| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 408 537 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
16.03.1994 Patentblatt 1994/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.06.1990 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E05B 65/12 |
|
| (54) |
Einklemmschutz für Nebenschliesskanten bei Aussenschwingtüren
Mechanism for protection against pinching of secondary borderings on outside swing
doors
Mécanisme de protection contre le blocage pour arêtes auxiliaires sur des portes oscillantes
vers l'intérieur
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH DE FR LI NL |
| (30) |
Priorität: |
09.06.1989 AT 1432/89
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
16.01.1991 Patentblatt 1991/03 |
| (73) |
Patentinhaber: IFE Industrie-Einrichtungen
Fertigungs-Aktiengesellschaft |
|
A-3340 Waidhofen a.d. Ybbs (AT) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Fink, Martin
A-3340 Waidhofen a.d. Ybbs (AT)
|
| (74) |
Vertreter: Barger, Erich, Dipl.-Ing. et al |
|
Patentanwälte
Barger, Piso & Partner
Postfach 333 1011 Wien 1011 Wien (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CH-A- 616 202 DE-C- 3 628 555 US-A- 4 208 840
|
DE-A- 3 239 062 US-A- 4 104 761
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfinung betrifft eine Außenschwingtür, die mittels angetriebener Traglenker
und mindestens eines Führungslenkers nach Art eines Parallelogramms von der Öffnungsendlage
in die Schließendlage und zurückbewegbar ist, mit einem Einklemmschutz für Nebenschließkanten
bezüglich des Portales.
[0002] Eine derartige Außenschwingtüre ist aus der Praxis bekannt, eine druckschriftliche
Vorveröffentlichung ist der Anmelderin aber unbekannt. Bei dieser vorbekannten Bauart
wird am Portal eine elektrische Fühlerkante vorgesehen, die mit der Nebenschließkante
der Türe zusammenwirkt. Diese Bauart ist aufwendig und störanfällig.
[0003] Aus der DE-A-3/239/062 ist eine Außenschwingtüre bekannt, bei der zur Erleichterung
des Justierens des Türblattes im Bezug auf den Wagenkasten, in dem die Türe montiert
wird, ein Führungslenker vorgesehen wird, der seiner Länge nach einstellbar ist. Dazu
besteht dieser Lenker aus zwei zueinander verschieblichen Lenkerteilen, die in der
jeweils gewünschten Lage mit einem Sperrstück miteinander verbunden und durch ein
Sicherungsglied in dieser Lage fixiert werden. Ein Einklemmschutz wird in dieser Druckschrift
nicht erwähnt.
[0004] Die Erfindung zielt darauf ab, einen einfachen und sicheren Einklemmschutz für Nebenschließkanten
zu schaffen.
[0005] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß eine Außenschwingtür der oben angegebenen
Art die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angegebenen Merkmale aufweist.
[0006] In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer bespielsweisen Ausführungsform
dargestellt.
[0007] Fig. 1 und 2 zeigen eine doppelflügelige Außenschwingtür im Auf- und Grundriß,
Fig. 3 eine vergrößerte Draufsicht und die
Fig. 4 und 5 einen erfindungsgemäßen Führungslenker im teilweisen Längsschnitt und
im Querschnitt.
[0008] Die in Fig. 1 gezeigte Außenschwingtüre 1 weist zwei Flügeln 2 und 3 auf, die je
an zwei Tragarmen 4 schenkbar gelagert sind. Die Tragarme sitzen auf einer drehbaren
Türsäule 5, die mittels eines nicht dargestellten Antriebes um etwa 135° verschwenkbar
sind. Weiters ist jeder Türflügel mittels eines Führungslenkers 6 mit dem Türportal
gelenkig verbunden.
[0009] In Fig. 2 sind die beiden Endlagen der Türflügel 2 und 3 dargestellt.
[0010] Die Fig. 3 zeigt den Türflügel 3 in geschlossener Stellung. Die Offenlage dieses
Türflügels ist strichliert eingezeichnet. Sollte sich beim Schließen des Flügels zwischen
dem Portal 7 und der Nebenschließkante 8 ein Gegenstand befinden, so wird der Türflügel
3 um den Anlenkpunkt am Tragarm 4 verschwenkt und gelangt in die strichpunktierte
Lage. Hiebei muß sich der Führungslenker 6 von der Ausgangslänge L₁ auf die Länge
L₂ verkürzen.
[0011] In den Fig. 4 und 5 ist ein solcher erfindungsgemäßer Führungslenker 6 in größerem
Maßstab dargestellt. Er besteht aus einem Längsteil 9 und einem mit diesem verschiebbar
verbundenen zweiten Längsteil 10. Beide Längsteile sind je mit einem Gelenkauge 11,
12 versehen, mit denen der Führungslenker einerseits am Türblatt und anderseits am
Wagenkasten angelenkt ist. Der Längsteil 9 weist eine Schulter 13 auf und eine Verlängerung
14, die in einer Bohrung 15 des Schraubteiles 16 gleitet.
[0012] Der Längsteil 10 besteht aus einem Rohr 17, das mit dem Schraubteil 16 verschraubt
ist. Die gegenseitige Lage der Teile 16, 17 ist mittels einer Mutter 18 gesichert.
[0013] Auf diese Art ist die Länge des Längsteiles 10 einstellbar. Zwischen der Stirnfläche
19 des Schraubteiles 16 und der Schulter 13 ist eine Druckfeder 20 angeordnet. Der
Längsteil 10 gleitet mit seinem Rohr 17 auf dem Längsteil 9, so daß der Abstand der
Gelenkaugen 11, 12 entgegen der Kraft der Feder 20 verkleinert werden kann. Das Rohr
17 ist mit einem Langloch 21 versehen, das einen Querstift 22 aufnimmt, der den Längsteil
9 durchsetzt, wie dies die Fig. 5 zeigt.
[0014] Am Rohr 17 ist ferner ein elektrischer Endschalter 23 vorgesehen, dessen Fühler 24
am Stift 22 anliegt.
[0015] Wird nun ein Gegenstand auf Nebenschließkanten eingeklemmt, so wird wie oben beschrieben,
die Länge des Führungslenkers entgegen der Kraft der Feder 20 verkürzt, wobei der
Endschalter mit dem Rohr 17 über den Längsteil 9 gleitet. Hiebei wird der Fühler 24
vom Stift 22 angehoben und somit der Endschalter betätigt.
[0016] Die Länge des Längsschlitzes 21 bestimmt die maximale Verkürzung des Führungslenkers
um den Betrag ΔL Fig. 3. Der Endschalter kann auch pneumatischer Art sein. Er bewirkt
entweder die Kraftlosmachung des Antriebes, oder die Einleitung einer Öffnungsbewegung
des Türflügels.
[0017] Befindet sich der Türflügel 3 in seiner ordungsgemäßen Schließlage, Fig. 3, so wird
der Endschalter durch eine nicht dargestellte Einrichtung ausgeschaltet. Dadurch ist
es nicht möglich, daß durch Anheben des Türflügels in der Nebenschließkante der Endschalter
23 betätigt und der Türflügel zur Öffnung freigegeben wird.
1. Außenschwingtür (1), die mittels angetriebener Traglenker (4) und mindestens eines
Führungslenkers (6) nach Art eines Parallelogramms von der Öffnungsendlage in die
Schließendlage und zurück bewegbar ist, mit einem Einklemmschutz für Nebenschließkanten
(8) bezüglich des Portales (7), dadurch gekennzeichnet, daß jeder Führungslenker (6)
zwei aneinander geführte Längsteile (9, 10) aufweist, die zur Verkürzung der Lenkerlänge
entgegen der Kraft einer Feder (20) verschiebbar sind.
2. Außenschwingtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Längsteil (10)
einen elektrischen oder pneumatischen Endschalter (23) trägt und der andere Längsteil
(9) einen Anschlag für diesen Endschalter aufweist und daß der Endschalter (23) den
Antrieb auf energielos" schaltet.
3. Außenschwingtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Längsteil (10)
einen elektrischen oder pneumatischen Endschalter (23) trägt und der andere Längsteil
(9) einen Anschlag für diesen Endschalter aufweist und daß der Endschalter (23) den
Antrieb auf "Öffnen der Tür" schaltet.
1. An exterior swinging door (1) which can be moved from the open end position into the
closed end position and back by means of driven carrier links (4) and at least one
guide link (6) in the manner of a parallelogram, with jamming protection for adjacent
closing edges (8) with respect to the doorway (7), characterised in that each guide
link (6) has two longitudinal members (9, 10) guided along one another which are displaceable
against the force of a spring (20) so as to shorten the length of the links.
2. An exterior swinging door according to Claim 1, characterised in that one longitudinal
member (10) is provided with an electric or pneumatic limit switch (23) and the other
longitudinal member (9) has a stop member for this limit switch, and in that the limit
switch (23) switches the drive to "inoperative".
3. An exterior swinging door according to Claim 1, characterised in that one longitudinal
member (10) is provided with an electric or pneumatic limit switch (23) and the other
longitudinal member (9) has a stop member for this limit switch, and in that the limit
switch (23) switches the drive to "open the door".
1. Porte oscillante extérieure (1), qui, au moyen de bras oscillants porteurs (4) entraînés
et d'au moins un bras oscillant de guidage (6), peut être déplacée à la manière d'un
parallélogramme, de la position extrême d'ouverture vers la position extrême de fermeture
et inversement, et qui comporte un système de protection contre le coincement par
rapport au portique (7), pour les bords latéraux de fermeture (8), caractérisée en
ce que chaque bras oscillant de guidage (6) comprend deux parties en long (9, 10)
guidées l'une sur l'autre, et qui, en vue du raccourcissement de la longueur du bras
oscillant, peuvent coulisser à l'encontre de la force d'un ressort (20).
2. Porte oscillante extérieure selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une partie
en long (10) porte un commutateur de fin de course (23) électrique ou pneumatique,
et l'autre partie en long (9) comporte une butée pour ce commutateur de fin de course,
et en ce que le commutateur de fin de course (23) commute le mécanisme d'entraînement
sur "hors d'énergie".
3. Porte oscillante extérieure selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une partie
en long (10) porte un commutateur de fin de course (23) électrique ou pneumatique,
et l'autre partie en long (9) comporte une butée pour ce commutateur de fin de course,
et en ce que le commutateur de fin de course (23) commute le mécanisme d'entraînement
sur "ouverture de la porte".