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EP 0 411 345 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.09.1993 Patentblatt 1993/38 |
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Anmeldetag: 07.07.1990 |
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Zuführ- und Dosiereinrichtung für das Läppgemisch bei Feinbearbeitungsmaschinen zum
Läppen, Feinschleifen oder Polieren
Feeding and dosing equipment for the lapping mixture in polishing machines for lapping,
grinding or polishing
Installation de dosage et d'alimentation du mélange de polissage sur des machines
de polissage pour polir, superfinir ou roder
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI |
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Priorität: |
31.07.1989 DE 3925274 21.05.1990 DE 4016335
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.02.1991 Patentblatt 1991/06 |
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Patentinhaber: DISKUS WERKE FRANKFURT AM MAIN
AKTIENGESELLSCHAFT |
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D-60386 Frankfurt (DE) |
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Erfinder: |
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- Biebesheimer, Klaus
D-6000 frankfurt 60 (DE)
- Hofsess, Alexander, Dipl.-Ing.
D-6072 Dreieich (DE)
- Simpfendörfer, Dieter Dr.,
D-6052 Mülheim/M.3, (DE)
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Vertreter: Hubbuch, Helmut, Dipl.-Ing et al |
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Patentanwälte Dr. Rudolf Bauer
Dipl.-Ing. Helmut Hubbuch
Dipl.-Phys. Ulrich Twelmeier
Westliche Karl-Friedrich-Strasse 29-31 75172 Pforzheim 75172 Pforzheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
BE-A- 507 816 DE-A- 2 440 978
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DE-A- 2 346 325
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung geht aus von einer Zuführ- und Dosiereinrichtung für das
Läppgemisch bei Feinbearbeitungsmaschinen zum Läppen, Feinschleifen und Polieren mit
den im Oberbegriff des Anspruchs 1 enthaltenen Merkmalen.
[0002] Nachteilig bei dieser Einrichtung ist, daß die Zufuhr des Läppgemisches in den Wirkraum
nur unbefriedigend sichergestellt werden kann.
[0003] Bei dieser aus der DE-OS 24 40 978 bekannten Einrichtung besteht die Gefahr, daß
bei hohen Drehzahlen der oberen Schleifscheibe der an den Abstreifen entstehende Staudruck
so hoch ist, daß das zugeführte Läpggemisch aus den Ringknaälen herausgedrückt wird.
[0004] andererseits erfolgt bei sehr niedrigen Drehzahlen eine nur unbefriedigende Verteilung
des Läppgemisches.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde die bekannte Zuführ- und Dosiereinrichtung
so weiterzuentwickeln, daß eine gleichmäßige und eine der Bearbeitungsaufgabe angepaßte
Mengenzuführung des Läppgemisches in den Wirkraum erreicht wird.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Gegenüber dem Stand der Technik wird ein neuer und auf erfinderischer Tätigkeit beruhender
Weg eingeschlagen. Die erfindungsgemäße Zuführ- und Dosiereinrichtung zeichnet sich
dadurch aus, daß die Abstreifeinrichtung relativ zum Maschinenaufbau drehbar ist.
Hierdurch wird in Abhängigkeit von der jeweils zu bearbeitenden Teilespezifikation
und der gewählten Zerspanungsbedingungen eine steuerbare Zuführ- und Dosiereinrichtung
verwirklicht. Durch die Anordnung der Zuführ- und Dosiereinrichtung wird eine gleichmäßige
und der Bearbeitungsaufgabe angepaßte Menge des Läppgemisches dem Wirkraum zugeführt.
[0008] Die Abstreifeinrichtung besteht aus mehreren zentrisch zur Achse der oberen Arbeitsscheibe
angeordneten Abstreifern mit eigenem Antrieb, der diese Einrichtung beim Unterschreiten
einer vorgegebenen Drehzahlgrenze der oberen Arbeitsscheibe in einer zur Scheibendrehung
vorzugsweise gegensinnige Rotation versetzt.
[0009] Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung erfolgt die Zufuhr des Läppgemisches zu
den Abstreifern über ein senkrechtes Strömungsrohr mit freiem Austritt des Läppgemisches,
zu welchem einerseits parallel versetzt ein Tropfrohr angeordnet, ist mit seitwärts
auf das Ende des Strömungsrohres weisendem Aufnahmetrichter, auf welchen andererseits
eine Strahldüse gerichtet ist, welche mit einem pulsierenden Luftstrom beschickbar
ist, der in seiner Stärke und/oder Pulsationsfrequenz steuerbar ist.
[0010] In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Zuführ- und Dosiereinrichtung
gemäß der Erfindung als Ausführungsbeispiel dargestellt und nachfolgend beschrieben
und zwar zeigen:
- Figur 1
- die schematische Darstellung der dosierten Zufuhr des Läppgemisches und
- Figur 2
- die schematische Darstellung der Verteilung desselben,
[0011] Wie sich aus der Zeichnung in Figur 1 ergibt, erfolgt die Zufuhr des Läppgemisches
A über ein senkrechtes Strömungsrohr 1 mit freiem Austritt am angeschrägten Ende 2.
Hierzu ist parallel versetzt ein Tropfrohr 3 angeordnet mit seitwärts auf das ende
des Strömungsrohres weisendem Aufnahmetrichter 4, auf welchen eine Strhaldüse 5 gerichtet
ist, die mittels des Luftstromes B das Läppgemisch A teilweise in Richtung C in den
Trichter 4 steuerbar abhängig von seiner Stärke und/oder Pulsationsfrequenz ablenkt,
während die Restmenge in richtung D über den Ablaufstutzen 6 in den Aufnahmebehälter
7 gelangt und von hier aus über die Leitung 8 zum Strömungsrohr 1 zurückgeführt wird.
[0012] Vom Auslauf 9 eines oder mehrerer Tropfrohre 3 gelangt der abgelenkte Läppgemischanteil
sodann in einen oder mehrere Ringkanäle 10 an der Rückseite der oberen Arbeitsscheibe
11 und von dort über Bohrungen 12 in den Wirkraum 13 zwischen der oberen und unteren
Arbeitsscheibe 11, 14 wie aus Figur 2 ersichtlich wird.
[0013] Die gleichmäßige Verteilung des Läppgemisches geschieht entsprechend Figur 2 mit
Hilfe einer zur oberen Arbeitsscheibe 11 relativ drehenden Abstreifeinrichtung 15
mittels Abstreifern 16 in einem oder mehreren Ringkanälen 10 mit Bohrungen 12 zum
Wirkraum 13. Hierbei besteht die Abstreifeinrichtung 15 aus mehreren senkrecht zur
Achse X er oberen Arbeitsscheibe 11 angeordneten Abstreifern 16 mit eigenem Antrieb
17, der diese Einrichtung 15 beim Unterschreiten einer vorgegebenen Drehzahlgrenze
der oberen Arbeitsscheibe 11 in eine zur Scheibendrehung bevorzugt gegensinnige Rotation
versetzt.
[0014] Bei pendelnder Aufhängung der oberen Arbeitsscheibe 11 mittels Gelenklager 18 an
der Pinole 19 ist der Antrieb 17 der Abstreifeinrichtung 15 hier über die führungsstange
20 am Maschinenaufbau 21 gegen Mitdrehen gesichert; er macht dagegen die Pendelbewegung
der oberen Arbeitsscheibe 11 wie ersichtlich über das Gelenklager 18 mit. Hierbei
sind die Abstreifeinrichtung mittels der Lagerung 22 sowie die Halterung des Antriebs
17 mittels der Lagerung 23 am Träger 24 der oberen Arbeitsscheibe 11 befestigt, wobei
die Abstreifeinrichtung z.B. über einen Riementrieb 25 in Drehung versetzbar ist.
1. Zuführ- und Dosiereinrichtung für das Läppgemisch bei
Feinbearbeitungsmaschinen zum Läppen, Feinschleifen oder Polieren mit vertikal
- achsiger Anordnung zweier Arbeitsscheiben (11, 14) wobei das Läppgemisch mit Hilfe
einer zur oberen Arbeitsscheibe (11) relativ drehenden Abstreifeinrichtung (15) in
einem oder mehreren Ringkanälen (10) an der Rückseite der oberen Arbeitsscheibe (11)
verteilt und dem Wirkraum (13) über Bohrungen (12) zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abstreifeinrichtung (15) relativ zum Maschinenaufbau (21) drehbar ist.
2. Zuführ- und Dosiereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstreifeinrichtung (15) aus mehreren zentrisch zur Achse (x) der oberen Arbeitsscheibe
(11) angeordreten Abstreifern (16) besteht mit eigenem Antrieb (17), der diese Einrichtung
(15) beim Unterschreiten einer vorgegebenen Drehzahlgrenze der oberen Arbeitsscheibe
(11) in eine zur Scheibendrehung vorzugsweise gegensinnige Rotation versetzt.
3. Zuführ- und Dosiereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet,
daß bei pendelnder Aufhängung der oberen Arbeitsscheibe (11) der Antrieb (17) der
Abstreifeinrichtung (15) gegen Drehung um die Achse der oberen Arbeitsscheibe (11)
gesichert ist, jedoch deren Pendelbewegung mitvollzieht.
4. Zuführ- und Dosiereinrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstreifeinrichtung (15) sowie die Halterung des Antriebs (17) mittels Lagerung
(23) am Träger (24) der oberen Arbeitsscheibe (11) derart befestigt sind, daß sich
keine Rückwirkung aus der Drehung der Arbeitsscheibe ergibt.
5. Zuführ- und Dosiereinrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zufuhr des Läppgemisches zu den Abstreifern über ein senkrechtes Strömungsrohr
(1) mit freiem Austritt des Läppgemisches (A) erfolgt, zu welchem einerseits parallel
versetzt ein Tropfrohr (3) angeordnet ist mit seitwärts auf das Ende des Strömungsrohres
(1) weisendem Aufnahmetrichter (4) auf welchen andererseits eine Strahldüse (5) gerichtet
ist, welche mit einem pulsierenden Luftstrom (B) beschickbar ist, der in seiner Stärke
und/oder Pulsationsfrequenz steuerbar ist.
6. Zuführ- und Dosiereinrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ende (2) des Strömungsrohres (1) bezogen auf die Strömungsrichtung abgeschrägt
ist.
1. Dispositif d'amenée et de dosage du mélange abrasif sur des machines de finissage
pour travaux de rodage, meulage fin ou polissage, comportant deux meules (11, 14),
en une disposition verticale, le mélange abrasif étant distribué à l'aide d'un dispositif
racleur (15) rotatif par rapport à la meule supérieure (11), dans un ou plusieurs
canaux circulaires (10) sur le côté arrière de ladite meule supérieure (11) et pouvant
être amené vers l'espace d'usinage (13) à travers des perçages (12), caractérisé en
ce que le dispositif racleur (15) est rotatif par rapport au bâti (21) de la machine.
2. Dispositif d'amenée et de dosage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le
dispositif racleur (15) est constitué de plusieurs racleurs (16) disposés de manière
concentrique par rapport à l'axe (x) de la meule supérieure (11), en ce qu'il est
muni de son propre entraînement (17) qui place ce dispositif (15) en rotation, de
préférence dans le sens inverse de la rotation de la meule, si la limite de vitesse
prédéterminée de la meule supérieure (11) n'est pas atteinte.
3. Dispositif d'amenée et de dosage selon la revendication 2, caractérisé en ce que,
avec une suspension pendulaire de la meule supérieure (11), le moteur (17) du dispositif
racleur (15) est bloqué contre toute rotation autour de l'axe de ladite meule supérieure
(11), tout en accomplissant son mouvement pendulaire.
4. Dispositif d'amenée et de dosage selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce
que le dispositif racleur (15) ainsi que le support du moteur (17) sont fixés au moyen
d'un palier (23) sur le support (24) de la meule supérieure (11), de telle sorte que
la rotation de la meule ne se répercute pas sur le dispositif racleur (15).
5. Dispositif d'amenée et de dosage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que l'amenée du mélange abrasif, vers les racleurs, s'effectue à travers un
tube vertical (1) muni d'un échappement libre du mélange abrasif (A), un tube d'égouttage
(3) étant décalé parallèlement par rapport à cet échappement, d'une part, et comportant
un entonnoir réceptacle (4) orienté latéralement vers l'extrémité du tube (1), entonnoir
vers lequel est orienté, d'autre part, un gicleur (5) qui peut être alimenté par un
flux d'air pulsant (B), dont l'intensité et/ou la fréquence pulsation sont régulables.
6. Dispositif d'amenée et de dosage selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'extrémité
(2) du tube (1) est chanfreinée par rapport à la direction du flux.
1. An apparatus for feeding and metering a lapping mixture to finishing machines for
lapping, finish-grinding or polishing, comprising two working disks (11, 14) arranged
on a vertical axis, wherein the lapping mixture is distributed in one or more annular
channels (10) on the rear surface of the upper working disk (11) by scraping means
(15), which rotate relative to the upper working disk (11), and is adapted to be fed
through the working space (13) through bores (12), characterized in that the scrapping
means (15) are rotatable relative to the top structure (21) of the machine.
2. Feeding and metering apparatus according to claim 1, characterized in that the scraping
means (15) comprise a plurality of scrapers (16), which are centered on the axis (x)
of the upper working disk (11), and a separate drive for imparting to said means (15)
a rotation preferably in a sense that is opposite to the rotation of the disks when
the speed of the upper working disk (11) decreases below a predetermined limit.
3. A feeding and metering apparatus according to claim 2, characterized in that the upper
working disk (11) is suspended like a pendulum and the drive means (17) of the scraping
means are locked against a rotation about the axis of the upper working disk (11),
but follows the pendulum motion thereof.
4. A feeding and metering apparatus according to claim 2 or 3, characterized in that
the scraping means (15) and the holder for the drive means (17) are so mounted by
bearing means (23) on the carrier (24) for the upper working disk (1) that no reaction
results from the rotation of the working disk.
5. A feeding and metering apparatus according to any of claims 1 to 4, characterized
in that the lapping mixture is fed to the scrapers through a vertical flow-conducting
tube (1), from which the lapping mixture (A) exits freely, a dropping tube (3) is
offset from and parallel to the flow-conducting tube and is provided with a receiving
hopper (4), which laterally faces the end of the flow-conducting tube (1) and to which
on the other side a jet nozzle (5) is directed, which is adapted to be fed with a
pulsed air flow (8), which is adapted to be controlled in its thickness and/or pulse
frequency.
6. A feeding and metering apparatus according to claim 5, characterized in that the end
(2) of the flow-conducting tube (1) is bevelled with respect to the direction of flow.

