| (19) |
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(11) |
EP 0 408 704 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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15.07.1998 Patentblatt 1998/29 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.06.1993 Patentblatt 1993/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.01.1990 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT9000/002 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9007/387 (12.07.1990 Gazette 1990/16) |
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| (54) |
ANORDNUNG ZUM AUFTRAGEN VON SUBSTANZEN AUF BAHNFÖRMIGES MATERIAL
ARRANGEMENT FOR APPLYING SUBSTANCES TO A WEB OF MATERIAL
INSTALLATION D'APPLICATION DE SUBSTANCES SUR UNE BANDE DE MATERIAU
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
09.01.1989 AT 33/89 08.09.1989 AT 2112/89
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.01.1991 Patentblatt 1991/04 |
| (73) |
Patentinhaber: Zimmer, Johannes |
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A-9020 Klagenfurt (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Zimmer, Johannes
A-9020 Klagenfurt (AT)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Wenzel & Kalkoff |
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Postfach 73 04 66 22124 Hamburg 22124 Hamburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 311 728 DE-A- 3 416 029
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DE-A- 2 437 006 NL-A- 155 759
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- Melliand Textilberichte 68 (1987) Seiten 351-352
- Prospekt "KOMBI-RAKEL", Johannes Zimmer, 1975
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Auftragen von Substanzen auf bahnförmiges
Material (Auftragungsfläche), umfassend eine mittels eines Arbeitsmagneten magnetisch
an die Auftragungsfläche oder eine Schablone anpreßbare Rakel und eine im festen,
insbesondere einstellbaren Abstand gegenüber der Auftragungsfläche angeordnete Profilleiste
mit einer der Auftragungsfläche zugewandten Unterfläche und mindestens einer quer
zur Unterfläche sowie quer zur Auftragungsfläche sich erstreckenden Seitenfläche,
wobei in der Profilleiste mindestens ein Haltemagnet angeordnet ist, mit dem die Rakel
bei verminderter Anzugskraft des Arbeitsmagneten von der Auftragungsfläche bzw. Schablone
abgehoben und mittels einer dem Haltemagneten zugeordneten Anpreßfläche an der Profilleiste
festgehalten wird.
Es ist bereits bekannt, gegenüber einer Rakelrolle einen Magnettisch oder eine Magnetwalze
anzuordnen, der bzw. die die aus magnetisierbarem Material bestehende Rollrakel an
die Warenbahn bzw. eine Schablone anpreßt und bei Weiterbewegung der Schablone bzw.
der Warenbahn ein vor der Rollrakel liegendes Material in die Warenbahn einbringt.
Um ein Auswandern der Rollrakel zu verhindern, hat man auch bereits vorgeschlagen,
hinter der Rollrakel eine Stützleiste anzuordnen (siehe Melliand Textilberichte 68
(1987) Seiten 351-352, insbesondere Bild 4a bzw. EP-A- 0 297 528); dies ist insbesondere
bei Rollrakeln mit kleinem Durchmesser von Interesse, da dadurch verhindert werden
kann, daß die aufzutragende Substanz über den oberen Bereich der Rollrakel fließt
und so auch hinter der Rollrakel zur Warenbahn gelangt. Bei einer anderen Ausführungsform
wird eine sogenannte Farbstauleiste, in Bewegungsrichtung der Warenbahn gesehen, vor
der Rollrakel angeordnet und diese Farbstauleiste beeinflußt je nach Dimension und
Ortslage, d.h. Entfernung zur Auftragungsebene, den Auftragungsvorgang.
Ein Nachteil dieses Standes der Technik liegt darin, daß bei einer Betriebsunterbrechung
das Rakelelement und die Profilleiste getrennt gehandhabt werden müssen, was einen
größeren Arbeitsaufwand erfordert und daß bei Verwendung von Rakelrollen, bei denen
das Verhältnis zwischen Durchmesser und Länge sehr groß ist, die Gefahr besteht, daß
die Rakelrollen verbogen werden und dann nicht mehr einsetzbar sind. Je kleiner der
Durchmesser und je größer die Länge, d.h. also bei großen Arbeitsbreiten, desto größer
ist die Gefahr der Verbiegung und desto vorsichtiger müssen daher die Rakelrollen
behandelt werden.
[0002] Aus DE-A-24 37 006 ist eine gattungsgemäße Einrichtung bekannt. An der Unterseite
einer Farbstauleiste, die im Rakelbetrieb von einer Rollrakel beabstandet sein muß,
sind Magneten angeordnet. Um die Rollrakel zur Reinigung bzw. zum Ausbau gestützt
zu halten, muß die Leistenunterseite durch Absenken in Kontakt mit der Rollrakel gebracht
und anschließend gemeinsam mit letzterer gehoben werden. - Bei einer anderen bekannten
Einrichtung (Faltblatt "Kombi-Rakel", Johannes Zimmer, 1975, Rückseite - Die Kombi-Rakel
MRS II-G) ist zwischen einer Rollrakel und einem Schwenkprofil ein Abstand vorgesehen,
um das Schwenkprofil über der Rakel frei verschwenken zu können. Bei Produktionsunterbrechung
muß das Schwenkprofil mit einer außen längsseitig daran angebrachten Haftmagnetleiste
aus der Arbeitsposition verschwenkt werden, damit die Rollrakel an die Magnetpole
aufweisende Unterseite der Haftmagnetleiste springen kann. Dabei ist die Rakel zeitweilig
ungestützt, und es ist eine besondere Koordination der Positionierung, der Schwenkprofilbewegung
und des Abschaltens des Arbeitsmagnetens erforderlich.
[0003] Mit der Erfindung soll eine die Nachteile des Standes der Technik beseitigende Anordnung
geschaffen werden, bei der die Rakel und die Profilleiste nicht nur zur Reinigung
als Einheit handhabbar sind, sondern auch während des Rakelbetriebs eine Funktionseinheit
bilden, wobei zudem die Gefahr der Verbiegung von Rakelrollen mit kleinem Durchmesser
weitgehendst vermieden sein soll.
[0004] Die erfindungsgemäßen Ziele werden in Verbindung mit den Merkmalen der eingangs genannten
Anordnung dadurch erreicht, daß die Rakel oder ein sie haltendes Element in an die
Auftragungsfläche bzw. an die Schablone angepreßter Rakel-Arbeitsstellung an einer
die Anpreßfläche bildenden Profilleisten-Seitenflächen anliegt und daß jeder Haltemagnet
im Abstand vom unteren Ende der Profilleiste in diese derart eingefügt ist, daß er
die Rakel bei Abschalten des Arbeitsmagneten unter Anpressung an die Profilleisten-Seitenfläche
sowie unter Gleit- oder Rollanlage an dieser von der Auftragungsfläche bzw. der Schablone
abhebt, dabei an der Profilleisten-Seitenfläche festhält und in eine an der Profilleisten-Seitenfläche
anliegende Ruhestellung bringt.
[0005] Durch die Erfindung ist es möglich geworden, Rakelelement und Profilleiste als Funktionseinheit
zu handhaben. Es ist ferner nicht mehr erforderlich, bei einer Produktionsunterbrechung
entweder die Schablonenbewegung zu unterbrechen, oder aber die Rakelelemente aus den
Schablonen zu entfernen, sondern dadurch, daß das Rakelelement bei Produktionsunterbrechung
gehoben wird, können die Schablonen weitergedreht werden, ohne daß dies nachteilige
Folgen hätte. Außerdem tritt eine Selbstpositionierung der Profilleiste und damit
des Rakelelementes ein und es ist nun möglich, die verschiedensten Arten von Rakelelementen
einzusetzen und auch wahlweise mit Rollrakeln der verschiedensten Durchmesser zu arbeiten.
[0006] Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Die Fig. 1 und 2 zeigen
zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Einrichtung. Fig. 3 zeigt ein Detail,
insbesondere zur Ausführungsform nach Fig. 1. Fig. 4 und 5 bis 8 sind weitere Ausführungsformen
der Erfindung, desgleichen die Fig. 9 und 10.
[0007] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Einrichtung 1 in einfachster Bauform. Über einem
ebenen Magnettisch, über den in Bewegungsrichtung 3 eine Warenbahn 4 geführt wird,
ist eine Profilleiste 6 schwenkbar angeordnet. Im Abstand vom unteren Ende der Profilleiste
6 ist eine Haftmagnetleiste 7 oder es sind gegebenenfalls mehrere in Reihe angeordnete
Haftmagneten eingesetzt. Vorzugsweise sind die Haftmagnetleiste 7 oder die Reihe von
Haftmagneten vollständig vom Material der Profilleiste 6 umgeben. Die Profilleiste
6 ist an einem als Materialzuführung ausgebildeten Rohr 10 befestigt und die Verschwenkung
kann um die Achse 12 des Rohres erfolgen. Wie man aus der Zeichnung erkennen kann,
endet die Profilleiste 6 vor einer Schablone 5 bzw. im Abstand zur Warenbahn 4. Zusätzlich
zu der Verschwenkbarkeit kann auch eine Höheneinstellbarkeit gegeben sein, um eine
Anpassung an verschiedene Materialdicken oder Rollendurchmesser zu gewährleisten.
An der in Bewegungsrichtung vorderen Fläche 8 der Profilleiste 6 liegt eine Rollrakel
9, die im Betriebszustand von dem Arbeitsmagneten 2 an die Schablone 5 bzw. an die
Warenbahn 4 angepreßt wird. Wird der Arbeitsmagnet 2 im Magnettisch abgeschaltet,
so tritt die Haftmagnetleiste 7 in Funktion und die Rollrakel 9 wird von der Schablone
5 bzw. Warenbahn 4 abgehoben und in diesem abgehobenen Zustand von der Haftmagnetleiste
7 an der Fläche 8 gehalten, d.h., die Rakelrolle 9 ist sowohl im Betriebszustand (volle
Linien) als auch im ausgeschalteten Zustand (strichliert gezeichnet) an die Fläche
8 angepreßt, und zwar unabhängig wie groß der Durchmesser der Rollrakel ist, so daß
dieser Durchmesser bis hinab zu 3 mm gewählt werden kann. Je kleiner der Durchmesser
bzw. geringer das Gewicht, umso fester und sicherer wird das Rakelelement 9 gehalten,
und zwar auch beim Waschen des Gerätes. Zusätzlich ist in Fig. 1 auch auf der in Bewegungsrichtung
3 rückwärtigen Seite 11 ein Rakelelement 13 vorgesehen, so daß die Einrichtung auch
als Stau- oder Dichtleitste verwendet werden kann. Dadurch daß die Profilleiste 6
verschwenkbar ist, kann während des Betriebstzustandes der Substanzstauwinkel vor
der Rakelrolle 9 und damit das Auftragsergebnis verändert werden.
[0008] Zusätzlich ist es möglich, wie dies in Fig. 2 gezeigt, ist, gleichzeitig an der vorderen
Fläche 8 als auch an der rückwärtigen Fläche 11 je eine Rakelrolle 9 bzw. 13 vorzusehen.
Durch geringfügige Verschwenkung kann entweder die Rollrakel 9 oder aber die Rollrakel
13 über die Mitte des Magnettisches gebracht werden und in Betriebszustand an die
Schablone 5 bzw. Warenbahn 4 angepreßt werden. Das nicht eingesetzte Rakelelement
9 bzw. 13 wird durch die Haftmagnetleiste 7 von der Schablone 5 bzw. der Warenbahn
4 abgehoben und in diesem abgehoben Zustand gehalten. Zusätzlich ist in die Profilleiste
6 noch eine Breitenverteilungseinrichtung 15 eingearbeitet, d.h. Kanäle, die sich
verzweigen und deren Durchmesser immer geringer wird, wobei dann die Substanz über
den Austritt 14 in den Bereich vor der Profilleiste 6 kommt. Wird ein Rakelelement
13 an der rückwärtigen Seite 11 der Profilleiste 6 verwendet, so kann zusätzlich noch
eine Anschlagshalterung 16 vorhanden sein, wie dies Fig. 3 näher zeigt. Um ein besseres
Anliegen bzw. Aufrollen des Rakelelementes 13 zu erreichen, ist der Endteil der Profilleiste
6 als Nase 17 ausgebildet und mit einer Rundung versehen.
[0009] Es ist in diesem Ausführungsbeispiel (Fig.2) möglich, die mit der Rolle 9 aufgetragene
Substanz mit der Rolle 13 nochmals zusätzlich einzupressen, oder, falls die Rolle
13 als Streichstab ähnlich Fig.4 oder 8 ausgebildet ist, zu verstreichen.
[0010] Die Fig.4 zeigt eine weitere vorteilhafte Anordnung, die durch die vorliegende Erfindung
ermöglicht wird. Es ist nämlich durch die Erfindung möglich, auch nichtdrehende, runde
und/oder andersartig profilierte, verbiegungsempfindliche Rakelelemente zu verwenden,
was der Auftragungstechnik neue Möglichkeiten erschließt. Nach dem bisherigen Stand
der Technik war es unmöglich, Streichstäbe lose einzulegen und zu verwenden. Wie man
aus der Fig.4 erkennen kann, ist an der Profilleiste 6 ein Träger 18 befestigt. Diese
Befestigung kann mechanisch, z.B. durch eine Schraube oder aber auch durch den Haftmagneten
7 erfolgen.In den Träger 18 ist ein Stab 19 eingesetzt, der das eigentliche Rakelelement
9 drehfest, aber in vertikaler Richtung beweglich trägt. Im Betriebszustand wird das
aus magnetisierbarem Material bestehende Rakelelement nach unten gezogen und an die
Warenbahn 4 bzw. die Schablone 5 angepreßt. Bei ausgeschaltetern Betrieb hebt die
Haftmagnetleiste das Rakelelement 9 in die strichlierte, d.h. abgehobene,Stellung.
[0011] Das drehbehinderte Stillsetzen von Rundstäben ist eine erfinderische Maßnahme, die
einen überraschenden Effekt bewirkt. Das Stillsetzen der Rolle, d.h. also die funktionelle
Umwandlung einer Rollrakel in einen Streichrundstab, hat je nach Substanz eine meßbare
Veränderung der Auftragungsmenge zur Folge, so daß die technologisch hochwertige Rollrakelauftragungstechnik
dadurch noch flexibler und variationsreicher in der Anwendbarkeit wird, ohne daß hiefür
ein nennenswerter Kostenaufwand entsteht. Es ist selbstverständlich auch möglich,
das Rakelelement als Streichstab auszubilden, der an der Fläche 8 gleitend gehoben
und gesenkt wird. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen runden Profilstab mit vorzugsweise
sehr geringem Durchmesser drehfest mit einem Profilstab rechteckigen Querschnittes
zu verbinden, der in einer Halterung lose angeordnet und gegen Abkippen gesichert
ist.
[0012] Fig.5 zeigt eine weitere Ausführungsform.Hier ist an der Profilleiste 6 noch ein
Profilkörper 20 angebracht. Dieser trägt eine Rakelklinge 21, die an die Schablone
5 bzw. die Warenbahn 4 gepreßt wird. Ferner ist in dem Profilkörper 20 eine Kehlung
22 vorhanden, die den Aufnahmeraum für eine Rakelrolle 9 bildet. In diesen Raum wird
die Substanz über Durchbrüche 23 eingebracht. Durch die Rakelklinge 21 aus Stahl oder
Kunststoff kann die Auftragsmenge und - qualität gesteuert werden. Diese Einrichtung
ist besonders für dünnflüssige Substanzen und für geringe Mengen vorteilhaft. Durch
Wahl des Durchmessers der Rollrakel 9 kann man den wirksamen Austrittsschlitz für
die Substanz zur Schablone 5 bzw. zur Warenbahn 4 einstellen. Der Austrittsschlitz
ist mit 24 bezeichnet.
[0013] Eine weitere Ausführungsform ist in Fig.6 dargestellt. Hier sind zwei Haftmagnetleisten
bzw. Reihen von Haftmagneten 7 und 25 vorhanden. Durch die Wahl einer zweiten Reihe
von Haftmagneten oder einer zweiten Haftmagnetleiste 25 kann in einer Kehlung 26 auch
auf der rückwärtigen Seite 11 der Profilleiste 6 ein Rakelelement 13 gehalten werden.
Bei diesem Ausführungsbeispiel können die einzelnen Haftmagnete schmäler als bei den
Ausführungsformen der Fig.1 und 2 gemacht werden und damit näher an den entsprechenden
Anliegeflächen 8 bzw. 11 vorgesehen werden. Dadurch kommen die Magnete besser zur
Wirkung. Ferner ist es möglich, die Anliegeflächen im Anliegebereich des Rakelelementes
9 bzw. 13 auch gewölbt auszubilden. Bei dieser Ausführungsform ist neben der Hauptzufuhr
27 noch ein Breitenverteilungsrohr 28 vorhanden, das mittig angespeist wird und die
Substanz über die Austritte 14 abgibt. Bei einem Ausbau wird die Profilleiste um 180°
verschwenkt, so daß dann Substanzreste in die Rinne 29 abfließen können.
[0014] Fig.7 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung. Hier ist in die Profilleiste
6 eine Ausnehmung 31 eingearbeitet, in der sich ebenfalls eine Rakel 13 befindet.
Der Haltemagnet 7 zwischen der Ausnehmung 31 und der vorderen Fläche 8 bewirkt, daß
sowohl die Rakel an der Fläche 8 als auch die Rakel in der Ausnehmung 31 beim Abschalten
des Arbeitsmagneten an die jeweils benachbarte Fläche angepreßt und von der Schablone
5 bzw. der Warenbahn 4 abgehoben wird. Die Ausnehmung 31 kann auch gleitlagerähnlich
ausgebildet sein. Zusätzlich kann oberhalb der Ausnehmung 31 noch ein zweiter Haftmagnet
vorhanden sein, der dann noch zusätzlich auf die Rakel 13 einwirkt. Auch hier ist
es selbstverständlich möglich, wenn zwei Rakeln vorhanden sind; nämlich 9 und 13,
jeweils eine dieser Rakeln in Ruhestellung zu bringen, was durch Verschwenken oder
Verschieben der Profilleiste 6 erfolgen kann. Selbstverständlich ist es auch hier
möglich, eine Rollenfixierung vorzunehmen, so daß dann ein Streichrundstab vorhanden
ist. Auch das Einsetzen von Profilstäben mit sonstigen Profilen oder einer Streichklinge
ist möglich.
[0015] Fig.8 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Profilleiste 6 mit einer Zusatzleiste
33 versehen ist, die an ihrem unteren Ende eine Klinge 34 trägt und so einen Farbraum
32 begrenzt. In dem Farbraum ist eine drehfixierte Rundstabrakel 35 vorgesehen.
[0016] Wenn das Rakelelement z.B. die Rakelrolle 13 an der rückwärtigen Fläche 11 der Profilleiste
6 anliegt, kann die untere Fläche 36 der Profilleiste 6 als Staufläche eingesetzt
werden. Dies ist insbesondere in Fig.3 deutlich zu sehen. Auf das in dem Raum zwischen
der Staufläche 36 und der Schablone 5 bzw. der Warenbahn 4 befindliche aufzutragende
Material wird durch diese Staufläche ein Druck ausgeübt, der den Auftragungsvorgang
unterstützt. Die Wirkung der Staufläche 36 wird umso stärker, je näher die Profilleiste
6 gegenüber der Auftragungsfläche bzw.Schablone angestellt wird. Durch die Verschwenkbarkeit
der Profilleiste 6 kann während des Betriebszustandes der Substanzstauwinkel vor dem
Rakelelement, d.h. die Fläche 36 und damit das Auftragsergebnis,verändert werden,
da durch diesen Substanzstauwinkel der auf das Material ausgeübte Druck gesteuert
werden kann und somit die pro Flächeneinheit aufgetragene Materialmenge kontrolliert
werden kann.
[0017] Da es nach der Erfindung möglich ist, je nach Schwenkposition der Profilleiste 6
mit dem vorderen Rakelelement 9,das an der Fläche 8 anliegt, oder mit dem Rakelelement
13, das an der Fläche 11 anliegt, zu arbeiten, ergibt sich der große Vorteil, daß
man im ersteren Falle das Material sparsam auftragen und im letzteren Falle reichlich
auftragen kann. Man erhält so durch die Erfindung in einfacher Weise eine Vielzahl
von Möglichkeiten, den Auftragungsvorgang willkürlich zu beeinflussen, und zwar einerseits
dadurch, daß man die Profilleiste 6 sowohl als Halteleiste für ein Rakelelement als
auch als Stau- und Dichtleiste einsetzen kann, und andererseits mit der Profilleiste
in einfacher Weise die verschiedenartigsten Rakelelemente eingesetzt werden können,
wobei die Verwendung der Profilleiste 6 als Stauleiste in einfacher Weise durch Änderung
des Stauwinkels bzw. des Abstandes der Profilleiste zur Schablone 5 und Auftragungsfläche
die Auftragungsmenge noch weiter gesteuert werden kann.
[0018] Die Rakel kann in den Ausführungsformen gemäß den Fig. 3, 5, 7, 8, 9 und 10 an einer
der beiden Innenwandungen der in der Profilleiste 6 eingearbeiteten Ausnehmung im
Betriebszustand abdichtend anliegen, so daß das Durchdringen von Auftragungssubstanz
aus dem, in Bewegungsrichtung 3 gesehen, vor dem Rakelelement befindlichen Auftragungsbereich,
an dessen Ende das Rakelelement anliegt, nicht in den hinter dem Rakelelement 9, 13,
20 und 35 befindlichen Bereich der Auftragungsfläche gelangen kann.
[0019] Wenn man das Magnetfeld im Magnettisch breit macht, so kann der Magnet 2 im Magnettisch
auf die Rakelelemente 9 und 13 zu beiden Seiten der Profilleiste 6 einwirken und es
besteht dann die Möglichkeit, die Rakelelemente 9 und 13 zu beiden Seiten der Profilleiste
6 in Arbeits- oder Ruhestellung zu halten.
[0020] Die Erfindung hat neben den Vorteilen, verschiedene Arten von Rakeln einzusetzen,
auch noch den Vorteil, daß durch das Heben der Rakel bei Produktionsunterbrechung
die Schablonen weitergedreht werden können, außerdem tritt eine Selbstpositionierung
der Profilleiste 6 und damit der Rakel ein. Man kann wahlweise mit Rollrakeln der
verschiedensten Durchmesser arbeiten und die Reinigung und Handhabung erfolgt praktisch
wie bei einem "einteiligen" Gerät.
[0021] In Fig. 9 ist eine Streichrakelprofilleiste 201 dargestellt, die mit einer biegeelastischen
und somit je nach Rakelanpreßkraft verformbaren Streichkante 34 versehen ist. In die
Leiste 43 ist die permanentmagnetische Leiste 7 oder, dieser funktionsgleich, eine
Reihe nebeneinanderliegend angeordneter Haftmagnete eingesetzt, so daß die Leiste
201 außerhalb des Betriebszustandes an der Fläche 50 magnetisch angeheftet ist.
[0022] Die Fig. 10 zeigt eine weitere Ausführungsmöglichkeit. In dem schmalen Bewegungsfreiraum
52 ist eine Rakelrolle kleinen Durchmessers eingelegt, die - mit 9 gekennzeichnet
- den Auftragungs-Betriebszustand und - mit 9' bezeichnet - die von der Auftragungsebene
bzw. Schablone gelöste magnetisch angeheftete Position zeigt. Mit 7' ist die Haftmagnet-Anordnung
dargestellt.
1. Anordnung zum Auftragen von Substanzen auf bahnförmiges Material (4) (Auftragungsfläche),
umfassend eine mittels eines Arbeitsmagneten (2) magnetisch an die Auftragungsfläche
oder eine Schablone (5) anpreßbare Rakel (9, 13) und eine im festen, insbesondere
einstellbaren Abstand gegenüber der Auftragungsfläche (4) angeordnete Profilleiste
(6) mit einer der Auftragungsfläche (4) zugewandten Unterfläche (36) und mindestens
einer quer zur Unterfläche (36) sowie quer zur Auftragungsfläche (4) sich erstreckenden
Seitenfläche (8, 11, 26, 50), wobei in der Profilleiste (6) mindestens ein Haltemagnet
(7, 25) angeordnet ist, mit dem die Rakel (9, 13) bei abgeschaltetem Arbeitsmagneten
(2) von der Auftragungsfläche (4) bzw. Schablone (5) abgehoben und mittels einer dem
Haltemagneten (7, 25) zugeordneten Anpreßfläche an der Profilleiste (6) festgehalten
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Rakel (9, 13) in an die Auftragungsfläche (4) bzw. an die Schablone (5) angepreßter
Rakel-Arbeitsstellung an einer die Anpreßfläche bildenden Profilleisten-Seitenfläche
(8, 11, 26, 50) anliegt und daß jeder Haltemagnet (7, 25) im Abstand vom unteren Ende
der Profilleiste (6) in diese derart eingefügt ist, daß er die Rakel (9, 13) bei Abschalten
des Arbeitsmagneten (2) unter Anpressung an die Profilleisten-Seitenfläche (8, 11,
26, 50) sowie unter Gleit- oder Rollanlage an dieser von der Auftragungsfläche (4)
bzw. der Schablone (5) abhebt, dabei an der Profilleisten-Seitenfläche (8, 11, 26,
50) festhält und in eine an der Profilleisten-Seitenfläche anliegende Ruhestellung
bringt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltemagnet (7) in der Profilleiste (6) ein Permanentmagnet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, daß die Rakel (9, 13) eine Rolle, ein Rundstab oder ein Profilstab (201) mit z.B.
rechteckigem Querschnitt und einer Rakelprofilkante (21) ist.
4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Profilleisten-Seitenflächen gebildete Anlagefläche der Profilleiste
(6) vorzugsweise in dem Bereich, in welche die Rakel (9, 13) in Arbeitsstellung an
der Profilleiste (6) anliegt, Rillen aufweist, die senkrecht oder schräg in bezug
auf die Achse der Rakel (9, 13) verlaufen.
5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rakel eine Rollrakel ist, deren Oberfläche strukturiert ist.
6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste (6) um eine Achse, die parallel zur Achse der Rakel (9, 13)
bzw. zur Rakelprofilkante (21) des Profilstabs (201) ist, verschwenkbar ist.
7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Profilleiste (6) eine Ausnehmung (31) vorgesehen ist oder die Profilleiste
eine käfigartige Halterung (16) aufweist, worin eine Rakel (9, 13) angeordnet ist.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste (6) an ihrer rückwärtigen Seitenfläche eine käfigartige Halterung
(16) trägt, in der eine Rakel (9, 13) vorgesehen ist.
9. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Ausnehmung (31) zumindest ein weiterer Magnet angeordnet ist.
10. Anordnung nach Anspruch 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (31) nach Art eines Gleitlagers ausgebildet ist und einen Teil
der Oberfläche einer die Rakel bildenden Rakelrolle (9, 13) umgreift.
11. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rakel als Rolle (9, 35) ausgebildet und durch eine Verstiftung gegen Verdrehung
gesichert ist (Fig. 4, 8).
12. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine als Farbraum dienende Ausnehmung (32) vor der Profilleiste (6) durch eine
Zusatzleiste (33) begrenzt ist.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 7, 9, 10 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (31, 22) mehr als die Hälfte der Umfangsfläche einer Rakel-Rolle
oder eines Rakel-Rundstabes größeren Durchmessers umgreift, wohingegen Rakeln bildende
Rollen bzw. Streichrakelelemente geringeren Durchmessers als die Ausnehmungs-Schlitzbreite
nur durch einen oder mehrere Haltemagnete (7) gehalten werden.
14. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mittels Arbeitsmagnet (2) und Haltemagnet (7) die Rakel in Arbeitsfunktion an
zwei Flächen magnetisch anliegend gehalten ist.
15. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch Verschwenken der Profilleiste (6) die Rakel (9) an der einen Seitenfläche
(8) der Profilleiste (6) oder eine Rakel (13) an der gegenüberliegenden Seitenfläche
(11) der Profilleiste (6) in Arbeits- bzw. Ruhestellung bringbar ist.
16. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsmagnet (2) bzw. das hierdurch erzeugte Magnetfeld so breit ist, um
zwei voneinander distanzierte Rakelrollen (9, 13) gleichzeitig anziehen zu können
(Fig. 2).
17. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste (6), allenfalls mit daran befestigten Zusatzprofilleisten (20,
33), mit einer nutförmigen Ausnehmung (22, 32, 52) ausgebildet ist, in welcher das
Rakelelement (9, 13, 201, 35) eingelegt bzw. eingesetzt ist.
18. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste (6) über einen Querträger (10) höheneinstellbar, d.h. ortslageveränderbar
gegenüber der Auftragungsebene gelagert ist.
19. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement (9, 13, 35, 201) an einer der beiden Innenwandungen einer in
die Profilleiste (6) eingearbeiteten Ausnehmung (22, 32, 52) im Betriebszustand abdichtend
anliegt, so daß das Durchdringen von Auftragssubstanz aus dem, in Bewegungsrichtung
(3) gesehen, vor dem Rakelelement befindlichen Auftragungsbereich, an dessem Ende
das Rakelelement anliegt, nicht in den hinter dem Rakelelement (9, 13, 35, 201) befindlichen
Bereich der Auftragungsfläche gelangen kann.
20. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein ein Rakelelement bildender Profilstab (201) eine elastische Kante hat bzw.
eine Klinge (21) trägt.
21. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement biegeschlaff ausgebildet ist, z.B. durch Einschnitte.
22. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei schmale Rakelelemente nebeneinanderliegend und beide magnetisch anpreßbar
vorgesehen sind.
23. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine ein Rakelelement bildende Profilleiste (201) eine elastische Arbeitskante
(21) aufweist, die bei Änderung der Arbeitskraft verformbar ist, und daß bei Veränderung
auch der die Farbauftragungswirkung beeinflussende Farbkeil in diesem durch die Anpreßkraft
verformten elastischen Bereich in seiner Querschnittsform bzw. in seinem Öffnungswinkel
oder in seinem Substanzfassungsvolumen veränderbar ist.
1. Arrangement for applying substances to material (4) in web form (application surface),
comprising a doctor (9, 13), which can be pressed magnetically against the application
surface or a stencil (5) by means of a working magnet (2), and a profiled strip (6)
which is arranged at a fixed, in particular adjustable, distance in relation to the
application surface (4) and has a base (36) facing the application surface (4) and
at least one side face (8, 11, 26, 50) which extends transversely to the base (36)
and transversely to the application surface (4), at least one holding magnet (7, 25)
being arranged in the profiled strip (6), with which holding magnet the doctor (9,
13) is lifted off the application surface (4) or stencil (5) when the working magnet
(2) is switched off and is held firmly against the profiled strip (6) by means of
a pressing-on surface assigned to the holding magnet (7, 25), characterized in that
the doctor (9, 13) bears against a profiled-strip side face (8, 11, 26, 50) which
forms the pressing-on surface in a working position of the doctor pressed against
the application surface (4) or against the stencil (5), and in that each holding magnet
(7, 25) is inserted into the profiled strip (6) at a distance from the lower end thereof
in such a way that it lifts the doctor (9, 13) off the application surface (4) or
the stencil (5), when the working magnet (2) is switched off, whilst pressing it against
the profiled-strip side face (8, 11, 26, 50) and with sliding or rolling contact against
the latter and, in the process, holds it firmly against the profiled-strip side face
(8, 11, 26, 50) and moves it into a position of rest bearing against the profiled-strip
side face.
2. Arrangement according to Claim 1, characterized in that the holding magnet (7) in
the profiled strip (6) is a permanent magnet.
3. Arrangement according to Claim 1 or 2, characterized in that the doctor (9, 13) is
a roller, a round bar or a profiled bar (201) having, for example, a rectangular cross-section
and a profiled doctor edge (21).
4. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the bearing
surface of the profiled strip (6), which bearing surface is formed by the profiled-strip
side faces, possesses grooves, preferably in the region in which the doctor (9, 13)
bears against the profiled strip (6) in the working position, which grooves extend
perpendicularly or obliquely in relation to the axis of the doctor (9, 13).
5. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the doctor
is a rolling doctor, the surface of which is structured.
6. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the profiled
strip (6) is pivotable about an axis which is parallel to the axis of the doctor (9,
13) or to the profiled doctor edge (21) of the profiled bar (201).
7. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that a recess
(31) is provided in the profiled strip (6) or the profiled strip has a cage-like mounting
(16), in which a doctor (9, 13) is arranged.
8. Arrangement according to Claim 7, characterized in that the profiled strip (6) carries,
on its rear side face, a cage-like mounting (16) in which a doctor (9, 13) is provided.
9. Arrangement according to Claim 7, characterized in that at least one further magnet
is arranged above the recess (31).
10. Arrangement according to Claim 7 or 9, characterized in that the recess (31) is designed
in the manner of a plain bearing and encompasses part of the surface of a doctor roller
(9, 13) which forms the doctor.
11. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the doctor
is designed as a roller (9, 35) and is prevented from rotation by a pinning (Figures
4 and 8).
12. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that a recess
(32) serving as a dye space is delimited in front of the profiled strip (6) by an
additional strip (33).
13. Arrangement according to one of Claims 7, 9, 10 or 12, characterized in that the recess
(31, 22) encompasses more than half the circumferential surface of a doctor roller
or of a round bar doctor of larger diameter, whereas rollers forming doctors or spreading
doctor elements of smaller diameter than the slot width of the recess are held only
by one or more holding magnets (7).
14. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the doctor,
when performing the work function, is held bearing magnetically against two surfaces
by means of working magnet (2) and holding magnet (7).
15. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the doctor
(9) on one side face (8) of the profiled strip (6) or a doctor (13) on the opposite
side face (11) of the profiled strip (6) can be brought into the working position
or position of rest respectively as a result of the pivoting of the profiled strip
(6).
16. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the working
magnet (2) or the magnetic field thereby generated is so wide that two doctor rollers
(9, 13) spaced apart from one another can be attracted simultaneously (Figure 2).
17. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the profiled
strip (6), if necessary with additional profiled strips (20, 33) fastened to it, is
designed with a slot-shaped recess (22, 32, 52), in which the doctor element (9, 13,
201, 35) is introduced or inserted.
18. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the profiled
strip (6) is mounted so as to be vertically adjustable by means of a cross-member
(10), that is to say positionally variable in relation to the application plane.
19. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that, in the
operating state, the doctor element (9, 13, 35, 201) bears in a sealing manner against
one of the two inner walls of a recess (22, 32, 52) fashioned in the profiled strip
(6), so that the penetration of application substance out of the application region,
which is located in front of the doctor element, as seen in the direction of movement
(3), and against the end of which the doctor element bears, cannot enter the region
of the application surface located behind the doctor element (9, 13, 35, 201).
20. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that a profiled
bar (201) which forms a doctor element has an elastic edge or carries a blade (21).
21. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the doctor
element is made flexurally slack, for example by means of incisions.
22. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that two narrow
doctor elements are provided next to one another and so as both to be capable of being
pressed down magnetically.
23. Arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that a profiled
strip (201) which forms a doctor element has an elastic working edge (21) which is
deformable in the event of a change of the working force, and in that, in the event
of a variation also in the dye wedge influencing the dye application effect, is variable
in its cross-sectional shape, or in its opening angle, or in its substance capacity,
in this elastic region deformed by the pressing force.
1. Installation d'application de substances sur un matériau en forme de bande (4) (surface
d'application) comprenant une râcle (9, 13) applicable par un aimant de travail (2)
par magnétisation contre la surface d'application ou un gabarit (5) et une barre profilée
(6) disposée suivant un écart fixe, notamment réglable en face de la surface d'application
(4) avec une surface inférieure (36) orientée vers la surface d'application (4) et
au moins une surface latérale (8, 11, 26, 50) s'étendant transversalement à la surface
inférieure (36) ainsi que transversalement à la surface d'application (4), où il est
disposé dans la barre profilée (6) au moins un aimant de maintien (7, 25) au moyen
duquel la râcle (9, 13), lorsque l'aimant de travail (2) est hors service, peut être
soulevée de la surface d'application (4) respectivement du gabarit (5) et est retenue
par une surface d'application associée à l'aimant de maintien (7, 25) à la barre profilée
(6), caractérisée en ce que la râcle (9, 13), en position de travail de râcle appliquée
par pression à la surface d'application (4) respectivement au gabarit (5), s'applique
à une surface latérale de barre profilée (8, 11, 26, 50) formant la surface d'application
et en ce que chaque aimant de maintien (7, 25) est inséré à une certaine distance
de l'extrémité inférieure de la barre profilée (6) de telle façon dans celle-ci qu'il
soulève la râcle (9, 13) lors d'une mise hors service de l'aimant de travail (2),
par une application à la surface latérale de barre profilée (8, 11, 26, 50) et sous
une application à glissement ou à roulement à celle-ci de la surface d'application
(4) respectivement du gabarit (5), ce faisant la retient à la surface latérale de
barre profilée (8, 11, 26, 50) et l'amène dans une position de repos s'appliquant
à la surface latérale de barre profilée.
2. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'aimant de maintien
(7) dans la barre profilée (6) est un aimant permanent.
3. Installation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la râcle (9, 13)
est un rouleau, une tige ronde ou une tige profilée (201) ayant, par exemple, une
section transversale rectangulaire et une arête profilée de râcle (21).
4. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la
surface d'application de la barre profilée (6) formée par les surfaces latérales de
barre profilée présente de préférence dans la région où la râcle (9, 13) s'applique
en position de travail à la barre profilée (6), des rainures qui s'étendent perpendiculairement
ou de manière oblique relativement à l'axe de la râcle (9, 13).
5. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la
râcle est une râcle roulante dont la surface est structurée.
6. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la
barre profilée (6) peut être pivotée autour d'un axe qui s'étend parallèlement à l'axe
de la râcle (9, 13) respectivement à l'arête profilée de râcle (21) de la tige profilée
(201).
7. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il
est prévu dans la barre profilée (6) un évidemment (31) ou que la barre profilée présente
un élément de retenue en forme de cage (16) dans lequel est disposée une râcle (9,
13).
8. Installation selon la revendication 7, caractérisée en ce que la barre profilée (6)
porte sur sa surface latérale arrière un élément de retenue en forme de cage (16)
dans lequel est prévue une râcle (9, 13).
9. Installation selon la revendication 7, caractérisée en ce qu'il est disposé au-dessus
de l'évidemment (31) au moins un aimant supplémentaire.
10. Installation selon la revendication 7 ou 9, caractérisée en ce que l'évidemment (31)
est réalisé à la manière d'un palier à glissement et entoure une partie de la surface
du rouleau formant râcle (9, 13).
11. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la
râcle est réalisée sous forme de rouleau (9, 35) et est assurée à l'encontre d'une
torsion par une broche (figures 4, 8).
12. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un
évidemment (32) servant de logement à la couleur est délimité devant la barre profilée
(6) par une barre supplémentaire (33).
13. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'évidemment
(31, 22) entoure plus de la moitié de la surface de pourtour d'un rouleau ou d'une
tige ronde de râcle d'un plus grand diamètre tandis que des rouleaux formant râcle
ou éléments de râcle d'enduction dont le diamètre est inférieur à la largeur de la
fente de l'évidemment sont maintenus seulement par un ou plusieurs aimants de maintien
(7).
14. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, au
moyen de l'aimant de travail (2) et de l'aimant de maintien (7), la râcle, en fonction
de travail, s'applique par magnétisation à deux surfaces.
15. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, par
pivotement de la barre profilée (6), la râcle (9) peut être amenée à une surface latérale
(8) de la barre profilée (6) ou une râcle (13) à la surface latérale opposée (11)
de la barre profilée (6) en position de travail respectivement de repos.
16. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'aimant
de travail (2), respectivement le champs magnétique produit par celui-ci est suffisamment
large, pour pouvoir attirer en même temps deux rouleaux formant râcle (9, 13) espacés
l'un de l'autre (figure 2).
17. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la
barre profilée (6), le cas échéant avec des barres profilées additionnelles (20, 33),
fixées sur celle-ci présentent un évidemment en forme de rainure (22, 32, 52) dans
lequel est posé ou mis en place l'élément formant râcle (9, 13, 201, 35).
18. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la
barre profilée (6) est réglable en hauteur par un support transversal (10), c'est-à-dire
qu'elle est disposée de manière à pouvoir changer sa position locale par rapport au
plan d'application.
19. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément
formant râcle (9, 13, 35, 201) s'applique d'une manière étanche dans l'état de fonctionnement
contre l'une des deux parois internes d'un évidemment (22, 32, 52) pratiqué dans la
barre profilée (6) de sorte que le matériau d'application ne peut pas passer de la
zone d'application qui se situe, en regardant dans la direction de déplacement (3),
devant l'élément formant râcle, à l'extrémité de laquelle l'élément formant râcle
est en application, dans la zone de la surface d'application située derrière l'élément
formant râcle (9, 13, 35, 201).
20. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une
barre profilée (201) formant un élément de râcle présente une arête élastique ou porte
une lame (21).
21. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément
formant râcle est réalisé de façon à répondre à la flexion, par exemple, par des entailles.
22. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que deux
éléments formant râcle étroits sont prévus l'un à coté de l'autre et les deux peuvent
être appliqués par magnétisation.
23. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la
barre profilée (201) formant un élément de râcle présente une arête de travail élastique
(21) qui, lorsque la force de travail est modifiée, peut être déformée et que dans
le cas d'une modification, également le coin de couleur influençant l'effet d'application
de la couleur, dans cette zone élastique déformée par la force d'application, peut
également être modifiée quant à sa forme en section transversale, respectivement son
angle d'ouverture ou son volume récepteur de substance.