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EP 0 405 337 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.12.1993 Patentblatt 1993/51 |
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Anmeldetag: 21.06.1990 |
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Schutzstecker für eine Verteilerleiste in einer Telekommunikationsanlage
Protected connector for a distribution strip of a telecommunications system
Connecteur de sécurité pour une barrette de distribution sur une installation de télécommunication
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI NL |
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Priorität: |
28.06.1989 DE 3921207
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.1991 Patentblatt 1991/01 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Thalhammer, Erich, Dipl.-Ing.(FH)
D-8000 München 13 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 639 533 DE-C- 3 014 796
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DE-A- 3 833 167
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schutzstecker für eine Verteilerleiste in einer
Telekommunikations-, insbesondere Fernsprechanlage, wobei der längliche Schutzstecker
eine Vielzahl von querstehenden aneinandergereihten Überspannungsableitern aufweist.
[0002] Ein derartiger Schutzstecker ist z. B. durch die DE 30 14 796 C2 bekannt geworden.
Danach (Figur 3) sind die Anschlußstifte von dreipoligen Überspannungsableitern zwischen
die Schenkel von in sich förmig gebogenen Federkontakten eines Schutzsteckers für
eine Verteilerleiste einsteckbar. Die Federkontakte sind zum Überspannungsableiter
hin offen und ihre Basis ist auf der den Überspannungsableitern abgewandten Seite
angeordnet. Zwischen den Federkontakten und den Überspannungsableitern sind im Gehäuse
des Schutzsteckers Zentrierbohrungen für die Anschlußstifte angeordnet. Die Federkontakte
sind Bestandteil von Kontaktteilen, die in Steckkontaktzungen enden, mit denen der
Schutzstecker in eine Verteilerleiste einsteckbar ist. Das Kontaktteil ist in seiner
Abwicklung T-förmig ausgebildet) wobei die beiden Seitenschenkel zu den Überspannungsableitern
hin gebogen sind.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Kontaktteile kostengünstig herstellen
und einbauen zu können.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gemäß Anspruch 1 gelöst. Danach können nun
die Federschenkel in einem Arbeitsgang mit dem Ausschneiden der Kontaktteile ausgeformt
werden. Die Geometrie des Federkontakts ist durch den Schnittstempel genau definiert,
so daß stets gleichbleibende Kontaktbedingungen gegeben sind.
[0005] Beim Einstecken der Anschlußstifte der Überspannungsableiter werden diese seitlich
in der schlitzartigen Ausnehmung geführt, so daß sie sicher zwischen die Federschenkel
des Federkontakts gelangen. Durch die einfache flache geometrische Gestalt der Federkontakte
können diese leichter in das Gehäuse des Schutzsteckers eingesetzt werden, was insbesondere
die Automatisierbarkeit der Montage begünstigt.
[0006] Nach einer Weiterbildung der Erfindung erstreckt sich die Materialebene der Federkontakte
in der Längsrichtung des Schutzsteckers und sind die Freimachungen als durchgehende
Längsschlitze ausgebildet. Dadurch kann der Schutzstecker sehr schmal gehalten werden.
Eine durchgehende Ausnehmung läßt sich fertigungstechnisch einfach herstellen. Die
Kontaktfedern stehen parallel zu den Steckzungen, so daß die Kontaktteile gestreckt
oder mit einfachen Biegungen hergestellt werden können.
[0007] Nach einer anderen Weiterbildung der Erfindung sind die Überspannungsableiter dreipolig
ausgebildet, sind die Federkontakte für die mittleren Pole der Überspannungsableiter
einstückig mit einem längsdurchgehenden in der Einsteckrichtung stehenden Erdblech
verbunden und liegen in dessen Materialebene.
[0008] Ein derartiges Erdblech läßt sich zusammen mit den Federkontakten in einem Stück
ausstanzen. Es bedarf keiner Biegungen und läßt sich somit exakt in das Gehäuse des
Schutzsteckers einsetzen.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0010] Es zeigen
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch einen Schutzstecker für eine Verteilerleiste mit Überspannungsableitern,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch den Schutzstecker nach Figur 1 gemäß der Linie II-II in Figur
3,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf den Schutzstecker nach Figur 2.
[0011] Nach den Figuren 1, 2 und 3 weist ein Schutzstecker 1 ein Gehäuse 2, ein Erdblech
3 und Kontaktteile 4 auf. Das Gehäuse ist mit Aufnahmekammern 5 für dreipolige Überspannungsableiter
6 versehen. Diese weisen radial abstehende Anschlußstifte 7 auf, die mit den Kontaktteilen
4 und dem Erdblech 3 kontaktierbar sind. Die Kontaktteile 4 enden auf der den Aufnahmekammern
5 abgewandten Seite in Steckzungen 8, die in Gegenkontakte einer nicht dargestellten
Verteilerleiste einsteckbar sind. Diese Gegenkontakte sind z. B. mit Teilnehmerleitungen
verbunden. Damit besteht zwischen diesen und den Überspannungsableitern 6 eine elektrische
Verbindung.
[0012] Die Überspannungsableiter 6 sind querstehend in der Längsrichtung des Schutzsteckers
1 hintereinandergereiht. Jeweils die beiden stirnseitigen Anschlußstifte 7 der zylindrischen
Überspannungsaleiter 6 sind mit den Kontaktteilen 4 kontaktiert. Der mittlere Anschlußstift
7 ist mit dem Erdblech 3 verbunden, so daß in den Teilnehmerleitungen auftretende
Überströme zur Erde abgeleitet werden können.
[0013] Im Bereich der Anschlußstifte 7 sind die Kontaktteile 4 und das Erdblech 3 als gabelförmige
Federkontakte 9 ausgebildet. Die Schenkel der Federkontakte 9 sind aus dem Flachmaterial
der Kontaktteile 4 freigeschnitten und in der Materialebene auslenkbar. Sie tauchen
mit ihren federnden Enden in schlitzartige Ausnehmungen 10 eines Zwischenbodens 11
des Gehäuses 2 ein. Die Ausnehmungen 10 sind als durchgehende Längsschlitze ausgebildet,
die geringfügig weiter sind als der Durchmesser der Anschlußstifte 7. Diese werden
dadurch beim Durchstecken durch Zentrierbohrungen im Zwischenboden 11 seitlich zwischen
die Schenkel der Federkontakte 9 geführt.
[0014] Das streifenförmige Erdblech 3 ist in seiner Basis in gabelförmige Vorsprünge 12
des Gehäuses 2 eingesetzt und geführt. Die Kontaktteile 4 und das Erdblech 3 erstrecken
sich mit ihren Materialebenen im wesentlichen in der Längsrichtung des Schutzsteckers
1, so daß dieser dementsprechend schmal gehalten werden kann.
1. Schutzstecker für eine Verteilerleiste in einer Telekommunikations-, insbesondere
Fernsprechanlage, wobei der längliche Schutzstecker (1) eine Vielzahl von querstehend
aneinandergereihten Überspannungsableitern (6) mit in einer Richtung abstehenden drahtartigen
Anschlußstiften (7) aufweist, die jeweils zwischen zwei Schenkel eines Federkontaktes
(9) des Schutzsteckers (1) eingesteckt sind, wobei die Federkontakte (9) mit Steckzungen
(8) verbunden sind, die mit Gegenkontakten der Verteilerleiste kontaktierbar sind
und wobei das Gehäuse (2) zwischen den Überspannungsableitern (6) und den Federkontakten
(9) einen Zwischenboden (11) aufweist, durch den die Anschlußstifte (7) durchgesteckt
sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federkontakte (9) als Gabelkontakte ausgebildet sind, deren Schenkel aus Flachmaterial
freigeschnitten und in der Materialebene auslenkbar sind, daß die freien Enden der
Schenkel in schlitzartige Ausnehmungen (10) des Zwischenbodens (11) hineinragen und
daß die schlitzartigen Ausnehmungen (10) etwas weiter sind als die Anschlußstifte
(7) dick.
2. Schutzstecker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Materialebene der Federkontakte (9) in der Längsrichtung des Schutzsteckers
(1) erstreckt und daß die Ausnehmungen (10) als durchgehende Längsschlitze ausgebildet
sind.
3. Schutzstecker nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Überspannungsableiter (6) dreipolig ausgebildet sind und daß die Federkontakte
(9) für die mittleren Anschlußstifte (7) der Überspannungsableiter (6) einstückig
mit einem längs durchgehenden, in der Einsteckrichtung stehenden Erdblech (3) verbunden
sind und in dessen Materialebene liegen.
1. Protective plug for a distribution strip in a telecommunications installation, preferably
a telephone exchange, the elongated protective plug (1) having a multiplicity of overvoltage
suppressors (6) which are arranged in a row transversely with respect to one another
and have wire-like connecting pins (7) which project in one direction and are in each
case inserted between two limbs of a spring contact (9) of the protective plug (1),
the spring contacts (9) being connected to plug-in tongues (8) which can make a contact
with mating contacts of the distribution strip, and the housing (2) having between
the overvoltage suppressors (6) and the spring contacts (9) an intermediate base (11)
through which the connecting pins (7) can be plugged, characterized in that the spring
contacts (9) are constructed as fork contacts whose limbs are cut free from flat material
and can be inclined in the material plane, in that the free ends of the limbs project
into slot-like recesses (10) of the intermediate base (11), and in that the slot-like
recesses (10) are somewhat wider than the connecting pins (7) are thick.
2. Protective plug according to Claim 1, characterized in that the material plane of
the spring contacts (9) extends in the longitudinal direction of the protective plug
(1), and in that the recesses (10) are constructed as continual longitudinal slots.
3. Protective plug according to Claim 1 or 2, characterized in that the overvoltage suppressors
(6) are of three-pole construction, and in that the spring contacts (9) for the central
connecting pins (7) of the overvoltage suppressors (6) are integrally connected to
an earthing plate (3) which is longitudinally continuous and is upright in the insertion
direction, and lie in the material plane of said earthing plate (3).
1. Connecteur de protection pour une barrette de distribution dans une installation de
télécommunications, notamment une installation téléphonique, le connecteur de protection
allongé (1) comportant une multiplicité de dispositifs (6) de dérivation des surtensions,
qui sont disposés transversalement les uns à côté des autres et comportent des broches
de raccordement formées de fils (7), qui font saillie dans une direction et sont enfichées
respectivement entre deux branches d'un contact à ressort (9) du connecteur de protection
(1), et dans lequel les contacts à ressorts (9) sont raccordés à des languettes enfichables
(8), qui établissent un contact avec des contacts antagonistes de la barrette de distribution,
et le boîtier (2) comporte, entre les dispositifs (6) de dérivation des surtensions
et les contacts à ressorts (9), un fond intercalaire (11), dans lequel sont enfichées
les broches de raccordement (7), caractérisé par le fait que les contacts à ressorts
(9) sont agencés sous la forme de contacts en forme de fourche, dont les branches
sont découpées à partir d'un matériau plat et peuvent être déviées dans le plan du
matériau, que les extrémités libres des branches pénètrent dans des évidements en
forme de fentes (10) du fond intercalaire (11) et que les évidements en forme de fentes
(10) sont d'une épaisseur légèrement supérieure à celle des broches de raccordement
(7).
2. Connecteur de protection suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que le
plan du matériau des contacts à ressorts (9) s'étend dans la direction longitudinale
du connecteur de protection (1) et que les évidements (10) sont réalisés sous la forme
de fentes longitudinales continues.
3. Connecteur de protection suivant l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par
le fait que les dispositifs (6) de dérivation des surtensions sont agencés avec trois
pôles et que les contacts à ressorts (9) pour les broches médianes de raccordement
(7) des dispositifs (6) de dérivation des surtensions sont raccordées d'un seul tenant
à une tôle longitudinale traversante (3) de raccordement à la terre, qui s'étend dans
la direction d'enfichage, et sont situées dans ce plan de matériau.
