| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 407 657 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
12.01.1994 Patentblatt 1994/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.11.1989 |
|
|
| (54) |
Staucheinrichtung zum Stauchen der Enden länglicher Werkstücke wie Drahtstücke und
Verwendung einer solchen Einrichtung in einer drahtverarbeitenden Stiftpresse
Compression device for compressing the ends of elongated workpieces such as pieces
of wire and application of such a device in a wire-working machine for manufacturing
pins
Dispositif de refoulement pour refouler les extrémités de pièces allongées telles
que des pièces en fils métalliques, et application d'un tel dispositif dans une machine
de travail de fils métalliques pour la fabrication de pointes
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE ES GB IT |
| (30) |
Priorität: |
08.07.1989 DE 3922531
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
16.01.1991 Patentblatt 1991/03 |
| (73) |
Patentinhaber: WAFIOS
MASCHINENFABRIK GmbH & Co.
KOMMANDITGESELLSCHAFT |
|
D-72719 Reutlingen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Lange, Gerhard, Dipl.-Ing. (FH)
D-7410 Reutlingen 1 (Württ.) (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Wolff, Michael, Dipl.-Phys. |
|
Postfach 75 01 20 70601 Stuttgart 70601 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 805 628 US-A- 3 514 992 US-A- 4 270 651
|
DE-C- 49 164 US-A- 3 588 933 US-A- 4 737 227
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Staucheinrichtung gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1,
wie sie aus der US-A-382 632 bekannt war.
Es ist bereits bekannt, die Staucheinrichtung einer Vorrichtung zur Herstellung von
Drahtstiften mit Kurzhub des Stauchwerkzeugs auszuführen, wobei das Anstauchen des
Drahtstiftkopfes entweder von einer Kurzhub-Kurbelwelle oder von einer Kurzhub-Kurvenscheibe
aus über einen Stauchschlitten erfolgen kann. Vorteilhaft hierbei ist, daß für die
Verformung eine längere Zeit als bei Langhub-Ausführungen zur Verfügung steht, was
eine kleinere Verformungsgeschwindigkeit und einen kleineren Formänderungswiderstand
bedeutet. Es entsteht ein weicherer übergang beim Stauchvorgang ohne Wechsel des Betriebsspiels
in den Koppelgliedern und somit eine geräuscharme Maschine. Vergleiche Abbildung 1
und 2 der am 24.8.1950 bekanntgemachten bundesdeutschen Patentanmeldung 7e, 10.p 3385D
vom 1.10.1948.
[0002] Nachteilig bei der Kurzhubausführung ist jedoch, daß wegen des kurzen Stauchwerkzeugweges
der Abstand zwischen den Draht während des Kopf-Anstauchens festhaltenden und als
Amboß dienenden Klemmbacken und dem Stauchwerkzeug, wenn sich der Stauchschlitten
in zurückgezogener Stellung befindet, sehr gering ist. Müssen nun das Stauchwerkzeug
und vor allem die Klemmwerkzeuge bei Werkzeugverschleiß oder bei Änderung des zu verarbeitenden
Drahtdurchmessers ausgewechselt werden, ist es bis jetzt erforderlich, den schweren
Backenkasten, in dem die Klemmbacken sitzen, als Ganzes auszubauen, um die Werkzeuge
wechseln zu können. Vergleiche Abbildung 9(Seite 40) zum Aufsatz von J . Gloser: "Tschechoslowakische
Nägelautomaten" auf Seiten 34 bis 43 in der Zeitschrift "Die Schwerindustrie der Tschechoslowakei"
12/1964.
[0003] Der Erfindung liegt daher die
Aufgabe zugrunde, eine Staucheinrichtung in Kurzhubausführung zu schaffen, bei der infolge
einer Änderung des zu verarbeitenden Drahtdurchmessers oder bei Werkzeugverschleiß
möglichst nur wenige leichte Einrichtungsteile entfernt werden müssen, um die Werkzeuge
auswechseln zu können. Ferner soll die Einrichtung präziser, wartungsärmer und noch
leiser arbeiten können.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Einrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Dadurch kann das Stauchwerkzeug
samt Führung zum Durchführen der Umstellarbeiten als Einheit einfach entfernt werden.
Durch die getrennte Anordnung von Stauchwerkzeug und Antriebsschlitten ist ferner
ein eventuell erforderliches Nacharbeiten der Schlittenführungsteile ohne nachteiligen
Einfluß auf den Stauchvorgang, d.h. auf die Produktqualität, möglich.
Weitere Vorteile sind am Beschreibungsende genannt. Diese und jene zuvor genannten
Vorteile wurden zwar auch schon mit der Staucheinrichtung gemäß US-A-382 632 erreicht;
diese veraltete Einrichtung ist aber eine ungenau und laut arbeitende Stiftpresse
mit einer Hub- und Senkvorrichtung (Figur 11) für die Werkzeugführung, die sich abgesenkt
über Federn auf dem Maschinengestell abstützt, und mit einem relativ langen Schlittenhub,
der nicht nur den Stauchhub, sondern auch noch einen Freihub umfaßt, der nötig ist,
um den das Stauchwerkzeug beaufschlagenden Teil des Stauchschlittens an das Stauchwerkzeug
heranzufahren, nachdem die Werkzeugführung abgesenkt worden ist. Offenbar kann diese
bekannte Staucheinrichtung nicht präzise und leise arbeiten.
[0004] Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung der erfindungsgemäßen Stauchvorrichtung
in einer drahtverarbeitenden Maschine, insbesondere zur Herstellung von Kopfnägeln.
[0005] Im folgenden ist die Erfindung anhand der durch die Zeichnung beispielhaft dargestellten
bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung im einzelnen erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- die Ausführungsform in Draufsicht, in abgebrochener Darstellung
- Fig. 2
- die Ausführungsform in Seitenansicht, geschnitten dargestellt
In Fig. 2 ist ein Schlitten (12) der Staucheinrichtung (14), die Teil einer Vorrichtung
zur Herstellung von Drahtstiften ist, über einen, im gegabelten Ende des Schlittens
(12) sitzenden Bolzen (16) mit der Pleuelstange (18) eines Pleuels (20) verbunden.
Die Pleuelstange (18) ist mittels eines Pleueldeckels (22) auf dem Kurzhub-Kurbelzapfen
(24) der Antriebswelle (28) der Vorrichtung gehalten. Der Schlitten (12), in Fig.
2 in seiner vorderen Arbeitsstellung gezeigt, hat über seine gesamte Länge eine Schwalbenschwanzführung
und ist zwischen zwei Führungsleisten (32) auf einer Grundplatte (34) im Maschinengestell
(36), gleitend geführt, gelagert. An seinem, der Pleuelstange (18) abgekehrten Ende
ist am Schlitten (12) ein Gewindeflansch (40) mit Innengewinde befestigt, in dem eine
Stellschraube (42) eingeschraubt ist, die mittels einer Ringmutter (44) gekontert
ist.
In axialer Verlängerung der Stellschraube (42) ist in einer separaten Führung (48)
in Lagerbuchsen (50 und 52) ein Stauchwerkzeug (54) der Staucheinrichtung (14) längsbeweglich,
gleitgelagert geführt, angeordnet. Die Lagerbuchse (50) ist in einen Deckel (58) eingepreßt,
der an die Führung (48) angeschraubt ist, während die Buchse (52) direkt in der Führung
(48) sitzt. An der Buchse (52) ist an ihrem, in die Führung (48) reichenden Ende ein
Absatz angedreht, an dem das eine Ende einer Druckfeder (60) anliegt, deren anderes
Ende an einem Anlaufring (62) anliegt, der von einem Bund (56) des Stauchwerkzeugs
(54) gehalten wird.
Die Führung (48) mit dem schwimmend gelagerten Stauchwerkzeug (54) ist mittels zweier
Stehbolzen (66) leicht abnehm- bzw. austauschbar auf einem, am Maschinengestell (36)
befestigten Lagerbock (68), mittels Paßfeder (70) justiert, befestigt. Dank der Rückholfeder
(60) liegt das Stauchwerkzeug (54) dauernd kraftschlüssig am Sechskant-Kopf der Stellschraube
(42) an.
In Verlängerung der Achse des Stauchwerkzeugs (54) sind in unmittelbarer Nähe vor
diesem und symmetrisch zu dieser Achse zwei, in je einem Hebel oder Schlitten sitzende
gegeneinanderwirkende Klemmwerkzeuge (76) einer Klemmeinrichtung (78) der Vorrichtung
zur Herstellung von Drahtstiften angeordnet. Zwischen den Klemmwerkzeugen (76) befindet
sich in Fig. 1 ein Drahtstift (82) mit angestauchtem Kopf (84) fest eingeklemmt, hergestellt
aus einem Stiftrohling (86).
Der in Fig. 2 aus den Klemmwerkzeugen (76) herausragende Schaft des Drahtstifts (82)
liegt, fest eingeklemmt, in den Zahnlücken zweier Zahnriemen (92 und 94) einer Transporteinrichtung
(96) der Vorrichtung zur Herstellung von Drahtstiften, mit der die noch keinen Kopf
(84) aufweisenden Stiftrohlinge (86) intermittierend, in horizontaler und vertikaler
Ebene exakt mittig vor das Stauchwerkzeug (54) der Staucheinrichtung (14) heran- und
von diesem weggeführt werden. Die Zahnriemen (92 und 94) bewegen sich dabei schrittweise
quer zur Stauch- und Klemmrichtung der Stauch- und Klemmeinrichtung (14,78). Mittels
je einer höhenverstellbaren Führungsschiene (98 bzw. 100) kann der Abstand der Zahnriemen
(92 und 94) voneinander, und damit die Spannung, mit der die Stiftrohlinge (86) in
den Zahnlücken gehalten werden, eingestellt werden. Durch seitliche Führungsflächen
der Führungsschienen (98 und 100) werden die Zahnriemen (92 und 94) ferner, seitlich
unverrückbar, über die Transportstrecke geführt, die sich von einer Drahtschneideinrichtung
zur Stauch- und Klemmeinrichtung erstreckt.
In Fig. 1 ist am vorderen Teil der Führung des Schlittens (12) ein Lager (102) befestigt,
in dem auf einem Bolzen (104) ein Wipp-Hebel (106) gelagert ist. An jedem Arm dieses
Hebels (106) greift an einem Bolzen (108) eine Verbindungsstange (110) an, die den
Wipphebel (106) einerseits mit dem Schlitten (12) der Staucheinrichtung (14) über
einen Bolzen (112) bzw. andererseits mit einem Werkzeug-Halter (114) einer Positioniereinrichtung
(116) für die Stiftrohlinge (86) über einen Bolzen (118) koppelt. Die Verbindungsstangen
(110) bestehen aus Gelenkköpfen (120 und 122), die durch ein Spannschloß (124) miteinander
verbunden sind.
Der Werkzeug-Halter (114) ist mittels zweier untereinandliegender Stangen (126) im
Maschinengestell (36) längsbeweglich geführt. Am Halter (114) ist ein Positionierwerkzeug
(132) mit vier Arbeitsflächen (134 bis 140) für einen 4-stufigen Positoniervorgang
angeordnet, während dessen die Längslage der Stiftrohlinge (86) geändert werden kann.
Am Schlitten (12) ist, in einem Schlitz längseinstellbar, ein zussätzliches Positonierwerkzeug
(146) mittels des Bolzens (112), durch den der Gelenkkopf (122) befestigt ist, festgeklemmt.
Dieses Positionierwerkzeug (146) ist mit nur zwei Arbeitsflächen (148, 150) zum axialen
Verschieben der Stiftrohlinge (86) entgegen der Verschieberichtung des ersten Positonierwerkzeugs
(132) versehen.
Ganz links in Fig. 1 ist das untere zweier gegeneinanderwirkender Schneidwerkzeuge
(152) der Schneideinrichtung der Vorrichtung zur Herstellung von Drahtstiften zum
Ablängen vom Draht (154) und pyramidenförmigen Anspitzen der Drahtstiftrohlinge (86)
angedeutet.
[0006] Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende, wenn sie Teil der in
Fig. 1 teilweise gezeigten Vorrichtung zur Herstellung von Drahtstiften ist: Ein nicht
dargestellter, aber bekannter Einzug zieht den Draht (154) vom Drahtvorrat durch einen
Richtapparat und schiebt, gemäß Fig. 1, soviel Draht durch die geöffneten Schneidwerkzeuge
(152) hindurch und in die Zahnlücken der beiden Zahnriemen (92 und 94), wobei in Fig.
1 nur der untere Zahnriemen (92) eingezeichnet ist, hinein, wie für die gewünschte
Drahtstiftlänge und zur Formung des Drahtstiftkopfes (84) benötigt wird. Nun schneiden
die gegeneinanderwirkenden Schneidwerkzeuge (152), die in je einem Hebel oder in je
einem Schlitten sitzen können, den Draht (154) ab, wobei eine pyramidenförmige Drahtstiftspitze
(88) entsteht. Während des Einschiebens zwischen die beiden Zahnriemen (92 und 94)
und Abschneidens des Drahtes (154) steht der intermittierende Antrieb des Zahnriemenpaars
(92 und 94) kurzzeitig still. Danach wird der Antrieb für kurze Zeit wieder eingeschaltet
und das Zahnriemenpaar dadurch einen Schritt weiterbewegt, und vor einem erneuten
Drahtvorschub wieder gestoppt (dies könnte auch durch ein Schrittschaltgetriebe erfolgen).
Das geschieht so oft, bis ein abgelängter Stiftrohling (86) zwischen den Klemmwerkzeugen
(76) der Klemmeinrichtung (78) und mittig vor dem Stauchwerkzeug (54) der Staucheinrichtung
(14) zu liegen kommt. Um mit der Vorrichtung Stifte in einem möglichst großen Längenbereich
ohne größere Umstellarbeiten herstellen zu können, wird zum Ausgleich dafür, daß die
Schneidwerkzeuge (152) der Schneideinrichtung sowie die Klemm- und Staucheinrichtung
(78,14) der Vorrichtung zur Herstellung von Drahtstiften (82) stationär angeordnet
sind, der unterschiedliche Abstand von der Drahtstiftspitze (88) bis zum Stauchwerkzeug
(54) bei der Fertigung einer anderen Stiftlänge durch Verschieben der Stiftrohlinge
(86) in ihrer Längsrichtung innerhalb der Transportstrecke zwischen Schneidstation
und Kopfanstauchstation ausgeglichen, und zwar folgendermaßen:
Das Positonieren der Stiftrohlinge (86) erfolgt durch die beiden Positonierwerkzeuge
(132 und 146) der Positioniereinrichtung (116), wobei das erste Werkzeug (132) seine
vier Arbeitsflächen (134 bis 140) für einen schrittweisen Vorschub aufweist. Das schrittweise
Positionieren erfolgt bei jedem Vorhub des Schlittens (12). Bei der Vorwärtsbewegung
des Schlittens (12), also beim Erzeugen eines jeden Drahtstiftkopfes (84), wird das
im Maschinengestell (36) geführte Positionierwerkzeug (132) über die Verbindungsstange
(110) und den Wipp-Hebel (106) zur Transporteinrichtung (96) hin bewegt, so daß der
zu diesem Zeitpunkt vor der ersten Arbeitsfläche (134) des Positonierwerkzeugs (132)
befindliche Stiftrohling (86) um einen bestimmten Betrag vorgeschoben wird. Wie bereits
erwähnt, steht bei diesem Vorgang die Transporteinrichtung (96) still. Während der
Schlitten (12) zurückläuft, wird der Antrieb kurzzeitig für ein Transportintervall
betätigt, so daß der zuvor von der Arbeitsfläche (134) des Werkzeugs (132) vorbewegte
Stiftrohling (86) sich nun vor der zweiten Arbeitsfläche (136) befindet und bei einem
erneuten Stauchvorgang um das gleiche Maß vorgeschoben wird. Das geschieht so oft,
bis der Stiftrohling (86) von der vierten Arbeitsfläche (140) des Positionierwerkzeugs
(132) in seine vorderste Lage verschoben wurde. In dieser Längslage wird der Stiftrohling
(86) schrittweise in Richtung Stauchstation weitertransportiert, bis er vor der Arbeitsfläche
(150) des zweiten Positionierwerkzeugs (146) zu liegen kommt. Ebenfalls von der Stauchbewegung
des Schlittens (12) aus abgeleitet, wird der Stiftrohling (86) von der Arbeitsfläche
(150) ggf. ein kurzes Stück zurückbewegt, wodurch die Längentoleranzen der Stiftrohlinge
ausgeglichen werden, so daß er seine endgültige Lage eingenommen hat, und er kommt
im Ausführungsbeispiel nach zwei Transportintervallen so zwischen den Klemmwerkzeugen
(76) zu liegen, daß genau ein so großes Drahtende aus den Klemmbacken (76) herausragt,
wie zur Formung des Drahtstiftkopfes (84) benötigt wird. Bei längeren Stiftrohlingen
(86) erfolgt deren Zurückbewegung durch das zweite Positionierwerkzeug (146) in zwei
Schritten, und zwar derart, daß die Stiftrohlinge zuerst von der Arbeitsfläche (148)
und daran anschließend von der Arbeitsfläche (150) in die endgültige Lage zurückbewegt
werden.
[0007] Es ist offensichtlich, daß auf die Positioniereinrichtung (116) gänzlich verzichtet
werden kann, wenn nur Stifte einer Längenordnung gefertigt werden sollen, oder aber,
wenn keine so hohe Stiftqualität verlangt wird. Die Schneideinrichtung wird dann so
angeordnet, daß die Stiftrohlinge (86) so in der Transporteinrichtung (96) zu liegen
kommen, daß gerade ein solches Drahtende aus den Klemmwerkzeugen (76) herausragt,
wie für die Kopferzeugung beim Stauchvorgang benötigt wird.
Schließen die Klemmbacken (76), dann halten sie den Stiftrohling (86) für den nun
folgenden Stauchvorgang zum Erzeugen des Stiftkopfes (84) fest. Hierzu wird die Pleuelstange
(18) vom (Kurzhub-) Kurbelzapfen (24) der Antriebswelle (28) in Bewegung gesetzt,
die dem Schlitten (12) eine hin- und hergehende Bewegung verleiht. Diese hin- und
hergehende Bewegung macht das, durch die Rückholfeder (60) nicht formschlüssig mit
dem Sechskant der Stellschraube (46) verbundene Stauchwerkzeug (54) mit, und erzeugt
bei jeder Vorwärtsbewegung einen Kopf (84) an dem Stiftrohling (86), wobei die Klemmwerkzeuge
(76) als Amboß dienen. Bei jeder Rückwärtsbewegung des Schlittens (12) entspannt sich
die Druckfeder (60) und sie drückt das Stauchwerkzeug (54) über den Anlaufring (62)
am Bund (56) des Stauchwerkzeugs (54) zurück, so daß dieses in dauernder kraftschlüssiger
Anlage an der Stellschraube (42) verbleibt. Die Höhe des Stauchdruckes (und damit
auch die Form des Drahtstiftkopfes) kann mittels der Stellschraube (42) durch mehr
oder weniger weites Eindrehen derselben in den Gewindeflansch (40) am Schlitten (12)
eingestellt werden.
Bei jedem Transportschritt wird ein fertiger Drahtstift (82) aus dem Werkzeugbereich
heraus weiter bewegt, während ein neuer Stiftrohling (86) zwischen die Werkzeuge (54
und 76) gelangt, worauf der Vorgang von neuem beginnt. Nach einigen Transportintervallen
fallen die fertigen Stifte (82) am Ende der Transportstrecke ohne zusätzlichen Ausstoßer
über eine Rutsche sicher aus, oder es können die geordnet ankommenden fertigen Stifte
zur Magazinierung oder sonstigen Weiterverarbeitung auch einzeln automatisch entnommen
und abgeführt werden.
[0008] Dadurch, daß das Stauchwerkzeug (54) in einer separaten Führung (48) angeordnet ist
und nicht mit dem Schlitten (12) formschlüssig verbunden ist, können das Stauchwerkzeug
(54) samt Führung (48) als Einheit durch einfaches Lösen der Muttern der Stehbolzen
(66) leicht abgenommen und ggf. ausgetauscht werden. Ferner können die Klemmwerkzeuge
(76) nach Entfernen dieser Einheit leicht zugänglich ausgewechselt werden.
Ein weiterer Vorteil dieser, außerhalb des Schlittens (12) buchsgeführten Stauchwerkzeuganordnung
ist deren lange Rundführung, die sich über einen relativ großen Teil der Werkzeuglänge
beidseitig erstreckt, wodurch für eine spielfreie und verkantungsfreie Lagerung des
Werkzeugs gesorgt ist.
Ferner muß der Stauchdruck nicht wie bisher vom Schlitten (12) und von dessen Führungsleisten
(32, 34) aufgenommen werden, die bei zu großem Verschleiß als Ganzes ausgewechselt
werden müssten. Bei der bekannten, nicht getrennten Anordnung von Schlitten und Stauchwerkzeug,
übertrug sich bei zunehmendem Verschleiß des Schlittens und der Führungsteile, d.h.
bei größer werdendem Führungsspiel die Ungenauigkeit auf das hergestellte Produkt,
so daß die Maschine dauernd überwacht werden mußte, um keinen Ausschuß zu produzieren.
Mit zunehmendem Führungsspiel wurde die Maschine immer lauter.
1. Staucheinrichtung zum Stauchen des einen Endes länglicher Werkstücke (86) wie Drahtstücke,
insbesondere zum Erzeugen von Köpfen an Nägeln; mit einem an einer Schlittenführung
(34) vor und zurück bewegbaren Stauchschlitten (12), der mit einem Stellglied (42)
zur Längenänderung des Stauchschlittens (12) versehen ist, und mit einem vom Stauchschlitten
(12) getrennten Stauchwerkzeug (54) mit eigener Längsführung (48/52, 58/50) parallel
zur Schlittenführung (34), wobei das Stauchwerkzeug (54) in Vorwärtsrichtung von einem
Teil (42) des Stauchschlittens (12) und in Rückwärtsrichtung von einer Druck-Schraubenfeder
(60) beaufschlagt wird, die sich hinten an einem Außenteil (56) des Stauchwerkzeuges
(54) und vorn an einem Lagergehäuse (48, 58) der Längsführung (48/52, 58/50) des Stauchwerkzeuges
(54) abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß das mit einem Außenbund (56) als Außenteil versehene zylindrische Stauchwerkzeug
(54) unter der Rückstellkraft der vorgespannten Druck-Schraubenfeder (60), die das
Stauchwerkzeug (54) aufnimmt und sich am Außenbund (56) abstützt sowie in dem als
Federgehäuse ausgebildeten Lagergehäuse (48, 58) angeordnet ist, an dem Stellglied
(42) als dem das Stauchwerkzeug (54) beaufschlagenden Teil des Kurzhube ausführenden
Stauchschlittens (12) dauernd kraftschlüssig anliegt, und daß mittels einer Transport
Einrichtung (96) die länglichen werkstücke (86) quer zur Stauchrichtung vor das Stauchwerkzeug
(54) heran- und von diesem wegführbar sind.
2. Staucheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lagergehäuse (48,
58) zwei kolineare Lagerbuchsen (50 und 52) zur Rundführung des runden Stauchwerkzeuges
(54) aufweist.
3. Staucheinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lagergehäuse
(48, 58) mittels einer Paßfeder (70) justiert an einem stationären Lagerbock (68)
lösbar befestigt ist.
4. Staucheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stellglied als Kopfschraube (42) ausgebildet ist.
5. Staucheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine zusätzliche
Positioniereinrichtung (116) zum Anordnen der mittels zweier Transportriemen (92 und
94) festgeklemmten Werkstücke (86) längs ihrer Achse; mit mindestens einem in sich
starren Positionierwerkzeug (132) zum Verschieben wenigstens eines Werkstückes (86)
in seiner Längsrichtung um eine vorbestimmte Strecke, wobei das Positionierwerkzeug
(132) zumindest eine parallel zur Längsrichtung der Werkstücke (86) bewegbare Arbeitsfläche
(134 oder 136 oder 138 oder 140) aufweist, die während ihres Arbeitshubes ein auf
dessen Strecke liegendes Werkstückende beaufschlagt und mitnimmt.
6. Staucheinrichtung nach Anspruch 5, daß das Positionierwerkzeug (132) und der Stauchschlitten
(12) mittels eines zweiarmigen Hebels (106), der an einem mit der Schlittenführung
(32, 34) fest verbundenen Lager (102) drehbar angeordnet ist, und mittels zweier Gelenkstangen
(120, 122, 124) für eine gegensinnige, gleichgerichtete, geradlinige Bewegung gekoppelt
sind.
7. Staucheinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Gelenkstangen (120,
122, 124) je ein Spannschloß (124) mit endseitigen Gelenklagern (120 und 122) vorgesehen
sind.
8. Staucheinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Positionierwerkzeug (146) in seiner Hubrichtung verstellbar am Stauchschlitten (12)
befestigt ist.
9. Verwendung einer Staucheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in einer drahtverarbeitenden
Maschine, insbesondere einer Vorrichtung zur Herstellung bearbeiteter Drahtstifte,
insbesondere Kopfnägel.
1. Upsetting equipment, for the upsetting of the one end of elongate workpieces (86)
such as pieces of wire, in particular for the production of heads at nails, with an
upsetting carriage (12), which is movable to and fro at a carriage guide (34) and
provided with a setting member (42) for varying the length of the upsetting carriage
(12), and with an upsetting tool (54) separate from the upsetting carriage (12) and
with its own longitudinal guide (48/52, 58/50) parallel to the carriage guide (34),
wherein the upsetting tool (54) is acted on in forward direction by a part (42) of
the upsetting carriage (12) and in rearward direction by a helical compression spring
(60), which bears at the rear against an outer part (56) of the upsetting tool (54)
and at the front against a bearing housing (48, 58) of the longitudinal guide (48/52,
58/50) of the upsetting tool (54), characterised thereby, that the cylindrical upsetting
tool (54) is provided with an external collar (56) as outer part and arranged under
the restoring force of the biassed helical compression spring (60), which receives
the upsetting tool (54) and bears against the external collar (56) as well as in the
bearing housing (48, 58), which is constructed as spring housing and against which
the setting member (42) permanently lies force-lockingly as that part of the upsetting
carriage (12) executing short strokes, which acts on the upsetting tool (54), and
that the elongate workpieces (86) can be conducted transversely to the upsetting direction
to in front of and away from the upsetting tool (54) by means of a transport equipment
(96).
2. Upsetting equipment according to claim 1, characterised thereby, that the bearing
housing (48, 58) comprises two colinear bearing bushes (50 and 52) for the circular
guidance of the round upsetting tool (54).
3. Upsetting equipment according to claim 1 or 2, characterised thereby, that the bearing
housing (48, 58) is detachably fastened at a stationary bearing block (68) adjusted
by means of a fitting key (70).
4. Upsetting equipment according to one of the claims 1 to 3, characterised thereby,
that the setting member is constructed as a headed screw (42).
5. Upsetting equipment according to one of the claims 1 to 4, characterised by an additional
positioning equipment (116) for arranging the workpieces (86), which are clamped fast
by means of two transport belts (92 and 94), along their axis, with at least one in
itself rigid positioning tool (132) for displacing at least one workpiece (86) through
a predetermined distance in its longitudinal direction, wherein the positioning tool
(132) has at least one operative surface (134 or 136 or 138 or 140), which is movable
parallelly to the longitudinal direction of the workpieces (86) and which during its
working stroke acts on and entrains a workpiece lying in its path.
6. Upsetting equipment according to claim 5, characterised thereby, that the positioning
tool (132) and the upsetting carriage (12) are coupled for a rectilinear movement
in the same direction and opposite sense by means of two link rods (120, 122, 124)
and a two-armed lever (106), which is arranged to be rotatable at a bearing (102)
firmly connected with the carriage guide (32, 34).
7. Upsetting equipment according to claim 6, characterised thereby, that a respective
tensioning shackle (124) with joint bearings (120 and 122) at the ends is provided
as each link rod (120, 122, 124).
8. Upsetting equipment according to one of the claims 5 to 7, characterised thereby,
that a positioning tool (146) is fastened at the upsetting carriage (12) to be adjustable
in its stroke direction.
9. Use of an upsetting equipment according to one of the claims 1 to 8 in a wire-processing
machine, in particular a device for the manufacture of treated wire pins, in particular
headed nails.
1. Dispositif de refoulement pour refouler l'une des extrémités de pièces allongées (86),
telles que pièces en fils métalliques, pour réaliser des têtes sur des clous, notamment,
avec un chariot de refoulement (12), qui peut être avancé et reculé sur une glissière
de chariot (34), et est muni d'un organe de réglage (42) pour le changement de longueur
du chariot (12), et avec un outil de refoulement (54), séparé du chariot de refoulement
(12) et muni d'une glissière longitudinale propre (48/52, 58/50), parallèle à la glissière
de chariot (34), l'outil de refoulement (54) étant sollicité, dans le sens avant,
par une partie (42) du chariot (12) et, dans le sens arrière, par un ressort hélicoïdal
de pression (60) qui s'appuie, à l'arrière, sur une partie externe (56) de l'outil
de refoulement (54) et, à l'avant, sur un corps de palier (48, 58) de la glissière
longitudinale (48/52, 58/50) de l'outil de refoulement (54), caractérisé en ce que
l'outil de refoulement cylindrique (54), muni d'un collet externe (56) comme partie
externe, s'applique continuellement par adhérence, sous l'effet de la force de rappel
du ressort hélicoïdal de pression (60) précontraint, qui reçoit l'outil de refoulement
(54), s'appuie sur le collet externe (56), et est disposé dans le corps de palier
(48, 58), réalisé sous forme de logement de ressort, sur l'organe de réglage (42),
en tant que partie, sollicitant l'outil (54), du chariot de refoulement (12) exécutant
de faibles courses, et en ce que les pièces allongées (86) sont amenées devant l'outil
de refoulement (54) et écartées de ce dernier, à la transversale du sens de refoulement,
au moyen d'un dispositif de transport (96).
2. Dispositif de refoulement suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le corps
de palier (48, 58) présente deux coussinets (50 et 52) colinéaires pour le guidage
circulaire de l'outil de refoulement (54) circulaire.
3. Dispositif de refoulement suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en
ce que le corps de palier (48, 58), ajusté au moyen d'une clavette (70), est fixé
sur un support (68) stationnaire.
4. Dispositif de refoulement suivant l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que l'organe de réglage est réalisé sous forme de vis à tête (42).
5. Dispositif de refoulement suivant l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé
par un dispositif de positionnement supplémentaire (116) pour disposer les pièces
(86), coincées au moyen de deux courroies de transport (92 et 94), le long de leur
axe, avec un outil de positionnement (132) au moins, rigide en soi, pour le déplacement
d'une pièce (86) au moins, dans le sens de sa longueur, sur une trajectoire prédéfinie,
l'outil de positionnement (132) présentant au moins une surface de travail (134 ou
136 ou 138 ou 140), mobile à la parallèle du sens longitudinal des pièces (86), et
qui sollicite et entraîne, pendant sa course, une extrémité de pièce située sur sa
trajectoire.
6. Dispositif de refoulement suivant la revendication 5, caractérisé en ce que l'outil
de positionnement (132) et le chariot de refoulement (12) sont accouplés pour un déplacement
linéaire, parallèle et en sens inverse, au moyen d'un levier à deux bras (106), monté
avec une possibilité de rotation sur un support (102), solidaire de la glissière de
chariot (32, 34), et au moyen de deux tiges articulées (120, 122, 124).
7. Dispositif de refoulement suivant la revendication 6, caractérisé en ce que chaque
tige articulée (120, 122, 124) est formée par un tendeur (124) avec deux paliers articulés
(120 et 122) côté extrême.
8. Dispositif de refoulement suivant l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé
en ce qu'un outil de positionnement (146) est fixé sur le chariot de refoulement (12),
avec une possibilité de déplacement dans le sens de sa course.
9. Application d'un dispositif de refoulement suivant l'une quelconque des revendications
1 à 8 dans une machine de travail de fils métalliques, en particulier dans un dispositif
de fabrication de pointes usinées, de clous notamment.

