[0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Misch- und Dosier-Vorrichtung für Mauermörtel,
Estrich od.dgl. gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Derartige Vorrichtungen werden benötigt, um aus an sich bekannten Vorratssilos, in
welchen die einzelnen Mörtelkomponenten gesondert bevorratet werden, diese baustellenseitig
dosiert auszutragen und zu mischen.
[0003] Bei neueren Entwicklungen betreffend Vorrichtungen dieser Art ging man davon aus,
daß zur Erzielung einer universellen Einsatzbarkeit, d.h. auch für Anwendungsbereiche,
bei welchen eine sehr hohe Dosiergenauigkeit erforderlich ist, die Dosierung der Komponenten
exakt volumetrisch erfolgen müsse. Hierzu wurden Fächerräder als Entnahme- und Dosiereinrichtungen
entwickelt, welche dann wiederum eine gesonderte Mischeinrichtung beschickten.
[0004] Allerdings ist bei vielen, eine große Masse des Bauvolumens ausmachenden Anwendungsfällen,
z.B. beim Bau von Einfamilienhäusern, eine sehr hohe Dosiergenauigkeit nicht erforderlich.
[0005] Aus der DE-A-31 42 053 ist eine Misch- und Dosiervorrichtung für Mauermörtel bekannt,
wobei in einem Mischraum koaxial mit den Dosierschnecken mit diesen in Drehverbindung
stehene Mischelemente angeordnet sind.
[0006] Die DE-C-859 869 zeigt ebenfalls eine Misch- und Dosiervorrichtung für Mauermörtel
mit zwei gesonderten Einlaßöffnungen für die zu dosierenden Mörtelkomponenten, wie
Sand und Zement, einer den Einlaßöffnungen nachgeordneten Mischeinrichtung und einer
austragsseitigen Auslaßöffnung, wobei unter jeder Einlaßöffnung ein gesonderter Förder-
und Dosierkanal mit je einer während des Betriebs der Vorrichtung dauernd angetriebenen
Dosierschnecke angeordnet ist, wobei die parallel laufenden Dosierkanäle in einen
nachgeordneten, die Mischelemente aufnehmenden Mischraum münden, dem wiederum die
Austragsöffnung für das entsprechend dem eingestellten Dosierverhältnis zusammengesetzte
Mischgut nachgeordnet ist.
[0007] Die GB-A-7 48 513 beschreibt eine Anordnung von Mischelementen. Diese dienen dort
dazu Granulat aufzuwirbeln, um es mit einem flüssig aufgesprühten Kunststoff-Bindematerial
zu überziehen, welches unter Druck von oben zugeführt wird.
[0008] Eine gattungsgemäße Misch- und Dosiereinrichtung ist aus der EP-A-1 503 353 bekannt.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von einer von der gattungsbildenden
Druckschrift bekannten Vorrichtung zur Herstellung von Mauermörtel diese so weiterzubilden,
daß eine kontinuierliche Bereitstellung und Entnahme des fertigen Mischproduktes möglich
ist, wie dies insbesondere bei der Verlegung von Estrich an Großbaustellen typisch
ist, wobei die Aufbereitung zu einer optimalen Förderkonsistenz, insbesondere von
Estrich, führen soll.
[0010] Durch die Merkmalskombination gemäß dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1, ist
es möglich, insbesondere Estrich mit minimalem Bedienungsaufwand auch in großen Quantitäten
bereitzustellen, was durch die Kombination der Anordung und Ausgestaltung der Misch-
und Förderelemente erreicht wird.
[0011] Günstigerweise ist weiterhin vorgesehen, daß ein einziger Antriebsmotor über jeweils
individuelle Getriebeabschnitte je eine durchgehende Welle in jedem Fächer- und Dosierkanal
antreibt. Auf dieser durchgehenden Welle können auch die Mischelemente in dem Mischraum
angeordnet sein. Das Dosierverhältnis für die einzelnen Komponenten, z.B. Sand und
Zement, wird durch Einstellung des Übersetzungsverhältnisses der Getriebeabschnitte
zueinander vorgegeben. Es kann hier ein Getriebe mit veränderbarem Übersetzungsverhältnis
zum Einsatz kommen oder aber eine den zumeist vorkommenden Anforderungen entsprechende
Übersetzung fest eingestellt werden.
[0012] Mit Vorteil sind weiterhin Anflanscheinrichtungen zur Anbringung an einem Vorratssilo
für die Komponenten mit wenigstens einer im wesentlichen vertikalen Trennwand und
gesonderten Austragsöffnungen für die einzelnen Komponenten vorgesehen. Die Anflanscheinrichtungen
sind dabei so ausgebildet, daß die Auslaßöffnungen des Vorratssilos mit den Einlaßöffnungen
fluchten oder über Schachtabschnitte in Verbindung gebracht werden.
[0013] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung
mit der Zeichnung näher beschrieben. Dies zeigt eine perspektivische Darstellung einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung teilweise aufgebrochen.
[0014] In der Zeichnung ist der untere Teil eines Vorratssilos 1 dargestellt. Dieses weist
eine vertikal verlaufende Trennwand 2 auf, welche das Vorratssilo 1 in zwei Teilbehälter
3, 4 teilt, wovon der eine, größere für Sand und der andere, kleinere für Zement bestimmt
ist.
[0015] Am unteren Ende jedes Teilbehälters 3, 4 ist eine Auslaßöffnung 5, 6 vorgesehen,
an welche sich jeweils ein Schachtteil 7, 8 anschließt. Diese Schachtteile 7, 8 sind
über einen nur schematisch dargestellten Flansch 9 mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
10 verbunden, welche im Anschluß an den Flansch 9 korrespondierende, getrennte Schächte
11, 12 aufweist, an deren Oberseite jeweils gesonderte Einlaßöffnungen für die beiden
Komponenten vorgesehen sind.
[0016] Die Vorrichtung 10 weist zwei parallel zueinander verlaufende Förder- und Dosierkanäle
13, 14 auf, welche sich unmittelbar unter den Auslaßöffnungen der Schachtteile 11,
12 diesen jeweils zugeordnet und voneinander getrennt befinden.
[0017] In den Förder- und Dosierkanälen 13, 14 verläuft jeweils eine drehangetriebene Welle
15, 16, welche an der in Austragsrichtung gesehen vorderen Gehäusestirnwand 17 an
einer Zwischenwand 18 und an der in Austragsrichtung gesehen hinteren Gehäusestirnwand
19 gelagert und über einen Motor 20 angetrieben sind. Dem Motor 20 sind Getriebeabschnitte
21, 22 für jede der Wellen 15, 16 nachgeordnet, wobei das Übersetzungsverhältnis der
Getriebeabschnitte 21, 22 die Relativdrehzahl der Wellen 15, 16 und damit die Fördermenge
von in einem Dosierabschnitt 23 angeordneten Dosierschnekken 24, 25 vorgibt.
[0018] In Förderrichtung gesehen vor den Dosierschnecken 24, 25 sind unterhalb der die Einlaßöffnungen
bildenden Schachtabschnitte 11, 12 an den Wellen 15, 16 Auflockerungselemente 26 zusammen
mit in der Zeichnung nicht dargestellten Förderelementen angeordnet. Durch die Auflockerungselemente
26 werden Materialbrocken aufgebrochen, so daß eine kontinuierliche Weiterförderung
durch die Förderelemente aus diesem Auflockerungsbereich 27 in den Dosierbereich 23
erfolgen kann.
[0019] Zwischen der Zwischenwand 18 und der Stirnwand 19 ist eine Mischkammer 28 vorgesehen,
deren Länge den Mischbereich 29 vorgibt. In diese Mischkammer 28 mündet eine Wasserzuleitung
30 mit einem vorgeschalteten Durchflußregler 31, welcher in der Zeichnung lediglich
schematisch angedeutet ist.
[0020] In die Mischkammer 28 münden Durchlaßöffnungen 32, 33 aus den Dosierabschnitten 23.
Dementsprechend erfolgt in der Mischkammer 28 eine Durchmischung der durch die Öffnungen
32, 33 gesondert dosierten Komponenten. Die Durchmischung wird mittels auf den Wellen
15, 16 sitzender Mischelemente 34 bewerkstelligt.
[0021] In der Stirnwand 19 ist eine Auslaßöffnung 35 ausgebildet, durch welche verarbeitungsfertiger
Mörtel oder Estrich ausgetragen wird.
1. Misch- und Dosiervorrichtung für Mauermörtel, Estrich oder dergleichen mit zwei gesonderten
Einlaßöffnungen für die Mörtelkomponenten, wie Sand und Zement, einer den Einlaßöffnungen
nachgeordneten Mischeinrichtung und einer austragseitigen Auslaßöffnung, wobei unter
jeder Einlaßöffnung ein gesonderter Förder- und Dosierkanal mit je einer Dosierschnecke
angeordnet ist, wobei die parallel laufenden Dosierkanäle in einen nachgeordneten
Mischraum münden, dem wiederum die Austragsöffnung nachgeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Mischraum (28) koaxial mit den Dosierschnecken (24,25) mit diesen in Drehverbindung
stehende Mischelemente (34) angeordnet sind, wobei in jedem Förder- und Dosierkanal
(13, 14) koaxial zu den Dosierschnecken (24,25) und mit diesen in Drehverbindung stehend
Förder- und Auflockerungselemente (26) angeordnet sind, wobei in der Mischkammer (28)
auf der ersten Welle (15) sitzende Mischelemente (34) um ca. 90° versetzt gegen auf
der zweiten Welle (16) befestigten Mischelementen (34) angeordnet sind, wobei sich
die Projektionen der Bewegungsbahnen der Mischelemente (34) auf den Wellen (15) einerseits
und (16) andererseits gesehen senkrecht zur Längsachse der Wellen (15,16) schneiden
und wobei die Konstruktion des Mischers so ausgeführt ist, daß die beiden Dosierschnecken
dauernd arbeiten.
2. Misch- und Dosiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziger Antriebsmotor (20) über jeweils individuelle Getriebeabschnitte (21,22)
je eine durchgehende Welle (15,16) in jedem Förder- und Dosierkanal (13,14) antreibt.
3. Misch- und Dosiervorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Anflanscheinrichtungen (Flansch 9) zum Anbringen an einem Vorratssilo (1) für die
Komponenten mit wenigstens einer vertikalen Trennwand (2) und gesonderten Auslaßöffnungen
(5,6) für die individuellen Komponenten.
1. Mixing and proportioning device for construction mortar, flooring plaster or the like
with two separate inlets for the mortar components such as sand and cement, with a
mixing device arranged downstream of the inlets and an outlet at the discharge end,
a separate conveying and proportioning channel with a proportioning screw being arranged
under each inlet, the parallel proportioning channels opening into a mixing chamber
arranged downstream which is in turn followed by the outlet, characterized in that mixing elements (34) are arranged in the mixing chamber (28) coaxially with the proportioning
screws (24, 25) and in rotary connection with the latter, conveying and loosening
elements (26) being arranged in each conveying and proportioning channel (13, 14)
co-axially to the proportioning screws (24, 25) and in rotary connection with the
latter, mixing elements (34) located on the first shaft (15) being arranged in the
mixing chamber (28) such that they are displaced by 90° referred to mixing elements
(34) secured on the second shaft (16), the projections of the travelling paths of
the mixing elements (34) on the shafts (15) seen on the one hand and (16) seen on
the other hand intersecting vertically to the longitudinal axis of the shafts (15,
16) and the construction of the mixer being such that the two proportioning screws
operate permanently.
2. Mixing and proportioning device according to claim 1, characterized in that, via individual gear segments, a single driving motor (20) drives one continuous
shaft (15, 16) in each conveying and proportioning channel (13, 14).
3. Mixing and proportioning device according to claim 2, characterized by flanging devices (flange 9) for the purpose of application to a reservoir (1) for
the components with at least one vertical separating wall (2) and separate outlets
(5, 6) for the individual components.
1. Dispositif de mélange et dosage pour mortier de maconnerie, enduit ou analogue, avec
deux orifices séparés d'admission pour les composants du mortier comme du sable et
du ciment, avec un dispositif à mélanger placé an aval des orifices d'admission et
avec un orifice de décharge sur le côté d'évacuation, un canal séparé de transport
et de dosage avec une vis sans fin de dosage étant arrangé sous chaque orifice d'admission,
les canaux parallèles de dosage aboutissant dans une chambre de mélange placée en
aval qui est suivie par l'orifice de décharge, caractérisé en ce que des éléments mélangeurs (34) sont arrangés dans la chambre de mélange (28) coaxialement
avec les vis sans fin de dosage (24, 25) et en raccord rotatif avec celles-ci, des
éléments de transport et d'ameublissement (26) étant arrangés dans chaque canal de
transport et de dosage (13, 14) coaxialement par rapport aux vis sans fin de dosage
(24, 25) et en raccord rotatatif avec celles-ci, des éléments mélangeurs (34) placés
sur le premier arbre (15) étant arrangés dans la chambre de mélange (28) en désaxage
d'environ 90° par rapport à des éléments mélangeurs (34) arrangés sur le deuxième
arbre (16), les projections des trajectoires du mouvement des éléments mélangeurs
(34) sur les arbres (15) d'une part et (16) d'autre part coupant perpendiculairement
sur l'axe longitudinale des arbres (15, 16), et la construction du mélangeur étant
telle que les deux vis sans fin de dosage travaillent de facon continue.
2. Dispositif de mélange et de dosage selon la revendication 1, caractérisé en ce que par le moyen de segments individuels d'engrenage (21, 22) un seul moteur de commande
(20) actionne un arbre (15, 16) continu dans chaque canal de transport et de dosage
(13, 14).
3. Dispositif de mélange et de dosage selon la revendication 2, caractérisé par des dispositifs de bridage (bride 9) pour le montage à un réservoir (1) pour les
composants avec du moins une paroi verticale de séparation (2) et des orifices séparés
de décharge (5, 6) pour les composants individuels.