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EP 0 410 077 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.12.1995 Patentblatt 1995/49 |
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Anmeldetag: 10.04.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: A43B 3/30 |
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Schuh, insbesondere Kinderschuh, mit einem durchsichtigen Bereich
Shoe, particularly for children, with a transparent part
Soulier, en particulier soulier d'enfant, avec une zone transparente
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI NL SE |
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Priorität: |
13.04.1989 DE 8904652 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.01.1991 Patentblatt 1991/05 |
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Patentinhaber: PUMA Aktiengesellschaft
Rudolf Dassler Sport |
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91074 Herzogenaurach (DE) |
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Erfinder: |
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- Berger, Christoph
D-8551 Egloffstein (DE)
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Vertreter: Hufnagel, Walter, Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. et al |
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Bad Brückenauer Strasse 6 90427 Nürnberg 90427 Nürnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 577 804 DE-U- 1 784 122 US-A- 4 733 483
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DE-A- 2 839 165 US-A- 4 712 314
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Schuh, insbesondere Kinderschuh,
mit einem durchsichtigen Bereich gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiger Schuh, insbesondere Kinderschuh, ist aus dem DE-U-79 13 903 bekannt,
bei dem der Schaft in seinem vorderen Teil aus einem durchsichtigen Material besteht.
Damit soll es möglich sein, die Paßgenauigkeit hinsichtlich Länge und Ballenbreite
sowie die Paßform beim Kauf eines Schuhes einfach und genau überpüfen zu können.
[0003] Abgesehen von dem wenig geschmackvollen Aussehen des bekannten Schuhes besteht nicht
die Möglichkeit, während des Wachsens der Füße laufend genau zu überprüfen, wieviel
Freiraum für den Fuß bzw. für die Zehen noch vorhanden ist, um rechtzeitig feststelen
zu können, wann die Schuhe zu klein sind. Außerdem ist die Herstellung umständlich
und teuer, da die Verbindung von durchsichtigen und undurchsichtigen Teilen des Schaftes
nur mit zusätzlicher Handarbeit möglich ist.
[0004] Aus der US-A-4712314 ist es ferner bekannt, in einer an der Unterseite der Laufsohle
vorgesehenen Vertiefung einen durchsichtigen Einsatz anzubringen, auf dessen innen
zu liegen kommender Seite ein dekoratives Einsetzblatt aus Papier mit aufgedruckter
Figur oder mit einem Text befestigt ist. Die Figur oder der Text ist daher von der
Unterseite der Laufsohle her sichtbar bzw. lesbar. Die über dem aus Papier bestehenden
und damit undurchsichtigen Einsetzblatt vorhandene Schuhsohlenschicht ist ebenfalls
undurchsichtig. Durch den durchsichtigen Einsatz soll vermieden werden, daß ein ansonsten
an einer Schuhsohle vorzusehender erhabener dekorativer Anguß oder Einsatz durch den
beim Laufen auftretenden Abrieb zerstört wird.
[0005] Aus dem DE-U-1784122 ist es weiterhin bekannt, eine Schuhsohle zwecks Luftaustausches
zwischen Laufsohle und Fuß, mit Ausnahme des Bereiches der Sohlenspitze, mit wabenförmigen,
die gesamte Sohlendicke durchdringenden Durchbrechungen zu versehen. Um Staub oder
Nässe vom Fuß fernzuhalten, kann eine luftdurchlässige, also undurchsichtige Innensohle
vorgesehen sein. Es können auch anstelle der die Sohle vollständig durchdringenden
Durchbrechungen lediglich Sohlenausnehmungen vorhanden sein, die nicht die gesamte
Sohlendicke durchsetzen, so daß eine dünne Sohlenschicht verbleibt, die nicht oder
nur geringfügig luftdurchlässig ist. Die Schuhsohle kann auch aus transparentem, also
durchscheinendem Material bestehen.
[0006] Bei Kinderschuhen, aber auch beispielsweise bei Schuhen für Rehabilitationszwecke
oder auch beim Kauf üblicher Schuhe besteht das Problem, daß der Schuh eine ausreichende
Größe besitzen muß und nicht drücken soll. Beim Kauf eines Kinderschuhes wird die
Größe üblicherweise derart groß gewählt, daß er ausreichende Wachstumsreserven für
den Fuß enthält. Ein Schuh von beispielsweise 100 mm Länge enthält eine Wachstumsreserve
von 12 mm, bezogen auf den Innenraum des Schuhes. Jedoch kann die Längenzugabe von
12 mm nicht in vollem Umfang ausgenutzt werden, da ansonsten das freie Wachsen des
noch nicht stabilisierten Kinderfußes behindert werden würde. Es sind weder die Knochen
hart ausgebildet, noch sind die Muskeln bei Kinderfüßen ausgeprägt. Sowohl Knochen
als auch Fleisch sind mehr oder weniger noch verformbar. Aus diesen Gründen ist eine
laufende Kontrolle der Wachstumsreserve wünschenswert.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch eine einfache und unauffällige, das
Design des Schuhes nicht störende Gestaltung die Möglichkeit zu schaffen, durch regelmäßige
Überwachung den verbleibenden Abstand der Zehenspitzen von dem an die Spitze der Laufsohle
anschließenden Oberteil genau abzumessen, um rechtzeitig zu erkennen, ob der Schuh
zu klein geworden ist.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale.
[0009] Mit dem erfindungsgemäß ausgestalteten Schuh kann demgegenüber von unten in den Innenraum
des Schuhes gesehen und über die geeichten Markierungen jederzeit die richtige Lage
der Zehenspitzen des Benutzers genau überprüft werden.
[0010] Die geeichten Markierungen sind in Form von Linien und/oder Zahlen auf der Innenseite,
auf der Außenseite oder innerhalb der Sohlenschicht des durchsichtigen Bereichs aufgebracht.
[0011] Die geeichten Markierungen können als Erhöhungen in Form von Linien und/oder Zahlen
auf der Außenseite des durchsichtigen Bereichs aufgebracht sein.
[0012] Zur Ausbildung einer Warnzone als Kriterium für einen zu klein gewordenen Schuh ist
diejenige Markierung, die dem kleinsten zulässigen Abstand der Zehenspitzen von dem
an die Spitze der Laufsohle anschließenden Oberteil entspricht, besonders hervorgehoben,
beispielsweise durch eine andere Form oder Farbe oder durch die vorderste Kante des
entsprechend verkürzten durchsichtigen Bereichs.
[0013] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist ein weiterer durchsichtiger
Bereich innerhalb der Laufsohle vorgesehen, der sich wenigstens über etwa das hintere
Viertel der Laufsohle erstreckt. Damit kann beobachtet werden, ob beim Vermessen des
Abstandes der Zehenspitzen von dem vorderen Oberteil die Ferse am hinteren Oberteil
fest anliegt oder etwa einen das Meßergebnis verfälschenden Abstand von diesem hat.
[0014] Um ein Verkratzen der Oberfläche der durchsichtigen Bereiche zu vermeiden, sind nach
einer weiteren Ausbildung der Erfindung die durchsichtigen Bereiche mit einer überstehenden
Umrandung versehen, deren Material eine höhere Abriebfestigkeit aufweist als das Material
der durchsichtigen Bereiche. Dabei kann der übrige Teil des undurchsichtigen Bereichs
der Laufsohle mit einer aus gleichem Material und gleicher Abriebfestigkeit wie die
Umrandung bestehenden Außenschicht abgedeckt sein, die sich an die Umrandung einstückig
anschließt.
[0015] Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die Laufsohle aus einer sich über
den ganzen Sohlenbereich erstreckenden, aus durchsichtigem Material bestehenden Schicht
aufgebaut, auf die eine die durchsichtigen Bereiche freilassende, überstehende Umrandung
und eine den übrigen Bereich abdeckende Außenschicht aufgesetzt sind, deren Material
eine höhere Abriebfestigkeit aufweist als das Material der durchsichtigen Bereiche.
[0016] Um einen besseren Halt des Fußes in dem Schuh zu erreichen, ist die aus durchsichtigem
Material bestehende Schicht an allen Seiten wannenförmig hochgezogen und mit dem Oberteil
verbunden, oder die aus durchsichtigem Material bestehende Schicht trägt eine innere,
aus weicherem Material bestehende Schicht, die mit dem Oberteil vernäht ist, während
die aus härterem Material bestehende Schicht an allen Seiten wannenförmig hochgezogen
und mit dem Oberteil sowie mit der inneren Schicht verbunden ist.
[0017] Dabei kann die innere Schicht aus durchsichtigem Material, insbesondere einer reißfesten
Folie, bestehen. Sie kann aber auch aus einer textilen Einnähsohle bestehen, die in
den durchsichtigen Bereichen aus durchsichtigem Fasermaterial aufgebaut ist.
[0018] Um eine einfache und kostengünstige Herstellung zu ermöglichen, sind die Schichten
der Laufsohle durch Spritzen, Schäumen oder Vulkanisieren untereinander und/oder mit
dem Oberteil verbunden.
[0019] Zum Erhöhen der Rutschfestigkeit sind die durchsichtigen Bereiche mit Erhöhungen
in Form von Linien und/oder in anderen Formen versehen.
[0020] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die durchsichtigen Bereiche
der Laufsohle aus Kunststoff, beispielsweise Vinylpolymerisat, Polyolefin, Polystyrol,
Polymethacrylsäureester, Polycarbonat, thermoplastischem Polyacrylnitril, Polyurethan,
oder aus Gummi hergestellt, während die undurchsichtigen Bereiche der Laufsohle aus
Kunststoff, beispielsweise Polyvinylchlorid oder Polyurethan, aus thermoplastischem
Kautschuk oder aus Gummi bestehen.
[0021] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Figur 1
- eine Unteransicht der Laufsohle eines Schuhes gemäß der Erfindung und
- Figur 2
- einen Längsschnitt durch die Laufsohle eines solchen Schuhes entlang der Linie A-A.
[0022] Ein Kinderschuh, der aus einer Laufsohle 1 und einem Oberteil 2 besteht, weist zwei
einen ungehinderten Durchblick in den Innenraum des Schuhes ermöglichende durchsichtige
Bereiche 3, 4 auf, die innerhalb der Laufsohle 1 vorgesehen sind, von denen sich der
vordere Bereich 3 über etwa das vordere Drittel und der hintere Bereich 4 über etwa
das hintere Viertel der Laufsohle 1 erstrecken.
[0023] Im vorderen Teil des vorderen durchsichtigen Bereichs 3 sind geeichte Markierungen
als Erhöhungen in Form von Linien 6 und /oder Zahlen 7 auf der Außenseite dieses Bereichs
3 aufgebracht, die die Vermessung des Abstandes der Zehenspitze von dem an die Spitze
der Laufsohle 1 anschließenden Oberteil 2 ermöglichen.
[0024] Die geeichten Markierungen können auch in Form von Linien und/oder Zahlen auf der
Innenseite oder auf der Außenseite des vorderen durchsichtigen Bereichs 3 aufgebracht
oder innerhalb der Sohlenschicht des vorderen durchsichtigen Bereichs 3 angebracht
sein.
[0025] Zur Ausbildung einer Warnzone als Kriterium für einen zu klein gewordenen Schuh ist
diejenige Markierung 12, die den kleinsten zulässigen Abstand der Zehenspitzen von
dem an die Spitze der Laufsohle 1 anschließenden Oberteil 2 angibt, besonders hervorgehoben,
beispielsweise durch eine andere Form oder eine andere Farbe.
[0026] Die beiden durchsichtigen Bereiche 3, 4 sind mit einer überstehenden Umrandung 5
versehen, deren Material eine höhere Abriebfestigkeit aufweist als das Material der
durchsichtigen Bereiche 3, 4. Der übrige Teil des undurchsichtigen Bereichs der Laufsohle
1 ist mit einer aus gleichem Material und gleicher Abriebfestigkeit wie die Umrandung
5 bestehenden Außenschicht 11 abgedeckt, die sich an die Umrandung 5 einstückig anschließt.
[0027] Die Laufsohle 1 ist aus einer sich über den ganzen Sohlenbereich erstreckenden, aus
durchsichtigem Material bestehenden Schicht 9 aufgebaut, auf deren Außenseite eine
die durchsichtigen Bereiche 3, 4 freilassende, überstehende Umrandung 5 und eine den
übrigen Bereich abdeckende Außenschicht aufgesetzt sind, deren Material eine höhere
Abriebfestigkeit aufweist als das Material der durchsichtigen Bereiche 3, 4. Die durchsichtige
Schicht 9 trägt auf ihrer Innenseite eine aus weicherem Material bestehende Schicht
8, die mit dem Oberteil 2 vernäht ist, während die aus dem härteren Material bestehende
durchsichtige Schicht 9 an allen Seiten wannenförmig hochgezogen und mit dem Oberteil
2 sowie mit der inneren Schicht 8 verbunden ist.
[0028] Die innere Schicht 8 besteht entweder aus durchsichtigem Material, insbesondere aus
einer reißfesten Folie, oder aus einer textilen Einnähsohle, die in den durchsichtigen
Bereichen 3, 4 aus durchsichtigem Fasermaterial aufgebaut ist. Die beiden Schichten
8, 9 sowie die überstehende Umrandung 5 und die den übrigen Bereich abdeckende Außenschicht
11 sind durch Spritzen, Schäumen, Kleben oder Vulkanisieren untereinander und/oder
mit dem Oberteil 2 verbunden.
[0029] Bei Schuhen in der California-Machart kann die die Brandsohle bildende innere Schicht
bzw. Innensohle 8 über den gesamten Umfangsrand mit dem stumpf angesetzten, umlaufenden
Ende des Schaftes 2 vernäht sein.
[0030] Die beiden durchsichtigen Bereiche 3, 4 sind mit Erhöhungen in Form von Linien 6
und/oder in anderen Formen, beispielsweise mit runden oder polygonalen Noppen 10 versehen.
[0031] Die durchsichtigen Bereiche 3, 4 sind aus Kunststoff, beispielsweise Vinylpolymerisat,
Polyolefin, Polystryrol, Polymethacrylsäureester, Polycarbonat, thermoplastischem
Polyacrylnitril, Polyurethan oder aus Gummi hergestellt, während der undurchsichtige
Bereich aus abriebfestem Kunststoff, beispielsweise Polyvinylchlorid oder Polyurethan,
aus thermoplastischem Kautschuk oder aus Gummi besteht.
[0032] Für die Eichung bzw. Markierung der richtigen Schuhgröße kann grundsätzlich auch
die undurchsichtige Umrandung 5 des vordersten Sohlenbereichs mit herangezogen werden,
insbesondere dann, wenn die Umrandung 5 an der Sohlenspitze in Richtung Fußballen
so verbreitert ist, daß ein "Hinweinwachsen" der Zehenspitzen in diesen Bereich bzw.
das Verlassen des durchsichtigen Bereichs 3 durch die Zehenspitzen die gewünschte
Warnmarkierung darstellt.
[0033] Auch wenn sich die Erfindung bevorzugt auf Kinderschuhe bezieht, so sind weitere
Anwendungsgebiete durchaus denkbar, insbesondere auf dem breiten Sektor der orthopädischen
Schuhe, der Rehabilitationsschuhe oder der Sportschuhe.
1. Aus einer Laufsohle (1) und einem Oberteil (2) bestehender Schuh, insbesondere Kinderschuh,
mit einem einen ungehinderten Durchblick in den Innenraum des Schuhes ermöglichenden
durchsichtigen Bereich (3), gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- der durchsichtige Bereich (3) erstreckt sich wenigstens annähernd über das vordere
Drittel der Laufsohle (1);
- der durchsichtige Bereich (3) ist derart ausgebildet, daß er den Durchblick von
der Unterseite der Laufsohle (1) her bis in den Innenraum des Schuhes gestattet;
- der durchsichtige Bereich (3) erstreckt sich in Richtung der Spitze der Laufsohle
(1) unter Bildung einer Warnzone so weit nach vorn, daß der kleinste zulässige Abstand
der Zehenspitzen von dem an die Spitze der Laufsohle (1) anschließenden Oberteil (2)
erkennbar ist;
- im vorderen Teil des durchsichtigen Bereichs (3) sind geeichte Markierungen (6,
7, 12) vorgesehen;
- der kleinste zulässige Abstand ist durch eine im durchsichtigen Bereich (3) vorgesehene
Markierung (12) hervorgehoben.
2. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geeichten Markierungen in Form
von Linien (6) und/oder Zahlen (7) auf der Innnenseite, auf der Außenseite oder innerhalb
der Sohlenschicht des durchsichtigen Bereichs (3) aufgebracht sind.
3. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geeichten Markierungen als
Erhöhungen in Form von Linien (6) und/oder Zahlen (7) auf der Außenseite des durchsichtigen
Bereichs (3) aufgebracht sind.
4. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Markierung
(12) besonders hervorgehoben ist, beispielsweise durch eine andere Form oder Farbe,
oder durch die vorderste Kante des durchsichtigen Bereichs (3).
5. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer durchsichtiger
Bereich (4) innerhalb der Laufsohle (1) vorgesehen ist und sich wenigstens über etwa
das hintere Viertel der Laufsohle (1) erstreckt und durch den das Anliegen der Ferse
am hinteren Teil des Oberteils (2) des Schuhes erkennbar ist.
6. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere durchsichtige
Bereich (3) und gegebenenfalls der hintere durchsichtige Bereich (4) mit einer überstehenden
Umrandung (5) aus einem Material versehen ist, das eine höhere Abriebfestigkeit aufweist
als das Material des bzw. der durchsichtigen Bereiche(s) (3 bzw. 4).
7. Schuh nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der übrige Teil des undurchsichtigen
Bereichs der Laufsohle (1) mit einer aus gleichem Material und gleicher Abriebfestigkeit
wie die Umrandung (5) bestehenden Außenschicht (11) abgedeckt ist, die sich an die
Umrandung (5) einstückig anschließt.
8. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufsohle
(1) aus einer sich über den ganzen Sohlenbereich erstreckenden, aus durchsichtigem
Material bestehenden Schicht (9) aufgebaut ist, auf die eine den vorderen durchsichtigen
Bereich (3) und/oder gegebenenfalls den hinteren durchsichtigen Bereich (4) freilassende,
überstehende Umrandung (5) und eine den übrigen Bereich abdeckende Außenschicht (11)
aufgesetzt sind, deren Material eine höhere Abriebfestigkeit aufweist als das Material
der durchsichtigen Bereiche (3, 4).
9. Schuh nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die aus durchsichtigem Material
bestehende Schicht (9) an allen Seiten wannenförmig hochgezogen und mit dem Oberteil
(2) verbunden ist.
10. Schuh nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die aus durchsichtigem Material
bestehende Schicht (9) eine innere, aus weicherem Material bestehende durchsichtige
Schicht (8) trägt, die mit dem Oberteil (2) vernäht ist, während die aus härterem
Material bestehende Schicht (9) an allen Seiten wannenförmig hochgezogen und mit dem
Oberteil (2) sowie mit der inneren Schicht (8) verbunden ist.
11. Schuh nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Schicht (8) aus einer
reißfesten Folie, besteht.
12. Schuh nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Schicht (8) aus einer
textilen Einnähsohle besteht, die in den durchsichtigen Bereichen (3, 4) aus durchsichtigem
Fasermaterial aufgebaut ist.
13. Schuh nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten
(8, 9) der Laufsohle (1) sowie die überstehende Umrandung (5) und die den übrigen
Bereich abdeckende Außenschicht (11) durch Spritzen, Schäumen, Kleben oder Vulkanisieren
untereinander und/oder mit dem Oberteil (2) verbunden sind.
14. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere durchsichtige
Bereich (3) und/oder gegebenenfalls der hintere durchsichtige Bereich (4) mit Erhöhungen
in Form von Linien (6) und/oder in anderen Formen, insbesondere mit runden oder polygonalen
Noppen (10) versehen sind bzw. ist.
15. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der durchsichtige
Bereich (3) oder gegebenenfalls die durchsichtigen Bereiche (3, 4) der Laufsohle (1)
aus Kunststoff, beispielsweise Vinylpolymerisat, Polyolefin, Polystyrol, Polymethacrylsäureester,
Polycarbonat, thermoplastischem Polyacrylnitril, Polyurethan oder aus Gummi hergestellt
ist bzw. sind.
1. Shoe comprising an outsole (1) and an upper (2), especially a child's shoe, having
a transparent area (3) permitting an unobstructed view into the interior of the shoe,
characterised by the following features:
- the transparent area (3) extends at least approximately over the front third of
the outsole (1);
- the transparent area (3) is in a form such that it permits viewing from the underside
of the outsole (1) into the interior of the shoe;
- the transparent area (3) extends in the direction of the tip of the outsole (1),
forming a warning zone which is sufficiently far forward for the smallest permissible
distance from the tips of the toes to the upper (2) adjoining the tip of the outsole
(1) to be seen;
- calibrated markings (6, 7, 12) are provided in the front portion of the transparent
area (3); and the smallest permissible distance is made prominent by a marking (12)
provided in the transparent area (3).
2. Shoe according to Claim 1, characterised in that the calibrated markings are applied
in the form of lines (6) and/or numbers (7) to the inner side, to the outer side or
within the sole layer of the transparent area (3).
3. Shoe according to Claim 1, characterised in that the calibrated markings are applied
as raised portions in the form of lines (6) and/or numbers (7) to the outer side of
the transparent area (3).
4. Shoe according to any one of Claims 1 to 3, characterised in that a marking (12) is
especially made prominent, for example, by a different form or colour, or by the foremost
edge of the transparent area (3).
5. Shoe according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that a further transparent
area (4) is provided inside the outsole (1) and extends at least over approximately
the rear quarter of the outsole (1) and through which contact of the heel with the
rear portion of the shoe upper (2) can be seen.
6. Shoe according to any one of Claims 1 to 5, characterised in that the front transparent
area (3) and, optionally, the rear transparent area (4) is (are) provided with a projecting
border (5) of a material having a higher abrasion resistance than has the material
of the transparent area(s) (3 and 4).
7. Shoe according to Claim 6, characterised in that the remaining portion of the non-transparent
area of the outsole (1) is covered by an outer layer (11) which is produced from the
same material and has the same abrasion resistance as the border (5) and which adjoins
the border (5) to form one piece therewith.
8. Shoe according to any one of Claims 1 to 5, characterised in that the outsole (1)
is composed of a layer (9) which extends over the entire sole area and comprises transparent
material and on which are fitted a projecting border (5), which leaves free the front
transparent area (3) and/or, optionally, the rear transparent area (4), and an outer
layer (11) covering the remaining area, the material of which border (5) and outer
layer (11) has a greater abrasion resistance than has the material of the transparent
areas (3, 4).
9. Shoe according to Claim 8, characterised in that the layer (9) comprising transparent
material is drawn up on all sides in the form of a trough and is connected to the
upper (2).
10. Shoe according to Claim 8, characterised in that the layer (9) comprising transparent
material carries an inner transparent layer (8) which comprises softer material and
is stitched to the upper (2), while the layer (9) comprising harder material is drawn
up on all sides in the form of a trough and is connected to the upper (2) and to the
inner layer (8).
11. Shoe according to Claim 10, characterised in that the inner layer (8) comprises a
tear-resistant film.
12. Shoe according to Claim 10, characterised in that the inner layer (8) comprises a
textile sew-in sole which is composed of transparent fibrous material in the transparent
areas (3, 4).
13. Shoe according to any one of Claims 8 to 12, characterised in that the layers (8,
9) of the outsole (1), and also the projecting border (5) and the outer layer (11)
covering the remaining area are connected to one another and/or to the upper (2) by
injection-moulding, foaming, adhesive bonding or vulcanisation.
14. Shoe according to any one of Claims 1 to 13, characterised in that the front transparent
area (3) and/or, optionally, the rear transparent area (4) is (are) provided with
raised portions in the form of lines (6) and/or in other forms, especially with round
or polygonal knubs (10).
15. Shoe according to any one of Claims 1 to 14, characterised in that the transparent
area (3) or, optionally, the transparent areas (3, 4) of the outsole (1) is (are)
manufactured from plastics, for example vinyl polymer, polyolefin, polystyrene, polymethacrylate,
polycarbonate, thermoplastic polyacrylonitrile, polyurethane or rubber.
1. Chaussure, notamment chaussure pour enfant, composée d'une semelle d'usure (1) et
d'une tige (2), ainsi qu'une zone (3), transparente, permettant de voir sans obstacle
à l'intérieur de la chaussure, caractérisée en ce que :
- la zone transparente (3) s'étend au moins approximativement sur le tiers avant de
la semelle (1),
- la zone transparente (3) permet de voir à l'intérieur de la chaussure à travers
la face inférieure de la semelle (1),
- la zone transparente (3) s'étend en direction de la pointe de la semelle (1) en
formant une zone d'avertissement, vers l'avant, jusqu'à ce que la plus petite distance
acceptable entre la pointe des doigts de pied et la tige (2) adjacente à la pointe
de la semelle (1) soit visible,
- la partie avant de la zone transparente (3) comporte des repères calibrés (6, 7,
12),
- la plus petite distance autorisée est soulignée par un repère (12) prévu dans la
zone transparente (3).
2. Chaussure selon la revendication 1, caractérisée en ce que les repères calibrés sont
réalisés sous la forme de lignes (6) et/ou de chiffres (7) sur la face intérieure,
sur la face extérieure ou à l'intérieur de la couche formant la semelle au niveau
de la zone transparente (3).
3. Chaussure selon la revendication 1, caractérisée en ce que les repères calibrés sont
des bossages en forme de lignes (6) et/ou de chiffres (7) prévus sur la face extérieure
de la zone transparente (3).
4. Chaussure selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'un repère (12)
est particulièrement souligné, par exemple par une autre forme ou une autre couleur
ou par le bord le plus à l'avant de la zone transparente (3).
5. Chaussure selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par une autre zone transparente
(4) dans la semelle d'usure (1) et cette zone s'étend au moins sur environ le dernier
quart de la semelle (1) et permet de voir que le talon vient contre la partie arrière
de la partie supérieure (2) de la chaussure.
6. Chaussure selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la zone (3),
transparente, avant, et le cas échéant la zone (4), transparente, arrière, sont munies
d'un bord (5) débordant, réalisé en un matériau ayant une résistance à l'usure plus
élevée que le matériau de la ou des zones transparentes (3, 4).
7. Chaussure selon la revendication 6, caractérisée en ce que la partie restante de la
zone non transparente de la semelle (1) est recouverte d'une couche extérieure (11)
dans le même matériau, ayant la même résistance à l'abrasion que le bord (5), et cette
couche extérieure rejoint en une seule pièce le bord (5).
8. Chaussure selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la semelle
(1) est réalisée d'une couche (9) en matière transparente s'étendant sur toute la
surface de la semelle, et recevant un bord (5) débordant, qui laisse libre la zone
transparente avant (3) et/ou le cas échéant la zone transparente arrière (4), ainsi
qu'une couche extérieure (11) recouvrant le restant de la zone, et dont la matière
présente une plus grande résistance à l'abrasion que la matière des zones transparentes
(3, 4).
9. Chaussure selon la revendication 8, caractérisée en ce que la couche (9) en matière
transparente est relevée sur tous les côtés, en forme de cuvette, et est reliée à
la tige (2).
10. Chaussure selon la revendication 8, caractérisée en ce que la couche (9) en matière
transparente comporte une couche (8) transparente en une matière plus souple, cousine
à la tige (2) alors que la couche (9) en matière plus dure relevée de tous côtés en
forme de cuvette est reliée à la partie supérieure (2) ainsi qu'à la couche intérieure
(8).
11. Chaussure selon la revendication 10, caractérisée en ce que la couche intérieure (8)
est en une feuille non déchirable..
12. Chaussure selon la revendication 10, caractérisée en ce que la couche intérieure (8)
est une semelle textile, cousue, réalisée dans ses zones transparentes (3, 4) en fibre
transparente.
13. Chaussure selon l'une des revendications 8 à 12, caractérisée en ce que les couches
(8, 9) de la semelle (1) ainsi que le bord débordant (5) et la couche extérieure (11)
recouvrant la partie restante, sont reliées entre elles et/ou à la tige (2) par injection,
expansion, collage ou vulcanisation.
14. Chaussure selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que la couche
avant transparente (3) et/ou le cas échéant la zone arrière transparente (4) sont
munies de bossages en forme de lignes (6) et/ou d'autres formes, notamment de boutons
(10) ronds ou polygonaux.
15. Chaussure selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisée en ce que la zone transparente
(3) et le cas échéant les zones transparentes (3, 4) de la semelle (1) sont réalisées
en matière plastique, par exemple en polyvinyle, en polyoléfine, en polystyrène, en
un ester d'acide polyméthacrylique, en polycarbonate, en polyacrylenitryle thermoplastique,
en polyuréthane ou en caoutchouc.
