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EP 0 406 593 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.06.1993 Patentblatt 1993/22 |
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Anmeldetag: 13.06.1990 |
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Trapezförmiger Luftauslasskasten
Air outlet cabinet of trapezoidal cross section
Caisson de sortie d'air à coupe transversale trapézoidale
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE IT LI NL |
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Priorität: |
03.07.1989 DE 3921813
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.01.1991 Patentblatt 1991/02 |
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Patentinhaber: H. Krantz GmbH & Co. |
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D-52070 Aachen (DE) |
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Erfinder: |
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- Sodec, Franc, Dr.-Ing.
D-5102 Würselen-Broichweiden (DE)
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Vertreter: Bauer, Hubert, Dipl.-Ing. |
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Am Keilbusch 4 52080 Aachen 52080 Aachen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 643 175 GB-A- 2 120 778
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FR-A- 2 014 464
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen trapezförmigen Luftauslaßkasten aus einem Deckel mit
einem Anschlußstutzen, einem in drei Abschnitte unterteilten perforierten Boden mit
einem dem Anschlußstutzen in einem Abstand gegenüberliegend horizontal angeordneten
Abschnitt und zwei sich daran seitlich anschließenden, nach außen ansteigenden Abschnitten.
[0002] Eine derartige zur Erzeugung einer Verdrängungsströmung aus der DE 36 43 175 A1 bekannte
Vorrichtung besitzt als Austrittsöffnungen über die Fläche des Luftauslaßkastenbodens
in Reihen angeordnete Düsen, deren Mittelabstand voneinander mindestens dem drei-
bis zwölffachen Austrittsdurchmesser der Düsen entspricht. Mit dieser Vorrichtung
soll erreicht werden, daß ein wesentlich geringerer Luftvolumenstrom ausreicht, um
eine stabile Verdrängungsströmung zu erhalten.
[0003] Für Produktionsstätten mit intensiver Staubentwicklung, wie zum Beispiel in Baumwollspinnereien,
ist es vorteilhaft, Luftauslässe einzusetzen, die eine turbulenzarme Strahlcharakteristik
aufweisen. Auf diese Weise soll die Staubaufwirbelung im Raum reduziert werden. Wird
die Zuluft oberhalb der Maschinen turbulenzarm ausgeblasen und die Abluft in Bodennähe
abgesaugt, so verdrängen die turbulenzarmen Luftstrahlen die Staubpartikel zum Boden
und entlasten die Raumluft vor erhöhter Staubkonzentration.
[0004] Die bisher in solchen Betrieben bevorzugten Luftauslässe sind so ausgelegt, daß sie
hochinduktive Luftstrahlen mit großer Wurfweite erzeugen. Dadurch entstehen Raumluftwalzen,
die eine gleichmäßige Temperatur- und Feuchtigkeitsverteilung im Raum sicherstellen.
Durch die Leistungserhöhung der Produktionsmaschinen ist vor allem in Textilbetrieben
die Staubentwicklung so groß, daß die Technik der Raumluftwalzen, d. h. die hochinduktiven
Luftstrahlen, zu unangenehmer Staubkonzentration führen, da die Staubpartikel in der
gesamten Produktionshalle verteilt werden.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den vorbekannten Verdrängungsauslaß so
zu verbessern, daß noch weniger Staubpartikel mit der Raumluft vermischt und verteilt
werden und eine noch bessere Verdrängung in Richtung zum Raumboden hin erzielt wird,
so daß die Staubkonzentration im Aufenthaltsbereich weiter abnimmt und insbesondere
durch die Luftströmung eine Auftriebsbewegung der Staubpartikel unterdrückt wird.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird von einem Luftauslaßkasten der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 genannten gattungsgemäßen Art ausgegangen, welcher erfindungsgemäß die
im kennzeichnenden Teil desselben angegebenen Merkmale aufweist.
[0007] Die erfindungsgemäße Kombination, die Luftaustrittsquerschnitte durch Perforationen
und Drallauslässe zu bilden, ergibt folgenden überraschenden Vorteil:
[0008] Die Luftströmung aus einer Vielzahl im Durchmesser kleiner Perforationen ist naturgemäß
turbulenzarm, wobei die Turbulenz mit kleinerem Durchmesser abnimmt. Es läßt sich
somit über die Perforationen eine Luftaustrittsgeschwindigkeit im Bereich von 0,2
bis 2 m/sec erzielen. Turbulenzarme Luftstrahlen sind bei einer derartig geringen
Austrittsgeschwindigkeit instabil und neigen dazu schnell abzufallen. Um dies zu verhindern
und die Eindringtiefe der Luftstrahlen zu erhöhen, ist der Luftauslaßkasten erfindungsgemäß
durch darin eingebaute Drallauslässe vervollständigt. Die Luftstrahlen aus den Drallauslässen
sind zwar an sich hochturbulent jedoch induzieren sie beim erfindungsgemäßen Luftauslaßkasten
die Zuluft, welche aus den benachbarten Perforationen austritt, und lassen die Raumluft
weitgehend unbeeinflußt. Den Drallauslässen kommt somit die Aufgabe zu, durch den
größeren Strahlimpuls die Stabilität des insgesamt austretenden Luftstrahles zu erhöhen.
[0009] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die drei den
Boden bildenden Abschnitte und die Längsseitenwände des Luftauslaßkastens aus Lochblechen
gebildet, deren Löcher einen Durchmesser von 2 bis 15 mm, vorzugsweise 3 bis 8 mm,
aufweisen, wobei der Lochabstand so gewählt ist, daß der freie Durchtrittsquerschnitt
15 bis 50 %, vorzugsweise 20 bis 30 %, der Lochblechfläche beträgt.
[0010] Vorzugsweise sind in gleichmäßigem Abstand über die Längserstreckung des Kastens
mehrere Drallauslässe jeweils in Reihe angeordnet.
[0011] Schließlich sieht eine Ausgestaltung der Erfindung noch vor, daß im Innern des Kastens
vorzugsweise zwei Leitbleche angeordnet sind, die um jeweils eine zur Längsmittelachse
des Kastens parallele Achse verschwenkbar sind.
[0012] Durch die Betätigung der sich über die gesamte Länge des Luftauslaßkastens erstreckenden
Leitbleche läßt sich der Anteil des Luftvolumenstromes, der senkrecht nach unten geblasen
wird, verändern.
[0013] Der erfindungsgemäße Luftauslaß kann entweder direkt unter der Decke oder aber auch
in einem Abstand dazu abgehängt montiert werden.
[0014] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Luftauslaßkastens
schematisch dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch den Luftauslaßkasten
und
- Fig. 2
- einen Luftauslaßkasten gemäß Fig. 1 in verkleinertem Maßstab mit durch Pfeile veranschaulichter
Strahlcharakteristik.
[0015] Der Luftauslaßkasten ist deckenseitig durch einen mit einem Anschlußstutzen 1 versehenen
Deckel 2 abgedeckt. Ein Boden 3 ist aus einem horizontalen Abschnitt 4 und zwei sich
seitlich daran anschließenden, nach außen ansteigenden Abschnitten 5 zusammengesetzt.
Seitenwände 6 verbinden den Deckel 2 mit dem Boden 3.
[0016] Die drei den Boden 3 bildenden Abschnitte 4 und 5 sowie die vertikal ausgerichteten
Längsseitenwände 6 sind perforiert und aus Lochblechen gebildet. Im Abschnitt 4 des
Bodens 3 sind ebenso wie in den Längsseitenwänden 6 Drallauslässe 7 eingebaut, welche
in gleichmäßigen Abständen über die Längsachse des Luftauslaßkastens verteilt angeordnet
sind.
[0017] Im Innern des Luftauslaßkastens sind zwei Leitbleche 8 um jeweils eine zur Längsmittelachse
des Luftauslaßkastens parallele Drehachse verschwenkbar gelagert.
1. Trapezförmiger Luftauslaßkasten aus einem Deckel mit einem Anschlußstutzen (1), einem
in drei Abschnitte (4,5) unterteilten perforierten Boden (3) mit einem dem Anschlußstutzen
in einem Abstand gegenüberliegend horizontal angeordneten Abschnitt (4) und zwei sich
daran seitlich anschließenden nach außen ansteigenden Abschnitten (5), dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich zu den drei den Boden (3) bildenden Abschnitten (4, 5) auch zwei vertikal
ausgerichtete Längsseitenwände (6), die den Deckel (2) und den Boden (3) miteinander
verbinden, perforiert sind und daß von den drei den Boden (3) bildenden Abschnitten
(4, 5) mindestens der mittlere horizontal angeordnete Abschnitt (4) und die beiden
Längsseitenwände (6) jeweils mindestens mit einem Drallauslaß (7) versehen sind.
2. Luftauslaßkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die drei den Boden (3)
bildenden Abschnitte (4, 5) und die Längsseitenwände (7) aus Lochblechen gebildet
sind, deren Löcher einen Durchmesser von 2 bis 15 mm, vorzugsweise 3 bis 8 mm, aufweisen,
wobei der Lochabstand so gewählt ist, daß der freie Durchtrittsquerschnitt 15 bis
50 %, vorzugsweise 20 bis 30 % der Lochblechfläche beträgt.
3. Luftauslaßkasten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in gleichmäßigem
Abstand über die Längserstreckung des Kastens mehrere Drallauslässe (7) jeweils in
Reihe angeordnet sind.
4. Luftauslaßkasten nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß im Innern des Kastens vorzugsweise zwei Leitbleche (8) angeordnet sind, die um
jeweils eine zur Längsmittelachse des Kastens parallele Drehachse verschwenkbar sind.
1. A trapezoidal air outlet box comprising a cover with a connection piece (1), a perforated
base (3) subdivided into three sections (4, 5) with one horizontally disposed section
(4) opposite and at a distance from the connection piece and two sections (5) attached
laterally to the section (4) and rising towards the outside, characterised in that,
in addition to the three sections (4, 5) forming the base (3), two vertically aligned
longitudinal sidewalls (6) which join the cover (2) and the base (3) to each other
are also perforated, and that at least the central, horizontally disposed section
(4) of the three sections (4, 5) forming the base (3) and the two longitudinal side
walls (6) are each provided with at least one spin outlet (7).
2. An air outlet box according to claim 1, characterised in that the three sections (4,
5) forming the base (3) and the longitudinal sidewalls (6) are constructed from perforated
plates, the holes in which have a diameter of 2 to 15 mm, preferably 3 to 8 mm, wherein
the hole spacing is selected so that the free passage cross-section is 15 to 50 %,
preferably 20 to 30 %, of the areas of the perforated plates.
3. An air outlet box according to claims 1 or 2, characterised in that a plurality of
spin outlets (7), in a row each time, are disposed at a uniform spacing over the longitudinal
extent of the box.
4. An air outlet box according to at least one of claims 1 to 3, characterised in that
preferably two guide plates (8) are provided inside the box, and can each pivot about
an axis of rotation parallel to the longitudinal centre line of the box.
1. Caisson de sortie d'air trapézoïdal consistant en un couvercle pourvu d'un raccord
(1), un fond perforé (3) divisé en trois sections (4, 5), avec une section (4) disposée
à l'horizontale et située à l'opposé du raccord avec un certain espacement par rapport
à celui-ci, et deux sections (5), qui s'y rattachent par les côtés et remontent dans
la direction de l'extérieur, caractérisé en ce qu'en plus des trois sections (4, 5)
qui forment le fond (3), deux parois latérales longitudinales (6) à orientation verticale,
qui relient le couvercle (2) et le fond (3) sont également perforées, et en ce qu'au
moins la section médiane horizontale (4) des trois sections (4, 5) formant le fond
(3) et les deux parois latérales longitudinales (6) sont pourvues chacune d'au moins
une sortie à tourbillons (7).
2. Caisson de sortie d'air suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les trois
sections (4, 5) formant le fond (3) et les parois latérales longitudinales (6) consistent
en des tôles perforées, dont les trous ont un diamètre de 2 à 15 mm, de préférence
de 3 à 8 mm, l'écartement des trous étant choisi de manière à ce que la section de
sortie libre soit de 15 à 50 %, de préférence de 20 à 30 % de la surface de tôle perforée.
3. Caisson de sortie d'air suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que plusieurs
sorties à tourbillons (7) sont disposées en ligne à intervalles réguliers sur la longueur
du caisson.
4. Caisson de sortie d'air suivant au moins l'une des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que de préférence deux déflecteurs (8) sont placés à l'intérieur du caisson,
lesquels peuvent pivoter autour d'un pivot respectif, parallèle à l'axe médian long
du caisson.
