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EP 0 405 335 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.12.1993 Patentblatt 1993/50 |
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Anmeldetag: 21.06.1990 |
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Schutzstecker für eine Verteilerleiste in einer Telekommunikationsanlage
Protected connector for a distribution strip of a telecommunications system
Connecteur de sécurité pour une barrette de distribution sur une installation de télécommunication
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI NL |
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Priorität: |
28.06.1989 DE 3921209
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.1991 Patentblatt 1991/01 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Thalhammer, Erich, Dipl.-Ing.(FH)
D-8000 München 13 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 140 219 DE-C- 3 644 349
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DE-A- 3 639 533
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schutzstecker für eine Verteilerleiste in einer
Telekommunikationsanlage, insbesondere einer Fernsprechanlage, wobei der längliche
Schutzstecker mit in seiner Längsrichtung aneinandergereihten querstehenden zylindrischen
Überspannungsableitern bestückt ist, die senkrecht zu einer Bestückungsseite in zumindest
eine Aufnahmekammer eines Gehäuses des Schutzsteckers eingesetzt sind.
[0002] Ein derartiger Schutzstecker ist z. B. durch die DE 30 14 796 C2 bekannt geworden.
Danach sind die Überspannungsableiter mit radial in einer Richtung abstehenden Anschlußstiften
in Federkontakte des Schutzsteckers einsteckbar. Zwischen den Überspannungsableitern
und den Federkontakten ist im Gehäuse des Schutzsteckers ein Zwischenboden vorgesehen,
der mit Zentrierbohrungen versehen ist, durch die die Anschlußstifte der Überspannungsableiter
hindurchsteckbar sind. Dabei ist die mittlere Elektrode der dreipoligen Überspannungsableiter
mit einem Erdblech des Schutzsteckers kontaktiert.
[0003] Beim Auftreten einer Überspannung in einer Teilnehmerleitung wird diese über den
Überspannungsableiter zur Erde abgeleitet.
[0004] Bei zu lang anhaltenden bzw. zu hohen Überspannungen können die Überspannungsableiter
geschädigt werden, so daß sie mit einfachen Werkzeugen von Hand ausgewechselt werden
müssen. Moderne handelsübliche Überspannungsableiter sind mit stirnseitig axial angesetzten
Anschlußstiften versehen, die in radialer Richtung abgebogen sind. Beim Einsetzen
in die Aufnahmekammern sind die Enden der Anschlußstifte jedoch durch den Überspannungsableiter
verdeckt, so daß lediglich im Bereich des seitltich überstehenden Abschnitts eine
Sichtkontrolle möglich ist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Einsetzen der Überspannungsableiter
in den Schutzstecker zu erleichtern.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0007] Die stirnseitigen Anschlußstifte können nun bereits am äußeren Rand der Aufnahmekammer
unter genauer Sichtkontrolle auf die Nuten ausgerichtet werden. Da die Anschlußstifte
im Bereich der Nuten bogenförmig nach außen ausgebaucht sind, greifen sie mit einer
hinreichenden Länge in die Führungsnuten ein, so daß beim Einsetzen die Überspannungsableiter
auch in ihrer Winkellage auf die Federkontakte ausgerichtet werden. Damit werden die
Anschlußstifte sicher zwischen die Federkontakte eingesteckt.
[0008] Da die Nuten entsprechend dem Durchmesser der dünnen Anschlußstifte nur eine geringe
Breite einnehmen, wird die Steifigkeit der Außenwände nur wenig verringert. D. h.,
daß die Außenwand im Bereich der Nut sehr dünn gehalten werden kann. Die Nut stellt
somit zugleich eine Freimachung für den Anschlußstift dar, die es ermöglicht, die
Gesamtbreite des Schutzsteckers auf ein Minimum zu reduzieren. Da die Breite des Schutzsteckers
auch die Breite der Verteilerleisten mitbestimmt, können diese in geringem Teilungsabstand
angeordnet werden.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0010] Es zeigen
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch einen Schutzstecker für eine Verteilerleiste mit Überspannungsableitern,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch den Schutzstecker nach Figur 1 gemäß der Linie II-II in Figur
3,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf den Schutzstecker nach Figur 2.
[0011] Nach den Figuren 1, 2 und 3 besteht ein Schutzstecker 1 aus einem Gehäuse 2, einem
Erdblech 3 und Kontaktteilen 4. Das Gehäuse 2 ist mit Aufnahmekammern 5 für zylindrische
Überspannungsableiter 6 mit radial abstehenden Anschlußstiften 7 versehen, wobei der
mittlere Anschlußstift 7 mit dem Erdblech 3 kontaktiert ist. Die stirnseitigen Anschlußstifte
7 sind axial an die Überspannungsableiter 6 angesetzt und bogenförmig in radialer
Richtung abgebogen. Sie sind mit den Kontaktteilen 4 kontaktiert, die auf der den
Überspannungsableitern 6 abgewandten Seite des Schutzsteckers 1 als Steckzungen 8
ausgebildet sind. Diese können in entsprechende Gegenkontakte einer nicht dargestellten
Verteilerleiste eingesteckt werden.
[0012] Die Kontaktteile 4 enden im Inneren des Schutzsteckers in gabelförmigen Federkontakten
9, zwischen die die äußeren Anschlußstifte 7 eingesteckt sind. Das Erdblech 3 ist
im Bereich der mittleren Anschlußstifte 7 ebenfalls als Federkontakt 9 ausgebildet.
[0013] Ein Zwischenboden 11 zwischen den Überspannungsableitern 6 und den Federkontakten
9 ist mit Zentrierbohrungen 13 für die Anschlußstifte 7 versehen. Außenwände 14 der
Aufnahmekammern 5 weisen sich in die Einsteckrichtung erstreckende Nuten 15 von rechteckigem
Querschnitt auf. Diese sind zur Aufnahmekammer und zur Einsteckseite hin offen und
weisen in die Richtung der Federkontakte 9. Die Anschlußstifte 7 ragen mit ihrem bogenförmigen
Abschnitt in die Nuten 15 hinein und sind darin lagerichtig gehalten. Beim Einstecken
werden somit die Enden der Anschlußstifte 7 genau auf die Zentrierbohrungen 13 und
somit auf die Federkontakte 9 ausgerichtet. Dadurch ist es möglich, die Überspannungsableiter
6 ohne jedes Hilfsmittel von Hand mühelos in den Schutzstecker 1 einzusetzen.
1. Schutzstecker für eine Verteilerleiste in einer Telekommunikations-, insbesondere
Fernsprechanlage, wobei der längliche Schutzstecker (1) mit in seiner Längsrichtung
aneinandergereihten querstehenden zylindrischen Überspannungsableitern (6) bestückt
ist, die senkrecht zur Bestückungsseite in zumindest eine Aufnahmekammer (5) eines
Gehäuses (2) des Schutzsteckers (1) eingesetzt sind und dabei mit radial in einer
Richtung abstehenden Anschlußstiften (7) in Federkontakte (9) des Schutzsteckers (1)
eingesteckt sind und wobei die Anschlußstifte (7) axial an die Stirnseiten der Überspannungsableiter
angesetzt und von dort bogenförmig in die radiale Richtung abgebogen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß in längsseitige Außenwände (14) der Aufnahmekammer (5) sich in der Einsteckrichtung
erstreckende, zu den Überspannungsableitern (6) hin offene Nuten (15) eingelassen
sind, in die die Anschlußstifte (7) zumindest partiell hineinragen und die in die
Richtung der Federkontakte (9) weisen.
1. Protected connector for a distribution strip in a telecommunications system, in particular
a telephone system, the elongated protected connector (1) being fitted with transverse
cylindrical surge voltage protectors (6) which are lined up in its longitudinal direction,
are inserted perpendicular to the component side in at least one receiving chamber
(5) of a housing (2) of the protected connector (1) and in this case are plugged by
means of connecting pins (7) projecting radially in one direction into spring contacts
(9) of the protected connector (1), and the connecting pins (7) being applied axially
to the end faces of the surge voltage protectors and being bent away from there arcuately
into the radial direction, characterized in that sunk into the outer walls (14), on
the longitudinal side, of the receiving chamber (5) are grooves (15), which extend
in the plug-in direction, are open towards the surge voltage protectors (6) and into
which the connecting pins (7) project at least partially and which point in the direction
of the spring contacts (9).
1. Connecteur de protection pour une barrette de distribution dans une installation de
télécommunications, notamment une installation téléphonique, le connecteur de protection
allongé (1) étant pourvu de dispositifs cylindriques (6) de dérivation des surtensions,
qui sont disposés transversalement les uns à côté des autres dans la direction longitudinale
du connecteur et qui sont insérés perpendiculairement au côté d'équipement dans au
moins une chambre de réception (5) d'un boîtier (2) du connecteur de protection (1)
et sont enfichés, par des broches de raccordement (7), qui font saillie radialement
dans une direction, dans des contacts à ressorts (9) du connecteur de protection (1),
et dans lequel les broches de raccordement (7) sont montées axialement sur les faces
frontales des dispositifs de dérivation des surtensions et, à partir de là, sont repliées
avec une forme cintrée dans la direction radiale,
caractérisé par le fait
que dans les parois extérieures (14) situées sur les côtés longitudinaux des chambres
de réception (5) sont ménagées des rainures (15), qui s'étendent dans la direction
d'enfichage et sont ouvertes en direction des dispositifs (6) de dérivation des surtensions
et dans lesquelles les broches de raccordement (7) pénètrent au moins partiellement,
les rainures étant tournées en direction des ressorts de contact (9).
