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EP 0 407 754 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.09.1994 Patentblatt 1994/39 |
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Anmeldetag: 15.06.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H01H 13/70 |
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Tastensatz
Keyboard
Clavier
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT |
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Priorität: |
11.07.1989 DE 8908429 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.01.1991 Patentblatt 1991/03 |
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Patentinhaber: GRUNDIG E.M.V.
Elektro-Mechanische Versuchsanstalt
Max Grundig
holländ. Stiftung & Co. KG. |
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D-90762 Fürth (DE) |
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Erfinder: |
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- Krauss, Gerhard,
Grundig EMV,
Elektro-Mechanische
Kurgartenstrasse 37,
D-90762 Fürth (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 313 952 DE-A- 3 607 689 US-A- 4 163 883
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DE-A- 3 041 186 GB-A- 2 072 584
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Tastensatz zur Kontaktbetätigung eines elektronischen
Gerätes, insbesondere eines Videorecorders, wobei der Tastensatz aus mehreren Einzeltasten
besteht, die einstückig aus Kunststoff gefertigt und über einen Träger verbunden am
Gerätegehäuse oder am Gerätechassis befestigt sind, und die Tasten vorzugsweise über
einen Kontaktstössel auf einzelne in Reihe auf einer Druckplatte angeordnete Druckschalter
einwirken.
[0002] Es sind zahlreiche Tastensätze bekannt, die einen geschlossenen Aufbau aufweisen
und als kompletter Tastensatz auf ein Gerätechassis oder in ein Gerätegehäuse eingesetzt
sind. Diese Tastensätze sind zwar von universeller Verwendbarkeit, jedoch aufwendig
und bezüglich der Gestaltung der Tastenknopfform nicht ausreichend flexibel. Weiterhin
sind Tastensätze bekannt, deren Einzelteile erst während der Gerätemontage zu einem
Tastensatz zusammengesetzt werden. Hierbei übernimmt vorzugsweise das Gerätegehäuse
die Führung des Tastenknopfes.
[0003] Nachteilig ist bei einem derartigen Aufbau eines Tastensatzes, daß die Führung des
Tastknopfes aufwendig ist oder die Betätigung der einzelnen Tastenknöpfe eines Tastensatzes
einen unterschiedlichen Tastendruck erfordern.
[0004] Aus GB-A-2072584 ist eine Drucktastenanordnung bekannt, bei der mehrere einstückig
aus Kunststoff gespritzte Drucktasten eingesetzt werden. Die einzelnen Drucktasten
bestehen aus einem Tastenknopf und einem in der Verlängerung des Tastenknopfes sich
erstreckenden Kontaktstößel. Bei Niederdrücken der Drucktasten drückt das Ende der
Kontaktstößel auf Kontakte, die auf einer senkrecht zur Längsachse der Drucktasten
liegenden Leiterplatte angeordnet sind. Jede Drucktaste ist durch zwei Stege mit einem
Verbindungsträger verbunden, der Löcher zur Befestigung des gesamten Tastensatzes
an der Drucktastenanordnung oder dem Gehäuse aufweist. Beim Drücken einer Drucktaste
beschreibt diese einen kreisförmigen Weg und neigt sich somit zu ihrer Längsachse
im unbetätigten Zustand. Die Drucktasten müssen deshalb konisch ausgeführt werden,
da sonst während ihres Niederdrückens eine Berührung und eventuelle Reibung mit der
Tastenführung erfolgen kann. Bedingt durch die Konizität der Drucktasten ist die Führung
der Tasten im gedrückten Zustand nicht mehr einwandfrei gewährleistet.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen einfachen im Gerät aufgebauten Tastensatz
zu schaffen, der aus wenigen Teilen besteht und möglichst automatisch im Gerät zu
montieren ist, wobei die Tastenführung der einzelnen Tastenknöpfe weitgehend unabhängig
von der Führung durch den Tastenausschnitt im Gehäuse gewährleistet ist.
[0006] Zur Lösung der Aufgabe werden erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil des Ansprüchs
1 angegebenen Maßnahmen vorgeschlagen.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.
- Fig. 1
- ist eine Darstellung eines in einem Gerätegehäuse eingesetzten Tastensatzes, wobei
nur eine Taste gezeichnet ist,
- Fig. 2
- ist eine Draufsicht auf einen Kunststoffträger eines Tastensatzes, an den die einzelnen
Tasten angehängt sind.
[0008] Die vereinfacht dargestellte Zeichnung der Fig. 1 zeigt im wesentlichen einen Tastensatz
1 im Schnitt, der in einem Gehäuse 2 eines elektronischen Gerätes eingesetzt ist.
Der Tastensatz besteht hierbei aus mehreren aneinander gereihten Tasten, wobei in
der dargestellten Figur nur eine Taste 3 vergrößert gezeichnet ist. Die einzelne Taste
selbst weist einen Tastenknopf 4 auf, an den sich verlängernd ein Kontaktstössel 5
anschließt. Parallel zum Kontaktstössel ist eine kurze Führungsleiste 6 angebracht.
Jede Taste ist über einen unter ca. 45°-60° zur Tastenbetätigungslinie - im dargestellten
Beispiel ca. 55° - geneigten Steg 7 mit einem Träger 8 verbunden. Wesentlich ist hierbei,
daß der Steg 7 an beiden Anbindungsseiten aus Kunststoff mit allen übrigen Tastenteilen
einstückig gespritzte Filmscharniere 9 und 9′ aufweist. Über den Träger 8 ist die
Taste 3 mit dem Gehäuse 2 verbunden. Senkrecht zur Betätigungsrichtung der Taste 3
ist im Gehäuse 2 und von diesem gehalten, eine Druckplatte 10 eingesetzt. Auf der
Druckplatte ist in Reihe und jeweils einem Kontaktstössel zugeordnet, wenigstens ein
Druckschalter 11 aufgesetzt und mit der Druckplatte verlötet.
[0009] Wird nun die Taste 3 betätigt, so verleihen die Lage der Filmscharniere 9, 9′ der
Taste eine nahezu senkrechte Bewegung in Richtung des Druckschalters 11, und der Tastenknopf
kann sich gegenüber dem vorgesehenen Ausschnitt im Gehäuse 2 reibungsfrei bewegen.
[0010] Aus der Fig. 2 ist ferner zu ersehen, daß der einzelne Tastenknopf zur Unterscheidung
verschiedener Gerätefunktionen, die über den jeweiligen Tastenknopf betätigt werden
können, eine unterschiedliche Tastenbreite aufweisen kann. Weiterhin ist der Tastenknopf
vorzugsweise von zwei parallel angeordneten Stegen 7 mit dem Träger 8 verbunden.
1. Tastensatz zur Kontaktbetätigung eines elektronischen Gerätes, insbesondere eines
Videorecorders, wobei der Tastensatz aus mehreren Einzeltasten (3) besteht, die einstückig
aus Kunststoff gefertigt und über einen Träger (8) verbunden am Gerätegehäuse (2)
oder am Gerätechassis befestigt sind, und die Tasten vorzugsweise über einen Kontaktstössel
auf einzelne in Reihe auf einer Druckplatte (10) angeordnete Druckschalter (11) einwirken
und jede Taste (3) aus einem Tastenknopf (4), sowie einem in Verlängerung des Tastenknopfes
sich erstreckenden Kontaktstössel (5) besteht,
dadurch gekennzeichnet, daß eine im wesentlichen parallel zur Längsachse des Kontaktstössels (5) angeordnete
Führungsleiste (6) vorhanden ist und jede Taste über die Führungsleiste durch mindestens
einen unter ca. 45°-60° senkrecht zur Tastenbetätigungsrichtung angeordneten Steg
(7) mit dem Träger (8) verbunden ist, und daß der Steg an beiden Anbindungsseiten
ein aus Kunststoff mitgespritztes Filmscharnier (9,9`) aufweist.
2. Tastensatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dünne Bereich des Scharniers (9, 9′) an der Anbindungsstelle zwischen Steg
(7) und Führungsleiste (6) längsgestreckt zur Führungsleiste verläuft und der Scharnierbereich
zur Anbindungsstelle des Trägers in der Verlängerung zum Träger angeordnet.
3. Tastensatz nach dem Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel angeordnete Stege die Anbindung über die Filmscharniere zwischen
Führungsleiste und Träger übernehmen.
1. Key set for the contact actuation of an electronic appliance, in particular a video
recorder, in which the key set comprises a plurality of individual keys (3) which
are integrally made of plastic and are connected to the appliance housing (2) or to
the appliance chassis by means of a carrier (8), and the keys act on individual pressure
switches (11) disposed in a row on a printed circuit board (10) preferably by means
of a contact plunger and each key (3) comprises a keytop (4) and a contact plunger
(5) extending in line with the keytop, characterized in that a guide strip (6) disposed
essentially in parallel with the longitudinal axis of the contact plunger (5) is present
and each key is connected via the guide strip to the carrier (8) by at least one bridge
(7) disposed at approximately 45° - 60° to the direction of key actuation, and in
that the bridge has, at both attachment ends, a film-type hinge (9, 9′) concomitantly
moulded from plastic.
2. Key set according to Claim 1, characterized in that the thin region of the hinge (9,
9′) at the attachment point extends in longitudinally stretched form to the guide
strip between bridge (7) and guide strip (6) and the hinge region is disposed in line
with the carrier with respect to the attachment point of the carrier.
3. Key set according to Claims 1 and 2, characterized in that two bridges disposed in
parallel are responsible for the attachment by means of the film-type hinges between
guide strip and carrier.
1. Clavier servant à l'actionnement des contacts d'un appareil électronique, notamment
d'un enregistreur vidéo, ce clavier étant constitué de plusieurs boutons individuels
(3) qui sont réalisés d'une seule pièce en matière plastique et sont fixés sur le
boîtier (2) de l'appareil ou sur le châssis de l'appareil en étant réunis par l'intermédiaire
d'un support (8), tandis que les boutons agissent, de préférence par l'intermédiaire
d'un poussoir de contact, sur des interrupteurs à pression (11) individuels disposés
en rangée sur une plaquette à circuits imprimés (10), et que chaque bouton (3) est
constitué d'une tête de bouton (4) et d'un poussoir de contact (5) qui s'étend dans
le prolongement de la tête de bouton, caractérisé en ce qu'il est prévu une barrette
de guidage (6) disposée d'une manière pratiquement parallèle à l'axe longitudinal
du poussoir de contact (5) et chaque bouton est relié au support (8), par l'intermédiaire
de la barrette de guidage, au moyen d'au moins une barrette (7) disposée à environ
45 à 60° vis-à-vis de la direction d'actionnement du bouton et en ce que, sur ses
deux côtés de liaison, la barrette comporte une charnière (9, 9′) de très faible épaisseur
qui est venue d'une pièce par injection de matière plastique.
2. Clavier selon la revendication 1, caractérisé en ce que la zone mince de la charnière
(9, 9′) située à l'emplacement de liaison entre la barrette (7) et la barrette de
guidage (6) s'étend en longueur en direction de la barrette de guidage et la zone
de charnière tournée vers l'emplacement de liaison du support est disposée dans le
prolongement de ce support.
3. Clavier selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que deux nervures
à disposition parallèle remplissent la fonction de liaison par l'intermédiaire des
charnières de très faible épaisseur situées entre la barrette de guidage et le support.

