beim
Wechsel des Arbeitshubes der Stelleinrichtung kann mit dem Ziel verändert werden,
die Abfallverzugszeit konstant zu halten.
[0010] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung erfolgt sowohl die Verstellung des
magnetischen Widerstandes als auch die Verstellung des der Öffnet-Position zugeordneten
Arbveitsmagneten und des Federfußpunktes durch ein gemeinsames elektromagnetisches
Schaltsystem in der einen Richtung sowie durch vorgespannte Federn in entgegengesetzter
Richtung.
[0011] Die Ausbildung des Schaltsystems und der Federn ist nach weiteren Merkmalen der Erfindung
so gewählt, daß sich nach dem Abschalten des elektromagnetischen Schaltsystems die
verstellbaren Bauteile selbsttätig in eine der Endpositionen bewegen, wobei diese
End-positionen entweder die Position größten Arbeitshubes oder die Position kleinsten
Arbeitshubes einer Verdrängungsmaschine sind.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung kann das Steuerelement über ein Übertragungsglied,
insbesondere einen Kipp- oder Schlepphebel, betätigt werden.
[0013] Um die Geräuschentwicklung und den Verschleiß an den Bauteilen des elektromagnetischen
Schaltsystems zu minimieren, wird nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung die
Bewegung des Schaltsystems in der Nähe einer oder beider Endlagen gebremst. Dabei
kann dem oszillierend bewegten Magnetanker der Stelleinrichtung in der Nähe der Endlagen
durch Verdichtung eines kompressiblen Fluids kinetische Energie entzogen werden.
[0014] Weiterhin kann das elektromagnetische Schaltsystem einen Permanentmagneten enthalten,
der das Verharren des Ankers des Schaltsystems in der angezogenen Position sicherstellt.
[0015] Zum Ausgleich von im Betrieb der Stelleinrichtung auftretenden Längenänderungen kann
gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ein hydraulisches Längenausgleichselement
eingesetzt werden. Erfindungsgemäß kann dieses Bauteil an verschiedenen Positionen
innerhalb der Stelleinrichtung angeordnet sein, insbesondere im Magnetanker oder zwischen
dem der Schließt-Position zugeordneten Arbeitsmagneten und dem Gehäuse.
[0016] Zur Verminderung des Energieaufwandes, insbesondere zum Halten des Magnetankers an
den Polflächen, können gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung einer oder beide
Arbeitsmagnete mit einem Permanentmagneten ausgerüstet sein.
[0017] Die Anordnung des den magnetischen Widerstand beeinflussenden Bauteils wird nach
einer weiteren Ausbildung der Erfindung so gewählt, daß das relativ zum Arbeitsmagneten
bewegte Bauteil gegen eine Vorspannkraft in engen Grenzen verschiebbar ist und somit
Längenänderungen kompensiert werden, bzw. die Einstellung bei der Montage vereinfacht
wird. Die Vorspannkraft wird durch ein federndes Element aufgebracht.
[0018] Zusätzlich zu den bereits aufgeführten Vorteilen besteht ein mit der Erfindung erzielbarer
Vorteil insbesondere auch darin, daß alle bei einer Arbeitshubverstellung einer Stelleinrichtung
in ihrer Lage zu verändernden Bauteile gemeinsam verstellt werden können. Die erzielbare
Schaltzeit ist dabei deutlich geringer als die für einen Zyklusdurchlauf einer Verdrängungsmaschine
zur Verfügung stehende Zeit. Damit ist eine digitale Ansteuerung der Stelleinrichtung
möglich. Die Zuordnung eines eigenen Schaltsystems zu jeder Stelleinrichtung erlaubt
darüber hinaus eine freie Anordnung der Stelleinrichtungen bei einer mehrzylindrigen
Verdrängungsmaschine. Durch die Einstellung unterschiedlicher magnetischer Widerstände
in den Schaltpositionen ist es möglich, die Stelleinrichtungen in den unterschiedlichen
Schaltpositionen mit unveränderten Steuersignalen zu betreiben.
[0019] Die beschriebene Dämpfung der Bewegung, der hydraulische Längenausgleich sowie der
Einsatz von Permanentmagneten senken den Energieeinsatz, Dämpfung und hydraulischer
Längenausgleich verbessern auch das Laufverhalten. Die verschiebbare Ausführung des
den magnetischen Widerstand beeinflussenden Bauteils bewirkt eine Verringerung der
Genauigkeitanforderungen bei Fertigung und Einstellung.
[0020] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben.
[0021] Fig. 1 zeigt im Längsschnitt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung gemäß der Erfindung
mit einem elektromagnetischen Schaltsystem zur Veränderung des Arbeitshubes. Das Schaltsystem
ist im abgeschalteten Zustand dargestellt und befindet sich in der Position kleinen
Arbeitshubes. Das Steuerventil einer Verdrängungsmaschine ist geschlossen.
[0022] Fig. 2 zeigt das Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 in eingeschaltetem Zustand des Schaltsystems
und damit in der Position großen Arbeitshubes. Das Steuerventil der Verdrängungsmaschine
ist geschlossen.
[0023] Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung mit Dämpfung
der Ankerbewegung, hydraulischem Längenausgleich sowie mit einem Permanentmagneten
in dem der Schließt-Position zugeordneten Arbeitsmagneten, wobei das den magnetischen
Widerstand einstellende Bauteil verschiebbar ausgeführt ist.
[0024] Fig. 4 zeigt eine Einzelheit der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform entsprechend
der umrandeten Partie mit dem Bezugszeichen Z.
[0025] Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit im Schaltsystem angeordneten Permanentmagneten.
[0026] Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung
des Schaltsystems durch Verdichtung von Luft.
[0027] Fig. 7-13 zeigen verschiedene Ausführungsmöglichkeiten zur Einstellung des magnetischen
Widerstandes eines Arbeitsmagneten.
[0028] Fig. 14-17 zeigen Möglichkeiten der Anordnung des Schaltsystems zur Verstellung des
Öffnet-Arbeitsmagneten.
[0029] Fig. 18 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung mit einem über einen Kipphebel
betätigten Steuerelement.
[0030] Fig. 1 zeigt beispielhaft eine elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung mit
Arbeitsmagneten 1 und 2, Wicklungen 3 und 4 sowie Anker 5. Der Arbeitsmagnet 1 ist
über eine Hülse 6 im Gehäuse 7 abgestützt und über Bund 8 mit Gehäuse 7 verschraubt.
[0031] Der Arbeitsmagnet 1 bildet mit einem feststehenden Joch 9 des Schaltsystems eine
Einheit. Ein beweglicher Anker 10 des elektromagnetischen Schaltsystems wirkt über
eine einstellbare Stellschraube 11 auf eine Feder 12, die sich auf der Platte des
Ankers 5 abstützt. Weiterhin ist der Anker 10 über einen Verbindungsbolzen 13 mit
dem Arbeitsmagneten 2 verbunden, der in der Hülse 6 axial verschiebbar geführt ist.
Den Anschlag, über den bei dem gezeigten System die Position des Arbeitsmagneten 2
und damit der Arbeitshub eingestellt wird, bildet ein Befestigungsohr 14, das von
der Kraft der vorgespannten Feder 12 gegen die Unterkante der Hülse 6 gedrückt wird.
Der Arbeitsmagnet 2 ist an seiner Unterseite so dimensioniert, daß die dem magnetischen
Fluß zwischen der Wicklung 4 und der Unterseite zur Verfügung stehende Querschnittsfläche
16 deutlich kleiner ist als die übrigen Querschnittsflächen des magnetischen Kreises
und somit schon bei mittlerer Aussteuerung des Magnetkreises eine Erhöhung des magnetischen
Widerstandes erfolgt. Eine Weicheisen-Scheibe 17 ist im Gehäuse 7 durch die Vorspannkraft
einer Feder 24 gegen einen Anschlag 25 gedrückt.
[0032] Die angezogene Lage des Ankers 10 gegen das Joch 9 stellt für die in Figur 2 gezeigte
Position des Schaltsystems den Anschlag dar. Gleichzeitig erweitert die Scheibe 17
in dieser Position die Querschnittsfläche des magnetischen Kreises und verringert
somit den magnetischen Widerstand im Arbeitsmagneten 2. In dieser Position ist die
Scheibe 17 vom Arbeitsmagneten 2 gegen die Kraft der vorgespannten Feder 24 um einen
geringen Weg vom Anschlag 25 wegbewegt, und somit ist eine sichere Auflage des Arbeitsmagneten
2 auf der Scheibe 17 sichergestellt.
[0033] Über die Stellschraube 11 wird die Gleichgewichtslage des schwingungsfähigen Systems,
bestehend aus Federn 12 und 18 sowie dem Anker 5, Schaft 19 des zu betätigenden Steuerelements
und Federteller 20, so eingestellt, daß der Anker 5 im stromlosen Zustand in der Mitte
zwischen den Arbeitsmagneten 1 und 2 ruht.
[0034] In dieser Position ist das mit Schaft 19 verbundene Steuerelement, beispielsweise
ein Steuerventil einer Brennkraftmaschine, um seinen halben Hub geöffnet. Wenn der
Anker 5 zur Anlage an den Magneten 1 gebracht ist, wird er dort durch Erregung der
Wicklung 3 gehalten. In dieser Position befindet sich das Steuerelement in der geschlossenen
Lage. Für den Betrieb der Stelleinrichtung wird der Strom in Wicklung 3 dann abgeschaltet,
wodurch nach einer Zeitspanne, die im folgenden Abfallzeit genannt wird, der Anker
5 sich vom Magneten 1 löst und über die Gleichgewichtslage hinaus auf den Magneten
2 zubewegt. Die Wicklung 4 des Magneten 2 wird rechtzeitig erregt, so daß der Anker
5 aufgrund der wirkenden Magnetkraft an den Magneten 2 herangezogen und dort gehalten
wird. Die Rückbewegung erfolgt sinngemäß. Dieser Ablauf gilt für beide möglichen Arbeitshübe.
[0035] Im stromlosen Zustand von Wicklung 15 des Schaltsystems befindet sich das System
in der Position kleinen Arbeitshubes. Wird die Wicklung 15 des Schaltsystems erregt,
so wird der Anker 10 gegen die Kraft der vorgespannten Feder 12 gegen das Joch 9 angezogen.
Um keine unkontrollierten Zustände zuzulassen, verbleibt der Anker 5 am Arbeitsmagneten
1, wo er durch Erregung der Wicklung 3 gehalten wird. Über die Verbindungsbolzen 13
wird die Bewegung des Ankers 10 auf den Arbeitsmagneten 2 übertragen und bewegt diesen
gegen die Scheibe 17. Dadurch erhält der Arbeitsmagnet 2 eine vergrößerte Querschnittsfläche
16, die es erlaubt, das durch größeren Arbeitshub erhöhte Kraftniveau zu kompensieren
und somit das Stromniveau zum Halten des Ankers 5 am Arbeitsmagneten 2 sowie die Abfallzeit
nach Abschalten der Wicklung 4 bis zum Beginn der Ankerbewegung konstant zu halten.
Die Gleichgewichtslage des schwingenden Systems 5, 12, 18, 19, 20 liegt durch die
Verschiebung des nichtbewegten Fußpunktes der Feder 12 wieder in der Mitte zwischen
den Arbeitsmagneten 1 und 2. Das Schaltsystem wird bei dem geringen Abstand zwischen
Anker 10 und Joch 9 durch Erregung mit einem geringen Strom gehalten.
[0036] Figur 3 zeigt eine Stelleinrichtung, die zusätzlich zu den oben beschriebenen Merkmalen
eine Dämpfung der Bewegung des Ankers 5 enthält. Wie Fig. 4 es erkennen läßt, bildet
Anker 5 mit seiner Außenkante 26 einen Dichtspalt zur Hülse 6. Die Hülse 6 ist mit
einer Eindrehung 27 versehen, über die die Luft aus dem Volumen oberhalb des Ankers
in das unterhalb des Ankers gelegene Volumen abströmen kann. In der Nähe der Polfläche
des oberen Magneten 1 verläßt die Außenkante 26 die Oberkante 24 der Eindrehung 27,
und der Anker 5 verdichtet die im oberen Volumen verbliebene Luft. Die so entstehende
Kraft dämpft eine Beschleunigung des Ankers 5, die andernfalls aufgrund der im Nahbereich
des Magneten 1 stark progressiv ansteigenden Zugkraft eintreten würde.
[0037] Wie Fig. 3 zeigt, kann die Stelleinrichtung auch ein hydraulisches Längenausgleichselement
28 enthalten, welches im Anker 5 abgestützt ist und auf den Schaft 19 des Steuerelements
wirkt. Das Längenausgleichselement 28 kann über den Anker 5 mit Drucköl versorgt werden.
[0038] Ein Permanentmagnet 29 kann im Arbeitsmagneten 1 angeordnet sein. Er ermöglicht das
Halten des Ankers 5 ohne Stromfluß in Wicklung 3, und er unterstützt das Anziehen
des Ankers 5. Daher kann die Wicklung 3 im Hinblick auf die beim Anziehen aufzuwendende
Energie gegenüber einer Ausführung ohne Permanentmagneten mit einem niedrigeren Stromniveau
betrieben werden. Zum Ablösen des Ankers 5 von der Polfläche des Magneten 1 wird die
Wicklung 3 mit gegenüber dem Anzugsvorgang umgekehrter Polung des Gleichstromes betrieben.
Das erregte Feld wirkt dem Feld des Permanentmagneten 29 entgegen, und die Kraftwirkung
auf den Anker 5 nimmt ab, bis die Kraft der gespannten Feder 12 überwiegt und die
Bewegung einleitet.
[0039] Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel für ein elektromagnetisches Schaltsystem bestehend
aus dem Joch 9 und dem Anker 10 mit einem Permanentmagneten 30. Zum Anziehen des Ankers
10 an das Joch 9 wird die Wicklung 15 erregt. Bei Auflage des Ankers 10 auf dem Joch
9 kann die Wicklung 15 abgeschaltet werden. Zum Lösen des Ankers 10 wird die Wicklung
15 bei umgekehrter Polung des Gleichstroms erregt.
[0040] Figur 6 zeigt eine Anordnung zur Dämpfung der Schaltbewegung des Schaltsystems in
der Bewegungsrichtung von kleinem Arbeitshub hin zu großem Arbeitshub. Die weichmagnetische
Scheibe 17 ist an der Innenkante mit einer Hülse 41 versehen, die zum Arbeitsmagneten
2 hin einen Dichtspalt bildet. Die Hülse 41 enthält Öffnungen 42, die bei einer Bewegung
des Arbeitsmagneten 2 und somit einer Verkleinerung des Raumes 43 ein Abströmen der
Luft zulassen, bis der Arbeitsmagnet 2 in der Nähe der Scheibe 17 die Öffnungen abschließt
und die verbleibende Luft komprimiert wird. Durch den Druckanstieg im Raum 43 ergibt
sich eine dämpfende Kraft.
[0041] Figuren 7-13 zeigen weitere Ausführungsbeispiele zur Veränderung des magnetischen
Widerstandes eines Arbeitsmagneten. Wichtig für die einwandfreie Funktion der Stelleinrichtung
ist die exakte Reproduzierbarkeit des Kontaktes zwischen dem betreffenden Arbeitsmagneten
und der Weicheisenscheibe, die in den genannten Figuren jeweils mit den Bezugszeichen
31 und 32 bezeichnet sind. Schon geringe Unterschiede des Luftspaltes zwischen diesen
Bauteilen können die Abfallzeiten verändern. Konische Ausbildungen gemäß Figuren 8
und 13 erlauben eine Selbstzentrierung, flache horizontale Ausbildungen gemäß Figur
7 sind einfach zu fertigen, vertikale Anordnungen gemäß Figuren 9 und 10 ergeben einen
konstanten Radialspalt, während eine Ausbildung mit Stiften 33 gemäß Figuren 11 und
12 durch die Vielzahl von Elementen unanfällig gegen Ungenauigkeiten der Fertigung
einzelner Passungen sind.
[0042] Figuren 14 bis 17 zeigen Alternativen zu der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführung
der Stelleinrichtung. Die Stelleinrichtung ist vereinfacht dargestellt, und sie enthält
im wesentlichen eine obere Feder 50, Arbeitsmagnete 51 und 52, eine untere Feder 53
und das elektromagnetische Schaltsystem 55.
[0043] Bei Verlagerung des Fußpunktes der oberen Feder 50 entsprechend den Figuren 14 und
16 ist eine Korrektur des magnetischen Widerstandes an beiden Arbeitsmagneten 51 und
52 sinnvoll, vor allem aber, aufgrund der erforderlichen kurzen Öffnungszeiten, eine
Korrektur am Magneten 52. Wird der Fußpunkt der unteren Feder 53 verstellt, so ist
das Kraftniveau am Magneten 51 bei geschlossenem Ventil hubunabhängig und konstant.
Eine Korrektur ist nur am Magneten 52 sinnvoll. Die Anordnung des elektromagnetischen
Schaltsystems 55 entsprechend den Darstellungen in den Figuren 16 und 17 unterhalb
der Stelleinrichtung ermöglicht eine kompakte Verbindung mit dem Magneten 52, insbesondere
in Kombination mit der Verstellung des Federfußpunktes der unteren Feder 53 gemäß
Figur 17.
[0044] Figur 18 zeigt in vereinfachter Darstellung eine Ausführungsform der Stelleinrichtung
mit Arbeitsmagneten 60 und 61, Anker 62, Federn 63 und 64, Kipphebel 65 sowie Steuerventil
66. Ein elektromagnetisches Schaltsystem 67 bewegt über Stangen 68 den Magneten 60
sowie die Feder 63. Die Federn 63 und 64 haben unter Berücksichtigung des Übersetzungsverhältnisses
jeweils die halbe Gesamtfedersteifigkeit des schwingenden Systems.
1. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung für wenigstens ein oszillierend bewegbares
Steuerelement (19, 20) für Verdrängungsmaschinen, insbesondere Flachschieber und Hubventile,
mit zwei Schalt-Elektromagneten (1, 2), welche die geöffnete und die geschlossene
Schaltposition wenigstens eines Steuerelements (19, 20) definieren, mit einem zwischen
den beiden Elektromagneten (1, 2) angeordneten, die Lage des Steuerelements (19, 20)
bestimmenden Anker (5) mit einem Federsystem (12, 18) zur oszillierenden Kraftübertragung
auf den Anker (5) zwischen den einen Arbeitshub definierenden geöffneten und geschlossenen
Schaltpositionen, wobei der Ort der Gleichgewichtslage des Ankers (5) zwischen den
beiden Schaltpositionen liegt und der Arbeitshub des Steuerelements (19, 20) durch
Änderung der Lage der Polfläche eines Elektromagneten (2) sowie des Fußpunktes wenigstens
einer Feder des Federsystems (12, 18) variiert werden kann, und mit einem Schaltsystem
(10, 15, 13) zur Änderung der Lage der Polfläche eines der Elektromagneten (2) und
zur gleichzeitigen Änderung des Fußpunktes wenigstens einer Feder (12, 18) des Federsystems
(12, 18), derart, daß der Schwingungsmittelpunkt des Federsystems (12, 18) in eine
andere Gleichgewichtslage im Bereich der Mitte zwischen dem bewegten (2) und dem unbewegten
(1) Elektromagneten (1, 2) versetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltsystem
(10,13,15) ein magnetisches Schaltsystem ist und Mittel (17,32,33) zur gleichzeitigen
Einstellung der Abfallverzugszeit des Ankers (5) durch Veränderung des magnetischen
Widerstands (16, 17) im Magnetkreis eines oder beider Elektromagneten (1, 2) vorhanden
sind.
2. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
ein gemeinsames elektromagnetisches Schaltsystem (10, 15, 13) zur Veränderung der
Lage des der Öffnet-Position zugeordneten Elektromagneten (2) und des Fußpunktes wenigstens
einer der Federn (12, 18) des Federsystems sowie zur Veränderung des magnetischen
Widerstands (16, 17) im Magnetkreis eines oder beider Elektromagneten (1, 2).
3. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet
durch eine Schalteinrichtung, durch die im stromlosen Zustand des Schaltsystems (10,
15, 13) die Lage des der Öffnet-Position zugeordneten Elektromagneten (2) selbsttätig
auf größten Arbeitshub eingestellt wird.
4. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet
durch eine Schalteinrichtung, durch die im stromlosen Zustand des Schaltsystems (10,
15, 13) die Lage des der Öffnet-Position zugeordneten Elektromagneten (2) selbsttätig
auf kleinsten Arbeitshub eingestellt wird.
5. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Steuerelement (66) über ein mechanisches Übertragungsglied
(65) betätigbar ist.
6. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Übertragungsglied ein Kipp- (65) oder Schlepphebel ist.
7. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, gekennzeichnet
durch Bremsmittel (41, 42, 43), durch die die Bewegung des elektromagnetischen Schaltsystems
(10, 15, 13) nahe der Endlagen in einer oder beiden Bewegungsrichtungen gebremst wird.
8. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, gekennzeichnet
durch Bremsmittel (26, 27), durch die die Bewegung des Ankers (5) zwischen den Elektromagneten
(1, 2) in der Nähe der Endlagen durch Verdichten eines gasförmigen Mediums abgebremst
wird.
9. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegung des Ankers (5) im Bereich der Mitte zwischen den Elektromagneten
(1, 2) ungebremst ist.
10. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1-9, gekennzeichnet
durch ein oder mehrere hydraulische Ventilspielausgleichselemente (28) zur spielfreien
Betätigung der oszillierend bewegten Bauteile (5, 19, 20).
11. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventilspielausgleichselement (28) zwischen dem Anker (5) und dem Steuerelement
(19, 20) angeordnet ist.
12. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventilspielausgleichselement zwischen dem der Schließt-Position zugeordneten
Arbeitsmagneten (1) und dem Gehäuse (7) angeordnet ist.
13. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem der Schließt- Position zugeordneten Elektromagneten (1)
ein Permanentmagnet (29) angeordnet ist.
14. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem der Öffnet- Position zugeordneten Elektromagneten (2) ein
Permanentmagnet angeordnet ist.
15. Elektromagnetisch arbeitende Stelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2 sowie
5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß im elektromagnetischen Schaltsystem (10, 15,
13) ein Permanentmagnet (30) angeordnet ist, der den Anker (10) des Schaltsystems
(10, 15, 13) in geschlossener Position halten kann.
16. Stelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das
den magnetischen Widerstand (16, 17) beeinflussende, dem Elektromagneten (2) zugeordnete
Bauteil (17) gegen eine Vorspannkraft (24) in engen Grenzen verschiebbar ist.
1. An electromagnetic positioning device for at least one control element (19, 20) movable
in oscillation for displacement machines, more especially flat slide valves or gate
valves, comprising two switching electromagnets (1, 2) defining the opened and the
closed switching positions of at least one control element (19, 20), comprising an
armature (5) disposed between the two electromagnets (1, 2) and determining the position
of the control elements (19, 20) and comprising a spring system (12, 18) for transmitting
oscillating force to the armature (5) between the open and closed switching positions
defining a working stroke, the equilibrium position of the armature (5) lying between
the two switching positions, and the working stroke of the control element (19, 20)
being variable by altering the position of the pole face of an electromagnet (2) and
the position of the foot of at least one spring in the spring system (12, 18), the
device also comprising a switching system (10, 15, 13) for altering the position of
the pole face of one electromagnet (2) and simultaneously altering the foot of at
least one spring (12, 18) of the spring system (12, 18) so that the centre of oscillation
of the spring system (12, 18) is moved to another equilibrium position in the middle
region between the moved (2) and the unmoved (1) electromagnet (1, 2), characterised
in that the switching system (10, 13, 15) is a magnetic switching system, and means
(17, 32, 33) are provided for simultaneously adjusting the drop-out time of the armature
(5) by varying the reluctance (16, 17) in the magnetic circuit of one or both electromagnets
(1, 2).
2. An electromagnetic positioning device according to claim 1, characterised by a common
electromagnetic switching system (10, 15, 13) for varying the position of the electromagnet
(2) in the offset position and the position of the foot of at least one of the springs
(12, 18) in the spring system and for varying the reluctance (16, 17) in the magnetic
circuit of one or both electromagnets (1, 2).
3. An electromagnetic positioning device according to claim 1 or 2, characterised by
a switching device whereby the position of the electromagnet (2) associated with the
offset position is automatically adjusted to the maximum working stroke when the switching
system (10, 15, 13) is currentless.
4. An electromagnetic positioning device according to claim 1 or 2, characterised by
a switching device whereby the position of the electromagnet (2) associated with the
offset position is automatically adjusted to the minimum working stroke when the switching
system (10, 15, 13) is currentless.
5. An electromagnetic positioning device according to any of claims 1 to 4, characterised
in that the control element (56) is actuated via a mechanical transmission member
(65).
6. An electromagnetic positioning device according to claim 5, characterised in that
the transmission element is a rocker arm (65) or a drag lever.
7. An electromagnetic positioning device according to any of claims 1 to 6, characterised
by braking means (41, 42, 43) for slowing down the electromagnetic switching system
(10, 15, 13) near the end positions in one or both directions of motion.
8. An electromagnetic positioning device according to any of claims 1 to 7, characterised
by braking means (26, 27) for slowing down the motion of the armature (5) between
the electromagnets (1, 2) near the end positions, by compressing a gaseous medium.
9. An electromagnetic positioning device according to claim 7 or 8, characterised in
that the motion of the armature (5) is not slowed down in the middle region between
the electromagnets (1, 2).
10. An electromagnetic positioning device according to any of claims 1 to 9, characterised
by one or more hydraulic valve clearance-compensating elements (28) for clearance-free
actuation of the oscillating components (5, 19, 20).
11. An electromagnetic positioning device according to claim 10, characterised in that
the valve clearance- compensating element (28) is disposed between the armature (5)
and the control element (19, 20).
12. An electromagnetic positioning device according to claim 10, characterised in that
the valve clearance- compensating element is disposed between the casing (7) and the
working magnet (1) associated with the closed position.
13. An electromagnetic positioning device according to any of claims 1 to 12, characterised
in that a permanent magnet (29) is disposed in the electromagnet (1) associated with
the closed position.
14. An electromagnetic positioning device according to any of claims 1 to 13, characterised
in that a permanent magnet is disposed in the electromagnet (2) associated with the
opened position.
15. An electromagnetic positioning device according to any of claims 1 to 2 or 5 to 14,
characterised in that a permanent magnet (30) is disposed in the electromagnetic switching
system (10, 15, 13) and can hold the armature (10) of the switching system (10, 15,
13) in the closed position.
16. A positioning device according to any of claims 1 to 15, characterised in that the
component (17) which influences the reluctance (16, 17) and is associated with the
electromagnet (2) is movable within narrow limits against a prestressing force (24).
1. Dispositif de positionnement fonctionnant par voie électromagnétique pour au moins
un élément de distribution (19, 20) susceptible d'être animé d'un mouvement oscillant
et destiné à des machines à déplacement ou volumétriques, en particulier pour tiroirs
plans et soupapes à mouvements alternatifs, dispositif qui comprend deux électroaimants
de commutation ou de changement de position (1, 2) qui définissent la position ouverte
et la position fermée d'au moins un élément de distribution (19, 20), qui comprend
une armature (5) disposée entre les deux électroaimants (1, 2) et déterminant la position
de l'élément de distribution (19, 20), avec un système à ressort (12, 18) pour la
transmission oscillante de forces à l'armature (5) entre les positions ouverte et
fermée de commutation, définissant une course de travail, le lieu de la position d'équilibre
de l'armature (5) se trouvant entre les deux positions de commutation et la course
de travail de l'élément de distribution (19, 20) pouvant être variée par le changement
de la position de la face polaire d'un électroaimant (2) ainsi que du point d'appui
d'au moins un ressort du système à ressort (12, 18), et qui comprend un système de
commutation (10, 15, 13) pour changer la position de la face polaire d'un des électroaimants
(2) et changer simultanément le point d'appui d'au moins un ressort (12, 18) du système
à ressort (12, 18), de manière que le centre d'oscillation du système à ressort (12,
18) soit décalé à une autre position d'équilibre dans la zone du milieu entre l'électroaimant
mobile (2) et l'électroaimant immobile (1), caractérisé en ce que le système de commutation
(10, 13, 15) est un système magnétique et des moyens (17, 32, 33) sont prévus pour
ajuster simultanément le temps de retard de décollage de l'armature (5) par le changement
de la réluctance (16, 17) dans le circuit magnétique d'un ou des deux électroaimants
(1, 2).
2. Dispositif électromagnétique de positionnement selon la revendication 1, caractérisé
par un système électromagnétique de commutation commun (10, 15, 13) pour changer la
position de l'électroaimant (2) coordonné à la position d'ouverture et du point d'appui
d'au moins un des ressorts (12, 18) du système à ressort, ainsi que pour changer la
réluctance (16, 17) dans le circuit magnétique d'un ou des deux électroaimants (1,
2).
3. Dispositif électromagétique de positionnement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé
par un dispositif de commutation par lequel, à l'état désexcité du système de commutation
(10, 15, 13), la position de l'électroaimant (2) coordonné à la position d'ouverture
est ajustée automatiquement à la course de travail maximale.
4. Dispositif électromagnétique de positionnement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé
par un dispositif de commutation par lequel, à l'état désexcité du système de commutation
(10, 15, 13), la position de l'électroaimant (2) coordonné à la position d'ouverture
est ajustée automatiquement à la course de travail minimale.
5. Dispositif électromagnétique de positionnement selon une des revendications 1-4, caractérisé
en ce que l'élément de distribution (66) est manoeuvrable par l'intermédiaire d'un
organe de transmission mécanique (65).
6. Dispositif électromagnétique de positionnement selon la revendication 5, caractérisé
en ce que l'organe de transmission est un culbuteur (65) ou un levier d'entraînement.
7. Dispositif électromagnétique de positionnement selon une des revendications 1-6, caractérisé
par des moyens de freinage (41, 42, 43) par lesquels le mouvement du système électromagnétique
de commutation (10, 15, 13) est freiné près des positions extrêmes, dans une ou dans
les deux directions de mouvement.
8. Dispositif électromagnétique de positionnement selon une des revendications 1-7, caractérisé
par des moyens de freinage (26, 27) par lesquels le mouvement de l'armature (5) entre
les électroaimants (1, 2) est freiné près des positions extrêmes par la compression
d'un fluide gazeux.
9. Dispositif électromagnétique de positionnement selon la revendication 7 ou 8, caractérisé
en ce que le mouvement de l'armature (5) n'est pas freiné dans la zone du milieu entre
les électroaimants (1, 2).
10. Dispositif électromagnétique de positionnement selon une des revendications 1-9, caractérisé
par un ou plusieurs éléments hydrauliques de compensation de jeu de soupape (28) en
vue de la manoeuvre sans jeu des pièces (5, 19, 20) animées de mouvements oscillants.
11. Dispositif électromagnétique de positionnement selon la revendication 10, caractérisé
en ce que l'élément de compensation de jeu de soupape (28) est disposé entre l'armature
(5) et l'élément de distribution (19, 20).
12. Dispositif électromagnétique de positionnement selon la revendication 10, caractérisé
en ce que l'élément de compendation de jeu de soupape est disposé entre l'électroaimant
(1) coordonné à la position de fermeture et le carter (7).
13. Dispositif électromagnétique de positionnement selon une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce qu'un aimant permanent (29) est disposé dans l'électroaimant (1)
coordonné à la position de fermeture.
14. Dispositif électromagnétique de positionnement selon une des revendications 1-13,
caractérisé en ce qu'un aimant permanent est disposé dans l'électroaimant (2) coordonné
à la position d'ouverture.
15. Dispositif électromagnétique de positionnement selon une des revendications 1 et 2,
ainsi que 5 à 14, caractérisé par la disposition dans le système électromagnétique
de commutation (10, 15, 13) d'un aimant permanent (30) capable de maintenir l'armature
(10) du système de commutation (10, 15, 13) à la position fermée.
16. Dispositif de positionnement selon une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce
que la pièce (17) influençant la réluctance (16, 17), coordonnée à l'électroaimant
(2), est déplaçable dans des limites étroites à l'encontre d'une force de précontrainte
(24).