| (19) |
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(11) |
EP 0 410 429 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.1994 Patentblatt 1994/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.07.1990 |
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| (54) |
Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb einer Spinnereilinie
Method and apparatus for running a spinning plant
Procédé et dispositif pour faire fonctionner une installation de filature
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
26.07.1989 DE 3924779
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.01.1991 Patentblatt 1991/05 |
| (73) |
Patentinhaber: MASCHINENFABRIK RIETER AG |
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CH-8406 Winterthur (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Oehler, Reinhard
CH-8415 Berg am Irchel (CH)
- Meyer, Urs, Dr.
CH-8172 Niederglatt ZH (CH)
- Bischofberger, Jürg
CH-8352 Räterschen (CH)
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| (74) |
Vertreter: Dipl.-Phys.Dr. Manitz
Dipl.-Ing. Finsterwald
Dipl.-Ing. Grämkow
Dipl.Chem.Dr. Heyn
Dipl.Phys. Rotermund
Morgan, B.Sc.(Phys.) |
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Postfach 22 16 11 80506 München 80506 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 311 831
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FR-A- 2 534 600
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Spinnereilinie,
die wenigstens aus verschiedenen Bereichen, beispielsweise aus den Bereichen Putzerei,
Vorwerk und Spinnerei besteht, wobei jeder Bereich aus mehreren in Reihe und/oder
parallel arbeitenden, eine Maschinenebene bildenden Textilmaschinen zusammengesetzt
ist und die einzelnen in Reihe geschalteten Textilmaschinen unterschiedliche Fasergebilde
produzieren, wobei in die Putzerei eingehender Faserrohstoff am Ausgang der Spinnerei
als gesponnenes Garn erhalten wird.
[0002] Solche Spinnereilinien sind bei der Herstellung von Garn üblich. Die Verkettung von
einer Serie von unterschiedlichen Textilmaschinen, wobei jede Maschine das Produkt
der vorgeschalteten Maschine weiterverarbeitet, führt zu einer weitgehenden gegenseitigen
Abhängigkeit der Maschinen, und zwar nicht nur, was die Produktionsgeschwindigkeit
anbelangt, sondern auch im Hinblick auf die Eigenschaften des jeweils produzierten
Produktes.
[0003] Es sind in der Patentliteratur einzelne Vorschlage anzutreffen, wie man am Ausgang
verschiedener Maschinen ein bestimmtes Qualitätsmerkmal erfaßt, und der Betrieb der
Maschine so steuert, daß das überwachte Qualitätsmerkmal in einem bestimmten Sollbereich
liegt. Problematisch bei diesen bisherigen Vorschlägen ist, daß sie im Regelfall nur
vereinzelte Maschinen oder Maschinenkombinationen betreffen, und die Beeinflussung
von anderen mit diesen Maschinen verketteten Maschinen, sowie die Gesamtauswirkung
auf die Produktion außer Acht gelassen wurde.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten Art
bzw. eine Vorrichtung zur Durchführung dieser Verfahrens so auszubilden, daß an allen
kritischen Bereichen der Spinnereilinie einschlägige Qualitätsmerkmale gemessen werden
können, wobei die Regelung der gesamten Spinnereilinie so vorgenommen werden soll,
daß einerseits die Produktionsgeschwindigkeit der einzelnen miteineinander verketteten
Textilmaschinen im Sinne der Realisierung eines vorgegebenen Produktionsplanes weitestgehend
aufrechterhalten werden kann, andererseits aber so, daß an allen kritischen Bereichen
des Verfahrens vorgebbare Qualitätsmerkmale zumindest im wesentlichen eingehalten
werden können, so daß das Endprodukt der Spinnereilinie auch von der Qualität her
die eingangs gestellten Forderungen weitestgehend erfüllt. Das erfindungsgemäße Verfahren
soll vorzugsweise unter Zuhilfenahme von Rechnern erfolgen, die miteinander verbunden
sind, und zwar so, daß jeder Rechner anhand der ihm vorgelegten Daten eindeutige Entscheidungen
treffen kann bzw. dann Alarm auslösen kann, wenn widersprüchliche oder nicht realisierbare
Vorgaben vorliegen.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe wird verfahrensmäßig vorgesehen, daß man bei wenigstens
einigen Textilmaschinen in jedem der genannten Bereiche wenigstens ein Qualitätsmerkmal
des jeweils produzierten Fasergebildes mißt und zur Regelung der jeweiligen Textilmaschine
oder einer vorgeschalteten Textilmaschine des gleichen Bereiches benützt, und daß
aus zumindest einigen der in den Bereichen Vorwerk und Spinnerei gemessenen Qualitätsmerkmale,
Korrekturwerte gebildet und zur Beeinflussung des Betriebs einer Textilmaschine eines
vorgeschalteten Bereiches benützt werden.
[0006] Mit einem derartigen Verfahren können bei jeder Textilmaschine sowohl für die Qualitatsmerkmale
als auch für die Produktionsgeschwindigkeit der jeweiligen Maschine Sollwerte bzw.
Sollbereiche angegeben werden, die nicht über- bzw. unterschritten werden dürfen.
Sollte aber die vorhandene textilmaschinenbezogene Regelung nicht ausreichen, um die
Qualitätsmerkmale wieder in die erwünschten Sollbereiche hineinzuregeln, so kann,
ohne die Produktion der Textilmaschine zu drosseln, was im Hinblick auf die Gesamtauswirkung
auf Wirtschaftlichkeit des Herstellungsverfahrens nicht erwünscht wäre, eine Korrektur
bei einer früheren Textilmaschine des gleichen Bereiches oder gar in einem vorhergehenden
Bereich der Spinnereilinie vorgenommen werden. Mit anderen Worten bietet das erfindungsgemäße
Verfahren die Möglichkeit, die Produktionsgeschwindigkeit auf einem erwunschten Maximum
zu halten, aber dennoch die Qualitätsmerkmale einzuhalten und zwar durch gezielte
Änderungen in anderen Bereichen des Herstellungsverfahrens, natürlich nur insofern,
als die vorgenommenen Änderungen nicht zu unzulässigen Abweichungen bei anderen Qualitätsmerkmalen
bzw. bei der Produktionsgeschwindigkeit führen. In einem solchen Fall wird Alarm ausgelöst
und die Betriebsleitung kann von sich aus über andere mögliche Vorgaben, evtl. eine
Veränderung der Produktionsgeschwindigkeit, Überlegungen anstellen.
[0007] Hierfür liefert das erfindungsgemäße Verfahren eine Menge Daten in Form der gemessenen
Qualitätswerte, die von der Betriebsleitung anhand der bekannten Zusammenhänge, ggf.
unter Zuhilfenahme eines Rechners, berücksichtigt werden können. Die Möglichkeit,
eine Qualitätseinstellung nicht nur an der betroffenen Textilmaschine, sondern auch
an einer vorhergehenden Maschine, ggf. in einem anderen Bereich, bietet auch eine
verbesserte Möglichkeit bei festgestellter mangelnder Qualität zu reagieren. Wird
beispielsweise am Ausgang der Karde festgestellt, daß Stapelkürzungen aufgetreten
sind, so kann zunächst die Drehzahl des Briseurs geändert werden, damit dieser etwas
weniger aggressiv wirkt.
[0008] Stellt man dann fest, daß Stapelkürzungen dennoch auftreten, so könnte man die Ursache
der eingetretenen Stapelkürzungen bei einer zu aggressiv eingestellten vorgeschalteten
Feinreinigungsmaschine suchen. Bereits wahrend der Garnherstellung könnte man daher
eine neue Einstellung der Feinreinigungsmaschine ausprobieren, um zu sehen, ob hierdurch
der gemessene Stapel wieder in den Sollbereich hinein geändert werden kann. Gelingt
dies, ohne daß der Schmutzgehalt des gereinigten bzw. des kardierten Produktes außerhalb
der zulässigen Bereiche wandert, was von den entsprechenden Sensoren ermittelt wird,
so kann die Neueinstellung der Feinreinigungsmaschine beibehalten werden. Gelingt
es nicht, so müßte man sich die Frage stellen, ob nicht das Problem des zu kurzen
Stapels seine Ursache bei den Mischverhältnissen der einzelnen Provenienzen hat, die
bekanntlich unterschiedliche Stapel aufweisen. Möglicherweise laßt sich der Stapel
dadurch wieder in den erwünschten Bereich bringen, daß man eine Veränderung der Mischverhältnisse
vornimmt, wobei die Auswirkung dieser Veränderung auf die anderen gemessenen Parameter
beispielsweise auf die Farbe und den Schmutzgehalt, ohne weiteres durch die Überwachung
aller dieser Qualitätsmerkmale überprüfbar ist.
[0009] Bei diesem Beispiel handelt es sich ausschließlich um Textilmaschinen, die in dem
Putzereibereich liegen. Die Erfindung ermöglicht aber auch bereichübergreifende Qualitätskorrekturen.
Wird beispielsweise am Ausgang der Ringspinnmaschine festgestellt, daß die Garnfestigkeit
zu niedrig liegt, wobei diese mangelnde Festigkeit auf einen zu kurzen Stapel zurückzuführen
ist, könnte der Grund für den zu kurzen Stapel bei der Einstellung der Kämmaschine
liegen, beispielsweise, wenn diese zu aggressiv eingestellt wäre.
[0010] Gelingt es mit einer Korrektur der Einstellung der Kämmaschine nicht, die Festigkeit
in den erwünschten Bereich hinein zu erhöhen, so kann beschlossen werden, daß eine
weitere Korrektur erforderlich ist, und es kann beispielsweise entweder die Einstellung
der Karde und/oder der Mischung der einzelnen Provenienzen korrigiert werden. Dies
ist natürlich nur insofern möglich, als den an den vorhergehenden Textilmaschinen
gemessenen Qualitätsmerkmalen einen gewissen Spielraum zulassen. Ist dies nicht der
Fall, so wird in der Herstellungsreihenfolge immer weiter zurück nach Korrekturmöglichkeiten
gesucht.
[0011] Durch diese schrittweise Untersuchung, ob eine Korrektur durch eine unmittelbar zuvor
geschaltete Maschine erfolgen kann oder ob man noch weiter zurückgreifen muß, wird
erfindungsgemäß sichergestellt, daß die erforderlichen Veränderungen zu einer geringstmöglichen
Störung des bereits laufenden Verfahrens führt. Würde man beispielsweise bei mangelnder
Festigkeit am Ausgang der Ringspinnmaschine sofort zu einer Änderung der Mischungskomponenten
zurückgreifen, so hatte dies zur Folge, daß eine ganze Reihe von anderen Parametern
geändert würden, wodurch das Regelverfahren insgesamt verkompliziert, wenn nicht gar
unmöglich gemacht wäre.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren ist insbesondere durch Zuhilfenahme von Computern
durchzuführen. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Produktionsabläufe
in den einzelnen Bereichen von den jeweiligen Bereichen zugeordneten Prozeßrechnern
bestimmt werden, die auch für die Bildung der genannten Korrekturwerte zuständig sind,
wobei die einzelnen eine Prozeßleitebene bildenden Prozeßrechner aneinander angeschlossen
sind, und daß die Übertragung der jeweiligen Korrekturwerte von einem Bereich zu einem
anderen über die jeweils zustandigen Prozeßrechner erfolgt.
[0013] Das Vorsehen eines jeweiligen Prozeßrechners für jeden Bereich der Spinnereilinie
führt einerseits zu einer rationellen Ausnutzung der Kapazität vom im Handel erhältlichen
Rechnern, führt aber andererseits auch zu einer gewissen Autonomie des Bereiches,
was dem insgesamt zu bewältigenden Datenfluß zugutekommt. Durch diese Ausbildung wird
die Menge der zwischen den einzelnen Prozeßrechnern miteinander auszutauschenden Daten
in Grenzen gehalten, was für das Gesamtverfahren von Vorteil ist.
[0014] Die Prozeßrechner in der Prozeßleitebene sind vorzugsweise an einem Betriebsleitrechner
angeschlossen, mit dem sie auch Daten austauschen können. Der Betriebsleitrechner
stellt eine der Prozeßleitebene und der Maschinenebene übergeordneten Betriebsleitebene
dar.
[0015] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es sinnvoll, wenn die Prozeßleitebene zusätzlich
einen Prozeßrechner für einen Rohstofflagerbereich und/oder einen Prozeßrechner für
einen Spulenlagerbereich aufweist, wobei die Bewegungsabläufe des Faserrohstoffes
im Rohstofflager und/oder der fertigen Spulen im Spulenlager von den jeweiligen Prozeßrechnern
bestimmt werden. Auch können diese Prozeßrechner Information über die Lagerbestände
in den jeweiligen Lagern speichern.
[0016] In den Betriebsleitrechner sind u.a. Angaben zu den eingehenden Aufträgen (Umfang,
Garnsorte, Liefermengen, geplante Lieferzeiten, vereinbarte Preise, Qualitätsmerkmale
des erwünschten Garnes) sowie Angaben zu den Lagerbeständen von Faserrohstoffen der
verschiedenen Provenienzen oder erwarteter Lieferungen von weiteren Provenienzen enthalten,
wobei auch Angaben zu den technischen Merkmalen der Fasern der einzelnen Ballen gespeichert
sind.
[0017] Der Betriebsleitrechner ermöglicht es der Betriebsleitung, einen günstigen Produktionsplan
zu erstellen, wodurch die einzelnen Kundenaufträge in der vorgesehenen Reihenfolge
abzuarbeiten sind, sofern die Lagerhaltung bzw. die Lieferungen an Rohstoff und die
verfügbare Kapazität dies zulassen.
[0018] Angenommen, daß der Produktionsplan feststeht, so wird der erste Auftrag, der zu
bearbeiten ist, in Angriff genommen. Hierfür werden die erforderlichen Grunddaten
vom Betriebsleitrechner an die einzelnen miteinander über ein Lokalnetz verbundenen
Prozeßrechner mitgeteilt, wobei diese die notwendigen Grundeinstellungen für die Inbetriebnahme,
Betrieb und Abstellen der einzelnen Textilmaschinen vornehmen, teilweise anhand der
vom Betriebsleitrechner übermittelten Grunddaten und teilweise aufgrund von in den
jeweiligen Speichern enthaltenen Daten. Das System kann auch als eine Art Selbstlernsystem
programmiert werden, so daß im Falle von wiederholten Aufträgen die einmal gelernten
Grundeinstellungen wieder verwendet werden können, ggf. mit kleinen Anpassungen, um
Variationen in den Eigenschaften der einzelnen Faserrohstoffe zu berücksichtigen.
Auch können einmal erprobte und für nützlich gefundene Korrekturmaßnahmen immer wieder
verwendet werden, wenn das gleiche Muster von Abweichungen vorliegt.
[0019] Im Betrieb kann das Verfahren so ablaufen, daß die in jedem Bereich gemessenen Qualitätsmerkmale
dem jeweils zuständigen Prozeßrechner zugeführt werden und daß letzterer einen Vergleich
dieser Qualitätsmerkmale mit beispielsweise vom Betriebsleitrechner festgelegten Werten
vornimmt und im Falle eines ungünstigen Vergleiches in die Regelung des jeweiligen
Bereiches eingreift, sofern im Rahmen der Regelung unter Berücksichtigung der vorgesehenen
Produktion eine Veränderung der gemessenen Qualitätsmerkmale im Sinne eines günstigeren
Vergleiches möglich ist. Wenn dies nicht erreichbar ist bzw. nur durch eine unerwünschte
Änderung der Regelung bzw. der Produktion erreichbar ist, wird aus den Qualitätsmerkmalen
ein Korrekturwert errechnet, der zu einer Parameterveranderung in dem vorherigen Bereich
der Spinnereilinie herangezogen wird.
[0020] Die Regelung der einzelnen Textilmaschinen aufgrund der am Ausgang der jeweiligen
Maschine gemessenen Qualitätsmerkmale wird häufig durch eine der Maschine zugeordnete,
autonom funktionierende Regelung vorgenommen. Es ist aber auch möglich, die Regelung
der einzelnen Textilmaschinen aufgrund der am Ausgang der jeweiligen Maschine gemessenen
Qualitätsmerkmale von dem jeweils zugeordneten Prozeßrechner vornehmen zu lassen,
was heutzutage immer mehr von Bedeutung wird, da man Regelverfahren zunehmend mit
einem entsprechend programmierten Computer durchführt.
[0021] Die Steuerung bzw. Regelung der Produktion der einzelnen Textilmaschinen wird vorzugsweise
auch vom jeweils zugeordneten Prozeßrechner vorgenommen, wobei dieser die vom Betriebsleitrechner
vorgegebenen Produktionsvorgaben und die von den anderen Prozeßrechnern mitgeteilten
Angaben zu der jeweiligen Produktionsgeschwindigkeit berücksichtigen kann. Im Grunde
genommen strebt das System eine stetige Produktionsgeschwindigkeit an, die möglichst
hoch sein sollte. Zwischen einzelnen Textilmaschinen ist häufig eine gewisse Pufferkapazität
vorhanden. Beispielsweise können etwa acht Karden die Kardenbänder für zwei parallel
zueinander arbeitenden Strecken produzieren, wobei das Kardenband in Kannen abgelegt
wird, aus denen es zu einem späteren Zeitpunkt für die Weiterverarbeitung durch die
Strecken herausgenommen wird, so daß die Pufferkapazität durch die Anzahl und das
Fassungsvermögen der Kannen bestimmt wird, einschließlich solche, die zwischen den
Karden und den Strecken gelagert werden. In diesem Falle kann jede Strecke, selbst
dann, wenn eine Karde oder mehrere Karden aufgrund eines Defektes kurzzeitig außer
Betrieb gesetzt werden muß bzw. müssen, für eine gewisse Zeit mit der gleichen Geschwindigkeit
weiterarbeiten. Die mangelnde oder unzureichende Produktion der Karden muß nur dann
berücksichtigt werden, wenn ein Betriebszustand erreicht wird, bei dem ein unzureichender
Vorrat an Kardenband für die Strecke droht.
[0022] Obwohl man bemüht ist, die Qualitätsmerkmale, wenn möglich on-line zu messen, bestehen
Schwierigkeiten, bestimmte Parameter an Ort und Stelle zu erfassen. Die entsprechenden
Qualitätsmerkmale können aber im Labor gemessen werden, und die Ergebnisse dieser
Labormessungen können ebenfalls bei der Ermittlung von evtl. notwendigen Korrekturwerten
berücksichtigt werden, wenn die Ergebnisse der Labormessungen dem jeweils zuständigen
Prozeßrechner mitgeteilt werden. Weitere vorteilhafte Ausbildungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens sowie vorteilhafte Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens sind den
Unteransprüchen 10 bis 29 zu entnehmen.
[0023] Der Vollständigkeit halber soll kurz auf die FR-A-25 34 690 bzw. auf die entsprechende
DE-A-32 37 864 hingewiesen werden.
[0024] Diese Schrift offenbart ein Verfahren zum Steuern und/oder Regeln einer Spinnereivorbereitungsanlage,
d.h. den Bereich Putzerei, die aus mehreren Baugruppen besteht, wobei jede Baugruppe
mehr als eine Maschine aufweist, bei dem Art und Menge der Verarbeitung des Fasermaterials
gemessen und gesteuert bzw. geregelt werden und zeichnet sich dadurch aus, daß in
den Baugruppen oder Einzelmaschinen Fasermaterial- und/oder maschinenbezogene Werte
ständig gemessen, durch einen Mikrocomputer mit vorgegebenen Soll-Werten verglichen
und bei Abweichungen von den Soll-Werten neu berechnet und der neue Wert einem Stellglied
der Baugruppen oder Einzelmaschinen wieder zugeführt wird. Die Entgegenhaltung befaßt
sich nicht mit der Steuerung einer gesamten Spinnereilinien, bestehend aus mehreren
Bereichen und gibt keinerlei Hinweis, daß es angebracht wäre, die gesamte Spinnereilinie
in mehrere Bereiche zu unterteilen bzw. wie diese Unterteilung vorgenommen werden
soll und wie dann das Verfahren durchgeführt werden soll.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme
auf die Zeichnung naher erläutert; in welcher zeigt:
- Fig. 1
- ein schematisches Diagramm zur Erläuterung der Hierarchie der einzelnen Rechner,
- Fig. 2
- ein schematisches Diagramm zur Erläuterung der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen
Textilmaschinen des Putzereibereiches und zur schematischen Darstellung der gemessenen
Qualitätsmerkmale und der Art und Weise in der diese Qualitätsmerkmale berücksichtigt
werden,
- Fig. 3
- ein Diagramm entsprechend dem von Fig. 2, jedoch für den Prozeßbereich Vorwerk,
- Fig. 4
- ein weiteres Diagramm entsprechend dem Diagramm der Fig. 2, jedoch diesmal für den
Spinnereibereich,
- Fig. 5
- eine Tabelle, die einen Überblick zu den vorhandenen Sensoren im den Bereichen Putzerei
und Vorwerk gibt,
- Fig. 6
- eine Tabelle, ähnlich der Tabelle der Fig. 5, jedoch mit Angaben zu den vorgegebenen
Sensoren im Spinnereibereich,
- Fig. 7
- eine Tabelle mit Angaben zu den Steuer- und Regelgrößen sowie die Stellgrößen in den
Bereichen Putzerei und Vorwerk,
- Fig. 8
- eine weitere Tabelle entsprechend der Tabelle der Fig. 7, jedoch für den Spinnereibereich,
und
- Fig. 9
- eine Übersichtstabelle, welche die an den einzelnen Textilmaschinen gemessenen Qualitätsmerkmale
sowie die in erster Linie vorzunehmenden Regeleingriffe bei Abweichungen dieser Parameter
zeigt.
[0026] Nach Fig. 1 ist eine Spinnereilinie 10, welche eine Maschinenebene darstellt, in
fünf in einer Reihe angeordnete Bereiche 12, 14, 16, 18 und 20 unterteilt. Der Bereich
12 umfaßt das Ballenlager, wo die Ballen gelagert und zu dem nachfolgenden Bereich,
nämlich dem Putzereibereich 14 transportiert werden. Der Bereich 14 umfaßt verschiedene
Textilmaschinen, z.B. Ballenöffner, Grob- und Feinreinigungsmaschinen, Mischer und
Karden sowie eine Bandablage. Der Bereich 14 wird vom sogenannten Vorwerkbereich 16
gefolgt, welcher in diesem Beispiel aus Kämmaschinen und Strecken besteht. Danach
kommt der Spinnereibereich 18, bestehend aus Vorspinnmaschinen, beispielsweise Flyer,
Ringspinnmaschinen, Offenendspinnmaschinen, anderen Spinnmaschinen, beispielsweise
Friktionsspinnmaschinen, und Spulern. Das Produkt des Bereiches 18 besteht aus Garnspulen
und diese werden in einem nachfolgenden Spulenlagerbereich 20 gelagert und für die
Lieferung an den jeweiligen Kunden in der Packerei des Spulenlagers abgepackt.
[0027] Es soll darauf hingewiesen werden, daß der Spinnereibereich, normalerweise entweder
aus Flyer und Ringspinnmaschinen oder aus Offenendspinnmaschinen oder aus anderen
Spinnmaschinen besteht. Eine Mischung verschiedenartiger Spinnmaschinen in diesem
Bereich ist zwar denkbar, jedoch in der Praxis eher unwahrscheinlich.
[0028] Für jeden der funf genannten Bereiche 12 bis 20 ist ein jeweiliger Prozeßrechner
22, 24, 26, 28, 30 vorgesehen, der über jeweilige Leitungen 32, 34, 36, 38 und 40
mit dem jeweils zugeordneten Produktbereich 12 bis 20 verbunden ist. Untereinander
sind die Prozeßrechner 22 bis 30 über ein lokales Netz verbunden, das auch eine Verbindung
44 zu einem Betriebsleitrechner 46 umfaßt. Nachdem die einzelnen Textilmaschinen in
der Spinnereilinie 10 zum Teil auch mit eigenen rechnergesteuerten Steuer- und Regelsystemen
ausgestattet sind, können die Leitungen 32 bis 40 auch ggf. als lokale Netze ausgebildet
werden, damit die Kommunikation zwischen jedem Prozeßrechner und den zugeordneten
rechnergesteuerten Maschinen ohne weiteres möglich ist.
[0029] Die fünf Prozeßrechner 22 bis 30 definieren hierarchiemäßig eine Prozeßleitebene,
während der Betriebsleitrechner in der Hierarchie eine Etage höher ist und eine Betriebsleitebene
definiert. Zusätzlich zu den genannten Rechnern kann ein Laborrechner 48 vorhanden
sein, der sinnvollerweise in die Prozeßleitebene integriert ist und mit den Prozeßrechnern
22 bis 30 über das lokale Netz 42 kommuniziert.
[0030] Nachdem im Ballenlagerbereich 12 und im Spulenlagerbereich 20 relativ wenig Daten
ausgetauscht werden, können die durch den Prozeßrechner Rohstoff 22 und den Prozeßrechner
Garn 30 durchgeführten Funktionen in den PS-Rechner Putzerei 24 bzw. in den PS-Rechner
Spinnerei 28 integriert werden.
[0031] Die Spinnereilinie 14 sowie hier schematisch dargestellt, beinhaltet keine Transportsysteme.
Wenn solche Transportsysteme vorhanden sind, können zusätzliche Gruppenrechner für
die Transportsysteme an das lokale Netz 42 angeschlossen werden. In den Betriebsleitrechner
46 werden u.a. die Aufträge von den einzelnen Kunden mit allen relevanten Angaben
sowie Angaben zu dem von der Betriebsleitung eingekauften und noch zu liefernden Faserballen
eingegeben. Über die Verbindung 44 sowie das lokale Netz 42 hat der Betriebsleitrechner
auch Zugang zu den im Prozeßrechner 22 gespeicherten Angaben zu den derzeitigen Lagerbeständen
und zu den im Prozeßrechner Garn 30 gespeicherten Beständen angefertigtes Garn, die
bei der Erstellung der einzelnen Produktionspläne durch die Betriebsleitung unter
Anwendung des Betriebsleitrechners erforderlich sind. Der Betriebsleitrechner kann
auch andere notwendige Funktionen ausüben, beispielsweise kann er administrative und
kommerzielle EDV-Aufgaben bewältigen und bestimmte Nebensysteme ansteuern, beispielsweise
Brandschutz- und HLK-Systeme.
[0032] Um die Zusammenarbeit der Rechner mit den einzelnen Bereichen besser darzustellen,
wird nunmehr auf die Figuren 2 bis 4 bezuggenommen.
[0033] Die Fig. 2 zeigt in durchgezogenen Linien den Putzereibereich und gestrichelt den
Ballenlagerbereich. Der Materialfluß findet in Fig. 2 von links nach rechts statt
und wird mit den pfeilartigen Dreiecken 52 gekennzeichnet.
[0034] Ballen aus dem Ballenlagerbereich 12 werden zunächst zu einer Ballenabtragungsmaschine
53 geführt, welche Faserflocken von den einzelnen Ballen abträgt und in eine Grobreinigungsmaschine
54 einspeist. Das grob gereinigte Produkt geht dann in einen Mischer 56, der die von
der Grobreinigungsmaschine 54 erhaltenen Flocken der verschiedenen Provenienzen zusammenmischt.
Die Anteile der verschiedenen Provenienzen werden in diesem Beispiel von der Ballenabtragungsmaschine
53 bestimmt, wobei diese natürlich nur diejenigen Ballen abtragen kann, die ihr aus
dem Ballenlager zugeliefert werden. Das Ausgangsprodukt des Mischers führt dann zu
einer Feinreinigungsmaschine 58, und die fein gereinigten Flocken werden dann in den
Speiseschacht 60 einer Karde 62 eingespeist. Obwohl in Fig. 2 nur ein Schacht 60 und
eine Karde 62 gezeigt sind, werden in der Praxis mehrere Schächte und Karden parallel
betrieben, d.h. parallel von der Feinreinigungsmaschine 58 gespeist. Die kardierten
Fasern werden am Ausgang der Karde zu einem Kardenband zusammengeführt und dann in
Kannen gefüllt, die vorübergehend in einer Bandablage 64 gespeichert werden. Die Kannen
fahren dann aus der Bandablage 64 der Putzerei in den Vorwerkbereich der Fig. 3.
[0035] Unterhalb der soeben beschriebenen Textilmaschinenlinie sind in Fig. 2 noch einige
weitere Kästen dargestellt, deren Funktion kurz erläutert wird. Das Feld 66 deutet
auf eine Abgangsaufbereitungsmaschine hin, d.h. eine Maschine, die den Faserabgang
aus anderen Herstellungsstufen wieder in Flockenform bringt, wobei die so aufbereiteten
Flocken als Mischfasern mit den aus der Ballenabtragungsmaschine 53 kommenden Flocken
gemischt werden können. Zu diesem Zweck werden die aufbereiteten Flocken aus der Maschine
66 zu einer Dosierungsmaschine 68 geführt, die dann die Flocken in die pneumatische
Transportleitung zwischen der Ballenabtragungsmaschine 53 und der Grobreinigungsmaschine
54 einführt, was hier aber nicht gezeigt ist, um die Darstellung zu vereinfachen.
[0036] Zwischen der Ballenabtragungsmaschine und Grobreinigungsmaschine können andere Maschinen
bzw. Einrichtungen eingesetzt werden. Diese schließen beispielsweise eine Fremdkörperausscheidungseinrichtung
70, eine Metallausscheidungseinrichtung 72 und eine Honigtaubehandlungseinrichtung
74 ein.
[0037] In Fig. 3 sind vier verschiedene Möglichkeiten für die Weiterbehandlung der vom Putzereibereich
in Kannen gelieferten Kardenbänder gezeigt.
[0038] Die erste Möglichkeit besteht darin, Kardenbänder in zwei in Reihe geschalteten Strecken
76 und 78 durch Doublieren und Verziehen weiterzubearbeiten, um eine Erhöhung ihrer
Gleichmäßigkeit und eine Parallelisierung der Fasern zu bewirken. Mit der Linie 80
wird angedeutet, daß es nicht notwendig ist, das Kardenband zweimal zu verziehen,
für manche Zwecke genugt eine einmalige Verziehung.
[0039] Eine dritte Möglichkeit besteht darin, die Kardenbänder in einer Strecke 76 zu verziehen
und dann in einer Einheit 82 für die Kämmerei vorzubereiten. Hier werden nämlich in
der Einheit 82 mehrere Kardenbänder zu einem Wickel zusammengelegt und dann der eigentlichen
Kämmaschine 84 zugeführt. Nach der Kämmaschine wird das gekämmte Vlies zu einem Band
zusammengeführt und nochmals in einer weiteren Strecke 78 behandelt. Schließlich zeigt
die senkrechte Linie 86, daß das Kardenband direkt zu der Kämmereivorbereitungseinheit
82 unter Umgehung der ersten Strecke 76 geführt werden kann.
[0040] Das durch die Strecken 76, 78 doppelt behandelte Kardenband nach dem oberen Teil
der Fig. 3 wird üblicherweise zu einer Offenendspinnmaschine 88 geführt, die daraus
Garn erzeugt.
[0041] Das einmal verstreckte Kardenband, das an der senkrechten Linie 80 in der Fig. 3
erhalten wird, wird dagegen eher für neuartige Spinnverfahren wie beispielsweise Friktionsspinnen
oder Düsenspinnen verwendet, wobei das entsprechende Verfahren in der Einheit 90 durchgeführt
wird. Auch hier erhält man als unmittelbares Erzeugnis des Verfahrens ein Garn.
[0042] Das verstreckte und gekämmte Kardenband vom unteren Teil der Fig. 3 wird üblicherweise
einem Flyer 92 zugeführt und das so entstehende Vorgarn wird anschließend in einer
Ringspinnmaschine 94 zum fertigen Garn gesponnen. Das von der Ringspinnmaschine produzierte
Garn, das auf Spinnköpse gewickelt ist, wird einem Spuler 96 zugeführt, der fehlerhafte
Garnstücke herausschneidet und das Garn auf größere Spulen wickelt.
[0043] Mit der senkrechten Linie 98 wird angedeutet, daß hier ein fertiges Garnprodukt vorliegt.
Das Garnprodukt kann gleich verpackt und etikettiert werden, was mit der Maschine
100 erfolgt, wo das Garn in der Bedämpfungseinheit 102 zuvor bedämpft wird. Dies gilt
für alle Garne, egal ob sie von der Offenendspinnmaschine, von der Ringspinnmaschine
oder von einem anderen Spinnverfahren kommen.
[0044] In den Fig. 2 bis 5 ist der für den jeweiligen Bereich zuständige Prozeßrechner 24,
26 bzw. 28 eingezeichnet. Die Anschlüsse zwischen den jeweiligen Prozeßrechnern und
den einzelnen in deren Bereich vorhandenen Maschinen sind in diesen Figuren nicht
gezeigt, sondern es werden lediglich mit einer doppelten Linie und der Bezeichnung
PS diejenigen Maschinen angedeutet, an denen Qualitätsmerkmale gemessen und dem zuständigen
Prozeßrechner mitgeteilt werden, unter der Voraussetzung, daß die so gemessenen Qualitätsmerkmale
auch eine Auswirkung auf einen anderen Bereich haben können. Bei der Fig. 2 ist vom
Ballenlager ausgehend eine Erfassungsstation 104 gezeigt, die ebenfalls mit einer
doppelten Linie und der Bezeichnung PS versehen ist. In diesem Fall ist der zuständige
Prozeßrechner entweder der Prozeßrechner 24 oder, für den Fall, daß ein getrennter
Prozeßrechner für den Rohstoffbereich vorgesehen ist, dieser Rechner gemeint.
[0045] Das gleiche gilt für die Ausgangserfassungsstation 106 der Fig. 4, d.h. die Bezeichnung
PS deutet hier entweder auf den Spinnereibereichsrechner 28 oder auf einen getrennten
Bereichsrechner für das Spulenlager, sofern ein solcher Rechner vorhanden ist.
[0046] Bei vielen der einzelnen Maschinen bzw. Einheiten sind kleine Kreise mit der Bezeichnung
"Q" zu sehen. In manchen Fällen führt nach der Bezeichnung "Q" ein Pfeil in die jeweils
zugeordnete Maschine/Einheit zurück. Dieses "Q" bedeutet, daß Qualitätsmerkmale gemessen
werden und in Form einer Regelschleife zur Regelung der entsprechenden Maschinen verwendet
werden. Es kann sich hier um einen autonom funktionierenden Regelkreis handeln, oder
die Regelung kann vom zuständigen Bereichsrechner aus erfolgen, je nach dem wie der
Konstrukteur die Anlage auslegt.
[0047] Bei manchen Einheiten, beispielsweise bei der Karde 62, sind Qualitätsregelungen,
sogenannte Q-Regelungen vorgesehen, die nicht nur eine Auswirkung auf die Maschine
selbst, sondern auch auf den Betrieb einer in Materialflußrichtung vorgeschalteten
Maschine haben. Beispielsweise ist die Karde diesbezüglich zu der Feinreinigungsmaschine,
der Ballenabtragungsmaschine und die Ballenlager zurückgekoppelt.
[0048] Neben jedem Q-Regelungskreis werden diejenigen Qualitätsmerkmale, die gemessen werden,
angegeben. Bei manchen Maschinen sind auch Kreise mit "P" eingezeichnet; es handelt
sich hier um Einrichtungen zum Messen der jeweiligen Produktionsgeschwindigkeit und
zur Regelung der eigenen Produktionsgeschwindigkeit und ggf. der Produktionsgeschwindigkeit
von in der Verfahrenslinie vorgeschalteten Maschinen.
[0049] Um die einzelnen gemessenen Qualitätsmerkmale übersichtlicher darzustellen, geben
die Tabellen der Fig. 5 und 6 in kompakter Form an, welche Sensoren bei welchen Maschinen
vorhanden sind. Auch wird in diesen Tabellen angegeben, ob die Qualitätsmerkmale intermittierend
erfaßt werden (i) oder kontinuierlich (k), und in manchen Fällen wird auch zum Ausdruck
gebracht, daß die Überwachung auch evtl. auf beide Arten erfolgen kann. Auch wird
neben den einzelnen Sensoren angegeben, mit welcher Genauigkeit sie bevorzugt arbeiten
sollten. Bei den Sensoren, wo die Genauigkeit mit einem doppelten Pfeil angedeutet
ist, kann davon ausgegangen werden, daß die Sensoren mit vorzugsweise einer Genauigkeit
besser als 1% arbeiten sollen.
[0050] Eine weitere Hilfe bei der Erfassung der bei den einzelnen Maschinen vorkommenden
Steuer-/Regelgrößen und der entsprechenden Stellgrößen bieten die Fig. 7 und 8. Es
handelt sich hier um die Steuer-/Regelgroßen der maschineninternen Regelkreise, d.h.
der Regelkreise, die der jeweiligen Maschine zugeordnet sind. Als Ergänzung hierzu
gibt die Tabelle der Fig. 9 auch diejenigen Qualitatsmerkmale an, die an einer Maschine
erfaßt werden und zu Regeleingriffen bei anderen Maschinen führen.
[0051] Weitere Einzelheiten werden nunmehr anhand der Fig. 2, 3 und 4 erläutert.
[0052] Aus Fig. 2 sieht man anhand der Beschriftung neben dem Ballenlager 12, daß für die
einzelnen Ballen der einzelnen Provenienzen einige Qualitätsmerkmale ermittelt werden
und zwar handelt es sich hier um den Stapel, den Micronaire-Wert, die Faserfestigkeit,
den Schmutzgehalt und die Farbe. Die entsprechenden Werte, die ggf. in codierter Form
auf den Ballen gespeichert werden können, werden in den Rohstoffbereichsrechner 22
oder in den Putzereibereichsrechner 24 eingeschrieben bzw. eingelesen und stehen dort
auch dem Betriebsleitrechner zur Verfügung. Anhand des vom Betriebsleitrechner festgesetzten
bzw. vorgegebenen Produktionsplans werden nun Ballen von verschiedenen Provenienzen
der Ballenabtragungsmaschine 53 vorgelegt und diese trägt Rohstoff aus den einzelnen
Ballen entsprechend den erwünschten Mischverhältnissen ab. Das so abgetragene Flockenmaterial
wird dann in der Grobreinigungsmaschine grob gereinigt. Am Ausgang der Grobreinigungsmaschine
werden Qualitätsmerkmale in Form von ausgeschiedenem Schmutz und Faserabgang gemessen
und entsprechend den gemessenen Werten wird der Druck der in der Grobreinigungsmaschine
integrierten Saugquelle geregelt, um die gemessenen Abgang- und Schmutzwerte in erwünschten
Grenzen zu halten. Die gemessenen Werte für Abgang und Schmutz werden auch dem Putzereibereichsrechner
24 mitgeteilt. Die grob gereinigten Flocken werden dann dem Mischer 56 zugeführt und
dort gemischt, bevor sie an die Feinreinigungsmaschine 58 übergeben werden.
[0053] Der Durchsatz des Mischers wird erfaßt und zur Steuerung der Arbeitsgeschwindigkeit
der Ballenabtragungsmaschine 53 sowie evtl. der automatischen Ballentransportsysteme
im Ballenlager 12 verwendet.
[0054] Die gemischten Flocken laufen anschließend durch die Feinreinigungsmaschine 58 und
am Ausgang dieser Maschine werden ebenfalls Qualitätsmerkmale in Form des entstehenden
Abganges bzw. des ausgeschiedenen Schmutzes gemessen und ggf. wird die Einstellung
der Feinreinigungsmaschine über die Regelschleife geregelt, um die gemessenen Werte
für Abgang und Schmutz in den erwünschten Grenzen zu halten. Diese Werte werden dem
zuständigen Prozeßrechner 24 mitgeteilt.
[0055] Nach Durchlaufen des Schachtes 60 wird das Flockenmaterial in der Karde 62 kardiert.
In der Karde werden einerseits die Nummer des Kardenbandes sowie der CV-Wert gemessen
und zur Regelung der Karde durch eine interne Regelschleife ausgenutzt. Die entsprechenden
Werte können auch auf den Prozeßrechner 24 übertragen werden, damit dieser über den
Ablauf in der Karde voll informiert ist. Nachdem die Karde auch eine gewisse Produktion
erreichen soll, wird auch hier die Produktion gemessen, und der Betrieb des Mischers
wird entsprechend gesteuert und geregelt, damit der Mischer nur so viele Flocken mischt,
wie die Karde tatsächlich verarbeiten kann. Hier bieten natürlich die Transportwege
innerhalb der Feinreinigungsmaschine sowie der Schacht 60 gewisse Pufferkapazitäten.
[0056] Auch bei der Fremdkörperausscheidungseinheit 70, der Metallausscheidungseinheit 72
und der Honigtaubehandlungseinheit 74 sind interne Regelschleifen vorhanden, die die
Qualität der erfolgten Ausscheidung bzw. Behandlung ermitteln und auf erwünschte Werte
hin regeln. Bei der Dosierungseinheit 68 wird auch die Produktion geregelt, da man
schließlich nur einen festgelegten Anteil Abgang mit neuem Material vermischen will.
[0057] Weiterhin werden am Ausgang der Karde die Nissenzahl, der Stapel, der Micronaire-Wert,
die Farbe, der Abgang, der ausgeschiedene Schmutz und die Faserfestigkeit gemessen
und diese Werte müssen ganz bestimmte Kriterien erfüllen. Gelingt es nicht, diese
Werte durch Regelung der Karde innerhalb der festgesetzten Grenzen zu halten, so wird
zunächst versucht, durch eine Neueinstellung der Feinreinigungsmaschine die entsprechenden
Werte zu verbessern. Gelingt dies nicht, so ist es erforderlich, eine Veränderung
der Mischverhältnisse vorzunehmen, was durch die Ansteuerung der Ballenabtragungsmaschine
erfolgen muß und schließlich auch Auswirkungen auf das Ballenlager hat, was durch
die in diese Maschinen eingehenden Pfeile angedeutet ist. Obwohl die entsprechenden
Pfeile von den entsprechenden Q-Sensoren der Karde ausgehen, werden die Signale eigentlich
vom Bereichsrechner 24 aus weitergeleitet.
[0058] Auf alle Fälle erhält der Bereichsrechner 24 laufend die von den entsprechenden Qualitätssensoren
gemessenen Werte und hat die Möglichkeit, diese Werte wenigstens vorübergehend zu
speichern. Das produzierte Kardenband wird dann in der Bandablagemaschine 64 in Kannen
gefüllt, wobei der Betrieb der Kannenfüllköpfe so geregelt wird, daß eine konstante
Bandspannung erreicht ist, was mit dem entsprechenden Hinweis in Fig. 2 neben der
Kannenfüllmaschine 64 zum Ausdruck gebracht wird.
[0059] Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß bei den Strecken 76 und 78 interne Regelungen vorgesehen
sind, die bestimmte Qualitätsmerkmale in bestimmten Grenzen halten. Es handelt sich
hier beispielsweise um die produzierte Bandnummer, den CV-Wert, den Stapel und die
Farbe, auch kann das Spektrogramm gemessen und geregelt werden. Alle die gemessenen
Werte werden an den zustandigen Prozeßrechner 26 übergeben.
[0060] Auch die Kämmereivorbereitungseinheit ist an den Prozeßrechner 26 angeschlossen,
damit der Rechner stets den Betriebszustand dieser Einheit kennt.
[0061] Weiterhin werden bei der Kämmaschine 84 des Vorwerksbereiches Qualitätsmerkmale in
Form der Bandnummer, des CV-Wertes, des Stapels und des Micronaire-Wertes gemessen
und zur internen Regelung der Kämmaschine verwendet. Auch werden diese Werte an den
zuständigen Prozeßrechner 26 übertragen.
[0062] Gelingt es nicht, die vorgegebenen Bereiche der entsprechenden Qualitätsmerkmale
einzuhalten, so müssen evtl. Korrekturen für den Stapel und den Micronaire-Wert vorgenommen
werden. Diese Korrektur wird durch eine Neueinstellung der Ballenabtragungsmaschine
vorgenommen, d.h. die Mischungsverhältnisse der einzelnen Provenienzen werden geändert.
Obwohl der entsprechende Pfeil direkt von der Kämmaschine 84 zu der Ballenabtragungsmaschine
54 führt, wird in der Tat die Notwendigkeit der Korrektur vom Prozeßrechner 26 erkannt
und über das lokale Netz 42 dem Prozeßrechner 24 des Putzereibereiches mitgeteilt
und die entsprechende Änderung der Mischverhältnisse wird von diesem Rechner vorgenommen,
entsprechend dem Vorgehen bei einer Korrektur aufgrund von Unstimmigkeiten bei den
Qualitätsmerkmalen am Ausgang der Karde 62.
[0063] Am Ausgang der Offenendspinnmaschine wird der sogenannte 4K-Wert (Angaben zu der
Häufigkeit von Dickstellen/Dünnstellen, Moire-Werte und lange Dickstellen) sowie das
Spektrogramm gemessen und durch einen internen Regelungskreis geregelt. Gelingt es
nicht, diese Werte durch den internen Regelungskreis in die erwunschten Bereiche hineinzuregeln,
so muß einer Korrektur bei der Karde und evtl. auch bei der Strecke vorgenommen werden,
was mit den entsprechenden Pfeilen in den Fig. 2, 3 und 4 angedeutet ist. Auch hier
werden aber in der Praxis die gemessenen Werte für die Qualitätsmerkmale in den Prozeßrechner
28 des Spinnereibereiches eingegeben und dieser entscheidet über die Notwendigkeit
eines Regeleingriffes bei der Karde oder evtl. bei der Strecke. Wenn eine solche Korrektur
beschlossen ist, so wird dies dem zuständigen Prozeßrechner 24 bzw. 26 mitgeteilt
und die entsprechende Neueinstellung bzw. der entsprechende Regeleingriff wird vom
zuständigen Rechner durchgeführt.
[0064] Sollte es sich statt um eine Offenendspinnmaschine um ein neues Spinnverfahren handeln,
so werden genau die gleichen Werte gemessen und geregelt, was durch die entsprechenden
Hinweise in Fig. 4 ersichtlich ist. Auch hier werden die entsprechenden Werte für
die Qualitätsmerkmale dem Prozeßrechner 28 des Spinnereibereiches mitgeteilt, der
die entsprechenden Änderungen dann über den angeschlossenen Prozeßrechner 24 bzw.
26 vornimmt.
[0065] Bei dem Beispiel des Flyers 92 der Fig. 4 werden als Qualitätsmerkmale Luntenbruchzustände,
Luntenspannungswerte und die Vorgarnnummer gemessen und intern geregelt. Die gemessenen
Werte werden auch dem zustandigen Prozeßrechner 28 des Spinnereibereiches mitgeteilt.
[0066] Bei der Ringspinnmaschine werden Qualitätsmerkmale wie die Fadenspannung, evtl. der
4K-Wert und auch evtl. die Haarigkeit gemessen. Gelingt es nicht, diese Werte über
einen internen Regelungskreis in Griff zu bekommen, so muß eine Korrektur bei der
Karde, bei der Kämmaschine und evtl. bei der Strecke vorgenommen werden, was durch
den entsprechenden Pfeil in Fig. 4 bzw. in den Fig. 2 und 3 angedeutet ist. Auch hier
erfolgt die Korrektur mit Hilfe des zuständigen Prozeßrechners 28.
[0067] Beim Spuler 96 wird wiederum der 4K-Wert gemessen und zur internen Regelung der Arbeitsweise
des Spulers herangezogen. Nach dem Spuler kann man auch evtl. die Fasermischung und
evtl. auch die Haarigkeit des Garnes kontrollieren. Man kann auch das Arbeitsvermögen,
die Garnnummer, den CV-Wert und evtl. den Classimat-Wert nach dem Spuler messen und
dazu ausnützen, um eine Korrektur bei der Ringspinnmaschine 94 vorzunehmen. Alle diese
gemessenen Werte werden, wie mit der Bezeichnung PS angedeutet, dem Prozeßrechner
28 mitgeteilt und evtl. Korrekturmaßnahmen an der Ringspinnmaschine werden vom Prozeßrechner
28 aus befohlen.
[0068] Sollte es sich herausstellen, daß die Haarigkeit außerhalb der zulässigen Grenzen
liegt, so wird dies vorwiegend dadurch berücksichtigt, daß ein Alarm ausgelöst wird,
so daß man genau untersuchen kann, wo diese Haarigkeit ihre Ursache hat.
[0069] Schließlich werden alle verpackten und etikettierten Spulen in der Ausgangserfassungsstation
106 erfaßt und die entsprechenden Werte werden im zuständigen Prozeßrechner gespeichert
und stehen dort dem Betriebsleitrechner zur Verfügung. Es kann sich hier um reine
Mengenangaben, klassifiziert nach Garnnummer und Garneigenschaften, oder auch um Angaben
zu den jeweiligen Lagerplätzen handeln, im letzten Fall, sofern das Spulenlager computerisiert
ist, beispielsweise so, daß die Transportsysteme und Lagerplätze vom Rechner aus geregelt
bzw. vorgegeben werden.
[0070] Schließlich soll betont werden, daß die Einteilung der Maschinen in die angegebenen
Bereiche zwar als vorteilhaft angesehen wird, jedoch nicht zwingend ist. D.h. die
Grenzen zwischen den einzelnen Bereichen können anders gewählt werden als hier beschrieben.
[0071] Dies bedeutet, daß die "Dreiteilung" der Spinnereilinie, nämlich in die drei Bereiche
"Putzerei", "Vorwerk" und "Spinnerei" (in einem Spinnsaal) als besonders wichtig angesehen
wird.
[0072] Die Putzerei kennzeichnet sich durch einen kontinuierlichen Materialfluß (pneumatisches
Transportsystem) und endet mit der Karde.
[0073] Der "Spinnsaal" kennzeichnet sich durch eine Vielzahl von einzelnen Bearbeitungsstationen
(Spinnstellen) und es entstehen hier besondere Probleme, die spezieller Lösungen bedürfen.
[0074] Der "Vorwerk-"Bereich kennzeichnet sich durch einen diskontinuierlichen Materialfluß
(in Behältern) und hängt stark von dem Endprodukt ab (z.B. gekämmtes Material / nur
kardiertes Material).
[0075] Die Indentifizierung des Vorwerkbereiches als eines eigenen Bereiches und seine Integration
in die Gesamtbearbeitungslinie wird als besonders wichtig für die vorliegende Anmeldung
angesehen.
[0076] Es muß betont werden, daß die vorliegende Erfindung immer auf der gewünschten Beziehung
zwischen Qualität und Produktionsgeschwindigkeit beruht. Es bestehen die folgenden
strategischen Möglichkeiten:
1. konstante Qualität zu erreichen (unter Zulassung von Produktionsschwankungen),
2. eine Idealqualität bei einer bestimmten Produktionsrate zu erreichen, und
3. die maximale Produktion bei einer gegebenen Minimalqualität zu erreichen.
[0077] Diese Möglichkeiten werden einfach ausgedrückt, um die Tatsache klarzustellen, daß
die vorliegende Erfindung nicht nur auf das Erreichen einer vorbestimmten Qualität
gerichtet ist.
[0078] Die vorliegende Erfindung umfaßt, wie im einzelnen vorstehend erklärt wurde, das
Messen von Qualitätseigenschaften und Produktionsgeschwindigkeiten an einzelnen Maschinen
mit dem Ziel, grundsätzlich zunächst eine Korrektur an der bestimmten Maschine zu
versuchen und auszuführen, an der die Qualitäts- oder Produktionsmerkmale gemessen
wurden, falls die gemessenen Werte nicht den angestrebten Werten entsprechen. Falls
dies nicht möglich ist, wird ein Versuch unternommen, die gemessenen Werte durch Korrektur
an einer vorhergehenden Maschine im gleichen Bereich zu korrigieren. Falls dies nicht
möglich ist, wird die Korrektur an einer früheren Stufe, d.h. an einer Maschine in
einem vorhergehenden Bereich der Produktionslinie vorgenommen.
[0079] Diese Änderungen an einer vorhergehenden Maschine des gleichen Bereiches oder an
einer vorhergehenden Maschine in einem vorhergehenden Bereich können erfindungsgemäß
vollautomatisch ausgeführt werden. Das trifft besonders für die Regulierung und Korrektur
von Maschinen im "Putzerei-"Bereich zu.
[0080] Für praktische Zwecke reicht es jedoch vollständig aus, und ist zur Erhöhung des
Kundenvertrauens anzustreben, wenn jede Änderung, die über die interne Regelung einer
Einzelmaschine hinausgeht, zuerst durch das Computersystem der Bedienungsperson vorgeschlagen
wird, die dann unter Benutzung ihrer eigenen Erfahrung und ihres Urteilsvermögens
eine Auswahl treffen kann, ob sie den Vorschlag annimmt oder nicht. Damit werden alle
Korrekturen, die dem Computer bei einer vorhergehenden Maschine des gleichen Bereiches
oder einer Maschine in einem vorhergehenden Bereich notwendig erscheinen, zuerst der
Bedienungsperson oder der Leitung vorgeschlagen, bevor sie ausgeführt werden. Falls
die Bedienungsperson oder der Leiter den Vorschlag annimmt, kann er dies dem Computersystem
durch einen einfachen Annahmebefehl anweisen, und das Computersystem führt dann je
nach dem die Korrektur entweder an der vorhergehenden Maschine des gleichen Bereiches
oder der betreffenden Maschine in einem fruheren Bereich aus. Damit erhält die Bedienungsperson
die Chance, an der Entscheidungsfindung teilzunehmen, wobei der Vorschlag und die
Ausführung des Vorschlages automatisch durch den Computer behandelt werden.
1. Verfahren zum Betrieb einer Spinnereilinie (10), die aus verschiedenen Bereichen (12,
14, 16, 18, 20), beispielsweise wenigstens aus den Bereichen Putzerei (14), Vorwerk
(16) und Spinnerei (18) besteht, wobei jeder Bereich aus mehreren in Reihe und/oder
parallel arbeitenden, eine Maschinenebene bildenden Textilmaschinen (53, 54, 56, 58,
60, 62, 64, 66, 68, 72, 74; 76, 78, 82, 84, 88, 90, 92, 94, 96) zusammengesetzt ist
und die einzelnen in Reihe geschalteten Textilmaschinen unterschiedliche Fasergebilde
produzieren, wobei in der Putzerei (14) eingehender Faserrohstoff am Ausgang der Spinnerei
(10) als gesponnenes Garn erhalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei weitestgehender
Aufrechterhaltung der Produktionsgeschwindigkeit im Sinne der Realisierung eines vorgegebenen
Produktionsplanes man bei wenigstens einigen Textilmaschinen (54, 58, 62; 76, 78,
84, 90, 92, 94, 96) in jedem der genannten Bereiche (14, 16, 18) wenigstens ein Qualitätsmerkmal
(Q) des jeweils produzierten Fasergebildes mißt und zur Regelung der jeweiligen Textilmaschine
oder einer vorgeschalteten Textilmaschine des gleichen Bereiches benützt, und daß
aus zumindest einigen der in den Bereichen Vorwerk (16) und Spinnerei (18) gemessenen
Qualitätsmerkmale, Korrekturwerte (Korr) gebildet und zur Beeinflussung des Betriebs
einer Textilmaschine eines vorgeschalteten Bereiches (14, 16) benützt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prozeßabläufe in den einzelnen
Bereichen von den jeweiligen Bereichen (12, 14, 16 18, 20) zugeordneten Prozeßrechnern
(22, 24, 26, 28, 30) bestimmt werden, die auch für die Bildung der genannten Korrekturwerte
(Korr) zuständig sind, wobei die einzelnen eine Prozeßleitebene (42) bildenden Prozeßrechner
(22, 24, 26, 28, 30) aneinander angeschlossen sind, und daß die Übertragung der jeweiligen
Korrekturwerte (Korr) von einem Bereich (12, 14, 16, 18, 22) zu einem anderen über
die jeweils zuständigen Prozeßrechner (22, 24, 26, 28, 30) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Prozeßrechner (22, 24,
26, 28, 30) in der Prozeßleitebene (42) Daten, insbesondere Produktions- und Qualitätsdaten,
mit einem an ihnen angeschlossenen Betriebsleitrechner (46) austauschen.
4. Verfahren nach einem der bisherigen Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Prozeßleitebene (42) zusätzlich einen Prozeßrechner (22) für einen Rohstofflagerbereich
und/oder einen Prozeßrechner (30) für einen Spulenlagerbereich aufweist, wobei die
Bewegungsabläufe des Faserrohstoffes im Rohstofflager (12) und/oder der fertigen Spulen
im Spulenlager (20) von den jeweiligen Prozeßrechnern (22, 30) bestimmt werden.
5. Verfahren nach einem der bisherigen Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die in jedem Bereich gemessenen Qualitätsmerkmale (Q) dem jeweils zuständigen Prozeßrechner
(24, 26, 28) zugeführt werden und daß dieser einen Vergleich dieser Qualitätsmerkmale
mit festgelegten, beispielsweise vom Betriebsleitrechner festgelegten Werten vornimmt
und im Falle eines ungünstigen Vergleiches in die Regelung des jeweiligen Bereiches
eingreift, sofern im Rahmen der Regelung unter Berücksichtigung der vorgesehenen Produktion
eine Veränderung der gemessenen Qualitätsmerkmale (Q) im Sinne eines günstigeren Vergleiches
möglich ist, und, wenn dies nicht bzw. nur durch eine unerwünschte Änderung der Regelung
bzw. der Produktion (P) erreichbar ist, aus den gemessenen Qualitätsmerkmalen einen
Korrekturwert errechnet (Korr), der zu einer Parameterveränderung in dem vorherigen
Bereich herangezogen wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Regelung der einzelnen Textilmaschinen (54, 58, 62; 76, 78, 84; 88, 90, 92,
94, 96) aufgrund der am Ausgang dieser Maschine gemessenen Qualitätsmerkmale (Q) durch
eine dieser Maschine zugeordnete, autonom funktionierende Regelung vorgenommen wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung
der einzelnen Textilmaschinen (54, 58, 62; 76, 78, 84; 88, 90, 92; 94, 96), aufgrund
der am Ausgang dieser Maschinen gemessenen Qualitätsmerkmale (Q) von dem jeweils zugeordneten
Prozeßrechner (14; 16; 18) vorgenommen wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß auch die Steuerung bzw. Regelung der Produktionsgeschwindigkeit der einzelnen
Textilmaschinen (53, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74; 76, 78, 82, 84; 88,
90, 92) vom jeweiligen Prozeßrechner (24; 26; 28) vorgenommen wird unter Berücksichtigung
der vom Betriebsleitrechner (46, 94, 96) vorgegebenen Produktionsvorgaben und der
von den anderen Prozeßrechnern mitgeteilten Angaben zu der jeweiligen Produktionsgeschwindigkeit.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß weitere
Qualitätsmerkmale im Labor gemessen werden und die Ergebnisse dieser Labormessungen
ebenfalls bei der Ermittlung von eventuell notwendigen Korrekturwerten (Korr) berücksichtigt
werden, wobei die Ergebnisse der Labormessungen dem jeweils zuständigen Prozeßrechner
(22, 24, 26, 28, 30) mitgeteilt werden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für
die einzelnen Fasern der Rohstoffballen (12), die der Ballenabtragung am Eingang der
Putzerei zugeführt werden, folgende Qualitätsmerkmale gemessen werden: Stapel, Micronaire-Wert,
Faserfestigkeit, Schmutzinhalt, Farbe, Reifegrad.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am
Ausgang einer zum Putzereibereich (14) gehörenden Grobreinigungsmaschine (54) folgende
Qualitätsmerkmale (Q) gemessen werden: Schmutzinhalt, Abgang, wobei beide Messungen
der Qualitätsmerkmale vorzugsweise intermittierend vorgenommen werden.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man
im Spinnereibereich (18) am Ende des Spulers (96) wenigstens einige der Qualitätsmerkmale
(Q) gemäß der nachfolgenden Tabelle mißt, mit einem Soll-Wert bzw. mit einem Soll-Wertbereich
vergleicht und im Falle eines ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten Regeleingriff
vornimmt:
| Qualitätsmerkmal |
Regeleingriff |
| Garnfeinheit |
Ringspinnverzug |
| Arbeitsvermögen |
Ringspinndrehzahl |
| Mischung |
Alarm |
| CV |
Ringspinnstreckwerk |
| Classimat |
Ringspinnstreckwerk |
| Haarigkeit |
Alarm |
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man
bei einer Spinnmaschine (88; 90; 94), beispielsweise Ringspinnmaschine (94) oder Rotorspinnmaschine
(88), wenigstens einige der Qualitätsmerkmale (Q) gemäß der nachfolgenden Tabelle
mißt, mit einem Soll-Wert bzw. mit einem Soll-Wertbereich vergleicht und im Falle
eines ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten Regeleingriff vornimmt, wobei
die Meßwerte vorzugsweise nur von einigen Leitspindeln gewonnen werden.
| Qualitätsmerkmal |
Regeleingriff |
| Fadenspannung |
Drehzahl |
| Garnnummer |
Verzug |
| CV |
Streckwerk |
| IPI |
Kämmaschine |
| Karde |
| Festigkeit |
Drehzahl |
| Dehnung |
Drehzahl |
| Fadenbrüche |
Drehzahl |
| Haarigkeit |
Alarm |
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man
bei einem Flyer (92) wenigstens einige der Qualitätsmerkmale (Q) gemäß der nachfolgenden
Tabelle mißt, mit einem Soll-Wert bzw. mit einem Soll-Wertbereich vergleicht und im
Falle eines ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten Regeleingriff vornimmt:
| Qualitätsmerkmal |
Regeleingriff |
| Luntenspannung |
Spindel/Flügeldrehzahl |
| CV Vorgarn |
Spindel/Flügeldrehzahl |
| Luntenbrüche |
Spindeldrehzahl |
| Vorgarnnummer |
Verzug |
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
einer Kämmaschine (84) wenigstens einige der Qualitätsmerkmale (Q) gemäß der nachfolgenden
Tabelle mißt, mit einem Soll-Wert bzw. mit einem Soll-Wertbereich vergleicht und im
Falle eines ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten Regeleingriff vornimmt:
| Qualitätsmerkmal |
Regeleingriff |
| Stapel (Abgang) |
Mischung |
| Bandnummer |
Streckwerk Verzug |
| CV Band |
Streckwerk |
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
einer Strecke (76) wenigstens einige der Qualitätsmerkmale (Q) gemäß der nachfolgenden
Tabelle mißt, mit einem Soll-Wert bzw. mit einem Soll-Wertbereich vergleicht und im
Falle eines ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten Regeleingriff vornimmt:
| Qualitätsmerkmale |
Regeleingriff |
| Stapel |
Streckwerk |
| Bandnummer |
Streckwerk Verzug |
| CV Band |
Streckwerk |
| Farbe |
Stop |
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
einer Karde (62) wenigstens einige der Qualitätsmerkmale (Q) gemäß der nachfolgenden
Tabelle mißt, mit einem Soll-Wert bzw. mit einem Soll-Wertbereich vergleicht und im
Falle eines ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten Regeleingriff vornimmt:
| Qualitätsmerkmal |
Regeleingriff |
| Stapel |
Kardeneinstellung |
| Mischung |
| Schmutzgehalt |
Kardeneinstellung |
| Putzereieinstellung |
| Bandnummer |
Verzug |
| CV Band |
Stop? |
| Mic. Farbe, Nissen |
Mischung |
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
einer Feinreinigungsmaschine (58) wenigstens einige der Qualitätsmerkmale (Q) gemäß
der nachfolgenden Tabelle mißt, mit einem Soll-Wert bzw. mit einem Soll-Wertbereich
vergleicht und im Falle eines ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten Regeleingriff
vornimmt:
| Qualitätsmerkmal |
Regeleingriff |
| Schmutzinhalt |
Einstellung der Position der Kardierplatte |
| Einstellung der Lage des Messers |
| Abgang |
Einstellung der Betriebsdrehzahl |
19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
einer Grobreinigungsmaschine (54) wenigstens einige der Qualitätsmerkmale (Q) gemäß
der nachfolgenden Tabelle mißt, mit einem Soll-Wert bzw. mit einem Soll-Wertbereich
vergleicht und im Falle eines ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten Regeleingriff
vornimmt:
| Qualitätsmerkmal |
Regeleingriff |
| Schmutz |
Einstellung der Rostposition |
| Einstellung der Betriebsdrehzahl |
| Abgang |
Einstellung der Rostposition |
| Einstellung der Betriebsdrehzahl |
20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man
bei einem Mischer (56) wenigstens einige der Qualitätsmerkmale (Q) gemäß der nachfolgenden
Tabelle mißt, mit einem Soll-Wert bzw. mit einem Soll-Wertbereich vergleicht und im
Falle eines ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten Regeleingriff vornimmt:
| Qualitätsmerkmal |
Regeleingriff |
| Stapel |
Mischung ändern |
| Micronaire |
Mischung ändern |
| Faserfestigkeit |
Mischung ändern |
| Schmutzgehalt |
Mischung ändern |
| Putzereieinstellung ändern |
| Farbe |
Mischung ändern |
| Reifegrad |
Mischung ändern, |
wobei die Veränderung der Mischverhältnisse im Mischer auch bei der Ballenabtragung
bzw. im Ballenlager berücksichtigt wird.
21. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Qualitätsmerkmal IPI am Ausgang einer Ringspinnmaschine (94) ermittelt wird, und,
falls der ermittelte Wert außerhalb des zulässigen Bereiches liegt, eine Korrektur
der Karde (62) und/oder der Kämmaschine (84) und/oder der Strecke (76) vorgenommen
wird.
22. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Qualitätsmerkmal IPI am Ausgang einer Offenendspinnmaschine (88) ermittelt wird, und,
falls der ermittelte Wert außerhalb des zulässigen Bereiches liegt, eine Korrektur
der Karde (62) oder der Strecke (76) oder bei gekämmten Rotorgarnen eine Korrektur
der Kämmerei vorgenommen wird.
23. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Qualitätsmerkmal IPI am Ausgang einer Spinnmaschine (90) ermittelt wird, die nach
einem neuartigen Spinnverfahren arbeitet, und, falls der ermittelte Wert außerhalb
des zulässigen Bereiches liegt, eine Korrektur der Karde (62) oder der Strecke (76)
vorgenommen wird.
24. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Qualitätsmerkmale, Stapel- und Micronaire-Wert am Ausgang einer Kämmaschine (84) ermittelt
werden, und, falls der ermittelte Wert außerhalb des zulässigen Bereiches liegt, eine
Korrektur der Stapel- und Micronaire-Werte durch eine Änderung der Rohstoffmischung
vorgenommen wird, wobei diese bei der Ballenabtragung (53) und beim Mischer (56) sowie
evtl. im Ballenlager (12) berücksichtigt wird.
25. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dann,
wenn die vorzunehmenden Änderungen zu unzulässigen Abweichungen bei anderen Qualitätsmerkmalen
bzw. bei der Produktionsgeschwindigkeit führen würden, Alarm ausgelöst wird, wodurch
der Betriebsleitung Gelegenheit gegeben wird, über andere mögliche Vorgaben und einer
eventuellen Veränderung der Produktionsgeschwindigkeit nachzudenken.
26. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche bei einer aus mehreren Bereichen (12, 14, 16, 18, 20) bestehenden Spinnereilinie
(10), welche beispielsweise wenigstens aus den Bereichen Putzerei (14), Vorwerk (16)
und Spinnerei (18) besteht, wobei jeder Bereich aus mehreren in Reihe und/oder parallel
arbeitenden, eine Maschinenebene bildenden Textilmaschinen (53, 54, 56, 58, 60, 62,
64, 66, 68, 72, 74; 76, 78, 82, 84, 88, 90, 92, 94, 96) zusammengesetzt ist und die
einzelnen in Reihe geschalteten Textilmaschinen unterschiedliche Fasergebilde produzieren,
wobei in der Putzerei (14) eingehender Faserrohstoff am Ausgang der Spinnerei (10)
als gesponnenes Garn erhältlich ist, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einigen
der einzelnen Textilmaschinen (54, 56, 58, 62; 76, 78, 84; 88, 90, 92, 94, 96) der
Bereiche Putzerei (14), Vorwerk (16) und Spinnerei (18) Meßsensoren für Qualitätsmerkmale
(Q) und für die Produktionsgeschwindigkeit (P) vorhanden sind, daß diese Sensoren
an jeweiligen den Bereichen (14, 16, 18) zugeordneten Prozeßrechnern (24, 26, 28)
angeschlossen sind, daß die Prozeßrechner zur Durchführung von Regelverfahren mit
den Sollwerteingängen von den den jeweils zugeordneten Maschinen zugeordneten Reglern
bzw. mit Stellgliedern der jeweils zugeordneten Maschinen verbunden sind; und daß
die Prozeßrechner über ein lokales Netz miteinander verbunden sind.
27. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Prozeßrechner (24, 26,
28) über einen Bus bzw. ein lokales Netz (LAN(BC), 44) mit einem Betriebsrechner (46)
verbunden sind.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 26 und/oder 27, dadurch gekennzeichnet, daß weitere
Prozeßrechner (22, 30) für das Ballenlager (12) bzw. das Spulenlager (20) vorgesehen
sind.
29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 26 und/oder 27, dadurch gekennzeichnet, daß Aufgaben
im Bereich des Ballenlagers (12) und des Spulenlagers (20) bzw. Daten aus diesen Bereichen
von dem am Putzereibereich (14) bzw. dem Spinnereibereich (18) zugeordneten Prozeßrechner
(22, 28) durchgeführt bzw. gespeichert sind.
1. A method for operating a spinning line (10) consisting of various sections (12, 14,
16, 18, 20), e.g of at least the sections blow room (14), preparatory room (16) and
spinning room (18), with each section being composed of several textile machines (53,
54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 72, 74; 76, 78, 82, 84, 88, 90, 92, 94, 96) operating
mutually in series and/or parallel and the textile machines connected in series producing
different fibre bodies, whereby raw fibre material received in the blow room (14)
is supplied at the output of the spinning room (10) as spun yarn, characterized in
that whilst maintaining the production speed in the sense of realizing a pretermined
production plan, in at least some of the textile machines (54, 58, 62; 76, 78, 84,
90, 92, 94, 96) at least one quality feature (Q) of the fibre body thus produced is
measured in every of the said sections (14, 16, 18) and is used for controlling the
respective textile machine or a textile machine of the same section connected prior
thereto, and that corrective values (corr) are formed from at least some of the quality
features measured in the sections preparatory room (16) and spinning room (18) and
are used for influencing the operation of a textile machine of a section (14, 16)
disposed prior thereto.
2. A method as claimed in claim 1, characterized in that the process sequences in the
individual sections are determined by process control computers (22, 24, 26, 28, 30)
associated with the respective sections (12, 14, 16, 18, 20), which computers are
also responsible for forming the said corrective values (corr), where the individual
process control computers (22, 24, 26, 28, 30) forming a process control level (42)
are mutually connected, and that the transmission of the respective corrective values
(corr) is made from one section (12, 14, 16, 18, 22) to another via the process control
computer (22, 24, 26, 28, 30) which is respectively responsible.
3. A method as claimed in claim 2, characterized in that the process control computers
(22, 24, 26, 28, 30) exchange data, in particular production and quality data, at
the process control level (42) with an operation control computer (46) connected thereto.
4. A method as claimed in one of the claims 2 or 3, characterized in that the process
control level (42) is provided additionally with a process control computer (22) for
a raw material storage section and/or a process control computer (30) for a bobbin
storage section, with the movement sequences of the raw fibre material in the raw
material storage facility (20) and/or the completed bobbins in the bobbin storage
facility (20) being determined by the respective process control computers (22, 30).
5. A method as claimed in one of the claims 2 to 4, characterized in that the quality
features (Q) measured in each section are supplied to the process control computer
(24, 26, 28) which is respectively responsible and that said computer carries out
a comparison of said quality features with determined values, e.g. such that are determined
by the operation control computer, and in the case of an unfavourable comparison acts
on the control of the respective section, provided that within the scope of the control
it is possible, by taking into account the intended production, to make a change to
the quality features (Q) measured in the sense of a more favourable comparison, and,
in the case that this is not achievable or only achievable by an undesirable change
of the control or the production (P), to calculate a corrective value (corr) from
the measured quality features, which value is used to effect a change in the parameters
of the section disposed prior thereto.
6. A method as claimed in one of the previous claims 2 to 5, characterized in that the
control of the individual textile machines (54, 58, 62; 76, 78, 84; 88, 90, 92, 94)
is carried out by a control associated with this machine and operating autonomously
owing to the quality features (Q) measured at the output of said machine.
7. A method as claimed in one of the claims 2 to 5, characterized in that the control
of the individual textile machines (54, 58, 62; 76, 78, 84; 88, 90, 92; 94, 96) is
carried out by the respectively associated process control computers (14; 16; 18)
owing to the quality features (Q) measured at the output of said machine.
8. A method as claimed in one of the previous claims 2 to 7, characterized in that the
control of the production speed of the individual textile machines (53, 54, 56, 58,
60, 62, 64, 66, 68, 72, 74; 76, 78, 82, 84; 88, 90, 92) is also carried out by the
respective process control computer (24; 26; 28) by taking into account the default
production values defined by the operation control computer (46, 94, 96) and the data
provided by the other process control computers concerning the respective production
speed.
9. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that further quality
featured are measured in the laboratory and the results of these laboratory measurements
are taken into account in the determination of any possibly required corrective values
(corr), with the results of the laboratory measurements being supplied to the process
control computer (22, 24, 26, 28, 30) which is respectively responsible.
10. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that the following
quality features are measured for the individual fibres of the raw material bales
(12) which are supplied to bale take off at the input of the blow room: staple, Micronaire
value, fibre tenacity, impurities content, colour, maturity degree.
11. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that the following
quality features (Q) are measured at the output of a coarse cleaning machine (54)
belonging to the blow room section: impurities content and wastage, with both measurements
of the quality features preferably being made intermittently.
12. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that in the spinning
section (18) at the end of the spooling machine at least some of the quality features
(Q) are measured in accordance with the table below, that they are compared with a
scheduled value or with a scheduled value range and that in the event of an unfavourable
comparison the respectively associated control measure is carried out:
| Quality feature |
Control measure |
| Yarn fineness |
Ring spinning draft |
| Working capacity |
Ring spinning speed |
| Mixture |
Alarm |
| CV |
Ring spinning drafting arrangement |
| Classimat |
Ring spinning drafting arrangement |
| Hairiness |
Alarm |
13. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that in a spinning
machine (88; 90; 94), e.g., a ring spinning machine (94) or a rotor spinning machine
(88), at least some of the quality features (Q) are measured in accordance with the
table below, are compared with a scheduled value or a scheduled value range and in
case of an unfavourable comparison the respectively associated control measure is
carried out, with the measured values preferably being gained only from a number of
guide spindles.
| Quality feature |
Control measure |
| Yarn tension |
Speed |
| Yarn count |
Draft |
| CV |
Drafting arrangement |
| IPI |
Combing machine |
| Carding machine |
| Tenacity |
Speed |
| Stretching |
Speed |
| Yarn breakages |
Speed |
| Hairiness |
Alarm |
14. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that in a flyer
(92) at least some of the quality features (Q) are measured in accordance with the
table below, are compared with a scheduled value or with a scheduled value range and
in case of an unfavourable comparison the respectively associated control measure
is carried out:
| Quality feature |
Control measure |
| Roving tension |
Spindle/wing speed |
| CV roving yarn |
Spindle/wing speed |
| Slubbing breakages |
Spindle/wing speed |
| Roving yarn count |
Draft |
15. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that in a combing
machine (84) at least some of the quality features (Q) are measured in accordance
with the table below, are compared with a scheduled value or with a scheduled value
range and in case of an unfavourable comparison the respectively associated control
measure is carried out:
| Quality feature |
Control measure |
| Staple (wastage) |
Mixture |
| Yarn count |
Drafting arrangement, draft |
| CV yarn |
Drafting arrangement |
16. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that in a draw
frame (76) at least some of the quality features (Q) are measured in accordance with
the tale below, are compared with a scheduled value or with a scheduled value range
and in case of an unfavourable comparison the respectively associated control measure
is carried out:
| Quality feature |
Control measure |
| Staple |
Drafting arrangement |
| Yarn count |
Drafting arrangement, draft |
| CV yarn |
Drafting arrangement |
| Colour |
Stop |
17. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that in a card
(62) at least some of the quality features (Q) are measured in accordance with the
table below, are compared with a scheduled value or with a scheduled value range and
in case of an unfavourable comparison the respectively associated control measure
is carried out:
| Quality feature |
Control measure |
| Staple |
Card setting |
| Mixture |
| Impurities content |
Card setting |
| Blow room setting |
| Yarn count |
Draft |
| CV yarn |
Stop |
| Mic. colour, neps |
Mixture |
18. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that in a fine
cleaning machine (58) at least some of the quality features (Q) are measured in accordance
with the table below, are compared with a scheduled value or with a scheduled value
range and in case of an unfavourable comparison the respectively associated control
measure is carried out:
| Quality feature |
Control measure |
| Impurities content |
Setting the position of the card plate |
| Setting the position of the knife |
| Wastage |
Setting the operating speed |
19. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that in a coarse
cleaning machine (54) at least some of the quality features (Q) are measured in accordance
with the table below, are compared with a scheduled value or with a scheduled value
range and in case of an unfavourable comparison the respectively associated control
measure is carried out:
| Quality feature |
Control measure |
| Impurities |
Setting grate position |
| Setting operating speed |
| Wastage |
Setting grate position |
| Setting operating speed |
20. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that in a mixer
(56) at least some of the quality features (Q) are measured in accordance with the
table below, are compared with a scheduled value or with a scheduled value range and
in case of an unfavourable comparison the respectively associated control measure
is carried out:
| Quality feature |
Control measure |
| Staple |
Change mixture |
| Micronaire |
Change mixture |
| Fibre tenacity |
Change mixture |
| Impurities content |
Change mixture |
| Change blow room setting |
| Colour |
Change mixture |
| Maturity degree |
Change mixture |
whereby the changes of the mixture ratios in the mixture are also taken into account
in the bale take-off and in the bale storehouse.
21. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that the quality
feature IPI is determined at the output of a ring spinning machine (94) and, if the
value determined is outside of the permissible range, a correction of the card (62)
and/or the coding machine (84) and/or the draw frame (76) is made.
22. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that the quality
feature IPI is determined at the output of an open-end spinning machine (88) and,
if the value determined is outside of the permissible range, a correction of the card
(62) or the draw frame (76) or, in combed rotor yarns, a correction of the combing
room is made.
23. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that the quality
feature IPI is determined at the output of a spinning machine (90) which operates
in accordance with a new spinning method and, if the value determined is outside of
the permissible range, a correction of the card (62) or the draw frame (76) is made.
24. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that the quality
features, staple and Micronaire values are determined at the output of a combing machine
(84) and, if the value determined is outside of the permissible range, a correction
of the staple and Micronaire values is made through a change of the raw material mixture,
with this being taken into account in the bale take-off (53) and in the mixer (56)
and, optionally, in the bale storehouse (12).
25. A method as claimed in one of the previous claims, characterized in that in the event
that the changes to be carried out would lead to unpermitted changes in other quality
features or in the production speed, an alarm is raised, by means of which the plant
management is given the opportunity to consider other possible default values and
a possible change of the production speed.
26. An apparatus for carrying out the method as claimed in one or several of the above
claims in a spinning line (10) consisting of several sections (12, 14, 16, 18, 20)
comprising, for example, at least the sections blow room (14), preparatory room (16)
and spinning room (18), with each section being composed of several textile machines
(53, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 72, 74; 76, 78, 82, 84, 88, 90, 92, 94, 96) and
the individual textile machines connected in series producing different fibre bodies
whereby raw fibre material received in the blow room (14) is supplied at the output
of the spinning room (10) as spun yarn, characterized in that in at least some of
the individual textile machines (54, 56, 58, 62; 76, 78, 84; 88, 90, 92, 94 96) of
the sections blow room (14), preparatory room (16) and spinning room (18) there are
provided measuring sensors for the quality features (Q) and for the production speed
(P), that said sensors are connected to the process control computers (24, 26, 28)
allocated to the respective sections (14, 16, 18), that the process control computers
are connected to the scheduled value inputs of the allocated controllers which are
allocated to the machines or to the servo components of the respectively allocated
machines; and that the process control computers are mutually connected via a local
area network.
27. An apparatus as claimed in claim 26, characterized in that the process control computers
(24, 26, 28) are connected via a bus or a local area network (LAN(BC), 44) with a
plant computer (46).
28. An apparatus as claimed in one of the claims 26 and/or 27, characterized in that further
process computers (22, 30) are provided for the bale storehouse (12) or the bobbin
storehouse (20).
29. An apparatus as claimed in one of the claims 26 and/or 27, characterized in that tasks
in the area of the bale storehouse (12) and the bobbin storehouse (20) or data from
said areas are carried out and stored by the process control computer (22, 28) allocated
to the blow room section (14) or the spinning room section (18).
1. Procédé utilisé pour diriger une ligne de filature (10) qui est constituée de différentes
zones (12, 14, 16, 18, 20), par exemple au moins des zones de battage (14), de préparation
(16) et de filature (18), et où chaque zone est constituée de plusieurs machines textiles
(53, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 72, 74; 76, 78, 82, 84, 88, 90, 92, 94, 96) travaillant
en série et/ou en parallèle et formant un niveau de machines, et les machines textiles
individuelles, enclenchées en série, produisent des produits fibreux différents, procédé
dans lequel de la matière première fibreuse, entrant dans le battage (14), est obtenue
comme un fil filé à la sortie de la filature (10),
caractérisé par le fait que,
en maintenant la vitesse de production de la manière la plus étendue, dans le but
de la réalisation d'un plan de production prédéterminé, on mesure, au moins à quelques
machines textiles (54, 58, 62; 76, 78, 84, 90, 92, 94, 96) dans chacune desdites zones
(14, 16, 18), au moins une caractéristique de qualité (Q) du produit fibreux fabriqué
par chacune des zones, et on utilise celle-ci pour le réglage de la machine textile
en question ou d'une machine textile disposée en amont de la même zone, et que des
valeurs de correction (Corr) sont formées a partir d'au moins quelques caractéristiques
de qualité mesurées dans la zone de la préparation (16) et dans la zone de la filature
(18), et qui sont utilisées pour influencer le fonctionnement d'une machine textile
d'une zone disposée en amont (14, 16).
2. Procédé selon revendication 1,
caractérisé par le fait que
les déroulements de processus dans les zones individuelles sont déterminés par les
calculateurs industriels (22, 24, 26, 28, 30) attribués à chacune des zones (12, 14,
16, 18, 20), qui sont également compétents pour la formation desdites valeurs de correction
(Corr), et ou les calculateurs industriels individuels (22, 24, 26, 28, 30), formant
un niveau de direction de processus (42), sont reliés l'un à l'autre, et que la transmission
de chacune des valeurs de correction (Corr) d'une zone (12, 14, 16, 18, 22) vers une
autre se fait via les calculateurs industriels compétents correspondants (22, 24,
26, 28, 30).
3. Procédé selon revendication 2,
caractérisé par le fait que
les calculateurs industriels (22, 24, 26, 28, 30), situés dans le niveau de direction
de processus (42), échangent des données, particulièrement des données de production
et de qualité, avec un ordinateur directeur d'exploitation (46) relié avec les calculateurs
industriels.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes 2 ou 3,
caractérisé par le fait que
le niveau de direction de processus (42) possède en plus un calculateur industriel
(22) pour une zone magasin de matière première et/ou un calculateur industriel (30)
pour une zone magasin de bobines, et où les déroulements de mouvements de la matière
première fibreuse dans le magasin de matière première (12) et/ou des bobines finies
dans le magasin de bobines (20) sont déterminés par chacun des calculateurs industriels
(22, 30).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes 2 à 4,
caractérisé par le fait que
les caractéristiques de qualité (Q), mesurées dans chaque zone, sont dirigées vers
le calculateur industriel compétent correspondant (24, 26, 28), et que celui-ci effectue
une comparaison de ces caractéristiques de qualité avec des valeurs prédéterminées,
par exemple des valeurs prédéterminées par l'ordinateur directeur d'exploitation,
et intervient, dans le cas d'une comparaison défavorable, sur le réglage de la zone
correspondante, pour autant que, dans le cadre du réglage, en prenant en considération
la production prévue, un changement des caractéristiques de qualité mesurées (Q) soit
possible dans le sens d'une comparaison plus favorable, et, lorsque ceci ne peut pas
être obtenu, respectivement ne peut être obtenu que par un changement indésirable
du réglage respectivement de la production (P), une valeur de correction (Corr) est
calculée a partir des caractéristiques de qualité mesurees, qui est exploitée pour
un changement de paramètre dans la zone précédente.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes 2 à 5,
caractérisé par le fait que
le réglage des machines textiles individuelles (54, 58, 62; 76, 78, 84; 88, 90, 92,
94, 96) est effectué en se basant sur les caractéristiques de qualité (Q) mesurées
à la sortie de cette machine, par un réglage fonctionnant d'une manière autonome,
attribué à cette machine.
7. Procédé selon l'une des revendications 2 à 5,
caractérisé par le fait que
le réglage des machines textiles individuelles (54, 58, 62; 76, 78, 84; 88, 90, 92,
94, 96) est effectué en se basant sur les caractéristiques de qualité (Q) mesurées
à la sortie de ces machines, par le calculateur industriel (14; 16; 18) attribué en
correspondance.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes 2 à 7,
caractérisé par le fait
qu'également la commande respectivement le réglage de la vitesse de production des
machines textiles individuelles (53, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74; 76,
78, 82, 84; 88, 90, 92) est effectué par le calculateur industriel correspondant (24;
26; 28), en prenant en considération les données de production prédéterminées par
l'ordinateur directeur d'exploitation (46, 94, 96), et les indications communiquées
par les autres calculateurs indistruels, concernant la vitesse de production correspondante.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
d'autres caractéristiques de qualité sont mesurées en laboratoire, et les résultats
de ces mesures de laboratoire sont également pris en considération lors de la détermination
de valeurs de correction (Corr) éventuellement nécessaires, et où les résultats des
mesures de laboratoire sont communiqués au calculateur industriel compétent correspondant
(22, 24, 26, 28, 30).
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que.
pour les fibres individuelles des balles de matière première (12), qui sont amenées
a l'entrée du battage pour le décorticage des balles, les caractéristiques de qualité
suivantes sont mesurées: Stapel, valeur micronaire, résistance des fibres, teneur
en saletés, couleur, degré de maturité.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
les caractéristiques de qualité suivantes (Q): Teneur en saletés, déchets, sont mesurées
à la sortie d'une machine de nettoyage grossier (54) appartenant à la zone de battage
(14), et ou les deux mesures des caractéristiques de qualité sont effectuées de préférence
d'une manière intermittente.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
l'on mesure au moins quelques caractéristiques de quaiité (Q) a la fin du bobinoir
(96), dans la zone de filature (18), selon le tableau suivant, les compare avec une
valeur de consigne respectivement avec une plage de valeurs de consigne, et effectue
l'intervention de réglage attribuée individuellement, dans le cas d'une comparaison
défavorable:
| caractéristique de qualité |
intervention de réglage |
| finesse de fil |
étirage continu à filer |
| capacité de travail |
nombre de tours C à F |
| mélange |
alarme |
| CV |
train étireur C à F |
| classimat |
train étireur C à F |
| pilosité |
alarme. |
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
l'on mesure au moins quelques caractéristiques de qualité (Q) dans une machine à filer
(88; 90; 94), par exemple une machine a filer à anneaux (94) ou une machine à filer
à rotors (88), selon le tableau suivant, les compare avec une valeur de consigne respectivement
avec une plage de valeurs de consigne, et effectue l'intervention de réglage attribuée
individuellement, dans le cas d'une comparaison défavorable, et ou les valeurs de
mesure sont exploitées de préférence uniquement par quelques broches pilotes.
| Caractéristique de qualité |
intervention de réglage |
| tension de fil |
nombre de tours |
| numéro de fil |
étirage |
| CV |
train étireur |
| IPI |
peigneuse |
| carde |
| résistance |
nombre de tours |
| allongement |
nombre de tours |
| casses de fil |
nombre de tours |
| pilosité |
alarme. |
14. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que,
dans un banc à broches (92), on mesure au moins quelques caractéristiques de qualité
(Q) selon le tableau suivant, les compare avec une valeur de consigne respectivement
avec une plage de valeurs de consigne, et effectue l'intervention de réglage attribuée
individuellement, dans le cas d'une comparaison défavorable:
| Caractéristique de qualité |
intervention de réglage |
| tension de mèche |
nombre de tours broches/ailettes |
| CV mèche |
nombre de tours broches/ailettes |
| casses de mèche |
nombre de tours broches |
| numéro de mèche |
étirage. |
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que,
dans une peigneuse (84), on mesure au moins quelques caractéristiques de qualité (Q)
selon le tableau suivant, les compare avec une valeur de consigne respectivement avec
une plage de valeurs de consigne, et effectue l'intervention de réglage attribuée
individuellement, dans le cas d'une comparaison défavorable:
| Caractéristique de qualité |
intervention de réglage |
| stapel (déchets) |
mélange |
| numéro de ruban |
étirage du train étireur |
| CV ruban |
train étireur. |
16. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que,
dans un banc d'étirage (76), on mesure au moins quelques caractéristiques de qualité
(Q) selon le tableau suivant, les compare avec une valeur de consigne respectivement
avec une plage de valeurs de consigne, et effectue l'intervention de réglage attribuée
individuellement, dans le cas d'une comparaison défavorable:
| Caractéristique de qualité |
intervention de réglage |
| stapel |
train étireur |
| numéro de ruban |
étirage du train étireur |
| CV ruban |
train étireur |
| couleur |
stop. |
17. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que,
dans une carde (62), on mesure au moins quelques caractéristiques de qualité (Q) selon
le tableau suivant, les compare avec une valeur de consigne respectivement avec une
plage de valeurs de consigne, et effectue l'intervention de réglage attribuée individuellement,
dans le cas d'une comparaison défavorable:
| Caractéristique de qualité |
intervention de réglage |
| stapel |
réglage de la carde |
| mélange |
| teneur en saletés |
réglage de la carde |
| réglage du battage |
| numéro de ruban |
étirage |
| CV ruban |
stop ? |
| Micronaire, couleur, boutons |
mélange. |
18. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que,
dans une machine de nettoyage fin (58), on mesure au moins quelques caractéristiques
de qualité (Q) selon le tableau suivant, les compare avec une valeur de consigne respectivement
avec une plage de valeurs de consigne, et effectue l'intervention de réglage attribuée
individuellement, dans le cas d'une comparaison défavorable:
| Caractéristique de qualité |
intervention de réglage |
| teneur en saletés |
réglage de la position de la plaque de cardage |
| réglage de la position du couteau |
| déchets |
réglage du nombre de tours de fonctionnement. |
19. Procédé selon l'une des revendication précédentes,
caractérisé par le fait que,
dans une machine de nettoyage grossier (54), on mesure au moins quelques caractéristiques
de qualité (Q) selon le tableau suivant, les compare avec une valeur de consigne respectivement
avec une plage de valeurs de consigne, et effectue l'intervention de réglage attribuée
individuellement, dans le cas d une comparaison défavorable:
| Caractéristique de qualité |
intervention de réglage |
| saletés |
réglage de la position des barreaux de grille |
| réglage du nombre de tours de fonctionnement |
| déchets |
réglage de la position des barreaux de grille |
| réglage du nombre de tours de fonctionnement. |
20. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que,
dans une mélangeuse (56), on mesure au moins quelques caractéristiques de qualité
(Q) selon le tableau suivant, les compare avec une valeur de consigne respectivement
avec une plage de valeurs de consigne, et effectue l'intervention de réglage attribuée
individuellement, dans le cas d'une comparaison défavorable:
| Caractéristique de qualité |
intervention de réglage |
| stapel |
changer le mélange |
| Micronaire |
changer le mélange |
| résistance des fibres |
changer le mélange |
| teneur en saletés |
changer le mélange |
| changer le réglage du battage |
| couleur |
changer le mélange |
| degré de maturité |
changer le mélange, |
et où la modification des relations de mélange dans la mélangeuse est également prise
en considération lors du décorticage des balles respectivement dans le magasin de
balles.
21. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
la caractéristique de qualité IPI est déterminée à la sortie d'une machine à filer
à anneaux (94), et, dans le cas où la valeur déterminée se situe à l'extérieur de
la zone d'acceptance, une correction de la carde (62) et/ou de la peigneuse (84) et/ou
du banc d'étirage (76) est effectuée.
22. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
la caractéristique de qualité IPI est déterminée à la sortie d'une machine a filer
à bouts ouverts (88), et, dans le cas ou la valeur déterminée se situe a l'extérieur
de la zone d'acceptance, une correction de la carde (62) ou du banc d'étirage (76)
ou, pour du fil peigné à rotors, une correction du peignage est effectuée.
23. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
la caractéristique de qualité IPI est déterminée à la sortie d'une machine à filer
(90) qui travaille selon un nouveau procédé de filage, et, dans le cas où la valeur
déterminée se situe a l'extérieur de la zone d'acceptance, une correction de la carde
(62) ou du banc d'étirage (76) est effectuée.
24. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
les caractéristiques de qualité, stapel et valeur micronaire, sont déterminées à la
sortie d'une peigneuse (84), et, dans le cas où la valeur déterminée se situe à l'extérieur
de la zone d'acceptance, une correction du stapel et de la valeur micronaire est effectuée
par un changement du mélange de matiere première, et ou celle-ci est prise en considération
dans le décorticage des balles (53) et dans la mélangeuse (56), ainsi qu'éventuellement
dans le magasin de balles (12).
25. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que,
au moment où les changements devant être effectués, amèneraient des déviations inacceptables
dans d'autres caractéristiques de qualité respectivement dans la vitesse de production,
une alarme est déclenchée, par quoi une possibilité est donnée à la direction de l'exploitation
de réfléchir au sujet d'autres données possibles, et un changement éventuel de la
vitesse de production.
26. Dispositif servant à la réalisation du procédé selon l'une ou plusieurs des revendications
précédentes, pour une ligne de filature (10) constituée de plusieurs zones (12, 14,
16, 18, 20), qui, par exemple, est constituée au moins des zones de battage (14),
de préparation (16) et de filature (18), et où chaque zone est constituée de plusieurs
machines textiles (53, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 72, 74; 76, 78, 82, 84, 88,
90, 92, 94, 96) travaillant en série et/ou en parallèle et formant un niveau de machines,
et les machines textiles individuelles, enclenchées en série, produisent des produits
fibreux différents, procédé dans lequel de la matière première fibreuse, entrant dans
le battage (14), peut être obtenue comme un fil filé à la sortie de la filature (10),
caractérisé par le fait que,
dans au moins quelques machines textiles individuelles (54, 56, 58, 62; 76, 78, 84;
88, 90, 92, 94, 96) des zones battage (14), préparation (16) et filature (18), il
y a des détecteurs de mesure pour les caractéristiques de qualité (Q) et pour la vitesse
de production (P), que ces détecteurs sont reliés à des calculateurs industriels (24,
26, 28) attribués aux zones correspondantes (14, 16, 18), que, pour la réalisation
des procédés de réglage, les calculateurs industriels sont reliés avec les entrées
de valeurs de consigne venant des régleurs attribués aux machines attribuées correspondantes,
respectivement avec des membres de réglage des machines attribuées correspondantes;
et que les calculateurs industriels sont reliés l'un avec l'autre par un réseau local.
27. Dispositif selon revendication 26,
caractérisé par le fait que
les calculateurs industriels (24, 26, 28) sont reliés avec un ordinateur d'exploitation
(46), par un bus respectivement un réseau local (LAN(BC), 44).
28. Dispositif selon l'une des revendications 26 et/ou 27,
caractérisé par le fait que
d'autres calculateurs industriels (22, 30) sont prévus pour le magasin de balles (12)
respectivement le magasin de bobines (20).
29. Dispositif selon l'une des revendications 26 et/ou 27,
caractérisé par le fait que
des devoirs sont réalisés dans la zone du magasin de balles (12) et du magasin de
bobines (20), respectivement des données de ces zones, venant du calculateur industriel
(22, 28) attribué a la zone de battage (14) respectivement à la zone de filature (18),
sont emmagasinées.