[0001] Die Erfindung betrifft eine Siebmaschine mit zwei in Schwingungen zu versetzenden
Siebrahmen, die übereinander angeordnet sind, an denen ein in mehrere Siebfelder unterteilter
elastischer Siebbelag angeordnet ist und die durch wenigstens einen Schwingangtrieb
in Schwingungen zu versetzen sind.
[0002] Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 71 45 669 ist eine Siebmaschine bekannt, die zwei
in unterschiedlicher Höhe zueinander angeordnete Siebrahmen aufweist, wobei ein oberer
Rahmen auf einem unteren Rahmen mittels einer elastischen Lagerung gelagert ist. Der
obere Siebrahmen ist also auf dem unteren Siebrahmen schwimmend gelagert. Zwischen
dem oberen Siebrahmen und dem unteren Siebrahmen ist eine elastische Lagerung in Form
eines U-förmigen Profils aus Kunststoff vorgesehen, das auch als Abdichtung dient.
Das bedeutet, daß der obere Rahmen vom unteren Rahmen durch die Höhe der elastischen
Lagerung entfernt ist. Im unteren Bereich des oberen Siebrahmens sind Querträger angeordnet,
die bis etwa in dem mittleren Bereich des oberen Siebrahmens hinaufragen. Am unteren
Siebrahmen sind ebenfalls Querträger angeordnet, die aus dem unteren Siebrahmen soweit
nach oben hinausragen und in den oberen Siebrahmen soweit hineinragen, daß sie mit
den Querträgern des oberen Siebrahmens fluchten. Die oberen Bereiche der Querträger
bilden eine gemeinsame Ebene etwa im mittleren Bereich des oberen Siebrahmens. In
dieser Ebene ist der Siebbelag angeordnet und an den Querträgern befestigt.
[0003] Auf dem unteren Siebrahmen ist ein Exzenterlager mit einer Kurbelwelle vorgesehen.
Zwei an der Kurbelwelle gelagerte Kurbelstangen greifen an dem oberen Siebrahmen an.
[0004] Beim Antrieb der Kurbelwelle durch einen auf einem Fundament angeordneten Motor werden
der untere Siebrahmen und der obere Siebrahmen gleichzeitig und in genau entgegengesetzte
Schwingungen versetzt, da die über die Kurbelstange auf den oberen Siebrahmen wirkende
Antriebskraft eine gleiche, aber um 180° phasenverschobene auf den unteren Siebrahmen
wirkende Reaktionskraft zur Folge hat.
[0005] Diese Siebmaschine stellt ein Zweimassensystem dar, bei dem die Massenkräfte immer
um einen Winkel von 180° phasenverschoben liegen und im Gleichgewicht sind. Außerdem
haben die Antriebskraft auf den oberen Rahmen und die Reaktionskraft auf den unteren
Rahmen immer die gleiche Frequenz. Die beiden Siebrahmen schwingen beide gegeneinander
und ausschließlich in Längsrichtung.
[0006] Eine weitere bekannte Siebmaschine besteht aus zwei gegeneinander schwingenden Siebrahmen,
von denen jeder mehrere Querträger hat, an denen ein elastischer Siebbelag befestigt
ist. Bezogen auf die Mittelstellung der Siebrahmen zueinander ist der Siebbelag länger
als es der Länge der Rahmen entspricht, so daß der Siebbelag zwischen den einzelnen
Querträgern lose durchhängt. Der gesamte Siebbelag bildet daher mehrere Siebbahnen
hintereinander, die quer zur Längsrichtung der Siebmaschine verlaufen, wobei sich
jede Siebbahn zwischen zwei benachbarten Querträgern befindet.
[0007] Wenn die Siebrahmen sich in dem einen Umkehrpunkt befinden ist jede übernächste Siebbahn
des Siebbelages gespannt, während die zwischen den gespannten Siebbahnen befindlichen
anderen Siebbahnen lose zwischen je zwei benachbarten Querträgern durchhängen. In
dem anderen Umkehrpunkt der Siebrahmen ist der Spannungszustand der Siebbahnen umgekehrt,
so daß die vorher gespannt gewesenen Siebbahnen jetzt zwischen je zwei benachbarten
Querträgern durchhängen und die dazwischen befindlichen vorher lose gewesenen Siebbahnen
jetzt gespannt sind. Somit wechseln also die gespannten Siebbahnen und die durchhängenden
Siebbahnen von Umkehrpunkt zu Umkehrpunkt der Siebrahmen bzw. der Schwingantriebe
der Siebmaschine ab.
[0008] Beide Rahmen der Siebmaschine sind durch voneinander unabhängige Unwuchtantriebe
derart in Schwingungen versetzt, daß die beiden Rahmen 180° phasenverschoben gegeneinander
schwingen, so daß sie sich im Massenausgleich befinden. Die Rahmen schwingen beide
in ihrer Längsrichtung, also eindimensional in gleicher Richtung und in einer gemeinsamen
Ebene.
[0009] Die aus der deutschen Offenlegungsschrift 22 30 812 bekannte Siebmaschine weist nur
einen einzigen Siebrahmen auf. Dieser Siebrahmen ist am Aufgabeende auf einer Schwinge
gelagert. Weiter in Richtung zum Abwurfende über die Mitte des Siebrahmens hinaus
ist dieser auf zwei Pendelstützen gelagert und kreisförmig angetrieben. Das bedeutet,
daß das Sieb im Bereich des Antriebes eine Kreisbewegung und am Aufgabeende sowie
am Abwurfende eine Vertikalbewegung ausführt. Diese bekannte Siebmaschine hat keinen
in mehrere Siebfelder unterteilten Siebbelag. Diese Siebmaschine ist somit gattungsfremd,
da sie mehrere Merkmale des Oberbegriffes des neuen Anspruches 1 nicht erfüllt, insbesondere
nicht die Merkmale, wonach zwei Siebrahmen vorgesehen sind, wonach die Siebrahmen
in unterschiedlicher Höhe übereinander angeordnet sind und wonach an den Siebrahmen
ein in mehrere Siebfelder unterteilter Siebbelag angeordnet ist.
[0010] Bei einer anderen bekannten Siebmaschine ist lediglich ein einziger Siebkasten vorgesehen,
in dem mehrere Querträger angeordnet sind, an denen der Siebbelag befestigt ist. An
jedem der Querträger ist ein Unwuchtantrieb vorgesehen, durch den der zugehörige Querträger
in Längsrichtung des Siebrahmens hin- und herbewegt, also in Schwingungen versetzt
wird. Dabei erfolgt die Erregung der Schwingungen derart, daß benachbarte Querträger
jeweils 180° phasenverschoben schwingen, so daß auch diese Querträger im Massenausgleich
sind. Die Unwuchtantriebe für die Querträger sind synchronisiert, und zwar entweder
mechanish durch einen Kettentrieb oder elektrisch durch eine Synchronisationsschaltung.
Die Siebmaschine ist dadurch im Massenausgleich und gibt keine Rückstellkräfte an
den Aufstellort bzw. an das Fundament ab.
[0011] Bei diesen bekannten Siebmaschinen besteht ein besonderes Problem darin, daß die
beweglichen Teile der Siebmaschine, also insbesondere der Siebbelag gegen die ihm
benachbarten feststehenden Teile der Siebmaschine, insbesondere gegen die beiden Seitenwände
abgedichtet sein muß. Diese Abdichtung ist schwierig und gibt Anlaß zu besonderem
Verschleiß und zu Betriebsstörungen.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Siebmaschine der einleitend genannten
Art zu schaffen, bei der die Abdichtprobleme im Bereich des Randes des Siebbelages
nicht mehr bestehen und bei der im Fein- und Feinstbereich des Siebgutes und insbesondere
bei siebschwierigen Gütern besonders gute Siebergebnisse durch Scherkräfte in der
Ebene des Siebbelages erreicht werden können.
[0013] Gemäß einer ersten Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung darin, daß die zwei
Siebrahmen mit Längswänden derart einander zugeordnet sind, daß das untere Ende des
oberen Siebrahmens und das obere Ende des unteren Siebrahmens in einer gemeinsamen
Ebene liegen, daß der elastische Siebbelag in der gemeinsamen Ebene der beiden Siebrahmen
an diesen befestigt ist und daß der obere Siebrahmen aufgabeseitig in horizontaler
Ebene und der untere Siebrahmen abwurfseitig in vertikaler Ebene jeweils kreisförmig
angetrieben ist.
[0014] Auf diese Weise gelangt man zu einer Siebmaschine der vorstehend genannten Art, bei
der die Randdichtprobleme zwischen dem Siebbelag und dem Rand der Siebmaschine nicht
mehr bestehen. Hinzu kommt, daß im Fein- und Feinstbereich des Siebgutes und insbesondere
bei siebschwierigen Gütern besonders gute Siebergebnisse erreicht werden können. Hierbei
ist der Trennschnitt besonders gut. Da es keine Relativbewegungen zwischen dem Siebbelag
und den ihm benachbarten Seitenwänden gibt, besteht nicht mehr das Randabdichtproblem
zwischen dem Siebbelag und den Seitenwänden der Siebmaschine.
[0015] Da der obere Siebrahmen und der untere Siebrahmen derart in unterschiedlicher Höhe
angeordnet sind, daß der untere Bereich des oberen Siebrahmens und der obere Bereich
des unteren Siebrahmens in einer Ebene liegen, können der untere Bereich des oberen
Siebrahmens und der obere Bereich des unteren Siebrahmens als Einspannbereich für
den Siebbelag benutzt werden. Dadurch ist es weiterhin möglich, daß der obere Siebrahmen
aufgabeseitig in horizontaler Ebene in Kreisbewegungen und gleichzeitig der untere
Siebrahmen abwurfseitig in einer vertikalen Ebene in Kreisbewegungen versetzt werden
kann. Das bedeutet, daß der obere Rahmen und der untere Rahmen in senkrecht aufeinander
stehenden Ebenen schwingen, nämlich der obere Rahmen in einer horizontalen Ebene und
der untere Rahmen in einer vertikalen Ebene. Das führt beim oberen Rahmen an dessen
Aufgabeende zu besonders stark wirkenden Scherkräften am Siebbelag, wodurch bereits
am Aufgabeende des oberen Siebrahmens besonders intensive Siebwirkungen bestehen.
Am Abwurfende des oberen Siebrahmens ist die Wirkung der Scherkräfte vernachlässigbar.
Hier tritt die Wirkung der Auf- und Abwärtsbewegung des unteren Siebrahmens in den
Vordergrund der Siebwirkung.
[0016] Gemäß einer zweiten Lösung der Aufgabe besteht die Erfindung darin, daß die zwei
Siebrahmen mit Längswänden derart einander zugeordnet sind, daß das untere Ende des
oberen Siebrahmens und das obere Ende des unteren Siebrahmens in einer gemeinsamen
Ebene liegen, daß der elastische Siebbelag in der gemeinsamen Ebene der beiden Siebrahmen
an diesen befestigt ist und daß der obere Siebrahmen aufgabeseitig in vertikaler Ebene
und der untere Siebrahmen abwurfseitig in horizontaler Ebene jeweils kreisförmig angetrieben
ist.
[0017] Hierbei sind die Schwingbewegungen der beiden Schwingrahmen umgekehrt zu der vorstehend
beschriebenen ersten Lösung der Aufgabe, nämlich derart, daß der untere Schwingrahmen
in einer horizontalen Ebene schwingt, während der obere Schwingrahmen in einer vertikalen
Ebene schwingt.
[0018] Im übrigen ist auch hier gewährleistet, daß die bisherigen Randabdichtprobleme der
bekannten Schwingmaschinen nicht mehr bestehen und daß besonders gute Siebergebnisse
insbesondere im Fein- und Feinstbereich des Siebgutes und bei schwierigen Siebgütern
erreichtbar sind.
[0019] Gemäß einer dritten Lösung der Aufgabe besteht die Erfindung darin, daß die zwei
Siebrahmen mit Längswänden derart einander zugeordnet sind, daß das untere Ende des
oberen Siebrahmens und das obere Ende des unteren Siebrahmens in einer gemeinsamen
Ebene liegen, daß der elastische Siebbelag in der gemeinsamen Ebene der beiden Siebrahmen
an diesen befestigt ist und daß der obere Siebrahmen aufgabeseitig und der untere
Siebrahmen abwurfseitig jeweils kreisförmig in gleicher horizontaler Ebene angetrieben
sind.
[0020] Auch hier ist sichergestellt, daß die Randabdichtprobleme nicht mehr bestehen. Außerdem
gelangt man zu besonders guten Siebergebnissen im Fein- und Feinstbereich des Siebgutes.
[0021] Der Schwingantrieb kann als Unwuchtantrieb oder als Exzenterantrieb ausgebildet sein.
[0022] Zweckmäßig sind beide Siebrahmen mit derart unterschiedlichen Frequenzen in Schwingungen
versetzt und gehalten, daß keine Schwebungen auftreten. Das bedeutet, daß der Unterschied
der Frequenz des einen Rahmens zu der Frequenz des anderen Rahmens hinreichend groß
sein muß.
[0023] Zweckmäßig erfolgt der Antrieb der beiden Siebrahmen so, daß der obere Siebrahmen
mit einer Schwingzahl im Bereich von 500, 750, 1000 oder 1500 Schwingungen je Minute
und der untere Siebrahmen entsprechend mit einer Schwingzahl im Bereich von 750, 1000,
1500 oder 3000 Schwingungen je Minute angetrieben ist bzw. entsprechend umgekehrt.
[0024] Bei beispielsweise einer Schwingzahl von 1000 Schwingungen je Minute des oberen Siebrahmens
empfiehlt sich eine Schwingzahl von 1500 Schwingungen je Minute des unteren Siebrahmens.
Hierbei ist man nicht exakt auf die vorstehend angegebenen Schwingzahlen angewiesen,
vielmehr sind auch Abweichungen nach beiden Seiten hin bei diesen Schwingzahlen möglich.
[0025] Es empfiehlt sich, daß der untere Siebrahmen und der obere Siebrahmen je antriebsseitig
auf einer Feder, beispielsweise einer Schrauben- oder Gummifeder, und endseitig auf
einem Lenker, beispielsweise einer Lenkerfeder, gelagert ist.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
des näheren erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäß ausgebildete Siebmaschine längs des
Schnittes I-I der Figur 3,
- Fig. 2
- einer Querschnitt durch die Siebmaschine längs des Schnittes II-II der Figur 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Siebmaschine gemäß Figur 1,
- Fig. 4
- ein Bewegungsdiagramm des oberen Siebrahmens der Siebmaschine,
- Fig. 5
- ein Bewegungsdiagramm des unteren Siebrahmens der Siebmaschine,
- Fig. 6
- einen schematischen Querschnitt durch die Siebmaschine in der Mittelstellung der Siebrahmen,
- Fig. 7
- eine Darstellung gemäß Figur 6 mit den Siebrahmen in der einen Endstellung und
- Fig. 8
- eine Darstellung gemäß Figur 6 mit den Siebrahmen in der anderen Endstellung.
[0027] Ein Maschinenrahmen 1 ist auf Federn 2,4,5 auf einem Fundament 6 federnd gelagert.
Der Maschinenrahmen 1 besteht aus zwei den Maschinenrahmen 1 begrenzenden Wangen 7,8,
die durch Querträger 9,10,11,12 miteinander verbunden und auf Distanz gehalten sind.
[0028] Auf dem Maschinenrahmen 1 ist ein unterer Siebrahmen 13 vorgesehen, der im wesentlichen
aus zwei Seitenwänden 14,15 besteht, die an ihren Aufgabeenden 16,17 über eine Stirnwand
18 miteinander verbunden sind. An den Aufgabeenden 16,17 der Seitenwände 14,15 sind
Lenkerfedern 19,20 vorgesehen, mit denen der untere Siebrahmen 13 auf dem Maschinenrahmen
1 federnd gelagert ist. An den Abwurfenden 21,22 des unteren Siebrahmens 13 ist dieser
auf Schraubenfedern 23,24 federnd gelagert.
[0029] Am abwurfseitigen Ende des unteren Siebrahmens 13 ist ein Unwuchtantrieb 25 befestigt,
durch den der untere Siebrahmen 13 so bewegt wird, daß er an seinem abwurfseitigen
Ende 21,22 in einer vertikalen Ebene Kreisbewegungen ausführt.
[0030] Die von den unteren Siebrahmen 13 ausgeführten Kreisbewegungen sind in Figur 5 gegenüber
der Darstellung in Figur 3 um 90° gedreht, also in einer vertikalen Ebene dargestellt.
An den abwurfseitigen Enden 21,22 des unteren Siebrahmens 13 führt dieser eine Kreisbewegung
gemäß dem Kreis 26 und am aufgabeseitigen Ende eine translatorische Bewegung in Richtung
des Doppelpfeiles 27 aus. In den Bereichen zwischen dem Aufgabeende 16,17 und dem
Abwurfende 21,22 führt der untere Siebrahmen 13 näherungsweise elliptische Bewegungen
gemäß den ellipsenähnlichen Kurven 28,29,30 aus.
[0031] Auf dem Maschinenrahmen 1 ist ein oberer Siebrahmen 31 vorgesehen, der aus zwei nebeneinander
angeordneten Rahmen 32,33 besteht.
[0032] Der Rahmen 32 ist von den Längsträgern 34,35 und der Rahmen 33 von den Längsträgern
35,36 begrenzt. Am aufgabeseitigen Ende 37 des oberen Siebrahmens 31 ist dieser auf
Schraubenfedern 38,39 auf Böcken 40,41 federnd gelagert. Die Böcke 40,41 stützen sich
auf dem Maschinenrahmen 1 ab.
[0033] Am abwurfseitigen Ende 42 des oberen Siebrahmens 31 ist dieser auf Lenkerfedern 43,44
gelagert, die auf dem Maschinenrahmen 1 abgestützt sind.
[0034] An der Stirnwand 45 am aufgabeseitigen Ende 37 des oberen Siebrahmens 31 ist ein
Schwingantrieb 46 angeordnet, durch den der obere Siebrahmen 31 am aufgabeseitigen
Ende 37 in kreisförmige Bewegungen versetzt wird.
[0035] Diese Bewegungen sind in Figur 4 dargestellt. Am aufgabeseitigen Ende 37 führt der
obere Siebrahmen 31 die in Figur 4 dargestellte Kreisbewegung 47 aus, während sich
das abwurfseitige Ende 42 des oberen Siebrahmens 31 in Richtung des Doppelpfeiles
48 eindimensional bewegt. Die Bewegungen des oberen Siebrahmens 31 in den Bereichen
zwischen dem Aufgabeende 37 und dem Abwurfende 42 entsprechen den ellipsenähnlichen
Kurven 49,50,51 gemäß Figur 4.
[0036] Der obere Siebrahmen 31 und der untere Siebrahmen 13 sind in der Höhe derart zueinander
angeordnet, daß der untere Bereich 52 des oberen Siebrahmens 31 und der obere Bereich
53 des unteren Siebrahmens 13 in einer gemeinsamen Ebene liegen. In dieser gemeinsamen
Ebene ist ein elastischer Siebbelag 54 an dem oberen Siebrahmen 31 und dem unteren
Siebrahmen 13 befestigt. Dadurch entstehen zwischen den Längswänden 14,15 des unteren
Siebrahmens 13 und den Längswänden 34,35,36 des oberen Siebrahmens 31 vier Siebbahnen
55,56,57,58.
[0037] Im Ruhezustand der beiden Siebrahmen 13 und 31 bzw. in deren Mittelstellung hängen
die vier Siebbahnen 55,56,57,58 lose durch, wie es in Figur 6 gezeigt ist. Die Figuren
6,7 und 8 zeigen den Zustand der vier Siebbahnen 55,56,57,58 am aufgabeseitigen Ende
37 des oberen Siebrahmens 31 und am aufgabeseitigen Ende 16,17 des unteren Siebrahmens
13.
[0038] In Figur 7 ist die Situation in dem einen Umkehrpunkt der Siebrahmen 13,31 dargestellt.
Dabei ist der obere Siebrahmen 31 gegenüber dem unteren Siebrahmen 13 nach links ausgelenkt,
so daß in diesem Umkehrpunkt die Siebbahnen 55 und 57 gespannt sind, während die anderen
Siebbahnen 56,58 stärker durchhängen.
[0039] in Figur 8 ist die Situation in dem anderen Umkehrpunkt der Siebrahmen 13,31 dargestellt,
in der der obere Siebrahmen 31 gegenüber dem unteren Siebrahmen 13 nach rechts ausgelenkt
ist, so daß in diesem Umkehrpunkt die vorher gespannt gewesenen Siebbahnen 55,57 durchhängen,
während die vorher lose gewesenen Siebbahnen 56,58 jetzt gespannt sind.
[0040] Der Zustand der Siebbahnen 55,56,57,58 ändert sich von dem in Figur 7 dargestellten
in den in Figur 8 veranschaulichten Zustand und umgekehrt, wobei sich zwischen beiden
Endzuständen der in Figur 6 dargestellte Zwischenzustand einstellt.
1. Siebmaschine mit zwei in Schwingungen zu versetzenden Siebrahmen, die übereinander
angeordnet sind, an denen ein in mehrere Siebfelder unterteilter elastischer Siebbelag
angeordnet ist und die durch wenigstens einen Schwingantrieb in Schwingungen zu versetzen
sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zwei Siebrahmen (13,31) mit Längswänden (14,15;34,35,36) derart einander zugeordnet
sind, daß das untere Ende des oberen Siebrahmens (31) und das obere Ende des unteren
Siebrahmens (13) in einer gemeinsamen Ebene liegen, daß der elastische Siebbelag (54)
in der gemeinsamen Ebene der beiden Siebrahmen (13,31) an diesen befestigt ist und
daß der obere Siebrahmen (31) aufgabeseitig in horizontaler Ebene und der untere Siebrahmen
(13) abwurfseitig in vertikaler Ebene jeweils kreisförmig angetrieben ist.
2. Siebmaschine mit zwei in Schwingungen zu versetzenden Siebrahmen, die übereinander
angeordnet sind, an denen ein in mehrere Siebfelder unterteilter elastischer Siebbelag
angeordnet ist und die durch wenigstens einen Schwingantrieb in Schwingungen zu versetzen
sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zwei Siebrahmen (13,31) mit Längswänden (14,15;34,35,36) derart einander zugeordnet
sind, daß das untere Ende des oberen Siebrahmens (31) und das obere Ende des unteren
Siebrahmens (13) in einer gemeinsamen Ebene liegen, daß der elastische Siebbelag (54)
in der gemeinsamen Ebene der beiden Siebrahmen (13,31) an diesen befestigt ist und
daß der obere Siebrahmen (31) aufgabeseitig in vertikaler Ebene und der untere Siebrahmen
(13) abwurfseitig in horizontaler Ebene jeweils kreisförmig angetrieben ist.
3. Siebmaschine mit zwei in Schwingungen zu versetzenden Siebrahmen, die übereinander
angeordnet sind, an denen ein in mehrere Siebfelder unterteilter elastischer Siebbelag
angeordnet ist und die durch wenigstens einen Schwingantrieb in Schwingungen zu versetzen
sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zwei Siebrahmen (13,31) mit Längswänden (14,15;34,35,36) derart einander zugeordnet
sind, daß das untere Ende des oberen Siebrahmens (31) und das obere Ende des unteren
Siebrahmens (13) in einer gemeinsamen Ebene liegen, daß der elastische Siebbelag (54)
in der gemeinsamen Ebene der beiden Siebrahmen (13,31) an diesen befestigt ist und
daß der obere Siebrahmen (31) aufgabeseitig und der untere Siebrahmen (13) abwurfseitig
jeweils kreisförmig in gleicher horizontaler Ebene angetrieben sind.
4. Siebmaschine nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingantrieb
(25,46) ein Unwuchtantrieb ist.
5. Siebmaschine nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingantrieb
(25,46) ein Exzenterantrieb ist.
6. Siebmaschine nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß beide Siebrahmen (13,31) mit derart unterschiedlichen Schwingzahlen in Schwingungen
versetzt und gehalten sind, daß keine Schwebungen auftreten.
7. Siebmaschine nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der obere Siebrahmen (31) mit einer Schwingzahl im Bereich von 500, 750, 1000
oder 1500 Schwingungen je Minute und der untere Siebrahmen (13) entsprechend mit einer
Schwingzahl im Bereich von 750, 1000, 1500 oder 3000 Schwingungen je Minute angetrieben
ist bzw. entsprechend umgekehrt.
8. Siebmaschine nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der untere Siebrahmen (13) und der obere Siebrahmen (31) je antriebsseitig auf
einer Feder (23,24,38,39), beispielsweise einer Schrauben- oder Gummifeder, und endseitig
auf einem Lenker (19,20,43,44), beispielsweise einer Lenkerfeder, gelagert ist.
1. A sieving machine comprising two sieve frames wich are to be displaced with an oscillating
movement and wich are arranged one above the other and on wich is arranged an elastic
sieve lining subdivided into a plurality of sieve areas and wich are to be displaced
with an oscillating movement by at least one oscillating drive, characterised in that
the two sieve frames (13, 31) with longitudinal walls (14, 15; 34, 35, 36) are associated
with each other in such a way that the lower end of the upper sieve frame (31) and
the upper end of the lower sieve frame (13) lie in a common plane, that the elastic
sieve lining (54) is fixed to the two sieve frames (13, 31) in the common plane of
the two sieve frames and that the upper sieve frame (31) is driven in a circular motion
in a horizontal plane at the feed end and the lower sieve frame (13) is driven in
a circular motion in a vertical plane at the discharge end.
2. A sieving machine comprising two sieve frames which are to be displaced with an oscillating
movement and wich are arranged one above the other and on wich is arranged an elastic
sieve lining subdivided into a plurality of sieve areas and wich are to be displaced
with an oscillating movement by at least one oscillating drive, characterised in that
the two sieve frames (13, 31) with longitudinal walls (14, 15; 34, 35, 36) are associated
with each other in such a way that the lower end of the upper sieve frame (31) and
the upper end of the lower sieve frame (13) lie in a common plane, that the elastic
sieve lining (54) is fixed to the two sieve frames (13, 31) in the common plane of
the two sieve frames, and that the upper sieve frame (31) is driven in a circular
motion in a vertical plane at the feed end and the lower sieve frame (13) is driven
in a circular motion in a horizontal plane at the discharge end.
3. A sieving machine comprising two sieve frames wich are to be displaced with an oscillating
movement and wich are arranged one above the other and on wich is arranged an elastic
sieve lining subdivided into a plurality of sieve areas and wich are to be displaced
with an oscillating movement by at least one oscillating drive, characterised in that
the two sieve frames (13, 31) with longitudinal walls (14, 15; 34, 35, 36) are associated
with each other in such a way that the lower end of the upper sieve frame (31) and
the upper end of the lower sieve frame (13) lie in a common plane, that the elastic
sieve lining (54) is fixed to the two sieve frames (13, 31) in the common plane of
the two sieve frames and that the upper sieve frame (31) is driven in a circular motion
at the feed end and the lower sieve frame (13) is driven in a circular motion at the
discharge end, each in the same horizontal plane.
4. A sieving machine according to claim 1, claim 2 or claim 3 characterised in that the
oscillating drive (25, 46) is an unbalance drive.
5. A sieving machine according to claim 1, claim 2 or claim 3 characterised in that the
oscillating drive (25, 46) is an eccentric drive.
6. A sieving machine according to at least one of the preceding claims characterised
in that the two sieve frames (13, 31) are displaced and maintained with an oscillating
movement at oscillation speeds wich are different such that no beat phenomena occur.
7. A sieving machine according to at least one of the preceding claims characterised
in that the upper sieve frame (31) is driven at an oscillation speed in the range
of 500, 750, 1000 or 1500 oscillations per minute and the lower sieve frame (13) is
correspondingly driven at an oscillation speed in the range of 750, 1000, 1500 or
3000 oscillations per minute, or correspondingly vice-versa.
8. A sieving machine according to at least one of the preceding claims characterised
in that the lower sieve frame (13) and the upper sieve frame (31) are each mounted
at the drive end on a spring (23, 24, 38, 39), for example a coil or rubber spring,
and at the terminal end on a guide member (19, 20, 43, 44), for example a guide spring.
1. Appareil de tamisage avec deux cadres de tamisage à mettre en vibration, qui sont
superposés, sur lesquels est disposé un panneau de tamisage élastique divisé en plusieurs
zones de tamisage, et qui doivent être mis en vibration par au moins un entraînement
vibrant,
caractérisé en ce que les deux cadres de tamisage (13, 31) sont mutuellement associés par des
parois longitudinales (14, 15 ; 34, 35, 36) de telle sorte que l'extrémité inférieure
du cadre de tamisage supérieur (31) et l'extrémité supérieure du cadre de tamisage
inférieur (13) se trouvent dans un plan commun, que le panneau de tamisage élastique
(54) est fixé sur les cadres de tamisage (13, 31) dans le plan commun de ces derniers,
et que le cadre de tamisage supérieur (31) est entraîné du côté de chargement dans
le plan horizontal et le cadre de tamisage inférieur (13) du côté d'évacuation dans
le plan vertical, chaque fois circulairement.
2. Appareil de tamisage avec deux cadres de tamisage à mettre en vibration, qui sont
superposés, sur lesquels est disposé un panneau de tamisage élastique divisé en plusieurs
zones de tamisage, et qui doivent être mis en vibration par au moins un entraînement
vibrant,
caractérisé en ce que les deux cadres de tamisage (13, 31) sont mutuellement associés par des
parois longitudinales (14, 15 ; 34, 35, 36) de telle sorte que l'extrémité inférieure
du cadre de tamisage supérieur (31) et l'extrémité supérieure du cadre de tamisage
inférieur (13) se trouvent dans un plan commun, que le panneau de tamisage élastique
(54) est fixé sur les cadres de tamisage (13, 31) dans le plan commun de ces derniers,
et que le cadre de tamisage supérieur (31) est entraîné du côté de chargement dans
le plan vertical et le cadre de tamisage inférieur (13) du côté d'évacuation dans
le plan horizontal, chaque fois circulairement.
3. Appareil de tamisage avec deux cadres de tamisage à mettre en vibration, qui sont
superposés, sur lesquels est disposé un panneau de tamisage élastique divisé en plusieurs
zones de tamisage, et qui doivent être mis en vibration par au moins un entraînement
vibrant,
caractérisé en ce que les deux cadres de tamisage (13, 31) sont mutuellement associés par des
parois longitudinales (14, 15 ; 34, 35, 36) de telle sorte que l'extrémité inférieure
du cadre de tamisage supérieur (31) et l'extrémité supérieure du cadre de tamisage
inférieur (13) se trouvent dans un plan commun, que le panneau de tamisage élastique
(54) est fixé sur les cadres de tamisage (13, 31) dans le plan commun de ces derniers,
et que le cadre de tamisage supérieur (31) du côté de chargement, et le cadre de tamisage
inférieur (13) du côté d'évacuation, sont respectivement entraînés circulairement
dans le même plan horizontal.
4. Appareil de tamisage selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que l'entraînement vibrant (25, 46) est un entraînement à balourd.
5. Appareil de tamisage selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que l'entraînement vibrant (25, 46) est un entraînement à excentrique.
6. Appareil de tamisage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les deux cadres de tamisage (13, 31) sont mis et maintenus en vibration
avec des fréquences de vibration tellement différentes qu'il n'y a pas de battements.
7. Appareil de tamisage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le cadre de tamisage supérieur (31) est entraîné avec une fréquence de
vibration de l'ordre de 500, 750, 1000 ou 1500 vibrations par minute et le cadre de
tamisage inférieur (13) est entraîné en conséquence avec une fréquence de vibration
de l'ordre de 750, 1000 ou 1500 ou 3000 vibrations par minute, ou vice-versa.
8. Appareil de tamisage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le cadre de tamisage inférieur (13) et le cadre de tamisage supérieur (31)
sont chacun montés sur un ressort (23, 24, 38, 39), par exemple un ressort hélicoïdal
ou en caoutchouc, du côté d'entraînement, et sur un bras de suspension (19, 20, 43,
44), par exemple un bras de suspension à ressort, du côté terminal.