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EP 0 406 388 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.03.1993 Patentblatt 1993/13 |
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Anmeldetag: 23.01.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F42B 8/14 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9000/041 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9008/937 (09.08.1990 Gazette 1990/19) |
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ZERLEGER-GESCHOSSKOPF FÜR ÜBUNGSMUNITION
DISINTEGRATING MISSILE HEAD FOR PRACTICE AMMUNITION
TETE DE PROJECTILE DESAGREGEABLE POUR MUNITION D'ENTRAINEMENT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB GR IT LI SE |
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Priorität: |
25.01.1989 DE 3902112
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.01.1991 Patentblatt 1991/02 |
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Patentinhaber: NICO-PYROTECHNIK
HANNS-JÜRGEN DIEDERICHS
GMBH & CO. KG |
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D-22946 Trittau (DE) |
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Erfinder: |
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- LÜBBERS, Willi
D-2071 Rotenbek (DE)
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Vertreter: Haft, von Puttkamer, Berngruber, Czybulka |
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Patentanwälte
Franziskanerstrasse 38 81669 München 81669 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 015 574 DE-A- 2 843 167 GB-A- 22 505
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DE-A- 2 757 666 DE-U- 8 908 703 US-A- 4 589 342
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Bemerkungen: |
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Verbunden mit 90101329.2/0385095 (europäische Anmeldenummer/Veröffentlichungsnummer)
durch Entscheidung vom 27.06.91. |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Zerleger-Geschoßkopf für Übungsmunition gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruches
[0002] Aus der DE-OS 16 42 414 ist ein Zerleger-Geschoßkopf für Übungsmunition für rückstoßfreie
Waffen bekannt, der aus einem Kern aus gepreßtem oder gesintertem Metallpulver und
einer diesen umgebenden Haube, z.B. aus Metall oder Kunststoff besteht, die vorne,
im Aufschlagbereich konisch mit einer abgeplatteten Spitze ausgebildet ist.
[0003] Trifft das Übungsgeschoß mit dem Zerlegerkopf auf eine Zielscheibe, im allgemeinen
eine Eisenplatte, so platzt die Haube und der Kern wird durch die Aufschlagkräfte
in nahezu Pulverform zerlegt. Durch die Zerlegung des Kernes wird der größte Anteil
der Energie des auf das Ziel auftreffenden Übungsgeschosses abgebaut. Abgesehen davon,
daß durch die Zerlegung eine übermäßige Beschädigung der Zielscheibe vermieden wird,
wird dadurch vor allem verhindert, daß das Übungsgeschoß vom Ziel abprallt und eventuell
Menschen auf dem Übungsgelände verletzt.
[0004] Aus der DE-OS 27 57 666 ist ein Zerlegergeschoß bekannt, bei dem der Kern aus sprödem
Material mit einer durchgehenden Bohrung versehen ist, in die ein Keil eingesetzt
ist, der beim Aufprall des Geschosses auf ein Ziel in die Bohrung getrieben wird,
wodurch der Kern zerfällt. Durch diesen Keil wird der Kern sozusagen gespalten, was
zwar bei einem Aufprall auf ein Ziel bessere Zerlegerergebnisse bringt als bei dem
obigen Zerlegerkopf, wobei diese Ergebnisse jedoch nicht optimal sind.
[0005] Es hat sich nämlich herausgestellt, daß die bekannten Zerlegerköpfe insbesondere
bei einem Schrägaufprall auf das Ziel nicht zuverlässig zerlegt werden. Ein Schrägaufprall
tritt nicht nur dann auf, wenn die Flugrichtung des Übungsgeschosses schräg zum Ziel
ist; vielmehr taumeln die leichten Übungsgeschosse manchmal um die Flugrichtung, so
daß sie auch bei einem direkten Schuß auf das Ziel schräg auftreffen können.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zerleger-Geschoßkopf der in Rede
stehenden Art durch einfache Maßnahmen so zu modifizieren, daß der Geschoßkopf auch
bei einem schrägen Auftreffen auf ein Ziel zuverlässig zerlegt wird, so daß Abpraller
vermieden werden.
[0007] Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches
1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0008] Demgemäß wird als Übertragungskörper zwischen Haube und Kern des Zerlegergeschosses
eine einfache Kugel eingefügt, die auf der Ausnehmung aufsitzt. Mit einer solchen
Anordnung wurden die besten Ergebnisse hinsichtlich einer Zerlegung des Kernes erzielt.
Die Ergebnisse sind wesentlich besser als bei keilförmigen Übertragungskörpern und
auch als bei Übertragungskörpern, die in ihrem dem Kern zugewandten Bereich eine Halbkugel
und in ihrem der Haube zugewandten Bereich eine der Innenwand der Haube angepaßte
Form nach Art einer Pyramide aufweisen. Eine Kugel als Übertragungskörper, die an
der Innenwand der Haube und dem oberen Rand der Kerbe in dem Kern anliegt, hat den
Vorteil, daß beim Auftreffen des Übungsgeschosses auf das Ziel die Aufschlagkräfte
immer durch den Mittelpunkt der Kugel verlaufen und für alle Aufschlagwinkel annährend
gleich große Zerlegungskräfte ergeben. Auch bei einem extremen Schrägaufprall des
Übungsgeschosses auf das Ziel wird der Kern hierdurch zuverlässig zerlegt. Die Ausnehmung
oder Kerbe kann z.B. zylindrisch sein. Sehr gute Ergebnisse werden mit sich konisch
verjüngenden Kerben erreicht.
[0009] Die Herstellung eines Zerlegerkopfes mit einer Kugel als Übertragungskörper ist denkbar
einfach und billig. Kugeln sind Massenware, und die Zusammensetzung der Einzelteile
Kern, Kugel und Haube ist kein Problem.
[0010] Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0011] Die Erfindung ist in drei Ausführungsbeispielen anhand der Figuren näher erläutert,
die jeweils einen Zerlegerkopf gemäß der Erfindung im Längsschnitt zeigen.
[0012] Ein Zerlegerkopf 1 weist einen Sockel 2 zur Befestigung in einem nicht dargestellten
Übungsgeschoß auf, ferner einen zylindrischen Kern 3, der auf dem Sockel 2 ruht und
eine mit dem Sockel 2 verbundene und den Kern 1 umfassende dünne Haube 4. Die Haube
4 verjüngt sich z.B. in ihrem über den Kern 3 herausragenden Bereich konisch und hat
eine abgeplattete Spitze 5. Die Längsachse des Zerlegerkopfes 1, gleichzeitig die
Mittellängsachse von Kern 3 und Haube 4, ist mit A bezeichnet.
[0013] In dem Kern 3 ist an seine der Spitze 5 des Zerlegerkopfs 1 zugewandten Oberseite
eine Kerbe 6 in Form eines sich nach unten verjüngenden Kegelstumpfes um die Achse
A eingebracht. In die Kerbe 6 ist eine Kugel 7 eingesetzt, die in die Kerbe 6 vorzugsweise
so weit eintaucht, daß der Kugelmittelpunkt knapp oberhalb des oberen Randes der Kerbe
6 liegt und die Kerbe etwa im Bereich ihres oberen Randes die Kugel 7 tangential berührt.
Die Kugel 7 liegt im Bereich der Spitze 5 und einem Teil der konischen Verjüngung
an der Innenwand der Haube 4 an.
[0014] Die Kugel hat einen Durchmesser von etwa zwei Drittel des Kerndurchmessers, die Tiefe
der Kerbe entspricht etwa dem Durchmesser der Kugel, der Durchmesser der Kerbe am
Boden ist etwa ein Drittel des Kerndurchmessers.
[0015] Bei einem Aufprall des Zerlegerkopfes 1 auf ein Ziel wird die Kugel 7 in die Kerbe
6 getrieben. Der Kern 3 wird mit einer Kraft entsprechend annähernd der Aufprallkraft
gespalten und beim Aufplatzen der Haube 4 zerlegt.
[0016] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 unterscheidet sich lediglich dadurch vom obigen,
daß die hier mit 6′ bezeichnete Kerbe zylindrisch ist. Auch andere Ausgestaltungen
sind möglich. Die Kugel 7 hat einen entsprechend größeren Durchmesser als die Kerbe
6′.
[0017] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 unterscheidet sich von demjenigen gemäß Fig.
1 dadurch, daß die Kugel 7′ aus mehreren Teilen, in diesem Fall aus zwei Hälften A
und B zusammengesetzt ist, die z.B. durch einen Kleber 8 miteinander leicht verklebt
sind. Diese Verklebung erleichtert das Manipulieren der Kugel beim Zusammenbau des
Zerlegerkopfes. Nach der Zerlegung des Kernes 3 trennen sich die Kugelhälften. Da
Kugelhälften gegenüber Vollkugeln einen höheren Luftwiderstand aufweisen, werden die
Kugelhälften beim Abprallen etwa von einer Zieltafel weniger weit weggeschleudert
als Vollkugeln. Die Lage der Trennaht zwischen den beiden Kugelhälften in bezug zu
der Mittelachse der Ausnehmung ist im übrigen für die Zerlegung belanglos. In Fig.
3 ist der Winkel zwischen Trennaht und Mittelachse zu etwa 45° eingezeichnet.
1. Zerleger-Geschoßkopf für Übungsmunition mit einem Kern aus gepreßtem bzw, gesintertem
Pulvermaterial, wie Metall- oder Keramikpulver, einer den Kern umgebenden Haube und
einem die Aufschlagkräfte auf die Haube beim Aufschlag der Übungsmunition auf ein
Ziel auf den Kern weiterleitenden Übertragungskörper, der in eine Ausnehmung des Kernes
eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß der Übertragungskörper eine zwischen Haube
(4) und Kern (3) eingefügte Kugel (7, 7′) ist, die auf der Ausnehmung (6, 6′) aufliegt.
2. Geschoßkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (6, 6′) zylindrisch
ist oder ausgehend von ihrem oberen Rand sich in dem Kern konisch verjüngt.
3. Geschoßkopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der
Kugel (7) etwa 2/3 des Kerndurchmessers, die Tiefe der Ausnehmung (6, 6′) etwa dem
Durchmesser der Kugel (7) und der Durchmesser der Ausnehmung (6, 6′) am Boden etwa
einem Drittel des Kerndurchmessers entspricht.
4. Geschoßkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
einer konischen Ausnehmung (6) deren Innenwand etwa an ihrem oberen Rand tangential
die Kugel (7) berührt.
5. Geschoßkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelpunkt der Kugel
(7) geringfügig oberhalb des oberen Randes der konischen Kerbe liegt.
6. Geschoßkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kugel (7′) aus mehreren Teilen, vorzugsweise zwei Kugelhälften (A, B) besteht.
7. Geschoßkopf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugelhälften (A, B) durch
einen Kleber (8) leicht miteinander verklebt sind.
1. Self-destroying projectile head for practice munition, having a core comprising pressed
or sintered powder material, such as metal powder or ceramic powder, having a cap
surrounding the core, and having a transmission body which passes the impact forces
on the cap when the practice munition impacts on a target to the core and engages
in a recess in the core, characterised in that the transmission body is a ball (7,
7′) which is inserted between the cap (4) and the core (3) and rests on the recess
(6, 6′).
2. Projectile head according to Claim 1, characterised in that the recess (6, 6′) is
cylindrical or tapers conically, starting from its upper edge, in the core.
3. Projectile head according to Claim 1 or 2, characterised in that the diameter of the
ball (7) is approximately 2/3 of core diameter, the depth of the recess (6, 6′) corresponds
approximately to the diameter of the ball (7), and the diameter of the recess (6,
6′) at the base corresponds to approximately one third of the core diameter.
4. Projectile head according to one of the preceding claims, characterised in that, in
the case of a conical recess (6), its inner wall touches the ball (7) tangentially,
approximately at the upper edge of the said recess.
5. Projectile head according to Claim 4, characterised in that the centre of the ball
(7) is located slightly above the upper edge of the conical notch.
6. Projectile head according to one of the preceding claims, characterised in that the
ball (7′) consists of a plurality of parts, preferably of two ball halves (A, B).
7. Projectile head according to Claim 6, characterised in that the ball halves (A, B)
are lightly bonded to one another by means of an adhesive (8).
1. Tête désagrégeable de projectile pour munition d'entrainement comprenant un noyau
de matériau pulvérulent pressé ou fritté, tel qu'une poudre métallique ou céramique,
une douille entourant le noyau, et un élément de transmission des ondes de choc sur
la douille lors d'un choc de la munition d'entrainement sur une cible, s'étendant
dans un évidement du noyau, caractérisée en ce que l'élément de transmission est une
sphère (7, 7′) disposée entre la douille (4) et le noyau (3), reposant sur l'évidement
(6, 6′).
2. Tête de projectile selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'évidement (6,
6′) est cylindrique ou conique et va en se rétrécissant vers l'intérieur du noyau.
3. Tête de projectile selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le diamètre
de la sphère (7) est approximativement égal aux deux tiers du diamètre du noyau, en
ce que la profondeur de l'évidement (6, 6′) est approximativement égale au diamètre
de la sphère (7), et en ce que le diamètre du fond de l'évidement (6, 6′) est approximativement
égal au tiers du diamètre de la sphère.
4. Tête de projectile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que, si l'évidement (6) est conique, sa paroi interne entre en contact approximativement
tangentiel avec la sphère (7).
5. Tête de projectile selon la revendication 4, caractérisée en ce que le centre de la
sphère (7) est situé légèrement au-dessus du bord supérieur de l'évidement conique.
6. Tête de projectile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que la sphère (7′) est en plusieurs parties, de préférence deux demi-sphères
(A, B).
7. Tête de projectile selon la revendication 6, caractérisée en ce que les demi-sphères
(A, B) sont collées l'une à l'autre à faible adhérence par un adhésif (8).
