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EP 0 411 285 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.02.1995 Patentblatt 1995/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.06.1990 |
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Verfahren und Anordnung mit induktivem Drehgeber zur Steuerung, insbesondere des Zündzeitpunkts
von Brennkraftmaschinen
Device provided with a rotation inductive sensor to control particularly the ignition
time of combustion engines
Installation comportant un capteur inductif de rotation pour la commande, en particulier
de l'instant d'allumage de moteurs à combustion
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT SE |
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Priorität: |
27.07.1989 DE 3924843
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.02.1991 Patentblatt 1991/06 |
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Patentinhaber: Prüfrex-Elektro-Apparatebau
Inh. Helga Müller, geb. Dutschke |
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90556 Cadolzburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Erhard, Werner
D-8501 Cadolzburg (DE)
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Vertreter: Matschkur, Götz, Lindner
Patent- und Rechtsanwälte |
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Postfach 11 91 09 90101 Nürnberg 90101 Nürnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 197 272 DE-A- 2 723 265 DE-A- 3 032 173 DE-A- 3 608 201 FR-A- 2 103 790 US-A- 3 809 040 US-A- 4 797 827
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EP-A- 0 012 222 DE-A- 2 925 561 DE-A- 3 343 853 DE-A- 3 817 471 US-A- 3 496 920 US-A- 4 445 478
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen induktiven Drehgeber zur Steuerung des Zündzeitpunkts
von Brennkraftmaschinen, mit von einem Dauermagneten durchsetzter Spule und von einer
Welle gedrehtem Jochrad, über dessen Umfang verteilt vorspringende beabstandete Zahnsegmente
an den Magnetpolen zur Spannungsinduktion vorbeibewegt werden, gemäß erstem Teil des
Anspruchs 1. Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Zündung von Brennkraftmaschinen,
insbesondere in Rasenmähern, Motorsägen oder Trennschleifern unter Verwendung eines
derartigen Drehgebers (vgl. Anspruch 2). Schließlich betrifft die Erfindung eine Kondensator-Zündanordnung
mit einem Drehgeber der genannten Art (vgl. Anspruch 7).
[0002] Bei bekannten Kondensator-Zündanlagen erfolgt das Durchschalten des elektronischen
Schalters entweder durch einen Fremd-Zündimpulsgeber oder durch einen internen Zündimpulsgeber,
der beispielsweise - ausgehend vom Ladezustand des Kondensators - über einen Spannungsteiler
das benötigte Zündsignal erzeugt. Dabei ist es geläufig, den Zündzeitpunkt entsprechend
dem Betriebszustand der Brennkraftmaschine, insbesondere abhängig von dessen Drehzahl,
zu steuern. Hierfür ist beispielsweise der Einsatz vorgenannter, mit der Kurbelwelle
eines Benzinmotores gekuppelter Segmenträder bekannt; diese sind aus hochpermeablem,
ferromagnetischem Material gebildete Jochräder, über deren Umfang gleichmäßig verteilt
Zahnsegmente radial oder axial vorspringen. Die Zahnsegmente wirken mit den Polschuhen
eines Dauermagneten zusammen, der mit einer Spule umgeben ist. Sobald sich das Jochrad
dreht, wird in der Spule aufgrund der Veränderung des Luftspaltes zwischen den Polschuhen
und des Jochrades und mithin des die Spulen durchsetzenden magnetischen Flusses eine
Wechselspannung induziert. Zur Auslösung einer Zündung muß bei den bekannten Jochrädern
ein zusätzlicher Magnetstift o. ä. angebracht werden, um der die Zündung auslösenden
Einheit die Winkelstellung des Jochrades mitzuteilen.
[0003] Es ist ein Winkelpositionsdetektor für Verbrennungsmaschinen bekannt (US-A-4 797
827), der ein mit der Kurbelwelle gekoppeltes und gezahntes Rad aufweist, wobei die
in Umfangsrichtung verlaufende Zahnreihe eine Zahnlücke besitzt. Die Kopplung mit
der Kurbelwelle ist derart, daß beim Vorbeibewegen dieser Zahnlücke an einem elektrischen
Pulse erzeugenden Sensor sich einer der Zylinder der Verbrennungskraftmaschine im
oberen Totpunkt befindet. Aufgrund der induktiven Signalgebung kann eine nachgeschaltete
Auswerteelektronik ohne zusätzliche Treggerelemente auf dem gezahnten Drehgeberrad
dessen Stellung im oberen Totpunkt erkennen und als Bezugs- oder Referenzpunkt für
eine Absolut-Winkeldrehstellung verwenden.
[0004] Demgegenüber wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe aufgeworfen, die Ableitung
des genannten Referenzpunktes aus den Drehgeber-Signalen zu erleichtern, und insbesondere
für die entsprechende Auswerteelektronik Hardware- und/oder Rechenzeitaufwand einzusparen.
Zur Lösung wird bei einem Drehgeber mit den im ersten Teil des Anspruchs 1 genannten
Merkmalen vorgeschlagen, daß zwei gesonderte Spulen je einem Magnetpol zugeordnet
sind, und der Abstand der Spulen und/oder Magnetpole dem mehr als nur zwei Zahnsegmente
betreffenden kleineren Regelabstand entspricht. Hierdurch wird nämlich erreicht, daß
die in den Spulen induzierten Spannung zueinander etwa die konstante Phasenverschiebung
aufweisen, d.h. die Halbwellen überlappen einander phasenstarr.
[0005] Zwar ist es bekannt (EP-A2-0 197 272), zwei Pulse erzeugende, induktive Aufnehmer
im Winkelabstand voneinander anzuordnen, an die sich die vorspringenden, in Reihe
mit einer Lücke angeordneten Reaktoren eines Jochrads vorbeibewegen. Jedoch ist der
Winkelabstand in Abhängigkeit von den Winkelintervallen zwischen den oberen Totpunkten
der Zylinder und der Anzahl der elektronisch gesteuerten Zylinder bemessen. So wird
im konkret angegebenen Beispiel ein Winkelabstand der beiden induktiven Aufnehmer
voneinander in Höhe von 128 Winkelgraden vorgeschlagen. Hierdurch läßt sich eine gezielte
und vollständige Überlappung von Halbwellen nicht erreichen, zumal die induktiven
Aufnehmer nicht von Magnetfeldern unterschiedlicher Polarität durchsetzt sind.
[0006] Es liegt auf der Hand, daß zweckmäßigerweise mehr als zwei Zahnsegmente, also zumindest
drei Zahnsegmente vorgesehen werden. So können im Rahmen erfindungsgemäßer Weiterbildungen
zum Beispiel neun Zahnsegmente vorgesehen sein, zwischen denen ein tangentialer Regelabstand
entsprechend einem Winkel von 36° besteht, wobei gemäß dem obigen Gedanken ein Zahnsegment
weggelassen wurde; infolgedessen entsteht ein lediglich zwei Zahnsegmente betreffender
weiterer Abstand entsprechend einem Winkel von 72°.
[0007] Unter Anwendung des erfindungsgemäßen Drehgebers mit einem einzigen, weiteren Abstand
läßt sich ein Verfahren zur Zündung von Brennkraftmaschinen, insbesondere in Rasenmähern,
Motorsägen oder Trennschleifern wie folgt vorteilhaft gestalten: eine Zündzeitsteuerung
leitet von dem Drehgeber Zündimpulse ab und steuert damit - verknüpt mit einprogrammierten
Betriebskennfeldern - entsprechend verzögert oder frühverstellt bzw. beschleunigt
ein Schaltglied an, welches einen Kondensator über die Primärwicklung einer Zündspule
entlädt; dabei erfolgt in der Startphase unterhalb einer Drehzahlgrenze die Zünd-Ansteuerung
abhängig vom Vorbeibewegen der von den weiter beabstandeten Zahnsegmenten gebildeten
Lücke des Jochrads an den beiden Spulen beziehungsweise Magnetpolen. Hierdurch kann
gewährleistet werden, daß die Zündung bezüglich des (oberen) Totpunkts der Brennkraftmaschine
immer im optimalen Zeitpunkt erfolgt, weil durch die erfindungsgemäße Markierung des
Jochrads an dessen Umfang die Zündzeitsteuerung stets von der absoluten Winkelstellung
ausgehen kann. Damit ist es möglich, daß im Startdrehzahlbereich unabhängig von Drehlzahlschwankungen
oder Schwankungen der Winkelgeschwindigkeit die Zündung immer in einer bestimmten
Segmentradstellung erfolgt und daß nach Erreichen einer bestimmten Drehzahl der Zündzeitpunkt
drehzahlabhängig gesteuert wird.
[0008] Insbesondere ist es in Weiterbildung der Erfindung denkbar, in der Startphase die
Zündansteuerung mit oder nach dem Vorbeibewegen eines der der Lücke nachfolgenden
Zahnsegmente am Magnetpol des Dauermagneten erfolgen zu lassen. In der Praxis hat
sich hierbei das dritte Zahnsegment zur Auslösung einer von der absoluten Jochrad-Drehstellung
abgeleiteten Zündung bewährt.
[0009] Vielfach ist es wünschenswert, daß die Zündungsauslösung mit dem dritten Zahnsegment
bzw. dem davon abgeleiteten Impuls nur dann erfolgt, wenn die Drehzahl des Motors
beim Vorbeibewegen des zweiten und dritten Zahnsegments nach der Lücke an den Magnetpolen
bzw. Polschuhen über einen programmierten Schwellwert liegt. Zu diesem Zweck besteht
eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens darin, in der Startphase die Zünd-Ansteuerung
abhängig von der Winkelgeschwindigkeitsmessung mittels zweier benachbarter Zahnsegmente
erfolgen zu lassen.
[0010] In Weiterführung dieser Gedanken ist zur konkreten Ausgestaltung des Verfahrens nach
der Erfindung folgender Ablauf vorgesehen: In der Startphase wird die Winkelgeschwindigkeit
mittels der Zeitspanne zwischen dem Vorbeibewegen des zweiten und dann des dritten
Zahnsegments nach der Lücke ausgezählt, und erst wenn das Zählergebnis einen bestimmten
Schwellwert überschreitet, wird die Zündung mit der Vorbeibewegung des dritten Zahnsegments
am Polschuh ausgelöst. Ab einer Drehzahl von etwa 1 500 U/min wird gemäß dem konkreten
Verfahrensablauf die Winkelgeschwindigkeit im von dem ersten und zweiten Zahnsegmenten
gebildeten Intervall ausgezählt. Gleichzeitig wird die Zünd-Ansteuerung im Bereich
zwischen der zweiten und der dritten Zahnsegmentlücke ausgelöst. Hierdurch wird eine
Frühverstellung der Zündung möglich. Bei Drehzahlen über 5 000 U/min wird die Frühverstellung
derart erweitert, daß vor vollendeter Vorbeibewegung des zweiten Zahnsegments an einem
(abgetasteten) Magnetpol die Zündung angesteuert werden kann. Diese extreme Frühverstellung
ist möglich, weil in diesem Drehzahlbereich die Drehzahlschwankungen gering sind.
[0011] Auf der Basis des erfindungsgemäßen Drehgebers mit lediglich einem nur zwei Zahnsegmente
betreffenden weiteren Abstand und zwei an je einem Magnetpol angeordnete, gesonderte
Spulen lassen sich bekannte Kondensator-Zündanordnungen (vgl. DE-OS 36 08 740 derselben
Anmelderin) vorteilhaft weiterbilden, so daß insbesondere das zuvor erläuterte Verfahren
durchgeführt werden kann.
[0012] So werden in den beiden gesonderten Spulen induzierte Spannungshalbwellen mit jeweils
gleicher Polarität abgegriffen und einem mit einer Zündspule verbundenen Kondensator
zu dessen Aufladung zugeführt. Mittels eines mit dem Kondensator gekoppelten Entladeschalter,
der zweckmäßig von der oben genannten Zündzeitsteuerung betätigt wird, kann dann entsprechend
einem Zündkennfeldprogramm der Kondensator zum gewünschten Zeitpunkt entladen werden.
Die in den beiden Spulen induzierten Spannungswellen anderer, entgegensetzter Polarität
werden je einem gesonderten Impulsformer, deren Ausgänge in ein Impulsauswertungsteil
münden, welcher mittels eines zum Erkennen, Abtasten und Auswerten der Zahnsegment-Lücke
beziehungsweise der entsprechenden Impulslücke ausgebildeten logischen Schaltwerks
aus den Eingangsimpulsen mit jeder vollständigen Jochrad-Umdrehung einen Einzelimpuls
(pro Umdrehung) erzeugt; dieser entspricht dabei einer absoluten Dreh-Winkelstellung
des Jochrads. Der Impulsauswertungsteil kann beispielsweise so dimensioniert sein,
daß der Einzelimpuls immer dann auftritt, wenn der obere Totpunkt der Brennkraftmaschine
erreicht ist. Jedenfalls kann dieser Einzelimpuls als absoluter Bezugspunkt dienen,
wovon ausgehend der Zündzeitpunkt je nach Zustand der Brennkraftmaschine und einprogrammierter
Betriebskennfelder von der Steuerungselektronik spezifiziert werden kann.
[0013] Im Rahmen der Erfindung kann der Impulsauswertungsteil mittels einer Mikrocomputerschaltung
mit entsprechender Software oder einem festverdrahtetem, digitalen Schaltwerk realisiert
werden. In letzte Richtung geht eine besonders vorteilhafte, aufwandsparende Schaltungsvariante:
Der Impulsauswertungsteil weist eingangsseitig ein zustandsgesteuertes bzw. statisches
und ausgangsseitig ein taktflankengesteuertes bzw. dynamisches Speicherelement auf;
die Speicherelemente sind zweckmäßigerweise als Flip-Flop realisiert. Sie sind miteinader
in Kaskade bzw. hintereinander angeordnet, wobei das auf die eine der beiden Spulen
basierende Eingangspulssignal zur Übernahme-Ansteuerung des ausgangsseitigen, dynamischen
Speicherelements sowie zum Rücksetzen beider Speicherelemente dient. Das auf die andere
Spule zurückgehende Eingangspulssigenal wird zum Setzen des eingangsseitigen, statischen
Speicherelements verwendet. Diese Schaltungsvariante ist vor allem auf die oben genannte
Ausbildung des Drehgebers abgestellt, bei der der Abstand der Spulen und/oder Magnetpole
dem mehr als nur zwei Zahnsegmente betreffenden, kleineren (Regel-)Abstand entspricht.
Dann überlappen sich die von den gesonderten Spulen abgeleiteten Halbwellen und die
darauf mittels Schmitt-Trigger geformten Impulse. Tritt die Lücke am Umfang des Jochrads
an einem der Magnetpole auf, wird nur ein Impuls von einer der beiden Spulen erzeugt,
der zum Setzen des eingangsseitigen Speicherelements in einen definierten Zustand
dient. Tritt darauffolgend allein ein Impuls von der anderen Spule auf, kann der entsprechende
Impuls das ausgangsseitige Speicherelement zur Übernahme des Ausgangs des eingangsseitigen
Speicherelements angesteuert werden. Bewegen sich nunmehr die beiden nächsten Zahnsegmente
gleichzeitig an je einem Magnetpol vorbei, entstehen wieder gleichzeitig in jeder
Spule ein Impuls, und die Speicherelemente werden zurückgesetzt.
[0014] Im Rahmen einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Zündanordnung wird der Einzelimpuls
einem Gesamtzeitzähler für eine vollständige Umdrehung zugeführt, und das Ausgangssignal
des Gesamtzeitzählers beeinflußt einen mit programmierten Zündkennfeldern verknüpften
Impuls- und Verzögerungs-Generator; dessen Ausgangsimpulse dienen dann zum Ansteuern
des Entladeschalters und damit verbunden zum Entladen des Kondensators. Hierdurch
läßt sich, insbesondere wenn die Brennkraftmaschine sich nicht mehr in dem Zustand
der Startphase befindet, eine gewünschte, drehzahlabhängige Frühverstellung des Zündzeitpunkts
herbeiführen, wenn die Zündkennfelder entsprechend codiert sind. Mit Hilfe eines durch
Hardware oder Software realisierten Umschaltteils, der entsprechend der Startphase
und der normalen, unter Last fahrenden Betriebsphase umschaltet, können entsprechende
Zweige oder Kurven innerhalb des Betriebskennfelds je nach Umschaltzustand durchfahren
werden.
[0015] Um in der Startphase der Brennkraftmaschine bei zu niedriger Momentandrehzahl eine
Zündung zu verhindern, ist mit Vorteil als Weiterbildung der Erfindung vorgesehen,
daß dem Generatorausgang und dem Entladeschalter ein Zusatzschaltelement zwischengeschaltet
ist; dieses wird von einem Momentanzeitzähler zur Drehzahlmessung angesteuert, der
die zeitliche Aufeinanderfolge zweier benachbarter Zahnsegmente an den Magnetpolen
vorbei abtastet. Die Ansteuerung selbst erfolgt in Abhängigkeit von ein oder mehreren
vorprogrammierten Schwellwerten, die vorgegebenen Mindestdrehzahlen entsprechen.
[0016] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung sowie anhand der Zeichnung.
Darin zeigen:
- Fig. 1
- schematisch die Geräte- und Funktionsanordnung eines erfindungsgemäßen Kondensator-Zündsystems,
- Fig. 2
- ein Schaltbild des Impulsauswertungsteils und
- Fig. 3
- ein Impuls- und Zeitdiagramm bezüglich des Impulsauswertungsteils und
- Fig. 4
- ein Flußdiagramm betreffend eine Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0017] Wie in Fig. 1 veranschaulicht, besteht der erfindungsgemäße Drehgeber 1 aus einem
Jochrad 2 und einem Zündmodul 3. Das Jochrad 2 ist mit einer (nicht gezeigten) Welle
einer Brennkraftmaschine drehstarr gekoppelt und besitzt über seinem Umfang verteilt
im gezeichneten Beispiel radial vorspringende Zahnsegmente 41 bis 49. Die Zahnsegmente
besitzen einen regelmäßigen Tangentialabstand voneinander entsprechend einem Winkel
von 36°, was bei voller Ausnutzung des Umfangs des Jochrads 2 eine Gesamtzahl von
zehn Zahnsegmente ergeben würde. Jedoch ist erfindungsgemäß - in der Darstellung etwa
im linken unteren Quadranten - eine größere Zahnsegmentlücke 6 entsprechend einem
Winkelabstand von 72° ausgebildet, indem beim regelmäßigen Anbringen der Zahnsegmente
das zehnte weggelassen wurde. Bei Bewegung des Jochrads 2 gemäß Drehrichtung 5 werden
die Zahnsegmente 41 bis 49 sukzessive an zwei Polschuhen 7, 8 vorbeibewegt. Diese
sind von dem Feld eines Dauermagneten 9 durchsetzt sowie je von einer ersten Spule
L1 und einer zweiten Spule L2 umgeben. Bei Drehung des Jochrads 2, welches der Herstellung
eines magnetischen Rückschlusses dient, werden die Luftspalte zwischen dem Jochrad
2 und den Polschuhen 7 bzw. 8 abwechselnd vergrößert und verkleinert, was eine Änderung
des magnetischen Flusses durch die beiden Spulen L1, L2 hervorruft. Dadurch wird an
der Spule eine Spannung induzieert, die etwa den Signalverläufen a, b über die Zeit
t gemäß Fig. 3 entspricht. Hiernach überlappen an jeder Spule abgegriffene, positive
und negative Halbwellen, was dadurch zustandekommt, daß der Abstand der Polschuhe
7, 8 voneinander etwa dem (kleineren) Regelabstand der Zahnsegmente 41 bis 49 entspricht,
mit Ausnahme der die größere Lücke 6 begrenzenden Zahnsegmente 41 und 49.
[0018] Mittels Gleichrichter-Dioden DL1 und DL2 werden die an den Spulen L1, L2 abgegriffenen,
positiven Halbwellen jeweils dem Kondensator CL zu dessen Aufladung zugeführt. Einer
Freilaufdiode DS parallel geschaltet ist ein Entladeschalter Thy, im gezeichneten
Ausführungsbeispiel ein Thyristor, der vom Ausgang 10 der Zündzeitsteuerung 11 betätigt
wird.
[0019] Die Zündzeitsteuerung 11 kann als Mikrorechner oder kundenspezifisch integrierter
Schaltkreis realisiert sein. Sie besitzt je einer der beiden Spulen L1, L2 zugeordnete
Eingänge 13 bzw. 14, denen je eine Gleichrichter-Diode DL3 bzw. DL4 so vorgeschaltet
sind, daß ausschließlich die in den beiden Spulen L1, L2 induzierten negativen Halbwellen
durchgelassen werden. Jeden der beiden Gleichrichter-Dioden DL3, DL4 ist ein invertierender
Impulsformer IF1, IF2 nachgeschaltet, der aus den Halbwellen digital verarbeitbare
Impulse erzeugt. Hierfür können beispielsweise invertierende Schmitt-Trigger (vgl.
Fig. 2) eingesetzt werden. Die hierdurch zu positiven Impulsen D1, D2 geformten negativen
Halbwellen aus den Spulen L1, L2 werden danach in ein Impulsauswerteteil 15 geleitet,
das hieraus pro volle Umdrehung des Jochrads 2 einen Einzelimpuls generiert. Dieser
entspricht aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Impulsauswertungsteils
15 einer bestimmten Absolut-Winkelstellung des Jochrades 2, bei der nämlich die Lücke
6 noch dem Polschuh gegenüberliegt, der vom Nordpol-Magnetfeld durchsetzt ist.
[0020] Der Einzelimpuls D3 wird zunächst einem der Messung der Drehzahl n für eine ganze
Umdrehung dienenden Funktionsmodul 16 zugeführt, dessen Meßausgang 17 einen Impuls-
und Verzögerungszeit-Generator 18 beeinflußt. Dieser Funktionsmodul 18 ist noch zusätzlich
mit einem Speichermodul 19 mit Betriebskennfeldern, die z. B. die Maschinendrehzahl
n als Parameter enthalten, funktionsmäßig verknüpft. Beeinflußt vom Drehzahlmessungsmodul
16 und vom Betriebskennfeld-Modul 19 erzeugt der Impuls-Verzögerungsmodul 18 gegebenenfalls
frühverstellte Ansteuerungssignale, die dem Thyristor Thy zugeführt werden, woraufhin
dieser durchschaltet und dabei den Kondensator über die Zündspule LZ entlädt.
[0021] Ferner umfaßt die Zündzeitsteuerung 11 einen die Momentandrehzahl bzw. -winkelgeschwindigkeit
anhand zweier benachbarter Zahnsegmente 41 bis 49 ermittelnden Zählermodul 20, der
abhängig von der Momentan-Winkelgeschwindigkeit w den Ausgang 10 der Zündzeitsteuerung
11 bzw. des Impulsverzögerungsmoduls 18 zum Thyristor Thy durchschaltet, indem er
über seinen Ausgang 21 (gestrichelt gezeichnet) ein Schaltelement 22 entsprechend
betätigt. Gemäß Fig. 1 verarbeitet der Zählermodul 20 noch zusätzlich den Einzelimpuls
D3 am Ausgang des Impulsauswertemoduls 15 und kommuniziert mit einem weiteren Speichermodul
23, der Mindest-Winkelgeschwindigkeiten entsprechende Schwellwerte sw enthält.
[0022] In Fig. 2 ist die Ausführung des Impulsauswertungsmoduls 15 als fest verdrahtete
Schaltwerkslogik dargestellt: Die an je einer der beiden Spulen L1, L2 abgegriffenen,
negativen Halbwellen werden je einem Schmitt-Trigger ST1, ST2 zugeführt, der hieraus
invertierend positive Impulse D1 und D2 erzeugt (vgl. die Signalverläufe c) und d)
in Fig. 3). Die von der ersten, gemäß Fig. 1 vom Südpol-Magnetfeld durchsetzten Spule
L1 abgeleitete Impulsfolge D1 wird dem Reset-Eingang R1, und die von der anderen Spule
L2 mit entgegengesetzt polarisiertem Magnetfeld abgeleitete Impulsfolge D2 dem Set-Eingang
S1 eines an sich bekannten RS-Flip-Flops FF1 zugeführt. Vorzugsweise ist dem Reset-Eingang
R1 ein RC-Hochpaß DG als Differenzierglied unmittelbar vorgeschaltet, der aus dem
Kondensator C und dem gegen Masse geschalteten Widerstand R besteht. Der komplementäre
Ausgang Q1 des RS-Flip-Flops FF1 ist unmittelbar mit dem Dateneingang D eines in Kaskade
bzw. Serie nachgeschalteten, an sich bekannten D-Flip-Flops FF2 verbunden. Der Reset-Eingang
R2 des D-Flip-Flops FF2 ist direkt, und dessen auf positive Flanken ansprechender
Takteingang CL mittelbar über ein invertierendes Gatter I mit dem Ausgang des ersten
Schmitt-Triggers ST1 verbunden, der die negativen Halbwellen der vom magnetischen
Südpol durchsetzten Spule L1 zu Impulsen formt. Das Ausgangssignal des gesamten Schaltwerks
gemäß Fig. 2 wird durch den nicht-invertierenden Ausgang Q2 des D-Flip-Flops FF2 gebildet,
an dem pro Umdrehung des Jochrads 2 (vgl. Fig. 1) ein Einzelimpuls zur Verfügung steht,
wie nachfolgend näher erläutert.
[0023] In Fig. 3 sind Signalverläufe a) bis g) über die Zeit t dargestellt. Die Signalverläufe
a) und b) geben die in den Spulen L1, L2 induzierten Spannungen wieder, wobei die
ohne Steigung verlaufenden geradlinigen Abschnitte 24a, 24b aufgrund der Zahnsegmentlücke
6 im Jochrad 2 (vgl. Fig. 1) entstehen. Aus diesen induzierten Schwingungen werden
mittels der Schmitt-Trigger ST1, ST2 (vgl. Fig. 2) die Signalverläufe c) - von der
ersteren Spule L1 abgeleitete erste Impulsfolge D1 - und d) - von der zweiten Spule
L2 abgeleitete zweite Impulsfolge D2 - abgeleitet, wobei deren länger impulslose Abschnitte
24c, 24d den oben genannten, geradlinigen Abschnitten 24a, 24b entsprechen. Während
des Zeitpunktes I ist das RS-Flip-Flop FF1 gesetzt und das D-Flip-Flop FF2 zurückgesetzt.
Jede ansteigende, positive Flanke der ersten Impulsfolge D1 legt den Takteingang Cl
des D-Flip-Flops FF2 auf logisch "0". Das Differenzierglied DG erzeugt aus der ersten
Impulsfolge D1 entsprechende nadelförmige kurze Impulse D1.1, deren Länge über die
Dimensionierung des RC-Hochpasses so bemessen ist, daß das RS-Flip-Flop FF1 gerade
sicher zurückgesetzt wird. Der invertierende Ausgang Q1 des RS-Flip-Flops FF1 liegt
dann auf logisch "1".
[0024] Die darauf folgende, ansteigende positive Flanke der zweiten Impulsfolge D2 setzt
das RS-Flip-Flop FF1, das demnach zum Zeitpunkt II gesetzt ist. Die dann folgende,
abfallende Flanke der zweiten Impulsfolge D2 hat dabei keine Auswirkung. Die nachfolgende,
abfallende Flanke der ersten Impulsfolge D1 ergibt für den Takteingang Cl des D-Flip-Flops
FF2 aufgrund des zwischengeschalteten Inverters I eine ansteigende Flanke bzw. einen
positiven Impuls. Dies löst die Übernahme des Pegelzustands am Dateneingang D des
Daten-Flip-Flops FF2 nach dessen (nicht invertierenden) Ausgang Q2 aus. War der Dateneingang
D vorher auf logisch "0", ändert sich der Ausgang Q2 des Daten-Flip-Flops FF2 nicht.
Der darauffolgende Impuls der zweiten Impulsfolge D2 zum Zeitpunkt III hat keine Auswirkung.
Das RS-Flip-Flop FF1 war zuvor gesetzt und bleibt gesetzt.
[0025] Zum Zeitpunkt IV wird das RS-Flip-Flop FF1 durch die über das Differenzierglied DG
erzeugte Impulsfolge D1.1 zurückgesetzt. Da nun der Setzimpuls aufgrund der zweiten
Impulsfolge D2 fehlt, liegt der Daten-Eingang D des D-Flip-Flops auf logisch "1".
Mit der nächsten abfallenden Flanke der Impulsfolge D1 (vgl. Zeitpunkt V) wird über
den Inverter I am Takteingang Cl des D-Flip-Flops FF2 eine Daten-Übernahme am Eingang
D ausgelöst und mithin das D-Flip-Flop FF2 gesetzt. Das bedeutet den Ausgangspegel
logisch "1" am Ausgang Q2, der den Einzelimpuls D3 pro Umdrehung des Jochrads 2 bildet
(vgl. g) in Fig. 3).
[0026] Hieraus läßt sich folgern, daß der Einzelimpuls D3 pro Umdrehung im wesentlichen
durch die Impulslücke 24d der zweiten Impulsfolge D2 entsteht, die im Beispiel auf
die zweite, vom magnetischen Nordpolfeld durchsetzte Spule L2 basiert.
[0027] Abschließend sei anhand des Flußdiagramms in Fig. 4 eine Realisierungsmöglichkeit
des erfindungsgemäßen Verfahrens veranschaulicht: Der die Drehzahl n für eine ganze
Umdrehung des Jochrads 2 messende Funktionsmodul 16 führt je nach Drehzahlwert eine
Programmverzweigung 25 durch: Liegt die Drehzahl unter 1 500 U/min, wird in den Pfad
26, andernfalls in den Pfad 27 verzweigt. Im Pfad 26 ist eine Momentandrehzahlermittelung,
z. B. zwischen dem zweiten und dritten Zahnsegment (vgl. z. B. Bezugsziffern 42 und
43 in Fig. 1) nach der Zahnsegmentlücke 6 des Jochrads 2 vorgesehen, die vom die Momentanwinkelgeschindigkeit
w ermittelnden Zählermoduls anhand des zweiten Pulssignals D2 durchgeführt wird (vgl.
Funktionsblock 28 in Fig. 4). Dann erfolgt eine Abfrage 29, ob die Momentanwinkelgeschwindigkeit
w bestimmte im Speichermodul 23 gem. Fig. 1 abgelegte Schwellwerte SW entsprechend
vorprogrammierten Mindestdrehzahlen übersteigt. Solchenfalls wird nach starr mit dem
dritten Zahnsegment 43 erfolgter Zündung 30 (vgl. Warteschleife 35), andernfalls ohne
Zündung zum Verfahrens- bzw. Programmstartpunkt ZÜND zurückgesprungen.
[0028] Wird aufgrund einer NEIN-Entscheidung der Programmverzweigung 25 in den Pfad 27 geleitet,
weil die über eine gesamte Umdrehung des Jochrads 2 ermittelte Drehzahl 1 500 U/min
übersteigt, erfolgt eine Abfrage 31, ob die resultierende Drehzahl n 5 000 U/min übersteigt.
Solchenfalls wird die Zündung in das von dem ersten und zweiten Zahnsegment nach der
Lücke gebildete Intervall (vgl. Zahnsegmente 41 und 42 in Fig. 1) zugelassen gemäß
Funktionsblock 32 mit nachfolgendem Zündblock 30. Die Zündung kann aber auch entsprechend
dem abgelegten Betriebskennfeld innerhalb des vom zweiten und dritten Zahnsegment
42 und 43 definierten Intervalls ausgelöst werden. Liegt die auf eine Gesamtumdrehung
bezogene Drehzahl n unter 5 000 U/min, wird die momentane Winkelgeschwindigkeit w
im vom ersten und zweiten Zahnsegment 41, 42 nach der Lücke 6 definierten Intervall
ermittelt bzw. überwacht - vgl. Funktionsblock 33. Mithin kann innerhalb des vom zweiten
und dritten Zahnsegment 42 und 43 definierten Intervalls die Zündung 30 frühverstellt
bis zum zweiten Zahnsegment 42 vorgenonmmn werden - vgl. Funktionsblock 34. Die Frühverstellung
32, 34 erfolgt jeweils, wie durch die im Speichermodul 19 (Fig. 1) abgelegten Betriebskennfelder
BKF spezifiziert.
1. Induktiver Drehgeber (1) zur Steuerung des Zündzeitpunkts von Brennkraftmaschinen,
mit von einem Dauermagneten (9) durchsetzter Spule (L1,L2) und von einer Welle gedrehtem
Jochrad (2), über dessen Umfang verteilt vorspringende, beabstandete Zahnsegmente
(41-49) an den Magnetpolen (N,S) zur Spannungsinduktion vorbeibewegt werden, wobei
in Umfangsrichtung benachbarte Zahnsegmente (41 bis 49) voneinander zwei unterschiedlich
große Abstände (6, 39) aufweisen, und der größere Abstand einer Zahnsegmentlücke (6)
entspricht, die beim Ausbilden der Zahnsegmente (41 bis 49) einheitlich im kleineren
Regelabstand (39) durch Auslassen eines Zahnsegments entsteht, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei gesonderte Spulen (L1, L2) je einem Magnetpol (N,S, 7, 8) zugeordnet sind,
und der Abstand der Spulen (L1, L2) und/oder Magnetpole (N, S, 7, 8) dem mehr als
nur zwei Zahnsegmente (41 bis 49) betreffenden kleineren Regelabstand (39) entspricht.
2. Verfahren zur Zündung von Brennkraftmaschinen, insbesondere Rasenmähern, Motorsägen
oder Trennschleifern, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Drehgebers (1) nach
Anspruch 1 für eine Zündzeitsteuerung (11), indem diese vom Drehgeber (1) Zündimpulse
(D2,D3) ableitet und damit anhand einprogrammierter Betriebskennfelder (19, BKF) gegebenenfalls
verzögert oder frühverstellt ein Schaltglied (Thy) ansteuert, welches einen Kondensator
(CL) über die Primärwicklung einer Zündspule (LZ) entlädt, wobei in der Startphase
unterhalb einer Drehzahlgrenze (25) die Zünd-Ansteuerung abhängig vom Vorbeibewegen
der von den weiter beabstandeten Zahnsegmenten (41, 49) gebildeten Lücke (6) des Jochrads
(2) an den beiden Spulen (L1, L2) beziehungsweise Magnetpolen (N, S, 7, 8) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Startdrehzahlbereich unabhängig
von Drehzahlschwankungen oder Schwankungen der Winkelgeschwindigkeit die Zündung (30)
immer in einer bestimmten Segmentradstellung (35) erfolgt und daß nach Erreichen einer
bestimmten Drehzahl (31) der Zündzeitpunkt (30) drehzahlabhängig gesteuert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Startphase die
Ansteuerung mit oder nach dem Vorbeibewegen eines der der Lücke (6) nachfolgenden
Zahnsegmente (41 - 49) am Magnetpol, vorzugsweise des dritten Zahnsegments (43), erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Startphase
die Zünd-Ansteuerung abhängig von einer Winkelgeschwindigkeitsmessung (20,28) mittels
zweier, benachbarter Zahnsegmente (42,43) erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Startphase
die Winkelgeschwindigkeit (w) mittels des zweiten und dritten Zahnsegments (42, 43)
nach der Lücke (6) ausgezählt wird und bei deren Überschreiten eines Schwellwertes
(SW) die Zünd-Ansteuerung (30) unmittelbar mit dem dritten Zahnsegment (43) nach der
Lücke (6) erfolgt, daß ab einer Drehzahl (n) von mindestens 1 500 U/min die Winkelgeschwindigkeit
(w) mittels des ersten und zweiten Zahnsegments (41, 42) ausgezählt wird und die Zünd-Ansteuerung
(30) abhängig vom Betriebskennfeld (BKF) nach dem zweiten und vor dem vierten Zahnsegment
(42, 44) erfolgt, und daß bei einer Drehzahl (n) über 5000 U/min vor vollendeter Vorbeibewegung
des zweiten Zahnsegments (42) an einem Magnetpol (N, S, 7, 8) die Zünd-Ansteuerung
(30) freigegeben wird.
7. Kondensator-Zündanordnung insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 2 bis 6, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Drehgebers (1) nach
Anspruch 1, indem dessen beide Spulen (L1, L2) über je ein Gleichrichterelement (DL1,
DL2) mit einem mit einer Zündspule (LZ) verbundenen Zünd-Kondensator (CL) verbunden
sind, so daß dieser mittels der in den Spulen (L1,L2) induzierten Spannungshalbwellen
jeweils gleicher Polarität aufladbar ist, wobei der Zünd-Kondensator (CL) mit einem
von einem Zündkennfeldprogramm (BKF) gesteuerten Entladeschalters (Thy) verbunden
ist, so daß der Zünd-Kondensator (CL) entsprechend einem Zündkennfeldprogramm (BKF)
entladbar ist, und die Halbwellen entgegengesetzter Polarität der beiden Spulen (L1,
L2) des Drehgebers (1) je einem Impulsformer (IF1, IF2) zugeführt sind, deren Ausgänge
in einen Impulsauswertungsteil (15) führen, das mit einem zum Erkennen, Abtasten und
Auswerten der Zahnsegment-Lücke (6) des Drehgeber-Jochrads (6) beziehungsweise der
entsprechenden Impulslücke (24d) so ausgebildeten logischen Schaltwerk (FF1, FF2)
realisiert ist, daß mit jeder vollendeten Jochrad-Umdrehung (5) am Ausgang des Impulsauswertungsteils
(15) ein auf der Impulslücke (24d) basierender Einzelimpuls (D3) ansteht, der einer
absoluten Winkelstellung des Jochrads (2) entspricht.
8. Zündanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltwerk des Impulsauswertungsteils
(15) eingangsseitig ein zustandsgesteuertes und ausgangsseitig ein taktflankengesteuertes
Speicherelement (FF1, FF2) aufweist, die miteinander in Kaskade angeordnet sind, wobei
das auf die eine Spule (L1) basierende Eingangssignal (D1) zur Übernahme-Ansteuerung
(Cl) des ausgangsseitigen Speicherelements (FF2) und das auf die andere Spule (L2)
basierende Eingangssignal (D2) zum Setzen des eingangsseitigen Speicherelements (FF1)
dient.
9. Zündanordnung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Einzelimpuls
(D3) pro Umdrehung des Jochrads (2) einem Gesamtzeitzähler (16) für eine vollständige
Umdrehung des Jochrads zugeführt ist, und das Ausgangssignal (17) des Gesamtzeitzählers
(16) einen mit programmierten Zündkennfeldern (BKF) verknüpften Impuls- und Verzögerungs-Generator
(18) beeinflußt, dessen Ausgangsimpulse (10) den Entladeschalter (Thy) ansteuern.
10. Zündanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem Generatorausgang (18,
10) und dem Entladeschalter (Thy) ein Schaltelement (22) zwischengeschaltet ist, welches
von einem Zeitzähler (20) zur Messung der Momentanwinkelgeschwindigkeit (w) anhand
zweier benachbarter Zahnsegmente (42, 43) angesteuert wird nach Maßgabe programmierter
Schwellwerte (SW) entsprechend vorgegebener Mindestdrehzahlen.
1. Inductive shaft-angle encoder (1) for controlling the ignition time of internal combustion
engines, having a coil (L1, L2) penetrated by a permanent magnet (9) and a yoke wheel
(2), which is rotated by a shaft and over the circumference of which are distributed
projecting, spaced tooth segments (41-49), which pass over the magnetic poles (N,
S) in order to induce the current, wherein toothed segments (41 to 49) which are adjacent
in the circumferential direction have two different sizes of spacing (6, 39), and
the larger spacing corresponds to one toothed segment gap (6) formed by the omission
of a toothed segment where the toothed segments (41 to 49) are uniformly spaced apart
with the smaller standard spacing (39), characterised in that two separate coils (L1,
L2) are associated with each magnetic pole (N, S, 7, 8), and the distance of the coils
(L1, L2) and/or magnetic poles (N, S, 7, 8) from one another corresponds to the smaller
standard spacing (39) affecting more than just two toothed segments (41 to 49).
2. Method of igniting internal combustion engines, in particular lawnmowers, motor saws
or abrasive cutting machines, characterised by the use of a shaft-angle encoder (1)
according to claim 1 for an ignition time control (11), this control receiving ignition
pulses (D2, D3) from the shaft-angle encoder (1) and therefore, by means of programmed
operating characteristic fields (19, BKF), actuating a switching member (Thy) in a
delayed or early manner, as is necessary, the switching member then discharging a
capacitor (CL) via the primary winding of an ignition coil (LZ), wherein in the starting
phase, below a speed limit (25), ignition triggering being dependent on the passing
of the gap (6) in the yoke wheel (2), formed by the toothed segments (41, 49) that
are further apart, over the two coils (L1, L2) or magnetic poles (N, S, 7, 8).
3. Method according to claim 2, characterised in that in the starting speed range, independently
of speed fluctuations or fluctuations in the angular velocity, ignition (30) is always
effected in a certain segment wheel position (35), and in that after a certain speed
(31) has been reached, the ignition time (30) is controlled as a function of speed.
4. Method according to claim 2 or 3, characterised in that in the starting phase, triggering
is effected during or after the passing of a toothed segment (41-49) following the
gap (6), preferably of the third toothed segment (43), over the magnetic pole.
5. Method according to claim 2, 3 or 4, characterised in that in the starting phase,
ignition triggering is effected as a function of an angular velocity measurement (20,
28) by means of two adjacent toothed segments (42, 43).
6. Method according to one of claims 2 to 5, characterised in that in the starting phase
the angular velocity (w) is selected by means of the second and third toothed segment
(42, 43) after the gap (6), and when the angular velocity exceeds a threshold value
(SW), ignition triggering (30) is effected immediately with the third toothed segment
(43) after the gap (6), in that upwards of a speed (n) of at least 1 500 rpm the angular
velocity (w) is selected by means of the first and second toothed segments (41, 42),
and ignition triggering (30) is effected as a function of the operating characteristic
field (BKF) after the second and before the fourth toothed segment (42, 44), and in
that at a speed (n) of more than 5000 rpm, before the second toothed segment (42)
has completely passed a magnetic pole (N, S, 7, 8), ignition triggering (30) is carried
out.
7. Capacitor ignition device, in particular for carrying out the method according to
one of claims 2 to 6, characterised by the use of a shaft-angle encoder (1) according
to claim 1, in that its two coils (L1, L2) are connected to an ignition capacitor
(CL) connected to an ignition coil (LZ) via a respective rectifier element (DL1, DL2),
so that the ignition capacitor can be charged up by means of the voltage half-waves
of respectively the same polarity induced in the coils (L1, L2), wherein the ignition
capacitor (CL) is connected to a discharge switch (Thy) controlled by an ignition
characteristic field program (BKF), so that the ignition capacitor (CL) is dischargeable
in accordance with an ignition characteristic field program (BKF), and the half-waves
of opposite polarities of the two coils (L1, L2) of the shaft-angle encoder (1) are
fed to a respective pulse generator (IF1, IF2), whose outputs lead into a pulse evaluation
member (15), which is realised with a logic board (FF1, FF2) so formed for identifying,
scanning and evaluating the toothed segment gap (6) of the shaft-angle encoder yoke
wheel (6) or of the corresponding pulse gap (24d) that upon each complete yoke wheel
revolution (5), an individual pulse (D3) based on the pulse gap (24d) is applied to
the output of the pulse evaluation member (15) and corresponds to an absolute angular
position of the yoke wheel (2).
8. Ignition device according to claim 7, characterised in that the circuit board of the
pulse evaluating member (15) has at the input a condition-controlled store element
and at the output a pulse edge-controlled store element (FF1, FF2), which are arranged
in cascade, wherein the input signal (D1) based on one of the coils (L1) is used for
take-over actuation (C1) of the output-side store element (FF2) and the input signal
(D2) based on the other coil (L2) is for setting the input-side store element (FF1).
9. Ignition device according to claim 7 or 8, characterised in that the individual pulse
(D3) per revolution of the yoke wheel (2) is fed to a total time counter (16) for
a complete revolution of the yoke wheel, and the output signal (17) of the total time
counter (16) modifies a pulse and delay generator (18) associated with programmed
ignition characteristic fields (BKF), whose output pulses (10) actuate the discharge
switch (Thy).
10. Ignition device according to claim 9, characterised in that a switching element (22)
is interposed between the generator output (18, 10) and the discharge switch (Thy)
and is actuated by a timer (20) for measuring the momentary angular velocity (w) by
means of two adjacent toothed segments (42, 43) according to programmed threshold
values (SW) and in accordance with specified minimum speeds.
1. Capteur inductif de rotation (1) pour la commande de l'instant d'allumage de moteurs
à combustion interne, comprenant une bobine (L1, L2) traversée par un aimant permanent
(9), et une roue de culasse (2) mise en rotation par un arbre, et dont des segments
de dents (41 à 49) répartis et espacés sur la périphérie et faisant saillie de celle-ci,
sont déplacés devant les pôles magnétiques (N, S) pour induire une tension, des segments
de dents (41 à 49) voisins dans la direction périphérique, présentant deux espacements
(6, 39) de grandeur différente entre-eux, et l'espacement le plus grand correspondant
à un manque de segment de dent (6), qui survient lors de la réalisation des segments
de dents (41 à 49) de manière uniforme selon le plus petit espacement régulier (39),
par suppression d'un segment de dent, caractérisé en ce que deux bobines (L1, L2)
distinctes sont associées chacune respectivement à un pôle magnétique (N, S, 7, 8),
et l'espacement des bobines (L1, L2) et/ou des pôles magnétiques (N, S, 7, 8) correspond
à l'espacement régulier (39) plus petit, concernant un nombre plus important que seulement
deux segments de dents (41 à 49).
2. Procédé pour l'allumage de moteurs à combustion interne, notamment pour tondeuses
à gazon, scies à moteur ou meuleuses de tronçonnage, caractérisé par l'emploi d'un
capteur de rotation (1) selon la revendication 1, pour une commande d'instant d'allumage
(11), par le fait que celle-ci dérive du capteur de rotation (1) des impulsions d'allumage
(D2, D3) et, ainsi, a l'aide de diagrammes caractéristiques de fonctionnement (19,
BFK) programmés, commande, le cas échéant en retard ou en avance, un organe de commutation
(Thy), qui décharge un condensateur (CL) par l'intermédiaire d'un enroulement primaire
d'une bobine d'allumage (LZ), la commande d'allumage ayant lieu dans la phase de démarrage,
en-dessous d'une limite de vitesse de rotation (25), en fonction du déplacement du
manque de segment de dent (6), formé par les segments de dents (41, 49) plus espacés
de la roue de culasse (2), devant les deux bobines (L1, L2) ou bien les pôles magnétiques
(N, S, 7, 8).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que dans la zone des vitesses
de rotation de démarrage, indépendamment de fluctuations de la vitesse de rotation
ou de fluctuations de la vitesse angulaire, l'allumage (30) a lieu toujours dans une
position déterminée (35) de la roue à segments, et en ce qu'après avoir atteint une
vitesse de rotation déterminée (31), l'instant d'allumage (30) est commandé en fonction
de la vitesse de rotation.
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que dans la phase de démarrage,
la commande a lieu au moment ou après le mouvement devant le pôle magnétique, de l'un
des segments de dents (41 à 49) succédant au manque de dent (6), de préférence du
troisième segment de dent (43).
5. Procédé selon la revendication 2, 3 ou 4, caractérisé en ce que dans la phase de démarrage,
la commande d'allumage a lieu en fonction d'une mesure de vitesse angulaire (20, 28),
au moyen de deux segments de dents voisins (42, 43).
6. Procédé selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que dans la phase
de démarrage, la vitesse angulaire (w) est comptée au moyen du second et du troisième
segments de dent (42, 43) après le manque de dent (6), et lors de son dépassement
d'une valeur de seuil (SW), la commande d'allumage (30) a lieu directement avec le
troisième segment de dent (43) après le manque de dent (6), en ce qu'à partir d'une
vitesse de rotation (n) d'au moins 1500 t/min, la vitesse angulaire (w) est comptée
au moyen du premier et du second segment de dent (41, 42), et la commande d'allumage
(30) a lieu en fonction du diagramme caractéristique d'exploitation (BKF), après le
second et avant le quatrième segment de dent (42, 44), et en ce que lors d'une vitesse
de rotation (n) au-delà de 5000 t/min, la commande d'allumage (30) est libérée avant
le passage complètement terminé du second segment de dent (42) devant un pôle magnétique
(N, S, 7, 8).
7. Agencement d'allumage à condensateur, notamment pour la mise en oeuvre du procédé
selon l'une des revendications 2 à 6, caractérisé par l'emploi d'un capteur de rotation
(1) selon la revendication 1, par le fait que ses deux bobines (L1, L2) sont reliées,
chacune, par l'intermédiaire d'un élément redresseur (DL1, DL2), avec un condensateur
d'allumage (CL) relié à une bobine d'allumage (LZ), de sorte que ce condensateur peut
être chargé au moyen des demi-ondes de tension, chaque fois de même polarité, induites
dans les bobines (L1, L2), le condensateur d'allumage (CL) étant relié à un interrupteur
de décharge (Thy) commandé par un programme de diagramme caractéristique d'allumage
(BFK), et les demi-ondes de polarité opposée des deux bobines (L1, L2) du capteur
de rotation (1) étant amenées à un formateur d'impulsions respectif (IF1, IF2), dont
les sorties conduisent à une partie d'analyse d'impulsion (15), qui est réalisée à
l'aide d'un circuit de commutation logique (FF1, FF2) conçu pour la reconnaissance,
l'exploration et l'analyse du manque de dent (6) de la roue de culasse (2) du capteur
de rotation, et donc du manque d'impulsion (24d) correspondant, de manière telle,
qu'avec chaque tour de rotation complètement terminé (5) de la roue de culasse, il
s'établit à la sortie de la partie d'analyse d'impulsion (15), une impulsion individuelle
(D3) fondée sur le manque d'impulsion (24d) et correspondant à une position angulaire
absolue de la roue de culasse (2).
8. Agencement d'allumage selon la revendication 7, caractérisé en ce que le circuit de
commutation de la partie d'analyse d'impulsion (15) présente, côté entrée, un élément
de mémoire (FF1) à fonctionnement en niveau, et côté sortie, un élément de mémoire
(FF2) à fonctionnement en transition de phase, qui sont agencés en cascade l'un avec
l'autre, le signal d'entrée (D1), basé sur l'une des bobines (L1), servant pour la
commande de réception (C1) de l'élément de mémoire côté sortie (FF2), et le signal
d'entrée (D2), basé sur l'autre bobine (L2), servant l'établissement de l'élément
de mémoire (FF1) côté entrée.
9. Agencement d'allumage selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que l'impulsion
individuelle (D3), par tour de la roue de culasse (2), est amenée à un compteur de
temps total (16) pour un tour complet de la roue de culasse, et le signal de sortie
(17) du compteur de temps total (16) influence un générateur d'impulsions et de retard
(18) couplé à des diagrammes d'allumage programmés (BFK), et dont les impulsions de
sortie (10) commandent l'interrupteur de décharge (Thy).
10. Agencement d'allumage selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'à la sortie de
générateur (18, 10) et à l'interrupteur de décharge (Thy) est intercalé un élément
de commutation (22), qui est commandé par un compteur de temps (20), pour la mesure
de la vitesse angulaire instantanée (w), à l'aide de deux segments de dents (42, 43)
voisins, en fonction de valeurs de seuil (SW) programmées correspondant à des vitesses
de rotation minimales préallouées.